• Weil hier gerade diskutiert wird, ob der Tod von Angela Lansbury in das Comic-Forum gehört und man sogar noch Margret Rutherford einbeziehen darf: Ich würde gern irgendwo über Filmklassiker reden und habe den Eindruck, da würden eventuell auch Andere mitmachen. Aber sowas gibt's hier glaube ich nicht - oder habe ich da ein Thema übersehen?

    Ich war ab Ende der 70er Jahre im Kino, kenne aber eine Menge älterer Filme aus dem Fernsehen. Es würde sich sicherlich anbieten, die Filme zum Thema zu machen, die häufig im Fernsehen gelaufen sind (damit auch viele mitreden können). Das wäre wohl hauptsächlich aus der Studio-Ära Hollywoods, aber vielleicht auch Filme aus anderen Ländern.

    Aber ich könnte mir auch vorstellen, den Begriff "Filmklassiker" weit zu fassen. Im Moment sehe ich mir auf youtube gerade eine Reihe namens "Marvel mal anders" an, in der es schwerpunktmäßig um Superheldenfilme der 70er bis 90er Jahre geht - also vor Ang Lee und dem MCU. Fände ich zum Beispiel auch interessant.

    Inhaltsverzeichnis (wird hin und wieder aktualisiert)

    „Nosferatu“ von Friedrich Wilhelm Murnau
    „Im Zeichen des Bösen“ von Orson Welles
    „Der General“ von Buster Keaton
    „Gelächter in der Nacht“ von Raymond McCarey
    „Der Besessene“ von Marlon Brando
    „Die unvergeßliche Nacht“ von Mitchell Leisen
    „African Queen“ von John Huston
    „Mars Attacks!“ von Tim Burton
    „Das lange Elend“ von Mel Smith
    „Gefährliche Freundin“ von Jonathan Demme
    „Futureworld“ von Richard T. Heffron
    „Birth of a Nation“ von David W. Griffith
    „Intolerance“ von David W. Griffith
    „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch
    „Willkommen, Mr. Chance“ von Hal Ashby
    „Der Prinz und die Tänzerin“ von Laurence Olivier
    „Fünf Gräber bis Kairo“ von Billy Wilder
    „Eins zwei drei“ von Billy Wilder
    „Vermißt“ von Constantin Costa-Gavras
    „New York City Girl“ von Susan Seidelman
    „Die 39 Stufen“ von Alfred Hitchcock
    „Alexander Newski“ von Sergej Eisenstein
    „Der Schuß von der Kanzel“ von Leopold Lindtberg
    „Getaway“ von Sam Peckinpah
    „Viridiana“ von Luis Bunuel
    „Gorky Park“ von Michael Apted
    „Robin Hood – König der Vagabunden“ von Michael Curtiz
    „Stadt in Angst“ von John Sturges
    „Interstella 5555 – The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem“ von Kazuhisa Takenouchi/Akira Matsumoto und Daft Punk
    „Der verrückte Professor“ von Jerry Lewis
    „Zeit der Unschuld“ von Martin Scorsese
    „Heavy Metal“ von Potterton/Murakami
    „Im Schatten der Nacht“ von Nicholas Ray
    „Das Ende / Anschlag bei Nacht“ von John Carpenter
    „Rio Bravo“ von Howard Hawks
    „Zähl bis drei und bete“ von Delmer Daves
    „Eat the Rich“ von Peter Richardson
    „Warte, bis es dunkel ist“ von Terence Young
    „Le Bal – Der Tanzpalast“ von Ettore Scola
    „Die letzte Nacht des Boris Gruschenko“ von Woody Allen
    „Jo – Hasch mich, ich bin der Mörder“ von Jean Girault
    „Arbeit“ von Charlie Chaplin
    „Die Marx-Brothers: Ein Tag beim Rennen“ von Sam Wood
    „Die Klapperschlange“ von John Carpenter
    „A rainy Day with the Bear-Family“ von Hugh Harman
    „Die Erfindung des Verderbens“ von Karel Zeman
    „Ladykillers“ von Alexander Mackendrick
    „Der einzige Zeuge“ von Peter Weir
    „Phantom-Kommando“ von Mark Lester
    „Cyrano de Bergerac“ von Jean-Paul Rappeneau
    „La Strada“ von Federico Fellini
    „Die Reise zum Mond“ von Georges Melies
    „Das Glas Wasser“ von Helmut Käutner
    „Der Engel mit der Trompete“ von Raoul Walsh
    „This is Spinal Tap“ von Rob Reiner
    „Der Hochzeitsmarsch“ von Erich von Stroheim
    „Cassidy der Rebell“ von Jack Cardiff und John Ford
    „American Splendor“ von Robert Pulcini und Shari Springer Berman
    „King Size Canary“ von Tex Avery
    „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ von Bob Rafelson
    „Verlorenes Leben“ von Ottokar Runze
    "Die Frauen von Stepford" von Bryan Forbes
    „Die Wüstensöhne“ von William A. Seiter
    „Time of the Gypsies“ von Emir Kusturica
    „Aufbruch der Blutcrew“ von Rochus Hahn und Michael Gutmann
    „Big“ von Penny Marshall
    „Die Reifeprüfung“ von Mike Nichols
    „Hundstage“ von Sidney Lumet
    „Apocalypse Now“ von Francis Ford Coppola
    „Ausgerechnet Wolkenkratzer“ von Fred Newmeyer und Sam Taylor
    „Leoparden küßt man nicht“ von Howard Hawks
    „Ein Fisch namens Wanda“ von Charles Crichton und John Cleese
    „Andrej Rubljow“ von Andrej Tarkowski
    "Blaubarts achte Frau" von Ernst Lubitsch
    „Der blaue Engel“ von Josef von Sternberg
    "Der dritte Mann" von Carol Reed
    "Der Mann der Friseuse" von Patrice Leconte
    „Die karierte Weste“ von Erich Engels
    „Morgen in Alabama“ von Norbert Kückelmann
    Rainer Werner Fassbinder
    „Brazil“ von Terry Gilliam
    "Catch 22" von Mike Nichols
    „Betty Blue“ von Jean-Jacques Beineix
    „Die Drei von der Tankstelle“ von Wilhelm Thiele
    „Liebe und Anarchie“ von Lina Wertmüller
    „Der wilde Clown“ von Josef Rödl
    „Harry und Sally“ von Rob Reiner
    „Haie der Großstadt“ von Robert Rossen
    „Unter den Brücken“ von Helmut Käutner
    „Spur der Steine“ von Frank Beyer
    „Robin Hood“ von Allan Dwan
    „Weites Land“ von William Wyler
    „Unter dem Vulkan“ von John Huston
    „Der Tod steht ihr gut“ von Robert Zemeckis
    „Distant Voices – Still Lives“ von Terence Davies
    „Spaceballs“ von Mel Brooks
    „Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders
    „Super Size me“ von Morgan Spurlock
    „Bewegliche Ziele“ von Peter Bogdanovic
    „Die Satansweiber von Tittfield“ von Russ Meyer
    „Karniggels“ von Detlev Buck
    „2001 – Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick
    „Was der Himmel erlaubt“ von Douglas Sirk
    „Down by Law“ von Jim Jarmusch
    “Goldenes Gift“ von Jacques Tourneur
    „Die zwölf Geschworenen“ von Sidney Lumet
    „Freaks“ von Tod Browning
    „Die Faust im Nacken“ von Elia Kazan
    „Der Kongreß tanzt“ von Erik Charell
    „Goldrausch“ von Charlie Chaplin
    „Der König und der Vogel“ von Paul Grimault
    „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ von Ulrich Edel
    „Klassenfeind“ von Peter Stein
    „King Kong und die weiße Frau“ von Ernest B. Schoedsack und Merian C. Cooper
    „Der Fensterputzer“ von Veit Helmer
    „1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood?“ von Steven Spielberg
    „Das Gewand“ von Henry Koster
    „Der Sinn des Lebens“ von Terry Jones
    „Nevada“ von William A. Wellman
    „Flucht ins 23. Jahrhundert“ von Michael Anderson
    „Sexmission“ von Juliusz Machulski
    „Der Club der toten Dichter“ von Peter Weir
    „Badlands – Zerschossene Träume“ von Terrence Malick
    „Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“ von John Huston
    „Das Testament des Dr. Mabuse“ von Fritz Lang
    „Die kleinen Strolche“ von Hal Roach
    „Das Stahltier“ von Willy Zielke
    „Der rote Korsar“ von Robert Siodmak
    „Leichen pflastern seinen Weg“ von Sergio Corbucci
    „Der gekaufte Tod“ von Bertrand Tavernier
    „Foghorn Leghorn“ von Robert McKimson
    „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein
    „Kehraus“ von Hanns-Christian Müller
    „Glengarry Glen Ross“ von James Foley
    „Die Blechtrommel“ von Volker Schlöndorff
    „Christine“ von John Carpenter
    „Mephisto“ von Istvan Szabo
    „Schlagring 84“ von Rochus Hahn
    „Die Unglaublichen“ von Brad Bird
    „Berüchtigt“ von Alfred Hitchcock
    „Der Marathon-Mann“ von John Schlesinger
    „Zwölf Uhr mittags“ von Fred Zinneman
    „Blade Runner“ von Ridley Scott
    „Das Schweigen der Lämmer“ von Jonathan Demme
    „Alien“ von Ridley Scott
    „Der Flug des Phoenix“ von Robert Aldrich
    „Buena Vista Social Club“ von Wim Wenders
    „Die Hausaufgabe“ von Jaime Humberto Hermosillo
    „Die endlose Nacht“ von Will Tremper
    „Die 27. Etage“ von Edward Dmytryk
    „Manche mögen’s heiß“ von Billy Wilder
    „Das China-Syndrom“ von James Bridges
    „Easy Rider“ von Dennis Hopper
    „Minority Report“ von Steven Spielberg
    „Gettysburg“ von Ronald F. Maxwell
    „Paycheck“ von John Woo
    „Wolken sind überall“ von Otto Preminger
    „Mein großer Freund Shane“ von George Stevens
    „Gefahr aus dem Weltall“ von Jack Arnold
    „Mythos Hollywood“ von Martin Scorsese
    „Wenn ich sonntags in mein Kino geh‘…“ von Hans-Christoph Blumenberg
    „DEFA – Es werden ein paar Filme bleiben“ von Ullrich Kasten
    „Papas Kino lebt“ von Klaus Schönekäs und Harald Pulch
    „Convoy“ von Sam Peckinpah
    „Der Holcroft Vertrag“ von John Frankenheimer
    „In der Gewalt der Unterirdischen“ von L. Q. Jones
    „Menschen am Sonntag“ von Robert Siodmak und Edgar G. Ulmer
    „Eine Dame verschwindet“ von Alfred Hitchcock
    „Die Götter müssen verrückt sein“ von Jamie Uys
    „Das Cabinet des Dr. Caligari“ von Robert Wiene
    „Edgar G. Ulmer – the Man Off-Screen“ von Michael Palm
    „Car-Napping“ von Wigbert Wicker
    „Spur der Zeiten. Der Regisseur Frank Beyer“ von Ulrich Kasten und Ralf Schenk
    „Quadrophenia“ von Franc Roddam
    „Eine Frau, die alles weiß“ von Walter Lang
    „Spencer Tracy. Eine Würdigung von Katherine Hepburn“ von David Heeley
    „Törichte Frauen“ von Erich von Stroheim
    „Der Mann mit dem bösen Blick“ von Patrick Montgomery
    „Schonungslos“ von Abner Biberman
    „Die Herren Einbrecher geben sich die Ehre“ von Basil Dearden
    „Charlie staubt Millionen ab“ von Peter Collinson
    „Das Mädchen aus der Cherry-Bar“ von Ronald Neame
    „Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes“ von Robert Fuest
    „Sie leben!“ von John Carpenter
    „Die Maske runter“ von Richard Brooks
    „Macbeth“ von Orson Welles
    „Der Herr der sieben Meere“ von Michael Curtiz
    „Errol Flynn – ein Held wird geboren“ von Karen Hillhouse
    „Hier ist John Doe“ von Frank Capra
    „Yesterday“ von Danny Boyle
    „Kennwort 777“ von Henry Hathaway
    „Der Leopard“ von Luchino Visconti
    „Der schwarze Reiter“ von James Edward Grant
    „Für eine Handvoll Geld“ von Felix E. Feist
    „Die Legende von Paul und Paula“ von Heiner Carow
    „Birdman“ von Alejandro Inarritu
    „Mr. Hobbs macht Ferien“ von Henry Koster
    „Kick-Ass“ von Matthew Vaughn
    „Der letzte Zug“ von Blake Edwards
    „Du lebst noch 105 Minuten“ von Anatole Litvak
    „El Dorado“ von Howard Hawks
    „The Blues Brothers“ von John Landis
    „The Stories behind the Making of The Blues Brothers“ von Joseph Kenny
    „Things to come“ von William Cameron Menzies
    „The little Shop of Horrors“ von Roger Corman
    „Das Todeshaus am Fluß“ von Fritz Lang
    „Buster zieht um“ von Buster Keaton und Edward Cline
    „Elmer Gentry“ von Richard Brooks
    „Die Zeitmaschine“ von George Pal
    „My Week with Marilyn“ von Simon Curtis
    „Die Abenteuer des Werner Holt“ von Joachim Kunert
    „Düsenjäger“ von Josef von Sternberg
    „Fatty auf dem Rummelplatz“ von Roscoe Arbuckle
    „Schnee am Kilimandscharo“ von Henry King
    „Das große Krabbeln“ von John Lasseter
    „Sirene in Blond“ von Frank Tashlin
    „Ein seltsames Paar“ von Gene Saks
    „Fra Diavolo“ von Hal Roach und Charles Rogers
    „Die Glenn Miller Story“ von Anthony Mann
    „Der unsterbliche Kaschtschei“ von Alexander Rou
    „Zur Sache, Schätzchen“ von May Spils
    „Finale in Berlin“ von Guy Hamilton
    „Am Rande der Nacht“ von Claude Berri
    „Perlen zum Glück“ von Frank Borzage
    „Engel“ von Ernst Lubitsch
    „Die Nacht hat 1000 Augen“ von John Farrow
    „Die Nacht des Jägers“ von Charles Laughton
    „Helden aus der Hölle“ von Richard Boleslawski
    „Spuren im Sand“ von John Ford
    „Spuren im Sand“ von John Badham
    „Lady für einen Tag“ von Frank Capra
    „Fahrenheit 451“ von Francois Truffaut
    „Die unteren Zehntausend“ von Frank Capra
    „Buster Keaton: Lachen verboten!“ von Kevin Brownlow und David Gill
    „Ariel“ von Aki Kaurismäki
    „Buster Keaton rides again“ von John Spotton
    „Hamlet goes Business“ von Aki Kaurismäki
    „Tootsie“ von Sydney Pollack
    „Die flambierte Frau“ von Robert van Ackeren
    „Die Reinheit des Herzens“ von Robert van Ackeren
    „Tod eines Killers“ von Don Siegel
    „Coogans großer Bluff“ von Don Siegel
    „Das unbekannte Gesicht“ von Delmer Daves
    „Reise ohne Wiederkehr“ von Tay Garnett
    Mr. und Mrs. Smith“ von Alfred Hitchcock
    „Schrei der Gehetzten“ von Jack Conway
    „Viva Zapata!“ von Elia Kazan
    „Peggy Sue hat geheiratet“ von Francis Coppola
    „Waterloo“ von Sergei Bondartschuk
    „Schtonk!“ von Helmut Dietl
    „Faustrecht der Prärie“ von John Ford
    „Die fünf Geächteten“ von John Sturges
    „Doc“ von Frank Perry
    „An einem Tag wie jeder andere“ von William Wyler
    „Peanuts“ von Carlo Rola
    „Die rote Schlinge“ von Don Siegel
    „Die Macht der Bilder“ von Ray Müller
    „Berge in Flammen“ von Karl Hartl und Luis Trenker
    „Der Rebell“ von Kurt Bernhardt und Luis Trenker
    „Liebe im Handumdrehen“ von Mitchell Leisen
    „Liebling, zum Diktat“ von Mitchell Leisen
    „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Rouben Mamoulian
    „Arzt und Dämon“ von Victor Fleming
    „Der Wolfsmensch“ von George Waggner
    „Menschen Tiere Sensationen“ von Harry Piel
    „Billy, how did you do it?“ von Volker Schlöndorff und Gisela Grischow
    „Lubitsch aus Berlin“ von Enno Patalas
    „Aus einem Schweigen – das andere“ von Janine Bazin und André S. Labarthe
    „Mecki in seinen schönsten Filmen“, zusammengestellt von Wolfgang Dresler
    „Eine total, total verrückte Welt“ von Stanley Kramer
    „Mein kleiner Gockel“ von Edward Cline
    „Das ist geschenkt“ von Norman McLeod
    „Der Banküberfall“ von Edward Cline
    „Gib einem Trottel keine Chance“ von Edward Cline
    „Little Nemo – Abenteuer in Schlummerland“ von Masami Hata
    „Die Wendeltreppe“ von Robert Siodmak
    „The Black Cat“ von Edgar G. Ulmer
    „Die Filzlaus“ von Edouard Molinaro
    „Buddy Buddy“ von Billy Wilder
    „Garten des Bösen“ von Henry Hathaway
    „Die Marx-Brothers in der Oper“ von Sam Wood
    „Ben Hur“ von Fred Niblo
    „Ein Mensch der Masse“ von King Vidor
    „Emil und die Detektive“ von Gerhard Lamprecht
    „Flucht in Ketten“ von Stanley Kramer
    „Louis Malle zwischen Paris und New York“ von Angelika Wittlich
    „Fahrstuhl zum Schafott“ von Louis Malle
    „Sie küßten und sie schlugen ihn“ von Francois Truffaut
    „Geraubte Küsse“ von Francois Truffaut
    „Außer Atem“ von Jean-Luc Godard
    „Shiva und die Galgenblume“ von Hans Georg Andres / Michaela Krützen / Hans Steinhoff
    „Fahrraddiebe“ von Vittorio De Sica
    „Die Seifendiebe“ von Maurizio Nichetti
    „Ritt zum Ox-Bow“ von William A. Wellman
    „Buffalo Bill, der weiße Indianer“ von William A. Wellman
    „Mord“ („Der Auslandskorrespondent“) von Alfred Hitchcock
    „Der Mann, der die Welt verändern wollte“ von Lothar Mendes
    „Sehnsucht der Frauen“ von Ingmar Bergman
    „Abend der Gaukler“ von Ingmar Bergman
    „Frauenträume“ von Ingmar Bergman
    „Wilde Erdbeeren“ von Ingmar Bergmann
    „Schatten“ von John Cassavetes
    „Die Ermordung eines chinesischen Buchmachers“ von John Cassavetes
    „Wir sind keine Engel“ von Michael Curtiz
    „Mudhoney“ von Russ Meyer
    „Schmetterlinge sind frei“ von Milton Katselas
    „Silverado“ von Lawrence Kasdan
    „Ein Köder für die Bestie“ von J. Lee Thompson
    „Kap der Angst“ von Martin Scorsese
    „Ein Amerikaner in Paris“ von Vincente Minnelli
    „Du sollst mein Glücksstern sein“ von Stanley Donen und Gene Kelly
    „Tabu“ von Friedrich Wilhelm Murnau und Robert Flaherty
    „Der Glöckner von Notre Dame“ von William Dieterle
    „Der Glöckner von Notre Dame“ von Jean Delannoy
    „Der Glöckner von Notre Dame“ von Wallace Worsley
    „Die phantastische Reise“ von Richard Fleischer
    „Wenn der Klempner kommt“ von Peter Weir
    „Caged Heat“ von Jonathan Demme
    „Unterwelt“ von Josef von Sternberg
    „Die wilden Zwanziger“ von Raoul Walsh
    „Jagd auf James A.“ von Mervyn LeRoy
    „Der Golem, wie er in die Welt kam“ von Paul Wegener und Carl Boese
    „Rocketeer“ von Joe Johnston
    „Ich tanze in dein Herz“ von Phil Karlson
    „Das letzte Wochenende“ von René Clair
    „A Woman of Paris“ von Charles Chaplin
    „Topkapi“ von Jules Dassin
    „Scarface“ von Brian DePalma
    „Unter Geiern“ von Alfred Vohrer
    „Winnetou darf nicht sterben“ von Oliver Schwehm
    „Meuterei auf der Bounty“ von Frank Lloyd
    „Meuterei auf der Bounty“ von Lewis Milestone
    „Verflixte Gastfreundschaft“ von Buster Keaton und John G. Blystone
    „Berlin Alexanderplatz“ von Phil Jutzi
    „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ von Walter Ruttmann
    „Unter Null“ von James Parrott
    „Sherlock jr.“ von Buster Keaton

    „The Purple Rose of Cairo“ von Woody Allen
    „City Heat – Der Bulle und der Schnüffler“ von Richard Benjamin
    „The Plainsman“ von Cecil B. DeMille
    „Union Pacific“ von Cecil B. DeMille
    „Der Magier“ von Rex Ingram
    „Das Phantom der Oper“ von Rupert Julian
    „After Dark, my Sweet“ von James Foley
    „The Good Wife“ von Ken Cameron
    „Winternacht“ von Sandy Smolan
    „Sommertage“ von Caroline Link
    „Marie“ von Ulrich Zrenner
    „Battling Butler“ von Buster Keaton
    „The Hot Spot – Spiel mit dem Feuer“ von Dennis Hopper
    „Auf Liebe und Tod“ von Francois Truffaut

  • Nur zu, nur zu! :top:

    Superheldenfilme der 80er - Howard the Duck, Hulk, Spidey, Supie; da kenne ich mehr als vom MCU

    Und als Klassiker liegt jetzt seit Tagen schon "Im Westen nichts Neues" bereit, den ich mal wieder gucken wollte, aber noch nicht dazu kam. Dafür habe ich kürzlich bei YouTube mal wieder "Die Brücke" geschaut.

  • Muß gestehen, daß ich auf den "Filmthread" nur selten draufschaue, weil es mir da - nach meinem Eindruck - doch zu sehr durcheinandergeht.

    Vielleicht sollte man vorgeben, daß Filme hier mindestens 30 Jahre alt sein sollten - aber das ist nur so'ne Idee. Mir ist schon klar, daß es auch aktuelle Filme gibt, die sehr gut und diskussionswürdig sind. Aber eben auch viel, was mich als Kinogeher überhaupt nicht mehr anspricht.

    Wenn es um alte Marvel-Filme geht, würde ich am liebsten mit der "Hulk"-Reihe mit Bill Bixby und Lou Ferrigno beginnen. Ich habe nur einen Teil davon gesehen. Aber ich frage mich: Warum kamen diese Filme so gut wie nicht ins Kino, wenn sie doch im Fernsehen ziemlich erfolgreich waren? Scheiterte es an den damals noch unzureichenden Special Effects? War die Kinoauswertung des "Spinnen-Manns" abschreckend, und man wollte keine größeren Budgets riskieren? Es war ja immerhin die Zeit der Christopher-Reeve-"Superman"-Filme, und es zeigte sich, daß Superhelden im Kino funktionieren können.

  • Ich weiß nicht, ob diese "Hulk"-Serie hier schon mal in größerem Umfang Thema war. Aber dann will ich die Sache mal systematisch angehen.

    Ausgangspunkt war ein 95minütiger Fernsehfilm aus dem Jahr 1977 - "Der unglaubliche Hulk" (so auch in wikipedia zu finden). Er bildete dann den Pilotfilm für eine TV-Serie bei CBS mit 82 Folgen à 45 Minuten von 1978 bis 1982. 1988, 1989 und 1990 kamen dann noch drei lange Fernsehfilme hinzu: "Die Rückkehr des unheimlichen (!) Hulk", "Der unheimliche Hulk vor Gericht" und "Der Tod des unheimlichen Hulk".

    In all diesen Filmen spielte Bill Bixby den Wissenschaftler Dr. David Banner (nicht Bruce) und Lou Ferrigno den Hulk (nicht barfuß, sondern mit grünen Schuhen). Insgesamt waren die Drehbücher aber relativ nahe an den Comics dran. Kennzeichnend für alle frühen Marvel-Filme war jedoch, daß es so gut wie keine Superschurken gab. Am Ende stirbt der Hulk auf ziemlich klägliche Weise; er fällt nämlich aus einem Helikopter (was den Hulk sonst kaum jucken würde).

    In "Marvel mal anders" heißt es, es sei eine vierte Folge geplant gewesen, und vielleicht war Hulks Tod so inszeniert, daß er leicht wieder zum Leben zu erwecken gewesen wäre. Warum es zu dem vierten TV-Film nicht mehr kam, bleibt glaube ich offen. Jedenfalls starb Bill Bixby 1993 an Krebs - er hatte teilweise als Regisseur und Produzent der Filme fungiert.

  • Ah, das habe ich befürchtet.

    Muß aber mal sehen, ob da meine Frage beantwortet wird, warum es dieser "Hulk" nicht so recht ins Kino geschafft hat.

    Die alten Marvel-Filme sollten aber nur ein Beispiel sein. Es soll hier keinesfalls nur um Superhelden-Filme gehen.

  • Jetzt habe ich den "Hulk"-Review-Thread gelesen. Daran habe ich mich ja selbst beteiligt - wußte ich gar nicht mehr. Allerdings habt Ihr die 82 Folgen ja nicht ganz geschafft...

    Und ich habe übersehen, daß es einen zweiten Pilotfilm gab, "Death in the Family", aber der war ja offenbar in Deutschland nie zu sehen und kommt deshalb wohl auch nicht in der deutschen wikipedia vor.

    Mir schwebt aber etwas anderes als Reviews vor. Auch nicht unbedingt Serien. Mir würde es um Hintergründe zu bekannten Filmen gehen und um die Einordnung - also etwa: Sind die jetzt nach 50 oder 70 Jahren veraltet, oder können die für sich stehen? Hatte das Kino früher vielleicht früher sogar etwas, das so halbwegs verloren gegangen ist (okay, hoher Nostalgiefaktor)?

    Ich finde aber auch viele Stummfilme durchaus sehenswert. Als ich den "Robin Hood" mit Douglas Fairbanks sr. erstmals gesehen habe, wurde mir klar, daß die späteren Tonfilmen inszenatorisch und technisch nicht nachstehen mußten. Und so manche waren ihnen sogar überlegen. Aber ich weiß, mit Leuten über Stummfilme zu diskutieren, ist schwierig...

  • Ja, "Nosferatu" wäre ein lohnendes Thema. Daß ein Remake gedreht werden soll, wußte ich nicht. Aber es gibt ja schon ein Quasi-Remake von Werner Herzog: "Nosferatu - Phantom der Nacht" von 1979 mit (natürlich) Klaus Kinski als Vampir. Dieser Film, der teilweise die Vorlage einfach kopiert, gilt aber als ausgesprochen mißglückt.

    Bei dem neuen Film wäre ich auch skeptisch. Also, der "Nosferatu" von F. W. Murnau ist schon ein Meisterwerk, und man tut allgemein gut daran, lieber mittelmäßige Filme neu zu drehen.

    Ein gutes Beispiel dafür wäre "Cape Fear". Das Original, "Ein Köder für die Bestie" von J. Lee Thompson von 1961, ist zwar nicht wirklich schlecht, aber er konnte die Möglichkeiten des Stoffes zu dieser Zeit nicht wirklich ausschöpfen. Das tat dann 1991 Martin Scorsese in "Kap der Angst".

    Bei "Nosferatu" sehe ich nicht so recht, wie man da die Wirkung noch steigern kann, obwohl das beileibe kein Splatterfilm ist. Aber wie will man allein die Hauptrolle besser als mit Max Schreck besetzen? Da konnte auch Kinski nichts ausrichten.

    (Sorry, da habe ich den Einwurf von Marvel Boy nicht rechtzeitig registriert.)

  • Robert Eggers ("Der Leuchtturm") will ein Remake mit Bill Skarsgard ("Es") machen.
    Finde ich erstmal interessant. Der Stummfilm wird unübertroffen bleiben, aber der hat natürlich auch ein paar Jahre auf dem Buckel. Ist in meinen Augen kein Film, den man immer gucken kann. Für den muss ich schon in der richtigen Stimmung sein.
    Ist ja auch nicht so, dass der Dracula-Stoff nicht ohnehin schon zigfach verfilmt worden ist. Da gibts gute und schlechte Adaptionen.
    Kinski war da nicht gut für - obwohl ich ihn gerne sehe. Auch in "Nachts, wenn Dracula erwacht" als Renfield fand ich ihn schwach. Aber den ganzen Film fand ich schlecht.

  • Naja, ich denke tatsächlich, daß sich Murnaus "Nosferatu" nicht mehr in irgendeiner Weise verbessern läßt. Dieser Film lebt - neben der hervorragenden Maske von Schreck - von der Atmosphäre. Romantisch und morbide - und ziemlich erotisch. Alles nur angedeutet und gerade deshalb so wirkungsvoll. Dann die Licht-Schatten-Wirkung und die tolle Schauspielerführung, die Darstellerleistungen. Es gibt Vampirfilme, die die Aspekte noch betont haben. Aber das Zusammenspiel all dieser Elemente gibt es so nur in "Nosferatu".

    So wie Scorsese (mehr Sex und Gewalt) kann man es also in diesem Fall nicht machen. Allerdings kenne ich auch einen Vampir-Actionfilm, den ich ziemlich gelungen finde: "Vampire" von John Carpenter. Ich bin ein Bewunderer von Carpenter, und dieser Film war der erste seit "Sie leben", der mich wieder überzeugt hat. Es ist aber eigentlich etwas völlig anderes als der Bram-Stoker-Roman. Hier gibt's nichts Morbides und - trotz Sheryl Lee - auch nichts Erotisches. Die Vampire sind hier so etwas wie Superschurken. Und Carpenter dreht mal wieder einen verkappten Western in einem anderen Genre. Es ist nur oberflächlich gesehen ein Vampirfilm.

  • Weil da dann auch mal geantwortet wird. :zwinker:

    Du meinst wohl auch, dass das Sammlerforum nur im PFF funkt, oder? :floet:

    Eigentlich sollte ich den ganzen OT-Krempel aus dem PFF mal ins passende Forum verschieben.
    Wenn die PFFler dann mit Neue Beiträge arbeiten würden, finden sie alles, was sie sonst im Öffentlichen benutzt haben.

  • Bemerkenswert finde ich auch noch die Veröffentlichungsgeschichte von "Nosferatu". Er wurde zu seiner Zeit bereits als großes Werk betrachtet und von den Kritikern überwiegend positiv besprochen. Die Uraufführung in Berlin wurde als gesellschaftliches Ereignis aufgezogen.

    Trotzdem haben dann nur wenige den Film gesehen, denn die Witwe von Bram Stoker strengte einen Urheberrechts-Prozeß gegen die Produktionsfirma an und gewann ihn schließlich auch. Mir ist schleierhaft, warum man bei einem so prominenten Stoff die Rechte nicht erwarb. In Hollywood lag jedoch die Zeit, in der sich kleine Produktionsgesellschaften mit unlauteren Mitteln bekriegten, noch nicht lange zurück (das war allerdings eher vor dem Ersten Weltkrieg).

    Jedenfalls erging ein Gerichtsurteil, wonach der Film vom Markt verschwinden mußte und die Kopien vernichtet werden sollten. Das führte dazu, daß die UFA die Finger von "Nosferatu" ließ und er nur in wenigen kleinen Kinos aufgeführt wurde. Die Produktionsfirma scheint auch ihr Budget überzogen zu haben (was in dieser Zeit nicht ungewöhnlich war) und mußte Konkurs anmelden.

    Weshalb wir "Nosferatu" heute noch sehen können, lag daran, daß der Film so große Aufmerksamkeit erregt hatte, daß er schon in viele Länder verkauft worden war. Dort konnte man ganz frei mit ihm umgehen, weil es kein Copyright gab. Er wurde vielfach umgeschnitten, es wurden Szenen hinzugefügt und so weiter. Aber immerhin konnte der Originalfilm später aus vielen ausländischen Kopien rekonstruiert werden.

    Ich finde es interessant, auch die geschäftliche Seite der Kinogeschichte zu betrachten. Man muß aber wohl sagen, daß "Nosferatu" für den Erfolg prädestiniert war und sich damit auch letztlich durchsetzte. Da gibt's andere Fälle, in denen Filme nicht verstanden oder richtig eingeschätzt wurden und verlorengingen oder nur noch verstümmelt vorliegen (etwa die Filme von Erich von Stroheim aus der selben Zeit).

  • Unterstreiche alles, was du sagst, Peter.

    Im Falle eine Remakes sehe ich hier nur einen Vorteil: Eine neue Generation lockst du mit Stummfilmen nicht mehr an. Von daher könnte ich mir eine Ton-Fassung gut vorstellen, wenn sie ähnlich mit Bildern und Atmosphäre spielt.
    Andere Remakes/Reboots greifen ja oft Filme auf, die erst wenige Jahre zuvor in den Kinos liefen. "Nightwatch" zum Beispiel. So ein Qutasch, sowas neu zu drehen.

    "Im Westen nichts Neues" ist ja auch ein S/W-Meisterwerk. Aber gerade weil es s/w ist und auch arg verstümmelt, finde ich ein Remake nicht schlecht, um neue Menschen für das Thema zu sensibilisieren.

    "Vampire" mag ich nicht sonderlich - Vampire sind für mich Christopher Lee-like. Die Neuinterpretationen mag ich nicht - außer "From Dusk Till Dawn".

    underduck: Nein, gefunkt wird hier überall; aber ich bin schon der Ansicht, dass im PFF (und bestimmt auch bei Mosaik) ein Thema länger in Gang bleibt. Dort, wo ich sonst mal was geschrieben habe, kommt vielleicht mal eine Antwort/Reaktion, dann schläft es leider wieder ein.
    An mir soll es aber nicht liegen, auch hier meinen Senf dazuzugeben. ;)

  • Kann ich verstehen, wenn jemandem Carpenters "Vampire" nicht gefällt. Es ist eben kein typischer Vampirfilm. Manche sagen auch, der Film fällt nach dem starken Beginn doch ab. Aber mir gefiel auch der Kurienkardinal, wie er von Maximilian Schell gegeben wurde, und die Liebesgeschichte zwischen Sheryl Lee und Daniel Baldwin. Und James Woods scheint seine Actionrolle auch genossen zu haben.

  • Hat noch wer eine Meinung zu "Nosferatu"? Dann warten wir mal auf das Remake...

    Mir fiel bei "Ein Köder für die Bestie" ein interessanter Film ein, drei oder vier Jahre früher entstanden, aber übertrifft diesen Thriller bei weitem: "Im Zeichen des Bösen" ("Touch of Evil") von Orson Welles.

    Allerdings mußte Welles kämpfen, um den Film seinen Vorstellungen gemäß ins Kino bringen zu können. Universal wollte das Werk eigentlich zusammenschneiden und deutlich entschärfen. Ich habe den Film auch in zwei Versionen auf VHS - einmal zehn Minuten länger. Man erkennt die eingefügten Szenen, denn die sind nicht synchronisiert, sondern nur deutsch untertitelt.

    Welles hatte den Auftrag, einen Groschenroman zu verfilmen (der vermutlich die Lektüre nicht lohnt), und schrieb ihn völlig um. Sein Hauptmotiv war die Konfrontation eines zynischen und korrupten amerikanischen Polizisten (Welles) mit einem korrekten und aufrechten mexikanischen Drogenfahnder (Charlton Heston). Im Grenzgebiet ist ein Geschäftsmann mit seinem Auto in die Luft gesprengt worden, und nun wird Hestons junge Ehefrau (Janet Leigh - die Hitchcock-Blondine aus "Psycho") entführt und unter Drogen gesetzt. Welles, der anfangs absolut unympathisch erscheint, macht mit fragwürdigen, nicht rechtsstaatlichen Methoden die Täter dingfest. Heston versucht, ihn auszuschalten. Am Ende stellt sich heraus, daß der US-Cop mit unfairen Mitteln die wahren Täter ermittelt hat.

    Ist der Film bekannt? Eine irre Mischung aus Gewalt, Bedrohung und reinem Chaos. Welles ist zum Schluß eine zumindest ziemlich ambivalente Figur, der Heston-Fahnder wirkt langweilig. Marlene Dietrich hat eine eindrucksvolle Nebenrolle.

    Nach den - einmal mehr - negativen Erfahrungen mit dem Hollywood-Studio, das nur einen harmlosen, unproblematischen Unterhaltungsfilm wollte, ging Welles nach Europa und drehte nie wieder für Hollywood. Seine europäischen Produktionen, die nun am Geldmangel oder an den übergroßen Ambitionen des Regisseurs scheiterten, wären ein eigenes Kapitel.

  • Ich kann den Film absolut empfehlen.

    Legendär ist die erste Szene. Welles zeigt glaube ich drei Minuten lang mit schwebender Kamera ohne Schnitt, wie der Geschäftsmann zur Grenze fährt, kontrolliert wird, um ihn her Fußgänger wuseln, teils in Feierstimmung, wie er die Grenze passiert und schließlich der Wagen explodiert.

  • Man findet einiges zu diesem Film auf youtube, darunter auch einen 25minütigen Review mit dem Titel "You need to watch Touch of Evil".

    Ich habe mir das Ding gerade mal angesehen. Wie man da hört, fand Universal den Film zu dunkel und zu verwirrend. Man ließ einen Regisseur namens Harry Keller Szenen nachdrehen, die eingefügt wurden. Letztlich wurde "Touch of Evil" erst 1998 in einer Fassung, die der Intention von Orson Welles nahekommt, wiederhergestellt.

    Es wird gesagt, daß der Film in USA weitgehend unbeachtet blieb - trotz des Staraufgebots. Er wurde als zweite Hälfte eines Double Features verwendet und also als B-Movie angesehen. Er bekam aber bei einem Filmfestival in Brüssel einen Preis, der von zwei jungen Filmkritikern namens Jean-Luc Godard und Francois Truffaut überreicht wurde. Man sieht, daß er großen Einfluß auf die Inszenierung von "Außer Atem" hatte.

    Außerdem gibt es einige Verbindungen zu Hitchcocks "Psycho" - abgesehen davon, daß Janet Leigh mitspielte.

  • Zurück zum Stummfilm. Vor ein paar Jahren war ich in Kontakt mit einem Club von Eisenbahnfreunden, die eine Ausstellung von Dampflokbildern machten. Es stellte sich heraus, daß sie nicht wußten, daß Buster Keaton ein großer Eisenbahnfan war und das auch in mehreren seiner Filme zu sehen ist, vor allem in „Der General“ von 1926. Also habe ich im Rahmen der Ausstellung an einem Abend diesen Film vorgeführt (DVD an die Wand projiziert; der Film ist public domain). Es waren etwa 30 Besucher da, alles Eisenbahnfreunde, keine Filmfans. Ein Ehepaar ging gleich zu Beginn wieder – die hatten gedacht, es werde ein Dokumentarfilm gezeigt. Alle anderen waren von dem Film begeistert, und es wurde auch viel gelacht. Über Slapstick-Komik der 1920er Jahre!

    Das zeigt mir, daß die Kunst von Buster Keaton zeitlos ist. Wobei „Der General“ keine typische Slapstick-Komödie ist. Keaton hat eine wahre Begebenheit aus dem amerikanischen Bürgerkrieg mit den Mitteln der Komödie nacherzählt: Eine militärisch genutzte Dampflokomotive wird vom Feind entführt und von Keaton im Alleingang zurückgeholt, was den gesamten Kriegsverlauf beeinflußt. Das war wohl das Problem, denn als der Film erschien, war der Bürgerkrieg erst 60 Jahre her und im Bewußtsein der Amerikaner noch sehr präsent. Man sagte: Über so etwas macht man sich nicht lustig. Außerdem ließ er die Südstaatler über die Nordstaatler siegen (zumindest in dieser Episode des Krieges), und das kam auch nicht überall gut an. „Der General“ wurde ein geschäftlicher Verlust; allerdings hatte Keaton, der den Film selbst produziert hatte, auch keine Kosten gescheut. Er ließ Armeen gegeneinander antreten, baute die historische Lokomotive nach und ließ sie sogar von einer Brücke in einen Fluß stürzen. Die Stelle, wo diese dramatische Szene gedreht wurde, ist noch heute ein Touristenziel.

    Doch ohne die Keaton-Komik wäre der Film wahrscheinlich doch nur halb so gut. Er kann die Welt nur als eine Mechanik verstehen (da trifft es sich gut, wenn er Lokomotivführer ist), und mit dieser Mechanik kann er traumwandlerisch umgehen – mit Menschen hat er dagegen seine Schwierigkeiten. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Film nicht ein bißchen frauenfeindlich ist, denn mit der Lok wurde auch seine Freundin entführt, und die funktioniert leider nicht immer so wie eine Dampfmaschine… Allerdings liegt ein Teil der Schuld bei ihr, denn sie ist Uniformfetischistin und hat ihn zu Beginn des Films zurückgewiesen, weil er sich angeblich nicht zur Armee gemeldet hat – dabei ist er als Lokführer unabkömmlich. Der Film erzählt auch, wie sich ein gewitzter kleiner Kerl gegen eine riesige Militärmacht durchsetzt, was uns Zuschauern natürlich immer sympathisch ist. Insgesamt finde ich, daß man dem Film sein Alter von fast 100 Jahren nicht anmerkt.

    Das geschäftliche Fiasko des „General“ hatte allerdings für Keaton üble Konsequenzen. Er verlor sein Filmstudio und wurde Angestellter von MGM. War er jemand gewesen, der lange an jedem einzelnen Gag herumgetüftelt und dabei – wie damals üblich – nur ein grobes Skript hatte, mußte er nun Späße streng nach Drehbuch machen. Man sieht, wie seine Filme nach 1926 Stück für Stück immer schlechter wurden. In den 30er Jahren wurde er schließlich mit dem Komiker Jimmy Durante zu einem Team zusammengespannt, was ihm künstlerisch den Rest gab. Allerdings waren unter seinen späteren Filme auch seine größten Kassenerfolge - Hollywood hatte also recht! Um 1960 herum wurde Buster Keaton von einer neuen Filmgeneration wiederentdeckt, und man war erstaunt, daß er noch lebte – wenn auch vom Alkohol ziemlich gezeichnet. Aber er bekam vor seinem Tod noch mit, daß es Leute gab, die das, was er in den 1920er Jahren gemacht hatten, zu schätzen wußten.

    „Der General“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme.

  • In den 40ern muss er schon ziemlich unten gewesen sein. Sonst hätte ihn Billy Wilder in seinem "Sunset boulevard " wohl nicht als Mitglied des "Antiquitäten-Kabinetts", d.h.des Bridge-Clubs bei der Stummfim-Diva Gloria Swanson zeigen können.

    Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

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