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Alt 16.02.2008, 18:34   #1  
underduck
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gold01 Peter Wiechmanns Tagebuch

Auf Wunsch von Peter habe ich ihm nun ein weiteres Thema eröffnet.
Damit dieses Thema auch so funktioniert, wie er es wünscht, habe ich es sogleich geschlossen. Er selbst kann natürlich neue Beiträge einstellen. Wenn man sich die Beitragszahl rechts im Beitragstrenner (blauer Balken) merkt, kann man ja seine Fragen im Thema Peter Wiechmann antwortet stellen, wo er dann gerne antworten wird.




Klickt auf die Schatztruhe und ihr kommt zu Peters Webseite.

.

Geändert von underduck (26.08.2011 um 15:33 Uhr)
underduck ist offline  
Alt 21.02.2008, 19:59   #2  
Peter_Wiechmann
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Liebes Wochenbuch !



Rosen, Tulpen, Nelken:
Alle Blumen welken!
Aber nur die eine nicht,
die da heißt Vergissmeinnicht!

***

So, das wäre mal der richtige Aufmacher im Stil des Poesiealbums zur Einstimmung auf die gute alte Zeit!

Denn: unvergessene, wiedererweckte Vergangenheit steht zur Debatte!

ANDRAX Band 4 ist mit neuem Text versehen und an Cross Cult geliefert worden!

Superpünktlich natürlich, weil mir zeitlicher Vorsprung Gelegenheit schafft, zum nächsten Thema zu wechseln.







„Go West! ...“

... heißt es jetzt für die kommende Schaffensperiode und ich habe mich dafür gleich in das entsprechende Fransen-Outfit gezwängt.

Ein wenig Lokalcolorit ist gut für die Atmosphäre beim Texten.

Denn auf dem Programm steht:





Zwei großformatige HOMBRE-Bände liegen bei Cross Cult auf Kiel


Und damit gibt es nach 30 Jahren bald ein Wiedersehen mit meiner Western-Serie, die damals mit einigem Erfolg in YPS selig veröffentlicht wurde.

Meisterzeichner Rafael Mendez gab dieser Serie genau die von mir angestrebte Optik.





Sein unnachahmlicher Strich – scheinbar hingefetzt – erzeugt das raue Bild einer rauen Zeit.

Da kommt nichts gefällig in glattem Hollywood-Glamour daher!

Die Figur des Hombre ist eine Mischung aus Burt Lancaster in seinem Streifen Valdez kommt! (Wir haben dessen hartnäckige Zielstrebigkeit und seine extrem weitreichende Büffelbüchse entliehen) und etwas Manos Kelly. Von ihm stammt der zerbeulte Stetson ...

Auch sonst ist die Serie von bester Originalität und ich freue mich auf das erneute Abtauchen in die Schauplätze Prärie, Rockys, Western-Towns und Outlaw-Camps ... auf der Jagd nach dem Lonely Wolf, dem der Pinkertonagent Ronegall Dawson an den Fersen klebt ...






Das ist die erste Seite von allen.

Das erste Zusammentreffen von Jäger (Dawson) und Gejagtem (Hombre).

Hier beginnt das Duell der beiden wildniserprobten Männer, die Freunde wären, würde es in Dawsons Satteltasche keinen Steckbrief auf den Mann mit dem Tarnnamen Hombre geben!


Im Westen also viel Neues!


Und in ein paar Monaten steht dem Texter bereits diese neue Serie in die Dichterstube:






Dazu aber hier bald einiges im voraus.

Peter Wiechmann
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 27.02.2008, 09:40   #3  
Peter_Wiechmann
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The greatest showman on earth?



Keine Frage, das ist - nach damaligen Maßstäben - eindeutig Western-Zirkus-Direktor Colonel William Frederick Cody! (1846 – 1917)

Pony-Express Reiter, im Bürgerkrieg Fleischbeschaffer ( deshalb Buffalo Bill) für die schuftenden Arbeiter der Kansas Pazifik-Railway, US-Scout im Krieg gegen die Cheyennes und Sioux, Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Nebraska.

Eine amerikanische Legende schlechthin!

Mit seiner furiosen Wild West-Show weckt er in Europa maßgeblich das Interesse an Indianern, Trappern, Goldsuchern und Cowboys.

Eine Steilvorlage für unseren genialen Westernromantiker Karl May, der auf eigentlich unbekannter Spielwiese den fast real anmutenden Tummelplatz für sich und seine schmetterhändigen und scharfschießenden Helden schafft.

Von all den großen Western-Verwertern habe ich mich kräftig inspirieren lassen. Mit der Colt-Story ging es in FIX & FOXI dereinst los. Fortsetzung auf Fortsetzung wurden amerikanische Western-Legenden sozusagen mit dem Sixshooter geschrieben.

Tom & Biber, Lone Wolf, Manos Kelly, Lucky Luke, Das Western-Magazin - in Serien und mit non-fiction-Beiträgen hielt ich das pulverrauchige Thema in den Kauka-Publikationen sehr wach.


Anspruchsvolle Fingerübungen für den Höhepunkt der eigenen Western-Serie namens
HOMBRE


Mit Buntstift colorierte Seite der Serie HOMBRE



Für diesen Coup war 1978 die Zeit reif. Die YPS-Redaktion gab mir die großartige Chance, auf einen Schlag fünf neue Serien zu kreieren und namhaften spanischen Artists zu produzieren.

Ich nutzte die unwiederbringliche Gelegenheit, arbeitete Tag & Nacht wie in Trance und es entstanden: Mister Melone, Bens Bande, Gries, Gram & Grimm und eben HOMBRE wie auch THOMAS DER TROMMLER!

Nach 15 spannenden Episoden hatte HOMBRE seine feste Fangemeinde unter den YPS-Lesern.

Darunter auch Joachim Kaps, der spätere Mitherausgeber des Comicfachmagazins COMIXENE. Er fand es 1996 an der Zeit, HOMBRE ein Comeback zu verschaffen.

Die Vorbereitungen liefen an und wir ( = Artdirector Pepe Ferre und meine Wenigkeit) druckten schließlich auf meiner Handpresse im spanischen Domizil ‚Can Salvi’ eine typische HOMBRE-Szene auf schwerem Zeichenkarton.

Rafael Mendez signierte diese echten Handdrucke und dann traten sie – zusammen mit den unersetzlichen Originalen (!) - ihren Weg zu Herrn Kaps nach Deutschland an.

Dort sollten die Extra-Drucke der Fach-Presse und Freunden der Szene zur Ankündigung vom Publikationsvorhaben HOMBRE überreicht werden.



Die Comicon-Partner Peter Wiechmann und Pepe Ferré suchen das HOMBRE-Motiv für den Klischiervorgang aus – Das Klischee ( = Druckstock aus Zink) wird in der Handpresse eingebaut – Pepe Ferré trägt per Walze Farbe auf das Klischee ... das Papier wird aufgelegt und dann rollt der Druckzylinder darüber: fertig ist der Andruck!




Doch Joachim Kaps kam erst die Einstellung des Magazins COMIXENE und dann wohl der Ruf zu Carlsen dazwischen.

Und wir bei COMICON waren nicht böse ... denn die Arbeitsflut drohte mal wieder über uns zusammenzubrechen.

Wir rechneten locker mit einem Aufleben des Gedankens in unbestimmter Zukunft - und genau so kam es ... wenn auch erst nach etwas mehr als einem Jahrzehnt.

Denn auch Cross Cult -Verleger Andreas Mergenthaler las sich seinerzeit auf den Spuren von HOMBRE durch die Abenteuer in YPS – und aktivierte nun seine lebhaften Erinnerungen.

Fazit. 30 Jahre nach der Premiere erfährt meine Serie ihr - wie die Fans bestätigen – verdientes Comeback!


Nächste Woche lesen wir uns wieder!


.

Geändert von underduck (27.02.2008 um 09:51 Uhr) Grund: Bilder eingefügt
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 07.03.2008, 17:43   #4  
Peter_Wiechmann
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Os Cangaceiros




Die wilde, weite Caatinga prägt den Sertao im nordöstlichen Brasilien. Sie ist doppelt so groß wie Deutschland.
Heiße, trockene Winter – feuchtheiße, regenreiche Sommer ... 28 Grad im Jahrsdurchschnitt.
Nur dürres, hitzebeständiges Buschwerk wächst auf dem armseligen Boden.

Die Caatinga (in wortwörtlicher Übersetzung = weißer, sonnengebleichter Busch) ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis weit hinein in das 20. Jahrhundert das Operationsgebiet der Cangacos - Banden junger Bauern, die der Hunger, der Brachial-Feudalismus der Großgrundbesitzer, der Druck des Militärs, Blutrache, Armut oder reine Abenteuerlust zu Gesetzlosen macht.



Trostlose Siedlungen, bettelarme Campesinos in der Caatinga


Anarchische, blutige Auseinandersetzungen der gottgleichen Großgrundbesitzer untereinander - um Weideland für Millionen von Rindern - lösen einen makabren Gewalt-Reigen ohne nachvollziehbaren Beginn und ohne Ende aus.

Die Fazenderos unterhalten Jaguncos – private Räubermilizen – zum Schutz ihrer Herden oder zum Kampf gegen die Jaguncos der Nachbarn ... Tausende von Quadratmeilen ‚nebenan’ im Niemandsland.

Hinterhalte, Massaker, Meuchelmorde, Strafkommandos des Militärs, Angriff und Vergeltung, Verrat sind grausamer Alltag ...




Wie sich die Bilder gleichen ...

Aber links posieren die Jäger (Volante, Posse, Aufgebot) und rechts die wehrhaften Gejagten
(Cangaceiros in voller Ausrüstung - Links über dem Kreuz: Lampiao)





Fazenderos (Großgrundbesitzer) und ihre Vaqueiros (Viehhirten) – unterstützt von den Cangacos oder ‚wohlgesonnenem’ Militär -führen Krieg gegen alle, die Wasser und Land und Macht streitig machen. Die Caatinga versinkt in einer Gewaltorgie – das Gesetz ist weit. Für europäische Vorstellungen unvorstellbar weit – in jeder Bedeutung des Wortes.


Die Cangacos entstehen spontan ... sozusagen dem jeweiligen Übermaß an Not gehorchend. Als blutige Reaktion auf Unterdrückung.
Diese lose organisierten Banden schlagen zurück, terrorisieren Dörfer und Städte, erpressen von den Fazenderos die ‚wohlwollende’ Duldung auf dem Gebiet ihrer Ländereien.

Ein riskanter Tausch von Kleidung, Waffen, Munition, Ersatzpferden, Unterschlupf und Nahrung gegen das Leben der bedrohten Großgrundbesitzern ... bis sich deren Hilfstruppen zum Angriff formieren.

Der ständige Kampf wogt von Niederlage zu Sieg, von Erfolgen bis zur völligen Auflösung der Cangacos.

Sagenhafte Anführer werden zu lebenden Legenden.

Corisco – der blonde Teufel – ist einer von ihnen.






Anführer Corisco (Der blonde Teufel) mit Freundin


Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 07.03.2008, 17:43   #5  
Peter_Wiechmann
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Der berühmteste aller Cangaceiros-Köpfe jedoch ist Virgulino Ferreira da Silva – 1897 in Serra Telhado geboren. (... vielleicht auch zwei Jahre später)

Er sieht aus wie ein schüchterner Oberlehrer mit Nickelbrille, herrscht aber mit eiserner Hand, kaltblütigem Mord und wahrhaft grausamer Gewalt.

1918 werden seine Eltern von einem Fazendero getötet. Mit seinem Bruder flüchtet er in den Sertao und schließt sich einer marodierenden Bande an.

Zwei Jahre später befehligt er 45 zu allem entschlossene Cangaceiros und ist nur noch unter seinem nom de guerre bekannt: Lampiao! ( = Blitz)

Eine Anspielung auf das fast nie verlöschende Mündungsfeuer seines Mauser-Karabiners, der Tod und Verderben speit.




Von links nach rechts: Maria Bonita - Virgulino Ferreira da Silva = genannt Lampiao



Bandenchef Lampiao und seine Geliebte Maria Bonita



1929 nimmt er die junge Maria Bonita als kämpfendes Mitglied und als seine Geliebte in der Bande auf – die erste Frau unter Cangaceiros.

Mit ihr und den meisten seiner Kämpfer geht er 1938 in den Tod – ab 1940 dominiert das Militär endgültig über die Reste der Cangaceiros. Die zügellose, anarchistische Zeit der Cangacos ist zu Ende ...



Die abgeschlagenen Köpfe der Lampiao-Cangaco werden triumphierend zur Schau gestellt



– Tenente Bezerro läst sich nach dem Massaker feiern ...




***
Der berühmte Regisseur Lima Barreto stellt 1954 seinen Film Os Cangaceiros in Cannes einem internationalen Publikum vor. Er entwirft darin zwar eine etwas folkloristische Szenerie des historischen Geschehens, aber die wilde Ursprünglichkeit seiner Bilder schlägt das Publikum – bis heute – in den Bann.


Auch Regisseur Barreto lässt eine ‚Maria Bonita’ in den Reihen der Gesetzlosen reiten.
Einer der verhassten Militärs ist in Gefangenschaft geraten.



Fertig zum Angriff!


Mit einem Schlag ist der brasilianische ‚Western’ geboren und ein unbekannter, riesiger Landstrich des unbekannten Brasiliens in den Blickpunkt Europas gerückt.

Die Titelmelodie des Films trägt sehr viel dazu bei, das einzigartige Werk des Regisseurs Barreto immer wieder in Erinnerung zu rufen.

***

Soweit die lange Vorgeschichte des Stoffs, der mich seit 1955 – nach einer von vielen Filmrissen unterbrochenen Schulvorführung - für immer fesselt.

Wegen der Melodie lernte ich die ersten Gitarrengriffe und 1965 erschließt sich mir die brasilianische Literatur.

Eine ergraute Bibliothekarin drückt mir lächelnd Grande Sertao von Joao Guimaraes Rosa in die Hand – ins Deutsche gebracht vom genialen Übersetzer Curt Meyer-Clason aus dem brasilianischen Portugiesisch.

„Wird Ihnen gefallen!“, sagt sie mit bekräftigendem Nicken. Ich habe es bis heute bestimmt drei Mal gelesen und empfehle es als wirklich ultimatives Abenteuerbuch weiter.

(Antiquarisch ist es bei www.ZVAB.com garantiert zu finden)




Während meiner Grünwalder Schaffensperiode ergibt sich keine wirkliche Gelegenheit die Cangaceiros als Realistic-Comic umzusetzen. Rolf Kauka ist diese Welt des brasilianischen Abenteuers fremd.

Erst Mitte der 80er Jahre - also längst und lange in der Selbständigkeit und mit COMICON II in Spanien beheimatet –
nehme ich den Faden wieder auf und schwanke zwischen Jordi Bernet und Rafael Mendez als Zeichner für meine -
von der rauen, noch nicht in Klischees erstarrten - Handlung der Sertao-Saga.

Meine Entscheidungsschwierigkeit liegt angesichts dieser zwei Großmeister des Comics auf der Hand. Ich schiebe sie daher etwas auf die lange Bank und bitte beide um Muster, die jeweils auf der gleichen Manuskript Vorlage beruhen: Zwei Seiten und einige Milieustudien!
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 07.03.2008, 17:45   #6  
Peter_Wiechmann
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Hier sind die Ergebnisse ...



So sieht Jordi Bernet die Cangaceios:





Rafael Mendez hat diese Vorstellung:




Ich stehe Rafael Mendez in vielerlei Hinsicht näher als Jordi Bernet und entscheide mich wohl auch deshalb für seine Version der Cangaceiro-Darstellung und will die Produktion ohne gesicherten Kundenauftrag aus eigener Tasche finanzieren.

Sowie die Würfel gefallen sind, macht sich Rafael Mendez an die Umsetzung eines Scribbles. Ich dachte an Landschafts- und Personenstudien. An Schauplätze, Kampfhandlungen. An das Herausarbeiten der Konfliktparteien ...

Ich weiß noch wie heute, wie ich dann den gewichtigen Umschlag in der kleinen Poststation von Dosrius ausgehändigt bekomme. Die Schlaglöcher der Rumpelpiste hinauf zur Finca werden diesmal nicht weiter wahrgenommen.
Unter dem dicken Baum vor dem Haus wiege ich die 48 Mendez-Seiten in der Hand. Ein fix und fertig entworfenes Album!

Die Handlung ist mit braunem Edding auf schlechtem Papier gezeichnet. Mendez selbst bezeichnet die Arbeit im beigefügten Brief als ‚Scribble’ ...
... sie ist aber bereits von einer solchen Meisterschaft, dass manch ein gestandener Artist dieses Ergebnis nur zu gern als Reinzeichnungen ausgeben würde.



Ich füge mir die Geschichte Seite für Seite zusammen. Ich bin schließlich begeistert und enttäuscht zugleich.
Begeistert über den unverwechselbaren, großartigen Mendez-Strich – enttäuscht über eine zeichnerische Meisterschaft, die weit über dem Niveau der Erzählung hinausragt ... aber die die Schwächen nur verdeutlicht, nicht überdeckt.

Ich will Rafael nicht verletzten. Ich bezahle die Vorarbeit und bitte um Aufschub. Ich brauche Zeit, um einen ‚gion’, eine Geschichte zu schreiben, die für diesen Ausnahmezeichner eine wirkliche Herausforderung ist.

Mehr als einmal setze ich mich zum Durchstarten vor die Maschine – finde aber entweder keinen Einstieg oder habe keine Zeit, weiter darüber zu brüten. Das COMICON-Tagesgeschäft verlangt seinen Tribut ...

Und als ich dann endlich soweit bin, hat Rafaels Krankheit jeder Arbeit an jedweglichem Comic den Riegel vorgeschoben. Für immer.

Rafael Mendez rührt für den Rest seines Lebens nie wieder eine Zeichenfeder an.

Und ich trauere den vielen ungeschriebenen und ungezeichneten Erzählungen aus den wüsten Weiten des Grande Sertao nach ...









Hasta la vista Companeros!


.

Geändert von underduck (14.03.2008 um 21:49 Uhr)
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 14.03.2008, 21:09   #7  
Peter_Wiechmann
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Wildwest in Andrax-World
- Vorschau auf den letzten Band –



Daumendick ragen die Kopien für ANDRAX Band 5 auf der linken Schreibtischseite.

Im Maß, wie sich die leeren Blasen – auf dem Manuskript - füllen, wandern die betexteten Seiten nach rechts.

Das Fortschreiten der Arbeit ist für den emsigen Autor also optisch durch das Schrumpfen auf der einen und die Zunahme auf der anderen Seite zu beobachten.

Und nach rund 170 Blattwendungen ist meine Arbeit am ANDRAX-Band No. 5 getan ...


Zukunftsmusik, denn vorher geht die ‚Wortfindungs’-Reise durch unbekanntes Terrain noch nie publizierter Episoden oder durch nur blass erinnerliche Handlungen.

Die Stahlkugel macht den Auftakt. Eine Gemeinschaftsidee des Ausdenker-Duos Ludwig Fischer und Peter Wiechmann. Vincent van Gogh tritt auf und ein Starfighter donnert in und dann wieder aus dem Geschehen heraus. Und ansonsten: Aufstand (die da unten gegen die da oben), viele Schwert- und sonstige Streiche...

Unter dem Oberbegriff Totentänze fasse ich danach ein paar kürzere Episoden – meist für Koralle/ZACK produziert und nicht erschienen - zu einem Komplex zusammen.

Gefolgt von Zonen des Grauens. Kurz-Stories die selbst noch nicht kenne und in deren Inhalte ich mich hineinfinden muss ...


Von Todesboten erfahren wir kurz vor dem großen Finale, dem CIRCUS MAXIMUS. Diese albumlange Episode entstand in meiner Zeit als Pendler zwischen Grünwald (Redaktion ZACK) und Hamburg (Koralle).


Ich fügte damit den fantastischen Szenarien der turbulenten Andrax-Welt ein - auf den ersten Blick bodenständiges Thema – hinzu: einen Western!
Andrax und Holernes als Gunslinger zwischen Siedlertrecks, Alamo, Indianerhatz und Bürgerkrieg.

Ein grandioses Duell mit dem leibhaftigen Tod in Person! (Und einer verblüffenden Erklärung für die Begegnung mit allen Spielarten der amerikanischen Vergangenheit!)




Verblüffen wird auch die lang erwartete - sogar dokumentierte – Erklärung für die Andrax-Mission in einer Welt, die auf einer Ebene allen Zeiten zwischen Vergangenheit und Zukunft den Schauplatz bietet ... denn Andrax kehrt rächend zurück!

Mehr sage ich nicht voraus, denn an diesem Schlusspunkt werden sich ohnehin die Gemüter erhitzen.


Das ist Andrax in Action?

Doch, doch er ist’s tatsächlich ... wennschon in einem etwas ungewohntem Darstellungsstil - aber dennoch von Jordi Bernet gezeichnet.

Die Erklärung für den Stilwandel gibt es auch in Band Nr. 5 ...






Aber von diesem Schlussakt bin ich jetzt noch fast 170 Seiten und rund 2.000 Blasenfüllungen weit entfernt.
Und danach muss noch der Letterer von CROSS CULT Leistung bringen, dann der Drucker, der Buchbinder, der Vertrieb ...

Bis zum Echo der Leser ist’s also noch weit hin. Doch inzwischen gibt es ja ANDRAX Band 3 und Band 4, um die Wartezeit bestens zu überbrücken.


Allzeit spannendes Lesevergnügen wünscht der

Peter Wiechmann
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 30.03.2008, 11:10   #8  
Peter_Wiechmann
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Der Stoff aus dem
die Comics sind ...


Über vier Jahrzehnte habe ich den Blasen das Sprechen beigebracht.
Meine Inspirationsquellen dafür liegen in Kindheit und Jugend und in deren Fortsetzung ...
Was hier in einigen Beiträgen verdeutlicht werden soll.





Es war einmal ein Junge...

... der hieß Peter. Der trifft einen anderen Jungen namens Peter. Beide sind rund fünf Jahre alt und schließen Freundschaft.
Sie gehen in die gleichen Schulen, aber nicht in die gleichen Klassen. Der eine wechselt die Schulen häufig, aber nicht freiwillig.


Aus dem Schrecken aller Lehrer wird später selbst einer. Ein engagierter dazu ...

Aber vorerst sind nun die beiden Peters unzertrennlich – jeden Tag nach dem Mittagessen bis in den späten Abend. Höhlen bauen, Nester ausnehmen, Forellen fangen, die Wälder durchstreifen, Flöße zusammen zimmern ... Feuer machen.


Alte Wehrmachts-Munition knacken, draußen schlafen, Geheimgänge erforschen, Pulver mischen, Raketen bauen ... Feuer machen.


Der eine Peter fällt von einem amerikanischen Tanklaster und bekommt Knochentuberkulose in das rechte Bein. Erhält eine Schiene angepasst, mit der er auch schwimmen geht und die folglich in den rostigen Gelenken quietscht. Rückfälle bringen ihn wieder und wieder in das Krankenhaus. Er haut nachts ab und läuft im Nachthemd heim. Nächste Station ist die Klinik. Da haben sie ein wachsameres Auge auf ihn ...
Die Freunde finden Aufgaben in der Jugendbewegung. Der einst geschiente Peter bei den Pfadfindern, der andere gründet sich seinen eigenen Bund.


Der Pfadi bleibt sehr drahtig, sportlich. Er will zur Bundswehr. Die aber wollen ihn dort nicht: sie entdecken in der Lunge eine Verkapselung. Also wird er Lehrer, wie schon gesagt. Aber unter anderem auch Sportlehrer ...




Alle Strich-Illustrationen sind meinem dickbauchigen Wälzer Feuer&Flamme entnommen.
‘Pepe’ Marti (Teutonen, Bens Bande etc) hat sie gezeichnet.
Diese hier bebildern von links nach rechts:
... ein Fahrradrennen mit Folgen ... den Einsatz von selbst gebauten Rauchbomben
gegen amerikanische Soldaten ... und die Plünderung der Kaserne,
nach dem die Wehrmacht das Feld geräumt hat.
Feuer&Flamme vertieft eine sehr spezielle Kindheit und Jugend
in der deutschen Nachkriegszeit ...





Der andere Peter wird erst Schriftsetzer und dann Schreiber. Die Lebenswege der Freunde gehen auseinander. Nur noch wenige Treffen, kaum Briefe.

Man weiß oberflächlich übereinander Bescheid. Beide heiraten. Der Schreiber gleich zwei Mal. Er sucht nach Jahrzehnten den Kontakt. Da ist er bereits in Spanien beruflich und auch sonst beheimatet. Er schreibt, aber die Briefe bleiben unbeantwortet. Da schreibt ihm die Frau des Freundes. Sie erzählt ihm vom Freund und der Schreiber erzählt ihr ... für den Freund.




Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 31.03.2008, 14:37   #9  
Peter_Wiechmann
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Wiedersehen
und nahtloses Weitermachen ....


Nach 40 Jahren treffen sich die beiden in Spanien – und es ist als wären sie gerade mal vor einer Woche oder so das letzte Mal zusammen unterwegs gewesen.
Und nahtlos nehmen sie das alte Abenteuerleben wieder auf. In jedem Jahr vor zwei, drei Wochen.
Wilde Fahrten in das spanische Abseits. Einer der letzten R4 dient ihnen als
Packmuli und bringt sie an jedes Ziel. Sie durchstreifen Geisterdörfer und haben ihr Lagerfeuer vor den Altarstufen der efeuüberwucherten Kirche.
Eulen schwingen sich durch den Glockenstuhl und irgendwo bricht ein morscher Dachsparren. Die Ziegel schurren über den Rand und zerschellen auf dem Pflaster.


Kirche im Geisterdorf – Da geht es lang - Explorer


Nahrungaufnahme – Siesta am verlassenen Gehöft

Sie kämpfen sich im Sturm über den Pass, dösen in einer windabgewandten Felsennische und zählen Sternschnuppen. Nach der zehnten oder so hört auch das geheime Wünschen auf.
Sie erholen sich in südlichen Städten, in denen noch die Störche auf jedem zweiten Steinhaus nisten und klappern. Lauschen den Gitarrenspielern auf den Treppen zum alten Palast.
Sie sprechen dem Roten zu, in einer Vollmondnacht auf dem großen Platz in Salamanca – unter Arkaden ...

Nach der dritten Fahrt werden sie sesshaft. Sie entdecken ein Dorf im spanischen Nirgendwo mit 30 Einwohnern: Ladrunan! Mit einer Bar im Gewölbe des uralten Backofens... das in der Vorzeit des Pueblos auch schon als Synagoge diente, einer Alberge mit zwei Zimmern, einem kristallklaren Stausee mit Geiern drüber ... und mit einer Handvoll skurriler Gestalten mit Lebensgeschichten für Dramen.


Das Pueblo Ladrunan

Dorthin zieht es sie jedes Jahr. Zehn Jahre lang. Der R4 wird durch einen robusten Korando ersetzt. Und der bleibt dann auch gleich im Dorf bis zum nächsten und nächsten und nächsten Jahr.

Doch der Radius - in dem die Abenteuer warten - der ist eigentlich klein. 40 Kilometer vielleicht. Aber auf dieser Fläche ist alles versammelt, was Geschichte und Fantasie zu bieten haben.
Das mysteriöse Kloster in der Felsenwand. Vor 400 Jahren von den Salesiensern in das riesige Abrigo der roten Felswand gemauert. Und die Reste sind heute nur von Schwindelfreien atemlos zu betrachten. Bei Sonnenaufgang fallen die ersten Sonnenstrahlen in das Felsgewölbe.
Der Blick verirrt sich im Dunst des Morgens. Und man weiß: hier waren lange, lange vor den Männern in weißen Kutten schon andere Heilige mit Visionen ...


Das Kloster im Felsen – Blick vom Kloster in das Land

La cueva oscura soll eine Meile weiter am Steilhang ihr mannbreites Einstiegsloch für den Kundigen sichtbar machen. Die Freunde suchen zwei Mal vergeblich – trotz aller Landmarken, die ihnen Freund Esteban vom Pueblo aus mit dem Fernglas markiert. Aber das ist ein Steilhang mit geschieferten Felsplatten, die keinen Halt geben und auf dem die Sonnenwärme zur zurückgeworfenen Höllenhitze wird. Haltsuchende Hände brennen.
Irgendwann stolpert der eine Peter fast in den Höhlenschlund. Doch diesmal haben sie nur eine müde Funzel dabei, die die Tuscheschwärze im kathedraligen Gewölbe nur im kleinen Kegel erhellt.


Der Runtersteiger – Der Obenbleiber

Stalagtiten von oben, Stalagmiten von unten. Die Saurierzähne aus gesintertem Kalk wachsen sich entgegen. Es ist kalt wie in einem Kühlhaus. Auf Bruchsteinen die Halden im Krebsgang abwärts rutschen. Gänge in alle Richtungen. Der eine verschwindet mit der Lampe. Nach zwei, drei Metern ist er unsichtbar. Der andere liegt auf dem Rücken und meditiert in die Schwärze. Das Schädelfragment eines Neandertalers wurde hier gefunden. Zufällig und vor Jahren. Ist aber nie in die Hände eines Forschers geraten – ist irgendwo auf dem Weg zur Wissenschaft wieder verschwunden.


Die Fledermaushöhle – In der Fledermaushöhle

Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 01.04.2008, 11:26   #10  
Peter_Wiechmann
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Dieser Landstrich wartet noch auf seine Entdecker


Außer ein paar Archäologen hat noch niemand die umliegenden Canyons so richtig durchforscht.

Felsmalereien gibt es. Wir haben sie schon gesucht und bewundert. Ein Bild in Ocker und rußigem Schwarz ist vier Handflächen groß. El Toro = der Stier! Ihm hat eine Kugel am Blatt die siebentausend Jahre alte Farbe durchstoßen. Aus dem Karabiner eines Guardia Civil.

Die Grünröcke mit ihren gelackten Dreispitzen sind hier nicht gern und dementsprechend selten zu sehen.
Und im Bürgerkrieg mussten sie um ihr Leben bangen. Unter den Geiernestern gibt es ein weit verzweigtes Höhlensystem in der senkrechten Wand. Das kann der geübte Kletterer ohne Seil erreichen. 30, manchmal sogar 40 Flüchtlinge überleben in diesem Refugium in enger Drangsal weitab vom Pueblo.


Unter Geiern - Peter - Der Geier


Geier - Geierkopf

Republikaner, Falangisten, Kommunisten, Freischärler. Freund und Feind ist hier auf neutralem Boden in Schicksalsgemeinschaft versammelt. Ein geheimer Schutzraum auf der geheimen Route nach Frankreich.
Abends lassen sie leere Körbe hinunter und ziehen sie mit Brot und wässrigem Wein und ein paar Früchten wieder hoch. Das Dorf hat in den Bürgerkriegswirren nicht viel zu geben. Aber Schutz. Die verhassten Guardias wissen von dem Refugio ... aber sie wären tot, würden sie sich da einmischen.

Später – nach 1939 – da machen die Guardias Jagd auf die Maquis. Auf die Übriggebliebenen des Bürgerkriegs, die in kleinen Banden im wilden Land, in der undurchdringlichen Maccia ein jämmerliches Dasein führen. Ab und zu eine Gemse im Kochtopf, erpresste Nahrung aus den vergessenen Dörfern. Erst als legendäre Helden geduldet, dann als lästige Erpresser in Ungnade gefallen ... und dann den Guardias zur Beute freigegeben. Ein paar Scharmützel ... und der Nachkrieg ist vorbei.

Die Peters winden sich durch die blankgeriebenen Gänge. Cocina steht in roter Schrift über einem der Gewölbe. Bodega über einem anderen. Der Abtritt ist ein Spalt, der senkrecht in das Berginnere abfällt.
Wasser gibt es auch: Tropfen für Tropfen plinkt es in eine in den Felsen gehauene Schale. Man denkt an Weihwasser ...


Die Vorratskammer im Labyrinth der Deserteure – Die Wasserstelle im Refugio

Durch den malerischten aller Canyons hat sich der Guadelope sein Bett gefräst. Für das wasserlose Land fast ein Fluss – voller Forellen und Krebse. An seinen Ufern Weinbäume ... Pappeln, die bis in die Spitzen von Weinranken umwuchert sind. Pralle Trauben locken noch in zehn Metern Höhe. Feigenbäume, leuchtende Granatäpfel. Zeugnisse alter Gärten und Ansiedlungen ... vor 100 und mehr Jahren verlassen.

Auch Steinzeitland. Die Freunde sitzen in einer nach vor offenen Höhle, schauen auf den Fluss und stellen sich vor: eine kleine Horde Frühmensch konnte hier Unterschlupf finden. Nach hinten geschützte – nach vorn freies Blickfeld auf das kleine Tal. Wasser in Hülle und Fülle ... also auch Tiere darin und daran.



Kanu und Korando – Pfeilspitzen nach Steinzeitart


10 Kilometer zu Fuß Bachabwärts


Ein Jahr später buddeln an exakt dieser Stelle eine Archäologie-Professorin zusammen mit ihren Studenten. Da wo die Freunde gesessen hatten, ist eine Steinzeitwerkstatt freigelegt. Manufaktur für Pfeilspitzen, Schaber, Messer aus Flint. Die Professorin grummelt. Sie hat ihren Archäologenhammer vergessen. Die Freunde helfen mit ihrem aus. Ein Geschenk interessierter Laien an die Wissenschaft. Freundschaft wird geschlossen. Die beiden Peters erfahren, dass keiner der hoffnungsvollen, engagierten Studenten je eine viel versprechende Posten in der Forschung haben werden. Sie gehen perfekt und lange ausgebildet in ein Leben, das sie nicht braucht. In Spanien sind erst ein Zehntel aller archäologischen Schätze geborgen. Aber die Museen sind voll. Die Archive platzen aus allen Nähten. So kartografiert man die Lagestätten der pueblos inbericos, der pinturas rupsteres und überlässt die wissenschaftliche Erschließung nachfolgenden Generationen oder dem nächsten Erdbeben.



Felsmalerei

Die Freunde machen sich zu einem sagenumwobenen Dorf auf. Davon gibt es wenige im Areal des Abenteuerlandes. Wenige Dörfer, wohlgemerkt – sagenumwoben sind die wenigen allesamt. Cuevas de canard ist vom Hauptquartier in Ladrunan aus per strammen Fußmarsch durch eine wasserdurchrauschte Klamm zu erobern. Teile einer mittelalterlichen Stadtmauer. Ein Torbogen. Enge Gassen, bei denen sich die Häuser zum Himmel hin zueinander neigen. Die Templer haben einst von hier aus ihre Ländereien verwaltet. Ein alter Bischhofssitz prangt in verblasstem Prunk. Eine Kathedrale ragt. Eine andere Kathedrale in Ruinen. Hier sollen die Mönche aus dem Felsenkloster hingezogen sein ... weil deren Abt vor 400 Jahren das Hangende der Felswand über dem Klosterdach fürchtete. Doch Die Furcht war unbegründet: der Felsen hat ich nicht gerührt! Die Klause eines Eremiten auf dem Hügel in der Stadt. Reste. Ein Konvent hinter hohen Mauern. Aus alter Zeit, in der Priesternachwuchs noch von allem abgeschlossen herangezogen wurde. Hoch über dem Dorf ein Wasserfall.
Und darüber auf dem Plateau Silhouettengräber. In Körperform in den Fels gemauert – mit Steinplatten abgedeckt. Letztere sind zerbrochen und die Bruchstücke verstreut. Ein heiliger Ort. Man schaut von dort herab auf das Dorf – erkennt es kaum, so sehr machen es die Erdfarben von Mauern und Dächern eins mit der felsigen Umgebung.



Auf Pilgerfahrt zum Wasserfall über Cuevas de Canard - Peter nimmt Maß im Silhouettengrab

Aber man kann sich der Frage nicht erwehren: wie in Gottes oder Drei Teufels Namen kommt eine derartige Ansammlung von christlichem Überangebot und heidnischer Präsenz hier in das Nirgendwo? Templer, Priester, Schamanen ... sie residieren meist in Gegenden mit Ressurcen. Menschlichen! Aber hier war nichts, hier ist nichts und hier wird nie etwas von Bedeutung sein. Kein Heer- oder Salz- oder bedeutende Handelsstraße kreuzte hier. Hier ist Worlds End, hier sage sich die Füchse gute Nacht. Im Dorf vielleicht einst 300 Einwohner – jetzt 80. Das sind keine Zahlen für Seelenfänger. Und Drumherum auch nichts von Bedeutung. Ein weiteres kleines Dorf noch – dann ist auf 50 Kilometer in alle Richtung Felsland mit Maccia. Die Freunde fragen sich vieles, aber können kein Rätsel lösen. Die Einwohner auch nicht.
Ein im fernen Barcelona reich gewordener Sohn des Dorfes ist im Alter zurück gekommen. Er hat den Bischofssitz in ein bizarres Hotel gewandelt.
Aber er bekommt keine Angestellte, die länger in dieser Einsamkeit ausharren. Der letzte Koch flüchtet gleich bis in die Karibik ... Aber der wohlhabende Sohn des Pueblos richtet ein Museum ein, kümmert sich um die alten Urkunden, gräbt Erkenntnisse aus. Eine davon: das Dorf ist weit über 1.200 Jahre alt. Es hat also viel erlebt im Wandel der Geschichte ...

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Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 02.04.2008, 16:39   #11  
Peter_Wiechmann
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Abschied im Barranco Hondo



Die beiden Freunde haben im vorigen Jahr stilvoll Abschied genommen vom Landstrich der erlebbaren Abenteuer. Sie haben für drei Wochen ihr Lager in einem vergessenen Tal aufgeschlagen. Auch da lebten einst Menschen. Sie forschen nach Gebäuderesten. Finden genutzte Höhlen, Ritzzeichnungen an den Felsen – von Jägern, die vor sechs- oder achttausend Jahren hier vorbei kamen. Die sich selbst als überlangte Bogenschützen darstellen. Die ihre Pfeile in Gemsen versenken, die aber auch den Auerochsen gesehen haben.



Ritzzeichnungen entdeckt – Ritzzeichnungen von der Felswand auf das Papier übertragen


Mit Rudi im vergessenen Tal - Tafeln im Barranco Hondo


Lagestelle einer Fundstelle von Steinzeitmalerei auf Stein skizziert - Nach zehn Jahren abgelegt ...

Die Freunde haben ihr Standlager auf einem Wildwechsel aufgeschlagen. Nach Sonnenuntergang – im fahlen Schein der Sonne hinter dem Horizont – werden sie von einer apbra pyrenaica verpfiffen. Einer Steinbockart, die es nur in wenigen spanischen Revieren gibt und die kurz vor dem Aussterben waren. Mit meterlangem, zurück gebogenem Gehörn. Und der Schulerhöhe eines mittleren Hirschs. Da also hebt sich die Silhouette eines mächtigen Bocks vor dem fahlen Nachthimmel ab. Er prescht an den Rand des Steilhangs, pfeift wie wild und setzt wieder zurück. Angriff, Rückzug. Er schätzt das Gitarrengeklampfe nicht oder verflucht die zwei Menschen ganz einfach. Sie versperren ihm den Gang zum Wasser und haben sich die Quelle auch noch zu einer Dusche umgebaut. Unerhört!


Der Steinbock

Die Freunde steigen acht Stunden und mehr jeden Tag in den Bergen herum. Besuchen alle lieb gewonnenen Stätten des wilden Paradieses.
Lagern, schauen, frischen Vergangenes auf, erinnern sich. Entdecken noch ein paar Fossilien, lassen sie aber liegen. Nehmen Abschied. Von den zerklüfteten Gebirgen des Maestrazgo und den Tälern, den Dörfern, den Ruinen, Geschichten, den Menschen.

Abschied? Ja, ein Adios! Die Abenteurer haben wirklich alles ausgekostet
und sie verlassen ihre Jagdgründe, ehe sie in und an ihnen scheitern.



Und was hat das nun alles mit Comics zu tun?

Den ersten Teil der wildromantischen Eroberung von Wald und Flur zusammen mit dem Freunde hat der Schreiber in ungezählte Comic-Produktionen einfließen lassen.

Für Kauka, für Disney, für alle, die seine kreativen, produktiven Dienste je in Anspruch nahmen.

Der zweite Teil mit seinen abenteuerlichen Eroberungen im wilden Maestrazgo-Massiv der dient der Auffrischung der Kindheits-Erfahrungen.
Jung gewohnt – alt getan. Und das mit einer ungeahnten Intensität und mit viel Freude an enormen Leistungen, die beiden fröhlich-verwundertes Erstaunen abringen.

Diese Neuauflage, nein: diese Fortsetzung von Liebgewonnenem gibt dem Comic-Schaffen des Schreibers noch einmal direkte Impulse, die das Umsetzen in spannende, lustige, lehrreiche Bildabläufe wesentlich beeinflussen. Das Gefühl für Erlebnis ist wieder da – frisch wie am ersten Tag ... als die Kindheit begann.

Entstanden sind in Deutschland und Spanien Magazine, Taschenbücher, Alben, Bücher, die - nebeneinander gestellt - mehr als 20 laufende Meter Lesestoff ergeben. Fantasieprodukte gespeist vom Abenteuer des Einst und Heute.

Der eine Peter, der Schreiber hat über den ersten Teil innerhalb von drei langen Jahren auch ein Buch geschrieben. Das trägt aus vielen explosiven, und anderen heißen Gründen den roten Titel Feuer&Flamme. Da sind insgesamt 1.028 überdimensionierte Seiten Lesestoff zwischen zwei schwarze Buchdeckel gekommen.





In normaler Haltung ist der Wälzer nicht zu lesen: er bringt 3,7 Kilogramm auf die Waage. Ein sehr gewichtiges Werk – in jeder Bedeutung des Wortes. Genau der Stoff, aus dem die Comics gemacht sind ...
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Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 09.04.2008, 15:28   #12  
Peter_Wiechmann
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Fossilien suchen und finden:


Ein Zwei-Wochen-Waldbrand hat vor acht Jahren kahle Hänge hinterlassen und der gnadenlose Erosion ’verdankt’ man das Zutagetreten der Fossilien. Ein riesiges Feld und nur wenige wissen davon. Hier liegen 150 000 000 Jahre Vergangenheit offen wie ein in Stein gegossenes Buch - Nur kleine, handliche Stücke sacken die Sammler ein. An der Quelle werden sie geschrubbt, die Reliefs der urzeitlichen Abdrücke frei gelegt –

Die Geier haben in dieser Steinwüste nur die Schafschädel nicht zerhackt und gefressen. Die Wanderer und Spurensucher können Hamlet damit parodieren - Und wenn man im geschützten Tal dann so einer Oase gewahr wird ... dann ist die Rückkehr unter sengende Sonne eine Entscheidung, die immer wieder rückgängig gemacht wird ... Aber irgendwann führt der Weg zum ’Mula’ und mit dem der Weg zurück zum Lager.





150.000.000 Jahre alt – Fossilien waschen


Sein oder Nichtsein - Wasser in der Wüste


Fossiliental - Fossilienland


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Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 10.04.2008, 09:01   #13  
Peter_Wiechmann
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Unterwegs:


Besuch von Pepe Ferré, meinem damaligen Artdirector bei COMICON - Wir brechen zum Flamingosee auf - Oberhalb des Sees die Fünf Schwestern. Eine vom Wind herausgefräste Sandstein-Formation - Nach der Rückeroberung des Landes durch die Reconquista (El Cid), schützten sich die Neusiedler vor den Überfällen marodierender Mauren mit solchen Wehrgehöften – Wärmendes Feuer nach der Passüberquerung – Morgenröte: Sicht aus dem Schlafsack! – Der Klimawandel ist nicht mehr zu übersehen: hier war voriges Jahr noch ein See! - In dieser Nacht erwischt uns die Kälte. Im Morgengrauen tauen wir uns an den Flammen auf ...




Artdirector Pepe Ferre – Aufsatteln (der Ritt auf dem Pegasus)


Die fünf Schwestern - El Cid


Vor kurzem noch ein See – Nach durchfrorener Nacht


Feuer nach dem Passübergang - Morgenröte
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 12.04.2008, 17:38   #14  
Peter_Wiechmann
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Die grenzenlose Freude des Blasenfüllers
am Ende eines Schreib-Marathons!





Hinter den Text zur letzten ANDRAX-Geschichte ist der Schlusspunkt getippt.!

Heureka!!


Rund 750 Seiten erzählen dem geneigten Leser nun das Epos mit neuer Ansprache. Darunter bislang unbekannte Abenteuer-Geschichten der beiden SF-Scouts Andrax und Holernes.

Eine wahrhaft große Unbekannte (Folge) markiert in Band 5 das Schlusslicht der gesamten Serie. Sie führt in wahrhaft filmischer Schnitt-Technik durch die eigentliche Unmöglichkeit, die Geschichte von How The West was Won an einem Stück mitzuerleben.
Die Pionierstädte, die Goldgräber, der Kampf um Alamo, die Revolverhelden Billy the Kid und Butch Cassidy, Custers last Stand, der Ku-Klux-Klan ... und Richter Mortifero In der Rolle des leibhaftigen Todes.




Alamo – Custers last Stand – Ku-Klux-Klan


Und natürlich wird auch das Große Geheimnis gelüftet. In ANDRAX, Band 5 schlägt die Stunde der Wahrheit. Sie hat sich bis jetzt jeder Spekulation entzogen und mag echt überraschen. Einigen wird sie nicht schmecken – aber das ist so mit der Wahrheit: sie nimmt keine Rücksicht auf Erwartungen!

Zu guter Letzt wechselt Andrax auch noch Aussehen und Gestalt und wird zum Bewahrer des Wissens. Und zum Wächter der Welt machen ihn die widrigen Umstände, wobei er über sich selbst hinaus wächst. Aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte ...




Bewahrer des Wissens - Wächter der Welt


Mein gemeinsamer Weg mit Andrax führte in zwei Etappen und einem Zeitsprung von 32 Jahren von Kauka zu Cross Cult.
Ich denke an das Schloss in Grünwald zurück, an mein Refugium in der Schlosskapelle und an meine Redaktion, die kräftig an dem Werden der Erfolgsserie mitwirkte. Unvergessen: Rolf Kauka, der mit primo die verlegerische Plattform für immer neue Serienstarts bot!




Redaktion mit Kauka - P. W.


Mein zweites ANDRAX-Engagement ist abgeschlossen. Ich hole tief Luft und widme mich den nächsten Cross Cult Bänden zu HOMBRE und THOMAS DER TROMMLER.

Doch auf alle ANDRAX-Lesern wartet noch Abenteuer pur. Die ANDRAX-Bände No 1 & No 2 sind auf dem Markt - die Bände No 3, No 4 und No 5 bereits in Vorbereitung. Als Vorgeschmack hier die Titel:






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Geändert von underduck (13.04.2008 um 00:15 Uhr) Grund: Bilder eingefügt
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 02.05.2008, 17:22   #15  
Peter_Wiechmann
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Auch am 24. Mai dabei?


Dann freue ich mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen in Erlangen!





Zwischen 13.00 und 14.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit
bin ich Stuhl-Besitzer am Stand von CROSS CULT





Bereit über Andrax und andere Kauka-Mythen zu sprechen,
die ersten beiden Bände der ANDRAX-Reihe signierend zu widmen
oder auf gute Fragen entsprechende Antworten zu finden.


Bis bald



Peter Wiechmann




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Geändert von Lothar (13.05.2008 um 11:14 Uhr) Grund: Stand-Zeit wurde geändert!
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 02.06.2008, 15:15   #16  
Peter_Wiechmann
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Endlich mal im Gespräch mit
primo-Lesern!


Für mich eine besondere Premiere: Primo-Fans berichten mir in Erlangen von Ihren Lese-Erlebnissen ... die ich (1001 Lichtjahr früher) direkt inszeniert hatte! Mit Andrax, Capitan Terror, Schatzinsel undsoweiter ...

War mir ein Vergnügen, Freunde! Und das Signieren der ANDRAX-Bücher bereitete gleich doppeltes Vergnügen!













Gern offeriertes Angebot:
Wem in seinen ANDRAX-Bänden noch eine Widmung fehlt, der schicke sie mir und ich schreibe!
(Rückporto nicht vergessen ...)

In Kürze melde ich mich mit einem neuen Thema! Wir sehen uns lesen uns also bald wieder!


Peter Wiechmann

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Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 29.07.2008, 11:01   #17  
Peter_Wiechmann
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Verhaltene Trauer um meinen
elektronischen Esel!


Mitten im schriftlichen Werden einer sehr brauchbaren Idee rauchte meine guter – alter? – Mac-G4 rauschend ab. Restlos und unter gnadenloser Mitnahme aller Daten.
Mein Fehler, natürlich! Warum sichere ich mein Geschreibsel auch nicht extern, nicht wahr?



Mein alter Rechner - Der Neue in Aktion


Bei der oben angedeuteten Idee handelt es sich übrigens um den Entwurf für eine besondere Comic-Veranstaltung in bildschönem historischem Umfeld. Und es geht (mir) dabei sozusagen um das ultimative Event – als dicker Schlusspunkt unter mein mehr als 40jähriges Sprechblasenschaffen.

Aber genau im besten Gedankenflug verabschiedet sich fluchtartig der sonst so geduldige Elektronik-Esel, dem ich bedenkenlos alle Buchstabenberge aufhucken konnte. Kein gutes Omen, gell?

Da mich unter diesen Umständen nichts mehr am Schreibtisch hielt, zog ich mir die Wanderschuhe an und bestieg einen tatsächlich funktionierenden ICE Richtung Hessen.
Den Täter zieht es ja immer an den Tatort zurück – in diesem Fall führte der verschlungene Weg (abseits der schnellen Zug-Trasse) nach Eschwege - also in meine Heimatstadt an der Werra.



Eschwege an der Werra


Früher subventionsgefördertes Zonenrandgebiet, hart am minengesicherten Stacheldraht ... heute sich selbst überlassen im Herzen des vereinten Deutschlands. Aber immer noch schön. Doch das ist Heimat ja meist.
Meine vor allem!

Am Fuße des Meißners treffen aus allen Himmelsrichtungen zusammen: Ramon ‚Pepe’ Ferré Elies, Artdirektor von Comicon (Barcelona) - Peter Gausmann, ältester Freund und Weggefährte auf den abenteuerlichen Expeditionen durch das spanische Abseits und meine Wenigkeit ... der nur Stunden zuvor seine Beweglichkeit per schmerzhaftem Kniefall beim Umsteigen verloren hatte.



In der Höhe des Schubkarrens ging ich auf Tauchstation


Sozusagen zwischen Waggon und Bahnsteig. Dank Voltaren gab das ramponierte Knie zwar Scheinruhe, aber mit Wandern wars vorbei ...



Dennoch per pedes unterwegs: Peter, Pepe & Peter


Aber das gemütliche Blockhaus der Pfadfinder hält für alternde, hinkende Scouts alle Bequemlichkeiten bereit: Dach überm Kopf, zehn Stockbetten pro Mann, gutbestückte Küche mit Geschirr & Besteck für 200 Hungrige, einen Stapel Hüttenbücher mit erbaulicher Reimkunst, viel Platz und vor allem draußen ein Feuer-Rund unter riesigen Buchen. Da drin verlöscht die Glut nach der ersten Abend- und Nachtsitzung bis zur Abreise nicht mehr.






In diesem irdenen Steingut wartet Pepes spanischer Eintopf auf die Hungrigen!
In Ermanglung von (Schweins)Haxn: Die Füße im Feuer?



Pepes Eintrag im Hüttenbuch


Und wir drei schmieden Pläne. Wir lassen aufleben, was mein Computer mit in sein Grab genommern hat und bauen es aus. Das lodernde Feuer, das Eschweger AKE-Bier, die Kartoffeln aus der heißen Asche und der sagenumwobene Hohe Meißner tun das Ihre, um der vagen Idee interessante, durchaus konkrete Konturen zu verleihen.
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 29.07.2008, 18:40   #18  
Peter_Wiechmann
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Recht habt ihr Leser des Tagebuchs: Neugierig machen – das will ich! Näheres zu verraten ... dafür ist noch nicht die Zeit reif. Aber natürlich hat die große Idee viel – sehr viel! – mit COMICs zu tun.
Und wenn aus diesem Konzept das anvisierte Ereignis wird, seid ihr alle dazu eingeladen. Für eine turbulente, Bilderflut-Woche nach Eschwege!

Der Hohe Meißer - langgestreckter Gebirgsbuckel im Werratal – ist übrigens Frau Holles Heimat. Wir besuchen sie an ihrem verwunschenen Seerosen-Teich und sie gibt – wohl auch, weil sie in Rolf Kaukas Märchenfilm ‚Maria d’Oro’ eine bettenschüttelnde Hauptrolle hat – ihren Segen zum Plan. Das erkennt wir ergriffen an den plötzlich fallenden, wirbelnden Flocken ... die zwar trockene Blätter sind, aber im Sommer schneits eben nicht. Auch nicht in Frau Holles Reich mit Teich.


Beim Abschied fällt unser Blick auf eine holzgemeißelte Statue neueren Datums, die aber so ganz & gar nichts mit der mütterlichen Muhme Holle zu tun hat, wie man sie all überall auf der Welt kennt.

Und beim genaueren Hinsehen scheint dierse Frau Holle eher Herr Holle zu sein. Schaut zum Schoß und sagt mir, dass alles nur eine optische Täuschung ist ...


Der Frau-Holle-Teich auf dem Hohen Meißner...
... und die Nahaufnahme vom Mannhaften an der Frau Holle ...


***

Heimgekehrt finde ich ein Paket vom CROSS CULT-Verlag auf dem Tisch.
Über die Freude beim Auspacken von Paketen mit Büchern mit eigenem Beitrag schrieb ich hier schon einmal – aber das Erlebnis ist eben immer wieder neu.

Diesmal winde ich ANDRAX Band 3 aus der knitternden Hülle. „Gegen Götter und Monster“ geht es mit Schwurhand und Schwert. Es ist wohl der Band, in dem Andrax Unmut über die auffällige Häufung von schuppigen Urviecher äußert - den Holernes aber mit der treffenden Bemerkung zerstreut, dass die Menge ja mit jeden erschlagenen Exemplar rechnerisch abnehme ...
Oder so ähnlich. Ich muss es nachlesen!



Auspacken kann ich nun noch die Andrax-Bände Nr. 4 und 5. Da liegt also noch einiges vor euch ... und vor mir!


***



Apokalyptische Reiter im Jahre 1627 über Hessen


Und jetzt tauche ich für die nächsten Wochen arbeitend = textend ab in die Zeit des 30jährigen Krieges. So führt mein Weg zwangsläufig auch wieder nach Eschwege.
Dort tobten nämlich vor rund 380 Jahren immer wieder die Kriegsparteien der Protestanten und der Katholiken über das geschundene Land und hinterließen verbrannte Erde. Wie auch Eschwege, das 1637 in Flammen aufgeht ...



Eschwege brennt


Meine Serie Thomas der Trommler spielt in und um Eschwege herum. Thomas lebt auf einem Gehöft in Stadtnähe ... bis marodierende Landsknechte seinem Vaterhaus den Roten Hahn auf’s Dach setzen, es in Schutt und Asche legen, die Eltern ermorden und den Jungen in den unseligen Krieg verschleppen ... in dem er kämpfend aufwächst.



Bleistiftskizze von Josep Gual


Action a la Juan Sarompas


Die Serie Thomas der Trommler hatte einst ihre Premiere in dem Comic-Magazin YPS selig. Erfunden von mir und gestaltet von den spanischen Comic-Könnern Josep Gual und Juan Sarompas.


Der heutige Gual und der junge Gual

Alle Episoden werden nun in einem großformatigen Buch versammelt, das Andreas Mergenthaler in seinem CROSS-CULT-Verlag herausbringt.
Natürlich möglichst genau zu dem Zeitpunkt, da in meiner Heimatstadt Eschwege – zumindest nach Wunsch der immer noch optimistischen drei Vorausplaner - ein buntes Spektakel über die Bühne gehen soll.

***

Damit hat sich der Kreis erst einmal geschlossen. Die Wandergefährten und Ideenschmiede sind wieder in alle drei Winde verstreut. Und ich konnte mich hier mit ein paar Comic-Betrachtungen aus dem langen Schweigen zurück melden.
War mir eine Freude!





Ich freue mich über neue Rede und Gegenreden!

Bis zum nächsten Anlaß



Peter Wiechmann
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 30.07.2008, 18:58   #19  
Peter_Wiechmann
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Nachtrag zu Erlangen!

Kund und zu wissen: während der internationalen Comic-Messe wurde auch ich - wahrscheinlich in einer Prominenten-Pause - interviewt. Dieses semihistorische Ereignis ist mit dem folgenden Link anzusteuern.


klick auf das Bild !

Für enttäuschte Seufzer bin ich nicht zuständig - habe meine Plauderei selbst noch nicht gehört!

Peter Wiechmann
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 16.09.2008, 17:05   #20  
Peter_Wiechmann
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Comic Castillo

Es gibt immer noch Neues zu entdecken
selbst in den entferntesten Weltwinkeln!



Die Vorgeschichte: Im 12./13. Jahrhundert wird in den Vorpyrenäen fleißig ein Bollwerk aus kleinen Festungen und Burgen gegen die ‚Muselmanen’ errichtet.
So auch im winzigen Flecken Larrés.
Dort wird eine eine Burgkirche, eine Kirchenburg - je nachdem ob man das Gemäuer als Ritter oder als Priester einschätzt – unter viel Mühsal hochgemauert.

Wie auch immer: die verschachtelte Anlage steht und übersteht Jahrhunderte trutzig 1000 Metern über dem Meer am Fuße der ragenden Pyrenäen und verfällt langsam.




In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts geht Julio Gavin daran und restauriert die dahindämmernde Trutzburg von einst mit eigenen Händen und bescheidenen Mitteln. Das Ergebnis ist sehenswert!

Vor allem aber sind es die Schätze die das Burg-Innere birgt:
Comics von den Zinnen bis in hinab in das Folterverlies!



Inzwischen ist der Sohn in die Fußstapfen des Vaters getreten und setzt dessen Werk bienenemsig fort. Hier ein paar Bilder vom Comic-Museum in der Burg Larrés:





Da denkt sich der Comicer und schwärmerischer Liebhaber von uralten Rittergemäuern in wilder Einöde: So ein Ort müsste doch eigentlich längst zur Comic-Cultstätte unter Kennern avanciert sein! Müsste immer wieder von begeisterten Fans gestürmt werden!?
Ist aber nicht der Fall!





Über das WARUM & WIESO sprechen wir in bald, denn nächste Woche macht sich mein Freund und ehemaliger Artdirector Pepe Ferré von Barcelona aus auf den Pilgerpfad nach Larrés und spricht mit dem Hüter der Comic-Schätze im steinernen Mekka in den Schneebergen.

Das Ergebnis seiner Wallfahrt erfahrt ihr hier ein paar Stunden nach seinem Gespräch mit Don Gavin.


Bis bald also sagt der
Peter Wiechmann
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 21.09.2008, 11:16   #21  
Peter_Wiechmann
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Manche Ereignisse schicken
ihre Entwürfe voraus ...



Gestern überraschte mich Andreas Mergenthaler
mit seinen Entwürfen zum TROMMLER und zu
HOMBRE und Erfreuliches gebe ich gern weiter!



Da wäre also erst einmal der Großband THOMAS DER TROMMLER mit 160 Seiten Umfang im A-4-Format:



Im Namen des HErrn zur Hölle:
Der Dreißigjährige Krieg!


***

Zu diesem – einst in YPS selig gestarteten – Schicksals-Comic aus den Wirren einer jahrzehntelangen Zeit des Mordens, der Schlachten, Scharmünzel, der Pest, der Folter und des Hungers setzte ich vor einigen Tagen dsen Schlusspunkt unter das Manuskript.

Jetzt steht ein Umzugskarton voller Bücher, Bildbände und alter Folianten für Andreas Mergenthaler abholbereit.
Außer all den neugetexteten Trommler-Episoden erwartet euch Leser sehenswerte Dokumentationen über das Kämpfen, Leben und Sterben der Landsknechte und Söldner.

Durch Bilder, Stiche, Radierungen zeichnender Zeitzeugen grausam lebendig gehalten. Mit dem kühlen Blick des unbestechlichen Beobachters wurde der Nachwelt Entsetzliches vom Kämpfen, Köpfen, Foltern, Erdulden, Plündern, Huren, Saufen, Verrecken, Totschlagen, Auf-das-Rad-flechten, Zersägen, Hängen ... und das Überleben überliefert.
Ich habe diese erschreckenden Bilddokumente aus zwei Zentner Buchbestand herausgefiltert ... und Andreas Mergenthaler muss sie nun reproduzieren ... damit sie ihren Platz neben der grandiosen Bildgeschichte von Juan Sarompas und Josep Gual einnehmen.

Eins steht für mich fest: Thomas der Trommler wird unter Andreas Mergenthalers Regie und meinem Dazutun mit ganz neuen Augen gesehen werden! Die einst schon populäre Serie gewinnt noch einmal sehr kräftig an Austrahlung!


***

Und jetzt wechsele ich die Fronten. Vom endlosen Glaubenskrieg der abendländischen Christenheit in den Überlebenskampf eines Einzelnen in den Pioniertagen des Wilden Westens.

In zwei Tagen mache ich mich an den Text für den ersten Band von Hombre:




Wolfs Trail

Und dicht auf folgt sofort der zweite Band im Großformat ( 21 mal 29,7 cm - 96 Seiten Umfang) Hier schon einmal das Titel-Bild:




Trails End

Das als Anfang der Berichterstattung über das Wachsen und Werden von drei Neuerscheinungen aus dem CROSS CULT-Verlag

Im nächsten Werkstattbericht liefere ich Neues aus den Inhalten.
Vorher aber kommt noch der zweite Bericht über das Comic-Castle in der Bergeinsamkeit der Pyrenäen.


Bis bald
Peter
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 21.10.2008, 16:28   #22  
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Im Namen des HErrn
zur Hölle!





Die knappe wie entlarvende Bilanz eines jeden Glaubens- oder Religionskrieges: Im Namen des Herrn zur Hölle!

Ich spreche im Folgenden über den 30jährigen Krieg und da trifft die Erkenntnis derer, die andere im Zeichen des Kreuzes zum Teufel schickten – und meist selbst folgten oder verkrüppelt hinterher hinkten - noch einmal mehr zu.
Drei Jahrzehnte Mord und Totschlag unter dem Vorwand einer heiligen Christenpflicht dezimierte die Bevölkerung Deutschlands drastisch.
Auf den Schlachtfeldern starben Freund und Feind aus aller Herren Länder für den Machtanspruch der Dynastien in Europa.

Vom Leben und Sterben der Söldner unter protestantischen und katholischen Fahnen handelt mein Buch, in dessen Mittelpunkt der Trommlerjunge Thomas steht.

Ich schrieb und produzierte diese Serie in den späten 80er Jahren für das Gruner & Jahr-Magazin „YPS“.

....
Cover YPS 136 + Doppelseite 38 + 39 aus YPS 136 (zum lesen Bild anklicken)

Der Stoff lag mir am Herzen und eigentlich seit meiner Jugend sehr nahe. Nach der Flucht aus Schlesien wuchs ich in Eschwege – der Heimat meiner Mutter – auf. Martin Luther schlug nicht weit von hier in Wittenberg seine Thesen an das Kirchenportal und läutete mit diese Hammerschlägen unbeabsichtigt die erste ganz große Kriegskatastrophe der beginnenden Neuzeit ein.
Denn die von Luther geforderte Reformation seiner katholischen Kirche führte zur Spaltung:
Protestanten wie Katholiken fühlten sich alsbald als einzige – von Gott bestallte - Bewahrer des einzigen und wahren Christentums!
Die Folgen sind bekannt ...


Eschwege brannte im Jahre 1637 nieder. Tartarensöldner warfen ihre Pechfackeln und die Fachwerkhäuser wurden ein Raub der Flammen.

Mit diesen Geschichten wuchs ich in einer Umgebung auf, in der fast auf jeder zweiten Bergeshöhe eine Raubritterburg das jeweilige Tal dominierte.

Natürlich forschten wir in den Ruinen nach Schätzen, lagen nachts in den bröckelnden Zwingtürmen um das Lagerfeuer und ließen die Zeiten von Belagerung, Ausfall und Flucht durch die unterirdischen Gänge in lebhafter Fantasie auferstehen.

Wir fanden die Schätze nicht – aber die professionellen Ausgräber stießen alle Nase lang darauf. Beim Abriss alter Gemäuer kamen die Gold- und Silbermünzen zutage, die einst vor den anrückenden Tartarenregimentern in aller Hast verborgen wurden.

Oder Gebeine – von verrostetem Harnisch und Brustwehr auch im Tod noch geschützt – von Söldnern unbekannter Herkunft, die im fremden Land für Handgeld und Sold ihr Leben ließen.

Und per Zufall (?) stand ich auch zwei Mal als Landsknecht in Eschwege auf der Bühne. Einmal mit 16 in der Hauptrolle eines selbstgeschriebenen Stückes in der Schule und mit 18 auf der Bühne des Stadttheaters.
Beide Male durfte ich dort den rauen Haudegen verkörpern, der saufend und raufend seine Haut zu Markte trug ...


Laienspieler Wiechmann als ruppiger Landsknecht (1956)

Als ich rund 20 Jahre später meinen Trommlerjungen Thomas aus der kleinen Stadt Wanfried – nahe Eschwege – in den Großen Krieg schickte, da war der Boden für ein solches Epos schon gut vorbereitet.

Ich wollte den großen Ereignissen des Krieges gerecht werden – ohne die Serie mit Geschichtlichem zu überfrachten. Und doch geriet diese Comic-Saga schon recht anschaulich. Sie spiegelte – auch in ihrer Fiktion – eine wilde ... eine barbarische Epoche.
Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 22.10.2008, 14:52   #23  
Peter_Wiechmann
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Andreas Mergenthaler wollte THOMAS DER TROMMLER – in memoriam YPS – im Programm seines CROSS CULT Verlages haben.
Was mich natürlich sehr freute.

Ich stellte die Episoden entlang einer sich logisch entwickelnden Handlungsgeschichte neu zusammen und schrieb alle Texte neu.
Das war zwingend notwenig. Zum einen, weil die in YPS in großen Abständen erschienenen Episoden immer wieder textlich aufarbeiten mussten, was ‚zuvor geschah’ ... was nun bei der direkten Aufeinanderfolge störte – und zum anderen, weil einfach neue Erkenntnisse über den Teutschen Krieg vorliegen und die sozusagen nebenbei inhaltlicher Bestandteil werden sollten.


Hier ein Bildkomplex von redaktionellen Doppelseiten und Comic-Seiten.


















Außerdem stellte ich den gezeichneten Erzählungen aus den Federn der Meister Josep Gual und Juan Sarompas Altamirando diesmal ergänzend die Berichte von Zeitzeugen zur Seite.
Illustriert vor allem von einem Augenzeugen der das Grauen des Krieges mit dem Zeichenstift direkt vor Ort festhielt: Jaques Callot! Seine Bilder vermitteln eindringlich ohne Worte, was es mit dem Massenaufhängen von Plünderern auf sich hatte – wie gefoltert und hingerichtet wurde - wie man mit Deserteuren verfuhr ... wie Dörfer geplündert und gebrandschatzt wurden.

Ich lasse einen Landsknecht zu Wort kommen, der 25 Jahre lang zu Fuß durch die Wirren der Schlachten und Belagerungen zog. Der die Seiten wechselte, wie andere ihr Hemd und dem diente, der Sold zahlte. Der erschossen wurde und wieder auferstand und der all das in seinem Tagebuch fest hielt.
Das sind die authentischen Überlieferungen eines ‚Gefrorenen’. So nannten sich die Landsknechte, die letztlich lebend aus dem unmenschlichen Schlamassel hervorgingen.
Beschützt von Zauberamuletten, die sie angeblich kugelfest machten und denen sie mehr vertrauten als dem Kreuz ... für das sie kämpften.

(Bei den oben abgebildeten redaktionellen Doppelseiten handelt es sich um meine geklebten Vorlagen für das spätere Layout.
Mit anderen Worten: ich habe schon einmal Text und Bild in eine verbindliche Form gebracht. Als Referenz für die Grafiker, die dann anhand dieser Vorgaben die druckfertige Version erarbeiten.
Die Redaktionsseiten verbinden jeweils größere Strecken von Trommler-Episoden miteinander)


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Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 23.10.2008, 09:45   #24  
Peter_Wiechmann
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Thomas der Trommler: Im Namen des Herrn zur Hölle erscheint in Albumformat. Bestens gedruckt auf schönem Papier. Hardcover!

Meine Texte sind alle abgeliefert. Jetzt wird gelettert, gelayoutet und ... gedruckt. Ich freue mich darauf, das erste Exemplar in den Händen zu halten!



Juan Sarompas



Josep Gual Tutusaus in den Jahren da er Thomas und den Capitan zeichnete und seine Frau Maria Rosa heiratete


Und vielleicht konnte ich YPS-Lesern von einst das Nocheinmal-Erleben schmackhaft ... und neuen Lesern auf die Geschichte des Trommlerjungen neugierig machen.

Und nun der gedankliche Sprung aus der wilden Zeit Deutschlands in den Wilden Westen Amerikas. HOMBRE steht auf der Tagesordnung des Texters. Der erste Band ist geschrieben – der zweite in Arbeit. Ich werde getreulich davon an dieser Stelle berichten.




Bis dahin verabschiedet sich der greise




Peter Wiechmann


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Peter_Wiechmann ist offline  
Alt 29.11.2008, 10:00   #25  
Peter_Wiechmann
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Hallo Freunde und zufällige Besucher des Tagebuchs!


Eigentlich sollten hier jetzt Schlag auf Schlag Bildberichte aus der Werkstatt des greisen Comicers erscheinen ... aber den Dr. h.c. (= honoris comic) Wiechmann hat seit fast drei Wochen die verdammte Technik in den Klauen.

Wir hatten uns schweren Herzens von der klimaversauenden, geldbeutelschröpfenden Ölheizung verabschiedet und die ökologische Entscheidung zur Luft-Wärmepumpe getroffen.


Dieser – bereits heftig bereute - Entschluss bescherte uns per Rohrbruch Wasser in Keller und Wänden - sibirische Kälte in der Hütte – Nachtwachen im Schichtwechsel, um neue Katastrophen schon im Ansatz zu verhindern - und jetzt wurde bereits das zweite Pump-Gerät in Folge ersetzt*.

Verantwortlich ist natürlich niemand ...

Das zur Erklärung für ausbleibendes Lesefutter!

Wenn die froststarren Fingerchen sich wieder krümmen lassen, geht es weiter!

Peter Wiechmann

* = Siehe Bild: da wird gerade ausgetauscht!
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