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Alt 29.08.2018, 19:29   #301  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 55

Erscheinungstermin: 4/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 54
2) Submariner # 5

Story-Titel:
1) Falle und Fangarme!
2) ohne Titel (Achtung… Tigerhai!)

Original-Storytitel:
1) The Tentacles and the Trap!
2) Watch out for… Tiger Shark”

Zeichnungen:
1) John Romita / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Frank Giacoia

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Der zweite Teil eines Vierteilers, aber noch einmal schreibt Stan Lee eine so schöne Einleitung wie beim letzten Mal. Der erste Teil ist ziemlich unbestimmt ausgegangen: Ock gelingt es nicht, den Vernichter (im Original: „Nullifier“) an sich zu bringen, aber die Spinne schafft es auch nicht, Ock zu fassen. Was jetzt passiert, nämlich daß Ock sich unter dem Tarnmantel der Wohlanständigkeit bei Tante May einquartiert, ist zwar ein Motiv, das in dem Film „Ladykillers“ noch brillanter durchgespielt wurde. Hier schöpft die alte Dame zwar keinen Verdacht und bringt den Bösewicht nicht resolut zur Strecke, aber dafür muß Peter Parker erkennen, daß er plötzlich mit einem seiner ärgsten Feinde unter einem Dach lebt (wobei Ock nicht ahnt, daß er es mit der Spinne zu tun hat).

Ock und Tante May begegnen sich wegen der Vermietung eines Zimmers mit ganz altmodischer Höflichkeit. May meint sich zwar zu erinnern, daß der Wissenschaftler mal mit dem Gesetz in Konflikt war, aber Ock schiebt die Schuld sofort auf die Spinne, die Tante May auch nicht leiden kann. In seinem Zimmer angekommen, schmiedet Ock sofort dunkle Pläne. Peter wird derweil in seiner eigenen Bude, während er an seiner Spinne-Ausrüstung werkelt, erneut beinahe von Harry überrascht; der ist verstimmt, daß Peter immer alles vor ihm abschließt. Beim Daily Bugle will man wissen, wo Doc Ock untergetaucht ist – Peter verspricht, ihn aufzustöbern. Noch ein kleiner Flirt mit Gwen und Mary-Jane, dann steht er dem Mann mit den Tentakeln schon unvermutet gegenüber, der gerade formvollendet mit Tante May Tee trinkt. Peter ist geschockt, kann aber seiner Tante natürlich nicht erklären, warum. Ock droht ihm, sie umzubringen, falls Peter ihr verraten sollte, wer er wirklich ist.

Peter gibt klein bei, kehrt aber bei Anbruch der Dunkelheit als Spinne zum Haus von Tante May zurück. Unvorsichtigerweise warnt die Spinne Ock durch ihr Spinnensignal. Er läßt sich nicht aus dem Haus herauslocken, sondern ruft seine Mannschaft zu Hilfe, die noch aus seiner Zeit als Meisterplaner übrig geblieben ist. Die Spinne hat etwas Mühe, mit den Maskierten fertig zu werden. die alarmierten Nachbarn halten sie jedoch für ebenso gefährlich wie die Gangsterbande. Dann dringt sie ins Haus ein und stürzt sich auf Ock. Unvermeidlich kommt jedoch Tante May dazu und wird ohnmächtig. Ock bricht mit seinen Tentakeln durch die Hauswand und hält dabei irgendeinen Kasten im Arm. Die Spinne ist derweil ziemlich verwirrt, demaskiert sich, um Tante May zu signalisieren: Es ist alles in Ordnung. Aber sie wird nicht wieder wach. Sie ruft den Hausarzt Dr. Bromwell zu Hilfe und legt ihr Kostüm ab. Bromwell will wissen, was den Schock bei der alten Dame bewirkt hat. Peter: „Ich… äh, bin nicht ganz… äh, sicher.“ Seltsam: sieht Bromwell denn keine Kampfspuren – zumindest das riesige Loch in der Wand? Über das Loch ärgert sich Peter freilich, denn er muß es nun für viel Geld beseitigen lassen (was er den Bauarbeitern wohl erzählt?). Jedenfalls will er Ock nun ein für allemal unschädlich machen. Die Vorschau verkündet jedoch: „Unheil trifft die Spinne!“

Abgesehen von den Ungereimtheiten am Ende ist das erneut eine gelungene Story. Daß ein Superschurke in die Privatsphäre des Helden eindringt, ist zumindest zu dieser Zeit ein sehr origineller Plot. Es gibt noch einen anderen Film, der dafür Motive geliefert haben kann: „An einem Tag wie jeder andere“, wo sich eine Bande von ausgebrochenen Sträflingen bei einer Durchschnittsfamilie verschanzt. Aber Ock versteckt sich eher hinter einer Maske der Harmlosigkeit, als daß er Tante May bedroht. Klar wird jedoch: Peters Privatleben ist eine Achillesferse, an der ein gewitzter und skrupelloser Feind ihn treffen kann. Und dann vergrößern sich auch seine Probleme, seine Identität geheim zu halten. Hier werden also einige Probleme für Peter Parker angeschnitten, und es ist noch unklar, wie er sie lösen wird.

Nach „Spinne“ # 46 inseriert Kodak hier noch einmal. Die Anzeige will suggerieren, daß man mit einer Instamatic-Kamera mit Stativ in der Schule punkten kann. Es gibt wieder einen Kleinanzeigen-Markt. Darauf geht die Redaktion im Editorial ein, das seit kurzem zur Monats-Checkliste hinzutritt.
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Alt 29.08.2018, 20:10   #302  
Horatio
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Ohne das Heft nochmal gelesen zu haben: Gibt's im Heft eine Erklärung dafür, dass er jetzt zur Untermiete wohnen will/muss? Vor einigen Ausgaben hatte er noch genug Knete für eine Unterwasserbasis auf dem Grund des Hudson (?) River.
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Alt 29.08.2018, 21:19   #303  
Peter L. Opmann
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Das ist keine Geldfrage. O-Ton Doc Ock: "Das ist perfekt. Hier wird man mich niemals finden."

Womit er sich verrechnet hat...
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Alt 31.08.2018, 18:15   #304  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 56

Erscheinungstermin: 4/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 55
2) Submariner # 6

Story-Titel:
1) Doc Ock siegt!
2) Und der besiegte den Tod!

Original-Storytitel:
1) Doc Ock wins!
2) And to the Vanquished… Death!

Zeichnungen:
1) John Romita / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Bei diesem Heft sticht gleich das Cover hervor. Einfach nur das Gesicht des Helden oder Schurken in Großaufnahme, das kann es bei Marvel vorher nicht oft gegeben haben. Obwohl John Romita hier nicht die Gabe hat, Ocks Visage in Nahaufnahme durch zusätzliche Falten oder Grübchen realistischer zu gestalten, und der gefletschte Mund anatomisch ziemlich falsch ist, stellt sich die beabsichtigte Wirkung doch ein. Irgendwie schafft er es, die Proportionen so „richtig“ anzulegen, daß es wirklich wie ein extrem bösartiger Ock aussieht, und in seiner Brille spiegelt sich doppelt die Spinne, die mit den Tentakeln größte Mühe zu haben scheint. Abgesehen davon ist dies aber, nach den beiden „Einleitungen“ eine ziemlich schwache Ausgabe. Nun muß der Konflikt Spinne contra Ock ausgespielt werden, und viel mehr tut sich auch nicht. Am Ende wird die Spinne auf recht einfallslose Weise besiegt.

Nachdem Ock das Haus ihrer Tante (eigentlich von Anna Watson) demoliert hat, versucht die Spinne in blinder Wut, ihn zu fassen zu bekommen. Auf ihrer Suche vermöbelt sie zunächst seine Helferbande, wobei sich Ock dann per Bildschirm zu Wort meldet und sie verhöhnt. Inzwischen soll der letztes Mal gerettete Geheimapparat, der „Vernichter“, vor dem Bösewicht in Sicherheit gebracht werden. Colonel John Jameson plant bei einer Strategiesitzung, das Gerät per Transportzug zu Stark Industries zu schaffen, wo dann wohl der Eiserne darauf aufpassen soll. Ein Spion von Ock hört freilich alles mit.

Peter Parker besucht seine Tante am Krankenbett, wo er auch Mary-Jane und Gwen trifft. Aber das war’s auch schon für diesmal mit Soap – der Rest der Episode dreht sich – leider bloß – um den Vernichter und das Duell Spinne gegen Ock. Der Tentakelmann taucht einfach aus der Kanalisation auf, sperrt die Polizeieskorte in ihren Autos ein und reißt sich den Vernichter unter den Nagel (was er mit dem Teil vorhat, ist bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz klar). Nun hat auch Jonah Jameson seinen obligatorischen Auftritt. Am Tatort gibt er seine Überzeugung zum besten, daß die Spinne hinter dem Raub steckt, auch wenn sowohl sein Sohn als auch Joe Robertson energisch widersprechen. Es erhebt sich die Frage: Wo ist Ock mit seiner Beute hin? Er bringt den Apparat dorthin, wo es niemand vermuten würde, nämlich in Tony Starks Rüstungsfabrik, wo er sowieso deponiert werden sollte. Nur die Spinne hat so viel Einfühlungsvermögen, ihm auf die Spur zu kommen. Es kommt zum erbitterten Kampf. Am Ende setzt Ock die Strahlen des Vernichters gegen die Spinne ein, was – aus welchen Gründen auch immer – dazu führt, daß die Spinne ihr Gedächtnis verliert. Ock schaltet blitzschnell und erklärt ihr, sie sei mit ihm im Bunde. Die Spinne glaubt’s offenbar.

Daß die Spinne die Seiten wechselt und mit Ock gemeinsame Sache macht, ist keine so schlechte Wendung zum Schluß, aber durch wiederholte Umpolungen des Ding bei den Fantastischen Vier eigentlich wohlbekannt. Mal sehen, wie Lee diesen Konflikt hier auflöst. Redaktionell gibt es in diesem Heft ein Porträt von Chefredakteurin Kirsten Isele, das sich für mich als Kind ziemlich spektakulär las. Wenn man ein bißchen zwischen den Zeilen liest, stellt man fest, daß sie mit Comics vor ihrem Engagement bei Williams nicht viel zu tun hatte. So ist auch leicht erklärbar, daß sie heute zu dieser beruflichen Station nichts mehr sagen möchte. Was nicht besagen soll, daß sie keinen guten Job gemacht hat. Aber sich darüber zu verbreiten, ist hier nicht der Platz. Zu meiner Überraschung spendiert Kodak noch einmal eine Werbeseite – hatte ich nicht in Erinnerung, daß diese Firma so häufig in den Williams-Marvels auftauchte.
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Alt 01.09.2018, 17:52   #305  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 57

Erscheinungstermin: 5/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 56
2) Submariner # 6

Story-Titel:
1) Unheil!
2) ohne Titel (Und der besiegte den Tod!)

Original-Storytitel:
1) Disaster!
2) And to the Vanquished… Death!

Zeichnungen:
1) John Romita / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Bei dieser Ausgabe fällt mir mein Urteil nicht ganz leicht. Grundsätzlich denke ich, Stan Lees Einleitungen sind wesentlich besser als die Art, wie er solche Geschichten dann zuendeerzählt. Die Sache mit der Amnesie der Spinne, wobei ihr eingeredet wird, sie stecke mit Dr. Octopus unter einer Decke, finde ich nun nicht so schlecht wie befürchtet. Lee und Romita geben sich einige Mühe, sich in das Fühlen und Denken der Spinne hineinzuversetzen. Es ist auch ganz reizvoll, daß sie am Ende ihr Gedächtnis vorerst nicht wiedererlangt. Das zeichnerische Niveau der Serie war in der letzten Ausgabe etwas abgesunken. Es gab wenig Hintergründe, wenig dramatische Perspektiven, und Inker Mike Esposito begnügte sich des öfteren mit einem ziemlich dicken, groben Pinselstrich. Das sieht jetzt aber wieder etwas besser aus.

Und das geschieht: Die Spinne klaut zusammen mit Ock den Vernichter vom Stark-Werksgelände. Dabei grübelt der Netzkopf die ganze Zeit darüber, wer er ist und warum er mit Dr. Octopus zusammenarbeitet – den er insgeheim gar nicht leiden kann und vor dem sie ein inneres Gefühl (ihr Spinnensinn) warnt. Die Zusammenarbeit muß nun noch praktisch realisiert werden. Damit der Vernichter richtig arbeitet, muß noch ein fehlendes Teil eingebaut werden. Das soll die Spinne aus Fort Tyson holen (ließ sich für mich nicht klären, ob es das wirklich in der Nähe von NY gibt). Was sie auch tut – damit wird sie also tatsächlich zu Ocks Komplizen. Dabei läßt sie aber versehentlich eine Art Visitenkarte zurück, die das Versteck von Ock verrät.

Nachdem sie zu Ock zurückgekehrt ist, behandelt der sie ziemlich überheblich. Er hat schon vergeblich versucht, ihre geheime Identität aufzudecken – das ließ die Spinne instinktiv nicht zu. Nun läßt er sie spüren, daß sie für ihn nur ein Hilfsarbeiter ist. Beide geraten miteinander in Kampf. Aber dann braucht Ock die Spinne doch noch einmal. Die Armee hat ihn aufgespürt und umstellt seinen Stützpunkt. Mit einem Rauchgasangriff gelingt es den Soldaten, Ock den Vernichter abzunehmen und ihn gegen ihn einzusetzen. Seine Tentakel werden wirkungslos, Ock steht unter Arrest. Er versucht nun, die Spinne gegen Colonel Jameson und seine Leute aufzuhetzen. Da er ein positives Bild von der Spinne hat, wartet Jameson ab, was sie tun wird. Sie greift auch tatsächlich seine Truppen nicht an, will sich aber auch nicht festnehmen lassen. Sie verschwindet – damit macht sie sich in gewisser Weise endgültig schuldig. Aber Jameson verhindert, daß seine Leute auf sie schießen. Wie gesagt: Ihr Gedächtnis erlangt sie hier noch nicht wieder. Im vorletzten Panel nimmt Peter Parker seine Maske ab und betrachtet sich in einem spiegelnden Fenster – er weiß nicht, wer er ist.

In Peter Parkers Welt tut sich in dieser Episode wieder nicht viel. Allerdings hat eine Figur ihren ersten Auftritt, die in den nächsten Ausgaben noch recht wichtig werden wird: Captain George Stacy, der hier mit Colonel Jameson zusammenarbeitet, der Vater von Gwen. Stasy ist Polizeichef von New York. Gwen ruft ihn an und bittet ihn, nach Peter zu suchen, der schon länger weder in seiner Wohnung, noch an der Uni, noch bei Tante May aufgetaucht ist. Bei dieser Gelegenheit sehen wir auch eine zutiefst besorgte Tante May.

Noch ein paar Beobachtungen am Rande: Es gibt wieder mal ein älteres Miniposter, gezeichnet von Steve Ditko; es zeigt die Echse. Wir erleben gleich das nächste MMT-Porträt, das von Roy Thomas. Es wird besonders hervorgehoben, wie viel er arbeitet – was für den normalen Williams-Leser gar nicht nachvollziehbar ist, denn der Großteil der Storys kam bisher von Stan Lee. Und es gibt auch wieder Anzeigen, diesmal kleinformatige. Einmal für die legendären Sea-Monkeys, zum anderen vom nicht minder sagenumwobenen Marken-Paul. Man muß es wohl Williams hoch anrechnen, daß diese Kleinanzeigen nicht mitten in den Comics platziert wurden (wie etwa bei Bastei), sondern auf der eher unattraktiven zweiten Seite mit der Checkliste. Marken-Paul wurde dann auch nicht Dauerinserent – der Sea-Monkeys-Vertrieb buchte später lieber ganze Seiten zu vermutlich sehr günstigen Bedingungen. Jedenfalls war Williams mit seinen zu diesem Zeitpunkt zwölf Titeln für die werbetreibende Wirtschaft durchaus attraktiv. Die Werbeeinnahmen reichten aber bekanntlich nicht, diese Titelfülle am Leben zu erhalten.
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Alt 04.09.2018, 15:57   #306  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 58

Erscheinungstermin: 5/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 57
2) Submariner # 6

Story-Titel:
1) Ka-Zar ist da!
2) ohne Titel (Und der besiegte den Tod!)

Original-Storytitel:
1) The Coming of Ka-Zar!
2) And to the Vanquished… Death!

Zeichnungen:
1) John Romita / Don Heck / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Mir ist die Story eines Comics eigentlich wichtiger als die Grafik. Diesmal beginne ich aber mit Anmerkungen zu den Zeichnungen. Hier steigt nämlich Don Heck als weiterer Penciller ein. War offenbar kein Zufall, daß „Spinne“ # 56 wirkte, als hätten sich Romita und Esposito teilweise wenig Mühe gegeben – nicht allein das Inking ließ nach meinen Begriffen zu wünschen übrig, sondern auch die Vorzeichnungen waren teils detailarm und wenig dynamisch. Daß Don Heck nun aushilft, liegt nicht an Urlaub oder Krankheit; Romita war wohl überlastet. Hecks Artwork sehe ich mit gemischten Gefühlen. Er führte bei Marvel oft von Jack Kirby begonnene Serien weiter. Ab der Debütausgabe zeichnete er „Iron Man“, und das sind für mich seine besten Arbeiten. Vielleicht mochte er es nicht, nur als Ausputzer eingesetzt zu werden. Seine Schwächen sind sowohl akademischer Art (im Bereich Anatomie und Licht-Schatten-Verlauf), als auch schludert er immer mal. Seine Darstellung normaler Menschen gefällt mir wesentlich besser als die von Superhelden; insgesamt erinnert sein Stil an die 50er Jahre.

Anscheinend wurde Heck hier so einbezogen, daß Romita nur noch die Spinne zeichnete, vielleicht auch noch den einen oder anderen Charakterkopf von Peter Parker oder Jonah Jameson, und Heck war der Rest überlassen. Inker Mike Esposito hätte dafür sorgen können, daß die Unterschiede im Artwork eingeebnet werden, aber man sieht doch recht deutlich, wo Heck am Werk war. Möglicherweise hat er manches selbst geinkt. Das ist nicht alles schlecht, aber es sind doch etliche schwache Panels dabei. Das Cover dürfte von Romaita sein. Hätte sich die Zusammenarbeit mit Heck auf das vorliegende Heft beschränkt, dann würde ich das vielleicht noch als eigenwillige Ausnahme akzeptieren, aber soweit ich sehe, ist Heck nun bis „Spinne“ # 65 dabei. Dann übernimmt Romita wieder allein, und es kommt der Inker, den ich schon längst erwartet hätte: Jim Mooney.

Die ersten vier Seiten dieser Episode drehen sich um den Gedächtnisverlust der Spinne (sie weiß auch nichts mehr von Peter Parker) und um die Frage, welche Rolle sie beim letzten Auftritt von Dr. Octopus spielte. Darüber diskutieren Stadtspitze und Militärs. Jonah Jameson ist tief enttäuscht, daß die Runde allgemein eher der Ansicht ist, die Spinne sei positiv einzuschätzen. Da landet Ka-Zar in New York, eine Golden-Age-Figur von Marvel, die unverschämt eng an Tarzan angelehnt ist. Als Lord Kevin Plunder, aber mit dem Säbelzahntiger Zabu an der Leine, will er mit seinem Anwalt (mutmaßlich Matt Murdock) über eine Grundstücksfrage reden. Nachdem er die versammelte Presse abgewimmelt hat, kommt als letzter noch Jameson und will Ka-Zar davon überzeugen, der Menschheit einen Dienst zu erweisen, indem er die Spinne besiegt. Ka-Zar spürt eine instinktive Abneigung gegen JJJ, aber da er sich nicht auskennt, läßt er sich schließlich doch überreden.

Die Spinne versucht in der Zwischenzeit verzweifelt herauszufinden, wer sie ist. Sie redet mit Captain Stacy, was Gwen, die zufällig ins Zimmer kommt, einen Schock versetzt, und sie taucht sogar bei Jameson auf, der richtigen Überlegung folgend, sie könnte nachsehen, was über sie in der Zeitung steht. Jameson verstellt sich und versucht, sie dazu zu bringen, ihre Maske abzulegen. In dem Moment platzt allerdings Ka-Zar herein, und die Maske bleibt auf dem Kopf. Jameson hat sich selbst überlistet. Es folgen noch volle sieben Seiten Zweikampf der Spinne mit Ka-Zar und Zabu. Möglicherweise befinden sie sich am Ende im Central Park; jedenfalls springt der Säbelzahntiger die Spinne an, und beide landen in einem Teich. Als Ka-Zar die Spinne herauszieht, ist sie anscheinend ertrunken (aber kann das sein?).

Nachzutragen ist noch eine Begebenheit: Harry versucht, der Geheimniskrämerei seines Zimmergenossen Peter auf die Spur zu kommen, und schnüffelt in seinem Wohnungsteil herum. Dabei findet er einen Spinnenspürer. Zunächst einmal schließt er daraus, daß die Spinne Peter entführt haben könnte. Auch diese Sache wird erst in der folgenden Ausgabe aufgelöst. Insgesamt enthält diese Ausgabe wegen der Amnesie der Spinne ein paar überraschende Wendungen. Der Grundkonflikt mit Ka-Zar ist aber ziemlich unmotiviert. Ka-Zar ist auch in meinen Augen, auch wenn er später zurückkehrt, kein passender Gegner für die Spinne. Wie auch immer: Durch die Grafik war das Heft für mich insgesamt kein Lesevergnügen.

In diesem Heft gibt es ein weiteres Ditko-Miniposter von der Spinne im Kampf gegen den Geier. Es handelt sich hier aber merkwürdigerweise um das Cover von „Spinne“ # 4. Wiederholt wird das Porträt von Roy Thomas. Und dann ist noch eine Leserbriefseite enthalten, auf der zwar wieder mal einiges an Kritik vorgebracht wird, aber im Gegensatz zu den vorherigen diesmal in völlig sachlichem Ton.

Geändert von Peter L. Opmann (04.09.2018 um 16:04 Uhr)
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Alt 07.09.2018, 19:41   #307  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 59

Erscheinungstermin: 5/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 58
2) Submariner # 7

Story-Titel:
1) Die Spinne zu töten!
2) Wählt den Mann namens Schicksal zum Präsidenten!

Original-Storytitel:
1) To kill a Spider-Man!
2) For President… the Man called Destiny!

Zeichnungen:
1) John Romita / Don Heck / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Mir kam in den Sinn: Seit bei der Serie der Cliffhanger eingeführt wurde, geben sich die Gegner der Spinne wirklich die Klinke in die Hand. Fast nie liest man mal: „Einige Monate vergingen, und dann…“ Auch als Peter Parker sein Spinnenkostüm in den Mülleimer warf, hatte er höchstens mal einen Tag Ruhe. Wenn wir die letzten Ausgaben betrachten: In dem Moment, als Doc Ock geschlagen war, landete Ka-Zar in New York und wurde sofort von JJJ gegen die Spinne aufgehetzt. Und jetzt ruft Professor Smythe genau in dem Moment bei Jameson an, als sich Ka-Zar und die Spinne schiedlich-friedlich voneinander trennen. Wenige Stunden später ist schon der „Spinnentöter“ hinter unserem Helden her. Die Zeit ist im Gegensatz zur Erscheinungsweise der Comics ungeheuer verdichtet. Damit wird verständlich, daß es nach Realzeit viele Jahre, ja, Jahrzehnte dauert, bis Peter Parker die Uni verläßt oder endlich Mary-Jane heiratet, und dennoch ist er dann gemäß der Serienzeit immer noch jung. Andererseits kann eigentlich kein Mensch, auch nicht einer mit Superkräften, diese Dauerbelastung aushalten. Als Leser verdrängt man diesen Aspekt aber wohl – man will ja nicht lesen, daß einmal nichts Aufregendes passiert. Nur als heftlange Abenteuer vorherrschten, war offen, wie viel Zeit zwischen den Episoden vergeht.

Es ist wohl keine Überraschung, daß die scheinbar ertrunkene Spinne keineswegs tot ist. Immerhin wird hervorgehoben, daß Ka-Zar seine ganze Kunst in Erster Hilfe aufwenden muß, um sie wiederzubeleben. Angenehmer Nebeneffekt ihrer Zeit unter Wasser: Auf irgendeine Weise hat sie durch diesen Schock ihr Gedächtnis wiedererlangt. Mehr Volten zu ihrer Amnesie sind Stan Lee offenbar momentan nicht eingefallen. Ka-Zar bekommt noch einen großen Abgang spendiert: Die Polizei rückt wegen des Säbelzahntigers an, aber er setzt sie außer Gefecht und geht dann ruhig weg. Jonah hat inzwischen auf den Anruf Smythes zwar ablehnend reagiert, steht jedoch kurz darauf vor seiner Tür, um sich den neuen Roboter vorführen zu lassen, der natürlich stark verbessert und mit viel mehr Durchschlagskraft versehen ist als beim letzten Mal. Wiederum darf er ihn selbst bedienen; die Männer treffen sich dafür in Jonahs Büro im Daily Bugle. Die Spinne erhält keine Gelegenheit, sich in ihrem eben wiedergefundenen Leben zu orientieren. Während sie in Peter Parkers Bude vergeblich versucht, Tante May anzurufen (die gerade im Krankenhaus liegt), klettert der Roboter, wiederum mit Jonahs Gesicht auf dem Kopf-Bildschirm, bereits die Außenwand hoch. Wie beim letzten Mal gelingt es der Spinne nicht, ihn abzuschütteln. Aber da Smythes Rachepläne noch in diesem Heft durchkreuzt werden sollen, kommt ihr bald die Idee, wie sie ihn trotzdem stoppen kann.

In einer Telefonzelle sucht sie die Adresse von Smythes Labor heraus. Er meint, sie sitze dort in der Falle und sie habe wohl verkannt, daß er dort gar nicht ist, sondern in Jonahs Büro. Die Spinne hat aber wirklich messerscharf kombiniert: nämlich daß es in Smythes Büro viele Spinnen gibt (die der Wissenschaftler dazu benutzt hat, seinen Roboter auf sie anzusetzen), und zudem, daß, wenn sie diese Spinnen alle dicht zusammenstellt, der Roboter durchschmoren wird. Das ist jedenfalls genau das, was passiert. Eine in meinen Augen ziemlich unglaubwürdige Auflösung. Immerhin läßt Lee die Spinne nicht erneut den Abschaltknopf des Roboters finden – das hätte mich noch mehr enttäuscht.

Immerhin tun sich nebenbei ein paar ganz interessante Dinge: John Jameson (Jonahs mißratener Sohn, der anscheinend überhaupt nichts gegen die Spinne einzuwenden hat) unterhält sich mit Captain Stacy über sie, Jameson erzählt, er werde jetzt nach Übersee versetzt, er wird also offenbar gerade aus der Serie geschrieben. Von seinem Vater kann er sich nicht verabschieden, weil der gerade ein wichtiges Treffen mit Professor Smythe hat. Gwen Stacy und Harry rätseln weiter, warum Peter Parker verschwunden ist. Am Ende fällt Lee noch eine ganz nette Szene ein: Peter legt sein Spinnenkostüm ab und will zu Tante May eilen, da begegnet ihm auf der Straße Ka-Zar mit seinem Kätzchen Zabu. Ka-Zar meint, mit seinen Urwaldinstinkten in dem Jungen die Spinne zu spüren, wird dann aber doch unsicher. Wäre die Spinne von Ka-Zar enttarnt worden, hätte das aber wohl keine gravierenden Folgen gehabt, denn der verschwindet bald wieder in seinem Dschungel.

Die Story scheint mir etwas halbgar. Der Roboter mußte wieder her, aber wie seine Begegnung mit der Spinne ausgeht, dafür hat das Team keine treffende Pointe gefunden. Die ganze Story wirkt etwas bemüht. Bei den Zeichnungen ist mein Eindruck ähnlich. Don Heck tut sein Möglichstes, das grafische Niveau nicht allzu sehr absinken zu lassen, aber so überzeugend wie die Romita-Ausgaben davor ist das nicht. Wir sind gerade in einer weniger begeisternden Phase der Serie.

Dies ist die dritte Ausgabe dieses Monats; der redaktionelle Teil bietet also nichts Neues mehr. Mir fiel nur auf, daß die Monats-Checkliste mit den beiden Anzeigen (Sea-Monkeys und Marken-Paul) nun wieder auftaucht. Wohl weil diese Anzeigen nicht gebucht waren, war sie in der vorherigen Ausgabe ausgefallen. Die Checkliste so umzumontieren, daß sie ohne die Inserate erscheinen konnte, kam für Williams anscheinend nicht in Frage.

Geändert von Peter L. Opmann (08.09.2018 um 09:20 Uhr)
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2018, 08:04   #308  
Marvelianer
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Dies ist die dritte Ausgabe dieses Monats; der redaktionelle Teil bietet also nichts Neues mehr.

Seit der Nummer 57 vom Mai 1976 wurde die Erscheinungsweise der Spinne auf alle 14 Tage umgestellt , also jetzt 26 Ausgaben pro Jahr statt nur 24 Ausgaben in der Vorjahren.
Marvelianer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2018, 09:12   #309  
Peter L. Opmann
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Ist eigentlich bekannt, was der genaue Erscheinungstag war?

Jedenfalls sind die Titel offenbar versetzt erschienen. Aber bei der "Spinne" war es so, daß es ihren Erscheinungstag in diesem Monat fünfmal gab, und damit kamen drei Ausgaben. Die "Rächer" erschienen nur zweimal.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2018, 19:24   #310  
Marvelianer
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Also laut Williams Anzeigenpreisliste war der EVT immer ein Montag bei Feiertagen der folgende Tag, wirklich wurde bei uns im PhasengebietEins aber immer erst am Dienstag ausgeliefert also um einen Tag verzögert. - Dazu gab es folgende Ausnahme ( sollte laut Verlag nicht so sein ) am Donnertag / Freitag der Vorwoche lagen die Hefte z.B. an den Bahnhofskiosken in Lübeck aus , die anderen Kioske in Lübeck wurde aber erst Dienstags darauf mit den Heften beliefert.
Das brachte mich als Marvelsüchtigen dazu wegen der monatlichen Heftvorschau
immer am letzten Donnerstag eines Monats mit dem Rad von Mölln nach Lübeck zustrampeln ( 1 Strecke 32 km ) da habe ich mir echt den Ar... für aufgerissen.

Die Spinne & die Fantastischen Vier erschienen jeweils 3 x im:

Mai 1976 Nr. 57 / 58 / 59
Nov 1976 Nr. 70 / 71 / 72

Mai 1977 Nr. 83 / 84 / 85
Okt 1977 Nr. 94 / 95 / 96

Juni 1978 Nr. 111 / 112 / 113
Okt 1978 Nr. 120 / 121 / 122

ab hier nur noch die Spinne

April 1979 Nr. 133 / 134 / 135
Marvelianer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2018, 19:36   #311  
Peter L. Opmann
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Okay, das dürften dann tatsächlich alle Fälle gewesen sein.
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Alt 09.09.2018, 22:04   #312  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 60

Erscheinungstermin: 6/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 59
2) Submariner # 7

Story-Titel:
1) Das Zeichen des Hirnwäschers!
2) ohne Titel (Wählt den Mann namens Schicksal zum Präsidenten!)

Original-Storytitel:
1) The Brand of the Brainwasher!
2) For President… the Man called Destiny!

Zeichnungen:
1) John Romita / Don Heck / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Das ist ein ungewöhnliches Cover. Vorne geht die Show weiter, während hinter dem Vorhang die Spinne eine Gefahr für Mary-Jane eindämmen muß. Es bringt die Verschränkung ihrer beiden Identitäten auf eine Weise zum Ausdruck, wie das bei DC-Helden nicht so leicht vorstellbar wäre. Ich habe begonnen, nach der Signatur von John Romita zu suchen, aber hier verzichtet er noch darauf. Innen läßt er sich wie gehabt von Don Heck helfen; ich habe aber das Gefühl, hier hat Romita doch einen größeren Teil selbst gezeichnet. Die Story dieses Hefts, bei der sich der Schurke erst im letzten Panel zu erkennen gibt und vorher alles ziemlich rätselhaft bleibt, ist wieder deutlich besser als die vorherigen Ausgaben; Stan Lee schreibt wieder eine spannende und verwickelte Einleitung.

Zunächst habe ich mich allerdings noch einmal an eine der letzten Ausgaben erinnert: Die von Doc Ock durchlöcherte Hauswand fiel mir wieder ein, die Sorgen, die Peter Parker sich machte, wie er das den Handwerkern erklären sollte. Aber das scheint kein Thema mehr zu sein. Möglicherweise hat er den Schaden einfach so gelassen, oder irgendwelche Leute haben das mit höchster Diskretion für ihn in Ordnung gebracht. Man weiß es nicht. Jetzt ist Peter, verkleidet als die Spinne, auf dem Weg, seine Tante im Krankenhaus zu besuchen, läuft dabei aber einer Polizeieinheit über den Weg, die vergeblich versucht, ihn zu schnappen. Als Tante May ihn zu Gesicht bekommt, geht es ihr unmittelbar besser – wie schön! Peter, der immerhin einige Tage lang vermißt war, meldet sich nun bei der Polizei zurück. Die unterzieht ihn einem sehr unangenehmen Verhör. Peter tischt ihnen die Geschichte auf, er sei von der Spinne entführt worden (wie schon Harry vermutete). Er will aber den Superheld keinesfalls als Gefahr darstellen, also erklärt er alles zu einem Mißverständnis.

Captain Stacy, der trotz Pensionierung noch auffällig aktiv ist, führt Peter seine Sammlung von Filmaufnahmen der Spinne vor. Es wird sofort klar, daß er hart daran arbeitet, die Spinne zu enttarnen. Gwen entspannt jedoch die Situation, die hereinkommt und Peter stürmisch um den Hals fällt. Sie zeigt zum ersten Mal ihre Liebe zu ihm ganz augenfällig. Bei der Polizei hat Peter mitbekommen, daß es Ärger wegen einiger Gangster gibt, die leichtfertig gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen wurden. Kurz darauf sehen wir einen verrückten Wissenschaftler, der wohl dahintersteckt. Als nächstes soll er Mary-Jane manipulieren, die gerade ein Engagement als Go-Go-Tänzerin in einem zweifelhaften Lokal namens „Schwarzer Kater“ ergattert hat (das wird aber hier so gezeigt, wie es ursprünglich gemeint war, ein Vortanzen, das nur die Stimmung beim Publikum heben soll, kein Striptease oder Tabledance). Der Plan der Bande ist, daß Mary-Jane bestimmte Gäste fotografieren und so willenlos machen soll (also im Prinzip die Masche des Zirkusdirektors). Die Fotografierten sind hochgestellte Persönlichkeiten der Stadt.

Am Abend ihres ersten Auftritts sind auch Peter und Gwen in dem Etablissement. Fotografiert wird auch ihr Vater, Captain Stacy, der aber einen starken Willen hat und von Gangstern „nachbehandelt“ werden muß. Obwohl das hinter den Kulissen geschieht, ruft das die Spinne auf den Plan. Auf vier actionreichen Seiten kämpft sie gegen die Finstermänner und befreit schließlich auch Mary-Jane aus ihrer Gewalt. Sie dringt nun zu dem verrückten Wissenschaftler vor, der gerade Captain Stacy einer Gehirnwäsche unterziehen will. Sie will dem Treiben ein Ende bereiten, aber da greift der Kingpin nach ihr.

Alles in allem eine ziemlich gelungene (Teil-)Geschichte, an der man nur bemängeln könnte, daß sich alles wieder in einem sehr engen Kreis von Personen abspielt. Kingpin – Mary-Jane – Captain Stacy – Gwen – Peter Parker. New York ist wieder mal ein Dorf. Jonah Jameson hat hier ausnahmsweise einmal keinen Auftritt; er muß wohl noch die Blamage mit dem Roboter verarbeiten.

Damals habe ich erstmals das erweiterte Williams-Programm richtig mitbekommen, Ich habe mir in diesem Monat „Frankenstein“ # 30 gekauft, eine eigenwillige Erfahrung für einen Elfjährigen. Unter der Checkliste sind wieder die beiden Anzeigen platziert. Dann gibt es in diesem Heft einen Kleinanzeigen-Markt (ich kenne glaube ich keinen der Inserenten) und – endlich – ein MMT-Porträt von Jack Kirby. Anlaß scheint Kirbys Rückkehr zu Marvel zu sein, wobei dem unbedarften Leser nicht klar wird, wo der „King“ eigentlich abgeblieben war. Der Schwerpunkt des Berichts liegt auf Nebensächlichkeiten wie, daß Kirby mit dem Bleistift zeichnet und auch an dem Design der Spinne beteiligt war. Mir eher unbekannt war, daß Kirby in seiner Anfangszeit an „Captain Marvel“ von Fawcett beteiligt war (wenn’s denn stimmt). Es war wieder so ein geheimnisvoll raunender Text, der einen Jungen wie mich schwer beeindruckte.

Geändert von Peter L. Opmann (09.09.2018 um 22:12 Uhr)
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Alt 09.09.2018, 23:03   #313  
Rusty
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Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
Mir eher unbekannt war, daß Kirby in seiner Anfangszeit an „Captain Marvel“ von Fawcett beteiligt war (wenn’s denn stimmt).
Ein Blick ins Kirby-Museum genügt >
https://kirbymuseum.org/blogs/simona.../archives/4162
Es stimmt!
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Alt 09.09.2018, 23:08   #314  
Peter L. Opmann
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Danke.

Wieder was gelernt.
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Alt 11.09.2018, 17:34   #315  
jakubkurtzberg
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Da gibt es doch die Story, wie Kirby in der Anfangszeit in den Timely-Räumen gezeichnet hat. Als Martin Goodman mal vorbeilief und ihm über die Schulter schaute, hat er Captain Marvel schnell ein Schild hinzugezeichnet und das Cape wegradiert...
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Alt 11.09.2018, 18:50   #316  
Peter L. Opmann
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Nette Anekdote.

Und weiter geht's:

Spinne (Williams) 61

Erscheinungstermin: 6/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 60
2) Submariner # 7

Story-Titel:
1) Oh, bitterer Sieg!
2) ohne Titel (Wählt den Mann namens Schicksal zum Präsidenten!)

Original-Storytitel:
1) O, bitter Victory!
2) For President… the Man called Destiny!

Zeichnungen:
1) John Romita / Don Heck / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Eigentlich wäre zu erwarten, daß nach der überlegten Einleitung im vorigen Heft nun, wie schon gewohnt, eine ziemlich geistlose Klopperei von Spinne und Kingpin folgt. Das legt auch das Covermotiv nahe. Aber Stan Lee will inzwischen offenbar höheren Ansprüchen genügen. Die Klopperei kommt zwar tatsächlich, aber sie wird durch ein paar überraschende Wendungen garniert. Das Artwork von John Romita und Don Heck wirkt zudem recht ausbalanciert und ansprechend auf mich.

Kingpin stürzt sich voll Wut auf die Spinne, die seinen Gehirnwäsche-Machenschaften auf die Spur gekommen ist. Er packt sie und schleudert sie auf seine Apparaturen. Die Energieentladung fängt sie ab, indem sie sich zusammenrollt. Dennoch wird sie davon ziemlich mitgenommen und tritt im dichten Rauch den Rückzug an. Kingpin befiehlt, die Gehirnwäsche an Captain Stacy fortzusetzen. Mary-Jane ist beunruhigt vom Auftauchen der Spinne, aber da kehrt Captain Stacy zurück und sagt: „Alles in Ordnung.“ Die Spinne muß feststellen, daß sie nicht mehr klar sehen kann, und schleppt sich nach Hause. Die Sache erinnert an die 24-Stunden-Grippe, unter der sie litt, als sie gegen den Geier kämpfte („Spinne“ # 49). Peter Parker legt sich ins Bett, wird von einem bösen Traum gequält, hat seine Schwäche aber am nächsten Morgen beinahe überwunden.

Peter besucht die Stacys, um mit Gwens Vater über die Vorgänge im Go-Go-Club zu sprechen. Der kommt ihm verändert vor – kalt. Stacy spielt das Geschehen hinter den Kulissen weiter herunter. Peter bricht das Gespräch ab und kündigt an, zur Polizei zu gehen. Stacy will das unter keinen Umständen und versucht, Peter mit seinem Stock niederzuschlagen. Mit den Reflexen der Spinne wehrt der das ab und bringt Stacy zu Fall. In diesem Augenblick kommt Gwen ins Zimmer und sieht nur, daß Peter offenbar gegen ihren Vater handgreiflich geworden ist. Peter versucht, das zu erklären, aber sie wirft ihn raus. Sie will ihm das niemals verzeihen. Als Stacy wieder allein ist, ruft er den Kingpin an und erzählt ihm, daß Peter Parker einen Verdacht hegt. Kingpin schickt sofort seine Leute los, um Peter in die Mangel zu nehmen. Sie protestieren kurz – Gewalt gegen Jugendliche ist zu dieser Zeit noch außerhalb der allgemeinen Moralvorstellungen. Aber Kingpin duldet keinen Widerspruch. Kurz darauf verschaffen sich die Gangster Zugang zu Harrys Bude, zerlegen die Einrichtung und bedrohen ihn. Peter besucht zu dieser Zeit seine Tante May. Als er zurückkehrt und die Bescherung sieht, verwandelt er sich in die Spinne, um den Kingpin auszuschalten. Zunächst stößt er jedoch auf Captain Stacy, der (gehirngewaschen) Mitgliedern der Kingpin-Bande Zugang zu wichtigen Dokumenten im Polizeipräsidium verschafft. Die Spinne greift ein, aber Stacy macht diesmal besseren Gebrauch von seinem Stock. Er zieht ihn der Spinne über den Kopf; er und die Gangster können fliehen. Aber nach alter Gewohnheit hat die Spinne ihren Auftritt mit ihrer Automatikkamera aufgenommen und hat nun einen Beweis, daß Stacy zum Verbrecher geworden ist. Deprimiert bringt Peter die Fotos zum Daily Bugle. Und Gwen entnimmt der Morgenzeitung: „Ex-Polizei-Offizier raubt Verbrecherakten!“

Captain George Stacy (mitunter auch Georg genannt) wechselt vom Lager der Guten in das der Bösen und belastet damit auch die eben begonnene Liebesbeziehung von Peter und Gwen – das ist eine ähnlich gute Idee wie der Einzug von Doc Ock bei Tante May. Wiederum dringt ein Superschurke, nämlich Kingpin, in das Privatleben von Peter Parker ein (einschließlich dem seines Kumpels Harry). Peters Benommenheit nach der Explosion in Kingpins Gehirnwasch-Zentrale ist nichts ganz Neues, aber sie unterstreicht, daß seine Kräfte ihre Grenzen haben, was die Marvel-Welt auf jeden Fall von der DC-Welt abhebt. Eine gute Episode, finde ich, und vielleicht der erste gute zweite Teil eines Mehrteilers. Und die Kingpin-Geschichte geht noch weiter. Redaktionell tut sich in diesem Heft nichts Besonderes.

P.S.: Das Heft ist ja ganz schön teuer, sehe ich gerade. Ist das das mit dem Riß im Cover? Ich habe da jedenfalls einen im Bereich des gezackten Inserts...

Geändert von Peter L. Opmann (11.09.2018 um 19:13 Uhr)
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Alt 11.09.2018, 19:02   #317  
Marvelianer
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Genau das ist die Nummer mit der verfluchten Stanzmarke.
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Alt 13.09.2018, 16:24   #318  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 62

Erscheinungstermin: 7/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 61
2) Submariner # 8

Story-Titel:
1) Oh, welch wirres Netz wir weben!
2) Im Kampfgetümmel!

Original-Storytitel:
1) What a tangled Web we weave…!
2) In the Rage of Battle!

Zeichnungen:
1) John Romita / Don Heck / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Mal sehen, wie die Kingpin-Story in dieser Ausgabe aufgelöst wird. Vorweg genommen: Nicht so enttäuschend wie bisher bei Mehrteilern gewohnt. Ich bin aber auch nicht gleich in Euphorie verfallen. Grafisch ist diese Geschichte aber in meinen Augen etwas schlechter als die vorhergehenden (gilt auch für das Cover). Man sieht hier und da, daß Don Heck nun mal kein zweiter Romita ist, und teilweise strengt er sich auch nicht besonders an.

Die Splashpage verweist auf alte Ditko-Zeiten zurück. Wir sehen einen sehr nachdenklichen Peter Parker und seine Co-Figuren Gwen, Mary-Jane, Captain Stacy, Harry und Tante May, die sich alle in einem großen Spinnennetz verheddert haben. Peter will dahinterkommen, warum Captain Stacy bei den letzten Begegnungen so verändert war, aber er fürchtet, sich dabei selbst als Spinne zu enttarnen. Stacy kommt inzwischen auch seiner Tochter Gwen verändert vor. Er hat offenbar den Befehl von Kingpin zu verschwinden – sie will aber nicht von seiner Seite weichen. Da Peter Gwen telefonisch nicht erreichen kann, sieht er als Spinne nach dem Rechten. Obwohl der Polizeichef ja unter Kingpins Kontrolle ist, trifft die Spinne in seiner Wohnung drei seiner Leute an, die ihn offenbar abholen sollen. Die Spinne mischt sie auf, kann sie aber nicht zum Reden bringen, da sie offenbar gehirngewaschen sind.

Mary-Jane will in der Go-Go-Bar, in der Kingpins Gehirnwasch-Apparat stand, ihre Gage abholen, aber die Kneipe ist dichtgemacht. Der verrückte Wissenschaftler, der für Kingpin das Gerät bediente, ist an seinen Arbeitsplatz bei Norman Osborn zurückgekehrt. Osborn sucht ihn auf, weil ihn sein eigenmächtiges Agieren stört, beläßt es aber bei einer Rüge. Im Hintergrund hält sich Kingpin selbst auf, der Osborn laufen läßt, da er noch keinen Verdacht geschöpft hat. Allerdings geht dem immer mal der Grüne Kobold durch den Kopf. Osborn rätselt, was ihn mit dieser Gestalt verbindet. Im Moment hat er die Erinnerung daran verloren. Kingpin sendet erneut zwei Gangster aus, um Captain Stacy zu ihm zu bringen. Peter Parker bereitet sich derweil auf seine nächste Begegnung mit dem Unterweltboß vor. Weil er einst durch Betäubungsgas aus Kingpins Krawattennadel geschwächt wurde, legt er nun Atemschutz an. Nach einem kurzen Abstecher bei Jonah Jameson (der nichts über Stacys Verbleib weiß) sucht die Spinne in der Go-Go-Bar nach Spuren. In diesem Augenblick entführen Kingpins Leute Gwen und ihren Vater. Die Spinne entdeckt in der Bar ein Etikett von Osborns Chemiefabrik und weiß nun Bescheid. In dem Werk stößt sie auf Kingpin und seine Gefangenen. Tatsächlich versprüht Kingpin wieder sein Gas, kann aber der Spinne damit nichts anhaben. Er läßt jedoch einen Metallbottich auf Captain Stacy und Gwen stürzen. Die Spinne kann sie im letzten Moment retten. Kingpin verschafft das den entscheidenden Vorsprung, um mit einem Hubschrauber zu fliehen.

Gwen erzählt der Polizei vom heldenhaften Einsatz der Spinne. Die hört das aus einem Versteck mit; es bleibt aber wohl dabei, daß sie von Peter Parker wegen seines „Angriffs“ auf ihren Vater nichts mehr wissen will. Wieder mal also ein eher sorgenvoller Schluß. Insgesamt ist das eine recht schwungvolle Story, bei der für mich aber mehrere Fragen offen bleiben: Was hatte der Kingpin mit der Gehirnwäsche von Stadt-Honoratioren genau vor? Captain Stacy hat er benutzt, um Dokumente aus dem Polizei-Präsidium zu stehlen, aber was dahintersteckt, bleibt ebenfalls offen. Außerdem: Warum läßt Kingpin Leute entführen und unter Druck setzen, wenn sie ohnehin gehirngewaschen sind? Wie konnte er sicher sein, daß er beim Auftritt von Mary-Jane in der Go-Go-Bar genau die Richtigen mit seiner Gehirnwäsche erwischen würde? Sicher, für diese Story ist nur wichtig, daß er Captain Stacy erwischte, der wegen des Auftritts einer guten Freundin seiner Tochter da war. Aber wir haben hier auch wieder das Dorf New York: Vermutlich gibt es in der Stadt nur diese eine Bar, in der sich notgedrungen alle wichtigen Leute der Stadt versammeln, und zwar alle am selben Abend. Überraschend fand ich, daß Stan Lee den Grünen Kobold ins Spiel bringt, denn der tritt, soweit ich das sehe, auf absehbare Zeit nicht wieder in Erscheinung. Sollte der Kobold schon früher erneut auftreten, oder wird hier Spannung erzeugt, indem er über viele Ausgaben hinweg wieder und wieder angekündigt wird? Das werde ich ja noch sehen.

Unter der Monats-Checkliste sind wieder die beiden bekannten Anzeigen von Sea-Monkeys und Marken-Paul untergebracht. Es gibt noch ein MMT-Porträt von Neal Adams (von dem zu diesem Zeitpunkt nur in den HIT-Comics und bei Ehapa etwas zu sehen war) und eine Leserbriefseite. Die Redaktion appelliert noch einmal, sachlich zu schreiben (in der Vor-Internet-Ära gab es zumindest die Möglichkeit, Ergüsse von Wüterichen nicht zu veröffentlichen). Die darunter wiedergegebenen Briefe erfüllen diese Anforderung allesamt. Die Schreiber haben verschiedene Kritikpunkte und Anregungen, aber man kann wohl sagen, daß die Zufriedenheit mit den Williams-Marvels allgemein zunimmt.

Geändert von Peter L. Opmann (13.09.2018 um 16:30 Uhr)
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 10:17   #319  
Lizard_King
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Der grüne Kobold sollte tatsächlich zurückkehren, allerdings in der Spin Off Serie ,,The Spectacular Spider-Man #2 Magazine, welches im November 1968 erschien und nicht bei Williams erschien.

Das von dir rezensierte Hefte erschien im Juni 1968 und sollte die Rückkehr langsam einleiten.

Später wurde diese Story nochmals veröffentlicht, allerdings auf 18 Seiten getrimmt, und erschien 1973 in Amazing Spider-Man Annual von 1973, das ebenfalls nicht bei Williams erschien.
Lizard_King ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 13:09   #320  
Peter L. Opmann
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Danke für die Info.

Vermutlich könnte ich es irgendwo nachsehen, aber: Ist "Spectacular Spider-Man" mal auf deutsch erschienen (das war ja nicht die spätere Heftserie, die sehr wohl bei Condor verwendet wurde)?
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 13:22   #321  
Lizard_King
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Ja, das Heft ist im Panini Jahrgangsschuber aus dem Jahr 1968 zu finden.
Lizard_King ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 16:00   #322  
Peter L. Opmann
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Danke. Ich habe die Schuber nur bis 1966.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 16:16   #323  
FrankDrake
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Immerhin mit Hit Comics 1, wenn auch nur als Nachdruck.

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!
FrankDrake ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 17:01   #324  
Lizard_King
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Das habe ich original...mit Signatur von Stan Lee
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Alt 14.09.2018, 17:25   #325  
thetifcat
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Nicht verwechseln. Es handelt sich wie, Lizard schon sagte, um die The Spectacular Spider-Man Magazine. Davon gab es nur zwei (Beide im Schuber 7 enthalten). Nämlich 1968. Es dauerte bis 1976 dann erschien die Serie The Spectacular Spider-Man. Diese lief bis Ende der 90er und wurde eingestellt (Bei uns Hauptsächlich in den Condor TBs). 2003 versuchte man es erneut 2 Jahre lang (Bei Panini erschien). Seit diesem Jahr gibt es, neben ASM, wieder The Spectacular Spider-Man. Alle Nummern wurden zusammengezählt. Die 300 ist gerade bei uns im neuen Spinne Heft von Panini enthalten.
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