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Alt 15.10.2019, 08:08   #226  
Peter L. Opmann
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Kommentar:

Zitat:
Ulkig, an diese Thor-Story kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Allerdings kannte man den "High Evolutionary" (ist der Name hier wirklich übersetzt worden?) ja schon aus Hulk, und in den Originalmarvels tauchte er auch in den FF auf und legte sich sogar mit Galaktus an. Eventuell habe ich auch ein paar Spinne-Ausgaben übersprungen, die ich dann erst später in anderer Form mitbekommen habe. Das war so ein bisschen die Zeit des Marvel-Überflusses bei mir, durch US-Titel und britische Comiczeitschriften.
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Alt 15.10.2019, 19:53   #227  
oliver
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Zitat:
Zitat von thetifcat Beitrag anzeigen
Marvel war halt das Gegenteil von DC. ;-)
Kurzer Nachtrag!

Zu diesem Zeitpunkt WAR Marvel quasi ein Teil von DC Comics...

Oder glaubst Du, dass das recht aufällig "W" von Williams nur zufällig wie das der "Warner Bros./Time Warner" aussah?
oliver ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2019, 22:04   #228  
Peter L. Opmann
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Da muß man zwei Dinge unterscheiden. Marvel-Comics wurden in Deutschland damals von einer DC-Tochter vertrieben - stimmt.

Aber in USA hatten die beiden Verlage einen ziemlich unterschiedlichen Stil. Und gerade in den 60er Jahren hatte DC Mühe (obwohl Marktführer), mit den Neuerungen bei Marvel Schritt zu halten.

Die Kommentare, die ich hier immer wieder mal anonym einstreue, kommen übrigens von einem Typen, der eher DC-Fan ist.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2019, 23:10   #229  
oliver
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Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
Da muß man zwei Dinge unterscheiden. Marvel-Comics wurden in Deutschland damals von einer DC-Tochter vertrieben - stimmt.

Aber in USA hatten die beiden Verlage einen ziemlich unterschiedlichen Stil. Und gerade in den 60er Jahren hatte DC Mühe (obwohl Marktführer), mit den Neuerungen bei Marvel Schritt zu halten.

Die Kommentare, die ich hier immer wieder mal anonym einstreue, kommen übrigens von einem Typen, der eher DC-Fan ist.
Henne und Ei…

„DC-Töchter“ hatte auch nur die „MARVEL RECHTE“, weil zeitweise WARNER beide Label (also DC & MARVEL) gedruckt hat…
Der Legende nach fehlten Stan Lee die Mittel und DC/WARNER druckte die MARVEL Comics mit der einzeigen Auflage, dass die Anzahl der Titel eingeschränkt werden müsse - Und „Stan The Man“ drehte wiederum ALLEN eine lange Nase, indem in Magazine wie Tales, Journey etc. DIVERES Superhelden-Serien stopfte…
oliver ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2019, 05:56   #230  
Marvel Boy
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Da schmeist du was durcheinander.
Die Beschränkung der Titel kam durch den Presse Vertrieb zustande der war damals nach Kontingenten pro Verlag aufgebaut.
Wollte Lee also mehr Superhelden mußte er anderswo Platz schaffen. Ausserdem war das Risiko geringer schon bekannte Titel Inhaltlich zu verändern als komplett neue auf den Markt zu bringen.
Mit der deutschen Konstelation bei BSV / Warner / Williams hat das auch nichts zu tun. Das waren wirtschaftliche Bewegungen die mit Marvel USA nichts zu tun hatten, ausserdem zeitlich deutlich später als die von dir beschriebenen Vorgänge.
Aber so ist das halt mit Legenden des Internets.
Marvel Boy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2019, 07:53   #231  
Peter L. Opmann
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Auf jeden Fall hatte Tifcats Bemerkung, wie ich das sehe, nichts mit dem Vertrieb oder den wirtschaftlichen Verhältnissen zu tun, sondern bezog sich auf den Stil von Marvel und DC. Und da gab es wirklich gravierende Unterschiede.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2019, 17:09   #232  
Peter L. Opmann
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Die Spinne (Williams) 109 und 110
(= Der mächtige Thor 54)

Erscheinungstermin: 4/5/1978

Originalausgabe:
1) The mighty Thor # 136

Story-Titel:
1) Geburt einer Unsterblichen!

Original-Storytitel:
1) To become an Immortal!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Vince Colletta

Text:
1) Stan Lee



In der Serie tut sich was. Nun kommt eine „Thor“-Folge, die nicht nur dem gewohnten Muster (unvorstellbar starker Feind wird von Thor auf Normalmaß zusammengestaucht) nicht folgt, sondern eigentlich sogar eine andere Figur als Thor in den Mittelpunkt stellt: nämlich seine Geliebte Jane Foster, die erst im Rahmen der Rigel-Serie wieder richtig zurückgekehrt war. Ob Stan Lee und Jack Kirby den Charakter der Serie ändern, muß man sehen. Aber zweifellos hat sich Lee Gedanken gemacht, ob aus der schiefen Liebesbeziehung zwischen dem Donnergott und der Sprechstundenhilfe von Dr. Blake noch etwas werden kann, und ist zu dem Schluss gekommen: Thor braucht eine andere Frau an seiner Seite. Er hat deshalb in gewisser Weise die Idee durchgespielt, was passieren würde, wenn Odin der Verbindung zustimmen würde. Am Ende ist Jane Foster die ganze Asgard-Gesellschaft los.

Erinnern wir uns: Nachdem Thor die Revolte des bösen Seidring in Asgard vereitelt hatte, zeigte sich Odin erkenntlich und war nun bereit, seine Verbindung zu Jane zu tolerieren. Thor kann sie nun seinem Vater offiziell vorstellen (das haben Lee und Kirby durch das Rigel- und Lebender-Planet-Abenteuer noch ein wenig verzögert). Die ersten etwa fünf Seiten widmen sie der Reise nach Asgard (sieht jedesmal ein bißchen anders aus, aber das mag einem Sterblichen eben so erscheinen). Jane Foster schwankt zwischen Erstaunen und Erschrecken. Man denkt aber: Sie wird sich an die neue Umgebung schon gewöhnen. Odin tut etwas Nachvollziehbares: Er verwandelt Jane in eine Unsterbliche, damit sie in Asgard nicht immer als eine Art Aschenputtel herumlaufen muß. Thor fügt hinzu: „Nur eine Göttin darf einen Gott heiraten.“ (Hat er aber vorher nie erwähnt.) Dabei erhält Jane eine Art Superkraft. Sie kann nun fliegen.

Das Fliegen gefällt ihr zwar, aber sie ist ungeübt und wäre beinahe abgestürzt, wenn nicht Thor sie retten würde. Jane füllt ihre Rolle als Götin sehr unzureichend aus. Daher beschließt Odin, sozusagen als Härtetest „den Unbekannten“ auf sie zu hetzen. Jane bricht vor Angst fast zusammen, was aber verständlich ist, da sie mit ihrer Flugfähigkeit gegen das vierarmige, immer im Dunkeln bleibende Monster nicht viel ausrichten kann. Hinterher wird deutlich, dass der Unbekannte seine Kraft allein aus der Angst seiner Kontrahenten bezieht. Die Asen haben keine Angst vor ihm und leiten daraus ihre Existenzberechtigung ab. Thor muss Jane erneut retten. Sie hat jetzt endgültig genug von der Götterwelt. Odin ist jetzt erst richtig überzeugt von ihr, denn in seinen Augen weiß sie, wo ihr Platz ist. So sendet er sie zurück zur Erde. Thor protestiert vergeblich. Er muss seinen Schmerz verarbeiten, indem er sich in den nächsten Kampf stürzt. Er wird auf die „Lichtung der Kristalle“ geschickt, wo erneut „der Unbekannte“ auf ihn wartet. Thor unterliegt um ein Haar im Streit, aber dann kommt ihm eine weißgekleidete Frau mit einem Schwert zu Hilfe: Sif (die mythologisch richtige Gefährtin Thors). Sie outet sich sofort als Thor-Fan von klein auf, und wir sehen, daß auch ihm ihre Schönheit und ihr Heldenmut nicht verborgen bleibt. Odin ist befriedigt.

Kurz erleben wir auch mit, was aus Jane wird. Plötzlich findet sie sich in einem Krankenhaus wieder (vielleicht ist auch sie von Odin dorthin geschickt worden). Es zeigt sich, daß man hier auf eine neue Krankenschwester wartet, die ihre Stelle antreten soll. Und dann steht sie Dr. Kincaid gegenüber, einem ausgesprochen gut aussehenden Arzt, der sich um neue Schwestern kümmert (das ist in diesem Heft natürlich nicht zweideutig gemeint). Jane Foster spürt, daß sie hier am richtigen Platz ist. Und ich vermute, daß wir nicht so schnell wieder von ihr hören werden.

Das ist keine wirklich überzeugende Ausgabe, aber es war damals, als sie erschien, sicher ungewöhnlich, daß eine Hauptfigur in einer Superheldenserie ausgetauscht wurde. Thors Trennung von Jane und seine Kontaktaufnahme mit Sif ist sicher nicht so bewegend inszeniert wie die Geschichte von Gwen und Mary-Jane, die wir bald darauf in „Die Spinne“ lasen, aber es ist eine ähnlich wichtige Weichenstellung wie ein paar Jahre später. Ich denke, daß damit „Thor“ als Mystery-Serie – heute würde man vielleicht sagen: Fantasy-Serie – gefestigt wurde. Da paßte eine alltägliche Figur wie Jane nicht so gut hinein. Deshalb mußte sie ihren Platz räumen. Nachdem wir Leser lange unter der nicht passenden Verbindung von Thor und Jane zu leiden hatten, klärt sich jetzt manches. Vielleicht hätte man den Dauerkonflikt zwischen Thor und Odin um Jane auch weiterführen können, aber es wäre mühsamer gewesen als die Schilderung seiner neuen Beziehung zu Sif.

Zur Grafik möchte ich nur anmerken, daß das Cover dieser Ausgabe in reißerischer Manier einen falschen Eindruck zu erwecken versucht: Es sieht so aus, als wolle Odin Jane Foster töten. Das wird durch das bestürzte Gesicht des herbeieilenden Thor bestärkt. Tatsächlich handelt es sich hier aber um den Moment, in dem Odin Jane zur Göttin macht. - Naja, ich könnte mich auch irren. Vielleicht ist das die Szene, als Odin Jane zur Erde zurückschickt (dann hätte auch Thors Gesichtsausdruck seine Berechtigung).


Geändert von Peter L. Opmann (18.10.2019 um 17:49 Uhr)
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2019, 19:33   #233  
guenkos
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Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
... Vielleicht ist das die Szene, als Odin Jane zur Erde zurückschickt (dann hätte auch Thors Gesichtsausdruck seine Berechtigung).
Ich glaube schon, dass es die Erschaffung der Göttin ist. Sonst müsste der Titel ja heißen "Retoure einer Sterblichen".
guenkos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2019, 22:48   #234  
Peter L. Opmann
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Hab' mal gerade nachgesehen: Jane Foster taucht erst in US-"Mighty Thor" # 231 wieder auf - fast zehn Jahre später. Zu diesem Zeitpunkt war das Kreativteam Gerry Conway, John Buscema und Dick Giordano.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 08:30   #235  
Peter L. Opmann
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Übrigens hat mein Freund die Thor-Ausgabe diesmal schon vorab kommentiert:

Zitat:
Bei Jane Foster habe ich mich auch gewundert, dass sie wieder mitspielte, als ich meine ersten Originalmarvels 1976 in die Hand bekam... Die Zwischenzeit von Thor habe ich nie näher recherchiert. Irgendwie war mir das eher belanglos: nicht richtig Mythologie, aber auch nicht richtig Superheld...
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 18:34   #236  
SilverFM
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Viel kann ich hier leider nicht beitragen. Doch ich finde es interessant mitzulesen.
Hatte Gelegenheit das einzige Heft das ich kaufen konnte, mal wieder anzusehen.
Hab mich praktisch gar nicht mehr daran erinnert, außer eben ein wichtiges Element des Heftes: Thor in Fesseln, die er nicht losbekommt. Erst als er wieder Don Blake wird, kann er schmächtig wie er ist raus schlüpfen.
Dieses Motiv "stark ist schwach, doch schwächer sein kann zur Stärke werden" hat mich damals als Kind sehr beeindruckt.

Es handelt sich um Heft 5.
An die grünen Außerirdischen, mit denen sich der Silver Surfer herum plagen mußte, konnte ich mich auch noch ganz schwach erinnern.

Weitere Hefte sah ich zwar, doch mein Taschengeld reichte leider nicht aus, um mir die Hefte zu kaufen.
Umso schöner, nun hier daran erinnert zu werden. Danke.
SilverFM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 21:21   #237  
Peter L. Opmann
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Ich freue mich auch über Leute, die nur mitlesen.

Grundsätzlich ging's mir als Kind auch so. Heute ist ja alles, was ein Kind sehen möchte, nur einen Klick entfernt. Und im Zweifel zahlt der Vati die Rechnung. Aber wenn ich mein Taschengeld ausgegeben hatte, war eben Ende Gelände.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 09:36   #238  
thetifcat
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Blog-Einträge: 1
Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
Auf jeden Fall hatte Tifcats Bemerkung, wie ich das sehe, nichts mit dem Vertrieb oder den wirtschaftlichen Verhältnissen zu tun, sondern bezog sich auf den Stil von Marvel und DC. Und da gab es wirklich gravierende Unterschiede.
Stimmt.
thetifcat ist offline   Mit Zitat antworten
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