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Alt 14.04.2010, 12:04   #976  
jakubkurtzberg
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Ich fand die Neonfarben und von Scholz gezeichneten Cover viel schlimmer!
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Alt 14.04.2010, 14:17   #977  
Eldorado
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@Lizard King:
Du hast da ja fleißig in die Tasten gehauen, aber eine "Rezi", also eine Rezension im Sinne einer kritischen Besprechung war das eigentlich nicht.

Denn bis auf den kurzen Halbsatz "hat mir insgesamt sehr gut gefallen" am Ende handelte es sich ja lediglich um ausführliche Inhaltsangaben.
Für mich (und ich denke mal das gilt auch für andere) ist etwas mehr an eigener Meinung
eigentlich der interessantere Part. Und bei gleich 10 verschiedenen Storys werden Dir doch sicher einige besser gefallen haben als andere?
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Alt 15.04.2010, 07:28   #978  
michidiers
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Heft-Nr.: 148
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Spinne ist ziemlich sauer auf den Dämon
Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/09
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #287
2) Iron Man (I) #144
3) Iron Man (I) #144
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Der Kingpin kehrt zurück
2) Bis zum bitteren Ende
3) Fünf Sekunden bis zur Apokalypse
Original-Storytitel:
1) Gang War 4/5: ...And there shall come a reckoning
2) Sunfall
3) Apocalypse then
Zeichnungen:
1) Erik Larsen
2) John Romita Jr.
3) Joe Brozowski
Text:
1) James Christopher Owsley
2) Bob Layton, David Michelinie
3) Bob Layton, David Michelinie
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung von Magazin #147: Im Gangsterkrieg um die Nachfolge des KingPins sind Hammerkopf, die Blue Boys und Silbermähne inzwischen aus dem Rennen. Der Ausgang ist aber noch immer ungewiss. Der Gnom dessen Identität weiter ebenso ungewiss ist und der bisher in den Diensten der Rose gestanden hat, hat die Seiten gewechselt. Der arbeitet jetzt für den KingPin, der offenbar seine Rückkehr vorbereitet. Die Spinne bekommt bei ihrem Bestreben um den Frieden in NY eine eher ungewollte Unterstützung. Der Dämon unterstützt die Rückkehr des KingPins in der Hoffnung, dass damit der Krieg endet. Die Spinne ist davon nur mäßig begeistert. Wie es sich gehört, tragen Spinne und Dämon ihre unterschiedlichen Auffassungen zunächst mit Fäusten aus, bis sie mit Vernunft versuchen den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden.
2) Ein Raumschiff des berüchtigten Ölkonzerns stürzt führerlos auf die Erde zu. Der Eiserne und Senturion verhindern eine Katastrophe auf der Erde, in dem sie die Flugbahn des Wracks ändern.
3) Tony Stark wird von seinem Freund und Piloten zu einem Meeting geflogen. Der lange Flug bietet genug Zeit für Tony, einmal über die gemeinsamen Abenteuer der beiden Kumpel nachzusinnen.
Bemerkungen:
Die Iron Man Geschichte beginnt inmitten einer Sequenz des abstürzenden Raumschiffes. Wie es dazu kam, wird uns verblüfften Lesern wie folgt erklärt: „Achtung! Der erste Teil der Story befindet sich im Rächer Taschenbuch Nr. 19!“
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. redaktionelle Einleitung, Impressum, Minimarkt, Werbung – 1 Seite
2. Abowerbung, Minimarkt – 1 Seite
3. Eigenwerbung für die Zweitauflage, in diesem Fall Das Spinne Magazin 5 als Zweitauflage- Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1)-3) Erstveröffentlichungen in Deutschland
http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46130
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Alt 16.04.2010, 18:36   #979  
Red.Rose
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Super, durch dich finde ich ja noch mehr alte Geschichten, bei denen der Dämon mitspielt.
Die Spinne und der Dämon klopfen sich? Währe ja nicht das erste mal.
Das will ich sehen.
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Alt 19.04.2010, 18:12   #980  
michidiers
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@ Rose: Ich schicke es Dir beizeiten einmal zu!

Heft-Nr.: 149
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/10
Verlag: Condor
Originalausgabe: 1) The Amazing Spider-Man (I) #288
2) Iron Man (I) #145
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Wann ist der Bandenkrieg zu Ende?
2) Unlauterer Wettbewerb
Original-Storytitel:
1) Gang War 5/5: Gang war rages on!
2) Raiders' rampage!
Zeichnungen:
1) Alan Edward Kupperberg
2) John Romita Jr.
Text:
1) James Christopher Owsley
2) Bob Layton, David Michelinie
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Magazin #148: Wenn die Katze nicht im Hause ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Aber wehe, die Katze kommt in Person des KingPin wieder heim. Der KingPin stellt die alte Hackordnung in der Unterwelt wieder her. Dessen Rückkehr ging übrigens recht unblutig vonstatten. Ein Deal des KingPin mit der Polizei und dem Daredevil hat es möglich gemacht, fast die komplette Unterwelt auf einmal festzusetzen. Während sich die Polizei über die Verhaftungen freut, hinterlässt dieser makabre Deal mit dem KingPin bei Daredevil und der Spinne einen recht bitteren Nachgeschmack. Obendrein konnten der Gnom und Jack´0´LAtern nicht gefasst werden und treiben weiter ihr Unwesen. Peter hingegen hat derzeit die Black Cat als vorübergehende Mitbewohnerin, weil deren Wohnung abgebrannt ist. M.J. freut sich über diese Situation natürlich nicht besonders…
2) Tony Stark stellt auf einem Messestand anlässlich einer Innovationsmesse seinen Leibwächter „Iron Man“ vor. Doch diese Leistungsschau läuft anders als geplant. Der Mitbewerber um einen lukrativen S.H.I.EL.D.- Auftrag, Edwin Cord, lässt die Schau durch eine kostümierte Truppe namens „Raiders“ gewaltsam sabotieren. Es entbrennt ein Kampf ums Marktimage und die Marktanteile, allerdings nicht im betriebswirtschaftlichen Sinne, sondern mit schierer Gewalt. Vom Messegelände bis in die Boxarena des Dallas Civic Centers prügeln sich die Kontrahenten, wo schlussendlich zufällig im Boxring vor laufender Kamera Iron Man publikumswirksam den Fight gegen die Knilche für sich entscheiden kann.
Bemerkungen:
Im Verhalten des Daredevils zeigt sich noch die Handschrift des Autors Frank Miller. Dieser hat den Charakter Daredevil in den Jahren zuvor vollkommen umgeschrieben und mit neuen Merkmalen versehen. So wäre wohl der recht makabre Deal des Daredevils mit dem KingPin zur Beendigung des Gangsterkrieges in den 60er und 70er Jahren wohl nicht denkbar gewesen. Daredevil hat sich hier in seinem Wirken auch von der Spinne entfernt und ist damit in dieser Zeit ein weitaus realistischer Charakter geworden, der auch meiner Meinung nach eine weitaus größere Charaktertiefe als die Spinne dieser Zeit aufweist.
Inhalt:
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. redaktionelle Einleitung, Impressum, Minimarkt Werbung – 1 Seite
2. Abowerbung, Minimarkt – 1 Seite
3. Eigenwerbung für die Zweitauflage, in diesem Fall Das Spinne Magazin 5 als Zweitauflage- Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch:
http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46131
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Alt 21.04.2010, 07:26   #981  
michidiers
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Ein Mädchen namens Death 1 und 2

Story Caitlin Kierman
Zeichnungen Dean Ormston




Speed

Inhalt: Bei einem Vodooritual in New Orleans kommt William auf grausamste Weise ums Leben. Seine Schwester Plath und deren Geliebte Evangeline versuchen mit Hilfe des mystischen Buches „Grimmoir“ und des Artefaktes „Ankh“ ihren Billy aus den Klauen des Todes zu befreien. Tod ist Death, eine der Ewigen und die Schwester von Sandman. Death hingegen denkt nicht daran, Billy aus ihrem Reich zu entlassen, sie will vielmehr ihr von Jahrhunderten verloren gegangenes Ankh zurückhaben und schickt einen ihrer Diener zu Plath…

Die Story um die kompromisslos und mit allen Mitteln um ihren Bruder verbissen kämpfenden Plath spielt in der Gegenwart von Neil Gaimans Serie Sandman. Sie behandelt dabei eine Geschichte, die am Rande mit der Hauptstory des Sandmans zu tun hat. Erzählerisch schwimmt Kierman dabei im Kielwasser von Neil Gaimann und gleicht sich dessen literarischen Ausdruck auch etwas an, ohne allerdings seine Klasse zu erreichen.

Jedenfalls erfährt der Leser aber einiges über den auffälligen Kettenanhänger (Ankh) von Sandmans Schwester Death und wer in den vorhergehenden Jahrhunderten zuvor schon so alles schon das Buch „Grimmoir“ im Besitz hatte (Hitler, Fürst Vlad etc.) . Mit diesem Buch wurde übrigens auch der Sandman während des 1. Weltkrieges vom Okkultisten Roderick Burgess im Sandman Band 1, Präludien und Notturni, beschworen.

Kierman zeichnet in diesen beiden Bänden aber besonders ein tragisches Portrait einer lesbischen Partnerschaft zwischen Plath und Evangeline und dessen tragischer Untergang. Für Plath, Evangeline und Billy war New Orleans ein riesiger Spielplatz: Liebe, Sex, Lasterhaftigkeit, Nachtclubs, Musik, Spiritualität. Doch unter der Oberfläche der rätselhaften Stadt lauern dunkle Gefahren, die, einmal heraufbeschworen, alles in einen finsteren Abgrund reißt. Was mit einer tiefen Liebe und Zuneigung zwischen zwei Frauen beginnt, wird nach und nach demontiert. In der Abwärtsspirale von Gewalt und Entfremdung steuert die einstmals so innige Beziehung auf eine unausweichliche Katastrophe zu.

Die Story wurde dabei mit leichtem Strich, der sich auf die Wesentlichkeiten beschränkt, gezeichnet. Das unterstreicht gemeinsam mit der passenden Colorierung die unwirkliche Atmosphäre der Story und lässt einem dabei auch viel Raum für eigene Phantasien.

Ja, eine tolle Story ist das schon, die da von Speed damals veröffentlicht worden ist. Warum diese aber auf zwei Ausgaben zu etwa 40 Seiten (9,95 DM!) und nicht in einem Sammelband veröffentlicht worden ist, das ist mir ein echtes Rätsel. Wer da zufällig günstig herankommen sollte, der sollte nicht lange zögern und kaufen. Geschichte. Vielleicht ringt sich ja auch noch einmal Panini zu einer Veröffentlichung durch. Die sehr nahe gehende Geschichte lässt sich dabei fast problemlos auch ohne Sandman-Vorkenntnisse lesen und verstehen.
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Alt 22.04.2010, 10:32   #982  
michidiers
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Heft-Nr.: 150
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/11
Verlag: Condor
Originalausgabe:
Spider-Man vs. Wolverine #1
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
Begegnung mit der Vergangenheit
Original-Storytitel:
High tide
Zeichnungen:
Mark D. Bright/Al Williamson
Text:
James Christopher Owsley
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
Der Doppelagent Charlie war einst ein Weggefährte von Wolverine in den Zeiten des kalten Krieges. Als in New York und Berlin mehrere ehemalige Spione unfreiwillig das Zeitliche segnen, ahnt Wolverine, dass Charlie seine Finger da im Spiel haben muss und reist nach Berlin. Ebenfalls in Berlin sind die Journalisten Ned Leeds und Peter Parker, die im Auftrag ihres Chefs J.J.Jameson in Berlin für diese Story recherchieren. Als Wolverine auf Charlie in einem Landgasthof in der Nähe Berlins trifft, ist auch die Spinne und eine ganze Schar von feindlichen Agenten anwesend. Offenbar hatte Charlie noch eine Menge Rechnungen aus der Vergangenheit offen. Wolvie und Charlie stehen plötzlich auf der Abschussliste der Geheimdienste. Ein Tumult beginnt und mittendrin dabei ist die Spinne…
Bemerkungen:
Man merkt, dass sich Autor und Zeichner sich Mühe mit der Story gegeben haben. Sie erinnert an alte Agententhriller und ist von Beginn an spannend erzählt und voller unerwarteter Wendungen. Z. B die Tatsache, dass Charlie weiblich ist, stellte sich zu meiner Überraschung erst im Laufe der Story heraus. Auch die Art der Erzählung ist für dieses Magazin ungewohnt, denn Spinne und Wolverine erzählen diese aus der Ich-Perspektive, was der Tiefe der Story zugute kommt. Ich bin schon gespannt, wie das wohl weitergeht.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. redaktionelle Einleitung, Werbung – 1 Seite
2. Abowerbung, Minimarkt – 1 Seite
3. Eigenwerbung für die Zweitauflage, in diesem Fall Das Spinne Magazin 5 als Zweitauflage- Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
Marvel Exklusiv #47
Siehe auch: http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46132
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2010, 17:56   #983  
Detlef Lorenz
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Man merkt dem Autoren und den Zeichnern schon an, dass sie noch nie in Berlin und zur damaligen Zeit weder in West noch in Ost waren. Berlin-West sieht wie eine amerikanische Stadt aus, allein der Ku-Damm scheint so schmal wie der Broadway beim Times Square in New York. Dabei sind grade die Berliner Hauptstrassen bekannt für ihre Breite und auch Mark Twain stellt bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts fest, dass die Berliner Bürgersteige breiter sind, als die Strassen der meißten Städte.

Wenn wenigstens eines der bekannten Berliner Bauwerke im Bild gezeigt worden wäre, der Funkturm z. B., oder die Gedächniskirche, auch das Olympiastadion, die Siegessäule, das Brandenburger Tor oder der Fernsehturm wäre nicht schlecht gewesen. In New York dagegen wird ständig der Times Square, das World Trade Center, seufz, die Freiheitsstatue oder sonst was wieder gegeben...

Die Mauer ist dagegen erstaunlich realistisch dargestellt worden: auf West-Berliner Seite reicht sie in der entsprechenden Szene direkt bis an den Bürgersteig und auf der Ostseite ist der Todesstreifen recht ordentlich gezeichnet. Allerdings gab es 1987 im innerstädtischen Todesstreifen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Minen mehr, die wurden zwar mal verlegt, aber recht schnell wieder augebudelt - soll an der gesamten "Innerdeutschen" Grenze der Fall gewesen sein.

Die Westberliner Polizisten scheinen mir auf den ersten Blick französische Polizisten zu sein, allerdings heißt der eine "Fritz" und das ist mehr als simpel stereotyp.

Die DDR-Grenzsoldaten gab es in dieser Form gar nicht, die sehen im Comic eher wie amerikanische GIs aus.

Agent Charlies "Haus" außerhalb Ost-Berlins gleicht eher einem Schloß und ob das in der DDR gemietet werden konnte, wage ich mehr als zu bezweifeln, egal wieviel Geld man "verdient" hat, wie Charlie Logan erklärt. Und ob sie diese Anzahl Personal hätte haben können, darf wohl erst Recht ins Reich der Fabel verwiesen werden.

Logan wäre anschließend lieber zu "McDonald" gegangen, dazu hätte er aber wieder zurück nach West-Berlin gehen müssen - ziemlich mühsam, diese ständigen Grenzübertritte... Im "Ganymed", muß wohl in Ost-Berlin, oder außerhalb der Stadt liegen, stellt Logan fest, dass "das Essen teuer ist", was wohl heiß 11,34 Mark, denn das wäre in der DDR schon teuer gewesen, ansonsten war das Essen im Restaurant dort eher billig (nicht preiswert!) und zwar sowohl für DDR-Bürger und erst recht für "Westler".

Naja, ist ja "nur" ein Comic, aber ein bißchen mehr Realismus hätte ich mir schon erhofft und ich hoffe, dass ich michidiers die Freude am Lesen mit meiner herben Kritik nicht zu sehr genommen habe. Mal sehen, was uns die Fortsetzung, der Band 151 da noch bieten wird (ich habe ihn natürlich, aber ich möchte unserem fleißigen Berichterstatter da nicht vorgreifen).
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Alt 23.04.2010, 09:12   #984  
michidiers
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Du hast im Übrigen gar nicht einmal so unrecht. Ich als nichtberliner habe darauf überhaupt nicht richtig geachtet. Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke...

Aber wenn ich an Marvelstorys denke, die in London oder Paris spielen, dann sind im Hintergrund immer der Eiffelturm, Big Ben oder Tower Bridge zu sehen.

Berlin scheint für die amerikanische Superhelden-Comicindustrie wohl nur hinsichtlich Agenten interessant zu sein und nicht wegens eines Flairs oder seiner Bauwerke. Das ist auch in der aktuellen Serie "Wolverine Origins" nicht anders.
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Alt 23.04.2010, 19:50   #985  
michidiers
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So, von Berlin geht es in Richtung Fabletown in New York. Dort handelt meine nächste Lektüre:

Fables Sammelband 8



Arabische Nächte

Inhalt: Vor Jahrhunderten wurden die uns bekannten Märchengestalten aus der Märchenwelt von einem übermächtigen Feind vertrieben. Seitdem leben Schneewittchen, König Drosselbart und Co. unerkannt unter uns Menschen. Doch dieses Exil soll nicht ewig bleiben, die Fables unternehmen alles, um eines Tages wieder in ihre Welt zurückzukehren. Nachdem die Einwohner von Fabletown nun genau wissen, wer der Feind ist, gilt es Allianzen zu schmieden. Aus Bagdad treffen daher die Vertreter aus 1001 Nacht ein, doch wie gewohnt kommt alles ganz anders als geplant…

Abendland prallt auf das Morgenland, so könnte man vielleicht diesen Band bezeichnen, der mich bislang am stärksten beeindruckt hat. Autor Bill Willingham formt einen passenden Comic-Abguss der in der realen Welt bestehenden Kluft zwischen dem Westen und dem Orient. Wie in unserem realen Leben ist zunächst bei dem Aufeinandertreffen dieser Kulturen ein erster Kulturschock zu überwinden. Die verschiedenen kleinen und großen Eigenheiten dieser Welten lassen sich eben nicht so schnell unter einem Hut bringen.

Das merken auch die Bewohner von Fabletown und ebenso Aladin als Vertreter des Morgenlandes. Herrlich witzige bis bissige kulturelle Hindernisse sind da zu überwinden. Ob es die Sprachbarriere sei (die arabische Sprache wurde übrigens einzigartig schön in den Sprechblasen gelettert), oder der für die Vertreter von Fabletown nicht zu vereinbarende Harem, den Aladin und sein Gefolge mitbringt. Ferner sind die Muslime auch noch mit unbekannten Massenvernichtungswaffen ausgerüstet, wie zum Beispiel einem Dschinnh…, umgekehrte Verhältnisse zu unserer realen Welt.

Bis es am Ende dann doch irgendwie alles klappt, ist eine Menge Duplomatie und noch viel mehr Verständnis erforderlich, die beide Seiten dann an den Tag legen müssen. Was da die beiden Seiten zähneknirschend schaffen, kann übrigens zu einem Verhaltenshandbuch für unsere realen Osamas und Obamas und wie sie noch alle heißen mögen, werden.

Nach dieser tollen Metapher auf unser Weltgeschehen gibt es noch zum Abschluss eine ebenso gute zweiteilige Story über ein ausgefallenes Liebespaar. Das Problem dabei: beide Partner sind im Dienste des Feindes, der Mann als Holzsoldat und die Frau als hölzerne Sanitäterin. Nicht nur die fehlenden Geschlechtsteile und fehlende Zungen hindern beide daran, es den fleischlichen Konterparts gleichzutun…

Fazit: Die Serie wird immer besser. Diese Ausgabe bildet die bisherige Spitze in meiner persönlichen Fables-Skala. Wer der Serie noch nicht kennt, der sollte über einen Kauf wirklich nachdenken.

Geändert von michidiers (24.04.2010 um 20:56 Uhr)
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Alt 26.04.2010, 17:49   #986  
michidiers
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Sandman - Die Traumjäger



Neil Gaiman/P.Craig Russell

Inhalt: Eine Füchsin und ein Dachs schließen eine Wette ab. Wer es von den beiden schafft, einen Mönch aus seinem Bergkloster zu vertreiben, kann dessen Tempel als künftigen Bau beziehen. Doch es kommt anders als erwartet, die Füchsin verliebt sich in den Mönch. Als sie erfährt, dass im entfernten Kobe ein Zauberer dem Mönch nach dem Leben trachtet, bittet sie den Sandman um Hilfe. Doch die Hilfe hat einen verhängnisvollen Preis…

Nach Coraline veröffentlicht Panini mit „Die Traumjäger“ nun eine weitere Comicadaption eines Werkes von Neil Gaiman von dem Künstler P. Craig Russel. Bereits 2008 wurde die Story als bebilderte Märchenerzählung von Panini veröffentlicht. Russel hält sich bei dieser Comicadaption dabei ganz eng an der Vorlage.

Nahezu unverändert wurde der von den Charakteren gesprochene Text aus der Erzählung übernommen. Die künstlerische größte Herausforderung war aber offensichtlich die Visualisierung die in der Vorlage von Gaiman so prosaisch beschriebenen Abläufe, Personen, Orte und Hintergründe. Diese schwere Aufgabe hat Russel mit Bravour und Fingerspitzengefühl gelöst. Er bedient sich dazu einem Stilmix aus historischer japanischer Zeichenkunst und moderner Cartoonkunst. Unterstrichen wird dies mit der Hilfe einer spannenden Aufteilung der Panels und einer dezenten Colorierung, die wirkt als wäre sie auf uraltem Papier erfolgt.

Gaiman erzählt in diesem Märchen auch von der Liebe. Eine Liebe zwischen zwei Individuen, die aufgrund Ihrer Verschiedenheit keine Chance auf Erfüllung hat. Auf der einen Seite ist ein Mönch, der sich allem weltlichen entsagt hat und als Eremit in einem abgelegenen Tempel wohnt. Und auf der anderen Seite ist eine Füchsin mit der Fähigkeit zur Gestaltwandlung. Zwei Liebende, die trotz des Wissens der Aussichtslosigkeit ihrer Bindung, sogar ihr Leben für den Partner opfern würden.

Gaiman erzählt in der Story ein typisches japanisches Märchen und webt darin die einzigartige Figur des Sandmans mit ein. Somit schafft er ein herrliches und in sich stimmiges Geflecht aus asiatischer Märchenerzählung und moderner Fantasykunst. Die ruhig und melancholisch wirkende Story ließ dabei fast schon ein Gefühl der Ruhe und Friedfertigkeit in einem aufkommen. Und solch eine Wirkung vermögen nur weniger Autoren bei mir zu schaffen.

Ja, der Kauf von diesem Band war ein Treffer. Überall wo Gaiman drauf steht und Sandman drin ist, da kann man mit einem Kauf eigentlich nicht allzu viel falsch machen, wenn man gute und anspruchsvolle Unterhaltung sucht.
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Alt 28.04.2010, 14:00   #987  
michidiers
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Heft-Nr.: 151
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/12
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) Spider-Man vs. Wolverine #1
2) Captain America (I) #317
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Zufall..oder Absicht ?
2) Ein dramatischer Abschied
Original-Storytitel:
1) High tide
2) Death-Throws
Zeichnungen:
1) Mark D. Bright
2) Paul Neary
Text:
1) James Christopher Owsley
2) Mark Gruenwald
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Magazin 150: Nachdem Spinne und Wolverine gemeinsam die feindlichen Agenten und das Restaurantinventar zu Kleinholz verarbeitet haben, machen sie sich wieder auf die Suche nach Charlie, die im Kampfgetümmel unerkannt verschwand. Auf einem Friedhof in Berlin spüren Sie Charlie wieder auf. Und prompt bekommen sich dort Spinne und Wolverine in die Haare als Charlie Logan bittet, sie zu töten. Das kann Spinne nicht zulassen. Jetzt sprechen die Fäuste unter den beiden Partnern, bis ein versehentlicher Schlag der Spinne Charlie ins Jenseits befördert. Der Geheimdienstkrieg ist damit beigelegt. Und auf Peter wartet eine weitere unangenehme Überraschung: Ned Leed liegt ermordet in seinem Hotelzimmer. Peter muss betrübt und voller Selbstvorwürfe seine Heimreise nach New York antreten. Von Deutschland hat er die Nase gestrichen voll.
2) Der Schurke Crossfire wird von der Truppe des Ringleaders gewaltsam aus dem Polizeigewahrsam befreit. Ein Fall für Captain Amerika und Hawkeye, die gemeinsam die kostümierte Kaspertruppe auseinander nimmt und der Polizei übergibt. Crossfire kommt jetzt dahin zurück, wo er hingehört: hinter Schwedischen Gardinen.
Bemerkungen:
1) Eine überdurchschnittlich gute Story um Spinne und Wolverine kommt hier zum Abschluss. Diese Geschichte, die in den USA als One-Shot herauskam, hat es Jahre später geschafft, sogar noch ins Marvel Exklusiv Nr. 47 von Panini zu kommen.
2) Weniger überzeugen konnte die Zweitgeschichte. Mich hat allerdings die Zirkustruppe des Ringleaders irritiert. Die gesamte Gruppe war anders besetzt, als ich sie aus den Zeiten des Williamsverlages her kannte. Ist der originale Ringleader mit seiner Urtruppe etwa in Rente gegangen?
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Leserbrief, Impressum – 1 Seite,
2) Eigenwerbung für Spinne-Jubiläums-Sondeheft 1 und 2 - 1 Seite,
3) Abowerbung und Minimarkt – 1 Seite
4) Eigenwerbung für das Spinne Magazin, 2. Auflage - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Marvel Exklusiv #47
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch:

Geändert von michidiers (28.04.2010 um 14:06 Uhr)
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2010, 14:34   #988  
Detlef Lorenz
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Na dann: Ost-Berlin sieht für Owsley/Bright und Williamson wie Klein-Fritzchen (gibts da ein amerikanisches Pendant dafür?) sich eine deutsche Stadt vorstellt: die Häuser ein- bis zweistöckig, mit vielen Erckern und Türmchen und amerikanischen Strassenlaternen (erinnert mich an die Frankensteinfilme mit Boris Karloff). Auf der Seite, wo sich Wolverine und Spidey trennen, kann ich auch amerikanische Zapfsäulen erkennen - sie können sich anscheinend nicht vorstellen, dass es woanders auch anders aussehen könnte.

Auf der nächsten Seite scheint die Spinne nun wieder in West-Berlin in seinem Zimmer zu sein, oder hat er eine Unterkunft im Ostteil der Stadt gefunden, ist mir nicht ganz klar. Wenn nicht war mal wieder ein Grenzübergang nach Art der Spinne vonnöten und noch einmal, als er auf dem Friedhof ankommt - ganz schön aufwendig!

Als Peter Parker dann als Erzähler etwas von "falschen Pässen" erzählt, war ich dann noch mehr verwirrt: heißt das, sie haben beide doch die letzten Tage im Osten verbracht und woher hat Wolverine die Päße? okay, besorgt... Die Grenzabfertigungsbeamten sehen dann wieder wie...tja, amerikanisches Personal aus. Der Flughafen, was soll denn das für einer sein, Tegel, Tempelhof, Schönefeld, egal, auf jeden Fall keiner in oder um Berlin herum.


Die Story, die ist unzweifelhaft gelungen, dramamtisch, überraschend, nur die grafische Umsetzung der örtlichen Gegebenheiten - eindeutig

Ich will da ja kein Drama draus machen, aber wie michidiers weiter oben schon so richtig bemerkte, amerikanisches oder anderes westeuropäisches Umfeld wurde bei dieser realistisch wirkenden Serie wesentlich korrekter dargestellt. Deshalb hat mich grade die "Berlin-Episode" doch entäuscht!

Nun reichts aber, werde mich für die nächsten Rezensionen wieder genüsslich zurücklehnen, sie genissen und michidiers für seine Fleiß- und Herzblutanalysen regelmäßig loben
Detlef Lorenz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2010, 14:56   #989  
Servalan
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Zitat:
Zitat von detlef lorenz Beitrag anzeigen
(...) sie können sich anscheinend nicht vorstellen, dass es woanders auch anders aussehen könnte. (...)

Die Story, die ist unzweifelhaft gelungen, dramamtisch, überraschend, nur die grafische Umsetzung der örtlichen Gegebenheiten - eindeutig
Die Mängel werden verständlich, wenn die gesellschaftlichen Umstände berücksichtigt werden: In den letzten gut 100 Jahren stammten Comiczeichner meist aus benachteiligten Schichten, bei denen es schon in jungen Jahren wichtig war, die Familie finanziell zu unterstützen, beispielsweise mit Zeitung austragen. So gebildet waren die Familien nicht, die teilweise in Slums hausen mußten, und gute Zugänge zur Bildung gab's nicht. Und diejenigen, die ein höheres Niveau bieten wollten, haben auf populärwissenschaftliche Zeitschriften wie National Geographic oder Science & Vie (in Frankreich und Belgien) zurückgegriffen, nicht auf wissenschaftliche Fachliteratur. Daß diese Autoren deswegen "naiver" an ihre Geschichten herangehen, möchte ich ihnen nicht vorwerfen; ein tiefes Reflektieren über historische Quellenkritik und Methodik hätte sie überfordert.
Dazu kommt der extreme Zeitdruck, weil auf Masse produziert wird: möglichst viele Seiten in möglichst kurzer Zeit ...
Servalan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2010, 15:13   #990  
Detlef Lorenz
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Finde ich nett, Britta, dass Du Texter und Zeichner in Schutz nimmst und eine Erklärung zu finden versuchst. Und zugegebener Maßen war die damalige politische Situation in und um Berlin (West, wie Ost, das ja nominell nicht einmal "richtig" zur DDR gehörte, sondern bis zu letzt dem Viermächtestatus unterstand) ziemlich schräg; selbst Bundesrepublikaner waren bei ihrem ersten Besuch im Westteil der Stadt oft mehr als überrascht, dass die Westhälfte tatsächlich wie eine Insel im "kommunistischen Meer" verankert war. Wie sollten das dann amerikanische Autoren perfekt hinkriegen?

Aber auch wenn sie unter Zeitdruck ihre Geschichten fertigen mußten, wenigstens das Brandenburger Tor, oder Checkpoint Charlie an der Friedrichstr., da, wo sich russische und amerikanische Panzer auf Steinwurfweite gegenüber standen, hätten sie doch wohl kennen und in ihre Geschichte visuell einbauen können.
Detlef Lorenz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2010, 16:14   #991  
Servalan
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Standard Was ist exotisch?

Eigentlich hast Du recht, Detlef. Aber die Comiczeichner sind doch bloß die Spitze des Eisbergs - und das meine ich international.
Wenn ich betrachte, was in den 1990er Jahren Comicexperten und -"experten" über japanische Mangas und deren kulturelle Selbstverständlichkeiten abgesondert wurde, lehne ich mich gern als Verteidigerin aus dem (imaginären) Fenster.

In den letzten Jahrzehnten sich die Zugänglichkeit von Informationen nicht linear entwickelt, sondern schubweise: In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war aus britischer Sicht sogar das Land gegenüber am Ärmelkanal exotisch, wie in dem Alec Guinness-Film The Scapegoat nach einer Novelle von Daphne Du Maurier deutlich wird. Guinness spielt hier eine Doppelrolle, einen kleinen Französischlehrer aus England und seinen Doppelgänger, einen kriminellen Grafen. Das Nachbarland, der ehemalige Alliierte im letzten Weltkrieg, war damals für den gewöhnlichen englischen Kinogänger exotisch genug.
http://www.imdb.com/title/tt0053247/

Die deutschsprachige Comicforschung fing in den 1970ern so ähnlich an: Was Andreas C. Knigge und die Comixene (I)-Redaktion fabrizierten, war doch ebenso von dummen Fehlern durchsetzt; aber das war damals die Sekundärliteratur mit dem höchsten Anspruch.

Wenn die US-Autoren sich in erster Linie an B-Pictures und Genre-Filmserien aus dem noch jungen Fernsehen orientierten, kommt ein schiefes Berlin-Bild zustande. Und selbst anspruchsvolle Produktionen wirken heute skurril: Da verweise ich auf Tinker, Taylor, Soldier, Spy nach John Le Carré mit Guinness als Smiley. Der Circus, also der britische Geheimdienst, sieht so aus, wie sich die meisten Leute den Ostblock vorgestellt haben; und der Ostblock selbst (Ost-Berlin und Prag) wird meist als Feldwege in einsamen Wäldern dargestellt.
http://www.imdb.com/title/tt0080297/
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Alt 30.04.2010, 16:46   #992  
michidiers
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Das sind sehr interessante Beiträge von Euch. Was genau die Zeichner dazu bewegt hat, hier so zu handeln, ist mir auch ein Rätsel. Fakt wird aber wohl sein, dass Berlin zu der Zeit sicherlich nicht mit Rom, Paris oder London in der Wertigkeit der US-Amerikaner mithalten konnte. Vielleicht fehlten in Berlin auch die markanten Bauwerke der Zeit. Das Brandenburger Tor ist wohl eben nicht mit dem Eiffelturm, Colloseum oder Tower Bridge zu vergleichen. Damit hätte sich die Zeichner sicher mehr Mühe gegeben. Vielleicht haben die nicht einmal gewusst, dass die Hefte in Deutschland erscheinen könnten. Vielleicht wären die dann etwas sorgsamer mit der Darstellung des Settings gewesen.

Hier bei mir gab es übrigens einmal wieder etwas Schonkost aus der alten Comickiste:

US Avengers #165




„Hammer of Vengeance!“

Fortsetzung aus #164:

Nachdem Count Nefaria die Szenerie betreten hat, müssen die Rächer ihre Kräfte bündeln um gegen diesen übermächtigen Gegner zu bestehen. Nach einem Experiment durch Professor Kenneth Sturdy, ein ehemaliger Naziwissenschaftler, verfügt Nefaria über schier unbesiegbare Kräfte. Das bekommen auch die Rächer zu spüren, sämtliche Kräfte und Teamtaktiken scheinen gegen den mächtigen Gegner aussichtslos zu sein. Die Rächer scheinen besiegt. Nur einer scheint es noch mit ihm aufnehmen zu können: Thor!

Count Nefaria ist ein recht interessanter Charakter. Seine aristokratisch-arrogante Art und seine überheblichen Selbstgespräche machen ihn auf eine Gewisse Art und Weise sympathisch.

Ansonsten fällt mir unangenehm auf, dass mir die Rächer in den letzten Ausgaben einfach zu schnell von ihren Gegnern besiegt werden um danach im zweiten Aufeinandertreffen die Oberhand zu behalten. Somit waren die Inhalte der letzten Ausgaben recht schablonenhaft.

und

Williams Horror Nr. 111



Mit den Kurzgeschichten:

- Meine Mumie, Deine Mumie,
- Ein Stück des Himmels,
- Der Ritter im goldenen Käfig,
- Braut des Pharaos

Besonders gefallen hat mir leider keine dieser vier Geschichten. Sowohl die Grafik, als auch der Storyinhalt waren nicht so besonders.
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Alt 30.04.2010, 17:57   #993  
Detlef Lorenz
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Zitat:
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Das sind sehr interessante Beiträge von Euch. Was genau die Zeichner dazu bewegt hat, hier so zu handeln, ist mir auch ein Rätsel. Fakt wird aber wohl sein, dass Berlin zu der Zeit sicherlich nicht mit Rom, Paris oder London in der Wertigkeit der US-Amerikaner mithalten konnte. Vielleicht fehlten in Berlin auch die markanten Bauwerke der Zeit. Das Brandenburger Tor ist wohl eben nicht mit dem Eiffelturm, Colloseum oder Tower Bridge zu vergleichen. Damit hätte sich die Zeichner sicher mehr Mühe gegeben. Vielleicht haben die nicht einmal gewusst, dass die Hefte in Deutschland erscheinen könnten. Vielleicht wären die dann etwas sorgsamer mit der Darstellung des Settings gewesen.
Dem kann ich aus persönlicher Erfahrung und nur aus dieser, widersprechen. Vor ein paar Jahren hatten wir Gegenbesuch von Amerikanern in Hamburg. Natürlich stand auch ein mehrtägiger Besuch in Berlin auf dem Program. Außer dem Brandenburger Tor und vor allem dem Checkpoint Charlie kannten sie nichts (nebenbei auch nichts von Hamburg). Grade der Checkpoint ist in Amerika recht "populär", denn als wir sie besucht hatten (in der Nähe von Seattle), wußten auch Freunde von ihnen darüber Bescheid. Und das Brandenburger Tor würde ich in der Wertigkeit durchaus den anderen (fast) gleichsetzen - und das hat nichts mit Lokalpatriotismus zu tun. Der kam bei mir voll durch, als ich die grafische Gestaltung der Hefte 150 und 151 bemängelt habe
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Alt 03.05.2010, 10:14   #994  
michidiers
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Heft-Nr.: 152
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1988/01
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #289
2) Marvel Fanfare (I) #31
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Das Ende des Gnoms
2) Der Ruf
Original-Storytitel:
1) The Hobgoblin revealed!
2) The call
Zeichnungen:
1) Alan Edward Kupperberg, Tom Morgan
2) Norm Breyfogle
Text:
1) Peter David
2) Norm Breyfogle
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt/ACHTUNG SPOILER:
1) Fortsetzung aus Magazin #151: Trauer herrscht in New York, als der Sarg mit Ned Leeds eintrifft. Es folgt eine Beerdigung im engsten Freundeskreis, bei der sich Peter die größten Selbstvorwürfe macht. Am folgenden Tage übergibt der KingPin der Spinne eine brisante Akte und lässt damit die Katze aus dem Sack. Ned Leeds war der Hobgoblin, oder besser: war der Hobgoblin. Denn der dubiose Geschäftsmann Roderick Kingsley hat Leeds in Berlin ermorden lassen, um selber zum Hobgoblin zu werden. Peter kann aufatmen, denn Flash ist endlich rehabilitiert.
2) Eine kleine Ministory über den Dämon, der eine Räuberbande während eines Überfalls auf einen Supermarkt zur Minna macht.
Bemerkungen/ACHTUNG SPOILER:
Erstmals trat der Gnom (Hobgoblin) im Magazin #95 auf. Bis zu der vorliegenden Ausgabe #152, also über 5 lange Jahre, wurde die Identität dem Leser geheim gehalten. Die vorliegende Auflösung ist leider aber, wie so immer bei Marvel, nicht endgültig. So ist mit dem Tod Ned Leeds der Goblin noch lange nicht Tod. Der Leser bleibt da zu verwirrt zurück und fragt sich: Wer ist der neue Goblin? Ist es wirklich Roderick Kingsley? Oder ist es gar Philip Macendale, der ehemalige Jack ´o´Latern? So ganz klar wird es dem Leser nicht und lässt wieder einmal mehr Fragen offen, als beantwortet werden! Zum Glück habe ich ja noch Paninis Sonderheft „Hobgoblin lebt“, welches 14 Jahre nach den obigen Ereignissen veröffentlicht wird. Den Inhalt dieser Ausgabe habe ich längst vergessen und werde es jetzt nochmals wieder lesen. Vielleicht bringt das ja etwas mehr Erhellung.
Für die etwas halbgare Auflösung Marvel verantwortlich. Bis vor dieser Ausgabe US ASM 289 stand nicht fest, wer der Gnom sein sollte. Geplant war dafür eigentlich KingPins Sohn Richard Fisk. Aber in letzter Sekunde nach Prüfung der vorhergehenden Ausgaben entschied sich der in dieser Ausgabe eingesprungene Autor Peter David für Ned Leeds und schrieb so die ungewöhnliche Offenbarungsausgabe in welcher ein Toter als Hobgoblin enthüllt wird.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Leserbrief, Impressum – 1 Seite,
2) Eigenwerbung für Spinne-Jubiläums-Sonderheft 1 und 2 - 1 Seite,
3) Abowerbung und Minimarkt – 1 Seite
4) Eigenwerbung für das Spinne Magazin, 2. Auflage - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch: http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46134
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Alt 04.05.2010, 11:47   #995  
michidiers
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Fables Sammelband 9



Wölfe

Inhalt: Nachdem der „Feind“ sämtliche Fables, das sind die uns bekannten Märchenfiguren wie Schennwittchen, König Drosselbart und Co, vor Jahrhunderten aus dem Märchereich vertrieben hat, fristen diese jetzt ihr Dasein unerkannt unter uns ahnungslosen Menschen.
Doch die Fabels planen die Rückeroberung ihres Reiches. Dafür sind geheime Missionen erforderlich. Und für solche Vorhaben sind Einzelkämpfer mit speziellen Fähigkeiten gefordert: Mogli (aus dem Dschungelbuch), der böse Wolf und Cinderella spielen plötzlich Mission Impossible…

In diesem neunten Sammelband wird die Geschichte der geheimen Parallelgesellschaft der Fables aus der Bullfinch Street inmitten von New York weiter erzählt. Der Autor Bill Willingham zerlegt dabei mit feinstem Spürsinn die uns aus Kindheitstagen so lieb gewordenen Klischees um Märchen und Fabeln und vermischt diese mit jeder Menge pointierte (Pop-)Kultur unserer realen Welt. Er vereint dabei Soap-Elemente, einen fetten Schuss Erotik, Spannung, schwarzen Humor, Lovestory und entreißt dabei den alten Mythen und Sagen vollkommen neue Gesichter.

Wer sich als Leser auf dieses Abenteuer einmal eingelassen hat, der wird sich dem nicht mehr so schnell entziehen können, auch wenn ein Sammelband wie dierser einmal einen kleinen „Hänger“ hat. Aber das sind kleine Einbrüche von fast höchstem Niveau auf hohes Niveau herab.

Mit einer netten Idee wartet dann auch noch der abschleißende Sonderteil auf. Dort wird auf einer Seite als Stadtplanausschnitt der Gebäudeplan der Bullfinch Street dargestellt. Das Schnellrestaurant „I am the Eggman“ liegt da übrigens genau neben der „Yellow Brick“ Gasthof. Ob John Lennon wohl bedient? Weiter gibt es noch auf einer Doppelseite den ländlichen Ableger von Fableltown aus dem New Yorker Umland im Stil einer historischen Landkarte zu bewundern. Dort leben übrigens die nichtmenschlichen Fables.

Fazit: trotz Verlustes der ganz großen Faszination der beiden Vornummern schwimmt diese Serie immer noch ganz oben mit. Und: wer hat jemals zuvor solch schöne Comiccover gesehen?
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Alt 07.05.2010, 07:27   #996  
michidiers
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Die verwirrenden Vorgänge um die Identität des Hobgoblins aus Condor Spinne Nr. 152 haben mich veranlasst, einmal wieder ein Comic aus Paninis Anfangsjahren hervorzukramen:

Hefttext: Spider Man Special 9
Cover:

Seiten:100
Erscheinungstermin: keine Ahnung, zum Ende der 90er Jahre
Verlag: Panini
Originalausgabe:
1) Hobgoblin lives 1
2) Hobgoblin lives 2
3) Hobgoblin lives 3
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Hobgolin lebt 1 - Opfer
2) Hobgolin lebt 2 – Wieder im Geschäft!
3) Hobgolin lebt 3 – Entlarvt!
b]Original-Storytitel:[/b]
1) Victims
2) Back in buisness
3) Secrets
Zeichnungen:
1)- 3) Ron Frenz
Text:
1)- 3)Roger Stern
Übersetzer:
1) – 3) Frank Borsch
Coverzeichner: Ron Frenz und George Perez
Ursprüngl. Coverpreis: 9,95 DM
Inhalt:
1)-3) Das New Yorker Strafgericht hat über Jason Mcendale zu urteilen. Er steht im Verdacht, als Hobgoblin mehrere Morde begangen zu haben. Als Mcendale vor laufenden Kameras erklärt, dass Bettys Brants Ehemann der wahre Hobgoblin sei, ist der Schock für Betty riesig. Sie strengt mir ihren Freunden Peter Parker, Flash Thompson und Mary Jane Watson private Nachforschungen über die wahren Hintergründe an. Die Freunde decken dabei ein Komplott von Erpressung, Korruption und politische Machtspiele auf. Die verzwickte und verworrene Spurensuche führt Betty zu Roderick Kingsley der durch Manipulation und Intrigen über Jahre hinweg sein Dasein als der echte und wahre Hobgoblin vertuschen konnte. Bettys ermittlerische Vorarbeit kann Peter als Spider Man beenden. Roderick Kingsleys Teufeleien haben ein Ende, auf ihn wartet der lebenslängliche Knast.
Bemerkungen:
Ich habe mir diese Ausgabe einmal wieder herausgekramt, weil ich deren Inhalt längst vergessen habe. Ferner passt dieses Spider Man Special inhaltlich zu der letzten Condor Ausgabe #152 und führt den verwirrenden Handlungsstrang um die Identität des Gnoms weiter. Fast 9 Jahre nach den Vorkommnissen in Amazing Spider Man 252 beendet Roger Stern nun das Kapitel um den echten und wahren Hobgoblin, so wie er es von Beginn an vorhatte.
Stern hatte schon von Beginn an bei ASM 224 Roderick Kingsley als Hobgoblin im Kopf. Aber den Abschluss der langen Saga im ASM 252 hat er zumindest als Autor dann nicht mehr erlebt. Mehrere andere Autoren schreiben bis zur Nummer 252 die Serie weiter. Und als Autor Peter David kurzfristig mit der Nummer 252 die Serie übernahm und sich mit der Lektüre der Vornummern mit der Serie vertraut machte, kam er zu dem Ergebnis, dass wohl nur Ned Leeds der erste Hobgoblin sein könne, dem dann der ehemalige Jackó Latern, Jason Mcendale folgte.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) Einleitung, Vorwort – 1 Seite
2) Nachwort, Vorschau, Impressum – 1 Seite
Auch erschienen in (interne Links):
1)-3) Erstveröffentlichung in Deutschland
siehe auch: http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=66138
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2010, 16:25   #997  
jakubkurtzberg
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Das war dereinst ein cooles Special. Gab's leider nicht in Z0... Zuviele Seiten für den dünnen Umschlag. Ecken reißen unten und oben ein.
jakubkurtzberg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2010, 11:32   #998  
michidiers
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Heft-Nr.: 153
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1988/02
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #290
2) Daredevil (I) #201
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Die große Frage
2) Hilflos
Original-Storytitel:
1) The big question
2) The day the Devil didn't dare!
Zeichnungen:
1) John Romita Jr.
2) William Johnson
Text:
1) David Michelinie
2) Dennis O'Neil
Coverzeichner: Signatur = „Scholz“
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Im Gegensatz zu uns „Normalos“ hat Peter Parker ein recht aufregendes Leben. Aber auch ihn es trachtet irgendwie zu einem noch ausgefüllteren Dasein. Das meint Peter in Form einer Eheschließung mit seiner Freundin Mary Jane Watson zu finden. Also macht er sich auf den Weg zu seiner Angebeteten. Ganz nebenbei macht er dabei noch auf dem Weg ein paar Kirchdiebe zur Schnecke. Bei MJ angekommen stellt er ihr eine Frage, die das Leben der beiden erheblich verändern werden sollte: „Willst Du mich heiraten?“
2) Harold Carstairs liegt tot mit einer Kugel im Kopf in seinem Haus. Als dessen Anwalt Foggy Nelson knapp einen weiteren Mordanschlag entgeht, ermitteln Daredevil und Die Schwarze Witwe in diesem Fall. Die Verdächtigen sind schnell gefunden. Die Bioni-Brüder und Benedict Closet, alles Mitglieder der ehrenwerten Familie stehen unter Verdacht und dank Daredevils guter Spürnase und harten Fäusten ist der Mörder schnell ermittelt.
Bemerkungen:
Laut Vorwort der Redaktion war dieses Heft einer der ganz großen Verkaufserfolge 1988 von Marvel. Es war nach kurzer Zeit schon ausverkauft. Auf keinen Fall kann dies an der schlechten Story und den noch schlechteren Zeichnungen gelegen haben. Der miese Eindruck von der vorliegenden Gesamtausgabe wird durch die ebenfalls sehr laue Zweitstory und das zusammengeschusterte Cover abgerundet. Schnell vergessen!
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Minimarkt, Impressum – 1 Seite,
2) Abowerbung und Minimarkt – 1 Seite,
3) Eigenwerbung für Spinne Magazin Zweitauflage - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch: http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46135
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2010, 20:29   #999  
zwergpinguin
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Das Original war wohl zu langweilig


zwergpinguin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2010, 09:25   #1000  
michidiers
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Zitat:
Zitat von zwergpinguin Beitrag anzeigen
Das Original war wohl zu langweilig

So prall ist auch das nicht, aber auf jeden Fall besser als das Condor-Cover.



So, hier noch mein persönliches Gratis-Comic-Tag Erlebnis:

Mein persönlicher Gratis-Comic-Tag war der gestrige Montag. Wie ich schon schrieb, gibt es bei meinem Händler ein Gratis-Comic nur beim Kauf eines Neucomics als Draufgabe. Für jede vollen 10 Euro Neukaufpreis gibt es ein Heft dazu, welches man sich dann aussuchen kann.

Ich habe mir daher Jeremiah 25 von Kult Editionen für 12 Euro gekauft, wofür ich dann ein Heft bekam. Am Montag lag noch ein etwa 15 cm dicker, ungeordneter Stapel an Heften aus, aus dem ich mir dann die Ausgabe Courtney Crumrin herausnahm. Aufgrund der Tatsache, dass ich dort seit bald 20 Jahren Comics als Stammkunde kaufe, ist das schon sehr enttäuschend. Mir war es aber einfach zu blöde, mich da noch auf eine Diskussion einzulassen und habe es still akzeptiert. Ich habe jetzt noch eine Bestellung an die Sammlerecke abgeschickt. Dort werden dann bis zu fünf Gratiscomics verschickt, übrigens auch ohne Kauf. Das halte ich für einen weitaus besseren Service.



Ich habe die Diskussion über das Format im Paniniformum in den letzten Tagen mitverfolgt. Ich war aber trotzdem zunächst etwas verwirrt, dass alle GCT-Ausgaben ein und dasselbe kleine Format hatten. Bei den meisten Heften geht das in Ordnung, da auch die Originale nur etwas größer sind. Ob es allerdings die großen Alben von Splitter passend repräsentiert, bezweifle ich etwas. Im Grunde genommen ist es dann eigentlich nur noch eine bessere Leseprobe. Aber egal, solange es kostenlos ist, sollte man nicht allzu viel herummeckern. Es haben sich schießlich viele Leute viel Arbeit gemacht, um Lesern und noch nicht Lesern diesen Service zu bieten.


Der Comic Courtney Crumrin hat mich dann zumindest graphisch auch voll überzeugen können. Die düsteren Zeichnungen vermitteln Spannung und Atmosphäre. Dabei wird der recht enge Grad zwischen beängstigendem Horror und cartoonartigem Humor in den Zeichnungen exzellent gehalten. Die Texte und vor allem die Dialoge von Autor Ted Naifeh konnten mich hingegen in erzählerischer Hinsicht nicht voll überzeugen. Alles wirkt momentan etwas abgehackt und noch ohne großen Erzählfluss auf mich. Es dauerte dann auch einige Seiten, bis ich mit der Geschichte dann auch tatsächlich warm geworden bin. Aber das kann auch daran liegen, dass man als Leser hier keine Einleitungsgeschichte serviert bekommt und offenbar schon einiges an Vorgeschichte passiert ist.

Ob ich jetzt voll bei CC einsteige, steht noch nicht fest und das lasse ich diesmal auch dem Urteil meiner beiden Kinder entscheiden. Mal sehen, was die davon halten.
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
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