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Alt 17.09.2012, 19:05   #251  
Ringmeister
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Quelle: OFDb (News-Mail vom 13. 09. 2012)

"Liebe(r) Leser(in),

ab heute ist die Dokumentation, die sich mit dem in den USA immer weiter ausbreitenden Phänomen der Real-Life-Superheroes auseinandersetzt, auf Blu-ray, DVD und als Video on Demand erhältlich. Regisseur Michael Barnett befasst sich darin in erster Linie mit den Menschen selbst, dem Leben das sie als selbsternannte Superhelden führen und den Motiven für ihre exzentrische Tätigkeit. Zusätzlich zu den verschiedenen über die USA und Kanada verteilten Superhelden, kommen außerdem Spiderman-Schöpfer Stan Lee, eine Polizistin des San Diego Police Departments, Eltern eines der Superhelden und, wer möchte es Barnett verdenken, eine mit der Thematik vertraute Psychologin zu Wort."

Und hier der IMDb-Link:
http://www.imdb.com/title/tt1792621/

Wenn man weiß, wo man ist, kann man sein, wo man will... (alter Fliegerspruch)
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Alt 17.09.2012, 20:56   #252  
Spideyfan1960
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Ist schon erstaunlich wie sich die Real Live Superheroes in den USA ausgebreitet haben. Auch in immer mehr US Serien wird dieses Thema aufgegriffen.
Ich habe übrigends heute mein neues Amazing Spider-Man Costume bekommen.
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Alt 17.09.2012, 21:02   #253  
Maxithecat
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Cool! Ging dann ja doch schnneller als erwartet!

...du hast übrigens einen Auftritt (hoffentlich) in Essen!
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Alt 17.09.2012, 21:23   #254  
Spideyfan1960
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Ja, wahnsinns schnell. Am Freitag bezahlt, ging am Freitag in den USA per FedEx raus. Und heute morgen war es da!
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Alt 18.09.2012, 18:14   #255  
Spideyfan1960
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Misteriöser Spider-Man in Unna:

http://www.derwesten.de/staedte/unna...id7059252.html

Wie der Zufall so spielt bin auch ich im Kreis Unna geboren.
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Alt 18.09.2012, 19:26   #256  
Maxithecat
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Du kommst aus Unna?

Wie kann man der "freundlichen Spinne aus Unna" eine Mail (!?) zuschicken, ohne das es JEDER bei Facebook lesen kann?
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Alt 18.09.2012, 22:54   #257  
Spideyfan1960
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Alt 19.09.2012, 20:35   #258  
Maxithecat
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Ich habs heute gelernt!

Er hat auch schon geantwortet: Hat leider keine Möglichkeit nach Essen zu kommen!

Schade. Aber ich habe ihn mal nach hierhin eingeladen!
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Alt 24.10.2014, 15:43   #259  
Servalan
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Standard Dylan Dog zitiert Amazing Spiderman

Roberto Recchioni und Angelo Stano haben das Cover von Dylan Dog #338: Mai più, Ispettore Bloch als Hommage an John Romitas Cover von The Amazing Spiderman #50 gestaltet.
Bonelli Editore wirbt mit dieser Hommage.
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Alt 25.11.2014, 10:35   #260  
Servalan
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Auf dem Sender AMC, bekannt durch Breaking Bad, läuft seit vier Staffeln die Serie Comic Book Men: Erdacht von Kevin Smith, der zugleich die Hauptrolle spielt, nämlich sich selbst als Besitzer des Comicshops Secret Stash. Mit 39 Episoden scheint die Serie so erfolgreich zu sein, daß die Konkurrenz hellhörig geworden ist.
Ob die jemals auf den deutschen Markt gelangen werden?

2012 versuchte sich der National Geographic Channel an einem ähnlichen Projekt, Comic Store Heroes. Davon existiert laut Wikipedia nur eine Episode. Und auf der Homepage des National Geographic Channel lassen sich keine Details zur Serie wie Cast und Crew mehr auffinden.
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Alt 11.12.2014, 11:14   #261  
Servalan
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Standard Gestern gesehen

GSI: Spezialeinheit Göteborg Staffel 2 Folge 1: Weißes Gold (Schweden 2012), Regie: Charlotte Brändström
Die Folge beginnt mit einer Sequenz, in der der Sohn der Hauptfigur, Olaf Falk, als Spider-Man verkleidet, in einem Baum herumklettert und dabei stürzt.
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Alt 11.12.2014, 13:22   #262  
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Standard Spider-Man in Kairo

Zwei junge Ägypter haben sich den Spaß erlaubt, im Spider-Man-Kostüm vier Tage lang durch die Megalopolis Kairo (ca. 20 Millionen Einwohner) zu flanieren.
Der Freelance-Fotograf Hossam Atef Farouk (20) hat den Koch Atef Saad (21) engagiert und hat sich mit ihm selbst in die Arbeiterbezirke der Metropole gewagt: Boulaq El-Dakrour, Sayeda Zeinab und Talbeya. In der überbevölkerten, lauten Metropole bewährt sich der Superheld in Alltagssituationen.
Kairo ist für Fotografen ein heißes Pflaster: Die beiden wurden auch mal von der Polizei gestoppt und mußten sich ausweisen. Damit die Aktion nicht platzte, trug Spider-Man über seinem Kostüm eine traditionelle Gelabaya.
Dementsprechend war Atef Saad nach der Tour erschöpft und meint, jeder Ägypter sei ein Superheld.

Die Fotostrecke befindet sich auf dem facebook-Account Antikka Photography.

Quelle: Reem Gehad: Spiderman 'exhausted' by Cairo, auf: ahramonline (7. Dezember 2014)

Geändert von Servalan (11.12.2014 um 13:28 Uhr)
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Alt 11.12.2014, 18:11   #263  
Ringmeister
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In der Serie "The Returned" gibt es ein lesbisches Pärchen, das sich auf einer Veranstaltung als Batman und Catwoman verkleidet.

Wenn man weiß, wo man ist, kann man sein, wo man will... (alter Fliegerspruch)
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Alt 13.12.2014, 15:16   #264  
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Standard Was ist ein Held? Was macht Heldentum aus?

Blogger Roberto de Lapuente macht sich so seine Gedanken, und nutzt dabei ein Bild mit Edward Snowden als Superman. In der Glosse dazu, Kein Held, was er verspricht, heißt es:
Zitat:
Ich kann mir ohnehin nicht vorstellen, dass ein Held sich den Arsch abwischt. Superman kackt nicht. Batman sitzt nicht mit Tageszeitung auf dem Scheißhaus und schabt sich die Öffnung sauber. Captain America sitzt im Einsatz nicht mal auf Stühlen, wie kann er dann Stuhlgang haben? Undenkbar! Menschen müssen das aber tun. Sollten sie. Das gehört zur Erziehung. Wer jedenfalls was auf sich hält, der tut es. Und weil dem so ist, kann kein Mensch ein Held sein. Heldenhaft ja, denn »heldenhaft« sagte ja: Dass eine beschränkte Handlung »wie ein Held« getätigt wurde. Und zwischen »wie etwas sein« und »sein« ist halt doch ein kleiner Unterschied.
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Alt 14.12.2014, 14:02   #265  
Servalan
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Standard Ein Superheld auf dem Titel einer politischen Zeitschrift

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Elio Vittorini, ein Intellektueller, Schriftsteller und Übersetzer, die Zeitschrift Il Politecnico (1945-1947), die von der Kommunistischen Partei Italiens (PCI) finanziert wurde. Vittorini hat sich schon als Kind für Comics begeistert und öffnete den Horizont über das Politische hinaus, folglich vertrat er einen erweiterten Kulturbegriff. Auf diese Weise sorgte er für die ersten italienischen Peanuts-Strips und bereitete den Boden für Magazine wie Linus.
Die vierte Ausgabe von Politecnico erhielt einen ironischen Titel mit einer "Super-Micky Maus", der nach der damaligen Lesart der gewöhnlichen Micky Maus feindlich gesonnen war. Der Beleg stammt von Annalisa Stancanelli und liest sich im Original so:
Zitat:
Nel numero 4 del “Politecnico” si trova una vignetta con Supertopolino, nella quarta pagina, con una didascalia veramente illuminante e interessante che rivela l’impronta vittoriniana:
“gli uomini hanno inventato il superuomo. E Walt Disney ha inventato dopo Topolino, il Super-topolino. E Super-topolino è nemico di Topolino come il superuomo è nemico dell’uomo. Quello nella favola del cartone animato, come questo nella vita”.

Geändert von Servalan (14.12.2014 um 15:40 Uhr)
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Alt 15.12.2014, 15:07   #266  
Servalan
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Standard Schüler werden Lebensretter

In Wuppertal sollen Schüler in Sachen Notfallmedizin ausgebildet werden. Optisch unterstützt wird diese Aktion unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters durch Lebensretter in Superheldenkostümen.
Zitat:
Jeder Sechstklässler der Stadt soll mit Ende des Jahres in der Lage sein, einem Menschen mit plötzlichem Herzstillstand das Leben zu retten. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich das Institut für Notfallmedizin am HELIOS Klinikum Wuppertal gesetzt. Mit Unterstützung der Klinik für Anästhesiologie und in Kooperation mit der Wuppertaler Feuerwehr sollen zwischen dem 22. September und dem Jahresende unter dem Motto "Wir werden Lebensretter!" alle sechsten Klassen der Stadt eine kostenlose Erste-Hilfe-Schulung durchlaufen. Einzige Voraussetzung: Die Schulen müssen einen Termin vereinbaren.
Den Anlass für diese weit und breit einmalige Aktion unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Jung bietet die bundesweite "Woche der Wiederbelebung" vom 22. bis zum 26. September.
(...)
Die Schulklassen bekommen bei der Schulung ein Paket, in dem sich diverse Informationsmaterialien zur Ersten Hilfe und eine Übungspuppe befinden. So können die Sechstklässler mit ihren Lehrern auch nach der Schulung weiter damit arbeiten. "Wir wollen hier kein Strohfeuer entfachen", sagt Jörn Grabert, Pressesprecher des HELIOS Klinikums Wuppertal. "Die Kampagne soll jedes Jahr wiederholt werden, so dass wir irgendwann sagen können, dass jeder Schüler, der in Wuppertal eine Schule verlässt, mindestens ein Mal in Erster Hilfe bei Herzstillstand geschult wurde."
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Alt 15.12.2014, 15:37   #267  
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Standard Superman ist Raoist

Ein langer Artikel über Religion und Comichelden von Claudius Origat in der christlichen Zeitschrift Chrismon (November 2014):
Zitat:
"Großer Rao!"
Lange Zeit war es unter Comic-Helden verpönt, eine Religion zu haben. Das Tabu ist gefallen. Wer weiß, vielleicht bricht ja demnächst zwischen evangelikalen und muslimischen Zeichentrickfiguren ein Kulturkampf aus
(...)
Vor vier Jahren hatte die Handy-Community Qeep in mehreren Ländern junge Leute zwischen 17 und 25 Jahren nach ihren persönlichen Helden gefragt. In Deutschland belegten Gott und Brad Pitt mit jeweils 5,4 Prozent nur Rang zwei. An der Spitze: Superman. 19,8 Prozent von 3700 befragten Deutschen votierten für ihn. Inzwischen erzählen fünf Kinofilme, sieben Fernsehserien, mehr als ein Dutzend Games und unzählige Comic-Hefte und -Bücher von seinen Abenteuern.
(...)
Erst seit den 90ern setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass moderne Comic-Helden beliebter werden, wenn man sie vielschichtig anlegt: dass sie sich verlieben, trauern, sich mit Macken und Problemen plagen – und eben auch eine Einstellung zur Religion haben.

comicbookreligion.com
1993 erscheint bei Marvel Comics "The Infinity Crusade", eine mächtige und mysteriöse Göttin entführt eine ganze Reihe von Superhelden – offenbar wegen massiver religiöser Intoleranz. Tatsächlich sind alle verschwundenen Charaktere in irgendeiner Form religiös. So wurden auf einen Schlag gleich 33 Berühmtheiten aus dem Superhelden-Universum geoutet, unter ihnen Spider-Man, Silver Surfer, Daredevil und Captain America.
Einen Überblick über die Religionszugehörigkeit von Superhelden heute bietet der Amerikaner Preston Hunter. In seiner Comicbook-Religion-Database belegt der 42-jährige Programmierer die religiöse Ausrichtung von über 25 000 Figuren mit Quellen. Keine einfache Recherche, denn nur wenige Anlässe wie Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen fördern die Konfession eines Superhelden zweifelsfrei zutage. Hunter bestätigt, dass Spider-Man, Captain America und überhaupt die meisten klassischen Superhelden-Stars Protestanten seien.
Der bekannteste bekennende jüdische Superheld heißt Ben Grimm, einer von den Fantastischen Vier, auch „Das Ding“ genannt. Nach dem Start der Comic-Serie 1961 war lange nichts über dessen Reli*giosität bekannt. Erst im August 2002 erschien die Ausgabe, in der man Ben Grimm das traditionelle jüdische Gebet „Sch’ma Israel“ sprechen sah.
Wenige Ausgaben später feierte er seine verspätete Bar-Mizwa, nicht ohne rauschende Party mit anderen Superhelden-Kumpels.
Manchmal machen Charaktere auch erstaunliche Sprünge von einer Religion zur anderen, je nachdem, welche Autoren über die Jahre an den verschiedenen Storys geschrieben haben. Selten lässt sich gar keine Konfession zuweisen, etwa bei Iron Man. Bei ihm vermerkt die Datenbank mangels Alternative, er sei Anonymer Alkoholiker. Und den Superhelden Quasar, der früher Marvel-Boy hieß, hat Hunter zum „größten Atheisten“ überhaupt gekürt. Quasar ist überzeugter Glaubensabstinenzler – und verhält sich stets moralisch einwandfrei.
(...)

Muslimische und evangelikale Helden - eine Begegnung könnte übel enden
Auch zwei andere bekannte Katholiken kommen bei Preston Hunter schlecht weg. Daredevil, Kind einer Ordensschwester, und Hulk werden wegen diverser Frauengeschichten und regelmäßig wieder*kehrender jähzorniger Gewalttätigkeit auf der Skala als „nicht gut-katholisch“ eingestuft.
Seit über einem Jahr ist der Comics Code, der religiöse Zurückhaltung forderte, offiziell vom Tisch. Religion macht jetzt Kasse, und auch traditionell eher intolerante religiöse Gruppen haben die Welt der Comic-Strips für sich entdeckt. Schon seit Juli 2006 kämpfen die ultra-christlichen „Spirit Warriors“ vaus dem Hause LifeWay in den USA um die Seelen der Comic-Leser. Auch „The 99“, erdacht von einem jordanischen Autor und produziert von einem kuwaitischen Medienunternehmen, kommen in den USA ziemlich gut an. Hier besteht das Superhelden-Team ausschließlich aus frommen Muslimen. Ein Aufeinandertreffen von „Spirit Warriors“ und „The 99“ in einem weiteren Comic könnte übel enden.
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Alt 15.12.2014, 15:51   #268  
Servalan
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Standard Spiderman vs Tuberkulose

Shu Chang, 2011 Doktorand im Xiehe-Spital der Elite Universität Qinghua (Tsinghua), hat eine besondere Methode entwickelt, sich Dinge besser zu merken: «Repetitionsnotizen aus dem 8-Jahr-System, von einem Medizinstudent, der die Auswirkungen unfähig ist zu ertragen» (chin. ba nian zhi fuxi biji, shangbuqi de xueyi ren). Bekannter ist seine Methode unter dem leichteren Namen "Memory-Cartoon".
Zitat:
Die Hongkonger Epoch Times, die Jinhua shibao und andere chinesische Zeitungen berichten über ein neues Internet-Phänomen: Ein Comic zur klinischen Medizin stürmt die sozialen Medien. (...)
Die 30 Notizen von Shu Chang bevölkern Spiderman, Hühner, ein Bild aus dem chinesischen Schach, Comicfiguren und Wesen aus Chinas Mythologie und der Religionen. Sie alle sind säuberlich verbunden mit medizinischem Wissen. Laut Shu Chang dienten die Zeichnungen als seine mnemotechnische Hilfsmittel, um sich das viele komplexe klinische Wissen besser einzuprägen.
Er habe sich, sagt er, 2009 von einem ausländischen Medizinbuch inspirieren lassen. So fing er an, das abstrakte Wissen der Medizin auf Bilder zu übertragen. Spiderman hält etwa in der einen Hand eine Hantel, in der anderen einen Teddybär, was dann für ihn die Merkhilfe für die klinischen Diagnosetypen von Tuberkulose darstellte. (...)
Die Skizzen sind so beliebt, dass viele ihn baten, sie als Buch herauszugeben. Shu Shang möchte jedoch vorerst weiter zeichnen. Erst ab hundert Zeichnungen sollte es ein Buch ergeben. Die Technik, die Shu Chang verwendet, ist auch als «Memory Cartoon»-Methode bekannt. Dr. Verena Steiner entwickelte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH die Technik des Memory Cartoons innerhalb eines Kursprogramms. Für sie ist diese Technik eine Möglichkeit, anhand von Comics grosse Stoffmengen, Listen, Reden oder andere komplexe Zusammenhänge zu memorieren. Offenbar gilt dies auch für chinesische Medizinstudierenden.
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Alt 15.12.2014, 16:31   #269  
Servalan
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Standard Noch einmal Superhelden und Medizin

Diesmal geht es um Organspende und Comicplakate. Dazu wurden DC-Superhelden eingespannt.
Zitat:
MONA MOTAKEF, Sozialwissenschaftlerin im Arbeitsbereich für Soziale Ungleichheit und Geschlecht der Universität Duisburg-Essen
Sein wie Superman
Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur

Das Deutsche Herzzentrum (DHZB) in Berlin ist, laut Selbstdarstellung, eine »Hochleistungsklinik«, spezialisiert auch auf Transplantationen. Diese sollen ausgeweitet werden, was jedoch nicht so recht zu gelingen scheint. Um Abhilfe zu schaffen, lanciert das Herzzentrum Werbekampagnen mit popkulturellen Referenzen, wie zum Beispiel die Comic-Plakataktion »Das kannst Du auch«.
(...)
Dass das DHZB auch Comic-Figuren für geeignete Sympathieträger hält, zeigt seine Vorgänger-Kampagne, die ich mir genauer angeschaut habe. Fünf Comic-Motive wurden seit Oktober 2009 überall in Berlin verbreitet, als bunter Blickfang auf Bussen und großen Werbetafeln. Mit ihren Körpern, Kleidern und Masken sahen sie aus wie Superman und Batman und Wonder Woman und Supergirl, allesamt bekannt aus den Bildergeschichten des US-amerikanischen Verlags DC Comics.
Einer der plakatierten Superhelden fliegt über die Dächer des nächtlichen Berlins und rettet eine Frau aus meterhohen Flammen. Eine Superheldin hilft einem Jungen aus einem Wasserstrudel. »Das kannst Du auch«, verheißt die bebilderte Botschaft, denn: »Organspende heißt Leben retten«. Jede/r kann sein wie Batman, der im US-Comic ja eigentlich ein ‚durchschnittlicher’ Mensch ist und nur dann zum Superhelden wird, wenn er sich die Maske überzieht. Dem Herzzentrum geht es allerdings nicht um Maskerade, sondern um das Ausfüllen eines Organspendeausweises.
So auch in der Adaption des Berliner Herzzentrums: In einem Bild trägt der Superheld eine junge Frau auf seinen starken Armen aus den Flammen, deren knappes Kleid verrutscht und deren Oberkörper halb entblößt ist. In einem anderen Bild erscheint die Superheldin mit großen Brüsten sehr weiblich und rettet einen Jungen, der ihr Sohn sein könnte. Die Figuren sind Prototypen idealisierter Männlichkeit und Weiblichkeit. Gleichzeitig überbieten sie mit ihrer Kraft, ihrer Intelligenz, ihrem Engagement die gängige Norm.
(...)
Das Herzzentrum agiert subtiler, anstatt eines erhobenen Zeigefingers tritt es selbst als Geber des Identitätsangebotes auf, Superheldin oder Superheld zu werden. Wer sich zur Organspende bekennt, gilt nicht als unweiblich oder unmännlich, schwach, doof und überflüssig. Vielmehr gewinnt er oder sie an sozialem Prestige, so jedenfalls das Versprechen der Kampagne.
Die Heroisierung ist unredlich. Denn erstens wird suggeriert, dass es über Organspende nichts mehr zu verhandeln gibt. Organspende tritt dadurch als Thema aus der Sphäre des Politischen heraus. Zweitens wird verschleiert, dass Transplantationen nicht nur segensreich sein, sondern auch als sehr problematisch erlebt werden können. Mit dem Imperativ des Ursprung-Comics »Böses zu verhindern« und der Übersetzung des Berliner Herzzentrums »Tod zu verhindern«, wird Transplantieren ausschließlich mit Retten gleichgesetzt.
(...)
aus: BIOSKOP Nr. 53, März 2011, Seiten 12+13
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Alt 15.12.2014, 17:05   #270  
Servalan
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Die Firma Wylie Communications Incorporated nutzt für ihren Klienten CenterPoint Energy hinsichtlich Sicherheit bei FSA-Accounts ein ganzes Superheldenteam.
Zitat:
Superheroes to the rescue
Posted by Ann Wylie on June 6, 2012

Put this tool in your utility belt
When CenterPoint Energy needed to generate excitement for its United Way giving drive, they turned to some unlikely folks for help.
The Blue Flame, Energy Force, Major Setback, The Mysterious Matrix, Pipeline and Power Arc all showed up to get the word out about the campaign.
These superheroes appeared on the campaign’s posters and messages to leaders. Some even made personal appearances: CenterPoint employees wore superhero costumes to United Way campaign kickoff meetings and in the community for a movie.
Over the years, thanks to blockbuster campaigns like this one, CenterPoint has seen participation climb from 46% in 2007 to 63 percent in 2012 campaign, reports Lisa Foronda, CenterPoint Energy Community Relations supervisor.
And total employee contributions have risen from $1.2 million in 2007 to $1.64 million in 2012.

Drive action with superheroes.
(...) At he center of this campaign was Flexman and his sidekick Piggy Bank. “[We] decided that a cartoon superhero would have the widest appeal and garner the most attention,” says Christine Miller, whose Millerwood Communications worked on the campaign. Flexman starred in some animated Web cartoons, which Ceridian shared with its client companies for distribution to their eligible employees.
Flexman garnered attention and drove employees to act. The campaign increased enrollment by 14.7% — about seven times the original goal.
Der Grund für die Comicbegeisterung liegt bei Bill Wylie, einem ehemaligen Marvel-Zeichner.

Geändert von Servalan (15.12.2014 um 17:57 Uhr)
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Alt 21.12.2014, 13:29   #271  
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Standard Am 18. Dezember im Kino gestartet

Die Wolken von Sils Maria (Frankreich / Deutschland / Schweiz 2014), Buch und Regie: Olivier Assayas
Der Film spielt in der Künstler- und Filmbranche. Für Superheldenfans könnte eine Ebene interessant werden, wenn ich der Rezension des Donaldisten Thomas Vorwerk trauen darf.
Zitat:
Während bei Cronenberg ein Problem darin besteht, dass die Figuren (und die Situation) zu satirisch überzeichnet sind (man hat fast das Gefühl, dass er gar nicht will, dass man sich zu sehr mit seinen »Opfern« identifiziert), verliert sich der Assayas ein wenig in der Gegenüberstellung von Extremen: alt und jung, europäisch und amerikanisch, Kunst und Kommerz, wobei es immerhin ganz clever ist, dass man einen teuer produzierten Blockbuster zwischen Sci-Fi und Marvel (incl. einer Scarlet Witch«) nicht einfach als »Blödsinnsfilm« ablehnt, sondern es eine Diskussion darüber gibt, inwiefern dieses Kino einfach mit anderen Mitteln zur detaillierten Analyse einlädt (wobei die Fronten hier dann doch wieder deutlich in die Lager »Old Europe« und »up and coming US of A« aufgeteilt sind). Man hat aber das Gefühl, Assayas' Standpunkt klar zu erkennen. Zum einen aufgrund der Art und Weise, wie er einen Film-im-Film inszeniert, zum anderen, weil ein erwähntes Remake von Forbidden Planet (repräsentativ für die Art von Filmen, die man heutzutage dreht) bei all meiner Liebe zum Originalfilm einfach unfassbar absurd klingt. Doch auch die Kunstelite wird der Lächerlichkeit preisgegeben, nur mit anderen Mitteln.
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Alt 25.12.2014, 19:06   #272  
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Standard Comic im Theater (Archiv)

Der Beitrag lief im Oktober 2010 auf Deutschlandradio Kultur, ob und wie die Fortsetzungen auf der Bühne gelaufen sind, bleibt offen.
Zitat:
Comic im Theater
“Gotham City” von Rebekka Kricheldorf im Theaterhaus Jena
Von Michael Laages

Die Spielzeit im Theaterhaus Jena wird mit einem Bühnen-Comic eröffnet, das eine scharfe, schrille Komödie sein soll - zumindest ist Stück wie Inszenierung anzumerken, dass es genau darum geht. Genau das aber wird dann zum Problem.
Alle Helden der Comic-Geschichte sind versammelt, vom Super- bis zum Spider-Man; und als Catwoman, im Hauptberuf Bürgermeisterin kurz vor der Wiederwahl, zur Wahlparty bittet, gibt's im zweiten Teil den Superman gleich doppelt – die beiden treten an zum komischen Duell des angemaßten Heldentums; Zack-Boom-Crash-Sprechblasen inklusive.
Vor allem aber versammelt Rebekka Kricheldorf in "Gotham City" (wo Batman und Catwoman bekanntlich zu Hause sind) einen Haufen chronischer Loser, um mit diesen Bühnen-Comic die Spielzeit im Theaterhaus Jena zu eröffnen. Noch-Hausherr Markus Heinzelmann führt Regie; es ist die letzte Spielzeit des Intendanten in Jena.
(...)
Auch Kricheldorfs Text allerdings gibt sich zuweilen ziemlich wiederholsam, und gegen Ende will und will er nicht enden: noch eine Pointe, noch eine Wendung, noch ein mögliches Finale … Komisch: Da kann eine noch junge, aber schon sehr erfahrene Autorin offenkundig ihrerseits durchaus komisch schreiben, aber dann findet sie vor lauter Begeisterung über sich selber kein Ende.
Das Theaterhaus-Ensemble in Jena allerdings, jung und engagiert wie immer, stemmt diese komödiantische Überanstrengung auch über die Durchhängestationen des Abends hinweg. Teil 2 (Gotham City – Der Film; im April) und Teil 3 (Gotham City – Das Musical; zum Saisonschluss nächsten Sommer) können also kommen.
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Alt 29.12.2014, 11:21   #273  
Servalan
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Standard Warum heißt Lois Lane, wie sie heißt?

Gibt es da eine Verbindung zu Lois Long?
Zitat:
Lois Bancroft Long (December 15, 1901 - July 29, 1974) was a popular American writer for The New Yorker during the 1920s. She was known under the pseudonym "Lipstick" and as the epitome of a flapper.
She was born on December 15, 1901, in Stamford, Connecticut, the oldest of three children to William J. and Frances Bancroft Long. She graduated from Vassar College. Long had worked at Vogue and Vanity Fair before finding fame at The New Yorker. Harold Ross hired her to write a column on New York nightlife. Under the name of Lipstick, Lois Long chronicled her nightly escapades of drinking, dining, and dancing. She wrote of the decadence of the decade with an air of aplomb, wit, and satire, becoming quite a celebrity. Because her readers did not know who she was, Long often jested in her columns about being a "short squat maiden of forty" or a "kindly, old, bearded gentleman." However, in the announcement of her marriage to The New Yorker cartoonist Peter Arno, she revealed her true identity.
(...)
She started at Vogue and then went to Vanity Fair, but Long found her niche -- and fame -- when Harold Ross snagged her for his new magazine, The New Yorker.
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Alt 29.12.2014, 11:57   #274  
G.Nem.
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Zitat:
Zitat von Servalan Beitrag anzeigen
Gibt es da eine Verbindung zu Lois Long?
Möglich ist natürlich alles, aber beweisen lässt sich's nicht.
Generell – Lois Long war eine schillernde Persönlichkeit, die schon längst eine Graphic Novel verdient hätte.
Mein Lieblingszitat von Mrs Long:
"Tomorrow we may die, so let’s get drunk and make love."
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Alt 05.01.2015, 20:04   #275  
Servalan
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Großstadtrevier Folge 363: Pauls Versuchung (NDR 2014), 48:17 Minuten
Es geht um Drogenhandel vor einer Schule. Der Vater eines süchtigen Schülers wehrt sich gegen einen Straßendealer, und ein Polizist, Paul Dänning, steht ihm bei. Auf der Wache fallen kurz danach Begriffe wie Gotham, Spiderman, Batman und später wird der Vater von einer Zeitung mit Zorro verglichen.

... und vom XXXLutz Service läuft zur Zeit ein Spot mit einem Jungen in einem Superheldenkostüm.

Geändert von Servalan (22.02.2023 um 14:51 Uhr)
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