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Alt 22.05.2015, 15:42   #401  
Servalan
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"Früher oder später kriegen wir sie alle!" (alter Werbespruch von Danone)

Neal Stephenson (Jahrgang 1959) gehört zu den weltweiten Stars des Cyberpunk. Spätestens seit Snow Crash (1991) zählt der Science-Fiction-Autor, Naturwissenschaftler und Softwareentwickler zu den Prominenten der digitalen Gegenwart. Zeitweise beriet er den Gründer von Amazon.com, Jeff Bezos, bei dessen privatem Raumfahrtunternehmen Blue Origin. Die Softwarefirma Subutai Corporation hat er mitgegründet.
Für seine Comicserie hat er seine Beziehung zu seinem Geschäftspartner Bezos reaktiviert:
Neal Stephenson, Charles C. Mann, Mark Teppo und Ellis Amdur (Szenario) / Robert Sammelin (Zeichnungen): Cimarronin: A Samurai in New Spain (Amazon's Jet City Comics 2014, erhältlich für Kindle Serial und über Comixology) - Neue Ausgaben der Serie erschienen alle drei Wochen.
Zitat:
Foreworld itself—a shared world co-created by Stephenson and Teppo—is set in a world where a European martial arts tradition has evolved, resulting in a kind of Westernized Shaolin monks wandering the world.

Cimarronin follows in that milieu, with a tale set in the early 1600’s centering on Kitazume, a disgraced outcast samurai who teams up with a roue Jesuit priest in Manila to help deliver a Chinese princess to Mexico. Throw in silver mines, scheming folks on both the Spanish and Chinese sides and escaped alves known as the cimarrónes and you have globe trotting adventure 17th century style. Amazon has released the cover and some process art for a look at the series.
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Alt 23.05.2015, 14:36   #402  
Servalan
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Sverre Årnes (Jahrgang 1949) ist ein produktiver norwegischer Autor. Seit 1978 veröffentlichte er mehr als 200 Romane und über tausend Kurzgeschichte, darüber hinaus schrieb er etliche Artikel und übersetzte aus dem Englischen ins Norwegische. Den Löwenanteil seiner Gesamtauflage von über drei Millionen Exemplaren bestreit seine anonym publizierte Serie Jordmoren (Die Hebamme), deren 66 Bände über zwei Millionen mal über den Ladentisch gingen.
Seltener schreibt er Drehbücher für Kurzfilme und Spielfilme, bei denen er selbst Regie führt.
Zitat:
Neben einer weiteren Reihe von Romanen wie Viking. wirkte er auch als Comicautor für die Comicreihe Phantom und Agent 007 sowie zu dem Comic Vangsgutane.

Nach dem vorläufigen Ende der norwegischen Olsenbande-Filmreihe 1982, schrieb er 1983 als Drehbuch eine nicht verwirklichte Fortsetzung einer Handlung zu Hurtigruten-Cuop. Trotz entsprechender Bemühungen konnte aufgrund finanzieller Engpässe das Manuskript zum Film nicht umsetzt werden. Die Handlung des ursprünglichen Drehbuches dieses Films wurden von Knut Bohwim umgeschrieben bzw. stark verändert und dafür dann 1984 die eigenständige Fortsetzung …men Olsenbanden var ikke død! gedreht. Die Texte für den Comic wurden von Sverre Årnes entsprechend umgeschrieben und die Zeichnungen wurden hier sowie ebenso bei den folgenden Ausgaben von Håkon Aasnes gestaltet. Nach dem Erfolg des ersten Albums schrieb Årnes als Comicautor weitere Olsenbande-Comicfortsetzung. Sämtliche norwegische Olsenbande-Comicalben wurden von dem Comiczeichner Håkon Aasnes gezeichnet und alle bis 1988 in Norwegen veröffentlicht. Der Regisseur Knut Bohwim wollte auch zu den weiteren erschienenen norwegischen Olsen-Comics, eigenständige Olsenbanden-Spielfilme als Fortsetzung drehen, aber für diese Projekte bekam er ebenfalls nie die entsprechenden finanziellen Mittel zur Vorfinanzierung zusammen und konnten daher gleichfalls nicht verwirklicht werden. (...)

Bibliografie (Auswahl) (...)

Comicautor
1991 bis 1998: Phantom
seit 2011: Vangsgutane

Olsenbanden-Comic-Alben
1983: Olsenbanden raner hurtigruta. (Die Olsenbande plündert die Hurtigruten). Autor: Knut Bohwim; Szenario: Sverre Årnes; Zeichnungen: Håkon Aasnes.
1984: Olsenbanden og Hodeskallekuppet (Die Olsenbande und der Totenkopf-Coup), Autor/Szenario: Sverre Årnes; Zeichnungen: Håkon Aasnes.
1985: Olsenbanden kupper smuglerskatten (Die Olsenbande und der Schmugglerschatz-Coup), Autor/Szenario: Sverre Årnes; Zeichnungen: Håkon Aasnes.
1986: Olsenbanden Dobbeltgjengeren (Die Olsenbande und der Doppelgänger), 210 × 280 mm, Autor/Szenario: Sverre Årnes; Zeichnungen: Håkon Aasnes., ISBN 82-535-0772-0.
1988: Olsenbanden kupper Quruks stjerne (Die Olsenbande und der Quruks-Stern-Coup), Autor/Szenario: Sverre Årnes; Zeichnungen: Håkon Aasnes., ISBN 82-535-1071-3.
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Alt 23.05.2015, 17:54   #403  
Schlimme
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Bei Paul Gordeaux bin ich mir nicht sicher. Der Mann war wichtiger französischer Journalist.

Aber seine senkrechten Comicstrips ("Le crime ne paie pas", "Les Amours célèbres") waren im Frankreich der 50er Jahre vielleicht noch berühmter.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Paul_Gordeaux

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Alt 24.05.2015, 00:50   #404  
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Sjón (Jahrgang 1962), bürgerlich heißt der isländische Poet (Gedichte und Lyrics), Schriftsteller, Musiker und Künstler Sigurjón Birgir Sigurðsson. Für seine Gedichte und Romane wurde er mit mehreren isländische Kulturpreise ausgezeichnet. Als Johnny Triumph stand er bei den Sugarcubes auf der Bühne, und seither arbeitet er regelmäßig mit Björk zusammen. 2001 heimste seine Kooperation mit dem Drehbuchautor und Regisseur Lars von Trier bei dem Musical Dancer in the Dark (Dänemark 2000) eine Nominierung bei den Oscars ein: Sjóns von Björk gesungenes Lied "I've Seen It All" galt als einer der besten Songs.
Zitat:
Am 27. Mai 2006 trat er bei „Weltklang – Nacht der Poesie“ während des poesiefestivals berlin auf. 2006 erschien im Kleinheinrich Verlag mit „gesang des steinesammlers“ (isl. „söngur steinasafnarans“) zum ersten Mal einer seiner Lyrikbände in deutscher Sprache. In die Anthologie „Wortlaut Island“ wurden mehrere Texte von Sjón aufgenommen.

2007 war Sjón Inhaber der Samuel-Fischer-Gastprofessur für Literatur am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin. (...)

Comic
Ævintýri Tinnu og Hreins Borgfjörð 1937 (1989)
Er schrieb das Szenario, die Zeichnungen stammen von dem Bildenden Künstler Þorra Hringssyni.
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Alt 24.05.2015, 13:53   #405  
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Paul Cornell (Jahrgang 1967) ist ein britischer Autor, dessen Name in erster Linie mit seinen Beiträgen zur Kultserie Dr Who (BBC) verbunden, für die er Drehbücher verfaßt, Tie-in-Romane und Comics geschrieben hat. Cornell hat die Figur der Bernie Summerfield erfunden, einen neuen Companion für den 7. Doktor (Virgin Publishing). Desweiteren hat er Drehbücher für die Fernsehserien Robin Hood, Primeval, Casualty, Holby City und Coronation Street verfaßt.
Zitat:
Cornell has also written for a number of British comics, as well as Marvel Comics and DC Comics in America, and has had four original novels published in addition to his Doctor Who fiction. (...)

Comics

Doctor Who:
- "Stairway to Heaven" (with co-author John Freeman and pencils by Gerry Dolan and inks by Rex Ward, in Doctor Who Magazine No. 156, 1990)
- "Teenage Kicks" (illustrated text story, in Doctor Who Magazine No. 163, 1990)
- "The Chameleon Factor" (with pencils by Lee Sullivan and inks by Mark Farmer, in Doctor Who Magazine No. 174, 1991)
- "Emperor of the Daleks" (with co-author John Freeman and art by Lee Sullivan, in Doctor Who Magazine #197–202, 1993)
- "Time and Time Again" (with art by John Ridgway, in Doctor Who Magazine No. 207, 1993
- "Metamorphosis" (with art by Lee Sullivan, in Doctor Who Yearbook 1993)
- "Blood Invocation" (with art by John Ridgway, in Doctor Who Yearbook 1995)

Pan-African Judges (with Siku, in Judge Dredd Megazine vol. 2 #44–49, 1993–1994)
Deathwatch: "Faust & Falsehood" (with Adrian Salmon, in Judge Dredd Megazine vol. 3 #8–13, 1995–1996)
XTNCT (with D'Israeli, in Judge Dredd Megazine #209–214, 2003–2004, trade paperback, XTNCT: CM ND HV G F Y THNK YR HRD NGH!, 48 pages, hardcover, December 2006, ISBN 1-904265-69-3)
Wisdom (with Trevor Hairsine and Manuel Garcia, 6-issue limited series, Marvel Comics, January–July 2007, tpb, 144 pages, August 2007, ISBN 0-7851-2123-4)
Young Avengers Presents No. 4 (with Mark Brooks, Marvel Comics, April 2008, collected in Young Avengers Presents, 144 pages, October 2008, ISBN 0-7851-2975-8)

Captain Britain and MI: 13 #1–15 plus annual (with Leonard Kirk, ongoing series, Marvel Comics, May 2008 – July 2009):
- Secret Invasion (collects Captain Britain and MI: 13 #1–4, 104 pages, Panini Comics, January 2009, ISBN 1-84653-407-0, Marvel Comics, March 2009, ISBN 0-7851-3344-5)
- Hell Comes To Birmingham (collects Captain Britain and MI: 13 #5–9, 120 pages, Panini Comics, June 2009, ISBN 1-84653-423-2, Marvel Comics, July 2009, ISBN 0-7851-3345-3)
- Vampire State (collects Captain Britain and MI: 13 #10–15 + annual #1, 184 pages, Marvel Comics, October 2009, ISBN 0-7851-3952-4)

Fantastic Four: True Story (with Horacio Dominguez, 4-issue mini-series, Marvel Comics, July–October 2008)
Dark Reign: Young Avengers (with Mark Brooks, 5-issue limited series, Marvel Comics, May–September 2009)
Dark X-Men: The Beginning (with Leonard Kirk, 3-issue mini-series, Marvel Comics, September–October 2009, hardcover, December 2009, ISBN 0-7851-4230-4)
Black Widow: Deadly Origin (with Tom Raney and John Paul Leon, 4-issue mini-series, Marvel Comics, January–April 2010)
Dark X-Men (with Leonard Kirk, 5-issue limited series, Marvel Comics, January–May 2010, premiere hardcover, June 2010, ISBN 0-7851-4526-5)
Action Comics #890–904 (with artist Pete Woods, ongoing series, DC Comics, August 2010 – October 2011)
Soldier Zero #1–7 (with Javier Pina, ongoing series, POW! Entertainment/Boom! Studios, October 2010 – April 2011)
Knight and Squire (with artist Jimmy Broxton, 6-issue limited series, DC Comics, December 2010 – May 2011)
Batman & Robin #17–19 (with Scott McDaniel, ongoing series, DC Comics, November 2010 – January 2011)
Stormwatch #1–6[28] (with Miguel Sepulveda, ongoing series, DC Comics, November 2011 – February 2012)
Demon Knights #1–14 (with Diogenes Neves, ongoing series, DC Comics, November 2011 – November 2012)
Saucer Country #1–14 (with Ryan Kelly, ongoing series, Vertigo, May 2012 – April 2013)

Wolverine vol. 5 (March, 2013-January, 2014):
- Volume 1: Hunting Season (hc, 136 pages, 2013, ISBN 0-78518-396-5) collects:
"Hunting Season" (with Alan Davis, in #1-4, 2013)
"Drowning Logan" (with Mirco Pierfederici, in #5-6, 2013)
- Volume 2: Killable (hc, 160 pages, 2014, ISBN 0-78518-397-3) collects:
"Mortal" (with Mirco Pierfederici, in #7, 2013)
"Killable" (with Alan Davis, in #8-13, 2013-2014)

Wolverine vol. 6 (February, 2014-October, 2014):
- Three Months to Die Book 1 (hc, 160 pages, 2014, ISBN 0-78515-419-1) collects:
"Rogue Logan" (with Ryan Stegman and David Baldeon, in #1-4, 2014)
"His Own Skin" (with Gerardo Sandoval, in #5, 2014)
"The Madripoor Job" (with Gerardo Sandoval, in #6-7, 2014)
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Alt 25.05.2015, 13:36   #406  
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Kevin Grevioux (Jahrgang 1962) bekannteste Rolle dürfte die des "Raze" aus der Underworld-Kino-Serie sein. Grevioux' sonore tiefe Stimme ist zu seinem Markenzeichen geworden.
Als Schauspieler wirkte er in Filmen wie The Mask, Steel, Congo, The Hulk, Men in Black II, Tim Burtons Remake des Klassikers Planet of the Apes und Batman Forever mit. Er schreibt Drehbücher für das Kino und für Fernsehserien.
Zitat:
He also started a graphic novel company called DarkStorm Studios in 2003. (...)
He appears in the film himself as a lycan, Raze, and returned as the character in the Underworld prequel Underworld: Rise of the Lycans, which he will also be adapting into a comic book mini-series. He also expressed an interest in telling more Underworld stories in comic form if this proves successful. (...)
Early 2006 saw Grevioux form two comic book imprints, Astounding Studios and DarkStorm Studios. Grevioux's Astounding Studios imprint was to focus on all-ages titles such as Valkyries, Guardian Heroes and The Hammer Kid. The Darkstorm Studios imprint was a more mature line, including the books Alivs Rex, Skull and Guns and Uzan, The Mighty. (...)
Grevioux wrote Marvel Comics' New Warriors volume 4. Grevioux also wrote Adam: Legend of the Blue Marvel, a character he created years ago as a young teenage comic book fan. The mini series was drawn by Mat Broome and Roberto Castro. He is also in the process of writing a story featuring Lee Falk's characters The Phantom and Mandrake the Magician, co-written with Mike Bullock. He will also be writing ZMD: Zombies of Mass Destruction for Red 5 Comics. (...)
He sold the original screenplay for the film adaptation of his Darkstorm Studios graphic novel, I, Frankenstein, to Lakeshore Entertainment, which also produced the Underworld films. The story follows the original monster of Victor Frankenstein who is the only force that stands between the human race and an uprising of supernatural creatures determined to overthrow the world. Filming began on February 27, 2012. (...)

Bibliography
- New Warriors (Marvel Comics)
- ZMD: Zombies of Mass Destruction (Red 5 Comics, forthcoming)
- Adam: Legend of the Blue Marvel (with Mat Broome, 5-issue limited series, Marvel Comics, January–May 2009)
- Underworld: Rise of the Lycans (with Andrew Huerta, 2-issue mini-series, IDW Publishing, forthcoming)
- DevaShard: at first light (with NBC, 5-issue limited series, Fluid Comics, November 2009)
Der Eagle-Con in Los Angeles faßt seinen Lebenslauf so zusammen:
Zitat:
Grevioux came to Hollywood after graduating Howard University with a degree in microbiology. He acted in several films, including Alien Nation, The Mask, Congo, Batman Forever, Planet of the Apes, The Hulk and Men in Black II. Grevioux also co-created the successful Underworld franchise and wrote the screenplay for the film I, Frankenstein. He was also an executive producer on the project, which was based on his original graphic novel of the same name.

In addition, Grevioux is a prolific writer in the comic book/graphic novel world. He has worked for both Marvel and DC Comics, having written such characters as Spider-Man, Blade, Iron Man, Batman, Superman, the Phantom and the critically acclaimed Adam: Legend of the Blue Marvel for Marvel. The Blue Marvel character has become one of the Avengers.

He established Darkstorm Comics, an independent creator-owed comic book/graphic novel company. Under this imprint, Grevioux created ZMD: Zombies of Mass Destruction, I, Frankenstein, Monstroids, Shurika, Skull & Guns, The Gray Men, Alius Rex and Battlesphere. He also owns Astounding Comics, which produces all-ages titles such as Valkyries, Njuma, Cryptokids, Guardian Heroes, The Atoms Family, The Toy Box, Mighty Girls, The Vindicators and The Hammer Kid.

Grevioux’s animation credits include The Atoms Family, which was acquired by Starz, and episodes of Ben 10: Ultimate Alien and Avengers: Earth's Mightiest Heroes.

Geändert von Servalan (14.06.2015 um 16:51 Uhr)
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Alt 25.05.2015, 15:04   #407  
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Pipolo (1933-2006), bürgerlich Giuseppe Moccia, war ein äußerst produktiver Drehbuchautor und Regisseur. Von seinen fast 100 Filmen (häufig mit Adriano Celentano in der Hauptrolle) entstanden die meisten seinem Partner Franco Castellano (1925-1999) unter dem gemeinsamen Pseudonym Castellano & Pipolo.
Seit 1956 schrieb und zeichnete Pipolo für die Zeitschrift Marc’Aurelio als festes Redaktionsmitglied. Pipolo hatte seit 1954 einige Comicserien und -figuren erschaffen, mit denen er einen gewissen Erfolg hatte: Ciclamino, Pulce oder Radicchio.

In den 50er Jahren geriet die konservative Partei Democratia Cristiana (D.C.) im Vergleich zu den linken Parteien P.C.I. (Kommunisten) und P.S.I. (Sozialdemokraten) ins Hintertreffen. Zusammen mit der Werbeargentur SPES in Rom wurde ein Konzept entworfen, um das möglichst rasch zu ändern. Dabei wurde auch die D.C.-nahe Zeitschrift Marc’Aurelio eingespannt:
Um die Wähler zu mobilisieren entstand ein kleiner Comic (12 Seiten plus Cover), den Pipolo 1956 zeichnete: Italo Elettorini a "Lascia o raddoppia?"
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Alt 26.05.2015, 17:19   #408  
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Romuald Reutimann (Jahrgang 1967) war als Minderjähriger auf dem besten Weg, eine Karriere als Geigenvirtuose einzuschlagen. Mit 16 Jahren entdeckte er bei einem Urlaub auf der ’île de Krron’llc die Synkopen der "Weltmusik" für sich, während er am berühmten Konservatorium der Académie de Musique de Saint-Bénito Violine studierte. Ein Wasserskiunfall zwei Jahre später verletzte sein Gehör so stark, daß sich seine musikalische Karriere zerschlug.
Nach schwierigen Zeiten half ihm Nathalie O., eine bekannte Autorin, die seine Agentin und Geliebte wurde, und ihm so davor rettete, in Bars und Bistros zu versumpfen. Mit seinen beiden Büchern M le moyen und Ulice le lapin gelangen ihm bescheidene Erfolge, die abrissen, als Nathalie O. der Literaturzirkus zu hysterisch wurde. Sie kümmerte sich lieber um die beiden Kinder, die sie mit Romuald Reutimann hatte, und führt seither eine Gärtnerschule.
Mittlerweile konnte der Maler Reutimann einige Ausstellungen vorweisen, sonst lenkte er sich mit seiner dritten Leidenschaft, dem Tanzen, ab. Eine Begegnung mit Pierre Gabus brachte ihn dann zu den Comics ...
Zitat:
Né dans la périphérie de la Cité 14, dans le quartier populaire (et mal nommé) de Riche Bourg, Romuald Reutimann développe dès le plus jeune âge ses capacités artistiques. Tout d’abord attiré par la musique, ce virtuose apprend le violon puis la cornemuse à la célèbre Académie de Musique de Saint-Bénito.
A l’âge de 16 ans, c’est la révélation : un ami, de retour d’un voyage sur l’île de Krron’llc lui fait découvrir la musique syncopée que pratique les peuplades arriérées de cet archipel exotique. Romuald Reutimann délaisse alors la musique académique et se tourne vers les rythmes décadents.
Mais deux ans plus tard, c’est le drame… un stupide accident de ski nautique le laisse l’oreille droite arrachée et les tympans endommagés. Sa carrière musicale s’achève du jour au lendemain et Reutimann se lance alors dans la peinture (sa deuxième passion ).
Les débuts sont difficiles, Reutimann expose sous les ponts et dans les arrières salles de bars plus ou moins louches. Heureusement, les choses changent lorsqu’il fait la rencontre déterminante de Nathalie O., brillante femme de lettres qui devient bientôt sa maîtresse et son agent. Avec elle, Romuald Reutimann signe ses premiers succès : « M le moyen » et surtout l’épopée d’« Ulice le lapin ». Tout semble aller pour le mieux , mais Nathalie, lasse des exigences hystériques du milieu de l’édition, décide de mettre entre parenthèses sa carrière d’écrivain et d’agent pour créer une école de jardinage et s’occuper de l’éducation des deux enfants du couple.
Reutimann connaît alors un sévère passage à vide ponctué malgré tout par quelques belles expositions et les cours de danses (sa troisième passion) qu’il donne dans un très select club du troisième âge de la Cité.
Ce n’est qu’avec la rencontre avec Pierre Gabus que cette période de vache maigre prend fin…

Geändert von Servalan (26.05.2015 um 17:26 Uhr)
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Alt 27.05.2015, 13:03   #409  
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David Camus (Jahrgang 1970) ist ein Neffe des Literatur-Nobelpreisträgers von 1957, Albert Camus (1913-1960), und selbst ein produktiver und preisgekrönter Autor, Übersetzer und Dokumentarfilmer. Allerdings muß er im Ausland berühmter sein als in Frankreich, denn die französische Wikipédia ignoriert ihn, während er teilweise ausführliche Lebensläufe in den italienischen, spanischen und polnischen Varianten erhält.
2005 erschien sein literarisches Debüt, der Roman Les Chevaliers du Royaume, der erste Band fünfteiligen Saga Roman de la Croix, für den er den Prix Relay du Meilleur Roman d’Évasion 2005 einheimste. Seither hat er als Mitherausgeber des Fantasy- und Science-Fiction-Kleinverlags Pocket terreur über 200 Bücher veröffentlich und sich besonders durch seine H.P. Lovecraft-Übersetzungen hervorgetan. Zur Zeit lebt er in Frankreich und lehrt an einer Pariser Universität.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-Jahre-Jubiläum des Nobelpreisträgers erschienen einige dürre Zeilen über David Camus in der Zeit (Ausgabe 43/2013):
Zitat:
Anders als sein 43-jähriger Sohn David Camus, der mich in seinem Haus in Montrouge bei Paris empfangen und in atemberaubendem Sprechtempo darüber belehrt hat, wie tragisch der überlebensgroße Schatten dieses Großvaters auf seinem Leben laste, scheint Jean Camus nicht schwer an seinem Namen zu tragen. Sein Sohn David hat zehn Romane geschrieben, die alle irgendwann unter dem Gewicht, das dieser Name für einen jungen Autor bedeutet, zusammengebrochen sind und unveröffentlicht in der Schublade liegen. Schreiben muss er trotzdem, den Namen muss er dennoch tragen – "man kann die Intelligenz eines Menschen daran ablesen, wie viel Unsicherheit er aushält", sagt David mit demselben wunderbaren Camus-Pathos, mit dem sein Vater Jean Camus in der Rue Madame den Verdacht zurückweist, er könne von dem gewaltigen Camus-Erbe in einer Weise erdrückt worden sein, die dazu geführt habe, dass er in der unberührten Wohnung seines Vaters bei geschlossenen Fensterläden wie in einer Zeitkapsel festsitze.
Das Szenario seines einzigen Comics, The Cigar That Fell in Love With a Pipe (SelfMadeHero 2014), schrieb er für Nick Abadzis, dem mit Laika der internationale Durchbruch gelungen ist.

Geändert von Servalan (27.05.2015 um 13:12 Uhr)
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Alt 28.05.2015, 07:44   #410  
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William Conselman (1896-1940) Drehbuch- und Comicautor

http://en.wikipedia.org/wiki/William_Conselman

Geändert von Servalan (29.05.2015 um 00:28 Uhr)
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Alt 29.05.2015, 10:35   #411  
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Wim T. Schippers (Jahrgang 1942) hat sich seinen bleibenden Platz in der niederländischen Kultur durch seine Beiträge für Fernsehrprogramme erworben, beispielsweise synchronisiert er Ernie, Graf Zahl und Kermit den Frosch in der niederländischen Sesamstraat und den Zwerg Happy in Disneys Schneewittchen (1937). Seine ersten Sporen erwarb er sich in den frühen 60er Jahren in der Bildenden Kunst, die in der Tradition von Marcel Duchamp und Kurt Schwitters aus den klassischen Disziplinen ausbrach. Willem Theodoor Schippers, wie er mit vollem bürgerlichen Namen heißt, war Teil der Fluxus-Bewegung und wurde sowohl von der Konzeptkunst als auch der Popart beeinflußt.
Ab 1967 hinterließ er seine Spuren in den Fernseh- und Radioprogrammen, darüber hinaus machte er Theater oder schrieb für bekannte Sänger.

Sein Comic entstand als Spin-off aus einer Fernsehserie. In der De Fred Hachéshow spielte der Schauspieler Dolf Brouwers ab 1971 die Figur des Sjef van Oekel, die so erfolgreich wurde, daß sie 1974/75 ihre eigene Sendung Van Oekel's Discohoek bekam.
Zitat:
Van Oekel
Vanaf 1971 werkte Schippers opnieuw voor televisie. Met Ruud van Hemert, Gied Jaspars en Wim van der Linden bedacht hij De Fred Hachéshow en een show met Barend Servet Barend is weer bezig. Schippers was verantwoordelijk voor de teksten en het decor. Voor het personage Sjef van Oekel (gespeeld door komiek Dolf Brouwers) betekenden deze beide programma's een doorbraak op het scherm. De beide shows, waarin sociale conventies en taboes werden doorbroken, waren vooral onder de jeugd erg populair. In 1974-75 kreeg Van Oekel een eigen show: Van Oekel's Discohoek. In de laatste uitzending verscheen Schippers voor de eerste keer als Jacques Plafond. Naar aanleiding van de televisieshows werden ook een paar singles uitgebracht. In 1978 schreef hij de televisieserie Het is weer zo laat!, ook wel bekend als Waldolala, met wederom Dolf Brouwers in de hoofdrol.

Rond Van Oekel verscheen een reeks stripverhalen, getekend door Theo van den Boogaard. De strips werden goed verkocht en er verschenen vertalingen in Frankrijk (waar de hoofdpersoon Léon van Oukel heette, later: Léon-La-Terreur), Duitsland (Julius Patzenhofer), Denemarken en Spanje. Brouwers ontving echter niets van het met de strips verdiende geld, hoewel hij wel werd afgebeeld. Bovendien wenste hij niet langer vloekend of in pornografische situaties in beeld te worden gebracht. Hij spande een rechtszaak aan. Het tegenargument van Schippers was dat Sjef van Oekel een fictief personage is dat door Schippers zelf is verzonnen. In 1991 besliste de rechter dat Brouwers niet langer mag worden afgebeeld in "obscene of pornografische scènes". Over de financiële vergoeding bereikten Schippers en Brouwers een schikking. In 1997 onthulde Schippers samen met Willy Dobbe in Olst het Willy Dobbeplantsoen, dat in veel van zijn programma's als decor fungeerde. Het plantsoen in de televisieserie werd, naar een idee van Wim T. Schippers, ontworpen door decorbouwer Jaap de Groote.
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Alt 01.06.2015, 12:38   #412  
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Courtney Taylor-Taylor (Jahrgang 1967) ist ein Singer/Songwriter aus Portland, Oregon. Weltbekannt ist er als Gitarrist und Frontmann der Alternative-Rock-Band The Dandy Warhols.

Er hat den Vorläufer der Fake-Band Fraktus geschaffen, indem er für den Zeichner Jim Rugg das Szenario über eine fiktive Krautrock-Band aus den 1970ern verfaßte: One Model Nation (Image 2009). Statt des Fraktus-Biopics gab es hier ein gefaktes Studioalbum mit den größten Hits der Band.
Zitat:
One Model Nation is a graphic novel by Jim Rugg and Dandy Warhols frontman Courtney Taylor-Taylor about a fictional 1970s German krautrock band. It was released on 11 November 2009. An accompanying studio album titled Totalwerks, Vol. 1 (1969–1977), a fake greatest hits album by the fictional band, was released on 31 January 2012.

Geändert von Servalan (02.06.2015 um 01:15 Uhr)
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Alt 01.06.2015, 13:14   #413  
Servalan
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Béatrice Fontanel (Jahrgang 1957) wurde in Casablanca geboren. Sie arbeitet als Journalistin, als Schriftstellerin reicht ihre Bandbreite von Romanen über Bildbände bis zu Sachbüchern für Kinder und Erwachsene. Für ihren Debütroman L’homme barbelé erhielt sie drei Literaturpreise.

Beruflich kam sie nach ihrem Studium bei dem Kindermagazin Okapi (Bayard Presse) das erste Mal mit Comics in Berührung.
Zitat:
Hannah Arendt (bande dessinée), scénario de Béatrice Fontanel, dessins de Lindsay Grime, Naïve coll. « Grands destins de Femmes », 2015
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Alt 03.06.2015, 15:03   #414  
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Olivier Bleys (Jahrgang 1970), der französische Schriftsteller hat über zwanzig Bücher verfaßt, von denen meisten bei Gallimard und Albin Michel erschienen sind. Sein Werk umfaßt Romane, Reiseberichte, Essays, Science-Fiction und eben Comicszenarios, darüber hinaus moderiert er oder tritt als Conférencier auf.
Seine Vorliebe für Technik zeigt sich beim ePublishing, denn er berät IT-Firmen (zum Beispiel Infogrames, Cryo, Index +) oder bekleidet Posten in der Geschäftsführung. Im Juli 2010 begann er eine Weltreise zu Fuß, die er in Etappen absolviert.
Kultusministerin Aurélie Filipetti ehrte ihn im Juli 2014, indem sie ihn zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannte.
Zitat:
Bandes dessinées, romans graphiques, albums jeunesse
Pilori, Elytis, 2010 ; avec le peintre Benjamin Bozonnet
Chambres noires ; tome I : Esprit, es-tu là ? , Vents d'Ouest, 2010 ; avec le dessinateur Yomgui Dumont
Chambres noires ; tome II : Chasse à l'âme, Vents d'Ouest, 2011 ; avec le dessinateur Yomgui Dumont
Chambres noires ; tome III : Requiem en sous-sol, Vents d'Ouest, 2012 ; avec le dessinateur Yomgui Dumont
Plus haut que les nuages ! , Le buveur d'encre, 2014 ; avec le dessinateur Arnaud Cremet
2015 kamen Bände einer Reihe von Comicbiographien über Künstler (Les Grands Peintres) dazu:

- Olivier Bleys (Szenario) / Benjamin Bozonnet (Zeichnungen): Goya (Glénat)
- Olivier Bleys (Szenario) / Yomgui Dumont (Zeichnungen): Toulouse-Lautrec (Glénat)

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Alt 03.06.2015, 15:38   #415  
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Mihiro みひろ (Jahrgang 1982) dürfte das japanische Pendant zur Französin Ovidie (# 363) sein. Ihr bürgerlicher Name lautet Yamase Hiromi, außerdem tritt sie als Mihiro Taniguchi 谷口 みひろ auf.
Sie begann ihre Karriere als Aktmodell im Softporno-Bereich, dann wurde sie Schauspielerin in Original-Video-Genrefilmen, die sich an ein erwachsenes Publikum richten: Horror, Action und Porno. Sie hat ihre Spuren im J-Pop hinterlassen, wirkt in Fernsehserien mit oder tritt als Moderatorin auf.
Sie hat eine Comicautobiographie über ihre Zeit im OV-Porno-Geschäft geschrieben. [nude] (396 Seiten), deren französische Ausgabe bei Glénat erschienen ist, wurde von der Mangaka Makoto Ojiro gezeichnet.
Zitat:
C'est le récit autobiographique d'une actrice connue au Pays des Samouraïs. C'est 396 pages et quelles jolies pages. Le dessin est bien joli... Bon on vous le fait sérieux. Ce n'est pas que par la pornographie que l'on peut s'intéresser à cet album. Le dessin est sérieux. C'est même assez joli. Bon c'est signé manga. Physionomie connue. Grands Yeux, petites bouches, visages au trait androgyne. La narration est adaptée. Les scènes ne sont pas censurées mais le pénis a une forme...Adaptée pour faire genre mais pas trop détaillé non plus. C'est bien ainsi. L'actrice est charmante donc cela ajoute à l'attrait de la dramaturgie. On passe un bon moment. On va pas non plus être hypocrite. Une jolie découverte. Pas sûr que cela soit pour le petit dernier de la famille mais les autres peuvent. Enfin s'ils ont moins de 16 ans. Il y a la pastille. C'est sorti.
Mihiro ou Yamase Hiromi est née au Japon en 1982. Elle est actrice, chanteuse, une personnalité du monde des médias mais aussi une actrice de vidéos pour adulte. Elle est très connue dans son pays.

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Alt 03.06.2015, 16:47   #416  
Schlimme
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Die Italienerin Selen (Luce Caponegro) war ein Pornostar der 90er Jahre. Es gab eine Zeitschrift unter ihrem Namen und eine Comicserie mit ihr als Hauptfigur, gezeichnet von Luca Tarlazzi. Angeblich nach wahren Erlebnissen.

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Alt 03.06.2015, 21:24   #417  
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Der finnische Schriftsteller Juha Ruusuvuori (Jahrgang 1957) tummelt sich vielen Bereichen: Für die Zeitung Kaleva hat er als Fotograf gearbeitet, dann sitzt er in der Nachrichtenredaktion des öffentlich-rechtlichen Senders Yleisradio (YLE) und bringt als Herausgeber beim Verlag Banana Press Oy die Bücher anderer heraus. Er hat beim finnischen Gegenstück der humoristischen britischen Magazins Viz mitgewirkt: Pahkasika ("Warzenschwein") wurde von 1975 bis 2000 von Markku Paretskoi bei Banana Press Oy herausgegeben. Für seine Romane, Sachbücher, Hörspiele und Theaterstücke hat Ruusuvuori zahlreiche Preise bekommen.

Von ihm stammen die Szenarios der Comicserie Nicholas Grisefoth (WSOY seit 2006), die zeichnerisch von Hannu Lukkarinen umgesetzt werden. Die fünf Bände der Originalausgabe wurden im französischen Markt bei Mosquito zu einer dreibändigen Ausgabe.
Zitat:
Sarjakuvat
Ruusuvuori, Juha & Lukkarinen, Hannu: Nicholas Grisefothin seikkailut 1. Luukauppias. Helsinki: WSOY, 2006. ISBN 951-0-32370-5.
Ruusuvuori, Juha & Lukkarinen, Hannu: Nicholas Grisefothin seikkailut 2,. Kauppamiehen kosto. Helsinki: WSOY, 2007. ISBN 978-951-0-32849-1.
Ruusuvuori, Juha & Lukkarinen, Hannu: Nicholas Grisefoth 3. Merirosvo. Helsinki: WSOY, 2008. ISBN 978-951-0-34012-7.
Ruusuvuori, Juha & Lukkarinen, Hannu: Nicholas Grisefoth 4. Kivinen laiva. Helsinki: WSOY, 2009. ISBN 978-951-0-35627-2.
Ruusuvuori, Juha & Lukkarinen, Hannu: Nicholas Grisefoth 5. Susien linna. Helsinki: WSOY, 2013. ISBN 978-951-0-36913-5.
Muumi-sarjakuvan käsikirjoituksia vuoteen 2001
Ekovaarat-sarjakuvan käsikirjoitukset Pirkkaan 1993-2003
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Alt 04.06.2015, 10:46   #418  
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Große Prominenz mal kleinlaut:

Wenn es ums Erzählen an sich geht, in welchem Medium auch immer, ist das US-amerikanische Multitalent David Mamet (Jahrgang 1947) eine Instanz, die weltweit anerkannt wird. Eigentlich wollte er Schauspieler werden, mußte sich aber solange mit Gelegenheitsjobs durchschlagen, daß er sich entschied, selbst Bühnenstücke zu verfassen. Damit gelangen ihm Erfolge am Broadway, weshalb die großen Filmstudios bei ihm anklopften. Sein Spektrum reicht mittlerweile von Theaterstücken (Glengarry Glen Ross - Pulitzer-Preis 1984 und vier Tony Awards) über Drehbücher (The Postman Always Rings Twice, The Untouchables, Wag the Dog) bis zu essayistischen Abrechnungen mit der Filmbranche. Als Regisseur und Produzent bekleidet er allerdings die Schlüsselstellen. Ein Ratgeber für den künstlerischen Nachwuchs (Die Kunst der Filmregie) darf in seiner Bibliographie natürlich nicht fehlen.

Unfehlbar ist der bewunderte Mamet jedoch nicht. Während er sonst stilprägend wirkt, müssen seine Versuche als Comicautor als veritabler Flop gewertet werden, obwohl (oder gerade weil ?) er im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen selbst gezeichnet hat. Die deutsche Wikipedia übergeht diesen Versuch, die englischsprachige reduziert ihn auf einen knappen Satz:
Zitat:
On May 1, 2010, Mamet released a graphic novel The Trials of Roderick Spode (The Human Ant).
Rezensionen dazu sind extrem spärlich, aber wenn es sie gibt, sind sie vernichtend.
Zitat:
There is only one thing really compelling about The Trials of Roderick Spode (Sourcebooks) and that’s the name of the spine. That is, it would be the name on the spine if the book were thick enough to have one. But the name, in our culture, is legendary and certainly spine-worthy: David Mamet. Yes that David Mamet -- after all, there can only be one (...)
Considering the fact that Mamet is one of our leading storytellers, The Trials of Roderick Spode seems even more of a disappointment: the story isn’t strong. An ordinary man gets technologically mixed up and ends up spending half his time as The Human Ant who spars with his nemisis, European Sourdough Rye. The medium demands that it be a visual story, yet when Mamet is at his acerbic best, no pictures are required: every Mamet syllable seems drenched with meaning.
Seinerzeit führte Mamet-Fanboy Brian Michael Bendis für Comic Book Resources ein Interview mit seinem Idol über das 32 Seiten schmale Hardcover.
Zitat:
Any comic book fan who's a follower of "Avengers" writer Brian Michael Bendis knows that highest up on his list of influences - even more so than comic legends like Stan Lee - is playwright, screenwriter and film director David Mamet. From the rapid-fire tough guy dialogue of works like "Glengarry Glen Ross" to the black ops action of films like "Spartan," Mamet's body of work and style has left fingerprints all over what Bendis has produced in comic books, from his crime-driven take on "Daredevil" to his ever-expanding Avengers cast.
So when CBR News arranged to speak to Mamet about his recently released Sourcebooks collection of self-drawn superhero comics "The Trials of Roderick Spode: 'The Human Ant'" as well as his previous collection of editorial cartoons "Tested On Orphans," we knew there was only one person who could conduct the interview. Offered the chance to speak to his favorite writer, Bendis' response was an immediate "I would do this for free in a heartbeat - no bribery needed." What resulted was an in-depth talk with Bendis (an experienced interviewer himself) teasing out Mamet's history as an artist, his early interest in the comic book form, how drawing plays into his creative process and so much more.
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Alt 06.06.2015, 02:09   #419  
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Irvine Welsh (Jahrgang 1958), wurde als Autor mit seinem Debüt Trainspotting (1993) berühmt. Seither gilt der Schotte, der den rauhen Dialekt in die Literatur bringt und ein düster-brutales Bild von Edinburgh zeichnet, als Kultautor. Neben einer stattlichen Bibliographie an Romanen und Kurzgeschichtensammlungen, schreibt er für die Bühne, das Fernsehen (BBC, Channel 4), führt bei Kurzfilmen für Bands Regie und beteiligt sich an Dokumentarfilmen.

Sein erster Ausflug ins Comicgenre entstand im Rahmen des "Stripped"-Förderprogrammes des 2013 Edinburgh International Book Festivals. Denise Mina (# 267) hatte die Idee eines utopischen Comicromans, der dank der Förderung des Scottish Government’s Edinburgh Festivals Expo Fund von einer Riege europäischer Stars umgesetzt wurde. Mit diesem Comic feierte das Literaturfestival sein 30jähriges Bestehen.
IDP: 2043 (Freight Books 2014), die Dystopie eines Schottlands im Jahre 2043 (weitere 30 Jahre in der Zukunft), das wegen geschmolzener Polkappen zu einem Archipel geworden ist, stammt von einer Supergroup:
Zitat:
A graphic novel that brings together a dream-team of European artists and writers to imagine the country in 30 years. (...)
Contributors: Celebrated French graphic novelist and illustrator Barroux, Costa Award winner Mary Talbot and artist Kate Charlesworth, ‘godfather of British comics’ and creator of 2000AD Pat Mills and graphic novelist Hannah Berry, enfant terrible of Scottish letters and author of Trainspotting Irvine Welsh and graphic artist Dan McDaid, graphic novelists Adam Murphy and Will Morris. Story editor: crime writer and graphic novelist, Denise Mina.
Freight Books, hardback, 160 pages, published August 2014
Der Comic wurde konspirativ gestaltet, so daß selbst die Beteiligten nicht wußten, wer mitmachte.
Zitat:
So, last year I was at the Edinburgh Book Festival, doing kids’ workshops with The Phoenix, and I got a strange request. Would I like to be a part of a collaborative graphic novel, being commissioned by the Book Festival, to celebrate their 30 year anniversary? (...)
Complicated, high-concept and full of social injustice; just how I like ’em. My job was to take the characters of the first chapter (written by comics legend Pat Mills, although at the time I didn’t know that – they were very cloak-and-dagger about who was actually involved in the early stages), tell the story of how they met and flesh out the world a bit.
Well, the result is IDP:2043, a glorious sprawling bastard mutant of a book, throwing 10 wildly different writers and artists together and kind of just seeing what comes out. Comics and crimewriting goddess Denise Mina had the unenviable role of story editor, in charge of herding this group of cats into some sort of coherent narrative.
Eine der ausführlichsten Rezensionen stammt von Craig Naples und liegt auf writer pictures (12. September 2014). Obwohl er teilweise harte Kritik anbringt, läßt in seinem zweiteiligen Beitrag die meisten Beteiligten zu Wort kommen:
Zitat:
This was appropriate, as the book itself is let’s say, not as big a success as it probably could have been, and I think the two events illuminated exactly why it wasn’t. I’ll explain as we go along, so get a cuppa, this could take a while. The tl;dr version is: some of it is world-class, some is 1980s Vertigo C-list quality, some wouldn’t make a 2000AD try-out one-shot and one section is just so bafflingly stylised I’m not even sure what it is: a post-apocalyptic 7-Up advert featuring Fido Dido, perhaps. (...)
Mina’s attention then moved on to Irvine Welsh: “Irvine, how did you find writing it because you’ve never written comics before, I felt you were a real natural at it.”
His reply was revealing: “I didn’t really know what I was doing or what I was supposed to do and sometimes that works to your advantage. You sent me a template that it had to be like a screenplay. I kind of messed around with it one afternoon and I didn’t have any strong reactions to it at all until I saw what Dan had illustrated and the thing that struck me about it was that working on a novel or a screenplay or stage play the essence of those things is alway the storytelling.
“I thought the story I’d actually done for this character’s backstory, there wasn’t a lot of depth to it but when I saw the drawings come back I thought it was very colourful and very harrowing. It struck me that more than any other medium that the comic book isn’t about story it is about illustration, the power that the artist can bring to it. The evocation of the imagery is actually stronger than the story. It crystallised a lot of my feelings about comics and graphic novels that the story isn’t king as it is in other mediums. The illustrator is the secondary storyteller. I noticed that all the nuances he added to it really created something that was much stronger.”
Der Comic wurde gerade für die SICBA Awards 2015 nomniert und steht auf der Shortlist der fünf besten schottischen Graphic Novels!

Geändert von Servalan (07.06.2015 um 19:37 Uhr)
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Alt 07.06.2015, 15:23   #420  
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Amjad Islam Amjad مجد اسلام امجد (Jahrgang 1944), wurde in Lahore geboren, als es noch zu Britisch-Indien gehörte. Der preisgekrönte Dramatiker, Lyriker und Poet schreibt auf Urdu. Außerdem lehrt er an Universitäten und Bibliotheken, stand einer wissenschaftlichen Kommission vor, übersetzt und schreibt Kolumnen, beispielsweise für den Daily Express روزنامہ ایکسپریس (Pakistan).Von 1975 bis 1979 war er Produzent für die Pakistan Television Corporation پاكِستان ٹیلی وژن نیٹ ورک‎; (PTV). Für die Fernsehserien Waris وارث‎, Dehleez, Samandar, Raat, Waqt und Apnay Loug hat er zahlreiche Drehbücher verfaßt.

Für die pakistanische Comicserie Paasban (Guardian) (CFx Comics / Creative Frontiers 2015) übersetzt Amjad Islam Amjad den englischen Text und ist für die Urdu-Fassung verantwortlich. Die Serienidee stammt von Mustafa Hasnain und Gauhar Aftab. Hasnain agiert als Showrunner, während Aftab die Szenarios schreibt, gezeichnet wird der Comic von Yahya Ehsan.
Zitat:
The Urdu translation was written by renowned script-writer Amjad Islam Amjad, responsible for some of Pakistan's most popular TV shows, in an effort to ensure an audience that is as wide as possible in a country where English is mainly used by the educated elite.

While comic-books in the US tradition often feature heroes with super-powers such as Superman, Paasban's creators decided to concentrate on creating ordinary heroes, or "Guardians" they felt the Pakistani audience would relate better to.

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Alt 08.06.2015, 13:31   #421  
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Diesmal hat es etwas länger gedauert, weil ich nach Berichten gesucht habe, aus denen hervorgeht, wer bei dem Ballett-Manga für was verantwortlich gewesen ist.

Steven McRae (Jahrgang unbekannt) wurde in Australien geboren und begeistert als Primoballerino des Royal Opera House in London seit 2003 sein Publikum. Sein Interesse am Tanz wurde durch seine ältere Schwester geweckt, als er sie mit sieben Jahren zum Unterricht begleitete. Sein Vater fährt Drag-Car-Rennen und zu McRaes Hobbies gehört ebenfalls der Motorsport.
Als Tänzer tourt er durch die Welt, wobei er regelmäßig nach Japan kommt, und sammelt dafür Preise wie andere Briefmarken:
Zitat:
Prizes include the 2002 Adeline Genée Gold Medal, the 2003 Prix de Lausanne, the 2007 Emerging Male Artist (Classical) and the 2012 Best Male Dancer Awards at the Critics' Circle Dance Awards, and in 2014 he was named Young Australian Achiever in the UK by the Australia Day Foundation. He has performed as a guest artist with ballet companies all over the world, including the American Ballet Theater (as part of a dance exchange programme), National Ballet of Canada, the Australian Ballet, Tokyo Ballet and numerous international galas.
Seit dem 5. August 2013 erscheint bei Shinshokan Japan die fünfteilige Ballett-Manga-Serie Ballet Hero Fantasy, gezeichnet von Takafumi Adachi. Erwerben ließ sich diese Serie zuerst in Japan über Amazon, später in den Läden für Tanzbedarf Chacott, Sylvia und Fairy. Ein Vorabdruck erschien im Dancin' Magazine.
McRae wuchs mit den Cartoonserien von Hanna-Barbera (The Flintstones, The Jetsons) auf und entdeckte auf seinen Reisen nach Japan die Mangas für sich. Zuerst begeisterte er sich für Sailor Moon.
Die Ehefrau des Mangaka Takafumi Adachi ist ein McRae-Fan, und als das Ehepaar den Backstagebereich betreten durfte, entwickelte sich ein Gespräch zwischen Adachi und McRae.
Zitat:
On my many travels to Japan to perform, I began seeing more and more Manga. I fell in love with Manga as it is artistically beautiful. I wanted to develop a project that combined the artistic qualities of Manga with Dance. I was approached by the great Japanese manga artist, Takafumi Adachi, and together we have developed this Ballet Hero Fantasy.
Den aufschlußreichsten Bericht über die Manga-Serie gibt es in der Dancing Times (20. August 2013):
Zitat:
After the show, Takafumi Adachi, an acclaimed manga artist, and his wife came backstage to meet Steven. The artist’s wife is a fan who sees McRae each time he performs in Japan and she had told her husband about the dancer’s interest in manga. “Takafumi was really excited to talk to me and I jumped in straightaway and suggested that we produce a manga together.” The ballet dancer and manga artist exchanged email addresses and batted some ideas to and fro across the globe before their concept for a new superhero with balletic powers finally emerged. (...)
While Adachi draws the manga cartoons and a partner works alongside him to develop the story (although the early episodes use the pre-existing narratives of the classical ballets on which they are based), McRae determined an over-arching set of strategic principles. “I want the underlying message behind any of the stories to be inspirational,” he tells me. “I came from not a very privileged area. The suburb that I grew up in was full of kids that knew if you wanted to better yourself you had to work your butt off. You didn’t have to be the best at everything, but you had to put in the work. So you would be in class and if a teacher said, ‘right, first two come forward’ there would be ten or 20 of us fighting to go first. This desire to prove yourself appears to be dwindling now. I don’t feel that the same hunger is there, anymore. Instead, I see energy being spent on negative issues. Young people are more inclined to say ‘I can’t do that’ rather than work hard to prove they can. In my manga, I wanted the message to be that you don’t need to be the best, but you can succeed and you have to work your butt off in the effort to try. Each episode will have that subliminal theme.”
The series is called Ballet Hero Fantasy. It will have an initial run of five episodes (each around 45 pages long). The first concerns The Nutcracker and was published in August and the next, featuring Swan Lake, follows in November. “Plans for a further three episodes in 2014 are taking shape and eventually there is scope to create new stories,” says McRae. These episodes will then be unified into a self-contained comic book, which McRae hopes will be produced in multiple languages, including an English version that will be available in the UK. Meanwhile, a Facebook page is being developed and the first story (in Japanese) can be purchased online. “The plan is to progress the project as far as it can go,” he says, adding, “The hope is to produce animated films in due course." (...)
“I am myself in each episode,” he continues, “and this young student, Dan, is watching me dance in the studio when he and I are magically transported through the mirror into the story of whatever ballet it is I’m rehearsing. Dan then sees me using my dance powers to combat evil. So, in The Nutcracker, for example, we are confronted by the Mouse King and his entourage of rats and I use dance to defeat them. Instead of picking up a gun and shooting them, I do something like three barrel jumps to knock them over! And I have to teach Dan all the different steps in order for him to be able to protect himself, which is an essential part of the journey. I teach him a step and he falls over and says, ‘I’ll never be able to do it’. I pick him up and say ‘of course you can’ and eventually he gets it. The message is encouraging.”
As we end our conversation, it occurs to me that the moral of Ballet Hero Fantasy is essentially Noel Streatfeild’s Ballet Shoes series updated to the modern age. (...)
Seine Idee scheint aufzugehen, zumal McRae in einem Interview mit The Ballet Bag über den weiteren Verlauf der Serie plaudert:
Zitat:
TBB: Coming back to Ballet Hero Fantasy, the first volume of Dancin’ Magazine has just gone out on sale in Japan, right? How is it doing?
Steven: Yes, last week. I spoke to the editor and she said it has been selling very well. Probably better than they had anticipated because it is a brand new publication. It is not an established magazine so she was very positive and said it was a fantastic start. They are already working on the second episode, so it must be doing ok.

TBB: And how many volumes will there be each year?
Steven: This is the August number. The next one comes out in November, so it is quarterly. We are hoping to do five and then put them all together in a book. The big plan is to eventually have it animated once all the characters and story have been developed. It has been a really pleasant experience. Of course these are the initial stages, but you have to start somewhere!

Geändert von Servalan (08.06.2015 um 17:41 Uhr)
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Alt 13.06.2015, 16:48   #422  
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Wolfgang Herrndorf (1965-2013) gehört mittlerweile zu den Klassiker der deutschen Gegenwartsliteratur, eine entsprechende Werksausgabe wird meines Wissens gerade vorbereitet.
Er studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, schuf als Illustrator zahlreiche Titelbilder für den Haffmans Verlag. Mit seinem Debütroman In Plüschgewittern (2002) wurde er von den Kritikern der Popliteratur zugeordnet. Das große Publikum entdeckte ihn mit seinem Bestseller Tschick (2012), dessen Fortsetzung Bilder deiner großen Liebe (2014) ein Fragment geblieben. Wegen eines Hirntumors nahm sich Herrndorf das Leben.
Aus Wikipedia:
Zitat:
Er arbeitete als Illustrator und Autor unter anderem für das Fanzine Luke & Trooke, den Haffmans Verlag und die Satirezeitschrift Titanic.
Sein einstiger Titanic-Kollege Oliver Maria Schmitt eröffnete Herrndorfs Ausstellung "Bilder" im Berliner Literaturhaus mit einer Rede, die weitere Details liefert. Weil Herrndorfs in diesen Tagen 50 Jahre alt geworden wäre, druckt Die Zeit / Zeit online (12. Juni 2015) diese Rede ab:
Zitat:
Gegen Humor im Bild habe er prinzipiell nie was gehabt, im Gegenteil, neben seiner möglicherweise ernsthaft zu nennenden Malerei habe er ja auch immer die komische betrieben, sich an Zeichnungen, Cartoons und Comics versucht. An Pointen sei er aber immer wieder gescheitert. "Witze zu machen, fand ich irgendwann doof", sagte er, erhob sich und überließ mir den Balkon. "Von einer gewissen Komik hätte ich gern mehr gehabt", warf er noch hinterher, "und mehr von dem Großen sowieso." (...)
Anfang 1995 war ich gerade frischgebackener Titanic-Chefredakteur, da rief mich Layoutchef Tom Hintner in seinen Maschinenraum, er müsse mir mal was zeigen. Eine Mappe sei eingetroffen, von einem Nürnberger Kunststudenten, sehr schöne Sachen, aber er wisse nicht genau, was man damit anfangen solle. Die große, grüne Mappe von einem gewissen Wolfgang Herrndorf war übervoll mit den verschiedensten Arbeiten, Comics, Cartoons, Illustrationen, Studien, Scribbles – viel mehr, als man normalerweise bei einer Zeitschrift einreichen würde. Die über allem schwebende Mitteilung der Mappe: "Seht her, was ich kann."
Es mangelte und mangelt der Titanic nicht an Zeichnern, die eher spartanisch, reduziert, oder sagen wir besser: fürs Auge unergiebig zeichnen; was nicht als Vorwurf zu verstehen ist, denn in der Regel soll ja die Pointe im Vordergrund stehen. Da freute man sich umso mehr über einen, der dem Auge richtig viel bot. Der neue Mitarbeiter Herrndorf wurde schnell zur Geheim- und Allzweckwaffe für die Redaktion, denn er konnte schlechterdings alles: Kolumnen illustrieren, Witze machen, erratische doppelseitige Gemälde hinzaubern, sodass man sich in Frankfurt darum stritt, wer als Erster die neue Herrndorf-Lieferung begutachten durfte.
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Alt 13.06.2015, 17:49   #423  
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Holm Friebe (Jahrgang 1972) erhielt seine 15 Minuten Ruhm, als er zusammen mit Sascha Lobo 2006 den Begriff "digitale Bohème" für die kreative Klasse (Richard Florida) prägte, die in den Trendbezirken (zum Beispiel Prenzlauer Berg, Schanzenviertel) für die damalige New Economy schufteten und doch nur mühsam den Kühlschrank füllen konnte. Ansonsten verbindet sich sein Name über die Zentrale Intelligenz Agentur (ZIA) und den Blog Riesenmaschine mit der Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig (2006). Der Journalist und Autor lehrt an der Zürcher Hochschule der Künste.
Wem bei Friebe allerdings zuerst der Name des Musikers Jens einfällt, liegt gar nicht so weit daneben - die beiden sind nämlich Brüder.

Holm Friebes schmales Comicwerk erschien im Münsteraner Fanzine Luke & Trooke (1996-1999, 9 Ausgaben):
  • Holm Friebe (Szenario) / Martin Baaske (Zeichnungen): mogul
    (zwei Teile in Luke & Trooke 2/1995 und 3/1995)
  • Holm Friebe (Szenario) / Jochen Schievink (Zeichnungen):
    Nein, dieser Spingo (in Luke & Trooke 1/97)

Geändert von Servalan (14.06.2015 um 16:56 Uhr)
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Alt 14.06.2015, 14:47   #424  
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Allmählich scheint sich die falsche Scham vor Comics zu verflüchtigen, denn manchmal kommen die Neuzugänge stoßweise - wie heute.

Amos Poe (Jahrgang unbekannt) zog Anfang der 1970er aus der us-amerikanischen Provinz nach New York City und dokumentierte dort als unabhängiger Filmemacher die frühe Punk-Bewegung. Er schreibt Drebücher, produziert in eigener Sache und führt Regie, wirkt an etlichen Musikvideos mit und tritt in seinen Filmen als Schauspieler auf. - Meines Wissen sowohl mit Edgar Allen Poe als auch mit Marshall Poe (# 232) weder verwandt noch verschwägert.
Mit Joel Rose (# 153) verfaßte er für DC Comics das Szenario zu La Pacifica (1994-1995, drei Bände, Paradox), das von Tayyip Özkan zeichnerisch umgesetzt wurde.

Evie Wyld (Jahrgang 1980) wurde zwar in London geboren, wuchs aber auf der Zuckerrohrplantage ihrer Großeltern in New South Wales (Australien) auf. Eine Handvoll Kurzgeschichten sowie ihre beiden Romane After the Fire, A Still Small Voice (2009) und All the Birds, Singing (2013) reichten aus, um in die vorderste Reihe der britischen Literatur zu kommen. Die Culture Show (BBC) zählte sie zu den 12 besten lebenden Schriftstellern und Preise heimst sie reihenweise ein.
Von ihr stammt das Szenario zu ihrer Comicautobiographie Everything Is Teeth (Jonathan Cape 2015), das von Joseph Sumner zeichnerisch umgesetzt wurde. In dem Comic dreht sich alles um Haie, von denen die junge Evie Wyld besessen ist.

Jack Williamson (1908-2006) entdeckte jung die Pulp-Magazine und erschrieb sich dann einen guten Ruf als Autor von Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Romanen. Später studierte er, wurde Hochschullehrer, schrieb Sachbücher und schuf mit seiner SF-Sammlung (30.000 Titel) eine Referenzbibliothek.
Zitat:
An unfavorable review of one of his books, which compared his writing to that of a comic strip, brought Williamson to the attention of The New York Sunday News, which needed a science fiction writer for a new comic strip. Williamson wrote the strip Beyond Mars (1952–55), loosely based on his novel Seetee Ship, until the paper dropped all comics.
Beyond Mars wurde von Lee Elias gezeichnet und wird von IDW demnächst in einer überformatigen Ausagabe neu herausgebracht.

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Alt 17.06.2015, 13:52   #425  
Servalan
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William Combe (1742-1823) war ein englischer Satiriker, Schriftsteller, Übersetzer, Herausgeber und Kolumnenschreiber für Zeitungen und Journale. Eckart Sackmann erwähnte ihn ausführlich in seinem Vortrag über britische Comics beim Müchner Comicfestival 2015. Aus der Wikipedia:
Zitat:
Erfolgreich und am bekanntesten waren seine zuerst ab 1809 in Rudolph Ackermanns Poetical Magazine gedruckten The Three Tours of Dr. Syntax (1812–1821), in Versform verfasste quichoteske Abenteuer eines englischen Dorfgeistlichen zu Illustrationen von Thomas Rowlandson. In weiterer Zusammenarbeit mit Rowlandson entstanden u.a. The English Dance of Death (1815-16) und The Dance of Life (1816-17). (...) Von 1789 bis 1801 und von 1804 bis 1806 erhielt er von der Regierung Pitt ein jährliches Honorar von £ 200 für seine politische Kolumnen. Seit 1803 schrieb er für die Times. Keines seiner Werke erschien unter seinem Namen, meistens hieß es nur "The Author" oder "The Author of ...".
Über die deutsche Fassung von Rowlandson/Combe erscheint ein weiterer Prominenter:

Karl Riha (Jahrgang 1935) dürfte einigen hier durch seinen Sekundärband über Comics, Zok roarr wumm. Zur Geschichte der Comics-Literatur (Steinbach: Anabas-Verl. Kämpf 1970) bekannt sein. Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler wurde vor allem durch seine Posten im bundesweiten Literaturbetrieb bekannt: 1988 bis 1991 leitete er als Direktor das Literarische Colloquium Berlin (LCB) und war Mitglied des Literaturrates NRW sowie des PEN-Zentrums Deutschland.
Zitat:
Karl Riha verfasste zahlreiche wissenschaftliche Publikationen u.a. zu den Themen Moritat, Song, Bänkelsang, Commedia dell’arte, Dadaismus, Comics, Cartoons und Karikaturen sowie Mediengeschichte (Rundfunk, Film, Presse, Fernsehen). In seinen literarischen Veröffentlichungen verwendete er gelegentlich die Pseudonyme Hans Wald, Agno Stowitsch und Charlie Hair.
In dem Wikipedia-Artikel zu Combe (siehe oben):
Zitat:
Die Reisen des Doctors Syntax. Dem Deutschen einverleibt von Wolf-Dieter Bach und mit ihm gemeinsam herausgegeben von Norbert Miller und Karl Riha, 2 Bde. (1983), mit dem Nachwort: Dr. Syntax auf Reisen oder die Misshelligkeiten des Geschmacks.
Bloß als Herausgeber reicht das nicht für die Liste - ich wollte ihn aber wenigstens im Thread erwähnt haben.

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