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Alt 16.06.2010, 22:47   #1051  
Eldorado
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Ein weiteres bei Ehapa in der Fortsetzungsreihe "Comics Unlimited":

http://www.comicguide.de/index.php/c...y=long&id=9434

Und immerhin drei Alben (die chronologisch ersten) gab es bei Feest:

http://www.comicguide.de/index.php/c...=short&id=3131

Die Arboris-Alben enthalten später entstandene Geschichten und glänzen wie bei dem Verlag üblich durch eine schwache redaktionelle Bearbeitung.

Was dabei herauskommt, wenn Holländer aus Kostengründen gleich selbst übersetzen, sieht man schon am Titel von Album 2: "Die versunkene Riese".

Ansonsten gehört "Pharaon" aber" sicher zu den besseren neuen Serien der späten Zack-Phase.
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Alt 17.06.2010, 07:08   #1052  
michidiers
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Zitat:
Zitat von ELDORADO Beitrag anzeigen
Ein weiteres bei Ehapa in der Fortsetzungsreihe "Comics Unlimited":

http://www.comicguide.de/index.php/c...y=long&id=9434

Und immerhin drei Alben (die chronologisch ersten) gab es bei Feest:

http://www.comicguide.de/index.php/c...=short&id=3131

Die Arboris-Alben enthalten später entstandene Geschichten und glänzen wie bei dem Verlag üblich durch eine schwache redaktionelle Bearbeitung.

Was dabei herauskommt, wenn Holländer aus Kostengründen gleich selbst übersetzen, sieht man schon am Titel von Album 2: "Die versunkene Riese".

Ansonsten gehört "Pharaon" aber" sicher zu den besseren neuen Serien der späten Zack-Phase.
Ich habe inzwischen gesehen, dass es offenbar noch hie und da Lagerbestände der Alben von Feest, Airboris und Ehapa geben muss. In der Regel sind die nämlich auch ungelesen recht günstig zu bekommen. Wenn ich die Gelegenheit bekomme, dann schlage ich da auch zu. Ich habe nur momentan noch genug noch zu lesende Comics hier liegen.

Mein einziges Problem ist nur die Chronologie der drei Verlagsveröffentlichungen dieser ja wirklich unterbewerteten Serie.
ISt es so richtig?:
1. Ehapa
2. Feest
3. Airboris
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Alt 17.06.2010, 07:21   #1053  
michidiers
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Heft-Nr.: 159

Hefttext: Die Spinne Magazin
Seiten:48
Erscheinungstermin: 1988/08
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #296
2) Marvel Fanfare (I) #34
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Die Rückkehr des Doktor Octopus
2) Volstaggs gefährliche Mission
Original-Storytitel:
1) Force of arms
2) Tales of Asgard: Life with Volstagg
Zeichnungen:
1) Alex Saviuk
2) Charles Vess
Text:
1) David Michelinie
2) Alan Zelenetz
Ursprüngl. Coverpreis:3,00 DM
Inhalt:
1) Dr. Otto Octavius, einer der ersten Gegenspieler der Spinne und uns besser bekannt als Doktor Octopus, büchst wieder einmal aus der geschlossenen Anstalt aus. Die Spinne heftet sich dabei an seine Fersen, kann aber nicht verhindern, dass Octopus seine alte Verbrecherbande reaktiviert. Und einen ersten Plan hat er auch schon geschmiedet, die Spinne muss endlich aus dem Weg geräumt werden. Seine logische Schlussfolgerung: „Die Spinne operiert immer aus Manhattan heraus. Um dies zu unterbinden, zerstöre ich gleich ganz New York!“
2) Nichts gibt es, was den Nornen verborgen bleibt. Sie orakeln: „Wenn die Hochzeit von den Asen Una und Mord nicht genau zur Mittsommernacht stattfindet, werden deren Nachkommen in vielen Jahren Asgard zerstören!“ Das ist ein willkommener Grund für den gemeinen Loki, die Hochzeit platzen zu lassen. Er verwandelt dazu den Bräutigam Mord in eine Ziege. Volstagg wird daher von Una beauftragt, ihren Bräutigam Mord als Ziege im Zauberquell des Wolfsschlosses zu baden, wo er danach wieder eine menschliche Gestalt annehmen soll. Volstaggs langer und gefährlicher Weg zum Quell ist geschafft. Doch nach dem Bad bleibt die Ziege eine Ziege. Volstagg scheint einem Schwindel von Loki aufgesessen zu sein. Offenbar plant Loki zunächst, Thors engste Gefährten auszuschalten.
Bemerkungen:
1) Bei der Zweitstory handelt es sich um eine vierteilige Geschichte aus Asgard, die in US Marvel Fanfare (I) #34-37 veröffentlicht worden ist. Condor veröffentlicht diese jetzt nacheinander im Magazin #159-162 als Zweitstory. Und der hier vorliegende Auftakt ist vom allerfeinsten. Der Zeichner Charles Vess, er hat auch viele Storys in Williams Horror gezeichnet, sind wirklich sehenswert. Die märchenhaften Darstellungen der Welt von Asgard sind kaum so gut gelungen, wie hier.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Leserbrief, Impressum – 1 Seite,
2) Abowerbung, Leserbriefe – 1 Seite,
3) Eigenwerbung für Spinne Magazin Zweitauflage - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch: http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46141
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Alt 17.06.2010, 08:46   #1054  
Hinnerk
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Zitat:
Zitat von michidiers Beitrag anzeigen
Mein einziges Problem ist nur die Chronologie der drei Verlagsveröffentlichungen dieser ja wirklich unterbewerteten Serie.
ISt es so richtig?:
1. Ehapa
2. Feest
3. Airboris
Lesereihenfolge ohne Gewähr:

Feest 2
Feest 3
Detektive, Gauner, Agenten 15
Comics Unlimited 4
Feest 1
Arboris 1
Arboris 2
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Alt 17.06.2010, 12:14   #1055  
michidiers
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Zitat:
Zitat von Hinnerk Beitrag anzeigen
Lesereihenfolge ohne Gewähr:

Feest 2
Feest 3
Detektive, Gauner, Agenten 15
Comics Unlimited 4
Feest 1
Arboris 1
Arboris 2
OK, allerbesten Dank. Du hast nur Detektive, Gauner, Agenten 12 (Parfüm des Todes) vergessen. Aber ich denke, es wird dann wohl vor der Nr. 15, also an der dritten Stelle stehen.

Und bist Du einigermaßen sicher, dass Feest 1 so weit nach den anderen veröffentlichungen kommt?
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Alt 17.06.2010, 12:18   #1056  
Hinnerk
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Das habe ich aus so einer obskuren Datenbank: http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=38397
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Alt 17.06.2010, 23:21   #1057  
Eldorado
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Zitat:
Zitat von michidiers Beitrag anzeigen
Du hast nur Detektive, Gauner, Agenten 12 (Parfüm des Todes) vergessen. Aber ich denke, es wird dann wohl vor der Nr. 15, also an der dritten Stelle stehen.

Und bist Du einigermaßen sicher, dass Feest 1 so weit nach den anderen veröffentlichungen kommt?
Nö, hat Hinnerk nicht vergessen.
"Parfum des Todes" ist die einzige Story die zweimal erschienen ist.
Als "Det., Gauner & Ag. 12" und als Feest-Album 2.
Feest-Album 1 enthält Kurzgeschichten, die noch zum Teil in Zack erschienen sind.
Gehört meiner Meinung nach chronologisch daher doch an die erste Stelle,
ist inhaltlich aber vermutlich wurscht.
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Alt 17.06.2010, 23:27   #1058  
Hinnerk
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Das hatte ich in der Tat vergessen in die Liste zu schreiben. Den nicht erschienen 6ten französischen Band könnte man auch noch erwähnen.
Die ganze Reihenfolge ist aber wirklich nicht so wichtig, die Bände lassen sich sehr gut einzeln lesen.
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Alt 19.06.2010, 15:20   #1059  
Servalan
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Standard Logicomix

Zitat:
Zitat von Servalan Beitrag anzeigen
Keine Sorge. Das Buch wird gerade übersetzt und sollte rechtzeitig zur Buchmesse in Frankfurt/Main lieferbar sein. Zu den Literaturverlagen, die jetzt ein eigenes Comicsegment aufbauen, gehört der Atrium Verlag. Ich hoffe, die übersetzen aus dem (griechischen) Original ...
http://www.atrium-verlag.com/index.php?id=85
http://www.atrium-verlag.com/index.p...ash=d689fd8909
Die französische Fassung von Logicomix erschien im Mai 2010 beim Verlag Vuibert, einem 1877 gegründeten Fach- und Sachbuchverlag mit Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften, der bisher mit Comics so wenig am Hut hatte wie Knesebeck/Atrium. Der Band scheint in Frankreich veritabler Erfolg zu sein; international scheinen die Lizenzen schon die 100.000er Marke überschritten zu haben!
http://vuibert.com/livre33659.html
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Alt 19.06.2010, 15:28   #1060  
FrankDrake
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Sehr interessant für den normalen Nutzer dieses Forums

Das einzige was ich in Französisch kann ist..................., lassen wir das es würde zu weit führen.

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!

Geändert von FrankDrake (19.06.2010 um 15:34 Uhr)
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Alt 19.06.2010, 15:50   #1061  
Servalan
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Zitat:
Zitat von FrankDrake Beitrag anzeigen
Das einzige was ich in Französisch kann ist..................., lassen wir das es würde zu weit führen.
Die erste Erwähnung im CGN fand in diesem Forum statt, in Beitrag #1041.

Der Band kommt ja auf deutsch; das wurde hier schon ausführlich diskutiert, deshalb wollte ich da nicht noch einmal ausführlich eingehen: ab Ende August 2010 bei Knesebeck/Atrium auf deutsch.
Ich fand den Hinweis auf die Auflage interessant und bin gespannt, ob Atrium das Marketing ähnlich anlegen wird.
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Alt 20.06.2010, 17:55   #1062  
michidiers
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Ich empfehle nochmals wirklich jedem, sich diesen einizgartig besonderen Comic zuzulegen, sobald der in deutscher Sprache erschienen ist.
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Alt 21.06.2010, 06:45   #1063  
michidiers
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Fables Sammelband 10



Väter und Söhne

Inhalt: Nachdem der „Feind“ sämtliche Fables, das sind die uns bekannten Märchenfiguren wie Schneewittchen, König Drosselbart und Co, vor Jahrhunderten aus dem Märchenreich vertrieben hat, fristen diese jetzt ihr Dasein unerkannt unter uns ahnungslosen Menschen.
Doch die Fabels planen die Rückeroberung ihres Reiches. Gleichzeitig streckt aber auch der Feind seine tödlichen Klauen in Richtung unserer Erde aus.

Ich weis nicht, wie oft diese herrliche Serie hier bereits in den Himmel gelobt habe, aber ich komme aus meiner Schwärmerei einfach nicht heraus. Und das Schöne daran ist noch: die Serie wird immer besser! Ich erkannte das Potential der Serie zwar schon im ersten Sammelband, ich brauchte aber die ersten beiden Sammelbände zum „warm“ werden. Inzwischen ist mir der geheime Mikrokosmos der Märchenfiguren dermaßen ans Herz gewachsen, dass ich mir momentan nicht vorstellen kann, dieser Serie in absehbarer Zeit abzusetzen.

Was sie so besonders macht? Das sind die schöne Mischung aus Fantasy, Seifenoper und vielen Reflektionen aus unserer Realität, die hier den Geschichten immer wieder verarbeitet werden und mir als Leser dadurch ein ganz besonderes Erlebnis geben.

So ist auch in dieser Ausgabe der erste große Storybogen „Vorschläge zu einer Endlösung für Fabletown“, in der die führenden Vertreter des Feindes (deren Namen nenne ich nicht, sind aber vielen von seit der Kinderzeit geläufig) zu einer Konferenz zusammenkommen eine äußerst bissige Anspielung auf die Wannseekonferenz des 3. Reiches, als die Naziführer die Endlösung der Judenfrage beschlossen. Dies ist nur ein Beispiel von zahllosen schmutzigen Spiegeln, die uns und unserer Gesellschaft in diesen so genialen Geschichten immer wieder vorgehalten werden. Im Grunde genommen schreibt hier unsere eigene Realität die besten Geschichten.
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Alt 22.06.2010, 11:13   #1064  
michidiers
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Heft-Nr.: 160
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Na, das Cover kennen Williamsleser doch...
Seiten:48
Erscheinungstermin: 1988/09
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #297
2) Marvel Fanfare (I) #35
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Das Poker-Spiel um Manhattan
2) Hogun, zu allem entschlossen
Original-Storytitel:
1) I'll take Manhattan!
2) ?
Zeichnungen:
1) Alex Saviuk
2) Lou Manna
Text:
1) David Michelinie
2) Sue Flaxman
Ursprüngl. Coverpreis:3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Magazin #159: Nach einer langen Suche in der Unterwelt von New York kann die Spinne endlich Doc Ock ausfindig machen. Das geschieht auf den letzten Drücker, da Doc Ock gerade New York mit einem tödlichen Bazillus überziehen und somit unbewohnbar machen will. Mit einem einfallsreichen Trick und viel Geschick kann Spinne ihn davon abbringen. New York ist vorerst gerettet, Ocki kann sich allerdings unerkannt verdünnisieren.
2) Fortsetzung aus Magazin #159: Nichts gibt es, was den Nornen verborgen bleibt. Sie orakeln: „Wenn die Hochzeit von den Asen Una und Mord nicht genau zur Mittsommernacht stattfindet, werden deren Nachkommen in vielen Jahren Asgard zerstören!“ Das ist ein willkommener Grund für den gemeinen Loki, die Hochzeit platzen zu lassen. Er verwandelt dazu den Bräutigam Mord in eine Ziege. Hogun wird daher von Unas Mutter, Lady Sunna, aufgesucht. Er soll Unas Bräutigam Mord als Ziege die Frucht eines entfernten Zauberbaumes kosten zu lassen, wo er danach wieder eine menschliche Gestalt annehmen wird. Hoguns langer und gefährlicher Weg zum Baum ist geschafft. Doch nach der Kost bleibt die Ziege eine Ziege. Wie Volstagg zuvor scheint auch Hogun einem Schwindel von Loki aufgesessen zu sein. Offenbar plant Loki, Thors engste Gefährten auszuschalten.
Bemerkungen:
Ich habe mich zunächst über einige Unlogiken in der Zweitstory gewundert, bis ich merkte, dass diese Story mit Hogun zeitgleich mit der vohergehenden Story aus #159 mit Volstagg handelt. So ergibt das alles wieder eine gewisse Logik. Die dahinter steckende Idee ist ungewöhnlich gut für dieses Magazin. Hervorragend sind auch wieder die zauberhaften Zeichnungen der Zweitgeschichte aus Asgard. Die Spinne Story sollte man hingegen schnellstens vergessen!
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Leserbrief, Minimarkt, Impressum – 1 Seite,
2) Abowerbung, Leserbrief – 1 Seite,
3) Eigenwerbung für Spinne Magazin Zweitauflage - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
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Alt 23.06.2010, 11:35   #1065  
michidiers
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Heft-Nr.: 161
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
ISBN:
Erscheinungstermin: 1988/10
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #298
2) Marvel Fanfare (I) #36
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Keine Chance gegen Chance?
2) Fendrals Versuchung
Original-Storytitel:
1) Chance encounter!
2) Tales of Asgard: Fandral's follies
Zeichnungen:
1) Todd McFarlane
2) Charles Vess
Text:
1) David Michelinie
2) Alan Zelenetz
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00
Inhalt:
1) Spinne bekommt es heute mit dem fliegenden Hightech-Schurken „Mr. Chance“ zu tun. Dieser Superschurke stiehlt als angeheuerter Söldner im Auftrag der dubiosen Gesellschaft „Life Foundation“ eine komplette Waffenlieferung, die für die US-Armee bestimmt war. Statt der erwarteten Belohnung bekommt Mr.Chance vom Gesellschaftsvorsitzenden Charlton Drake einen Hochspannungsstromschlag versetzt und bleibt zunächst in deren Gewalt. Peter hingegen hat nach seiner Hochzeit mit Mary Jane Geldprobleme ganz neuer Art. MJ verdient als Modell so viel Geld, dass er sich von ihr ausgehalten fühlt. Das spritz sich weiter zu, als Mary mit ihm gemeinsam von seiner Bude in Chelsea in den sündhaft teuren Bedford Tower ziehen will. Und weiteres Unheil braut sich zusammen. In einer heruntergekommen Wohnung schwört ein dunkler Schatten Rache und verwandelt sich langsam in ein grauenhaftes Wesen. Ist das nicht V....?
2) Forsetzung aus Magazin #160: Genau wie seine Freunde Volstagg und Hogun in den Vornummern #158+159 sitzt auch der schöne Fandrall einem Schwindel von Loki auf. Seine Reise mit einer Ziege zu einer Zauberin auf der Insel der Liebe wird ebenfalls einem Fiasko. Zumindest erfährt er aber, dass offenbar Loki hinter allem steckt. Jetzt kann nur noch Thor den Karren aus dem Dreck fahren…
Bemerkungen:
1) Erstmals tritt in einer Ausgabe des Spinne-Magazines Todd Mcfarlane als Zeichner auf. Und dessen Qualitäten machen sich positiv auf die gesamte Story bemerkbar. Seine Darstellung der Gesichter und tollen Perspektiven hieven die ohnehin gute Geschichte ganz nach oben in meiner persönlichen Rangliste. Zu einer tragischen Figur wird in dieser Geschichte unser Peter. Er zögert seinen Zugriff als Spider-Man auf den Raub des Waffentransportes hinaus. Sein Grund dafür ist der Druck auf die Aussicht auf bessere Fotos. Er hofft mit besseren Bildern mehr Geld zu verdienen und somit nicht zu sehr finanziell seiner reichen Frau MJ nachzustehen. Aufgrund seines Zögerns wird dann ein Wachsoldat schwer verletzt.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Leserbrief, Minimarkt, Impressum – 1 Seite,
2) Abowerbung, Leserbrief – 1 Seite,
3) Eigenwerbung für Spinne Magazin Zweitauflage - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Spider-Man - Die fehlenden Geschichten von Todd McFarlane (Sonderausgabe Comic Action 2004) #1, Marvel Exklusiv #14
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
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Alt 24.06.2010, 11:40   #1066  
michidiers
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Heft-Nr.: 162
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1988/11
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #299
2) Marvel Fanfare (I) #37
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Chances letzte Chance
2) Hochzeit mit Hindernissen
Original-Storytitel:
1) Survival of the Hittist!
2) How you gonna keep 'em down on the farm after they've seen Asgard?
Zeichnungen:
1) Todd McFarlane
2) Charles Vess
Text:
1) David Michelinie
2) Alan Zelenetz
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung von Magazin #161: Aufgrund eines „Spinnenspürers“, den Spidey am Dieb „Chance“ heimlich platzierte, führt die Spur der gestohlenen Waffen zu dem Geschäftsmann Charlton Drake. Drake plant in New Jersey ein luxuriöses Refugium für zahlende Kunden nach einem Atomkrieg. Spinne gelingt es unerkannt in den Luxusatombunker einzudringen. Bei der Befreiung des dort gewaltsam festgehaltenen Chance explodiert die gesamte Munition aus dem Raub. Spidey und Chance können sich in letzter Sekunde retten. Charlton Drake muss sich künftig wohl nach anderen Einnahmequellen umschauen. Derweil bekommt Mary Jane einen schauerliche Besuch: eine gruselige schwarze Gestalt mit einem breiten hässlichen Maul und spitzen Zähnen steht in ihrem Schlafzimmer und begrüßt sie mit den seifigen Worten: „Hallo, Baby!“.
2) Fortsetzung von Magazin #161: Als Fandral, Hogun und Volstag nach der Pleite mit den Ziegen feststellen, dass wohl Loki hinter allem steckt, machen sie sich gemeinsam mit ihrem Freund Thor auf den Weg zu dem Missetäter. Im finalen Kampf kann der Gott des Schalkes mit gemeinsamen Kräften bezwungen werden. Die lang ersehnte Hochzeit der Asen Una und Mord kann endlich stattfinden.
Bemerkungen:
Schwer begeistert bin ich von dem schönen Vierteiler aus Marvel Fanfare #34-37, die als Zweitgeschichte der Magazine #159-162 erschienen. Diese „Tales of Asgard“ sind von dem Starzeichner Charles Vess dermaßen hervorragend in Szene gesetzt worden, dass sie sich durchaus mit Jack Kirbys Darstellungen von Asgard messen lassen können. Vess kann aus einen großen Ideenvorrat schöpfen, denn er war lange Zeit der Zeichner von Horrorkurzgeschichten des DC Verlages, die hier bei Williams Horror erschienen sind.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Leserbrief, Impressum – 1 Seite,
2) Abowerbung, Minimarkt – 1 Seite,
3) Eigenwerbung für Spinne Magazin Zweitauflage - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Spider-Man - Die fehlenden Geschichten von Todd McFarlane (Sonderausgabe Comic Action 2004) #1, Marvel Exklusiv #14
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
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Alt 26.06.2010, 20:23   #1067  
michidiers
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Neil Gaiman
Sandman 5
Über die See zum Himmel



Inhalt: Die Bewohnerinnen eines baufälligen Wohnhauses können nicht unterschiedlicher sein. Eine Transe, ein lesbisches Paar, die ziellose Barbie und ein Mauerblümchen namens Thessalie. Diese unfreiwillige Gemeinschaft von Verlierern muss sich einer mystischen Bedrohung mit dem bezeichnenden Namen „Kuckuck“ stellen. Die Herausforderung vermischt dabei Realität und Traum und plötzlich finden sich alle in einer Welt wieder, die nur der Traummeister Morpheus (Sandman) geschaffen haben kann…

Neil Gaiman hat auch mit diesem Storybogen eine weitere Meisterleistung abgeliefert. Es ist schier unglaublich, welches gewaltige Maß an Inspirationen dieser Künstler in der Serie Sandman verarbeitet. Dabei ist die namensgebende Titelfigur diesmal sogar nur ein Nebendarsteller. Gaiman verlegt sich darauf, die Bewohnerinnen des Hauses in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei verknüpft er auf eine einzigartige Weise deren eigene Realität im Comic mit einer traumhaften Fantasiewelt der Bewohnerinnen. Diese Traumwelt, die Parallelen zu „Narnia“ und Tolkiens „Herr der Ringe“ aufweist, ist wiederum eine Reflektion von Wünschen, Träumen und Ängsten in der Comicrealität, die letztenendes zu der Schaffung des „Kuckucks“ führten.

Und am Sandman ist so einmalig, dass sich für den Leser bei der Lektüre alles zu vermischen scheint: Realität und Traum in der Geschichte, die schöne Sprache und das passende Bild, ja sogar der Leser selber und die Story, alles scheint sich miteinander eine Einheit zu werden.

Das Vorwort sollte man übrigens besser nach der Geschichte lesen. Hierin interpretiert ein gewisser Samuel R. Delany mehrere Stellen aus dem Inhalt und verrät damit auch einen Teil des Plots. Wenn aber alles, was Delany hier dem Leser mit intellektuellem Wort als Deutung darstellt auch tatsächlich von Gaiman so gedacht und gewollt war, dann kann man nur den Hut vor diesem Menschen ziehen. Gaiman vermag mit dem damit Geist und Verstand eines jeden aufmerksamen Lesers zu öffnen, fast wie ein Dosenöffner eine Sardinenbüchse zu öffnen vermag.
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Alt 28.06.2010, 22:33   #1068  
michidiers
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Als kleinen „Absacker“ vor dem Urlaub gab ich mir jetzt noch einmal:
Heft-Nr.: 163
Hefttext: Die Spinne Magazin

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1988/12
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #300
2 - 5) Marvel Fanfare (I) #34 - #37
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Venom
2) Fandral, Hogun und Volstagg
3) Der grimmige Hogun
4) Fandral und Karina auf Freyas Insel der Diebe
5) Loki, der intrigante Stiefbruder von Thor, dem Donnergott
Original-Storytitel: 1) Venom
2) Tales of Asgard: Life with Volstagg
3) Tales of Asgard: Hogun's goat
4) Tales of Asgard: Fandral's follies
5) How you gonna keep 'em down on the farm after they've seen Asgard?
Zeichnungen:
1) Todd McFarlane
2) – 5) Charles Vess
Text:
1) David Michelinie
2) – 5) Alan Zelenetz
Coverzeichner: Signatur: „Miron Seffzek
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung von Magazin #162: Peter findet die vollkommen verstörte Mary Jane alleine in ihrer Wohnung vor. Als Mary ihm von ihrer unheimlichen Begegnung mit Venom erzählt, sieht Peter natürlich gesteigerten Handlungsbedarf. Eine Gelegenheit dafür ist auch schnell da. Als er Venom bei seiner und Mary Janes Einweihungsfeier in der neuen gemeinsamen Wohnung im luxuriösen Bedford Tower am Balkon vorbeischwingen sieht, nimmt er als Spinne die Verfolgung auf. Er kann Venom in Eddie Brocks Wohnung stellen, wird dort aber von ihm besiegt. Aus der Bewusstlosigkeit aufwachend findet Spinne sich in Venoms Netz fixiert im Glockenturm einer Kirche wieder, wo ihm der Tod durch die schwingenden Kirchenglocken droht. Doch wie gewohnt kann sich unsere Spinne auch hier einmal wieder aus einer ausweglosen Situation befreien um Venom danach mit einem pfiffigen Trick in die Knie zu zwingen und den FV in sichere Verwahrung zu übergeben. Mary Jane ist erleichtet. Sie kann allerdings Spideys schwarzes Kostüm nach der Begegnung mit Venom nicht mehr sehen und übergibt ihrem Gatten für die kommenden Einsätze das in Deutschland in einem Karnevalsgeschäft (#150) gekaufte rot-blaue Kostüm.
Bemerkungen:
1) Die vorliegende Story stammt aus dem 300. ASM-Jubiläumsheft. Und das wird wirklich gebührend gefeiert. Marvel führte Venom richtig ein und spendet dafür gleich eine extra-dicke Ausgabe mit 40 Seiten. Für Condor blieb daher kein Platz für eine normale Zweitgeschichte und veröffentlichte daher die vier Cover aus den vier vorhergehenden tollen Zweitgeschichten aus Marvel Fanfare Nr. 34 – 37 von Starzeichner Carles Vess.
2) Das Cover dieser Ausgabe ist wie gewohnt ohne Sinn und Verstand und ohne Bezug zur Story von Condor zusammengeschustert worden.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Minimarkt, Impressum – 1 Seite,
2) Abowerbung, Minimarkt, Leserbrief – 1 Seite,
3) Eigenwerbung für Spinne Magazin Zweitauflage - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Marvel Exklusiv #14, Spider-Man Taschenbuch #1, Im Netz von Spider-Man #7
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
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Alt 04.07.2010, 13:26   #1069  
michidiers
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Beiträge: 2.424
Heft-Nr.: 164
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Spidey ist heute einmal als Nazijäger unterwegs…
Seiten:48
Erscheinungstermin: 1989/01
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #301
2) The New Mutants (I) #4
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Silver Sable - Für Geld tut sie (fast) alles!
2) Wer macht Stevie Angst?
Original-Storytitel:
1) The Sable gauntlet!
2) Who's scaring Stevie?
Zeichnungen:
1) Todd McFarlane
2) Sal Buscema
Text:
1) David Michelinie
2) Christopher Claremont
Coverzeichner: Coversignatur: „Scholz“
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Im Auftrag des Immobilienbesitzers Mr. Pruett soll die hübsche „Silver Sable“ die Sicherheitseinrichtungen des luxuriösen Pruett Buildings prüfen. Das klingt zunächst nach einem normalen Auftrag, aber der Sicherheitschef von Pruett ist der rechtsextreme Terrorist Frank Cruz. Der will sich für einige in der Vergangenheit von Silver Sable vereitelte Terroranschläge rächen und baut dazu tödliche Sicherheitsfallen im Pruett Building ein. Ein Glück, dass Spinne wieder einmal den richtigen Spürsinn beweist, das Nazi-Doppelleben von Cruz aufdeckt und Silver Sable das Leben rettet. Privat läuft bei Peter alles bestens. Der Umzug mit Ehefrau Mary Jane in den Bedford Tower schreitet voran und er bekommt ein lukratives Angebot. Er soll die offene Stelle des Chefassistenten in einem Forschungslabor besetzen.
2) Stevie Hunter, eine Lehrerin der Neuen Mutanten (New Mutants) hat mächtig Ärger. Sie wird von einem Stalker verfolgt und belästigt. Die jungen Spürnasen von den Neuen Mutanten nehmen die Fährte auf. Sie führt zu dem jungen High Schüler Peter, der seine Liebe für die hübsche Pädagogin nicht erwidert sah und daher zu diesen drastischen Mittel gegriffen hat. Peter wird ein Fall für das Jugendamt und Stevie Hunter kann sich wieder hinters Lehrerpult klemmen.
Bemerkungen:
1) Beide Storys sind recht interessant und kurzweilig zu lesen. Bei der Retuschierung der Hakenkreuze in der Erstgeschichte mit dem Nazi-Terroristen hat man sich damals nicht allzu viel Mühe gegeben. Die sind noch dermaßen auffällig zu erkennen.
In dem Vorwort erklärt die Redaktion, dass es sich bei dieser Ausgabe um eine Premiere handelt. Die Neuen Mutants erscheinen erstmals in einem deutschsprachigen Comic. Einige Reihen weiter wird dann uns verdutzten Lesern erklärt: „Für die Sammler unter Ihnen hier noch der Hinweis, dass es sich um die Nummer 4 der US-Serie New Mutants handelt. Die ersten drei US-Nummern können Sie im Condor Taschenbuch Nr. 13 nachlesen.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1) redaktionelle Einleitung, Werbung, Minimarkt, Impressum – 1 Seite,
2) Abowerbung, Leserbrief – 1 Seite,
3) Eigenwerbung für Spinne Magazin Zweitauflage - Rückseite
[b]Auch erschienen in:
1) Marvel Exklusiv #50
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
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Alt 06.07.2010, 13:32   #1070  
michidiers
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Und hier kommt mein ganz besonderer Lesetipp:

Hicksville

a comic book by Dylan Horrocks



Inhalt: Versteckt an der einsamen Nordspitze von Neuseeland liegt „Hicksville“, ein ganz besonderer Ort für das Medium Comic, denn es ist der Geburtsort von Dick Burger. Dick ist Herausgeber und Autor verschiedener Superheldencomics und ein berühmter Weltstar, der jetzt in Los Angeles residiert. Der Reporter Leonard Batts vom US Comic-Magazin macht sich für eine Reportage auf den Weg in das verschlafene Nest Hicksville. Dort scheint für ihn aber alles anders zu laufen, als in der übrigen Welt. In Hicksville findet er einen Ort voller Wunder und Überraschungen und einem Geheimnis, dass niemand mit ihm zu teilen bereit ist.

Dylan Horrocks baut in dem abgelegenen Örtchen Hicksville eine in sich abgeschlossene Welt auf, ähnlich in Filmen wie Truman Show oder Pleasantville. Nur dreht sich hier alles um Comics. Die Bücherei führt hier nahezu alle Comics der Welt, sogar die Originale der großen Klassiker wie Action Comics und Amazing Fantasy sind mehrfach vorhanden. Alle Dorfbewohner sind auf ihre Art und Weise mit Comics verbunden.

Einer der ehemaliger Bewohner, Dick Burger, ist zum reichen Superstar und Comicherausgeber in Los Angeles avanciert, nachdem er alten Superheldenklassikern ein modernes Gewand verpasste. Seine Mittel zur Durchsetzung des Erfolges sind dabei recht drastisch und soll stark an die Verhältnisse der amerikanischen Superhelden-Comicindustrie mit der Ausbeutung der Künstler erinnern. Dabei nimmt der Autor Horrocks kein Blatt vor dem Mund und nennt auch „Ross und Reiter“, wie Stan Lee, Todt McFarlane, Jack Kirby usw. Somit steht dieser Comic als eine unterhaltsam-bissige Satire über das nicht gerade ungefährliche Geschäft mit Kunst und Comics.

Neben dieser Hauptgeschichte werden aber auch viele kleine Nebengeschichten der Bewohner erzählt, Geschichten über verlorene Jugend und die Suche nach einem Zuhause, über Sehnsüchte, Liebe, Vergessen und Entdecken des Lebens und des Seins. Das interessante ist dabei die Art der Erzählung, die auf mehreren verschiedenen Zeit und Erzählebenen stattfindet. Da einige Einwohner selber Comics schreiben und zeichnen, wird die Story zum Teil als Comic im Comic erzählt. Eine hervorragenden Idee, besonders dann, wenn der Erzähler sogar in einen Dialog mit seinen eigenen Comicfiguren tritt.

Die Story als solche ist witzig und unterhaltend geschrieben und überdies außerordentlich spannend mit einem wirklich gelungenen Ende, was zu allerlei Spekulationen über „Hicksville“ verleitet. Dass es sich hier um einen abstrakten Ort handelt, der sich aus der Schaffenskraft aller Comickünstler auf einer geistigen Ebene geschaffen hat, ist dabei mein persönlicher Favorit geworden. Dafür spricht zum Beispiel auch die Tatsache, dass der Reporter Leonard Batts den Ort nicht finden konnte und erst nach einer Ohnmacht darin aufwachte.

Wer das Medium Comic liebt, der sollte sich diese Liebeserklärung an das Medium Comic voller versteckter und offener Anspielungen auf Comics und Künstler aus aller Welt nicht entgehen lassen. Eine minimale Kenntnis der Hintergründe besonders in der US-Comicindustrie und deren Auswirkungen sollte man aber schon mitbringen. Ich habe übrigens dieses Werk nach einer Empfehlung von „Servalan“ aus dem Forum des Comicguides gekauft, wofür ich ihr sehr danke. Denn dieses hochintelligente Werk fesselt jeden Comicfan, ich verspreche es Euch, bei Odin…äh Teutates.

Hier ist eine kleine Vorschau auf die ersten Seiten des Werkes zu bewundern:
http://www.drawnandquarterly.com/ima...98e3221093.pdf

Geändert von michidiers (06.07.2010 um 15:33 Uhr)
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Alt 06.07.2010, 14:23   #1071  
FrankDrake
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Schöne Rezi, ich werde es mir wohl bestellen

Kleine Anmerkung:

Pleasentville ist mit Reese Witherspoon und Tobey "Spider-Man" Maguire

Jim Carrey spielt die Hauptrolle in der Truman Show

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!
FrankDrake ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2010, 15:32   #1072  
michidiers
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Oh, danke. Da habe ich in meiner Begeisterung wohl etwas durcheinander gebracht und wird abgeändert!
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Alt 07.07.2010, 13:04   #1073  
michidiers
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Marvel Graphic Novel

1985



Inhalt: 1985, Ein kleiner Ort in den USA in unserer Realität. Der heranwachsende Toby hat eine Menge Probleme. Seine Eltern sind geschieden. Seinen Stiefvater findet er einfach zum Kotzen und seine schulischen Leistungen fallen ins bodenlose. Seine einzige Zuflucht sind seine Marvelcomics, denn die Helden seiner Comics lösen auch die kompliziertesten Probleme. Als er eines Tages in einer abgelegenen alten Villa die ihm so bekannten Schurken wie Dr. Doom, Red Skull und Elektro auftauchen, glaubt ihm natürlich keiner. Und dabei hängt das Schicksal unserer Realität an einem seidenen Faden. Ein Schlüssel zur Lösung scheit dabei Tobys leiblicher Vater zu sein, denn der hat in den 60ern dort eine grauenvolle Entdeckung gemacht…

Mark Millar verlegt in dieser gelungenen Graphic Novel des Marvelverlages die Handlung, kurz nach den Ereignissen des Secret War I im Jahre 1985, in unsere eigene Realität auf der Erde. Und dieser Kniff hat zeigt seine Wirkung und ließen mich die kruden Handlungen der sonstigen Marvels der jüngsten Vergangenheit schnell vergessen.

Erzählerisch orientiert Millar sich dabei an Filmen wie z.B. Dawn of the Dead oder Krieg der Welten, nur dass anstelle der Zombies oder Aliens die Schurken des Marveluniversums stehen, die in unserer Welt morden und marodieren. Und das beginnt zunächst alles ganz harmlos mit einem zufällig geschossenen Foto des Geiers auf einem Hausdach und gipfelt in apokalyptischen Ausmaßen. Verknüpft mit diesem Katastrophenszenario ist das Leben des kleinen Toby, dem keiner Glauben schenken mag und der zerrissen und einsam in einer Welt der Erwachsenen seinen Weg finden muss. Die Story um den sich auf der Schwelle zwischen Kindheit und Pubertät befindlichen Toby ist einfühlsam aufgebaut und passend gezeichnet. Es ist die wohl beste Story, die ich seit langer Zeit aus dem Hause Marvel gelesen habe.

Dass die Handlung wieder einmal der normale Kampf Held gegen Schurke ist und somit nicht unbedingt innovativ ist, störte mich nicht, denn auf ausufernde Kämpfe wurde weitgehend verzichtet, so dass sich in dieser Beziehung diese Ausgabe vom Superheldeneinerlei stark abhebt. Im Vordergrund dieser Geschichte stehen eh nicht die Helden oder Schurken, sondern die ganz einfachen Menschen und wie sie solch ein unbegreifliches Ereignis auffassen.

Ich habe übrigens die englische Ausgabe gelesen und musste danach lange suchen, um im Paniniangebot auch die deutsche Ausgabe zu finden, die unter dem Label 100% Marvel schon im Mai 2009 veröffentlicht worden ist. Mich wundert jetzt im Nachhinein, dass ich davon rein gar nichts gelesen/mitbekommen habe. Wenn dies eventuell ein Misserfolg in Deutschland gewesen sein sollte, muss es mich stark wundern, denn diesen hätte dieser nette Band nicht verdient.
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Alt 08.07.2010, 12:51   #1074  
michidiers
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Phantastische Geschichten 7



So, dass war jetzt der letzte Band dieser tollen Albenserie des Hethkeverlages, in der die US Horror- und SF-Storys des EC Verlages der 50er Jahre veröffentlicht worden sind. Und hier werden nochmals 8 unheimliche Kurzstorys aus dem Genre SF der Altmeister Joe Orlando, Wood, Kamen, Al Williamson präsentiert.

Besonders herausragend ist dabei die zweitteilige Story „Ich, Roboter“ nach der Erzählung „Adam Link“ von Otto Binder (der hat übrigens auch Supergirl erschaffen). Diese Story, die aus der Ich-Perspektive eines Roboters geschrieben wurde, der des Mordes an seinem menschlichen Schöpfer angeklagt ist, wird sicher wohl einen Einfluss auf spätere Geschichten um das Verhältnis zwischen Robotern und Menschen gehabt haben.

Ich wollte anfangs alle 7 Bände nachdem ich diese durchgelesen habe, eigentlich wieder verkaufen. Aber die sind alle so dermaßen gut, dass ich diese jetzt doch behalten werde. Für einen weiteren „Leseturn“ in ein paar Jahren sind die allemal gut!
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Alt 08.07.2010, 13:07   #1075  
Detlef Lorenz
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Phantastische Geschichten 7
... Aber die sind alle so dermaßen gut, dass ich diese jetzt doch behalten werde. Für einen weiteren „Leseturn“ in ein paar Jahren sind die allemal gut!
Dem kann ich mich anschließen. Schade nur, dass die bei Norbert Hethke als HC/SC herausgekommen sind und nicht als Hefte.
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