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Alt 14.09.2018, 17:18   #326  
FrankDrake
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Zitat von Lizard_King Beitrag anzeigen
Das habe ich original...mit Signatur von Stan Lee
OK, mit Schriftzug dann aber höchstens Zustand 2

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!
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Alt 14.09.2018, 17:55   #327  
Lizard_King
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Sogar Zustand 3...aber in der Form halt einmalig. Gibt keine zweite Ausgabe mit Signatur die gegradet und die Unterschrift beglaubigt wurde.

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Alt 14.09.2018, 19:18   #328  
underduck
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EGS?
Sind das nicht die Schoddels?
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Alt 14.09.2018, 19:27   #329  
Lizard_King
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Was bedeutet Schoddels?

Die Signatur hab ich mir selbst 2014 bei Stan Lee geholt
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Alt 15.09.2018, 06:47   #330  
Marvelianer
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Und wer hat sich die Signatur von Seidl geholt?
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Alt 15.09.2018, 08:47   #331  
thetifcat
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Tolles Heft Lizard. Da hast Du was einmaliges
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Alt 15.09.2018, 09:22   #332  
FrankDrake
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Bin auch ein bisschen neidisch

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!
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Alt 15.09.2018, 13:17   #333  
underduck
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Zitat:
Zitat von Lizard_King Beitrag anzeigen
Was bedeutet Schoddels?
Die Schoddels

Theo Schoddel ist der Gründer von EGS. Sein Sohn und ein paar angelernte Mitarbeiter bemühen sich um das Grading bei EGS. Eine echte Qualifikation zum Graden hat da wohl keiner.

Zitat:
Willkommen beim European Grading Service (EGS)*

GRADING (Zustandsbewertung) ist unsere Leidenschaft!

Der European Grading Service (EGS) wurde gegründet um die ständig wachsende Nachfrage nach professioneller und neutraler Zustandsbewertung (Grading) von Sammlerobjekten in Europa sicherzustellen.

Insbesondere beim Online-Handel ist es für den Käufer nicht möglich den Zustand des gekauften Sammlerobjektes persönlich zu prüfen. Weiterhin geht das Verständnis über den Zustand eines Sammlerobjektes zwischen Verkäufer und Käufer auch bei persönlicher Begutachtung häufig auseinander. Der Zustand des Sammlerobjektes ist aber wesentlich für den Preis dieses Sammlerobjektes.
Wir stellen unseren Kunden den schnellsten und professionellsten Grading Service für Sammlerobjekte in Europa zur Verfügung. Dieser Service ist in Europa einmalig.
Durch die Zustandsbewertung von EGS können Sammlerobjekte mit einer wesentlich höheren Sicherheit über den Zustand als bisher gekauft und verkauft werden. Die Zustandsbewertung durch EGS macht es auch erheblich einfacher Sammlerobjekte über das Internet, im Versandhandel sowie auf Sammler-Messen zu kaufen und zu verkaufen.
EGS steht für eine hohe Zuverlässigkeit und umfangreiches Know-How bei der Kunst der Zustandsbewertung. Unsere Grading-Spezialisten haben gemeinsam eine mehr als 75jährige Erfahrung in der Zustandsbewertung von Sammlerobjekten.
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Alt 15.09.2018, 14:26   #334  
Lizard_King
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Achso.
Naja, in meinem Fall liegen sie mit Zustand 3 schon richtig, hätte das Heft so selber eingeschätzt.
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Alt 15.09.2018, 16:58   #335  
underduck
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Wer hat dir die Richtigkeit der Unterschrift bestätigt?
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Alt 15.09.2018, 17:07   #336  
Lizard_King
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Das war recht einfach.

Da ich sie geholt habe, German Spider-Man als Eye Whitness für EGS ab und an tätig ist und damals in London dabei war, und die richtigkeit der Signatur bestätigen konnte.
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Alt 15.09.2018, 17:28   #337  
thetifcat
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Im Prinzip hat Stan Lee die Echtheit seiner Unterschrift verifiziert.
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Alt 16.09.2018, 22:50   #338  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 63

Erscheinungstermin: 7/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 62
2) Submariner # 8

Story-Titel:
1) Platz für… Medusa!
2) ohne Titel (Im Kampfgetümmel!)

Original-Storytitel:
1) Make Way for… Medusa!
2) In the Rage of Battle!

Zeichnungen:
1) John Romita / Don Heck / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Diese Ausgabe ist ein Tiefpunkt, ein Schlag ins Wasser. Bei der Story paßt kaum etwas zusammen, sie ist dabei sehr simpel gestrickt, und sie ist augenscheinlich eigentlich zu kurz für 20 Seiten. Die Zeichnungen sehen so aus, als ob ein recht lustloser Don Heck die Hauptarbeit hatte. Allerdings finde ich das Cover sehr gelungen. Aber die Serie läuft gerade nicht gut. Ich bin nicht sehr viel später, mit „Spinne“ # 71, richtig in die Serie eingestiegen, und da war sie deutlich besser, wenngleich ich mich an eine ähnlich schwache Episode erinnere, gleich die # 72, wo die Spinne unter ähnlichen Umständen gegen Quecksilber kämpft wie hier gegen Medusa.

Medusa hat die große Zuflucht verlassen, um in New York zu testen, ob ihre Rasse ohne Probleme und Konflikte unter Menschen leben könnte. Das ist ziemlich kurz gedacht, denn dieses New York wimmelt ja von Superhelden, und die haben fast alle gewaltige Probleme mit ihrem jeweiligen Umfeld, wenngleich die Stadt insgesamt mit den kostümierten Gestalten ganz gut leben zu können scheint. Zu Beginn kreuzt sich ihr Weg gleich mit dem der Spinne, aber richtig los geht es für Medusa erst etwas später, als der Manager eines Haarspray-Herstellers die Dame entdeckt und sofort erkennt, daß sie die ideale Werbefigur für ihn ist. Sie läßt sich dazu überreden, sich für Werbefotos zur Verfügung zu stellen. Nach kurzer Zeit wird ihr das aber doch zu dumm, und sie verläßt das Fotostudio, wobei sie einiges von dem Equipment zu Bruch gehen läßt. Dummerweise gibt es für die Kampagne noch nicht genug Bilder. Der Manager hat aber eine zündende Idee: Er ruft die Spinne zu Hilfe, macht ihr weis, Medusa wolle die Stadt verwüsten, und hetzt die beiden Helden so aufeinander.

Die Spinne will Medusa zur Rede stellen; sie jedoch ist zu stolz, Fragen zu beantworten. So kommt es zum Gerangel. Alles wird natürlich von der Haarsprayfirma in bewegten Bildern festgehalten. Der Kampf war für Marvel möglicherweise angesichts der Zensurbestimmungen gar nicht so leicht darzustellen. Die Spinne darf jedenfalls nur einmal Medusas Beine umfassen und sie einmal in einen Schultergriff nehmen. Der Rest ist eigentlich ein Kampf mit ihrem Haar. Schließlich kommen Spinne und Medusa aber doch ins Reden, und es stellt sich heraus, daß der Haarspray-Manager gelogen hat. Die Spinne verspricht, das in Ordnung zu bringen, während Medusa enttäuscht in die große Zuflucht zurückreist. Die Spinne tut aber gar nichts mehr, sondern die Werbekampagne wendet sich von selbst gegen ihre Macher: Den Leuten ist Medusa zu wild, und sie kaufen deshalb das Haarspray nicht mehr. Der Manager wird darauf gefeuert. Eine hanebüchene Geschichte, die viel zu holzschnittartig und auch zu doof ist, um als Satire auf die Welt der Werbung durchgehen zu können.

Im übrigen versucht Peter, sich mit Gwen zu versöhnen. Sie weist ihn aber von ihrer Tür. Hinterher leiden aber beide unter dieser Aktion; auch Gwen wäre lieber wieder mit Peter zusammen. Lediglich das blöde Skript steht sozusagen zwischen ihnen. Norman Osborn grübelt weiter über den Grünen Kobold und die Spinne nach, was im Club den Argwohn von Jonah Jameson erregt. Er wittert eine sensationelle Geschichte. Dann erleben wir noch ein kurzes Gespräch von Peter und Harry, und am Ende versucht Mary-Jane, sich Peter zu angeln. Er denkt jedoch nur an Gwen und hat auf MJ überhaupt keine Lust. Nächstes Mal kehrt der Geier zurück, und ich habe das Gefühl, das Niveau steigt dann wieder.

Witziges Detail am Rande: Die Zweitstory mit Aquarius läuft im Moment nach dem gleichen Strickmuster ab. Das Ding wird – allerdings von Regierungsleuten – fälschlich auf Prinz Namor angesetzt. Da läuft also ein ähnlicher Fight wie zwischen Spinne und Medusa, allerdings doch ein bißchen besser gemacht.

.

Geändert von underduck (16.09.2018 um 23:23 Uhr) Grund: Bild eingefügt
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2018, 13:32   #339  
jakubkurtzberg
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Zitat:
Zitat von Marvelianer Beitrag anzeigen
Und wer hat sich die Signatur von Seidl geholt?
Eines der Pseudonyme von Steve Ditko?
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Alt 18.09.2018, 16:12   #340  
Lizard_King
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Ich weiss übrigens, das ein Hit Comics 2 existiert, das ebenfalls von seidl signiert wurde.
Da bin ich dran...vielleicht kann ich es bald hier präsentieren.
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Alt 19.09.2018, 05:57   #341  
Marvel Boy
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Ein völlig neues Sammelgebiet.
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Alt 21.09.2018, 21:37   #342  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 64

Erscheinungstermin: 8/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 63
2) Submariner # 8

Story-Titel:
1) Schwingen in der Nacht!
2) ohne Titel (Im Kampfgetümmel!)

Original-Storytitel:
1) Wings in the Night!
2) In the Rage of Battle!

Zeichnungen:
1) John Romita / Don Heck / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



Ich kann hier nur meine persönlichen Eindrücke wiedergeben. Die 60er Nummern habe ich überwiegend erst lange nach meiner Jugendzeit gelesen, und vielleicht bin ich deshalb überkritisch. Ein Freund sagte mir gerade, die Ausgabe mit Medusa habe er nicht so schlecht gefunden. Ich dagegen werde auch mit diesem Heft wieder nicht so richtig warm, obwohl das Cover mit den zwei Geiern Appetit macht und die Spashpage mit einem Geier, der batman-artig im Regen auf einem Mauervorsprung über der Stadt kauert, auch vielversprechend aussieht. Aber eins regt mich gleich auf: „Geier! Laut Lexikon: Vogel, Person oder Wesen, das gierig und erbarmungslos zuschlägt.“ Aus welcher Enzyklopädie Stan Lee wohl hier zitiert?

Schön, der Original-Geier ist zurück. Lee weiß, daß regelmäßige Leser sich erinnern, daß er (in „Spinne“ # 49) im Gefängnis im Sterben lag. Also muß er erklären, warum er noch am Leben ist. Mithäftling Blackie Drago hatte dem Todkranken seine Schwingen abgeluchst und war selbst zum Geier geworden. Dieser Treuebruch gab ihm aber nach eigener Aussage seine Lebenskraft zurück, er erhob sich aus seiner Lakengruft und schlich sich, als Polizist verkleidet, aus dem Knast. Diese Story kann man dem Bullpen mit etwas gutem Willen noch abkaufen. Aber warum holt der Geier nun seinen Imitator Drago aus dem Gefängnis? Sonderlich gut leiden können sich die beiden nach wie vor nicht, und es ist auch nicht zu sehen, warum die beiden sich brauchen könnten.

Die Spinne bekommt wieder mal ein Handicap verpaßt. Im Regen klebt ihr Netz nicht, und sie stürzt wieder mal von einem Hochhaus ab und prellt sich übel die Schulter. Während sich die beiden Geier miteinander auseinandersetzen, nimmt Peter Parker sich aus dem Spiel, versucht, ein bißchen zu lernen, und vor allem, seine Beziehung zu Gwen Stacy zu kitten. Aber keine Chance. Wobei Gwen, obwohl sie als Eisblock herumläuft, sich inzwischen eigentlich wünscht, daß Peter sich wieder mit ihr versöhnt. Das ist mir eindeutig zu viel tragische Verstrickung. Peter überlegt zudem, ob er Harry Osborn in sein Geheimnis einweihen soll. Aber er verwirft diesen Gedanken gleich wieder. Es bleibt dabei, daß niemand wissen darf, daß er die Spinne ist. Glücklicherweise erinnert sich Norman Osborn, der Grüne Kobold, nach wie vor nicht, daß er das Geheimnis schon einmal gelüftet hat.

Nun muß die Handlung aber doch wenigstens ein Stückweit vorangetrieben werden. Die beiden Geier geraten erwartungsgemäß in Streit, wer von ihnen die Befehle gibt. Ihr Luftgefecht veranstalten sie eigenartigerweise direkt vor dem Daily Bugle, und, wie es der Zufall so will, genau in diesem Moment schaut Peter Parker bei Jonah Jameson herein. Der zerrt ihn aufs Dach und drängt ihn, das Schurkenduell zu fotografieren. Peter schafft es unbemerkt, seine Minikamera aus dem Spinne-Kostüm zu holen, das er unter seiner Kleidung trägt. Er hört aber mit dem Knipsen auf, als er sieht, daß die beiden Geier ein Kind auf einem Balkon in Gefahr bringen. Jonah meint, er wäre vor Angst geflohen, aber Peter verwandelt sich trotz schmerzender Schulter in die Spinne und rettet den kleinen Jungen. Inzwischen hat der alte Geier den Imitator besiegt, und jetzt stürzt er sich auf die Spinne. Das muß als Cliffhanger für diesmal reichen.

Tut mir leid, aber diese Story überzeugt mich nicht. Sie ist zu konstruiert, teilweise nicht motiviert, und Lees Talent für überraschende Einleitungen von Mehrteilern kommt hier auch kaum zur Geltung. Dafür habe ich diesmal an den Zeichnungen nicht so viel auszusetzen. Heck und Esposito zeichnen zwar gröber und weniger eindrucksvoll als später Romita und Mooney, aber das macht sich diesmal nicht zu negativ bemerkbar. Manche der großen Panels zeigen aber, daß die Zeichner den Raum nicht richtig nutzen können und manchmal auch Details vermissen lassen.

Im redaktionellen Teil sehen wir diesmal ein Porträt von Gene Colan und eine Leserbrief- und Kleinanzeigenseite. Ein Leser schlägt vor, wie in USA nur eine Story pro Heft zu bringen. Die Redaktion rechnet in ihrer Antwort vor, daß ein US-Heft 15 Seiten Anzeigen beinhaltet. Da wäre doch eine Zweitstory besser. Gegen 15 Seiten Anzeigen hätte auch Williams sicher nichts einzuwenden gehabt, aber sie wären wohl kaum zu beschaffen gewesen (wenn auch Eigenanzeigen dabei waren). Allerdings gab es in Deutschland generell keine Comics mit so hohem Reklameanteil. Vorteil wäre aber sicher gewesen, daß die Verlage Comichefte dann für schätzungsweise 50 Pfennige hätten verkaufen können. Weiteres Thema: Warum treten Quecksilber und die Scharlachhexe bei den Rächern als „Gute“ und in Hulk (X-Team) als "Böse" auf? Da versucht die Redaktion zu erklären, daß die Hefte in USA in anderer zeitlicher Folge erschienen sind und zwischen der X-Team- und der Rächer-Episode einige Zeit vergangen ist.

Anzeigen gibt es weiter auf Seite 2. Die Sea-Monkeys nehmen jetzt schon eine halbe Seite ein, während Marken-Paul beim kleinen Format geblieben ist, wie man es auch aus anderen Comics kennt. Die Checkliste muß dafür wieder mal wegfallen.

Geändert von Peter L. Opmann (21.09.2018 um 22:10 Uhr)
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Alt 24.09.2018, 23:20   #343  
Peter L. Opmann
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Spinne (Williams) 65

Erscheinungstermin: 8/1976

Originalausgabe:
1) Amazing Spider-Man # 64
2) Submariner # 9

Story-Titel:
1) Des Geiers Beute
2) Der Zauber der Schlange!

Original-Storytitel:
1) The Vulture’s Prey!
2) The Spell of the Serpent!

Zeichnungen:
1) John Romita / Don Heck / Mickey Demeo (= Mike Esposito)
2) Marie Severin / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Roy Thomas



In den deutschen Credits sieht es zwar so aus, als ob John Romita den Zeichenstift wieder in die Hand genommen hätte und Don Heck nur gemeinsam mit Mickey Demeo tuschen würde, aber laut der US-Ausgabe ist Heck immer noch der maßgebliche Zeichner. Auch die Story bewegt sich in gewohntem Gefilde: Der Abschluß des Geier-Zweiteilers fällt sehr actionbetont aus. Das sieht man allein schon an den dominierenden großen Panels, oft nur drei pro Seite. Das war 1968 bei Marvel der Trend, und es wirkt hier nicht – im Gegensatz zur vorigen Ausgabe – wie Seitenschinderei. Vielmehr ist das Bemühen erkennbar, den Kampf der Spinne gegen den Geier so dramatisch wie möglich zu gestalten.

Ich sollte vorausschicken: Daß die Spinne dem Geier einen dramatischen Fight liefern muß, liegt zum einen daran, daß ihr rechter Arm nach einem Sturz taub ist, und zum anderen daran, daß der Geier irgendwie elektrisch verstärkt kämpft, was sich erst am Ende klar herausstellt. Man müßte sonst einwenden: Dieser Schurke hat, abgesehen davon, daß er fliegen kann, eigentlich keine Superkräfte. Hier aber doch.

Interessant gemacht wird das Duell außerdem dadurch, daß Jonah Jameson und Joe Robertson in Gefahr geraten, die es aus nächster Nähe vom Dach des Daily Bugle aus verfolgen. Jameson kocht zu Anfang vor Wut, weil sein Fotograf Peter Parker mutmaßlich abgehauen ist und sonst keiner zur Verfügung steht, der das Geschehen festhalten könnte. Robertson schleppt schließlich einen zweiten Bildjournalisten an, dem aber das Filmmaterial ausgeht, bevor die Spinne endgültig besiegt ist. Jameson greift daraufhin persönlich in den Kampf ein und versucht, die Spinne festzuhalten, damit der Geier sie fertigmachen kann. Zur Strafe wird JJJ in ein Netz eingewickelt.

Der Kampf Spinne vs. Geier selbst wird recht detailreich und variabel geschildert. Der Geier ist furios und spürt, daß die Spinne nicht über ihre volle Kraft verfügt. Die wehrt sich verbissen, kann ihn aber nicht abschütteln. Der Geier versucht zunächst, die Spinne aus der Höhe der New Yorker Wolkenkratzer in den Tod stürzen zu lassen. Als sie sich schließlich an seine Beine klammert, schlägt er mit roher Gewalt zu. Darauf stürzt sie tatsächlich, kann den Aufprall aber durch ein Netzkissen dämpfen. Trotzdem sieht es so aus, als habe ihr der Aufprall den Rest gegeben. Als der Geier sich neugierig nähert, greift sie plötzlich auf seinen Rücken und zerstört die „Krafteinheit“, die ihn mit Energie versorgt hat. Sobald das Ding kaputt ist, tritt der Geier den Rückzug an. Die Spinne triumphiert, wird aber nun bewußtlos. Eine Horde Gaffer nähert sich, um sie zu demaskieren. Ende der Episode. Der angekündigte Titel, „Der Mann unter der Maske“, klingt ganz so, als würde es den Leuten gelingen.

Ein bißchen Soap gibt es auch noch. Mary-Jane taucht mit neuer Frisur (eine Dauerwellen-Kurzhaar-Kreation, die sich glaube ich nicht lange gehalten hat) bei Tante May auf, aber Peter Parker ist wieder mal spurlos verschwunden. Gwen spricht inzwischen mit ihrem Vater, der ihr klarmacht, daß Peter an dem Handgemenge unschuldig war, in dem er zu Fall gekommen war; sie kann ihm also endlich, endlich verzeihen. Beim Spazierengehen kommen die Stacys zur Auseinandersetzung der Spinne mit dem Geier hinzu. Ob sie noch da sind, als die Spinne das Bewußtsein verliert, ist hier nicht erkennbar.

Fazit: Das liest sich doch ganz nett. Der Kampf ist nicht bloß eine hirnlose Prügelei, sondern lebt vor allem von der Schwäche der Spinne. Dadurch vermißt man auch nicht so sehr andere Storyelemente, die hier nicht so üppig vertreten sind. Eindrucksvolles Cover übrigens, bei dem sich die Figuren farbig von einem schwarz-weißen New Yorker Panorama (mit Grautönen) abheben. Den Cliffhanger kann ich Lee und Romita nicht so recht abnehmen. Ich glaube nicht, daß die Spinne im nächsten Heft demaskiert wird. Aber wissen möchte ich’s schon…

Die Sea-Monkeys-Werbung wird in dieser Ausgabe durch die Monats-Checkliste ersetzt. Es ist übrigens die vorletzte Produktion mit dem umfangreichen Titel-Programm.
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