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Alt 04.11.2019, 21:09   #251  
Phantom
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Momentan ist bei mir im Job leider zuviel los, um hier mitzudiskutieren. Dafür kann ich zwischendurch einen fun fact liefern:

In Regensburg ist mir letzte Woche ein Plakat aufgefallen, auf dem groß "Tana Nile" steht. Ist die Kolonisatorin vom Stern Rigel etwa wieder zurück auf der Erde? Beim Lesen des Kleingedruckten wurde klar: "Tana Nile" ist eine Regensburger Rock-Band, die in diesem Jahr ihr 40jähriges Bestehen feiert (siehe auch Google oder Youtube). Da waren wohl vor 40 Jahren Marvel-Leser gerade auf der Suche nach einem Bandnamen...
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Alt 05.11.2019, 07:54   #252  
Peter L. Opmann
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Ich hatte mir gedacht: Es hat sicher keinen Sinn, in der germanischen Mythologie nach "Tana Nile" zu suchen. Aber es kann sich anscheinend immer lohnen, einen Namen zu googeln.
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Alt 05.11.2019, 16:58   #253  
Peter L. Opmann
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Kommentar zur letzten "Thor"-Ausgabe (eher zu den letzten Ausgaben):

Zitat:
Das Einschwingen auf Einzelepisoden ist der Trend der 70er bei Marvel. An sich war das wie ein Cornflakes-Paket: Man bekam einen Kampf zwischen Held und Schurke, vielleicht mit etwas Soap und Lachern angereichert, nächsten Monat in etwa dasselbe. Funktionierte wie eine Rock ´n Roll - Single, Tiefgang unnötig. Die ständig wiederkehrenden Schurken wie Doom, Magneto oder Loki vermied man dabei, die waren nicht mehr verkaufsfördernd...
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Alt 08.11.2019, 22:02   #254  
Peter L. Opmann
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Die Spinne (Williams) 119 und 120
(= Der mächtige Thor 59)

Erscheinungstermin: 9/10/1978

Originalausgabe:
1) The mighty Thor # 141

Story-Titel:
1) Die Wut von Replicus!

Original-Storytitel:
1) The Wrath of Replicus!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Vince Colletta

Text:
1) Stan Lee



Von ihrer Struktur her ähnelt diese Story sehr der in der vorherigen Ausgabe. Grundsätzlich simpel, durch einen kleinen, raffinierten Dreh interessant gemacht. Letztes Mal war das die Idee eines Gegenstands aus der Zukunft, der in der Gegenwart deponiert worden ist. Hier ist es ein bad guy, der in einem entscheidenden Moment ansatzweise gute Eigenschaften zeigt. Im Kern geht es aber wiederum um ein künstliches Wesen, dessen Kräfte beinahe an die von Thor heranreichen. Soap-Elemente sind nicht zu erkennen; sogar Sif taucht hier nicht auf. Es gibt so gut wie nichts, was dieses Heft in eine Kontinuität bringen würde.

Ein Gangsterboß namens Slugger Sykes vermöbelt zu Beginn Thor nach Strich und Faden. Es ist aber nicht Thor, sondern ein Cyborg. Konstruiert wurde er von einem verrückten Wissenschaftler namens Chuda, der noch ein anderes Modell in petto hat: Replicus, einsetzbar für jedes denkbare Verbrechen. Sykes ist mit Chuda zufrieden. Gleich wird die Verbindung zu Thor hergestellt. Don Blake macht einen Hausbesuch bei Oma Gardenia, einer wunderlichen, aber resoluten alten Frau. Bei ihr – wir haben ja nicht endlos Zeit – kauft Slugger Sykes täglich ein paar Gardenien – schon das ein sympathischer Zug an ihm. Blake erfährt von dieser Verbindung, und wenige Minuten später sieht er Replicus bei seinem ersten Bankraub im Fernsehen. Im Daily Bugle liest er kurz darauf noch mehr über diesen Cyborg.

Nun wird Thor aktiv, bemerkt aber, daß er Replicus gar nicht so leicht besiegen kann, gelinde ausgedrückt. Die Polizei kommt ihm mit „Schock-Granaten“ zu Hilfe, Während der Kampf noch wogt, kehren wir in Slugger Sykes‘ Hauptquartier zurück. Hier deutet sich ein Interessengegensatz an. Sykes will Replicus allein besitzen. Chuda dagegen will noch mehr Cyborgs von dieser Sorte herstellen und das ganze Land ins Chaos stürzen. Die beiden geraten aneinander. Sykes beweist Ansätze von Patriotismus und will sein Land schützen, Chuda entpuppt sich als Außerirdischer (eigentlich ein feindlicher Agent), der Sykes mit einer fantastischen Waffe in Fetzen schießt. Mit letzter Kraft schleudert Sykes jedoch Chuda gegen sein Kontrollpult und löst so eine Explosion aus. Replicus erstarrt augenblicklich und wird kampfunfähig. Am Ende berichtet Don Blake Oma Gardenia, was man über Sykes herausgefunden hat. Hierher würde der typische Lee-Spruch „Er starb als Held“ passen. Hier sagt er jedoch nur: „Das Schicksal geht seltsame Wege! Und als Slugger Sykes starb, bewies er, daß auch in bösen Menschen mehr Gutes steckt, als man annimmt.“ Aber wir wissen schon, worauf er hinauswill…

Die Story ist nicht wirklich schlecht. Zutaten wie die kranke Blumenverkäuferin, der menschliche Gangsterboß oder der bizarre Außerirdische machen sie ein wenig interessanter. Replicus ist dagegen ein blasses Action-Vehikel – wie zuvor auch schon Crescendo. Grafisch gefällt mir das Inking von Vince Colletta hier etwas besser als in vielen früheren Ausgaben. Von einem eleganten Strich ist er jedoch noch immer weit entfernt. Schwach finde ich das Cover. Dessen Gestaltung scheint mir auf gewaltigen Zeitmangel hinzudeuten.


Geändert von underduck (08.11.2019 um 23:27 Uhr) Grund: Cover eingefügt
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Alt 11.11.2019, 08:00   #255  
Peter L. Opmann
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Diesmal kein Kommentar, sondern eher eine Randbemerkung meines Freundes:

Zitat:
Ich hatte immer den Eindruck, es seien nur noch ein paar Abenteuer gewesen, die Willams dann als Spinnen-Backup gebracht hat.
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Alt 14.11.2019, 21:49   #256  
Peter L. Opmann
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Die Spinne (Williams) 121 und 122
(= Der mächtige Thor 60)

Erscheinungstermin: 10/1978

Originalausgabe:
1) The mighty Thor # 142

Story-Titel:
1) Die Geißel des Super-Skrull!

Original-Storytitel:
1) The Scourge of the Super-Skrull!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Vince Colletta

Text:
1) Stan Lee



Nach zwei in sich abgeschlossenen Ausgaben gehen Stan Lee und Jack Kirby wieder behutsam in eine Fortsetzungsfolge über. Es kommt mir so vor, als müßten sie sich daran erst wieder gewöhnen. Im wesentlichen wird hier ein Duell von Thor mit dem Super-Skrull inszeniert. Zwischendurch wird ein weiterer Handlungsstrang eingefügt, was Lee auch deutlich ankündigt, um nicht etwa einen Leser zu verwirren; Odin schickt Balder und Sif los, damit sie herausfinden, welche dunklen Pläne „die Zauberer“ schmieden – mehr erfahren wir vorerst nicht. Jedenfalls: Thors Kampf mit dem Super-Skrull ist zwar recht kurz, aber nicht schlecht erzählt.

Wie wir das schon einige Male gesehen haben, wird der eigentlichen Story eine kurze Episode vorgeschaltet, in der sich Thor mit normalen New Yorker Erdenmenschen auseinandersetzt. Ein Motorradfahrer fordert Thor keck zu einem Wettrennen heraus. Aber Thor setzt sich einfach mit auf die Maschine und läßt sie davonfliegen, so daß dem Biker die Lust am Rennen schnell vergeht und er nur noch auf den Erdboden zurückkehren will. Aber dann muß es gleich richtig losgehen, denn der Platz ist begrenzt. Loki ersinnt an seinem Verbannungsort eine neue Strategie gegen Thor: Er sendet einfach durch mentalen Befehl den einst von den Fantastischen Vier besiegten Super-Skrull auf die Erde, um ihn zu vernichten.

Thor hat sich gerade in Don Blake verwandelt, um in seiner Praxis mal wieder nach dem Rechten zu sehen. Da bemerkt er den in der Stadt wütenden Super-Skrull und verwandelt sich sogleich zurück, um ihn in die Schranken zu weisen. Interessant an dieser Bataille ist, daß beide Gegner über verschiedene Kräfte verfügen, allerdings niemals über mehrere gleichzeitig. Ist der Skrull als lebende Fackel unterwegs, entfacht Thor mit seinem Hammer einen Sturm oder einen Regenguß. Wendet der Skrull die rohe Kraft des Ding an, so erweist sich Thor als stärker. Dehnt er seinen Körper wie Mr. Fantastic oder wird er unsichtbar, so antwortet Thor darauf wiederum anders. Am Ende mündet das Ganze jedoch in einen wenig eleganten Catcherkampf, und dann läßt Thor den Super-Skrull wiederum mit der Kraft seines Hammers in den Weltraum gleiten, wo er keine Gefahr mehr darstellt. Woher Thor aber weiß, daß sein Gegner nicht wieder zurückkehrt, bleibt sein Geheimnis. Und, naja, er kehrt ja auch zurück – spätestens zum Krieg der Kree gegen die Skrull, einer bekannten „Rächer“-Saga von Roy Thomas.

Vielleicht wird sich die Super-Skrull-Story als Entrée zu einem umfangreicheren Mehrteiler erweisen. Jedenfalls bekommt es Thor nun, wie angekündigt, mit den ominösen Zauberern zu tun. Ich werde das weiterverfolgen. Alles in allem ist dieses Heft eine typische Marvel-Story der alten Schule – nicht immer ganz logisch aufgebaut, auch etwas simpel, aber doch noch immer ganz nett zu lesen. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Die Zeichnungen von Jack Kirby hätte ich lieber von einem besseren Inker umgesetzt gesehen, auch wenn Vince Colletta inzwischen deutlich Routine gewonnen hat und seine Arbeit meist nicht mehr so mangelhaft aussieht wie früher.

Geändert von Peter L. Opmann (14.11.2019 um 21:55 Uhr)
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