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Alt 04.04.2015, 11:33   #1  
underduck
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gold01 PENG! – Der Münchner Comicpreis 2015

In diesem Jahr gibt bes keine öffentliche Abstimmungen für den PENG!-preis
Hier der aktuelle Text dazu von der Webseite Comicfestival München

Zitat:
Im Rahmen des Comicfestivals wird am Samstag den 6. Juni ab 21 Uhr im Amerikahaus zum sechsten Mal PENG! – Der Münchner Comicpreis verliehen. Für die Moderation konnte die deutsche Kino-Legende Hansi Kraus (Lausbubengeschichten, Die Lümmel von der letzten Bank) gewonnen werden- Er wird gemeinsam mit Claudia Schöne durch den Abend führen. Im Rahmen der Veranstaltung erhält auch Tom Bunk, dessen Werkschau im Amerikahaus gezeigt wird, den Preis für sein Lebenswerk. Freuen Sie sich auf internationale Comickünstler, launige Laudatoren und die Musik-Comic-Show “Sting Illustrated”.


Als Jury fungieren die Mitglieder des Comicstadt München e. V., die Veranstalter des Comicfestivals sind und von fachkundigen Münchnern Experten unterstützt werden. Unter Zuhilfenahme eines wechselnden prominenten externen Jury-Präsidenten – 2015 ist es Gerhard Seyfried – wird durch Abstimmung in zwei Wahlgängen entschieden, wer in diesem Jahr die Preise bekommt.

Hier die von der Münchner Jury im ersten Wahlgang ermittelten Normierungen für den PENG!-Preis 2015:



BESTER DEUTSCHSPRACHIGER COMIC:

GHETTO BROTHER: EINE GESCHICHTE AUS DER BRONX von Julian Voloj & Claudia Ahlering (avant)

GUNG HO von Benjamin von Eckartsberg & Thomas von Kumman (Cross Cult)

IRMINA von Barbara Yelin (Reprodukt)

DER TRAUM VON OLYMPIA von Reinhard Kleist (Carlsen)

DAS UPGRADE von Ulf S. Graupner und Sascha Wüstefeld (Cross Cult)



BESTER EUROPÄISCHER COMIC:

DER ARABER VON MORGEN von Riad Sattouf (Knaus)

DER ATTENTÄTER von Henrik Rehr (Jacoby & Steward)

AYA von Clément Oubrerie und Marguerite Abouet (Reprodukt)

BLACKSAD # 5: AMERILLO von Juan Diaz Canales und Juanjo Guarnido (Carlsen)

DER SCHIELENDE HUND von Étienne Davodeau (Egmont)



BESTER NORDAMERIKANISCHER COMIC:

LOCKE & KEY # 6: ALPHA & OMEGA von Joe Hill und Gabriel Rodriquez (Panini)

PEANUTS – AUF ZU DEN STERNEN, CHARLIE BROWN von Vicky Scott u. a. (Cross Cult)

RACHEL RISING von Terry Moore (Schreiber & Leser)

SANDMAN: OUVERTÜRE # 1 von Neil Gaiman und J. H. Williams III (Panini)

HIER von Richard McGuire (Dumont)



BESTE COMIC-BERICHTERSTATTUNG:

ALFONZ

COMIX

REDDITION

DIE SPRECHBLASE

TAGESPIEGEL



BESTE COMIC-SEKUNDÄRLITERATUR:

DER COMIC – GESCHICHTE, STILE, KÜNSTLER von Klaus Schikowski (Reclam)

DAS COMIC!-JAHRBUCH 2015 (ICOM)

DEUTSCHE COMICFORSCHUNG von Eckard Sackmann (auch Hg.)

GOING WEST – DER BLICK DES COMICS RICHTUNG WESTEN von Alexander Braun

75 JAHRE MARVEL: VON DEN ANFÄNGEN BIS INS 3. JAHRTAUSEND von Roy Thomas (Taschen)



BESTE NEUVERÖFFENTLICHUNG EINES KLASSIKERS:

FLIEGENPAPIER von Hans Hillmann (avant)

DIE HAIE VON LAGOS von Matthias Schultheiss (Splitter)

LITTLE NEMO GESAMTAUSGABE von Winsor McCay (Taschen)

SPIROU-GESAMTAUSGABE von André Franquin (Carlsen)

TARZAN von Burne Hogarth (Bocola)



BESTE COMICVERFILMUNG:


BAYMAX – RIESIGES ROBOWABOHU

GEMMA BOVERY – EIN SOMMER MIT FLAUBERT

GUARDIANS OF THE GALAXY

KINGSMAN: THE SECRET SERVICE

X-MEN: ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT



BESTER ONLINE-COMIC:

BEETLEBUM von Johannes Kretzschmar

A HOUSE DIVIDED von Haiko Hörnig

NiGuNeGu von Oliver Mielke und Hannes Radke

SCHISSLAWENG von Marvin Clifford

WORMWORLDSAGA von Daniel Lieske



BESTER ASIATISCHER MANGA:

BILLY BAT von Naoki Urasawa und Takashi Nagasaki (Carlsen)

DER GOURMET von Jiro Taniguchi (Carlsen)

GUTE NACHT, PUNPUN von Inio Asano (Tokyopop)

MAGICAL GIRL OF THE END von Kentaro Sato (Tokyopop)

DIE MONSTER MÄDCHEN von Okayado (kaze)



BESTER DEUTSCHSPRACHIGER MANGA:

78 TAGE AUF DER STRASSE DES HASSES von David Füleki (Tokyopop)

KIMI HE: WORTE AN DICH von Christina Plaka (Carlsen)

LOST CTRL von Evelyne Park (Carlsen)

MARTILLO’S MYSTERIOUS BOOKS von Luisa Velontrova (Tokyopop)

TEMPEST CURSE von Martina Peters (Carlsen)
Wer genaue Infos zu den Titeln haben möchte, geht bitte auf die Webseite und nutzt dort die vorhandenen Verlinkungen.

Geändert von underduck (09.04.2015 um 23:30 Uhr)
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Alt 07.06.2015, 00:03   #2  
zwergpinguin
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So, die Preisverleihung ist Zuende.

Hier die Preisträger
BESTER DEUTSCHSPRACHIGER COMIC: IRMINA von Barbara Yelin (Reprodukt)

BESTER EUROPÄISCHER COMIC: DER SCHIELENDE HUND von Étienne Davodeau (Egmont)

BESTER NORDAMERIKANISCHER COMIC: HIER von Richard McGuire (Dumont)

BESTE COMIC-BERICHTERSTATTUNG: TAGESPIEGEL

BESTE COMIC-SEKUNDÄRLITERATUR: 75 JAHRE MARVEL: VON DEN ANFÄNGEN BIS INS 3. JAHRTAUSEND von Roy Thomas (Taschen)

BESTE NEUVERÖFFENTLICHUNG EINES KLASSIKERS: FLIEGENPAPIER von Hans Hillmann (avant)

BESTE COMICVERFILMUNG: GUARDIANS OF THE GALAXY

BESTER ONLINE-COMIC: BEETLEBUM von Johannes Kretzschmar

BESTER ASIATISCHER MANGA: DER GOURMET von Jiro Taniguchi (Carlsen)

BESTER DEUTSCHSPRACHIGER MANGA: 78 TAGE AUF DER STRASSE DES HASSES von David Füleki (Tokyopop)

Tom Bunk, den Preis für sein Lebenswerk

Eckart Schott von Salleck Publications hat das Comicfestival München immer wieder durch das Einladen von interessanten Künstlern unterstützt. Daher wird er zum 25jährigen Verlagsjubiläum mit einer Ausstellung und dem PENG!-Preis für “besondere Leistungen für die Münchner Comicszene” geehrt.



Kommentare folgen später!

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Alt 07.06.2015, 18:06   #3  
Eldorado
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Ich kommentier das dann jetzt schon mal

Insgesamt: Haarsträubend!

- selbst ein anerkannt höchstens mittelmäßiges Werk von Altmeister Tamaguchi sticht frische und vor Einfallsreichtum nur so sprühende Reihen wie "Billy Bat" oder "Gute Nacht, Punpun" aus?

- der in sämtlichen Rezensionen die ich gelesen habe nicht gerade gut wegkommende "Schielende Hund" gewinnt gegen den einhellig gefeierten "Araber von Morgen"?

- beim deutschsprachigen Comic gewinnt erneut die bereits mit ihrem Erstlingswerk völlig überbewertete Barbara Yelin und nicht etwa "Gung-Ho", jenes Meisterstück dem es wie keinem anderen Titel in den letzten Jahren gelungen ist Leserschaften aus allen Fangruppen (Alben, Manga, SF & Hororr) zu gefallen?

- bei der "Wiederveröffentlichung eines Klassikers" wählt man natürlich den unbekanntesten und unbedeutendsten Titel ("Fliegenpapier"), um nur ja keinen auszeichnen zu müssen der eher dem Mainstream zuzuordnen wäre? ("Tarzan", Spirou")

- und in der Kategorie "Beste Sekundärliteratur" schlägt man dann nochmal sämtlichen Comic-Fachmagazinen den Wahlzettel ins Gesicht und bescheinigt denen, dass eine Tageszeitung, die sich am Rande auch mit Comics beschäftigt das natürlich trotzdem viel besser kann.

Fazit:
Wenn es das Bestreben der "PENG"-Verantwortlichen war, der Bedeutung des Erlanger Max & Moritz-Preises dadurch näher zu kommen, dass man jetzt mit solch absurden Entscheidungen nach außen symbolisiert sich in genau den gleichen elitär-abgehobenen Parallelwelten zu befinden, dann wurde dieses Ziel zweifellos erreicht.

Oder kürzer: Die ham sie doch nicht mehr alle!
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Alt 07.06.2015, 18:27   #4  
Maxithecat
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Das waren so ziemlich dieselben Kommentare, die ich auch gehört habe...!

Geändert von Maxithecat (07.06.2015 um 19:49 Uhr)
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Alt 07.06.2015, 20:20   #5  
Servalan
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Zitat:
Zitat von Eldorado Beitrag anzeigen
Ich kommentier das dann jetzt schon mal

Insgesamt: Haarsträubend!

(...)
- beim deutschsprachigen Comic gewinnt erneut die bereits mit ihrem Erstlingswerk völlig überbewertete Barbara Yelin und nicht etwa "Gung-Ho", jenes Meisterstück dem es wie keinem anderen Titel in den letzten Jahren gelungen ist Leserschaften aus allen Fangruppen (Alben, Manga, SF & Hororr) zu gefallen?

(...)
Fazit:
Wenn es das Bestreben der "PENG"-Verantwortlichen war, der Bedeutung des Erlanger Max & Moritz-Preises dadurch näher zu kommen, dass man jetzt mit solch absurden Entscheidungen nach außen symbolisiert sich in genau den gleichen elitär-abgehobenen Parallelwelten zu befinden, dann wurde dieses Ziel zweifellos erreicht.

Oder kürzer: Die ham sie doch nicht mehr alle!
Wenn ich sehe, wie Gung Ho anderswo mit Preisen gewürdigt wird, beschleicht mich das Gefühl, daß es inzwischen eine neue Generation von Comiclesern gibt. Und in den Jurys hocken Leute, die nostalgisch ihre Gefühle von gestern hegen und Werke auszeichnen, die dem Publikum von jetzt kaum etwas bedeuten.
Schade.
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Alt 08.06.2015, 13:51   #6  
Burma
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Der Tagesspiegel berichtet über die Preise, natürlich auch "in eigener Sache" (7.6.15):

http://www.tagesspiegel.de/kultur/co.../11879560.html

"We have met the enemy and he is us."
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Alt 08.06.2015, 21:13   #7  
zwergpinguin
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Seinem (Lars von Törne) Bericht kann ich in vielen Punkten voll zustimmen!

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Alt 08.06.2015, 22:26   #8  
Burma
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Zwergie meint sicher diesen Artikel:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/co.../11884870.html

"We have met the enemy and he is us."
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Alt 09.06.2015, 16:14   #9  
Mick Baxter
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Zitat:
Etwas weniger kontrovers wurden die Voten der Icom-Jury für die Würdigung der besten Independent-Comics diskutiert, die am Donnerstagabend gefeiert wurden.
"Etwas weniger"? Wo wurden die denn überhaupt diskutiert?
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Alt 09.06.2015, 17:16   #10  
Mick Baxter
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Zitat:
Zitat von Eldorado Beitrag anzeigen
- bei der "Wiederveröffentlichung eines Klassikers" wählt man natürlich den unbekanntesten und unbedeutendsten Titel ("Fliegenpapier"), um nur ja keinen auszeichnen zu müssen der eher dem Mainstream zuzuordnen wäre? ("Tarzan", Spirou")
"Spirou" ist im Sinne dieser Kategorie keine Wiederveröffentlichung, ist ja die ganze Zeit auf dem Markt, jetzt nur in einem anderen Format. Und Tarzan hat schon vor zwei Jahren gewonnen.
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Alt 09.06.2015, 18:50   #11  
eck@rt
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Ich habe früher auch viel dagegen gewettert, die "falschen" Titel seien ausgepreist worden. In der Weisheit des Alters gestehe ich jeder Jury ihre Unzulänglichkeiten zu. Was ich nicht verknuse, ist die Art der Präsentation, und da habe ich zur Münchener Verleihung einige Einwände:

a) Ehrt es den Nominierten oder den Preisträger, wenn der Moderator seinen Namen weder richtig ausspricht noch darauf pocht, ihn richtig aussprechen zu müssen? Anders gesagt: Darf jeder Depp eine Preisverleihung moderieren, so wie es sich jetzt in München mit diesem Hansi Dingsbums dargestellt hat? Der Lichtpunkt des Abends war David Füleki.

b) Ist eine Preisverleihung nicht auch eine Veranstaltung, bei der der Preisträger positiv herausgestellt werden sollte? Warum dann baut man ein dickes Pult in die Mitte der Bühne, das alle schicken Fotos kaputtmacht (weil durchaus sehenswerte Preisträger wie Barbara Yelin sich dahinter verstecken), und warum passt in der Schlussaufstellung der Preisträger keiner auf, dass nicht die unteren Verlagschargen, sondern die Geehrten selbst in der ersten Reihe stehen?

c) Warum sitzen in der ersten Reihe im Saal nicht die Fotografen der wichtigen Medien, sondern so No-names wie ich? Passt da gar keiner auf? Es geht um die Außendarstellung des Festivals, und das ist nicht ganz unwichtig. In Erlangen ist man da schon weiter.

Und so weiter.

eckrt
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Alt 09.06.2015, 19:27   #12  
G.Nem.
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Ich war dieses Jahr leider nicht dabei, aber die Massen-Medien konzentrierten sich dieses Jahr zum überwiegenden Teil auf das G7-Spektakel. Vor 2 Jahren war das anders, da kam das Comicfestival sogar in der Tagesschau.
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Alt 09.06.2015, 22:03   #13  
Peter L. Opmann
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Ist natürlich schwierig, gegen ein Event wie G7, das den ganzen Alpenrand in Ausnahmezustand versetzt und damit fast jeden berührt, anzukommen.

Massenmedien wie Bild und Tagesschau habe ich nicht verfolgt, aber die Süddeutsche hat die Pflicht-Berichterstattung schon abgeliefert: Bunk-Porträt, Sonderseite zum Festival insgesamt, Don-Rosa-Interview...

Eckard hat aber schon recht, daß man die Medien anlocken und ihnen möglichst auch was bieten muß - in kleineren Städten vielleicht weniger, in München allemal.
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Alt 17.06.2015, 22:34   #14  
underduck
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Bilder von der PENG!-Preis Verleihung ...

... die Bilder wurden vom Oberförster seiner Sissy für uns geschossen ...



Das war so ziemlich das Letzte, was am Abend auf der Bühne im Amerika-Haus pasierte.

Und so fing wohl alles an ...











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Alt 17.06.2015, 22:35   #15  
underduck
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Alt 17.06.2015, 22:39   #16  
underduck
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Alt 17.06.2015, 22:40   #17  
underduck
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Sorry für die ($%&...)-Bildqualität, aber Sissy hatte mit meiner Kamera keine Erfahrung ...
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Alt 18.06.2015, 22:26   #18  
zwergpinguin
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Es war schon etwas merkwürdig das mit den Preisen.
Ich hatte mit einigen "Verlagen" gesprochen, die nicht wußten, dass ein Band von ihnen für den PENG nominiert waren
Warum gewann eine englisch sprachige COMIC-SEKUNDÄRLITERATUR? So fantastisch sie auch ist.
Ein Internetmedium gewinnt die COMIC-BERICHTERSTATTUNG. Aus vielen Gesprächen auf dem Festival weiß ich, dass seeehr wenige die Berichterstattung dort lesen.
Und zur NEUVERÖFFENTLICHUNG EINES KLASSIKERS gab es soviel Kopfschütteln, dass ich dachte gleich gibt es Genickstarre. Nicht zu den Bildern die wurden einhellig als bekundet.

Aber nichts desto trotz, stelle ich mal die Comics vor:

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Alt 18.06.2015, 22:30   #19  
zwergpinguin
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Hier
PENG-Preis 2015 in der Kategorie „BESTER NORDAMERIKANISCHER COMIC“

Wie mache ich aus 6 s/w Seiten ein 300-seitiges Buch? Indem ich nach 25 Jahren eine über den Klee hochgejubelte Erzählung in einen riesigen Zeitrahmen packe um mehr Zeit darstellen zu können.
Aber gehen wir erstmal 25 Jahre zurück, als Richard McGuire seinen 6-seitigen Kurzcomic in Art Spiegelmans RAW-Magazin veröffentlichte. Aber was war das Aufsehen erregende daran? McGuire zeigte ein und denselben Ort zu jeweils ganz unterschiedlichen Zeiten in einem Bild. Man könnte auch Collage dazu sagen.
Darauf aufbauend erschien dann 2014 die auf 300 Seiten erweiterte farbige Geschichte. Wenn man in diesem Zusammenhang von einer Geschichte sprechen kann. Als ich das Buch las, kam ich mir vor wie beim Betrachten alter Fotoalben. Fast immer zeigen die Bilder, jeweils eine Doppelseite, ein Wohnzimmer aus einem bestimmten Jahr, darin wiederum Bildern aus verschiedenen Zeiten eingebunden. Der Zeitrahmen den McGuire wählte, spannt sich über Milliarden Jahre. Von der Entstehung der Erde bis 2314. Wie schon geschrieben, kam ich mir vor wie beim Betrachten alter Familienfotoalben. Familienfotos mit den Kindern auf dem Sofa über einen Zeitraum von 34 Jahren, der Bau des Hauses, Familienfeiern, Partys, Kindergeburtstag. In diese in nüchternen Farben und klaren Linien gezeichnete Doppelseite werden kleine Bilder aus anderen Zeiten, die teilweise eine Geschichte erzählen und in einen anderen Zeichenstil, eingebunden. Daher mein Vergleich mit einer Collage.
Ein interessantes Konzept für so ein dickes Buch. Und eine Weiterentwicklung. Waren es im Original noch einzelne von einander mit Gutter“ getrennte Bilder, so sind hier die Bilder zu einem Ganzen verwoben.
Leider sind die 6-„Originalseiten“ nicht mit abgebildet worden. Sehr Schade! Der Vergleich hätte sich gelohnt. Und ob es nicht auch einige Seiten weniger getan hätten, bleibt dahin gestellt!
Das überschäumende Gejubel über den Band erschließt sich mir nicht ganz, denn es schaut doch aus wie eine großes Bilderbuch oder sollte ich doch lieber experimentelles Comicbuch sagen. Auf jeden Fall werde ich mir die 6-„Originalseiten“ ausdrucken und dem Buch beilegen.

Zitat:
›HIER‹ ist die Geschichte eines Stücks Welt, an dem das Leben vorüberzieht. Richard McGuire erzählt sie, indem er den örtlichen Fokus unverändert lässt, sich aber virtuos über alle Grenzen der Zeit hinwegsetzt. So zeigt er, dass es den Lauf der Dinge wenig interessiert, ob an einer bestimmten Stelle ein Saurier oder ein Mensch, ein Baum oder ein Haus steht.
In der nur sechs Seiten umfassenden schwarz-weißen Comic-Erzählung ›HERE‹, die 1989 im legendären, von Art Spiegelman gegründeten »RAW«-Magazin veröffentlicht wurde, brach Richard McGuire mit bis dahin ungekannter Innovationskraft die Einheit von Zeit, Ort und Handlung auf, schachtelte die Bilder ineinander und ließ die sequenzielle Abfolge der Handlung auf höchst produktive Weise kollabieren. Das Leben eines Menschen konnte so auf wenige, Gänsehaut erzeugende Bilder zusammenschnurren. Etwas Vergleichbares hatte es vorher (und hat es auch danach) nicht gegeben.
Zum 25-jährigen Jubiläum des Erscheinens arbeitet McGuire seinen kultisch verehrten Comic nun in eine farbige, wunderbar ausgestattete Graphic Novel um. Die Neugeburt eines Klassikers – ›HIER‹ und jetzt
Richard McGuire
HIER
Aus dem Englischen von Stephan Kleiner
304 Seiten, Hardcover, H23,5 x B16,5 cm, Originaltitel: HERE
EUR 24,99, Erstverkaufstag: 03.12.2014, ISBN 978-3-8321-9762-9

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Alt 18.06.2015, 22:35   #20  
zwergpinguin
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75 Jahre Marvel
PENG Preis 2015 in der Kategorie BESTE COMIC-SEKUNDÄRLITERATUR

Nach dem ersten dicken Ding, dem 75 Years of DC Comics Monsterband, kam jetzt mit 75 Years of Marvel der der nächste dicke Streich. Mit über 8 kg und mehr als 700 überformatigen Seiten brachte der Taschen Verlag nun wohl das ultimative Werk über Marvel nach Deutschland.
Das Buch ist ja nicht nur das Buch alleine, dazu gehört ja auch noch eine tolle „Verpackung“! Geliefert wird es in einem tragbaren Schuber! Da stellt schon das Auspacken einem vor diverse Hindernisse. Wo kann ich den Band am Besten auspacken? Wie kann ich ihn am Besten lesen? Wo stell ich ihn hin? Reichen meine Englisch Kenntnisse aus? Denn der Band ist nicht ins deutsche übersetzt. Aber dem wurde mit einem Übersetzungsbeiheft Rechnung getragen. Übersetzt durch Reinhard Schweizer. Wobei das Cover des Übersetzungsbeiheftes die Rückseite des Buches ist.
Das Buch beginnt mit den ersten Comic Books1933, der Verbindung Pulps und Comic Books, der Gründung von National Allied Publications, dem DC-Vorläufer, bis zum Erscheinen des ersten Marvel Comic Heftes im Oktober 1939. Das Golden Age begann! Es war die Zeit der ersten Marvel Superhelden und die Zeit der Western-, Horror-, Kriegs-Comics. Und es war die Zeit des Comic Code und der Selbstzensur. Alles das wird kommentiert mit Zitaten von z.B. Stan Lee. Es ist schon erstaunlich was Roy Thomas Interessantes aus dieser wilden Zeit berichtet. Weiter geht es mit dem Ende von Atlas und der Rückkehr von Jack Kirby, nach seinem Abstecher zu DC. Das Silver Age des Comics begann! Und damit das Erscheinen von Marvels größten Helden.1961-The Fantastic Four, 1962 Amazing Fantasy (Spider-Man), The Incredible Hulk, Journey into Mystery (Thor), 1963 The Amazing Spider-Man, The X-Men, Tales of Suspense (Iron Man)…Wiederum mit Hintergrundwissen und Kommentaren der damals Beteiligten. Und weiter geht es mit dem Bronze Age und dem Erscheinen vom Conan, dem Tod von Gwen Stacy, den neuen X-Men, Howard the Duck, Star Wars etc. weiter zum Modern Age und der Gegenwart. Und immer wieder mit dem Insiderwissen der „Damaligen“ gewürzt. Das ist mit der Reiz dieses dicken Buches! Und dann die Abbildungen, in diesem Format, mit aufklappbaren Seiten, Einblicke in die Marvel Redaktion, Originalseiten, Merchandisings, und und und .
Dann gibt es noch Kurzbiographien der Marvel Autoren, Zeichnern …und u.a. einem wunderbaren 2-Seiter über die Zusammenarbeit von Stan Lee und Jack Kirby, natürlich gezeichnet von Jack Kirby.
Ein tolles Werk!!
Aber nun ’Nuff Said!

Zitat:
Übernatürliche Superhelden in der realen Alltagswelt zu verankern – mit diesem Ansatz stellten 1939 die Comic-Künstler im Team von Martin Goodman, dem König der Groschenhefte, die traditionelle Fantasy-Literatur auf den Kopf. Mit Figuren wie dem feurigen Androiden Human Torch, dem rachsüchtigen Meeresfürsten Sub-Mariner und den vom Würstchen zum Wunderknaben mutierten Captain America schuf Marvel ein mythologisches Universum, in dem die Leser ihre eigene Welt wiedererkennen konnten und das voller Humor und Herzschmerz steckte.
In den frühen 1960er-Jahren brachte dieser kühne Ansatz außergewöhnliche Helden hervor, die heute jeder kennt – Spider-Man, Incredible Hulk, Fantastic Four, Iron Man, Avengers, Thor, X-Men, u.v.m. Das goldene Zeitalter der Marvel-Comics war bevölkert von zankenden Helden, missverstandener Monstern und edlen Bösewichten – ein Vorgriff auf die finsteren Rächer, die in den 1980ern den Ton angeben sollten.
Zur Feier des 75. Geburtstags von Marvel präsentiert TASCHEN eine wuchtige Dokumentation über den einflussreichsten Comic-Verlag unserer Zeit, mit Insider-Informationen nicht nur zu den berühmten Figuren, sondern auch zum Stall der Kreativen, die mitunter ebenso legendär wurden, wie die Protagonisten, die sie schufen: Stan "the Man" Lee, Jack "King" Kirby und ein Aufgebot von Comic-Größen wie Steve Ditko, John Romita, John Buscema, Marie Severin und zahllosen anderen. Mit Essays des Comic-Historikers und ehemaligen Marvel-Chefredakteurs Roy Thomas ergründet dieses Buch die Herzen zahlloser kostümierter Charaktere, die wie eh und je in Comics, Filmen und den Spielzeugregalen der Welt für das Gute kämpfen.
Zitat:
Der Autor:
Roy Thomas verfasst seit 1965 Film- und TV-Drehbücher, vor allem aber Comics. Von 1965-80 arbeitete er als Redakteur bei Marvel (1972-74 als Chefredakteur) und war Autor für die Reihen Avengers, Uncanny X-Men, Conan the Barbarian, The Incredible Hulk und Star Wars. Er ist Herausgeber des Comic-Fachblatts Alter Ego und derzeit mit zwei Tarzan-Comics im Web präsent.
Herausgeber und Artdirector:
Josh Baker macht seit 2005 Bücher für TASCHEN. Zu den zahlreichen Titeln, an denen er mitwirkte, gehören u. a. Fotobände von Dennis Hopper, Bert Stern und Ellen von Unwerth als signierte Limited Editions sowie Popkultur-Bestseller wie 75 Years of DC Comics und Norman Mailers Moonfire.
Hier ein Video, knapp 60 Minuten, einer Podiumsdiskussion mit Stan Lee und Roy Thomas
http://www.taschen.com/pages/de/comm...elebration.htm
oder ein Interview mit Stan Lee
http://www.taschen.com/pages/de/comm..._of_marvel.htm

75 Jahre Marvel. Von den Anfängen bis ins 3. Jahrtausend
Roy Thomas, Josh Baker
Hardcover mit Ausklapper und 1,20 m langer Zeitleiste, Übersetzungsbeiheft, 29 x 39,5 cm, 712 Seiten, € 150

zwergpinguin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2015, 00:07   #21  
Servalan
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Blog-Einträge: 3
Zitat:
Zitat von zwergpinguin Beitrag anzeigen
Hier
PENG-Preis 2015 in der Kategorie „BESTER NORDAMERIKANISCHER COMIC“
(...)
Leider sind die 6-„Originalseiten“ nicht mit abgebildet worden. Sehr Schade! Der Vergleich hätte sich gelohnt. Und ob es nicht auch einige Seiten weniger getan hätten, bleibt dahin gestellt!
Es gibt noch eine dritte Variante: Eine 4 Seiten lange Farbfassung, die für eine Strapazin-Ausgabe entstanden ist. Die stellt gewissermaßen ein Missing Link zwischen RAW und Pantheon Books her.
Wenn schon, dann sollten beide Fassungen beiliegen (entweder lose oder in einem Anhang) - ansonsten stimme ich dir zu.
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Alt 29.06.2015, 23:08   #22  
zwergpinguin
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Der Gourmet
BESTER ASIATISCHER MANGA: DER GOURMET von Jiro Taniguchi (Carlsen)

1997 in Japan erschienen; 14 Jahre später dann bei Carlsen herausgekommen und hat direkt eine Preis erhalten.

Als ich den Band gelesen habe, hatte ich eine gewisse Erwartung an den Band. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ca. 180 Seiten lang wird hier erzählt, wie ein hungriger Mann etwas zu essen sucht, immer im Zweifel ob die Lokalität auch die Richtige ist, der dann einen immensen Appetit entwickelt und einen sehr dehnbaren Magen haben muss. Wie kann man daraus einen Comic/Manga machen fragt man sich unwillkürlich. Es geht und wie. Ich hätte auch nicht gedacht, dass man daraus einen Comic machen kann, der Einen im wahrsten Sinne zum Essen (in dem Fall lesen) einlädt. Der Band vermittelt eine Ruhe die Taniguchi wie immer gekonnt in seinen Zeichnungen umsetzte.
Nur eins war wirklich sehr ärgerlich; nach dem Lesen des Bandes gab es kein japanisches Restaurant in der Nähe!

Zitat:
Jiro Taniguchi und Masayuki Kusumi bitten zu Tisch!
Eine Sushi-Bar in Kichijoji, geröstete Manju in Takasaki, Oden mit Reis im Park von Shakujii, gedünstete Shumai im Shinkansen… Als Handlungsreisender kommt der Mann viel herum - und er hat Hunger. Er schätzt die einfache, traditionelle Küche, lässt sich aber auch gern überraschen - sowohl von der Mahlzeit, als auch vom Ort, an dem er sie zu sich nimmt. Allein, ungebunden und ohne konkretes Ziel durchstreift er die Stadtviertel und genießt japanische Gastlichkeit mit allen Sinnen. Jiro Taniguchi bittet zu Tisch! In achtzehn Episoden seines kulinarischen Reiseführers lässt er den Titelhelden auf den Spuren guten Geschmacks wandeln. An jedem Ort ein Essen, zu jedem Essen ein Ort. Ob in einem kleinen Lokal, im Sportstadion, im Restaurant am Meer oder als Picknick im Park - der Gourmet versteht sie: Die Kunst, allein zu genießen.
Zitat:
Jiro Taniguchi wurde 1947 in Tottori, Japan, geboren. Seine Karriere als Comic-Zeichner startete er 1972 mit dem Manga »Kareta Heya«. Ab 1974 entstanden unter der Mitarbeit des Journalisten Natsuo Sekikawa Kriminalstorys, zu Beginn der 1980er Jahre schuf er mit Szenarist Carib Marley mehrere Boxergeschichten.
An der Serie »Botchan no Jidai Kara« (dt. etwa »In der Zeit von Botchan«), einem Werk über das intellektuelle Leben in Japan gegen Ende des 19. Jahrhunderts, arbeitete der Zeichner ab 1986 und wurde mit Erscheinen des fünften Bandes im Jahr 1998 dafür mit dem Osamu-Tezuka-Culture-Award geehrt.
Neben weiteren Genre-Arbeiten wie »NY no Benkei« (übers. »Benkei in New York«, 1994) begann Taniguchi in den 1990er-Jahren seinen Geschichten einen persönlichen Ton zu geben und aus dem Alltäglichen heraus zu erzählen. So entstand neben »Inu o Kau« (dt. TRÄUME VON GLÜCK), einer einfühlsamen Schilderung des Sterbens eines Haustieres, die Kurzgeschichtensammlung »Aruku Hito« (dt. DER SPAZIERENDE MANN).
1994 folgte »Chichi no Koyomi« (dt. DIE SICHT DER DINGE), 1997 erschien der Band Harukana Machi-E, für den er auf dem internationalen Comicfestival in Angoulême 2003 als bester Szenarist ausgezeichnet wurde.
Dieses Schlüsselwerk erschien unter dem Titel VERTRAUTE FREMDE 2007 bei Carlsen wurde auch in Deutschland bereits zweimal prämiert: als »Comic des Jahres 2007« sowie - auf dem Comic-Salon Erlangen 2008 - mit dem Max-und-Moritz-Preis als »Bester Manga«.
Jiro Taniguchi gilt heute weltweit als einer der renommiertesten Manga-Zeichner. Auf deutsch liegen bereits mehrere Werke bei Carlsen und Schreiber & Leser vor, weitere sind in Vorbereitung.
Zitat:
Masayuki Kusumi, geboren 1958 in Mitaka, ist ein japanischer Autor, Schauspieler und Filmkomponist. Seit 1981 arbeitet er mit dem Zeichner Haruki Izumi an MAnga über japanische Gastronomie. Gemeinsam mit seinem Bruder gründete er 1990 das Studio QBB Manga Unit, das auf edukative Comics spezialisiert ist. Der Gourmet ist seine zweit Veröffentlichung mit Jiro Taniguchi bei Carlsen.
Der Erste war „Der geheime Garten vom Nakano Broadway“ Carlsen, 2012.
Edukativ: bildungsbezogen, die Bildung betreffend, informativ, informierend, interessant, lehrreich

Der Gourmet
Von der Kunst allein zu genießen
von Jiro Taniguchi, Masayuki Kusumi
Seiten: 192, SC, ISBN: 978-3-551-76867-4, 14,90 €
http://www.carlsen.de/softcover/der-gourmet/56679

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Alt 04.07.2015, 01:00   #23  
zwergpinguin
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Fliegenpapier
BESTE NEUVERÖFFENTLICHUNG EINES KLASSIKERS: FLIEGENPAPIER von Hans Hillmann (avant)

Beim Betracht des Bandes stellte sich nicht nur mir die Frage „Comic oder nicht“. Oder nicht vielmehr ein stark illustrierter Roman? Wie dem auch sei, Eins steht außer Frage und das war auch in München die einhellige Meinung, es sind die tollen aussagestarken Zeichnungen von Hans Hillmann!
7 Jahre lang und nicht 10 wie es im Nachwort steht (mit bessere Recherche im Vorfeld wäre der Fehler nicht vorgekommen, genauso wie die falsche Aussage, dass der Zweitausendeins Band nicht mehr greifbar wäre!) hat Hans Hillmann für die Umsetzung seines Projektes gebraucht. Dazu sagte Hans Hillmann „ …Es interessierte mich herauszufinden, ob es gelingen würde, auf etwa 60 bis 90 Seiten mit je einem ganzseitigen oder einem unterteilten doppelseitigem Bild die Geschichte zu erzählen und dabei mit ganz wenig Text unter den Bildern auszukommen…Nach fast sieben Jahren war es dann soweit, aus den ursprünglichen geplanten 60 bis 90 Seiten ist ein Buch mit 264 Seiten geworden.“
Dieses Buch wurde 1982 bei zweitausendeins herausgegeben.
Herausgekommen ist das die Kurzgeschichte Flypaper von Dashiell Hammett, aufs Wesentliche gekürzt und der fehlende Text durch ein Bild ersetzt wurde. Wobei ich die Definition Illustration bevorzuge [lt. Wiki Illustration (v. lat. illustrare „erleuchten, erklären, preisen“; Pl. Illustrationen) bedeutet „das einem Text erläuternd beigegebene Bild“, unabhängig von dessen Form oder spezifischer Funktion.]
Die Umsetzung ist Hans Georg Hillmann hervorragend gelungen, ein gemalten Film Noir wie gern getitelt.
Aber bei der Aussage „…für viele Comic-Historiker die erste Graphic Novel“ stellen sich bei mir etliche????. So z.B. welche Comic Historiker!? Und dann noch der Vergleich mit Will Eisners Ein Vertrag mit Gott.
Leider konnte Hans Hillmann dieses Buch nicht mehr in Händen halten. Er starb achtundachtzigjährig am 4.Mai 2014 bei der Arbeit in seinem Atelier. Er hätte ein gelungenes Werk betrachten können.

Zitat:
Mit seiner modernen Adaption der Kurzgeschichte Fliegenpapier von Dashiell Hammett hat der Plakatkünstler Hans Hillmann in großformatigen Bildern einen gemalten Film Noir geschaffen. Die düsteren Szenerien Hammetts, die dreckige und gewaltträchtige Atmosphäre der Vorlage gibt Hillmann in Grautönen und ausdrucksstarken Licht- und Schatten-Effekten wieder. Er zeigt verwüstete Straßen, finstere Häuser und Menschen, die sich in diese trostlose Umgebung einfügen. Scharfe Schatten liegen über Gehwegen, Kleiderfalten schillern in überhellem Licht.
Fliegenpapier ist ein expressionistischer Comic und hard-boiled-Literatur in Wort und Bild zugleich. Zwischen 1975 und 1982 arbeitete der Illustrator an diesem Werk, das damit als Vorläufer von Will Eisners Ein Vertrag mit Gott gelten kann - für viele Comic-Historiker die erste Graphic Novel!
Hans Hillmann, der zu den wichtigen deutschen Grafikdesignern und Illustratoren gehört und als Begründer des modernen deutschen Filmplakats gilt, starb 2014. Der avant-verlag ehrt ihn posthum mit dieser bibliophilen Neuauflage seines großartigen Werkes.
Zitat:
Hans Hillmann
Der deutsche Illustrator und Grafikdesigner Hans Hillmann wurde 1925 in Schlesien geboren und besuchte die Schule für Handwerk und Kunst sowie die Werkakademie in Kassel. 1959 berief ihn die Staatliche Hochschule für Bildende Künste Kassel zum Professor für Grafik. Das Werbemedium Plakat war das zentrale Thema seiner Lehrtätigkeit. Hillmanns Werke wurden mehrfach als Das beste deutsche Plakat ausgezeichnet, 1962 erhielt er den Toulouse-Lautrec-Preis auf der internationalen Plakatausstellung in Paris.
Bekannt geworden ist er vor allem durch die Gestaltung zahlreicher Plakate für den Filmverleih, er gilt als Begründer des modernen deutschen Filmplakats. Außerdem war Hillmann als Illustrator, unter anderem für das Magazin twen und die FAZ, tätig.
Von 1972 bis 1982 galt seine Aufmerksamkeit einer ganz neuen Aufgabe, nämlich der grafischen Umsetzung der Kriminalerzählung Fliegenpapier von Dashiell Hammet. Diese wurde durch ihren filmischen Stil zu einem Meilenstein der Illustration und stellt für viele die erste Graphic Novel überhaupt dar. Die Originalausgabe erschien 1982 bei Zweitausendeins.
Im Mai 2014 starb Hillmann überraschend bei der Arbeit in seinem Atelier.
Fliegenpapier
Zeichnung: Hans Hillmann, nach der Kurzgeschichte Flypaper von Dashiell Hammett, übersetzt von Carl Weissner
Veröffentlicht: März 2015, Buch: 256 Seiten, Duotone, Hardcover, ISBN: 978-3-945034-04-0, 29,95 €

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Alt 04.07.2015, 08:09   #24  
eck@rt
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Zitat:
Zitat von zwergpinguin Beitrag anzeigen
(mit bessere Recherche im Vorfeld wäre der Fehler nicht vorgekommen, genauso wie die falsche Aussage, dass der Zweitausendeins Band nicht mehr greifbar wäre!)
Mit noch besserer Recherche hätte man rausgefunden, dass es bereits 2005 bei dtv eine Neuauflage gab. Dass jetzt der dritte Aufguss mit einem Preis geehrt wird, ist… na ja.

Zitat:
für viele Comic-Historiker die erste Graphic Novel
Wenn der Verlag das behauptet, so wird es jetzt "Wahrheit", indem es nämlich in allen Anpreisungen des Buches übernommen und vermutlich auch später weitergetragen werden wird. Ein schönes Beispiel dafür, wie (falsche) Legenden entstehen.

eckrt

Geändert von eck@rt (04.07.2015 um 08:18 Uhr)
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Alt 04.07.2015, 10:50   #25  
zwergpinguin
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Zitat:
Zitat von eck@rt Beitrag anzeigen
Mit noch besserer Recherche hätte man rausgefunden, dass es bereits 2005 bei dtv eine Neuauflage gab. Dass jetzt der dritte Aufguss mit einem Preis geehrt wird, ist… na ja.
eckrt
Das wird wenigstens im Nachwort angerissen
Wäre aber spätestens bei meinem "Vergleich" der drei Auflagen zur Sprache gekommen

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