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Alt 03.11.2010, 15:04   #1276  
michidiers
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Heft-Nr.: 190
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:
Seiten:48
Erscheinungstermin: 1991/03
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #331
2) Marc Spector: Moon Knight #3
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Gefährliche Trips
2) Schatten der Vergangenheit 3/3: Der Mond scheint über Burunda
Original-Storytitel:
1) The death standard
2) Butcher's moon
Zeichnungen:
1) Erik Larsen
2) Sal Velluto
Text:
1) David Michelinie
2) Charles Dixon
Autor:
Übersetzer:
1) Michael Nagula
2) ?
Coverzeichner: Erik Larsen
Ursprüngl. Coverpreis: 3,50 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Magazin #189: Die Spinne und ihr Partner Punisher können die Hintermänner der Drogenbande in US-Militärkreisen ausfindig machen. Der Punisher verkneift sich dabei sogar, auf seine ehemaligen Kameraden zu schießen. Dafür gibt es für die verantwortlichen Militärs diesmal zur Strafe nur ein paar Hiebe und die Drogen werden vernichtet. Derweil braut sich über den Parkers Unheil zusammen. Die Black Cat sucht MJ auf und droht ihr offen mit einem „Stutenkrieg“ um den geliebten Peter. Obendrein ist Venom aus dem Gefängnis ausgebüchst. Und auch der durchgeknallte Verehrer von MJ, der ehemalige Vermieter Jonathon Caesar (#172), ist wieder auf freiem Fuß! Oh, oh…
2) Fortsetzung aus Magazin #189: Unter falscher Identität reist Marc Spector (Moonknight) nach Burunda ein, um seine Freundin Marlene Alruane aus den Fängen des fiesen Generals Bushman zu befreien. Marlene ist aber alles andere, als ein wehrloses Entführungsopfer. Sie verprügelt ihre Bewacher nach Strich und Faden und kann sich befreien. Für Moonknight bleibt nur noch der „Bossgegner“ General Bushman, der im Duell besiegt wird.
Bemerkungen:
1) David Michaeline schreibt eine sowohl unglaubwürdige, aber auch eine interessante Begründung, warum das Militär für den Drogenkauf verantwortlich ist. Da der Goldpreis unsicher geworden ist, hat die US Regierung heimlich über das Militär Drogen einkaufen lassen. Diese sollen nunmehr den USA als eine sichere Devisenrücklage dienen.
2) Die Zeichnungen in der Zweitgeschichte erinnern an Neil Adams. Die Perspektiven und Performance der Bewegungen sind stark an die Zeichnungen des Altmeisters orientiert. Außerdem zeichnet Dixon eine sehr erotische Marlene Alruane als Freundin von Marc Spector. Dabei verzichtet er bei ihr sogar auf auf die Darstellung von engen Kostümen und dicken Titten. Gut!
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
Redaktionelle Einleitung, Umfrage, Leserzeichnung, Impressum – 1 Seite
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Auch erschienen in:
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland

Geändert von michidiers (04.11.2010 um 13:16 Uhr)
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Alt 04.11.2010, 14:52   #1277  
michidiers
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US Avengers #177
The hope...and the slaughter!



Fortsetzung von Ausgabe #176: In der beschaulichen Vorortvilla in Forrest Hills Gardens kommt es nun zum finalen Showdown der Rächer/Guardians of the Galaxy gegen die Raum/Zeit-Entität “Korvac” in seiner bürgerlichen Identität “Michael” und seiner geliebten Carina.

Die Rächer können nach einem erbitterten Kampf innerhalb der Villa die Realität retten. In einer letzten Geste kann der sterbende Michael noch einige Mitglieder der Rächer vor dem sicheren Tode bewahren. Kovac und Carina kostet die Auseinandersetzung das Leben, einige Rächer sind schwerstverletzt und drohen zu sterben. Thor muss sich in Dr. Blake zurückverwandeln und ringt um das Leben seiner Freunde.

Ja, ich muss sagen, das war schon eine wirklich grandiose Story, welche sich über viele Ausgaben hinzog (#166-168, 171-177). Sie hat wirklich alles, was eine gute Superheldenstory haben muss: Spannung, Dramatik, Lovestory, Action und auch sehr viel Humor! Und am Ende ist das damals übliche Schema Held – Bösewicht in Anbetracht der Motive des Handelns auch nicht mehr so allzu klar abzugrenzen. Was darf Korvac opfern für eine bessere Welt oder Realität, dürfen Menschenleben dafür geopfert werden? Würden die dann geopferten Menschen davon überhaupt etwas mitbekommen?
Eine ähnliche Frage stellt sich für die Rächer:
Darf ein Rächer Carina Schaden antun, um Korvac, der keine bösen Motive für seine Handlungen hat, zu stoppen?

Das war bislang die beste Story, die ich von den Rächern gelesen habe. Die rangiert auch noch vor dem berühmten Skrull-Kree-Krieg von Neal Adams bei mir. Schade, dass sich Panini nie zu einer Veröffentlichung dieser grandiosen Story in Deutschland durchringen konnte, im Gegensatz zu dem Kree/Skrull Krieg der ja schon 2x von Panini veröffentlicht wurde. Aber ich glaube, die Story ist zumindetstens bei Condor als TB erschienen. Welch ein Trost!
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Alt 04.11.2010, 15:04   #1278  
Maxithecat
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Zitat:
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Aber ich glaube, die Story ist zumindetstens bei Condor als TB erschienen. Welch ein Trost!
Kein Trost!

Avengers ist bis #166 in Auszügen erschienen, dann gehts mit #203 weiter.

Dazwischen:
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Alt 06.11.2010, 16:07   #1279  
michidiers
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Zitat:
Zitat von Maxithecat Beitrag anzeigen
Kein Trost!

Avengers ist bis #166 in Auszügen erschienen, dann gehts mit #203 weiter.

Dazwischen:
Das ist vielleicht auch besser so. Das TB würde diese hochklassige Storyline niemals adäquat rüberbringen.

Das wäre so, als wolle man Rembrandts Nachtwache als kleines Avatar bewundern.
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Alt 08.11.2010, 12:27   #1280  
michidiers
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Heft-Nr.: 191
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Das kalte Büffet wartet nicht, Venom hat Hunger!
Seiten:48
Erscheinungstermin: 1991/04
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #332
2) Daredevil (I) #236
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Sonntags im Park mit... VENOM!
2) American Dreamer
Original-Storytitel:
1) Sunday in the park with Venom!
2) American dreamer
Zeichnungen:
1) Erik Larsen
2) Barry Windsor-Smith
Text:
1) David Michelinie
2) Ann Nocenti
Autor:
Übersetzer:
1) Michael Nagula
2) ?
Coverzeichner: Erik Larsen/Mike Machlan
Ursprüngl. Coverpreis: 3,50 DM
Inhalt:
1) Die Spinne hat sich heute mit einem Zweifrontenkrieg herumzuquälen. Venom versucht, zum wievielten Male auch immer, bei unserer Spinne die Rache für Eddy Brocks erlittenes Unrecht einzufordern. Gleichzeitig ist Spidey auch noch immer der bei MJ abgeblitzte Vermieter Jonathon Caesar (#172) auf den Fersen. Caesar schickt zur Stillung seines Rachedurstes wieder die beiden Ganoven Stix und Stone ins Rennen gegen Spidey. Peter hat daher ziemlich Stress, kann sich aber zunächst noch erfolgreich dem tödlichen Zugriff seiner Peiniger entziehen.
2) „Hazzard“ ist eine militärwissenschaftlich künstlich „upgegradete“ menschliche Kampfmaschine und hat eine gewaltige Schraube locker! Daredevil und die Black Widow sehen sich daher gezwungen, selbige bei Hazard nachzuziehen. Doch es kommt wieder einmal alles anders als geplant. Hazzard erkennt, dass er nicht richtig tickt und eine Gefahr darstellt. Er begeht Selbstmord.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
Bemerkungen:
Mit dieser Ausgabe hat sich der Covertitel geändert. Statt „Die Spinne“ ist dort nun „Die Spinne ist Spider-Man“ zu lesen. Der Grund dafür findet sich in dem sehr informativen Vorwort. Ab dem 01.12.1990 strahlt der Sender RTL plus jeden Samstag von 11:00 bis 15:00 unter dem Reihentitel „Marvel-Universum“ Marvel Zeichentrickfilme aus. Die erste Staffel geht dabei mit 99 Spider-Manfolgen und 12 Hulkfolgen an den Start. Falls sich ein Erfolg einstellen wird, ist die Ausstrahlung von weiteren 200 Folgen der Serie Spider-Man geplant. Da RTL den originalen US-Titel übernommen hat, wurde auch der Serientitel bei Condor geändert. Sicherlich erfolgte dies, um neugierig gewordene TV-Glotzer zum Kauf zu motivieren.
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Alt 09.11.2010, 09:23   #1281  
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Danke für den „Schicksal“ einschub. Da hast Du mich Gedanklich mal wieder schön in die alte Zeit gebracht.

___________________________________________

Zitat:
Außerdem zeichnet Dixon eine sehr erotische Marlene Alruane als Freundin von Marc Spector. Dabei verzichtet er bei ihr sogar auf auf die Darstellung von engen Kostümen und dicken Titten. Gut!
Einmal bin ich bei Deinen Reviewfazit allerdings nicht Deiner Meinung (meist schon). Ich mag dicke Titten. Wenn mich eine Frau fragt was magst Du an mir an liebsten (und es passt) sage ich Grundsätzlich "Deine dicken Dinger" - die Lady tut dann zwar pikiert, freut sich aber im Grunde, denn den die labbertaschenspruchantwort "Deine Augen!" ist soooooowas von geheuchelt.
Also lass ihn zeichnen.

Im Ernst: Die schrecklichen Übertreibungen mag ich auch nicht. Sehr angenehm sind die Darstellungen von Arula (Maddrax) kennst Du die?
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Alt 09.11.2010, 09:26   #1282  
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Zitat:
Zitat von Maxithecat Beitrag anzeigen
Kein Trost!

Avengers ist bis #166 in Auszügen erschienen, dann gehts mit #203 weiter.

Dazwischen:
Das wäre mal was. 167 bis 202 im Heftform!

Ich wäre 1000 % dabei!
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Alt 10.11.2010, 11:58   #1283  
michidiers
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Zitat:
Zitat von thetifcat Beitrag anzeigen
Das wäre mal was. 167 bis 202 im Heftform!

Ich wäre 1000 % dabei!
Ich auch! Es würde mir sogar schon ein Sammelband reichen!

Busen: Lies einmal ein X-Men neueren Datums. Da werden Dir dicke Busen von Emma´Frost und Co. nahezu um die Ohren geschlagen. Alle weiblichen Charas haben sich offenbar in den letzten Jahren OP´s unterzogen. Mir ist es wirklich zu viel geworden, Hilfe! ...ich bin übersättigt!

Ach ja, Spinne habe ich auch noch gelesen:

Heft-Nr.: 192
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

…immer rein ins Getümmel, es wird schon den Richtigen treffen!
Seiten:48
Erscheinungstermin: 1991/05
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #333
2) Solo Avengers #19
3) Marvel Super-Heroes (III) #1
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Auf der Mauer, auf der Lauer...
2) Der Stolz des Philip Whitehead
3) Schwarzer Panther-Am Kreuzweg der Macht
Original-Storytitel:
1) Stalking feat!
2) The vanities of Philip Whitehead
3) Conflagration
Zeichnungen:
1) Erik Larsen
2) Sandy Plunkett
3) Ron Lim
Text:
1) David Michelinie
2) Sandy Plunkett
3) Richard Bensam
Autor:
Übersetzer:
1) Michael Nagula
2) + 3) ?
Ursprüngl. Coverpreis: 3,50 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Magazin #191: Venom erpresst die Spinne zu einem Treffen in der New Yorker Kanalisation. Dort, so Venoms Plan, kann er endlich ungestört Rache für Eddy Brocks erlittenes Unrecht nehmen. Dummerweise haben sich Styx und Stone an Venoms Fersen geheftet, um im Auftrag des ebenfalls nach Rache dürstenden Jonathon Caesar (#172) endlich an Spidey heranzukommen und zu töten. So gerät Venoms perfider Plan vollkommen durcheinander und jeder haut plötzlich auf jeden ein. Ergebnis: Venom, Styx und Stone landen im Knast bzw. in der Klapse. Die Spinne ist die drei Quälgeister vorerst los.
2) Der Black Panther kämpft gemeinsam mit seinem Freund und ehemaligen Studienkollegen Philipp gegen ein mystisches Wesen. Philipp kann dem Black Panther dabei das Leben retten, erliegt aber einer schweren Vergiftung.
3) Um das kostbare Vibranium, das weltweit nur in seinem Reich abgebaut wird, zu schützen, hat sich der Black Panther einem Gegenspieler „Mubaro“ zu stellen. Mubaro muss nach einer Keilerei mit dem Panther feststellen, dass er dem mächtigen Herrscher Wakandas nicht gewachsen ist und unterwirft sich ihm.
Bemerkungen:
David Michelinie wählt ein sehr strapaziertes Thema: der Durst nach Revanche und Rache von vormals von der Spinne geschlagenen Ganoven. Und damit nicht genug, er geht hier sogar so weit, dass gleich zwei Figuren unabhängig voneinander Rache von der Spinne einfordern. Das ist nach meiner Meinung doch etwas zu dürftig und lässt mich Bange werden, was da in den nächsten Ausgaben von Michelinie noch so auf mich zukommt.
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Geändert von michidiers (11.11.2010 um 07:47 Uhr)
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Alt 10.11.2010, 19:18   #1284  
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X Men habe ich 1999 aufgehört zu sammeln. Seit dem habe ich keine 10 Hefte mehr von Ihnen gelesen. Die größte ist mir beim Durchblättern am Bahnhof auch aufgefallen.
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Alt 11.11.2010, 13:51   #1285  
michidiers
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Zitat von thetifcat Beitrag anzeigen
X Men habe ich 1999 aufgehört zu sammeln. Seit dem habe ich keine 10 Hefte mehr von Ihnen gelesen. Die größte ist mir beim Durchblättern am Bahnhof auch aufgefallen.
Du hattest aber sicher die X-Men und nicht die Praline aufgeschlagen?

Fables Sammelband 11

Der gute Prinz


von Bill Willingham und Marc Buckingham



Inhalt: Nachdem der „Feind“ sämtliche Fables, das sind die uns bekannten Märchenfiguren wie Schneewittchen, König Drosselbart und Co, vor Jahrhunderten aus dem Märchenreich vertrieben hat, fristen diese jetzt ihr Dasein unerkannt unter uns ahnungslosen Menschen.
Aber die Fables planen die Rückeroberung ihres Reiches. In diesem Band begleiten wir den Froschkönig auf seine gefährliche Reise in die alte Heimat, wo er den Aufbau eines neuen Königreiches plant und das mitten im Feindesland. Doch auch der Feind schläft nicht, er feilt derzeit an den Plänen für eine Invasion auf der Erde und wird sich solch eine Anmaßung nicht bieten lassen…

Ich kann mich nur wiederholen. Die Serie ist pure Unterhaltung auf hohem Niveau voller Rasanz, Dramatik, Spannung und Humor. Der Autor Bill Willingham zerlegt mit feinstem Spürsinn die uns aus Kindheitstagen so lieb gewordenen Klischees um Märchen und Fabeln und vermischt diese mit jeder Menge pointierte (Pop-)Kultur unserer realen Welt. Er vereint dabei Soap-Elemente, einen fetten Schuss Erotik, Spannung, schwarzen Humor, Lovestory und entreißt dabei alten Mythen, Sagen und Märchen einige vollkommen neue Seiten.

Daher kommt es auch wohl nicht von ungefähr, dass die 9-teilige Story über den Froschkönig einen schnell an „Die Rückkehr des Königs“ aus dem Herrn der Ringe erinnert. Und das ist daher auch wohl durchaus gewollt. Flycatcher als Aragon, die Geisterarmee aus dem Zauberbrunnen als die Geisterarmee der Bergvölker aus dem Pfad der Toten, des Königreich Haven als Minas Tirith, Rotkäppchen als Arwen, Anspielungen auf Herr der Ringe findet man zuhauf.

Aber auch Anspielungen auf reale geschichtliche Ereignisse prägen sich aus. So ist die inzwischen fatale Vorgehensweise des Königs des „Feindes“ in den von ihm besetzten Gebieten fast schon gleichzusetzen mit dem kriegerischen Besatzungsverhalten während der Kriege des letzten Jahrhunderts. Das grausame Verhalten gegenüber der Zivilbevölkerung und gegen jegliche Art des Widerstandes spiegelt ja auch das Verhalten z.B. deutscher Armeen in besetzten Gebieten des 2. Weltkrieges wieder.

Das Erschreckende ist dabei, dass man die Pogrome an den Bauern nicht direkt sehen kann und nur aufgrund der Handlung und der Gespräche indirekt als Leser miterlebt. So wird auf die plumpe Darstellung von schierer Gewalt verzichtet. Andererseits überkam mir ein schauerliches Gefühl von Unbehagen und Mitleid für die betroffenen Bauern, weil ich selber einen Bezug zu „Reinigungen“ oder Vergeltungsaktionen der Wehrmacht nach Angriffen von Partisanen unbewusst herstellte.

So treffen sich Realität und Fiktion in einem Comicband zusammen und bringen dabei immer wieder interessante und kurzweilige Storys hervor. Mal sehen wie es weitergeht, der 12. Band wird auf jeden Fall von mir noch gekauft. Soweit mir bekannt, wird in dem wohl dann ein längerer Storybogen um den Krieg mit der Heimat abgeschlossen. Welches Thema danach angeschnitten wird, ist mir nicht bekannt. Und ob Willingham noch weiter auf solch hohem Niveau schreibt, bleibt auch noch abzuwarten.

Und: Zum Schluss gibt es noch eine tolle Covergalerie mit wirklich bestechenden Motiven!
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Alt 12.11.2010, 18:46   #1286  
michidiers
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Heft-Nr.: 193
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1991/06
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #334
2) Daredevil (I) #239
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Rückkehr der unheilvollen Sechs 1/6: Geheimnisse, Rätsel und kleine Ängste
2) Das Grauen der Welt
Original-Storytitel:
1) Return of the Sinister Six 1/6: Secrets, puzzles and little fears...
2) Bad plumbing
Zeichnungen:
1) Erik Larsen
2) Louis Williams
Text:
1) David Michelinie
2) Ann Nocenti
Autor:
Übersetzer:
1) Michael Nagula
2) ?
Coverzeichner:
Ursprüngl. Coverpreis:
Inhalt:
1) Es braut sich Unheil zusammen. Doctor Octopus plant ein Riesending und will dazu die Sinistren Sechs reaktivieren. Als erstes überredet er dazu Elektro und den Sandman. Davon noch nichts ahnend, fällt Peter bei einem Besuch bei Tante May auf, dass deren Lebenspartner Nathan Lubensky ungewöhnlich hohe Geldmengen von seinem Konto abhebt. Mary Janes Job geht derweil in ihrem Beruf als Seriendarstellerin auf. Allerdings mehren sich in ihrem Umfeld schwere Unfälle. Ob da wohl alles mit rechten Dingen vor sich geht?
2) Ein verrückter Einzelgänger mit schlechter Kindheit geht in Hells Kitchen um. Und es mehren sich die Anzeichen, dass nur noch ein Funke genügt, um dieses Pulverfass zum explodieren zu bringen. Daredevil ist gewarnt, es fehlt ihm aber die Gelegenheit, den geistig verwirrten Spinner festzusetzen. Er hat zwischen einem präventiven Erstschlag zur Verhinderung eines Mordes und der Bürgerrechte des vermeintlichen Täters abzuwägen und ist innerlich zerrissen…
Bemerkungen:
Bei der vorliegenden Geschichte aus Amazing Spider Man #334 handelt es sich laut Redaktion um den Erstauftritt der Sinistren Sechs in Deutschland, obwohl es diese böse Bande aus Superschurken schon 27 Jahre zuvor ihren ersten Auftritt im Amazing Spider Man Annual 1 hatte. Die Sinistren Sechs rekrutierten sich dabei aus Schurken aus den ersten 15 Ausgaben der Serie ASM. Dieses Annual wurde inzwischen von Panini unter Spider Man Komplett veröffentlicht.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
Redaktionelle Einleitung, Leserzeichnung, Leserbrief, Impressum – 1 Seite
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Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
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Alt 16.11.2010, 14:18   #1287  
michidiers
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Heft-Nr.: 194
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Deckung! Der schaurige Schocker schießt scharf!Seiten:48
Erscheinungstermin: 1991/07
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #335
2) Daredevil (I) #240
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Rückkehr der unheilvollen Sechs 2/6: Schocker!
2) Der mit dem Gesicht
Original-Storytitel:
1) Return of the Sinister Six 2/6: Shocks!
2) The face you deserve
Zeichnungen:
1) Erik Larsen
2) Louis Williams/Al Williamson
Text:
1) David Michelinie
2) Ann Nocenti
Autor:
Übersetzer:
1) Michael Nagula
2) ?
Ursprüngl. Coverpreis:3,50 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Magazin #193: Für unseren Netzschwinger steht heute nur der Schocker auf dem Tageszettel, der es auf die Kasse eines Konzertveranstalters abgesehen hat. Nachdem diese Gefahr beseitigt ist, kann sich Peter ganz seiner MJ widmen. Die braucht Unterstützung. Sie bekommt den Hinweis, dass die seltsamen Unfälle, die mir ihrer Schauspielkarriere zusammenhängen, wohl von dem eifersüchtigen Jonathon Caesar ( #172) fingiert wurden. Der wurde von MJ vor einiger Zeit zurückgewiesen und tritt nun voller Gemeinheit nach. Derweil bemüht sich Doc Ock um die Wiederbelebung der Sinistren Sechs und kann den Hobgoblin und Mysterio dafür gewinnen.
2) Fortsetzung aus Magazin #193: Der unheimliche Unbekannte hat in Hells Kitchen den ersten Mord begangen, was Daredevil endgültig auf den Plan ruft. Im Heizungskeller eines Mietshauses kann DD den wahnsinnigen Mörder mit schlechter Kindheit endlich stellen und in letzter Sekunde verhindern, dass der dort die sämtlichen Bewohner des Hauses mit Hilfe eines tödlichen Giftes ins Jenseits befördert.
Bemerkungen:
Ein dreifaches Hoch auf die Zweitgeschichte. Diese erinnert an unheimliche Psychothriller von Alfred Hitchcock und wurde von der Autorin Ann Nocenti und Zeichner Al Williamson hervorragend in Szene gesetzt. Al Williamson versteht es aufs beste des urbanen Horror einer Großstadt und ihrer Bewohner in Bilder zu fassen. Kein Wunder, der Altmeister beherrscht sein Handwerk seit den großen Tagen der EC-Horrorcomics in den 50er Jahren aufs perfekteste.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
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Auch erschienen in:
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch:
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Alt 17.11.2010, 11:54   #1288  
michidiers
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Beiträge: 2.439
Heft-Nr.: 195
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1991/08
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #336
2) The Sensational She-Hulk: Ceremony #1
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Rückkehr der unheilvollen Sechs 3/6: Keine Zeit zum Sterben
2) Alle Macht der Liebe
Original-Storytitel:
1) Return of the Sinister Six 3/6: The wagers of sin
2) Ceremony pt.1
Zeichnungen:
1) Erik Larsen
2) June Brigman
Text:
1) David Michelinie
2) Robin D. Chaplik, Dwayne McDuffie
Autor:
Übersetzer:
1) Michael Nagula
2) ?
Coverzeichner: Erik Larsen und Bob Wycek
Ursprüngl. Coverpreis:3,50 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Magazin #194: Doc Ock rekrutiert weiter Schurken zur Wiederbelebung der Superschurkengang der „Sinistren Sechs“. Diesmal wirbt er den Geier an. Der ist aber zunächst „beruflich verhindert“ und hat gemeinsam mit dem Schurken „Chance“ einen Mordauftrag für den KingPin auszuführen. Der Killjob an den Geschäftsmann Raimund Trask kann allerdings von Spidey verhindert werden. Jedoch nimmt die Tat trotzdem einen tragischen Ausgang. Zufällig wird Tante Mays Lebensgefährte Nathan Lubensky bei dem Gefecht getötet.
2) She-Hulk ist groß, grün, hübsch, bärenstark und ….ein Single. Ihr dünkt es daher nach Nachwuchs und sucht sich dafür einen passenden Mann. Ihr Auserwählter soll Wyatt Wingfoot sein, ein Indianerhäuptling und Freund der FV. Der ist aber unschlüssig und holt sich erst einmal Rat bei seinem Kumpel Ben Grimm ein.
Bemerkungen:
1) Auch wenn es die Inhaltsangabe nicht unbedingt hergibt. Die Zweitgeschichte ist ungewöhnlich gut geschrieben. She-Hulk wird als eine mit ihrem Schicksal hadernde, einsame und depressive Frau beschrieben, deren biologische Uhr langsam aber sicher abläuft. Ihr Lebenssinn als Superheldin verschiebt sich dabei in Richtung dem Wunsch nach Erfüllung in einer Mutterrolle.
2) Ein interessanter Sachartikel kommt zum Abdruck: She-Hulk - Die Schöne und das Biest von Michael Landmann.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
Redaktionelle Einleitung, Leserzeichnung, Leserbrief, Impressum – 1 Seite
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Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2010, 12:47   #1289  
FrankDrake
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Die Condor Hefte hast Du ja bald abgearbeitet, machst Du dann mit den Alben / TB weiter oder geht es direkt zu Panini?
Egal was, ich möchte die Rezis jedenfalls nicht missen.

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!
FrankDrake ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2010, 16:05   #1290  
michidiers
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Zitat:
Zitat von FrankDrake Beitrag anzeigen
Die Condor Hefte hast Du ja bald abgearbeitet, machst Du dann mit den Alben / TB weiter oder geht es direkt zu Panini?
Egal was, ich möchte die Rezis jedenfalls nicht missen.
JAu, danke Dir!

Ich bin mir da auch noch nicht so ganz sicher, womit ich dann weiterschreibe. Auf die Alben habe ich nicht die allergrößte Lust, ebensowenig auf die TB. Da bleibt wohl nur Paninis Spider-Man, die ja an das Magazin anschließt.

Und Paninis Spinne habe ich ja auch schon seit 13 Jahren nicht mehr gelesen und die Inhalte habe ich auch vergessen.

Oder soll ich mit Fix und Foxi anfagen?

Vorschläge?
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2010, 16:24   #1291  
Peter L. Opmann
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Im Hinblick auf den Titel dieses Threads "Marvel-Verwirrung" wären die Condor-Alben und Taschenbücher sowie die Marvel Comic Sonderhefte und Marvel Comic-Stars schon interessant. Die füllen teilweise Lücken aus, die in der Heftserie bleiben. Aber ich habe den Eindruck, Du willst weniger Durchblick in der Verwirrung schaffen als Comics wiederlesen, die Du lange nicht gelesen hast.

Panini wäre mir schon auch recht. Mit Fix und Foxi habe ich persönlich wenig am Hut.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2010, 16:59   #1292  
Scheuch
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einen Fix-und-Foxi-Lesethema fände ich interessant, dann hat man auch mal die Chance zu erfahren, welche Perlen dort versteckt sind
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Alt 17.11.2010, 18:04   #1293  
jakubkurtzberg
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Fix und Foxi finde ich wegen der frankobelgischen Sachen ein interessantes Thema. "Verwirrung" gab's da sicherlich auch genügend. Ich bin übrigens froh, dass Williams und bsv den "Marken Paul" nie so eingebaut haben wie Bastei und Kauka, nämlich innerhalb der Comics. Werbung statt Panels ist nicht so toll. Seinerzeit ein Grund für mich, Silberpfeil, Bessy und anderes (fast) völlig zu ignorieren.
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Alt 17.11.2010, 18:18   #1294  
michidiers
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MArken PAul, Unifil..... die Störsender eines jeden Comics damals. Mensch, wieviel Jahre ist das schon wieder her. Ruck Zuck biste über 45 J..., haste 1000 Beiträge geschrieben!

Also ich glaube, ich mach dann mal mit Spinne weiter. Die habe ich jedenfalls ohne Lücken.
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Alt 17.11.2010, 18:43   #1295  
Peter L. Opmann
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Zitat:
Zitat von jakubkurtzberg Beitrag anzeigen
Ich bin übrigens froh, dass Williams und bsv den "Marken Paul" nie so eingebaut haben wie Bastei und Kauka, nämlich innerhalb der Comics.
Ich habe mit "Bessy" angefangen, etwa 1971. Daß für die Briefmarken-Werbung Panels rausgeschnitten wurden, habe ich damals nicht gewußt. Bei Condor gab's später eine ähnlich verwerfliche Praxis: Panels, die den Lesern nicht zugemutet werden sollten, wurden durch umfangreichen Erzähltext ersetzt. Da war ich dann immerhin schon um die 15 und habe geahnt, daß da die Redaktion eingegriffen hatte...
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Alt 17.11.2010, 21:51   #1296  
Detlef Lorenz
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In den fünfzigern und frühen sechzigern war der einzige Verlag, soweit ich mich erinnern kann, der Bilder rausgeschnitten hat EHAPA. Aber das haben sie bloß bei den Einleitungen für die 2. und 3. Fortsetzung einer langen Geschichte gemacht - uii, da fällt mir ein, EHAPA, einer meiner drei- vier Lieblingsverlage damals, hat sogar ganze Seiten rausgeschnitten um sie in ein vorgegebenes Heftschema zu pressen

@michidiers, mach ruhig mit der Spinne weiter, die gehört mit zu meinen Superlieblingshelden...
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Alt 17.11.2010, 22:48   #1297  
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Ich hab auch nichts gegen die Spinne!
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Alt 18.11.2010, 14:19   #1298  
michidiers
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Ach ja, gelesen habe ich über die Tage (jeden Tag etwa 30 Seiten) ja auch noch etwas ganz feines:

Jiro Taniguchi – Ein Zoo im Winter



Inhalt: Aus der Provinz in Tokio angekommen, nimmt der heranwachsende Hamaguchi eine Assistentenstelle im Studio eines erfolgreichen Mangazeichners auf. Viel Zeit für ein Privatleben hat der talentierte Hilfszeichner nicht, der Termindruck der Magazinproduktion ist stark. Aber Hamaguchi träumt von einer eigenen Karriere als Zeichner. Erst als er im Künstlermilieu die hübsche aber todkranke Mariko kennenlernt, wagt er einen Schritt, der sein kommendes Leben verändern könnte...

Nach „Vertraute Fremde“, „Die Sicht der Dinge“, „Träume vom Glück“ und „Der spazierende Mann ist dies schon der vierte Band, den ich von dem japanischen Künstler Taniguchi lese und der die kleinen Geschichten des Alltags erzählt. Wieder ist das zentrale Thema die Suche nach dem persönlichen Glück. Dabei geht es gar nicht um das Glück aufgrund materieller Werte, sondern die kleinen Dinge des Lebens, die uns alle glücklich machen können: ein Erfolgserlebnis, ein Haustier, eine Aufmerksamkeit, die Familie und Freunde. Kein schnelles Auto, kein großes Haus, kein luxuriöses Schwimmbad kann glücklich machen, wenn das persönliche Umfeld nicht stimmt. Das sind die Aussagen, die in allen Werken deutlich mitschwingen.

Daneben erfährt der Leser wieder einmal viel über das das Leben im Japan der 60er Jahre. Ein Land, dass auf dem Weg zu einer technologischen Wirtschaftsmacht ist und zerrissen zwischen Tradition und Moderne und westlichen Einflüssen ist. Und es ist ein Land mit einer drohenden Überpopulation, wo das Individuum kaum eine Intimität oder Privatsphäre genießen kann. Es gewährt einen Einblick in die Studios der „Mangakas“, das ist der Begriff der Autoren und Zeichner und der japanischen Künstlerszene dieser Zeit.

Wie immer ist die männliche Hauptfigur introvertiert, nachdenklich, ruhig und eher ein Beobachter der Dinge, die um ihn herum geschehen. Fast wie ein Stück Holz in einem Fluss des Lebens wirkt die Hauptfigur in den Geschichten. Dabei erfährt man über zwei Erzählebenen die Geschichte, einmal über die Sprechblasen und über die Textboxen des Erzählers Hamaguchi, der alles in der ersten Person spricht.

So entsteht eine Tiefe, die durch einen zeichnerischen „Kniff“ (oder wie man es nennen kann) eine analoge Unterstützung erhält. Denn die Zeichnungen wirkten zumindest auf mich auch auf zwei verschiedene Ebenen. Die Figuren und Gesichter im Vordergrund sind sehr schlicht gehalten, Nasen, Mund und Augen, Mimiken sind oftmals nur angedeutet und verlangen einiges an Überlegung ab. Im krassen Gegensatz dazu sind die Hintergründe gehalten, die präzise, fein, genau und fast opulent gezeichnet sind. Wie Impressionen kann man darin verweilen. Dieses doppelte Wechselspiel in Erzählung und zeichnerische Darstellung bringt trotz aller Ruhe eine tolle Dynamik, die ich bisher in dieser ausgereiften Form nur bei Tamaguchi so finden konnte.

Alle vier „Taniguchis“ habe ich übrigens aus der Bibliothek mitgebracht bekommen und haben mir somit keinen Cent gekostet. Man sollte sich übrigens zwischen zwei Bänden eine gewisse Zeit lassen. Denn aufgrund der Tatsache, dass sich die Figuren durch ihre zeichnerische Schlichtheit sehr ähneln, kann man leicht noch immer eine Figur aus einem vorhergehenden Band bei der Lektüre im Kopf haben, was mir schon passiert ist. Das ist auch schon das einzig negative, was ich dazu schreiben kann.
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Alt 19.11.2010, 10:30   #1299  
michidiers
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Heft-Nr.: 196

Hefttext: Die Spinne Magazin
Erscheinungstermin: 1991/09
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #337
2) The Sensational She-Hulk: Ceremony #1
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Rückkehr der unheilvollen Sechs 4/6: Leben und leben lassen
2) Die Rituale der Macht
Original-Storytitel:
1) Return of the Sinister Six 4/6: Rites and wrongs
2) Ceremony pt.1
Zeichnungen:
1) Erik Larsen
2) June Brigman
Text:
1) David Michelinie
2) Robin D. Chaplik, Dwayne McDuffie
Autor:
Übersetzer:
1) Michael Nagula
2) ?
Coverzeichner: ?
Ursprüngl. Coverpreis: 3,50 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung von Magazin #195: Doc Ock erklärt den jetzt kompletten Sinistren Sechs seine perfiden Pläne. Mittels eines bald startenden Satelliten der Firma Cordco soll ein Gift in der Atmosphäre freigelassen werden, welches die Sinistren Sechs zur Weltherrschaft führen soll. Doch dazu müssen die Gauner noch jede Menge Teile und Materialien beschaffen,… illegal versteht sich. Die Spinne hat daher wieder einmal jede Menge um die Ohren, kann aber die sechs Gauner nicht so richtig aufhalten. Doc Ock frohlockt der kommenden Weltherrschaft, denkt aber gar nicht daran, seine Kumpanen später einmal daran zu beteiligen. Derweil ist Trauer bei den Parkers angesagt, denn Nathan Lubensky wird zu Grabe getragen.
2) Fortsetzung aus Magazin #195: Bevor die Hochzeitsglocken bei Jennifer Walters (She-Hulk) und Wyatt Wingfoot läuten, ist ein Antrittsbesuch bei Jennies baldigen indianischen Schwiegereltern des Keewazi-Stammes angesagt. Der Aufenthalt verläuft wieder einmal anders als geplant. Der Stamm hat Grundstücksprobleme mit dem Geschäftsmann Charlton Beatrice von Carlton Indusries. Carlton benötigt zur Durchsetzung seiner Landforderungen einen magischen Korb, der sich ausgerechnet im Besitz von Jennifer Walters befindet. Um ihn wiederzubeschaffen, dringt Carlton über einen Traum in das Gehirn von Wyatt ein…
Bemerkungen:
1) Die graphische Darstellung Zweitstory gefällt mir für ein Superheldencomic aus dieser Zeit ungewöhnlich gut. Die Traumsequenz ist eine Kollage aus Zeichnungen, Gegenständen und Zeitungsartikel und hervorragend gelungen. Und die Hintergrundfärbung sieht danach aus, als wenn diese bereits schon mittels eines PC´s erfolgt.
2) Anno 1990 haben Computer inzwischen auch Einzug bei der Fremdwerbung eingehalten. So wirbt eine Seite für ein „Super Joy Mega Board“ – Joystick der Firma Monkeydata und die Rückseite ist mit Werbung für folgende Polyband VHS Video- und Hörspielcassetten belegt: „Computerforce im beinharten Kampf gegen Computerviren“; Transformers, Dino Riders, MASK und die Abenteuer des Teddy Ruxpin.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
Redaktionelle Einleitung, Leserzeichnung, News, Impressum – 1 Seite
Werbung für Joysticks der Marke Monkey Data – 1 Seite
Werbung für Polyband VHS Videocassetten und Hörspiele - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch:
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Alt 20.11.2010, 12:31   #1300  
michidiers
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US Avengers #178
"The Matyr perplex!"




Inhalt: Der "Manipulator" ist ein künstliches Geschöpf, das in der Lage ist fremde Personen mit ihren eigenen Ängsten und Sorgen zu konfrontieren. Dadruch ist es ihm möglich, diese Personen zu manipulieren und zu kontrollieren. In Zusammenarbeit mit den Agenten Mardsen und Stern von der "Company" (damit wird wohl die CIA gemeint sein) wird das Beast geistig beeinflusst, um einige Crimelords dingfest zu machen. Mardsen und Stern beabsichtigen aber auch eine Anwendung dieser Fähigkeit, um künftig weitere Superhelden für sich gefügig zu machen...

Fazit: Was war das denn für ein Mist???

Die Inhaltsangabe klingt genauso wirr, wie es die gesamte Story ist. Mit dem besten Willen war kein zusammenhängender und klarer Plot erkennbar, bzw. herauslesbar.

Und überhaupt, die Nummer #177 (Abschlussgeschichte der wunderbaren Kovac Saga) endet damit, dass sämtliche Avengers im sterben liegen und Dr. Don Blake (Thor) verzweifelt versucht, deren LEben zu retten. Diese Nummer beginnt, als wenn nie vorher etwas geschehen wäre, Beast tanzt auf einem Singleball, Wasp und Wonderman vertreiben sich die Zeit im Rächer HQ. Was ist denn nur in der Zwischenzeit passiert?.

Also solch ein Unsinn habe ich von den Rächern noch nie gelesen!

Das gibt von mir 0,5/10 Punkten. Und den halben Punkt gibt es auch nur deshalb, weil das Beast unter der Kontrolle des Manipulators eine Textzeile aus Beatles "Elanor Rigby" singt und dabei anstatt Father McKenzie... den Namen von Professor Xavier.. verwechselt.
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