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Alt 02.03.2010, 09:03   #926  
michidiers
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@Eymen: Ich mag es bisweilen ganz gerne, wenn das Werk mehr Fragen unbeantwortet lässt, als es beantwortet. Das lässt noch immer Raum für eigene Gedanken, Interpretationen und Mutmaßungen.

Ein kleiner Nachtrag zu diesem Werk fällt mir noch ein.

Zum besseren Verständnis des Bandes müssen auf jeden Fall die diversen Vorwörter gelesen werden.

Der eigentlichen Story sind drei „Prologe“ vorangestellt, die inhaltlich keinen Bezug zu der Hauptstory haben und die ungewöhnlichen Stilmittel des Werkes dem Leser vorstellen und näher bringen sollen.

Die einzelnen Kapitel werden durch doppelseitige Einschübe getrennt, die ebenso keinen direkten Bezug zu der Hauptstory haben und nach meiner Auffassung das in meinem vorhergehenden Beitrag angesprochene Hintergrundrauschen optisch darstellen soll.

Das letzte Kapitel ist nicht Bestandteil der Urfassung und wurde erst später von Gaiman und McKeen nachverfasst.
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Alt 03.03.2010, 16:36   #927  
michidiers
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Sandman - Traumjäger

Neil Gaiman / Yoshitaka Amano

Inhalt: Eine Füchsin und ein Dachs schließen eine Wette ab. Wer es von den beiden schafft, einen Mönch aus seinem Bergkloster zu vertreiben, kann dessen Tempel als künftigen Bau beziehen. Doch es kommt anders als erwartet, die Füchsin verliebt sich in den Mönch. Als sie erfährt, dass im entfernten Kobe ein Zauberer dem Mönch nach dem Leben trachtet, bittet sie den Sandman um Hilfe. Doch die Hilfe hat einen verhängnisvollen Preis…

Die vorliegende Story ist nicht als Comic im üblichen Sinne veröffentlicht worden. Es ist im Grunde genommen eine Prosaerzählung mit großflächigen Bildtafeln. Die erzählerische Nähe zu den uns aus der Kindheit bekannten Märchen kommt wohl dabei nicht von ungefähr. Neil Gaimann hat das Wesen des Sandmans geschickt in die ostasiatische Märchenwelt eingeflechtet und damit einen schönen Stilmix aus moderner Fantasy, Gebrüder Grimm und traditionellem japanischem Märchengut geschaffen.

Gaiman benutzt dabei einen sehr blumigen, rhythmischen und hintergründigen Ausdruck und schafft dadurch gleichzeitig eine annähernd impressionistische Atmosphäre der Ruhe und Tiefe, man fühlt sich schon fast geborgen bei der Lektüre. Man mag beinahe denken, dass Gaimann eine Methapher für das Streben nach Glück und Geborgenheit in dieser tiefsinnigen Erzählung schaffen wollte. Die anschaulich für jede Szene eingefügte Bildtafel weisen verschiedenen Zeichen- und Malstile auf und sind der jeweiligen Situation hervorragend angepasst worden. Dabei kann man jedes Bild für sich allein fast schon als eigenes Kunstwerk betrachten.

Alles in allem eine traumhafte neue Erfahrung in Sachen Comic, Erzählung und Zeichenkunst. Ich bin einmal gespannt, ob die bald als reines Comic erscheinende Veröffentlichung dieser Geschichte, ähnlich auf mich wirken kann.
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Alt 04.03.2010, 11:35   #928  
michidiers
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Heft-Nr.: 140
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/01
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) Web of Spider-Man #17
2) The Amazing Spider-Man (I) #279
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Das Magma-Konzept
2) Die Wilden kommen!
Original-Storytitel:
1) Missing in Action: The Magma solution
2) Missing in Action: Savage is the Sable!
Zeichnungen:
1) Marc Silvestri
2) Rick Leonardi
Text:
1) David Michelinie
2) Tom DeFalco
Autor:
Coverzeichner: Coversignatur = „SCHOLZ“
Ursprüngl. Coverpreis:3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Magazin #139: „Magma“ stellt sich als recht unangenehmer Brocken heraus und unsere Spinne schafft es nur unter Aufbietung der letzten Kräfte, ihn zu besiegen sowie seine gefangene Kollegin Joy Mercado und den kleinen Seth Hanks mit seiner Mutter zu befreien. Dummerweise löst ein letzter Schuss vom geschlagenen Magma einen unterirdischen Vulkan aus, dessen Wucht die Spinne nicht entkommen kann. Joy Mercado und die eingetroffenen Rettungskräfte machen sich Sorgen. Peter gilt als vermisst. Nur ein zerfetztes Spinnekostüm im Lavagestein könnte eine Spur sein…
2) Die schöne und gefährliche Silver Sable ist in New York. Sie ist im Auftrage einer Regierung auf der Jagd nach dem internationalen Terroristen Jack´o´Latern. Um der mächtigen Terrororganisation beizukommen, wirbt sie in den Medien öffentlich um Spinne als ihr Partner. Doch die meldet sich nicht, Silver Sable muss daher einen Alleingang wagen. Neben der schönen Silver Sable suchen auch noch andere unseren Helden aus ganz anderen Gründen: Mary Jane, Flash Thomson, J.J.Jameson. Doch niemand ahnt von Peters schrecklichem Schicksal, er gilt seit dem Vulkanausbruch in den Appalachen als vermisst.
Bemerkungen:
1) Man sollte sich nicht über die zwei völlig identische Comicseiten an beiden Storyabschlüssen wundern. Beide Abenteuer (US Web of Spider Man 17 und ASM 279) erschienen parallel. Sie wurden so konzipiert, dass beide Handlungen zeitgleich verlaufen und zum Ende auf eine gemeinsame Abschlussseite hinauslaufen. Gute Idee, finde ich!
2) Weniger gut ist diesmal das Impressum, dieses verkündet als Quelle WoSm 16 und ASM 278!
3) Auch die Übersetzung hat geschlafen: Der gerettete Junge wird mit dem Vornamen „Hank“ bezeichnet, obwohl dieser Seth „Hanks“ heisst.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. Werbung, Impressum, redaktionelle Einleitung, Leserbriefe - 1 Seite
2. Eigenwerbung für Die Spinne Jubiläums Sonderheft 1 + 2 , 1 Seite
3. Rückseite: Werbung für Taschenbuch Masters of the Universe # 1
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch: http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46122
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Alt 05.03.2010, 15:25   #929  
michidiers
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Ich habe einmal wieder tief in meine Comickiste gegriffen:

US AVENGERS #161



"Beware the Ant-Man"

Nach einem Erschöpfungsanfall erwacht Dr. Pym (Giant-Man, Goliath, Yellowjacket) ohne Erinnerung an die Geschehnisse der letzten Jahre. Er wähnt sich als der Ant-Man aus den Rächerheften der ersten Stunde. Als er mit seiner Ameisenschar das Rächerquatier aufsucht, trifft er dort auf die ihm daher unbekannten Vision, Cap, Scarlet Witch, Wonder-Man und Beast. In der Vermutung, dies seien Feinde der Rächer, greift er sie gemeinsam mit seiner Ameisenarmee an und kann erst von der Wasp gestoppt werden. Mit Hilfe der Anwendung eines so genannten „subliminal recall-inducer“ erhoffen sich die Rächer, die Erinnerung Pyms zurückzuholen.
Kaum ist die Bedrohung abgewendet, steht neuer Ärger ins Haus. Ultron möchte die ultimative Entscheidung gegen die Rächer erzwingen. Er macht sämtliche Rächer „platt“ und entführt Ant-Man. Das Hauptquuartier leigt abermals in Trümmern…

FAZIT:
Hmmm, komisch: Die Feinde der Rächer kehren nach belieben im HQ der Rächer ein und aus und hinterlassen dort stets Trümmerlandschaften. In der New Yorker Metro von Harlem ist es Nachts offenbar sicherer, als in dem hoch gesicherten Hauptquartier der Rächer…

Allerdings gibt es schöne Zeichnungen zu bewundern und die fabelhaft hübsche Wasp ist ja immer ein längeren Blick wert!

und:

Williams Horror # 108



mit dem Kurzgeschichten:
- Todeskampf,
- Peng! Sie sind Tod Dr. Fargo!
- Der Kutscher

Gerade die letzte 18-seitige Story „Der Kutscher“, gezeichnet von Alfred P. Alcala ist wieder einmal ein gutes Beispiel für die unheilvolle Atmosphäre, die diese Geschichten immer wieder auszeichnen.

Die in Neil Gaimans „Sandman“ Reihe ebenfalls auftretenden Brüder Kain und Abel, sowie die drei Hexenschwestern Mildet, Mordret und Cynthia treten hier stets als Erzähler der Kurzgeschichten zu Beginn einer jeden Story auf.
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Alt 08.03.2010, 11:14   #930  
michidiers
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Heft-Nr.: 141
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/02
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) Web of Spider-Man #18
2) The Amazing Spider-Man (I) #280
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Wieder daheim !
2) Das Sinister-Syndikat
Original-Storytitel:
1) Missing in Action: The longest road!
2) The Synister Syndicate!
Zeichnungen:
1) Marc Silvestri
2) Brett Breeding, Ron Frenz
Text:
1) David Michelinie
2) Tom DeFalco
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus Spinne Magazin #140: Sehnsüchtig wartet Mary Jane auf Peter, bis endlich eines Tages ihr vermisster Peter Parker mit zerrissener und verdreckter Kleidung vor der Tür steht. Nach einer Dusche und einer Tasse Tee erzählt er MJ die Geschichte seiner Rettung und seines Rückweges aus den Appalachen nach New York. Demnach kam es noch zu einem hässlichen Zwischenfall in einer U-Bahnstation. Peter wurde auf dem Bahnsteig wartend von einem Unbekannten auf die Gleise geschubst und überlebte knapp das Attentat. Neben der hinterlistigen Tat wurmt ihn besonders, dass sein Spinnensinn ihn nicht gewarnt hat! War der unbekannte Täter gar ein Freund?
2) Silver Sable ist weiterhin Jack o´Latern auf den Fersen und kann die Spinne, die die in Aussicht gestellte Belohnung für Flash Thompsons Verteidigung benötigt, für sich gewinnen. Aber statt auf den Halloween-Ganoven mit dem Kürbiskopf treffen sie auf das schlagkräftige Sinister Syndikat, bestehend aus Rhino, Beetle, Boomerang, Speed Demon, Hydro. Jack ó Latern hat derzeit Wichtigeres zu tun. Er versucht bei den beiden konkurrierenden Unterweltbossen „Die Rose“ und dem „KingPin“ anzuheuern und hat daher das Syndikat gegen die beiden Helden engagiert. Das wiederum ruft den Gnom als Partner der Rose auf den Plan, denn der fürchtet einen Machtverlust. Als der Gnom in seiner gutbürgerlichen Fassade, die dem Leser noch immer vorenthalten wird, auf der Straße zufällig Mary Jane trifft, erkennen wir Leser verdutzt: Die beiden kennen sich verdammt gut! Derweil fetzen sich Spinne und Silver Sable weiter mit dem Sinister Syndikat, wobei der gesamte Jahrmarkt von Coney Island in arge Mitleidenschaft gezogen wird. Diese brutale Szenerie hat indes einen interessierten heimlichen Beobachter bekommen: Der Sandman, ein alter Feind der Spinne….
Bemerkungen:
1) So langsam aber sicher lüftet sich das wohl bis dahin am längsten von Marvel gehütete Geheimnis: Die Identität des Gnoms (Hobgolin). Ich habe einen starken Verdacht, wer dahinter steckt. Aber wer weis, stets wird dessen Konterfei verdeckt oder schattiert gezeigt, so dass ich nicht ganz sicher bin. Ich bin weiter gespannt.
2) Eine aus den Anfangstagen des Verlages längst vergessen geglaubte Unsitte ist wieder aufgetreten. Am unteren Heftrand ist seit einigen Ausgaben wieder Eigenwerbung in fetten blauen und rosa Lettern auf jeder Comicseite abgedruckt.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. redaktionelle Einleitung, Impressum, Werbung – 1 Seite
2. Minimarkt, US-News – 1 Seite
3. Eigenwerbung für das Comic-Taschenbuch Masters of the Universe 1 - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch: http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46123
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Alt 09.03.2010, 16:35   #931  
michidiers
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Neal Adams Collection 4 - Panini



Mit dem Sammelband Nummer 4 schließt Panini nun die Neal Adams Batman Collection ab. Die in diesem Band veröffentlichten Storys sind aus den US Ausgaben Batman 243-245, 251, 255 und Power Records 27 und 30 aus den Jahren 1972 bis 1974, für die sich Neal Adams als Zeichner verantwortlich zeigt. Adams hatte zu dieser Zeit schon längst eine Ausnahmestellung als Zeichner erreicht und war auch über das Medium Comic hinaus bereits anerkannt. Wie kein anderer zuvor hatte er bis dahin in diesem Genre den Dunklen Ritter mit seinem einzigartigen Zeichenstil fast schon zu einer Ikone gemacht und damit nachfolgende Generationen von Zeichnern beeinflusst. Bis heute wird sein Stil kopiert.

Diese Geschichten zeigen die Arbeiten des gereiften Künstlers Neal Adams. Sein einzigartiger Stil, die Perspektiven und die Dynamik der Bewegungen sind nach meiner Auffassung hier auf dem Gipfel seines Schaffens und gehen in ihrer Qualität noch über die Arbeiten aus den vorhergehenden Bänden 1-3 der Reihe hinaus.

Die Beantwortung der Frage, warum gerade seine zeichenhandwerklichen Fähigkeiten so kompatibel für die Figur Batmans sind, wird sich rationellen Überlegungen sicherlich entziehen. In den interessanten Vorwörtern kann diese dort ebenfalls aufgeworfene Frage nicht einmal der Meister persönlich richtig beantworten. Aber wem sich von uns Lesern die unverwechselbaren Manierismen von Neal Adams einmal in das Gehirn eingebrannt haben, der wird sie wohl Zeit seines Lebens nicht mehr vergessen. So ist eine Story aus dem vorliegenden Band (Wolfsmond/Moon of the Wolf vom März 1974) mein erster, allerdings in die Hose gegangener, Kontakt mit Superhelden. Diese Story ist erstmals im August 1974 im Ehapa Verlag in dem dort erscheinenden Magazin Superman/Batman veröffentlicht worden. Ich habe aufgrund des so fantastischen Covers damals als 8-jähriges Kind meiner Großmutter solange am Zeitungskiosk in den Ohren gelegen, bis sie mir das Heft entgegen den Warnungen des Verkäufers kaufte. Der Verkäufer wusste wohl schon, welche unheimlich-düster gezeichnete Story von Neal Adams darin enthalten war. Nachdem ich es dann in der Wohnung meiner Oma durchgeblättert habe, bekam ich um den mit einem übermächtigen Werwolf kämpfenden Batman dermaßen viel Angst, dass ich zu weinen begann und meine Oma das Heft dann gegen ein Fix&Foxi umtauschen musste. Ich bin jetzt 43 Jahre alt und lange sind meine Gehversuche in der Welt der Superhelden her, aber die düsteren Bilder dieser so unheimlichen Story habe ich bis heute im Kopf behalten.

Damit diese Storys wohl auch ein jüngeres Lesepublikum besser ansprechen, wurden die Bilder eigens für diese Ausgabe von Neal Adams persönlich neu coloriert und entsprechen damit auch optisch den Anforderungen modernerer Geschmäcker. Für die älteren Puristen unter uns könnte dies vielleicht als eine Respektlosigkeit von Adams vor seinem eigenen Werk aufgefasst werden. Aber tatsächlich gestört hat es mich nicht unbedingt.

Alles in allem ist mit der Neal Adams Collection sicherlich für viele ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. Und wer von uns etwa eine Ahnung hat, wie schlecht sich hier neu aufgelegtes klassisches Material verkauft, kann sich in etwa ausdenken, welch ein Risiko Panini mit der Veröffentlichung dieser Reihe eingegangen ist. Dass diese nun vollständig abgeschlossen werden konnte, zeigt mir aber auch, dass diese Collection eine herausragende Stellung bei der Veröffentlichung von klassischem Material hat. Daher kann dieser Band neben Nostalgikern auch denjenigen unter uns empfohlen werden, die zeitlose gute (Comic)-Kunst lieben und auch bereit sind, über den einen oder anderen der Zeit geschuldetem erzählerischen Mangel hinwegsehen zu können.

„Braves Hündchen und ein ganzer Kerl dank Chappi!“: Der Werwolf bereitet Batsy in der Ausgabe ziemlich Kopfschmerzen und mir als 8-jähriger Steppke dicke Kullertränen:

Welcher 8-jährige Junge des Jahres 1974, der bis dahin nur die „Rappelkiste“ und den „Kli-Kla-Klawitterbus“ kannte, wird von solch einem Cover beim Kiosk nicht angefixt? Auch wenn der Erstversuch gründlich in die Hosen ging, der Grundstein für eine bis heute anhaltende Liebe zu Comics und Neal Adams Werk wird hier wohl gelegt worden sein.

Geändert von michidiers (11.03.2010 um 07:55 Uhr)
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2010, 16:42   #932  
Armin Kranz
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Cooles Outing, michidiers

es macht immer noch Spaß in deiner Rubrik zu lesen, vorallem deine "spinnenlosen" Beiträge


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Grüße aus der Bibliothek
Armin Kranz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2010, 19:21   #933  
user06
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ich finde michidiers Berichte über Die Condor Spinne mittlerweile auch besser, als die Hefte selbst ...
Das Superman/Batman Cover zeigt mir mal wieder auf, warum ich diese Hefte - im Gegensatz zu den Condor Sachen - immer noch richtig klasse finde !
user06 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2010, 21:15   #934  
Red.Rose
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Zitat:
Zitat von Eymen Beitrag anzeigen
ich finde michidiers Berichte über Die Condor Spinne mittlerweile auch besser, als die Hefte selbst ...
Die Hefte selbst kenne ich zwar nicht. Aber Michdiers Berichte trösten mich darüber hinweg, dass ich sie wohl nie zu Gesicht bekommen werde.
Red.Rose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2010, 11:43   #935  
thetifcat
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Zitat:
Zitat von Eymen Beitrag anzeigen
ich finde michidiers Berichte über Die Condor Spinne mittlerweile auch besser, als die Hefte selbst ...
Das Superman/Batman Cover zeigt mir mal wieder auf, warum ich diese Hefte - im Gegensatz zu den Condor Sachen - immer noch richtig klasse finde !
Fairerweise müsstest Du aber dieses Cover mit einem Williams Cover aus 1974 vergleichen
thetifcat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2010, 12:26   #936  
michidiers
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Ja, danke Euch für die Rückmeldungen. Das zeigt mir immer, dass ich hier kein Alleinunterhalter bin und motivert zu weiteren Beiträgen.

Die Spinne Condor - Beiträge sind tatsächlich zu einer Pflicht geworden, die anderen Beiträge hingegen sind inzwischen die Kür.
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2010, 12:32   #937  
Hinnerk
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Jeden Tag eine Spinne und du bist am 6. Juni durch!
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Alt 10.03.2010, 18:22   #938  
Anton
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Zitat:
Zitat von michidiers
..., dass ich hier kein Alleinunterhalter bin und motivert zu weiteren Beiträgen.
... die anderen Beiträge hingegen sind inzwischen die Kür.
Also, erst 'mal danke!

Danke für viel Kurzweil beim Lesen Deiner Beiträge. Ich habe die vergangenen Tage alle Deine Beiträge von Anfang an durchgearbeitet. Ich halte von DC und Marvel eigentlich nicht so viel, kann mit den von diesen Gesellschaften publizierte Geschichten auch fast nichts anfangen.

Doch hast Du auch einige zusätzliche Hefte vorgestellt. Die Vorstellung dieser Geschichten hat mich hingegen sehr stark begeistert. Und deshalb kann ich nur sagen, hoffentlich findest Du noch recht viele Ausgaben, die es sich vorzustellen lohnt. Ich danke schon einmal im Voraus.

Anton.
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Alt 10.03.2010, 22:03   #939  
Peter L. Opmann
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Zitat:
Zitat von Anton Beitrag anzeigen
Ich halte von DC und Marvel eigentlich nicht so viel, kann mit den von diesen Gesellschaften publizierte Geschichten auch fast nichts anfangen.
Wie oben schon anklang: Man sollte als Einstieg in die Superhelden-Welt vielleicht nicht unbedingt die Condor-Hefte wählen. Da gibt es Besseres - bessere US-Originale und bessere deutsche Bearbeitungen.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2010, 22:56   #940  
Detlef Lorenz
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Ich schaue hier immer wieder voller Begeisterung herein...und bewundere Deinen Fleiß und Deine Ausdauer

Es ist schon sehr geschickt, zwischendurch andere Comics vorzustellen. Das lockert für uns Leser die Beiträge ungemein auf, bringt Abwechslung und für Dich sicherlich das Durchbrechen der "Monotonie" zur Besprechung einer einzigen Serie - weiter so, bitte
Detlef Lorenz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2010, 06:35   #941  
Red.Rose
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Ja, genau und ich hole mir dabei noch Tipps, was es sonst noch so gibt, damit ich nicht mehr nur so fixiert auf meinen Daredevil bin.
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Alt 11.03.2010, 07:22   #942  
jakubkurtzberg
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Zitat:
Zitat von Red.Rose Beitrag anzeigen
Ja, genau und ich hole mir dabei noch Tipps, was es sonst noch so gibt, damit ich nicht mehr nur so fixiert auf meinen Daredevil bin.
Auf Ben Affleck fahrt ihr doch alle ab, gib's zu!
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Alt 11.03.2010, 12:29   #943  
michidiers
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Mensch, bei so viel Unterstützung kann ich ja gar nicht anders, als hochmotiviert mit durch die letzten 119 Spinneausgaben durchzubeißen:

Heft-Nr.: 142
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/03
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #281
2) Captain America (I) #302
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Kampf der Titanen
2) Ein Fremder unter Freunden
Original-Storytitel:
1) When warriors clash --!
2) ...And other strangers!
Zeichnungen:
1) Brett Breeding, Ron Frenz
2) Paul Neary
Text:
1) Tom DeFalco
2) Michael Carlin
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) Fortsetzung aus #140: Silver Sable und Die Spinne bekommen bei dem Kampf gegen das Sinister Syndikat unerwartete Unterstützung. Mit Hilfe des Sandmans, inzwischen auf dem Pfade der Tugend wandelnd, kann das Syndikat in die Flucht geschlagen werden. Silver Sable ist dermaßen vom Sandman begeistert, dass sie der Spinne den Laufpass gibt und ihn als Söldner anheuert. Derweil befreit Jack´o´Latern den vermeintlichen Gnom, Flash Thompson, gewaltsam aus dem Knast. Das wiederum ruft den echten Gnom auf den Plan, der seinen „Doppelgänger“ lieber im Knast sieht. Bei dem auch hier unvermeintlichem Kampf sich kann sich Thomson unerkannt verdünnisieren und irrt durch NY. Katzengejammer gibt es bei der Spinne: Nach ihrer Entlassung aus dem Söldnerdienst bei Silver Sable fehlt ihr das Geld, um für Flash Thompson die Anwaltskosten zu zahlen.
2) Captain Amerika und sein Partner „Nomad“ bekommen es mit drei Söldnern zu tun: „Machete, Zaran und Batroc“ haben es auf Caps unverwüstlichen Schild abgesehen. Der Schild soll offensichtlich für eine Revolution in einer südamerikanischen Bananenrepublik eine wichtige Rolle spielen. Caps Schild ist nach einer wilden Rauferei erst einmal futsch und in der Gewalt der Revolutionäre: „Viva la revolution!“
Bemerkungen:
Es gibt ordentlich was auf die Fresse in beiden Storys. Die Durchsetzung des Willens mit Gewalt zieht sich wie ein Roter Faden durch das gesamte Heft. Die Story als solche bleibt da vollends auf der Strecke.
Bei der der Colorierung von Cap hat jemand furchtbar geschlafen: Die Ärmel von Caps Kostüm sind abwechselnd mal blau oder mal weiß gefärbt, alternativ trägt er sogar Kurzarm, die Ärmel sind dann in hautfarben.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. redaktionelle Einleitung, Impressum, Leserbriefe – 1 Seite
2. Minimarkt, Werbung, Minirätsel – 1 Seite
3. Eigenwerbung für das Comic-Taschenbuch Masters of the Universe 1 - Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung
2) Erstveröffentlichung
Siehe auch:
michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2010, 14:39   #944  
Red.Rose
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Zitat:
Zitat von jakubkurtzberg Beitrag anzeigen
Auf Ben Affleck fahrt ihr doch alle ab, gib's zu!
Hab noch nie was Anderes behauptet
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Alt 14.03.2010, 11:30   #945  
michidiers
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Beiträge: 2.413
Heft-Nr.: 143
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/04
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #282
2) Captain America (I) #303
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Der Factor X
2) Ein doppelter Verlierer
Original-Storytitel:
1) The fury of X-Factor!
2) Double dare!
Zeichnungen:
1) Rick Leonardi
2) Paul Neary
Text:
1) Tom DeFalco
2) Michael Carlin
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) J.J.Jameson hat Fieses im Schilde. Er verleumdet die Spinne unrechtmäßig als Mutant und hetzt ihr die Mutantengruppe X-Faktor (siehe Bemerkungen) auf den Hals. Diese merken den Schwindel jedoch bei dem obligatorischen Kampf mit der Spinne sehr schnell und widmen sich nach einer netten Verabschiedung von Spidey wieder wichtigeren Dingen. Derweil arbeitet man in Peters Umfeld weiter am Beweis, dass Flash Thompson nicht der Gnom ist. Der Bugle-Chefredakteur Robertson besitzt entlastende Fotos und übergibt sie Flashs Anwältin Ms. Banks.
2) Fortsetzung aus Magazin #142: Cap hadert um seinen verlustig gegangenen Schild. Auf der Suche danach trifft er wieder auf das Gangstertrio um Machete, Zaran und Batroc. Dabei kann er Batroc unter der „Zuführung von schmerzhafter Gewalt“ den Aufenthaltsort des Schildes entlocken. Sie haben sein bestes Stück an die Einrichtung „Stane International“ verramscht, die damit eine neue undurchdringbare Rüstung schaffen wollen.
Bemerkungen:
1) Nach Angaben der Redaktion im Vorwort wahrt X-Factor in der Öffentlichkeit den Eindruck einer brutalen Bande von Kopfgeldjägern. Gegen Honorar macht sie offiziell Jagd auf Mutanten. Jedoch machen Sie dies nicht um sie dann zu eliminieren, sondern um sie zu trainieren und auf ein Leben unter normalen Menschen vorzubereiten. Das ist übrigens der Erstauftritt dieser Gruppe in Deutschland.
2) Wenig Weisheit beweist die Redaktion bei der Beantwortung der Leserbriefe. Ein Leser fragt nach den Kräften von Captain America. Dies beantwortet die Radaktion, dass seine Kräfte nur von ihm antrainiert seien und er keine Superkräfte besitzt. Ferner habe er einen Schild aus „Vibranium“, aus dem auch die Klauen von Wolverine seien. Na, denn mal Prost!
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. redaktionelle Einleitung, Impressum, Leserbriefe – 1 Seite
2. Abowerbung, Leserbrief – 1 Seite
3. Eigenwerbung für die Zweitauflage, in diesem Fall Das Spinne Magazin 2 als Zweitauflage- Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch:
http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46125
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Alt 15.03.2010, 12:56   #946  
michidiers
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Fables 5

Aufmarsch der Holzsoldaten

Vor vielen Jahren sind Schneewittchen, Rosenrot, Dornröschen, der böse Wolf und Co. von einer übermächtigen Armee, bekannt als „der Feind“, aus dem Märchenreich vertrieben worden. Schon seit vielen Jahrhunderten leben die Fables nun unerkannt unter uns Menschen und haben sich in einem New Yorker Häuserblock und auf einer abgelegenen Farm eingerichtet, immer mit dem Gedanken an eine Rückkehr in ihre alte Heimat.

In diesem 5. Band entpuppt sich der Traum vom Kontakt zu der alten Märchenheimat anders als geplant. Der Feind scheint durch eine Öffnung zwischen diesen Dimensionen auf unsere Erde gelangt zu sein und plant einen Angriff auf die Fables. Und dazu haben die „Feinde“ tief in die Zauberkiste gegriffen. Kein geringerer als Meister Gepetto persönlich wurde vom Feind gezwungen, eine ganze Armee von Holzsoldaten zu bauen, die mittels Magie auf die Fables losgelassen werden soll.

Die Fables rüsten sich zu Schlacht, und das passiert alles noch mitten im Wahlkampf um die neue Bürgermeisterschaft in Fabletown. Und sowieso: König Drosselbart, Cinderella, Pinocchio und Co. haben eh jede Menge eigener Probleme, mit denen sie sich herumzuschlagen haben.

Ein weiterer kleiner Geniestreich vom Erfolgsteam Bill Willingham (Autor) und Marc Buckingham (Zeichner) ist auch dieser dicke Band, der die US-Ausgaben 22-27 zum Inhalt hat. Beide Künstler produzieren dabei puren Lesespaß mit spannenden Storys um die uns schon aus den Kindheitstagen so lieb gewordenen Geschöpfe der Gebrüder Grimm, Anderson und Co.

Und das ist sicher auch ein Grund für den Erfolg. Alle Figuren sind einem lange seit Jahren vertraut aus Märchenbüchern oder Disneyfilmen. Und ebenso vertraut ist uns dabei die Welt, in der alles spielt: unsere Erde, unter uns Menschen. Man mag sich dabei oftmals bei der Lektüre die Frage gestellt haben, wie es wohl wäre, wenn die Figuren tatsächlich unter uns leben würden? Ein interessanter Punkt für eigene Gedankenspaziergänge, wenn der Band zugeklappt ist.

Dabei muss Willingham bei seinen Storys nicht einmal das Rad neu erfinden. Die Grundgeschichten hat in dieser oder jener Form jeder von uns schon mehrfach gelesen. Sie handeln wie alle anderen auch von Böse gegen Gut, Liebe und Eifersucht usw. Es kommt hier darauf an, in welchem Umfeld und mit welchen Personen diese Storys geschrieben worden sind. Und das klappt mit den Märchenfiguren in New York ausgezeichnet, zumindest bislang. Es gibt noch genug bekannten Stoff zu erzählen, bis es langweilig wird und wer sich einmal die doppelseitigen „Wimmelbilder“ vom Buckingham verguckt hat, wird sowieso nicht mehr so schnell von der Serie wegkommen.
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Alt 17.03.2010, 10:40   #947  
michidiers
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Heft-Nr.: 144
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/05
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #283
2) Captain America (I) #304
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Nur Feiglinge geben sich geschlagen!
2) Verdeckte Ermittlungen
Original-Storytitel:
1) With foes like these...
2) Undercover of the night
Zeichnungen:
1) Ron Frenz
2) Paul Neary
Text:
1) Tom DeFalco
2) Michael Carlin
Ursprüngl. Coverpreis: 3,00 DM
Inhalt:
1) In dieser Ausgabe bekommt es unser Freund mit dem Schurkenpärchen Crusher (Absorber) und Titania zu tun. Die schmuggeln heimlich einen noch unbekannten Schurken in die USA, der für die Spinne bald zu einem Problem werden könnte. Probleme hingegen auch weiter bei Flash, der sich noch immer in NY versteckt hält und keine Möglichkeiten sieht, seine Unschuld zu beweisen.
2) Fortsetzung aus #143: Mit Hilfe von Nick Fury und seinem Partner Nomad gelingt es Captain Amerika endlich, bei dem Rüstungsunternehmen Stane International einzudringen und nach einigen Handgemengen seinen Schild wieder an sich zu nehmen. Cap ist entzückt: „Sein Schatz , der Ring, …äh … Schild ist wieder beim rechtmäßigen Träger und für gute Taten bereit.
Bemerkungen:
Weiter bleibt es spannend in der „Gnom-Saga“. Viele Fragen stellen sich: Warum ist Polizeicaptain Keating so darauf versessen, Flash wieder einzufangen? Warum ist Need Leeds so gereizt, wenn Flash zur Sprace kommt und warum ist Lance Bannon darüber so vergnügt? Interessant ist dabei, dass sich seit etwa 30 Ausgaben die Suche nach der Identität des Gnomes wie ein Roter Faden durch die Ausgaben zieht. Sei es als Haupthandlung oder auch als Nebenhandlung, wie in dieser Ausgabe. Dieser Strang wird nie aus den Augen verloren.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. redaktionelle Einleitung, Impressum, Leserbrief, Werbung– 1 Seite
2. Abowerbung, Minimarkt– 1 Seite
3. Eigenwerbung für die Zweitauflage, in diesem Fall Das Spinne Magazin 2 als Zweitauflage- Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
Siehe auch:
http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=46126
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Alt 21.03.2010, 19:14   #948  
michidiers
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Heft-Nr.: 145
Hefttext: Die Spinne Magazin
Cover:

Seiten:48
Erscheinungstermin: 1987/06
Verlag: Condor
Originalausgabe:
1) The Amazing Spider-Man (I) #284
2) Iron Man (I) #130
3) Iron Man (I) #131
Herkunftsland: USA
Story-Titel:
1) Der Bandenkrieg beginnt
2) Computertechnik gegen Magie...
3) Monster sind auch nur Menschen...
Original-Storytitel:
1) Gang War 1/5: ...And who shall stand against them...?
2) The digital devil!
3) Hulk is where the heart is!
Zeichnungen:
1) Brett Breeding, Ron Frenz
2) Bob Layton
3) Jerry Bingham
Text:
1) Tom DeFalco, James Christopher Owsley
2) Bob Layton, David Michelinie
3) Bob Layton, David Michelinie
Ursprüngl. Coverpreis:
Inhalt:
1) Nach dem Verschwinden des KingPins nach einem Kampf mit dem Daredevil ist in der New Yorker Unterwelt ein Machtvakuum eingetreten. Im erbitterter Krieg um die Nachfolge liegen sich gegenüber:
- Silbermähne (noch immer auf seinen Androidenkörper angewiesen) und seine Bande,
- Die Rose und der Gnom mit Bande,
- KingPins ehemaliger Consigliere, der „Arrangeur“ und Jack´o ´Latern mit Bande,
- Hammerkopf mit Bande,
- eine weitere Bande namens „Die Blue Boys“.
Ferner sind auch der dubiose Polizeicaptain Keating und Mary Janes Modelagenturchef Roderick Kingsley involviert. Wie immer ist die Spinne mittendrin. Und noch einer betritt das Spielfeld: Der Punisher!
2) In der Stark Int. Niederlassung in Hong Kong kommen sechs Mitarbeiter der Computerabteilung ums Leben. Schnell stellt Iron Man fest, dass hier okkulte Mächte im Spiel sind. Der „Allesverschlinger“, ein alter Dämon der Vorzeit ist für die Morde verantwortlich. Über den Strark-Computer gelingt dem Geist der Zutritt in unsere Welt. Die attraktive Mitarbeiterin Soo Lin Chu und Großvater, ein alter Priester, scheinen der Schlüssel für die Lösung dieser mystischen Plage zu sein. Mit deren Hilfe kann das Wesen dahin zurückgedrängt werden, wo es eigentlich auch nicht so richtig hingehört: Die Festplatte des Computers wird die unbequeme Heimat des Dämons für die nächste Zeit bleiben.
3) Der Hulk sorgt mitten in der Rushhour für einen handfesten Stau auf dem Long Island Expressway, weil er sich seelenruhig an der Ladung eines Obstlasters bedient. Einer der genervten Autofahrer ist Tony Stark. Der will als Iron Man das Verkehrsproblem auf seine Art lösen…
Bemerkungen:
1) Es wird spannend! Die Figuren auf dem Schachbrett von New York sind aufgestellt und die Bauern und Läufer machen ihre ersten Züge. Fast wie eine kleine literarische Exposition werden die Figuren kurz dargestellt und eingeführt. Meine Erwartung ist groß, nicht nur um den Kampf um des Kingpins Nachfolge, sondern auch um die Identität des Gnoms und Der Rose, die offenbar kurz vor der Enthüllung steht. Am Schluss sorgt der Autor Tom deFalco sogar noch für eine gehörige Prise Salz in der Suppe, als er auf der letzten Seite den Punisher auftreten lässt.
2) Zu gefallen weis auch die Geschichte 2 aus US-Iron Man #130. Was der Zeichner Bob Layton da an kuriosen Monstern und Gestalten aus den Tiefen der Hölle hervorzaubert, ist schon erstaunlich und zeugt von einer ausgezeichneten Vorstellungskraft.
Mit folgenden redaktionellen Beiträgen:
1. redaktionelle Einleitung, Impressum, Minimarkt, Werbung– 1 Seite
2. Abowerbung, Minimarkt– 1 Seite
3. Eigenwerbung für die Zweitauflage, in diesem Fall Das Spinne Magazin 2 als Zweitauflage- Rückseite
Auch erschienen in (interne Links):
1) – 3) Erstveröffentlichung in Deutschland
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Alt 24.03.2010, 10:27   #949  
michidiers
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MAUS

von Art Spiegelman

Inhalt (aus dem Vorwort): „Maus“ änderte über Nacht die Geschichte des Comics, aus Kult wurde Kunst. Erzählt wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens/New York schildert er in den 70er Jahren seinem Sohn und Autor/Zeichner Art Spielgelman die Vorkommnisse der Jahre 1935 – 1946: Polen, Ausschwitz, Dachau, Stockholm und New York. Er erzählt von seiner Rettung und dem Fluch, ein Überlebender des Holocaust zu sein.

Art Spiegelman hat die gesamte Geschichte seines Vaters aufgezeichnet und auf fast 300 Comicseiten festgehalten. Die Figuren werden dabei nicht als Menschen dargestellt, sondern als Tiere. Besser gesagt: Menschlichen Körpern wurden tierische Köpfe verpasst. So wird der Kopf der Juden als Maus dargestellt, die deutschen haben Katzenköpfe, die Polen Schweineköpfe, die Amerikaner Hundeköpfe usw. Das verzerrt die direkte Wahrnehmung des Lesers von Täter und Opfer. Es bietet dafür dem Leser die Möglichkeit zur Typisierung über diese symbolschwangere Darstellung der Charaktere. Im Grunde genommen funktioniert es wie eine Karikatur oder Fabel. Oder ganz einfach ausgedrückt: Wie Micky Maus.

Die zeichnerische Darstellung ist dabei oftmals auf das Nötigste beschränkt. Meist sind auf den Gesichtern der Mäuse nur Augen und Augenbrauen dargestellt, welche die Empfindungen auf einfachste, aber dafür punktgenau darstellen: Angst, Freude, Wut, Empörung, Ratlosigkeit etc. ist formidabel mit nur einfachsten Änderungen der Stiche für die Augen und Augenbrauen dargestellt. Andererseits werden aber auch zur besseren Anschauung Landkarten, Skizzen und Konstruktionszeichnungen vom Lager, Einrichtungen und geheimen Verstecken gezeigt.

So vielschichtig dies schon ist, so ist auch die Erzählung selber komplex. Aufgrund der Tatsache, dass der Vater seinem Sohn die Geschichte erzählt, hat die Handlung immer zwei Ebenen. Die erste ist die Vergangenheit mit den apokalyptischen Erlebnissen Wladeks. Die zweite ist die Gegenwart, in der Wladek seinem Sohn die Geschichte erzählt und die dem Leser die heutigen Auswirkungen dieser Erlebnisse auf Wladek darstellt. Wladek ist durch die Zeiten der dauernden Todesängste, Hungers, Entbehrungen geprägt. Er wurde zu einem Dickkopf, Eigenbrötler, Geizkragen und neurotischen Sammler von Gegenständen, die man irgendwie und irgendwann vielleicht nochmals gebrauchen könnte. Das bringt Wladek einen dauernden Konflikt mit seiner jüdischen Frau Marla und auch mit seinem ebenfalls psychisch kriselnden Sohn Art.

Eine weitere wichtige Rolle ist neben diesen obigen zwei Ebenen auch die Tatsache, dass der Leser im Grunde genommen den Entstehungsprozess des Comics vom Anfang bis zum Ende miterleben kann und von der Arbeit und vom Zusammenleben von Art Spiegelmann und seiner zum Judentum übergetretenen französischen Freundin Francoise erfährt. Also ist hier sogar noch eine Dritte Handlungsebene im Comic versteckt, welche noch über die beiden vorgenannten Ebenen steht.

Oft habe ich mich während der Lektüre gefragt, welche Gedanken Spiegelman wohl hatte, dieses Werk in dieser Form zu schaffen und was er damit beabsichtigte. Vieles erklärte sich dabei auch von selbst, wenn man nur aufmerksam liest. So reden Art und seine Freundin Francoise auf einer Autofahrt miteinander:

Art: „ ..ich wünschte, ich wäre mit meinen Eltern in Ausschwitz gewesen, um wirklich zu wissen, was sie durchgemacht haben. Ich fühle mich dem Versuch nicht gewachsen, eine Wirklichkeit zu rekonstruieren, die schlimmer war, als meine schlimmsten Träume. Und das dann auch noch als Comic Strip!... Es gibt so viel, was ich nicht verstehen oder bebildern kann. Die Wirklichkeit ist zu komplex für Comics. Man muss so viel weglassen oder verdrehen.
Francoise: „Du musst nur ehrlich bleiben, Liebling.“
Art: Verstehst Du, was ich meine? Im wirklichen Leben hättest Du mich nie so lange reden lassen, ohne mich zu unterbrechen!

Wie man sieht, verschwimmen hier die Realität und erzählerische Darstellung auf einzigartige Weise und erklären dabei den Leser auch noch nebenbei, wie der Comic funktioniert und auf den Leser wirken kann. Wer diesen Comic nicht liest, hat selber Schuld und verpasst das nach meiner Auffassung wohl beste Comicwerk, welches bisher geschrieben worden ist. Es lässt niemanden unberührt und lässt bei dem einen oder anderen sicher auch die Sicht der (Comic-)Dinge ändern.

Kommt Zeit, kommt Rat: Vor etwa 15-20 (?) Jahren habe ich Maus bereits einmal gelesen, kurz nachdem es erstmals in Deutschland erschienen ist. Ich versuche schon die ganze Zeit, meine damaligen Gedanken zu diesem Werk nachzuvollziehen. Fakt ist, dass mein damaliges Verständnis für dieses Werk noch nicht das war, welches ich heute dafür habe. Die Wahrnehmung dafür hat sich nach so vielen Jahren, so glaube ich, erheblich verschärft und man liest doch mit ganz anderen Augen, als es früher der Fall gewesen ist.
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Alt 24.03.2010, 14:07   #950  
Eldorado
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Da ist es dann vielleicht passend drauf hinzuweisen,
dass alle die "Maus" noch nicht kennen aktuell gerade die Gelegenheit haben, die Komplettausgabe für den wohl unschlagbaren Preis von nur 4,- Euro bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu bestellen:

http://www.bpb.de/publikationen/8MJY...dige_Maus.html
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