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Alt 07.11.2016, 09:51   #3501  
thetifcat
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"Aber bei dem Preis nehme ich das in der Aufmachung gerne noch mal mit. "

Das habe ich auch. Und für Neueinsteiger sind die natürlich Die Auswahl bei Spinne und FV sehr gut - Für Neueinsteiger.
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Alt 07.11.2016, 10:41   #3502  
jakubkurtzberg
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Mittlerweile sind eben auch die Vorlagen zumindest bei den Farben gut restauriert und den Originalen nachempfunden. Was mich oft stört, sind die dünnen schwarzen Linien. Das Hochglanzpapier ist eben nicht wirklich für Comics geeignet. Das holzhaltige Williams-Papier, aber auch das spätere Glanzpapier haben alles immer schön aufgesaugt und die Linien dadurch automatisch dicker werden lassen. Eben so, wie es aussehen sollte.
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Alt 07.11.2016, 10:57   #3503  
Peter L. Opmann
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Tja - Williams, das gab's nur einmal, das kommt nicht wieder...
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Alt 07.11.2016, 17:05   #3504  
michidiers
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Zack Magazin #209 (11/16)



mit den Fortsetzungscomics:

Sauvage - Der Geist von Chapultepec - 1. Teil
Die Flügel des Herrn Plomb - Dog for Fresco - 3. Teil
Solo - Die Überlebenden des Chaos 3 - 2. Teil
Das Gold der Narren - 2. Teil
Der Krieg der Liebenden - Bauhaus Blau - 4. und letzter Teil

Neu dabei ist der erste Teil des zweiten Albums der Serie „Sauvage“. Zeitlich um 1860 angesiedelt beschreibt die Geschichte anhand des Schicksals des französischen Soldaten Felix Sauvage die Wirren der mexikanischen Revolution. Ganz ok, vor allem ein gutes Artwort, jedoch fehlt mir ein wenig die Dramatik in dieser Serie.

und

US – Avengers #257

„Terminus!“



Von Roger Stern, John Buscema, Tom Palmer

Fortsetzung aus #256: Im mythischen Pangea – dabei handelt es sich um ein an der Antarktis angrenzender Teil des Wildes Landes - können sich die Rächer mit Hilfe von Ka-Zar dem schier unüberwindbaren Terminus entgegenstellen. In einem verzweifelten Kampf wird der riesige Roboter besiegt, wonach er sein Innenleben offenbart: ein hässliches, unförmiges und nun hilfloses Alien. Zum Feiern ist den Rächern allerdings nicht zumute, denn die arktische Kälte erobert den Kampfschauplatz mit einem eisigen Schneesturm. Man verschwindet und lässt das einst in Sachen Welteneroberung so ambitionierte, und nun dem Tode geweihte Alien im Blizzard zurück.
In einem zweiten Handlungsfaden trifft die im Weltall von einer Piratentruppe entführte Captain Marvel auf die Bandenchefin Nebula. Sie legt unserer Heldin nahe, ihrer Halunkengruppe beizutreten.

Erneut ist dem Team um Roger Stern eine hervorragend geschriebene und gezeichnete Geschichte gelungen, in denen Action, Drama uns Soap dicht beieinander liegen.



Die schöne, wie auch verwegene Nebula hat ihren ersten Auftritt im Marveluniversum:



Sogar die Werbung auf der Rückseite für „Young Astronaut Program“ ist ein kleiner „Hingucker“:


Geändert von jakubkurtzberg (10.11.2016 um 19:29 Uhr)
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Alt 07.11.2016, 17:08   #3505  
underduck
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"kleiner Hingucker" ?

Dein letztes "tinypic" ist doch etwas sehr breit geworden ...

Einigen wir uns auf eine Bildbreite von 800 Punkten, dann braucht keiner einen Scrollbalken für die Bilder.
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Alt 10.11.2016, 19:29   #3506  
jakubkurtzberg
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Hab's mal auf 650 px verschmälert.
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Alt 11.11.2016, 08:15   #3507  
jakubkurtzberg
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Marvel Klassiker Avengers Bd. 2
http://dassagtenuff.blogspot.de/2016...gers-bd-2.html

Bin schon gespannt auf den Kree/Skrull-Krieg bei Hachette. Zum dritten Mal dann unter dem Panini-Banner. Nur diesmal nicht als "Rächer", sondern mit Originaltitel. Da muss die Übersetzung angepasst oder neu gemacht werden...
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Alt 11.11.2016, 16:24   #3508  
michidiers
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Zitat:
Hab's mal auf 650 px verschmälert.
OK, danke, dann muss ich das nicht mehr machen und habe Zeit für:

Die Fantastischen Vier (Williams) 40



Erscheinungstermin: 1975/08

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #43
2) Daredevil (I) #15

Story-Titel:
1) Das Ende des Schreckens!
2) Menschen nennen ihn... Ochse 2/3: ?

Original-Storytitel:
1) Lo! There shall be an ending!
2) --And men shall call him... Ox!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) John Romita Sr.

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Fortsetzung aus #39: Nachdem es Reed und Sue gelungen ist, Ben Grimm aus den Händen der Furchtbaren Vier zu befreien, muss jetzt dessen Gehirnwäsche rückgängig gemacht werden. Das erweist sich wegen eines erneuten Angriffs der Schurkentruppe komplizierter als erwünscht, führt aber nach dem Eingreifen der Fackel (sie hatte sich zuvor zum Schein den Furchtbaren Vier angeschlossen) zum finalen Sieg. Ben hat sein gutes altes Gemüt gerade zur rechten Zeit zurückerlangt, naht doch der Hochzeitstermin von Reed und Sue …
2) Fortsetzung aus #39: Doppelte Herausforderung für unseren Dämon: der Geist des hochintelligenten Gauners Dr. Stragg befindet sich nach einer Transplantation im Körper des Ochsen. Das mit weitaus weniger Intelligenz gesegnete Ochsenhirn hingegen steckt nun im schwächlichen Körper Dr. Straggs …

Bemerkungen:
Stan Lee hat mit den Ausgaben #37 - #40 Neuland betreten und einen echten Mehrteiler geschaffen. Naturgemäß wurde die Handlung damit ein wenig gestreckt, was besonders bei den Kämpfen einige Längen brachte. Alles in allem aber ein mit Abstrichen gelungenes Experiment.
Ende gut, alles gut: Die Furchtbaren Vier wandern hinter Gittern. Einzig Medusa gelingt die Flucht.



Auch erschienen in:
1) Hit Comics #2
2) Erstveröffentlichung in Deutschland
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Alt 11.11.2016, 19:08   #3509  
Peter L. Opmann
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Hier inkt Vince Colletta nun so, wie ich es nicht mag. Da er es in den vorhergehenden beiden Ausgaben konnte, scheint Zeitdruck der Grund dafür zu sein. Gesichter sehen in diesem Heft teilweise unförmig aus, ähneln nur wenig den Figuren, für die sie stehen. Der Strich ist alles in allem unelegant und zittrig. In welchem Maß Jack Kirby an der unbefriedigenden Grafik mitschuldig ist, läßt sich schwer sagen. Aber der Inker spielt für die Wirkung der Zeichnungen eine größere Rolle, als man gemeinhin meint. Schaut man sich FV # 41 mit Inker Joe Sinnott an, so liegt der Unterschied offen zutage.

Auch storymäßig kann der Abschluß des ersten echten FV-Dreiteilers nicht überzeugen und den Standard insbesondere der vorherigen Ausgabe nicht halten. Wir sind schon zu nahe an der absehbaren Auflösung des Konflikts: Ding muß wieder „umgepolt“ werden, und dann wird er schon gründlich aufräumen (so etwa kommt es am Ende auch). Die Furchtbaren Vier meinen, auch die menschliche Fackel durch Gehirnwäsche auf ihre Seite gebracht zu haben; das hat aber nicht geklappt. Die Fackel spielt ihnen eine Weile etwas vor, läßt seine Teamkameraden mit Ding im Schlepptau entwischen und wird schließlich enttarnt. Mit einer riesigen Antigrav-Scheibe will der Zauberer Johnny darauf so hoch in die Luft bringen, daß er erstickt – es sei denn, Reed und Sue ergeben sich.

Die beiden Teams, das heißt, die kompletten Furchtbaren Vier auf der einen, Reed und Sue auf der anderen Seite, stehen sich für einige Momente gegenüber, drohen sich gegenseitig, verhandeln. Dann ist der Prozeß, der Ding wieder normal macht, abgeschlossen, und von dem Bett aus, in dem er liegt, greift er in das Kräftemessen ein und schrottet die zentrale Antigrav-Einheit des Zauberers. Jetzt wendet sich das Blatt sehr schnell; die Fackel entflammt und verbrennt dabei die Scheibe, auf der sie hilflos festgehalten wurde. Darauf ist das böse Quartett im Nu besiegt. Nur Medusa kann fliehen – die Fackel kann das nicht verhindern, was noch zu einem kleinen Wortwechsel mit Reed führt. Stan Lee bereitet hier schon ein bißchen das folgende Epos mit den Nichtmenschen (Inhumans) vor, zu denen Medusa ja in Wirklichkeit gehört.

Kurios wirkt, daß die FV nun die Polizei anrufen, die die Furchtbaren Vier einbuchten soll. Der Revierleiter glaubt – verständlicherweise – eher an einen Scherzanruf. Zum Schluss stehen Reed und Sue am Krankenbett von Ding und lassen die Episode mit etwas Smalltalk ausklingen. Dieses Ende ist symptomatisch für die Ausgabe; der Story fehlt es an einem ordentlichen Knalleffekt. Der Höhepunkt, also der Moment, in dem Ding zugunsten der FV eingreift, ist nahezu verschenkt, da hätte ich mir etwas mehr Action gewünscht – übrigens war die erste Gehirnwäsche durch den Zauberer für Ding nicht mit längerer Bettlägerigkeit verbunden (?). Das Cover mit den am Boden liegenden FV inmitten von Maschinentrümmern drückt die Schwäche der Story ebenfalls aus. Diese Szene kommt so im Heft gar nicht vor, und sie ist auch nur wenig aussagekräftig (Schlagzeile: „Siehe… das Ende naht!“, englisch „Lo. There shall be an Ending“).

Naja, schön, es war der erste Dreiteiler. Vielleicht war er gar nicht von Anfang an so geplant. Aber nun wird Stan Lee seinen Erfolgstitel quasi zu einer Endlosserie machen – mit Abenteuern, die zunehmend ineinandergreifen und sich gegenseitig überlagern, mit neuen Nebenfiguren, die immer wieder auftauchen und sich fortwährend weiterentwickeln. Die Serie macht nun einen deutlichen Schritt nach vorn.
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Alt 13.11.2016, 11:14   #3510  
michidiers
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Vodoo Child

Weston und Nicolas Cage/ Mike Carey/Dean Ruben Hyrapiet u.a.



Inhalt:
Zitat:
Schatten können vieles verbergen: Die Geheimnisse der Vergangenheit, all die Taten, die in Vergessenheit geraten, und Fehler, die eigentlich übersehen werden sollten. Aber manche Schatten können nicht für immer im Dunkeln bleiben, denn einige haben eine Geschichte zu erzählen... Gabriel Moore ist kein gewöhnliches Kind. Er ist nicht wirklich lebendig, aber er ist auch nicht wirklich tot... Im Jahre 1860 wurde die Plantage des Nordstaaten-Anhängers Mason Moore von Rebellen niedergebrannt. In diesem Gefecht traf Moores unehelichen Sohn eine Kugel, aber ein Voodoo-Bokor belegte das tödlich verwundete Kind mit einem Zauber. Der Bokor konnte Gabriel zwar nicht gänzlich vor dem Tod retten, aber er versetzte den Geist des Jungen in ein Zwischenreich, wo er darauf warten muss, dass ihn jemand wieder ins Reich der Lebenden zurückruft. Jahrhunderte später taucht Gabriel nun im New Orleans nach der Katrina-Katastrophe wieder auf, aber er ist kein einfacher Junge mehr – er ist ein Voodoo-Kind. Und er hat noch eine offene Rechnung zu begleichen...
Dass ich mir diesen bereits 2008 bei Panini erschienenen - und seinerzeit vermutlich auch nur mäßig erfolgreichen – Comic als Neuware gekauft habe, lag daran, dass einer der Ideengeber der Geschichte kein geringerer als Nicolas Cage ist. Cage hielt sich im September für vier Tage zum Internationalen Filmfest im beschaulichen Oldenburg auf. Da in unserer dörflichen Großstadt eine zufällige persönliche Begegnung nicht unwahrscheinlich ist, trug ich dieses Buch (gemeinsam mit dem Hachette Nr. 40 Ghost Rider Straße zur Verdammnis) vier Mittagspausen in der Innenstadt für eine Signatur mit mir herum. Obwohl mir der Oskarpreisträger dann auch tatsächlich zweimal über den Weg lief, wurde es nichts mit der Signierung der beiden Bücher: Entweder war er zu sehr belagert … oder er war zu betrunken.

So blieb mir als letzter Trost die Lektüre von Voodoo Child, was sich als weitaus unterhaltsamer als gedacht herausstellte. Das Grundgerüst der Story ist zwar nicht neu (ein vor zweihundert Jahren getöteter Mensch kehrt in der heutigen Zeit als Überwesen zurück, um Rache an die Nachkommen seiner damaligen Häscher zu üben), jedoch haben Vater und Sohn Cage mit der Auswahl von Mike Carey als Texter und Dean Ruben Hyrapiet als Zeichner ein glückliches Händchen bewiesen.

Die Story ist gut durchdacht, überrascht mit flotten Dialogen und passenden Zeichnungen, ist zudem inhaltlich optimal in das Setting der Stadt New Orleans nach der Katharina Sturmkatastrophe eingebaut.

Geändert von michidiers (13.11.2016 um 15:32 Uhr)
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Alt 22.11.2016, 10:35   #3511  
michidiers
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Hachette Klassik Band IV: Fantastic Four – Galactus

Das Fantastic Four Annual #3 und Fantastic Four #44 sind – aus welchen Gründen auch immer - vom Williams Verlag seinerzeit leider nicht veröffentlicht worden. Daher habe ich kurzerhand den Hachette Klassik Band IV, der diese beiden fehlenden Geschichten enthält, in meinen FV Lesemarathon eingebunden.





Originalausgabe:
1) Fantastic Four King Size Annual #3
2) Fantastic Four #44

Story-Titel:
1) Bohai im Baxter Building!
2) Und sein Name ist Gorgon!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Jack Kirby

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Bevor es zur Eheschließung zwischen Reed und Sue kommt, sind noch einige Steine aus dem Weg zu räumen: Der neidische Dr. Doom hetzt mittels eines „Hochfrequenz-Emotionsladers“ eine ganze Reihe bekannter Superschurken auf unsere Freunde. Nachdem diese Problemchen geklärt sind, kann die lang ersehnte Zeremonie in Anwesenheit aller anderen Marvelhelden beginnen.
2) Der Mann heißt Gorgon. … und er kann buchstäblich wie ein Pferd zutreten! Das bekommen die FV schmerzhaft zu spüren, als sie Medusa vor diesem fiesen Treter beschützen wollen. Dabei will dieser doch nur, dass die langhaarige Schönheit sich wieder ihrem Volk anschließt. Um welches unmenschliche Volk es sich dabei wohl handelt? Dreimal dürft ihr raten!

Bemerkungen:
1) Nein, diese Hochzeitsausgabe war ein echter Schuss in den Ofen: 20 Seiten Kampf gegen diverse Schurken stehen am Ende nur einer kümmerlichen Comicseite mit der eigentlichen Eheschließung gegenüber! Auch das Artwork ist alles andere als zufriedenstellend. Gelungen ist allerdings ein netter Meta-Auftritt von Stan Lee und Jack Kirby als vermeintliche Hochzeitsgäste, die an der Tür zum Trauzimmer kein Einlass bekommen. Da kommen doch Erinnerungen an den ersten FV – Hollywoodfilm auf …
2) Als weitaus besser gestaltet sich FV #44. Hier liegen Soap und Action in einem einigermaßen ausgeglichenen Verhältnis.





Als der Konflikt mit Gorgon eskaliert, taucht der mächtige Dragon Man auf, der sich schützend auf die Seite von Medusa und Sue Richards stellt.

Die Zeichnungen sind sehenswert und am Ende kündigte sich immer mehr ein neuer, interessanter Handlungsbogen um Medusas Herkunft an.

Auch erschienen in:
1) Erstveröffentlichung in Deutschland
2) Hit Comics Nr. 4, Bildschriftenverlag

Geändert von michidiers (24.11.2016 um 07:39 Uhr)
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Alt 22.11.2016, 11:35   #3512  
Peter L. Opmann
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Hmm, ich hatte mich vorsorglich bereits Williams-FV # 41 zugewandt, die US-FF # 45 entspricht. Aber dank Hachette könnte ich mich mir diese beiden Ausgaben auch noch näher ansehen.

Jedenfalls stimme ich Michi diesmal in seiner Einschätzung uneingeschränkt zu.
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Alt 23.11.2016, 16:53   #3513  
Peter L. Opmann
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So, hier ein paar Bemerkungen zu den beiden von Williams ausgelassenen Ausgaben:

FF Annual # 3

Klar, diese Ausgabe ist grottenschlecht. Darüber braucht man nicht zu diskutieren. Vielleicht hat Williams seinerzeit absichtlich darauf verzichtet, so etwas in seiner FV-Serie zu bringen. Aber warum ist das Annual so schlecht geworden? Stan Lee hat sich offensichtlich zu sehr auf seine Idee verlassen, so viele Helden und Schurken wie möglich im Heft zu versammeln. Es ergibt sich ein Effekt, der sich später – etwa bei FF # 100 oder auch Spider-Man # 100 – immer wieder beobachten lässt: Beim Massenauftrieb wird nur die einzelne Figur abgewertet. Durch die atemlose Abfolge von Gaststar-Auftritten wird sogar die Hochzeit von Reed und Sue, der Anlaß oder Vorwand dieser All-Star-Story, an den Rand gedrückt.

Es sind ganz hübsche Ideen dabei, die aber alle daran kranken, daß sie nicht weiterverfolgt werden: das Eingreifen von Dr. Strange, der X-Men oder der Rächer, die aber gleich wieder im Chaos untergehen. Am Ende bedarf es einer vom Beobachter zur Verfügung gestellten Maschine, mit der Reed sämtliche Bösewichte verschwinden läßt – auch von Dr. Doom, der alles wohl ausgelöst hat, ist da längst nichts mehr zu sehen oder zu hören. Nett ist auch der Cameo-Auftritt von Lee und Zeichner Jack Kirby (als sie selbst), aber der ist letztlich mit drei Panels verschenkt.

Ärgerlicher als die zusammengeschustert wirkende Handlung sind noch die Zeichnungen. Es hat den Anschein, als sei die Druckvorlage von sehr bescheidener Qualität gewesen. Aber darüber hinaus habe ich den Verdacht, daß Kirby, obwohl es sich nur um 23 Seiten handelt – also kaum mehr als in einer regulären Ausgabe, hier aus Zeitmangel im Originalformat gezeichnet hat. Schon auf dem Cover wirken die Figuren des Wimmelbildes recht krakelig, und auf den Innenseiten setzt sich das fort. Inker Vince Colletta kann da nichts rausreißen, sondern verschlimmert das Erscheinungsbild vielmehr noch. Das Annual war also gar nichts Besonderes, sondern mußte mehr schlecht als recht und unter großem Zeitdruck nebenbei produziert werden.

Hätte Marvel nicht eine Lösung finden können, andere Leute mit diesem Band zu betrauen? Für solche Fälle gab es doch Don Heck; um diese Zeit waren auch John Buscema, John Romita, Gene Colan schon eingestiegen, und es gab noch Leute wie Bill Everett, Werner Roth, Marie Severin… Müßig, darüber zu spekulieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß das Annual uns dann mehr Freude gemacht hätte.

FF # 44

Bei diesem Heft kam mir der Gedanke, daß Stan Lee vielleicht an erster Stelle ein Meister der Exposition, der Einleitung einer Geschichte ist. Wobei er eigentlich an den Dreiteiler mit den Furchtbaren Vier anknüpft: Wir sehen, wohin Medusa geflüchtet ist, und auch der Drachenmann taucht nach längerer Zeit wieder auf. Zuerst wird uns aber auf der Splashpage ein bizarrer neuer Supertyp namens Gorgon vorgestellt, und dann beginnt Lee mit einer „Alltagsszene“: Reed konstruiert eine Geschirrspülmaschine. Johnny hält’s zuhause nicht aus und will mit seinem Sportwagen davonbrausen – da versteckt sich Medusa auf der Rückbank. Ab diesem Moment überschlagen sich die Ereignisse.

Gorgon beginnt, stampfend Beben zu erzeugen und stiehlt den Helikopter der FV; Medusa überwältigt die Fackel; der Drachenmann platzt dazwischen, irritiert den eintreffenden Gorgon, der nicht die FV angreifen, sondern Medusa abholen will. Bevor er sie erreicht hat, hat sie schon der Drachenmann mitsamt Johnnys Flitzer gekidnappt. Die FV mischen sich jetzt ein und stürzen sich ins Getümmel. Das ist sehr spannend erzählt, viele Handlungen sind zunächst rätselhaft (und bleiben es teilweise bis zum Ende des Hefts). Es mangelt nicht an Action, aber nicht motivationsfrei erzeugt, sondern als sinnvoller Bestandteil der Story. Auf den letzten acht Seiten braucht Lee allerdings nur noch die verschiedenen Akteure in immer neuer Kombination aufeinandertreffen zu lassen, um die Handlung voranzutreiben. Die Auseinandersetzung steigert sich sozusagen zum Crescendo, und dann folgt der Cliffhanger, als Gorgon ein ganzes Gebäude, in dem sich die FV befinden, zum Einsturz bringt.

Dies ist das Inking-Debüt von Joe Sinnott. Vielleicht hat er sich an Chic Stone orientiert, der auch einen sehr guten Job abgeliefert hat (FV # 26 bis 35). Aber er zeigt keinerlei Startschwierigkeiten, hat alle Figuren sofort im Griff. Nach dem Reinfall mit der Annual-Ausgabe kann auch Meister Kirby hier wieder Panel für Panel überzeugend und dramatisch aufbauen und zeichnet detailreich und originell. Das Cover allerdings zählt nicht zu den allerstärksten; auch das Experiment, den Hintergrund schwarzweiß zu lassen, überzeugt nicht so richtig.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2016, 23:22   #3514  
Eldorado
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Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
Klar, diese Ausgabe ist grottenschlecht. Darüber braucht man nicht zu diskutieren. Vielleicht hat Williams seinerzeit absichtlich darauf verzichtet, so etwas in seiner FV-Serie zu bringen.
Da Williams doch prinzipiell auf alle Annuals verzichtet hat,
dürfte die Qualität dieser speziellen Geschichte wohl keine Rolle gespielt haben.
Eldorado ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.2016, 07:43   #3515  
michidiers
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Ich habe soeben erfahren, dass US-FV #44 offenbar doch schon einmal in Deutschland veröffentlicht worden ist: Hit Comics Nr. 4 beim Bildschriftenverlag

michidiers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.2016, 07:51   #3516  
Peter L. Opmann
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Zitat:
Zitat von michidiers Beitrag anzeigen
Ich habe soeben erfahren, dass US-FV #44 offenbar doch schon einmal in Deutschland veröffentlicht worden ist: Hit Comics Nr. 4 beim Bildschriftenverlag
Das ist hier auch schon erwähnt worden. Aber ich jedenfalls kann in HIT-Comics # 4 nicht ohne weiteres reinschauen. (Bei ebay ist der Band gerade für schlappe 260 Euro im Angebot.)
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.2016, 13:04   #3517  
jakubkurtzberg
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Die erste Hälfte wurde mal in einem Fan-Magazin textlich unverändert nachgedruckt
jakubkurtzberg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2016, 07:54   #3518  
Peter L. Opmann
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...in "Bargeld Comic" # 8. Wenn ich mir die Übersetzung anschaue, bin ich doch ganz froh, daß Panini die Ausgabe nochmal neu übersetzt hat. Von den verrutschten, schiefen Druckzeilen ganz zu schweigen.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.11.2016, 12:11   #3519  
michidiers
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Sandman Ouvertüre - Gesamtausgabe



von Neil Gaiman und J.H. Williams III

Als ich mir beim Comichändler meines Vertrauens die Inhaltsangabe auf der Rückseite des Paperbacks durchlas, wunderte ich mich zunächst ein wenig. Stand dort als Inhalt nur ein kümmerlicher Satz: „In ihrem herausragenden Prequel muss der eigensinnige Herrscher des Traumlandes das Ende des Universums verhindern, weshalb er einige der wundersamsten und gefährlichsten Orte der gesamtem Galaxie besucht ….“

Nicht gerade viel - vor allem auch nicht besonders aussagekräftig - für ein gut -180- Seiten dickes und knapp 20 Euro teures Buch, wie ich befand. Gekauft habe ich den Band allerdings trotzdem. Wenn mich jedoch nach der Lektüre jemand nach dem Inhalt gefragt hätte, dann wäre meine Zusammenfassung wohl ebenso knapp ausgefallen. Der Grund ist ganz einfach: Autor Gaiman hat weitestgehend auf einen konventionellen Handlungsbogen verzichtet und die Geschichte als einen Weg oder eine Reise mit fantasievollen Begegnungen angelegt. Zur Rettung des Universums ist Morpheus gezwungen, verschiedene Orte und Personen aufzusuchen und Gespräche zu führen. In den Dialogen und Ortsbeschreibungen entwickelt sich dann die eigentliche Kraft des vorliegenden Bandes. Gaiman bedient sich dabei seiner gewohnt verständlichen, aber ausgefeilten Ausdrucksweise, verwebt Lyrik mit Prosa und schafft dabei über weite Strecken fantastisch-schöne Sprach- und Satzkonstrukte. Ein dickes Lob geht hier an die Übersetzerin Gerlinde Althoff, die ganz offensichtlich alles in ein passendes Deutsch verpackt. Bei allem Lob sei aber auch angemerkt, dass Gaiman es dann auch ein paarmal gerne übertreibt, ab und an zu sehr in Metaphern zu schwelgen beginnt und scheinbar aus dem Sinn gerissene Texte niederschreibt. Wie dem auch sei: die positiven Momente überwiegen.

Für die Bebilderung von Gaimans Texten hat sich J.H. Williams III an den Zeichentisch gesetzt und eine überragende Arbeit abgeliefert. Für mich ist er so zum eigentlichen Star oder Macher dieses Bandes geworden. Was der amerikanische Künstler an Ideen, Stilrichtungen, Einfällen, Layouts und Darstellungen zu Papier bringt, ist faszinierend, es fordert den Betrachter ungemein und bildet die passende Symbiose mit Handlung und Texten. Ganz große Zeichenkunst, bei der man auch nach der zehnten Lektüre sicherlich noch neue Details erkennen wird.

Fazit: Wer die anderen -10- Bände der Hautpserie von Sandman m Regal stehen hat, wird nicht auf diesen verzichten wollen und dürfen. Und auch wenn Gaiman es hin und wieder mit seiner symbolhaften Bildsprache übertreibt, ist es vor allem wegen der hervorragenden Zeichenkunst von J.H. Williams III ein Pflichtkauf für den interessierten Comicleser. Passend auch für Neueinsteiger, die überhaupt noch nichts vom Sandman kennen.
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Alt 29.11.2016, 17:45   #3520  
jakubkurtzberg
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Welcher Knallfrosch kam denn auf die Idee für den Hachette-Silver Surfer die besch...eidene Kolorierung von 1998 (Marvel Klassik 2) wiederzuverwerten? Der Surfer sieht aus wie ein Schlumpf! Selbst wenn die Neuübersetzung von "L.N.Muhr" besser sein sollte als die alte, macht das die mangelhafte Optik nicht wett. Und dabei hatte ich mich so auf den Band gefreut. Da waren meine Erwartungen einfach zu hoch.
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Alt 29.11.2016, 19:37   #3521  
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Von welchem Hachette-Silver Surfer redest Du? Kommt der Band nach den X-Men?
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Alt 29.11.2016, 19:41   #3522  
jakubkurtzberg
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Jau! Heute kamen vier HC-Bände an, zwei vom letzten und zwei vom kommenden Monat. Oder so ähnlich...
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Alt 29.11.2016, 21:15   #3523  
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Na, mal abwarten. Ich muß mir jetzt erst mal die X-Men kaufen.
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Alt 30.11.2016, 09:04   #3524  
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Zitat:
Zitat von jakubkurtzberg Beitrag anzeigen
Welcher Knallfrosch kam denn auf die Idee für den Hachette-Silver Surfer die besch...eidene Kolorierung von 1998 (Marvel Klassik 2) wiederzuverwerten? Der Surfer sieht aus wie ein Schlumpf!
Den Fans kann man es aber auch wirklich nicht richtig machen: Wird etwas neu koloriert ( Thor Geschichten aus Asgard ),ist dies Scheiße/Mist und wird eine alte Kolorierung verwendet ist dies auch nicht richtig!!
Was denn jetzt? Ich habe den Hachette Surfer-Band noch nicht,aber den Marvel-Klassik 2 und den finde ich ganz gut, nur die Hautfarbe kommt manchmal etwas blass rüber. Bei der Übersetzung bin ich allerdings auch gespannt!!
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Alt 30.11.2016, 09:38   #3525  
jakubkurtzberg
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Man kann es den Fans schon recht machen. Für die Marvel Masterworks-Softcover-Reihe wurden sämtliche Farben den Originalheften nachempfunden. Das wäre vermutlich auch für die "Geschichten aus Asgard" die bessere Alternative gewesen.

Der Surfer ist mir in der Marvel Klassik-Kolorierung zu blau!

Klar ist es nicht einfach. Was neukoloriert definitiv besser aussieht ist Thor von Walt Simonson. Da stinkt Marvel Exklusiv im Vergleich zu Hachette gewaltig ab.
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