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Alt 03.07.2021, 00:29   #26  
LaLe
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Die Nachricht haben wohl einige hier bekommen.
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Alt 09.07.2021, 19:46   #27  
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Starman 10 - The Day Before the Day to Come.



Autor: James Robinson
Zeichner: Tony Harris, Wade von Grawbadger
Erschienen: August 1995



Auch dieses Heft ist wieder pickepackevoll mit vielen vermeintlichen Nebenhandlungen, tatsächlich baut Robinson hier aber den nächsten großen Schlag auf. Der wird allerdings nicht vom hier erstmals namentlich erwähnten Merritt (in der #6 wurde der Name den Lesern noch verheimlicht) kommen sondern von Nash, die nun endgültig in die Fußstapfen ihres Vaters tritt.

“A drama is beginning. The players are gathered. And everyone will have a role to play. Tomorrow. On a day unlike any other.

When what makes a hero will be defined in the thoughts and actions of each soul shown here. Or what makes a villain…

What makes a villain …
… and an enemy for life.”



Sorry, aber das ist für mich (auch ein wenig im Wissen darum was da noch alles kommt) Gänsehaut pur.

Schön auch die Begegnung mit Sadie Falk. Die ersten Gedanken von Jack zu diesem wundervollen Beginn einer Beziehung sind doch vielversprechend.

“Man, oh man. What a bitch. I hope that was some menstrual thing. I hope to god that was it. Man, if that was her on a good day, then one week in the month, hell is seriously a-poppin.”

Jade erwähnt im Telefonat mit Jack Probleme mit dem Team Blood Pack. Zu diesem gab es eine vierteilige Miniserie über die ich so gar nichts weiß.

Mit Solomon Grundy wächst die Knight´sche Hausgemeinschaft weiter an und hat mit den weiteren Verbündeten Ausmaße eines der obskureren Heldenteams des DCU. Neben drei (!) Starmen währen das der Schattenmagier The Shade, die Hellseherin Charity und das Monster Solomon Grundy. Dazu eine Polizistenfamilie.

Bevor aber zum ganz großen Schlag ausgeholt wird, mit der #12 beginnt ein Fünfteiler, der für den Run essentiell ist, geht es nochmal in die Vergangenheit und wir werfen mit The Shade einen Blick darauf, was Ted Knight und Co. einst mit Ragdoll anstellten.

Die Leserbriefseite kommt diesmal erst spät ins Laufen, da James Robinson zunächst zweier von ihm geschätzter Künstler gedenkt, die verstarben während er den zweiten Auszug aus The Shades Journal schrieb.

Frank Robbins war ein Zeichner von Comicstrips, bekannt insbesondere für die Geschichten um einen Abenteurer namens Johnny Hazard. Teile davon erschienen in den 80ern bei Carlsen und Feest.

Woody Strode war ein Schauspieler, der mir vom Namen her so gar nichts sagt, der aber in Filmen wie “Spiel mir das Lied vom Tod”, “Spartacus” oder “Der Mann, der Liberty Valance erschoss” mitspielte. Bekannter ist er aber wohl dafür, dass er 1961 in “Der schwarze Sergeant”, die erste Hauptrolle eines Afroamerikaners in einem Western spielte.

Für drei kurze Briefe war dann noch Platz. Der erste von einem Tim Burgard, einem Künstler, mit dem Robinson hofft, eines Tages wieder zusammenarbeiten zu können. Darauf werden wir viel später nochmal zurückkommen.

Der zweite erwähnt eine Con, auf der Künstler des Golden Age anwesend waren und es wird ein wenig die Wertschätzung für Clark Ashton Smith und Lord Dunsany geteilt.

Der dritte Schreiber kann sich für die vielen fiktiven Städte des DCU begeistern und findet großen Gefallen an der Idee, die Helden aus Opal City (Starman) und Fawcett City (Captain Marvel a.k.a. Shazam) zusammenzubringen. Was denkt Robinson darüber? Er bringt den Brief weil er gerade an einem Crossover zwischen “Jack and the Big Red Cheese” herumdenkt.

Erstmals gibt es am Ende der Leserbriefseite einen Ausblick auf die folgende Ausgabe, die dann von Matt Smith gezeichnet wird.

Bezahlte Werbung gab es für das Computerspiel SuperKarts, Fleer Cards von MTV Animation, Musicland (Radiohead, Our Lady Peace), Live from the House of Blues auf TBS und den Film Species.

Hauseigene Werbung wurde geschaltet für Batman/Judge Dredd - The Ultimate Riddle, Green Arrow - Where Angels Fear to Tread, Batman: Faces, DC Comics Online und zwei Year One Annuals zu Flash (Waid und Peyer) und Deathstroke (Wolfman).

Geändert von LaLe (09.07.2021 um 23:32 Uhr)
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Alt 10.07.2021, 14:44   #28  
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Starman 11 - 13 Years Ago: Five Friends



Autor: James Robinson
Zeichner: Matt Smith, Gregory Wright
Erschienen: September 1995



Die Erzählung in diesem Heft ist in den Rahmen von The Shades Journal gesetzt, der zu der Zeit häufiger mal abkömmlich war. Das wird noch Thema in den DC Showcase ´95 und DC Showcase ´96-Heften, die Eingang in den zweiten Omnibus fanden und von mir daher erst nach der #16 besprochen werden. Und so ist die Geschichte etwas spekulativer abgefasst als die Aussagen von Ted Knight in der #9. Fakt ist aber, die Helden versuchten Ragdolls Flucht zu verhindern und in Folge dessen starb der Schurke.

Anders als man anhand des Covers annehmen könnte, sind die Zeichnungen nicht vom Stammteam sondern von Matt Smith und Gregory White. Den Wechsel erkennt man auch auf Anhieb. Smith zeichnet sehr viel kantiger, schafft es mit den dargestellten Perspektiven aber gut Stimmung und Dynamik zu vermitteln. Schön geht anders, schlecht aber auch.

Auf den Leserbriefseiten geht es wieder in die Vollen. Themen sind Slurpee Cups mit den Konterfeis der JSA (Slurpee ist so etwas wie Slush), 3-D View-Master (again), die alten Meister (Rubens, Dali), dem Sammeln von Fotos mit Autogrammen, Spielzeugautos, Schallplatten und James Robinson-Comics.

Andere Themen sind der früher erwähnte Leserwunsch, Jack Knight möge doch homosexuell sein und ganz viel Lob zu den bisherigen Heften. Speziell genannt werden hier die #5 - Talking with David und der Auftakt-Vierteiler.

Abgeschlossen wird mit einer ganzen Reihe an Danksagungen.

Willkommen auf den Werbeseiten. Hier treffen wir diesmal Musicland mit Alben von Catherine Wheel und Massive Attack, Videos von MTV, Comics von White Wolf (The Splendour Falls und Breathe Deeply), erneut das House of Blues und Mega City´s Most Wanted Actionfiguren.

An eigenen Publikationen werden beworben Batman: Manbat von Jamie Delano, eine New Gods Ongoing von Tom Peyer, Year One Annuals zu Green Lantern von Ron Marz und Hawkman von Messner-Loebs, The Lobo Gallery (!) und dem Darkseid vs. Galactus Crossover.

Und demnächst geht es hier weiter mit “A Day in the Opal” times five.
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Alt 11.07.2021, 15:20   #29  
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Starman 12 - Sins of the Child, Part One: Jack's Day (The First Half)



Autor: James Robinson
Zeichner: Tony Harris, Wade von Grawbadger
Erschienen: Oktober 1995



Das ist also der Auftakt zur Storyline, deren Impakt sich über den gesamten Run bemerkbar machen wird. In diesem Heft wird der “Tag der Entscheidung” aus der Sicht von Jack geschildert, der diesen nach einem brauchbaren Start wohl nicht zu den besseren zählen wird.

Das Vorgehen von Nash wirkt bislang noch völlig erratisch und von Wahnsinn getrieben. Letzteres spielt sicher eine Rolle, schnell wird sich aber zeigen, dass sie einen Plan verfolgt. Aufklären wird sich zum Beispiel wie die Mordopfer ausgewählt wurden.

Spannend fand ich einen kleinen Textkasten, in dem die Rede von vier Dingen war, deren Anblick Jack immer in Erinnerung bleiben werden. Neben dem speziellen Blick auf Opal City an diesem Tag sind dies diese zukünftigen Ereignisse
- die Geburt seiner Tochter (seines zweiten Kindes)
- ein Geschenk seines toten Bruders David
- der Blick auf die Sonne aus der Nähe des Jupitermondes Callisto.

Im folgenden Heft wird der Tag aus der Sicht des totgesagten Ted Knight geschildert und wo Mikaal Tomas und Solomon Grundy abgeblieben sind erfahren wir auch noch.
Die Leserbriefseite fällt diesmal aus, da sich James Robinson etwas ausführlicher über sein neues Projekt, eine vierteilige Miniserie am Golden Age Charakter Vigilante, auslässt. Dürfte eines von vielen Frühwerken Robinsons sein, das es hierzulande nicht gibt. Er verweist dazu auf seinen Erstkontakt zu diesem Charakter über das Cover von Justice League of America #78, das bleibenden Eindruck bei ihm hinterließ.

Seine Story spielt im Las Vegas der 40er und Gegner ist der berühmt-berüchtigte Bugsy Siegel. Geplant hatte er eine solche Serie schon länger, ließ sie angesichts des angekündigten Verfilmung mit Warren Beatty (für “Bugsy” gab es zwei Oscars) aber in der Schublade liegen.

Kommen wir zum abschließenden Werbeblock. Im Angebot diesmal die Verfilmung von Clive Barkers “Lord of Illusions”, Musicland mit Alben von Hum und Korn, dem Film “The Prophecy” mit Christopher Walken, drei Publikationen von White Wolf (Moorcocks Eternal Champion Vol. 4, dem auf dem Vampire-TCG basierenden On a Darkling Plain und der Horror-Anthologie Borderlands 4), dem TCG Vampire: The Eternal Struggle himself und erneut den potthässlichen Actionfiguren aus der Reihe Mega Citys Most Wanted.

DC-relevante Werbung gibt es zu Star Trek TNG - Ill Wind, Sovereign Seven von Claremont, zwei weiteren Year One Annuals, diesmal zu Superboy (B. und K. Kesel) und Green Arrow (Chuck Dixon) und der Underworld Unleashed Miniserie. Von der ist übrigens auch das kommende Starmanheft betroffen.

Geändert von LaLe (15.07.2021 um 00:16 Uhr)
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Alt 12.07.2021, 15:28   #30  
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Starman 13 - Sins of the Child, Part Two: Ted's Day



Autor: James Robinson
Zeichner: Tony Harris, Wade von Grawbadger
Erschienen: November 1995



Spannend fand ich die kurzen Einblicke in Ted Knights Trophäenraum. Dort fanden sich diverse Starman-Kostüme, ein JSA-Poster, ein Prototyp seines Helmes von 1937 ein Fluggerät und viele Trophäen. Spezielle Handschuhe von Mr. Fingers, das Gebiss von Dr. Fang, ein Halsband von Dog Boy, die Überreste von Pink Eye, ein Schlagring von Big Fist, ein Blaster mit dem Captain Rat besiegt wurde, eine Kette von Link, eine Maske von Ragdoll und eine Pfeife von Pit Boss. Ich muss mir unbedingt die Golden Age Comics von Starman holen.

Highlight waren für mich aber die Handschuhe von Carole Lombard, die diese trug als Starman sie aus den brennenden Gladstone Towers rettete (siehe den zweiten Auszug aus The Shades Journal) sowie ein Porträt des Stars mit Starman mit persönlicher Widmung: “Undying Gratitude”.

Mir hätte die Schauspielerin nichts gesagt, aber in den Dreißigern und Anfang der Vierziger war sie in Hollywood wohl eine Riesennummer. Verheiratet war sie unter anderem mit Clark Gable bis sie bei einem Flugzeugabsturz 1942 ums Leben kam.

Der Kampf gegen Dr. Phosphorus erinnerte mich dann an eine Aussage von The Shade im ersten Auszug seines Journals. Dort spekulierte er darüber, dass Starman ein Wissenschaftler sein müsse, da er seine Gegner häufig mit entsprechenden Kenntnissen besiegt.

Im letzten Panel kann man einen kleinen Blick in Ted Knights Aufzeichnungen zu den Tests mit Mikaal Tomas werfen.

Die Leserseite beginnt James Robinson mit einem Nachruf auf Mort Meskin. Dessen Tod traf ihn insofern als der Schöpfer der Figur Vigilante nun nicht mehr erleben würde, wie die von Robinson geschriebene Miniserie über diesen Charakter veröffentlicht würde. Darüber schrieb er erst sehr ausführlich im letzten Heft.

Einen Schwerpunkt der Leserbriefe bildet dann die Auseinandersetzung mit dem ersten Times Past-Heft und speziell dem dort auftauchenden Oscar Wilde. Dass real existierende Figuren in den Times Past-Heften auftauchen und derer vielleicht noch mehr folgen, wird außerordentlich begrüßt. Aber auch die Hoffnung, dass es beizeiten eine ausführlichere Schilderung der Origin von The Shade geben würde, wird vorgetragen und Robinson stellt eine solche in Aussicht. Bei den Danksagungen plaudert Robinson dann noch aus woher er die Kenntnisse über die Phos-Girls hat, die er im ersten Auszug aus dem Journal beschrieb.

Ein wenig Kritik gibt es an der einseitigen Schilderung der Bewohner von Turk County in der #7. Die ging ja ein wenig in Richtung Bier saufender Waffennarren, die keine Ahnung von den Schätzen hätten, die in ihren Scheunen lagern.

Eine Reaktion gibt es auch auf den in der #6 veröffentlichten Leserbrief, der Sammler mit Serienmördern verglich. Ich bin wohl nicht der einzige, der diesen Vergleich ein wenig seltsam fand.

Dann gibt es zum zweiten Mal einen Ausblick auf das kommende Heft sowie DC Showcase ´95 #12. In letzterem wird geschildert was The Shade trieb nachdem er sich in der #9 verabschiedet hatte. Da spielt dann Neron eine Rolle. Underworld Unleashed hinterlässt also weitere Spuren im Starman-Kosmos.

Und als Bonus gibt es ein alternatives Cover der #13, das nicht zum Zuge kam.

Kommen wir abschließend wieder zu den Commercials. Geworben wird für ein Atmosfear Brettspiel, das Debutalbum der Bloodhound Gang, den Film Strange Days, Musicland mit Alben von den Goo-Goo Dolls und Pretty and Twisted, Helloween - The Curse of Michael Myers, X-Files Trading Cards, dem Storytelling-Game Changeling und dem Comic Ill Met in Lankhmar von White Wolf und einer neuen Serie der Macher der X-Files - Space: Above and Beyond.

Verlagseigene Werbung gibt es etwas weniger. Batman: The Ultimate Evil und Star Trek TNG: Ill Wind.

Anmerkungen

Anders als im Auszug aus dem Journal wird der Vorname des Filmstars hier konsequent mit Carol geschrieben. Allerdings taucht der hier nicht im Text sondern in den Bildern auf.

Geändert von LaLe (12.07.2021 um 19:50 Uhr)
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Alt 14.07.2021, 17:34   #31  
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Starman 14 - Sins of the Child, Part Three: The Opal´s Day. The O´Dare´s Day



Autor: James Robinson
Zeichner: Tommy Lee Edwards (1, 14, 19), Stuart Immonen (2, 3, 10), Tony Harris (4-6), Chris Sprouse (7-9), Andrew Robinson (11-13), Gary Erskine (15-18), Amanda Conner (20-22), Wade von Grawbadger (1-14, 19-22)
Erschienen: Dezember 1995



Den Kommentar zu diesem Heft will ich einmal nutzen um einen Punkt anzusprechen, den ich eingangs dieses Threads mal erwähnte. James Robinson versteht es in nahezu unvergleichlicher Weise selbst den unbedeutend anmutenden Nebenfiguren Leben einzuhauchen.

Hier sind es auf den von Tony Harris gezeichneten Seiten 4-6 die Bewohner eines brennenden Hauses. Tony Florence hat kürzlich erst seine Frau verloren und muss nun viele Erinnerungen an seine Frau zurücklassen. Dennoch rettet er den ihn ewig nervenden Papagei der einsamen alten Mrs. Lowe. Was ich irgendwie nicht ganz einordnen kann ist im letzten Bild der Hintergrund.

Das sieht irgendwie wie ein UAZ-Logo Mitte der 50er bis Anfang der 60er aus.
https://i.pinimg.com/originals/d6/75...7d0a507066.jpg

Ich dachte erst an Austin Mini, aber da sind es vier Federn in den Flügeln. Vielleicht hat wer eine andere Idee?

Chris Sprouse zeigt uns auf den Seiten 7-9 die von Nash erschossene Altenpflegerin Lucy Collins, die daheim einen sechs Monate alten Sohn hat, dessen Vater starb bevor er geboren wurde. Ihr Fehler war, das eigentliche Opfer, den ehemaligen Police Commissioner Red Bailey, zu pflegen.

Aber auch die vielen O’Dares werden kurz charakterisiert. Auf dem Cover sieht man Matt, Clarence und Hope. Die Explosion im Chandler Building, bei der Barry O`Dare anwesend ist, taucht hier übrigens zum dritten Mal in Folge auf. Was es damit auf sich hat, erfahren wir im kommenden Heft. Wie auch was mit Mikaal und Solomon passiert ist.

Ansonsten vermittelt dieses Heft einen starken Eindruck vom durch Nash inszenierten Chaos, bringt bei Matt O`Dare eine interessante Entwicklung auf den Weg und mit der Rückkehr von The Shade womöglich die Wende. Man erinnere sich an sein Mitwirken im Eröffnungsvierteiler.

Die Leserbriefseite kommt erneut schwer in Fahrt, da James Robinson vor einem persönlichen Anliegen noch einen Continuity-Bock eingestehen muss, den er geschossen hat. In der #9 ließ er die Mitglieder der JSA Batman Bruce Wayne und Flash Barry Allen erwähnen. Da die Handlung im Jahr 1982 spielte, traten die lt. Crisis on Infinite Earths in diesem Jahr aber noch gar nicht in Erscheinung.

In seiner Kindheit in Australien hat er eine ganze Reihe japanischer Animes gesehen an die er sich teils dunkel erinnert. Er ruft dazu auf sich bei ihm zu melden so man zu diesen nähere Informationen hat. Interessant finde ich den direkten Vergleich mit den Hanna-Barbera-Zeichentrickfilme derselben Zeit. Da liegen wohl in der Tat ganze Welten zwischen.

Im ersten abgedruckten Brief echauffiert sich eine Leserin am Ende leicht darüber, dass der erste Leserbrief einer Leserin in einem der Hefte zuvor eine gesonderte Erwähnung wert war. Ja, war er, da er durchaus eine Seltenheit ist.

Im zweiten Brief geht es um Äußerlichkeiten und darum ob Jacks Ziegenbart und die Ohrringe ernsthaft die Generation der in den Jahren ´65 bis ´70 Geborenen repräsentieren soll. Ist nicht so gemeint und Robinson verweist darauf, dass ihm und Tony Harris ein solcher ebenfalls regelmäßig wächst wie er wieder entfernt wird. Daneben enthält der Brief ein Lob dahingehend, dass Starman am Stück gelesen erst so richtig seine Großartigkeit entfaltet. Würde ich so unterschreiben wollen.

Der abschließende dritte Leserbrief geht auf den “blauen” Starman ein und freut sich darüber, dass sich Robinson an diesen erinnerte und ihn in seinen Run einbaute. Hinterfragt wird dessen unverständliche Aliensprache, da er bei seinem ersten Auftritt in First Issue Special durchaus des Englischen mächtig war. Das wird Robinson in einem Times Past Heft erzählen, das bereits fertiggestellt ist.

Arbeit für mich hätte die Ankündigung bedeutet, dass die nächste Leserbriefseite wegen des dritten Teils aus The Shades Journal entfallen wird. Dazu kam es dann aber nicht.

Die Werbung. William Baldwin und Cindy Crawford spielen in Fair Game, Dark Destiny 1 ist eine Anthologie von White Wolf an der u. a. Nancy Collins, nicht ganz unumstrittene Autorin an Swamp Thing, beteiligt ist, erneut Ill Met in Lankhmar und zum dritten Mal White Wolf mit dem Vampire: Eternal Struggle TCG. Dazu Mad.TV, Musicland mit Alben von Heather Nova und The Charlatans sowie einem Aliens Game.

DC ist vertreten mit den Year One Annuals zu den Sovereign Seven von Claremont und Lobo von - klar - Alan Grant sowie drei Underworld Unleashed One-Shots zu Batman, Sentinel (Green Lantern Alan Scott) und Oracle (die Barbara Gordon gerne hätte bleiben dürfen).

Anmerkungen

Ab dieser Ausgabe fehlt die Preisangabe für Großbritannien.

Geändert von LaLe (18.07.2021 um 20:56 Uhr)
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Alt 15.07.2021, 11:04   #32  
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Starman 15 - Sins of the Child, Part Four: Mikaal´s Day



Autor: James Robinson
Zeichner: Tony Harris, Wade von Grawbadger
Erschienen: Januar 1996



In diesem Heft erfahren wir also, was mit Mikaal Tomas und Solomon Grundy passiert ist. Und ein Stück weit wird am Schicksal der beiden deutlich, dass Nash trotz ihres völlig unstrittigen Wahns durchaus in der Lage ist, zu planen und ein ganzes Orchester an Teilplänen zu dirigieren und zu dem einen Ziel hinzuführen, das sie verfolgt. Dazu bedient sie sich nicht nur ihrer neu gewonnenen Kräfte sondern auch der Hilfe anderer. Ob nun Dr. Phosphorus, den sie auf Ted Knight ansetzt oder eben Frankie Soul, der eine Handvoll übelster Sadisten um sich versammelt um seiner persönlichen Rache an Mikaal eine ganz handfeste Note zu verpassen.

Und wenn einer seiner Helfershelfer darüber fabuliert, dass er hofft, Grundy hält das Feuer länger aus als der letzte Mann, den er verbrannt hat, was ihm viel zu schnell ging, dann haben wir hier einen Grad an Gewaltlevel erreicht, den ich in dieser Intensität bei einem “normalen” DC-Titel für eher ungewöhnlich halte. Da wird auch nichts durch Humor oder ähnliche Stilmittel abgefedert.

Ähnlich ist es mit Nash, die sich durch ein deutliches Maß an Sadismus auszeichnet und mit ihrer Mordserie eine Schneise des Todes zieht und dabei keinerlei Milde walten lässt. Über ihre Motive werden wir noch mehr im abschließenden fünften Teil erfahren. Damit ist dann aber noch lange nicht Schluss. Um es mal deutlicher zu formulieren, ich kenne eigentlich keinen grausameren und perfider planenden Villain als sie. Die bringt auch im weiteren Serienverlauf noch Nummern bzw. brachte die bereits (wir wissen das nur noch nicht), die den Joker in jeder seiner Inkarnationen wie einen albernen Clown aussehen lassen.

Starman ist kein Titel, der üblicherweise genannt wird, wenn die Sprache auf das Dark Age of Comics kommt. Aber was man hier bislang zu lesen bekam ist alles andere als grellbunter Superheldenstoff. Das ist schlicht düster. Und dieses Heft führt das dem Leser sehr deutlich vor Augen.

Kommen wir zur Leserbriefseite, die Robinson mit einer Entschuldigung einleitet. Er hat das Ausmaß der eingehenden Post völlig unterschätzt und ist entgegen seiner einst erklärten Absicht weit davon entfernt alle Leserbriefe bringen zu können. Vor Allem hängt er bei der Einzelheftkritik inzwischen deutlich zurück und kündigt daher an, Briefe nur noch auszugsweise zu bringen.

Erste Kritik zur Story “A (K)night at the Circus” betrifft das erstaunlich kurz geratene Finale. Die Frage danach ob die Freaks weitere Auftritte haben werden bleibt unbeantwortet.

Die Frage nach Will Payton hingegen wird damit beantwortet, dass sich Jack in einem Jahr auf die Suche nach ihm begeben wird.

Positive Resonanz gab es auf die #9 und abschließend erzählt Robinson wie sehr ihm Preacher von “that drunken an far too talented” Garth Ennis gefällt. Ganz am Ende der viel zu kurz geratenen Leserbriefseite (diesmal war es nur eine) steht dann ein kleiner Ausblick auf die folgende Ausgabe und das Finale der Story.

Damit sind wir schon wieder bei der Werbung angelangt. Musicland wirbt für Alben von Blur und The Rentals. Gesondert beworben werden zwei von mir durchaus geschätzte Alben mit Stomp 442 von Anthrax und dem selbstbetitelten Abschiedsalbum von Alice in Chains, die glücklicherweise wiederkamen. White Wolf ist vertreten mit Elric: Song of the Black Sword und The Immortal Eyes Chronicles (World of Darkness). Mit Hexen ist ein Computerspiel dabei.

DC-relevantes sind zwei Crossover zwischen Green Lantern/Silver Surfer und Lobo/Judge Dredd (gibt es als DC gegen Marvel #14 und #25 auch auf Deutsch), einer DC Anthologie von Les Daniels “DC Comics: Sixty Years of the World's Favorite Comic Book Heroes“, einem Batman-Roman von Andrew Vachss “The Ultimate Evil” und DC Comics Online.

Geändert von LaLe (15.07.2021 um 11:11 Uhr)
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Alt 18.07.2021, 18:21   #33  
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Starman 16 - Sins of the Child, Part Five: Jack´s Day (The Second Half)



Autor: James Robinson
Zeichner: Tony Harris, Wade von Grawbadger
Erschienen: Februar 1996



Das war also das Finale der Story, die Auswirkungen bis zum Ende des Runs haben wird und deren hier begründete bzw. gefestigte Erzfeindschaft zwischen Jack und Nash der rote Faden der Serie ist. Bis zum großen Finale werden wir noch häufiger Gelegenheit haben zu sehen wie sich Nash “weiterentwickelt”.

Um diesen Grund zu legen nahm sich Robinson 17 Ausgaben lang Zeit. Welcher Autor bekommt diese Zeit heute noch? Das ist auch eine der ganz großen Stärken der Serie. Robinson hat viel Zeit um die Dinge aufzubauen und nutzt diese weidlich.

Man könnte sagen, dass mit der #16 ein erster großer Arc abgeschlossen wurde. Tatsächlich liegen aber unzählige lose Fäden aus, die sich nicht nur auf die Visionen von Charity beschränken. Die Jagd nach Merritt oder Jacks Reise zu den Sternen auf der Suche nach Will Payton sind Dinge, die ich noch nicht kenne und auf die ich mich richtig freue.

Gegen Ende erfahren wir, dass Mikaal und Solomon die Explosion im Chandler Building verletzt überlebt haben, The Shade mit den O’Dares Pläne entwickelt, die sich schon in der folgenden Ausgabe bemerkbar machen werden, Dr. Phosphorus einsitzt, Jackie Soul und sein Kumpan die Stadt verlassen wie auch eine blonde Frau, die ich gar nicht zuordnen kann. Das könnte allerdings Nash in Maske sein.

Redaktionelles gibt es diesmal leider nicht, dafür folgt dann in der #17 der bereits angekündigte Auszug aus The Shades Journal.

Damit kommen wir direkt zur Werbung. Eine Variante von Doom, dem Computerspiel, wird angepriesen, Musicland wirbt mit Alben von No Doubt und den Cartoons Greatest Hits, Interplay mit dem Spiel Loaded für die PS und White Wolf erneut mit Elric: Song of the Black Sword. Sony wirbt doppelseitig für Extreme Games für die PS, ein Alien Adventure Game kommt von Mindscape, White Wolf hat wieder einige Titel zu den The Immortal Eyes Chronicles am Start und Mortal Kombat 3 fordert die Leser auf dem Gegenüber Wirbelsäule und Innere Organe aus dem Leib zu reißen. Wohl bekomms.

Weil das alles zwar viel ist aber noch nicht ausreicht um den Verzicht auf einen redaktionellen Teil zu erklären, gibt es noch DC-Werbung. Diesmal geht es erneut um Batman: The Ultimate Evil, Kingdom Come, DC versus Marvel Trading Cards und den Start von Batman: Contagion.

Und weil wir mit diesem Heft an dem Punkt angelangt sind, wo die besprochenen Hefte komplett im ersten Omnibus enthalten sind, werde ich im nächsten Beitrag ein wenig dazu schreiben.

Geändert von LaLe (18.07.2021 um 20:58 Uhr)
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Alt 20.07.2021, 13:23   #34  
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Starman Omnibus Volume 1
(enthält US-Starman Vol. 2 #0, 1-16)



Wie angekündigt, will ich an dieser Stelle ein paar Worte zur Omnibusausgabe verlieren, da wir bei den Einzelheftbesprechungen an dem Punkt angelangt sind, dass die hier enthaltenen Hefte allesamt besprochen wurden. Auf die will ich nur ganz kurz mit einem Spoiler eingehen und mich anschließend dem redaktionellen Teil, der durchaus umfangreich ausfällt, widmen.



Soviel zur Handlung, die im Prinzip nichts anderes als ein siebzehn Hefte andauernder Prolog ist und “nebenbei” ein geradezu faszinierendes Worldbuilding betreibt. Bis zu diesem Punkt kannte ich sie schon, da ich vor wenigen Jahren die Softcovervariante des Omnibus geschenkt bekam. Das Hardcover konnte ich kürzlich für kleines Geld in der Bucht erstehen.

Kommen wir zu den Extras. An Zahl sind das gar nicht so viele. Es gibt ein Vorwort, zwei Nachdrucke der redaktionellen Teile der Hefte 0 und 1 und ein Nachwort, das sehr speziell geraten ist. Das gilt insbesondere auch für den Umfang.

Zu den nachgedruckten Teilen will ich gar nichts groß schreiben, da ich die in den Einzelheftbesprechungen bereits erwähnte und sich deren Inhalt auch in den Nachworten wiederfinden dürfte.

Kommen wir also kurz zur Einleitung.

Knapp die erste der beiden Seiten nutzt James Robinson um zu erklären warum das Vorwort nicht so ausfiel wie er sich das gedacht hatte. Da waren nämlich die Mächtigen bei DC davor.

“Are you insane?” the powers at DC screamed. “The thing weighs in at thirteen odd pages and you aren´t even half done. And,” they added, I thought overly cruelly, “they were very odd pages indeed.”

Also fing er alternativ mit seiner Jugend in England an und erzählte wie er sturzbetrunken einen Blick gen Himmel tat und womöglich die ersten Ideen von Jack Knight in seine Vorstellungswelt gepflanzt wurden.

Die sieben Jahre an Starman sind Teil seines Lebens geworden (wie könnten sie auch nicht) und ihm ist wichtig zu sagen, wie groß der Anteil von Tony Harris daran war, dass die Serie zu dem wurde was sie ausmacht. Alles was noch an “Piraten” kommen wird ist auf dem Mist des Zeichners gewachsen wie auch Solomon Grundy als Hauptnebenfigur, die, anders als vom Autor angedacht, mehr als nur einen Auftritt bekam. Und das seien lediglich Beispiele.

Dankbar ist er den treuen Fans, die es möglich machten diese Geschichte über mehr als 80 Ausgaben zu erzählen und dass diese nun ergänzt um alle Nebenserien und Tie-ins in einer sechsbändigen Kollektion neu aufgelegt würde.

Nun ist er nicht mehr der junge Trunkenbold, sondern einer, der sich das Taxi leisten kann. Und zusammen mit dem Smog von L. A. sorgt das dafür, dass er die Sterne nur noch selten zu sehen bekommt. Aber er erinnert sich.

Ich hoffe, das kommt im Compendium zum Abdruck. Das liest sich echt schön.

Damit wären wir beim Nachwort, das ursprünglich das Vorwort hätte werden sollen. Sinnigerweise läuft dies unter dem Titel “Times Past - an ongoing afterword”. Pun intended.

Das sind diesmal 12 Seiten, immer wieder durch Zeichnungen und Skizzen aufgelockert.

James Robinson beginnt erst einmal bei sich und damit, dass er damals weit davon entfernt war, der Mann zu sein, der er heute (2008) ist. Alles was er vorweisen konnte waren übertriebene Ambitionen dahingehend in der Comicszene wahrgenommen werden zu wollen und anderen die ihnen zuteil werdende Aufmerksamkeit zu neiden. Was ihn rettete war die Unterstützung von Archie Goodwin zu Beginn.

Er war gar nicht einmal darauf aus unbedingt Starman schreiben zu wollen. Was er wollte, war, einen Comic zu schreiben wie sie in den späten 80ern und frühen 90ern aufkamen. Comics, die das Naiv-kindliche hinter sich ließen, das Fantastische mit der Realität verbanden und “erwachsener” waren. Und er führt dann fleißig Beispiele an, allen voran natürlich Alan Moore und Frank Miller mit ihren Werken.

Dann bekam er einen Job bei Titan Books, die Gaimans Frühwerk Violent Cases vertrieben. Und jedesmal, wenn er den damals noch unbekannten Dave McKean traf, kam ihm die Sache mit dem Neid in die Quere und er schnitt ihn sobald er ihm über den Weg lief. Tatsächlich hielt er dessen Arbeit für großartig.

Dann wird es langsam unübersichtlich und man versteht was die Mächtigen bei DC meinten. James Robínson erzählt etwas sprunghaft davon welche Begebenheiten und Personen ihn letzten Endes in die Staaten verschlagen haben bevor er von seinem großen Idol Grant Morrison berichtet.

Die Rede ist von seinen ersten Arbeiten mit Zeichner Paul Johnson an der Serie London´s Dark und von Mike Lake, Teilhaber bei Titan Books, der die Schuld daran trägt, dass Robinson als Autor ins Comicgeschäft einstieg.

Eine Ausgabe dieser Serie las US-Autor Matt Wagner, der Robinson anbot ihn an der Serie Grendel zu ersetzen. Und der Kontakt zu Mark Badger brachte ihm dann von Mark Waid himself den Auftrag, eine Folge der Secret Origins zu schreiben, einer nach der Crisis on Infinite Earths gestarteten Reihe. Tim Burgard, den Robinson auf der Leserseite der # 10 bereits erwähnte, zeichnete nach seinem Skript zu “The Secret Origin of Dinosaur Island.”

Und dann bot ihm Mike Lake an ihn bei der Eröffnung eines Comicshops in Los Angeles zu unterstützen. So landete Robinson in den Staaten und bei Morrison.

Als dieser die Doom Patrol übernahm, kamen die beiden zusammen und Morrison erzählte wie er gerade die vielen surrealen und verrückten Elemente der Serie schätzte und vorhatte diese für einen Mainstreamcomic ungewöhnliche Ausrichtung beizubehalten. Und kaum hatte er den ersten Arc abgeschlossen passierte das, was Robinson als Initialzündung der erwachsenen Comics bezeichnet. DC brachte Vertigo an den Start.

Robinson beschreibt wie aus seiner Sicht die Welt der Comics begann sich in zwei Welten aufzuteilen. Superhelden auf der einen und Vertigo auf der anderen Seite. Was er zu dieser Zeit vermisste war das Mittelding, das beide Welten wieder vereinte. Zu dieser Zeit, zeichnete Archie Goodwin für eine Reihe von Miniserien verantwortlich und so kamen er, Robinson und Paul Smith zusammen. Ergebnis war The Golden Age, das Autor und Zeichner eine Nominierung für den Eisner Award einbrachte und ein weiterer wichtiger Schritt zum Starman Run wurde.

Und dann hoffte Robinson auf seine monatliche Serie. Er entwickelte Konzepte und stellte diese Karen Berger bei Vertigo (etwas um Jason Woodrue herum) und auch Marvel (eine Neudefinition von Doc Samson) vor. Zum Zuge kam er jedoch nicht.

Zu der Zeit schaute er sich die Serien noch einmal an, die von sich reden machten (Millers Daredevil, Moores Swamp Thing, Morrisons Doom Patrol) und stellte fest, dass es keine Neuentwicklungen waren sondern dass sich ein Autor einer präfinalen Serie annahm und diese zu neuem Leben erweckte. Und dann fiel sein Blick auf Starman, zu der Zeit in der Will Payton-Inkarnation. Eine Serie, die sich aus Gründen, die Robinson nicht nachvollziehen konnte, schlecht verkaufte.

Was ihm auffiel war, dass alle bisherigen Starmen in keinerlei Verbindung zueinander standen. Anders als andere Superhelden bei denen ganze Generationen miteinander agierten. Beispielsweise der Flash, wo Jay Garrick, Barry Allen und Wally West gemeinsame Auftritte hatten. Und so entwickelte er Pläne wie Will Payton und die Knights zusammenkommen könnten an einem extra dafür geschaffenen Ort und erzählte Archie Goodwin davon. Die Resonanz war überschaubar. Und dann wurde die Serie abgesetzt und Will Payton starb. Letzteres geschah in der Miniserie Eclipso: The Darkness Within.

Robinson war aufgeregt und rief Goodwin an er möge den Charakter für ihn reservieren. Wie sich herausstellte hatte er dies aber bereits getan. Angedacht war eine vierteilige Miniserie (der Storyarc “Sins of the Father”) und sollte sich die verkaufen eine Ongoing. Archie Goodwin brauchte dazu das Go eines zweiten Verantwortlichen. Den fand er in Mike Carlin, der gleich das Okay für eine Ongoing gab.

Dann brauchte es noch einen Zeichner. Robinson hatte zwei Anforderungen.

Erstens müsste er mit Schatten und Dunkelheit arbeiten können, da Starman als Held der Nacht konzipiert und von Jack Burnley und Mort Meskin im Golden Age entsprechend gezeichnet wurde. Möglicherweise ein Grund weshalb Will Payton nicht funktionierte, der eher wie die bunten Superhelden gestaltet wurde.

Zweitens müsste er in der Lage sein monatlich zu liefern. Und so kam man auf Tony Harris. Damit trafen zwei nicht ganz einfache Charaktere aufeinander aber irgendwie fanden sie einen Weg ihr gemeinsames Baby zu dem zu machen, was es letztendlich wurde. Und es war beider Baby.

Die Times Past Hefte (zwei davon hatten wir bereits) baute Robinson in seinen Run ein um zum einen Opal City zu dem historischen Ort zu machen, der die Stadt von Beginn an war und um Tony Harris Spielraum zu geben sich künstlerisch auszutoben.

Und so entstand die Serie, die Robinson immer schreiben wollte und von der er glaubte, dass DC sie bräuchte. Und es steckt eine ganze Menge von ihm selbst mit drin, nicht zuletzt sein Vintage-Faible, das er mit Jack Knight teilt.

Hier betont er dann noch einmal wie wichtig ihm die Ausgestaltung von Opal City als einem fiktiven Ort war. Und wie stolz er darauf ist, dass Grant Morrison und Mark Millar dies nach ihm mit Vanity, Oregon für Aztek taten.

Für diesmal beendet er sein Nachwort mit einer Danksagung an alle Menschen, die ihm in der Zeit an Starman begegneten und diesen sieben Jahre andauernden Run möglich gemacht haben.

Aufgelockert wird dieser ausschweifende Monolith von einem Nachwort durch viele Zeichnungen. Darunter alternative Cover und Konzeptzeichnungen zu Jack, The Shade, Nash, Kyle, The Black Pirate (der kommt noch), Ted Knight, Bliss, Crusher, Ragdoll und Babaloo, dem Dämonenaffen.

Der Omnibus selbst ist auch im Hardcover angenehm zu lesen. Mit 17 Heften ist der weit von den Handgelenke brechenden Kloppern entfernt, die sonst so unter dieser Bezeichnung laufen und unter dem Schutzumschlag findet man das Cover nochmal ohne Schriftzüge. Sehr schön.

Und damit bin ich am Ende des ersten von geplanten sieben Meilensteinen angelangt und werde eine kleine Pause einlegen. Auch weil die DC Showcase Ausgaben noch nicht angekommen sind, die im zweiten Omnibus enthalten sind. Zu lang wird die aber nicht werden, da ich kaum erwarten kann Neuland zu betreten. Den ersten Omnibus kannte ich schon, der zweite ist mir komplett unbekannt.

Bis dahin versuche ich mich vielleicht an Aztek oder Kid Eternity von Grant Morrison.

Geändert von LaLe (20.07.2021 um 23:52 Uhr)
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