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Alt 13.07.2021, 18:53   #1  
Peter L. Opmann
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gold01 Auf den Spuren von Conan, dem Barbar

Ein paar Vorbemerkungen

Die Marvel-Comicserie „Conan the Barbarian“ war bei Williams zaghaft im Gespräch; es gab kenntnisreiche Leser, die sich eine deutsche Ausgabe der Serie wünschten. Bekanntlich wurde aber nichts mehr daraus – Williams konnte keine neuen Serien mehr starten und hatte vielleicht auch Angst vor Indizierungen. Norbert Hethke brachte stattdessen in seiner „Sprechblase“ gleich die härtere Magazinfassung „The savage Sword of Conan“. Und dann stieg Condor, als Wolfgang M. Biehler seine Marvel-Lizenz hatte, mit einer Taschenbuch- und einer Albenreihe ein.

Kleiner Exkurs: Conan ist die bekannteste Figur des texanischen Pulp-Autors Robert E. Howard, der in den 1930er Jahren sehr actionbetont und spannend schrieb und zudem als Erfinder des Genres Sword & Sorcery gilt, also einer Fantasy-Gattung, in der Schwertgefechte und Magie dominieren. Howard beging 1936 Suizid, und seine Storys gerieten weitgehend in Vergessenheit, bis sie Lyon Sprague de Camp um 1960 neu veröffentlichte und gemeinsam mit Lin Carter auch weiterführte. Roy Thomas kannte die Wiedererscheinungen und wollte schon bald eine Comicserie daraus machen, was sich als gute Idee erwies. Später gab es auch Conan-Filme (von John Milius mit dem schweigsamen Arnold Schwarzenegger als Barbar). Letztlich scheint die Serie im Comic am erfolgreichsten gewesen zu sein.

Ende der 1970er/Anfang der 80er Jahre galt „Conan“ hierzulande als interessante Comicserie, mit der Marvel ein neues Heldenkonzept eingeführt hatte. Ich hätte mich gefreut, wenn Williams den Titel gebracht hätte, und ich habe mir dann die Condor-Ausgaben eine ganze Weile gekauft, obwohl mir Marvels im Taschenbuchformat nicht zusagten und in den Alben nicht die zentrale Heftserie lief. In der Sekundärliteratur wurde „Conan“ dagegen damals meist etwas abschätzig beurteilt; die Autoren wollten nicht einer Titelfigur Beifall klatschen, die brutal, tumb und unmoralisch wirkte. Gelobt wurde der Zeichner Barry Windsor-Smith, der von europäischen Kunststilen beeinflußt war, weniger John Buscema, der die Robustheit und Wildheit der Figur grafisch unterstrich.

Conan ist nicht wirklich tumb, unmoralisch dagegen schon – ihm geht es nur um seinen Vorteil, und er tötet Menschen, ohne mit der Wimper zu zucken. Nach ihm kamen freilich Figuren wie Deadpool, Kick-Ass oder der neue DC-Joker, im Vergleich zu denen der Barbar längst nicht mehr so extrem wirkt. Ich will jetzt – zusammen mit Crackajack Jackson und vielleicht anderen Leuten – „Conan“ nochmal nachlesen, um zu erfahren, wie er nun wirklich dargestellt wird. Ob, wie auch oft behauptet wird, die Storystruktur immer dieselbe ist oder ob es Entwicklungen in der Serie gibt oder wenigstens ungewöhnliche Storyvarianten. Ob mir die Comics mit gut 40 Jahren Abstand noch gefallen, beziehungsweise wie sie heute auf mich wirken.

Was die Grafik angeht, waren die Experten und Kritiker voreilig. Smith war damals so etwas wie eine Notlösung. Roy Thomas, der die Serie durchgängig schrieb, hatte sich schon zu Beginn John Buscema als Zeichner gewünscht, und auch Buscema hatte Interesse, aber Stan Lee sah die Erfolgsaussichten skeptisch und wollte Buscema dafür nicht abstellen. Man nahm stattdessen den Newcomer Smith, der kurz vorher unter abenteuerlichen Umständen von der Schule für Industriedesign und Illustration in London-West Ham nach New York gekommen war. Er verwendete einen ungewöhnlichen Stil, aber sein präraffaelitischer und jugendstiliger Conan war nicht der, den sich Robert E. Howard einst für „Weird Tales“ ausgedacht hatte. Buscema lieferte zwei Jahre später den definitiven Conan.
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Alt 13.07.2021, 18:55   #2  
Peter L. Opmann
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Conan the Barbarian # 1 / Marvel-Superhelden-Comic-Taschenbuch: Conan # 1 / Die Sage Conan # 1



Erscheinungstermin: Oktober 1970 / 1979 / Mai 1987

Story-Titel: Conan kommt!

Original-Storytitel: The Coming of Conan!

Zeichnungen: Barry Windsor-Smith und Dan Atkins

Text: Roy Thomas

Übersetzung: Robert Wantke / Wolfgang J. Fuchs

Etwas nie Dagewesenes war der neue Comicheld Conan nicht. Er hat manche Züge von Tarzan, und auch bei Marvel gab es bereits tarzanartige Figuren wie Ka-Zar oder Kraven der Jäger. Als Fantasyfigur ähnelt er Thor, besonders in den „Tales of Asgard“, und ich habe den Eindruck, die hat sich Zeichner Smith bei der Gestaltung der Conan-Welt auch mit zum Vorbild genommen. Mit den Schwertkämpfern bei Marvel wie dem Schwarzen Ritter hat er jedoch nur wenig gemein, und magische Bedrohungen sehen bei Dr. Strange ebenfalls ziemlich anders aus als bei ihm. Vor allem für den an Superhelden gewohnten Leser war das doch etwas völlig anderes.

Thomas und Smith führen den Helden mit zwei für ihn typischen Situationen ein: in einer Schlacht zweier verfeindeter Barbarenstämme und dann in der Begegnung mit einem verführerischen, aber Verderben bringenden übersinnlichen Wesen. Zu Beginn hat sich der noch sehr junge Cimmerier bei den Aesgaardern als Söldner verdingt und kämpft mit ihnen gegen die Vanaheimer; es geht naheliegenderweise um Grenzstreitigkeiten. Conan tötet einen kampferprobten Vanaheimer und steht dann einem bärtigen Krieger namens Olav gegen drei Gegner bei, weil diese Auseinandersetzung überraschenderweise seinem Gerechtigkeitssinn widerspricht.

Nach ihrer empfindlichen Niederlage planen die Vanaheimer Wolf und Hothar im Rücken ihrer Leute den Rückzug. In einer Höhle stoßen sie auf einen Zauberer und eine schöne Frau. Derweil greifen Olav und Conan die nun führerlosen Vanaheimer an. Da kommen plötzlich unheimliche geflügelte Wesen vom Himmel herab und töten Olav, indem sie das Leben aus seinem Leib saugen. Die übrigen Krieger sterben oder fliehen. Auch Conan wird überwältigt, kommt aber in der Höhle wieder zu sich, wo er von der Begleiterin des Zauberers gepflegt wird, allerdings gefangen in einem Käfig. Der Schamane beschwört einen Kristall, der zunächst die Herkunft Conans zeigt (eine knappe Origin-Story) und dann einen Übergangszauber bewirken soll. Doch dann entstehen auch Zukunftsbilder bis hin zum Weltraumzeitalter, die über den Verstand des Zauberers gehen.

Conan befreit sich und zerstört den Kristall. Die Höhle ist von Feuer erfüllt. Wolf verbrennt; Conan packt das Mädchen und bringt sich und sie in Sicherheit. Das ist aber nicht in ihrem Sinne – sie verwandelt sich in eines der geflügelten Wesen; ihr Name ist Tara. Damit sie in dieser Welt und bei dem Zauberer bleiben kann, hätte Conan in ihre Welt geschickt werden sollen. Das ist nun ohne Kristall unmöglich. Tara muß selbst in ihre wohl nicht sehr angenehme Welt zurück. Conan ist wieder allein und wandert weiter.

Die Story wird etwas umständlich präsentiert. Es fehlt eine hilflose Frau, mit der Conen anbändeln und die er retten könnte. Da fürchtete man möglicherweise noch die Zensur. Daneben fällt auf, daß in der Episode zwar reichlich gestorben, aber nirgends das Sterben durch das Schwert explizit gezeigt wird. Zeichner Smith ist hier noch teilweise von Jack Kirby beeinflußt, seine Grafik auf jeden Fall steigerungsfähig. Sein Hang zum Ornament ist hier noch nicht zu sehen, und Conan ist tatsächlich ein feingliedriger Jüngling und kein roher Barbar. Wenig Sex und Crime in Text und Bild – das ist insofern noch keine typische Conan-Story. Für eine große Startnummer kommt mir die Ausgabe doch eher enttäuschend vor. Allerdings war die Sache für Texter und Zeichner Neuland, und es werden hier immerhin eine Reihe von Conan-typischen Mustern eingeführt.

(Offenbar liegt dieser Ausgabe keine konkrete Robert-E.-Howard-Story zu Grunde. Für mich ist es aber schwierig, das nachzuprüfen. Ich besitze das Werk von Howard nicht komplett.)

Geändert von Peter L. Opmann (15.07.2021 um 09:16 Uhr)
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Alt 13.07.2021, 21:39   #3  
Crackajack Jackson
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Es ist ein ganz anderes Genre, in dem sich die Geschichten hier bewegen.

Sie sind ernster und realistischer. Umso mehr wirkt das Übernatürliche, dass hierin eingebunden ist.

Die Zukunftsszene hat mich natürlich an Asterix, „Der Seher“ erinnert, in dem auch Bilder aus der Gegenwart gezeigt wurden.

Das Mädchen, für das Conan im Austausch den Platz einnehmen sollte, erinnert mich an ein anderes Heft von Roy Thomas, Hulk #126, das im gleichen Jahr (1970) erschien. Hier nimmt ein Mädchen den Platz des gefangenen Doktor Strange ein, das dadurch für immer in der anderen Dimension feststeckt.

Es wird in den Geschichten auch keine Rücksicht auf die Gefährten Conans genommen. Alle um ihn herum können jederzeit sterben. Conan ist die einzige Konstante in einem um ihn herumwirbelnden Kosmos.

Die Anziehung kommt auch durch das dunkle Zeitalter,in dem sich der Barbar bewegt. Hier gilt noch das Recht des Stärkeren und es gibt keine Ordnung und Struktur in seiner Welt.
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Alt 13.07.2021, 22:26   #4  
Kal-L
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Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
Was die Grafik angeht, waren die Experten und Kritiker voreilig. Smith war damals so etwas wie eine Notlösung. Roy Thomas, der die Serie durchgängig schrieb, hatte sich schon zu Beginn John Buscema als Zeichner gewünscht, und auch Buscema hatte Interesse, aber Stan Lee sah die Erfolgsaussichten skeptisch und wollte Buscema dafür nicht abstellen. Man nahm stattdessen den Newcomer Smith, der kurz vorher unter abenteuerlichen Umständen von der Schule für Industriedesign und Illustration in London-West Ham nach New York gekommen war. Er verwendete einen ungewöhnlichen Stil, aber sein präraffaelitischer und jugendstiliger Conan war nicht der, den sich Robert E. Howard einst für „Weird Tales“ ausgedacht hatte. Buscema lieferte zwei Jahre später den definitiven Conan.
Erstmal viel Glück bei dem Run, ich habe auch schon einige Ausgaben dank der Classic Collection Ausgaben gelesen. Und ja auch ich habe mal gedacht das Conan nur ein Tumber Schläger ist, die Geschichten haben mir jedoch das Gegenteil bewiesen.

Und das Barry Smith Zeichner wurde lag laut Roy Thomas (laut dem Vorwort in Classic Collection #1) nicht an Stan Lee sondern am Preis für John Buscema. Für Martin Goodman war der Seitenpreis den er für die Wunschbesetzung hätte Zahlen müssen zu Teuer, gerade auch weil Roy Thomas eigenmächtig den Preis für die Rechte, erhöht hatte von150 auf 200$ Pauschal pro Ausgabe für die Rechte. Obwohl Goodman nur den geringeren Preis zahlen wollte, was Rox Thomas wie er schreibt Peinlich war so wenig zu zahlen.

Und so kam es das Stan Lee von neuen Talenten Barry Smith vorschlug.

Doch die Verhandlungen hatten Erfolg, aber man bekam keine Rechte vorhandene Storys von REH oder anderen zu adaptieren (das kam erst später) Es sollte nur neue Abenteuer geben, also ja der ersten Ausgabe liegt keine REH Story zu Grunde.

Interessant ist vielleicht noch das Roy Thomas im vergangenen Jahr im neuen King-Size Conan Special #1 einen Prolog zu der ersten Story geschrieben hat, die Veröffentlichung ist bei Panini schon angekündigt
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Alt 13.07.2021, 22:58   #5  
Peter L. Opmann
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Danke für die Anmerkungen, die noch ein paar wichtige Informationen und Eindrücke hinzufügen.

@ Kal-L: So ähnlich habe ich das auch gelesen. Aber es war ja nicht so, daß Buscema wenig eingesetzt wurde; für "Fantastic Four" oder "Avengers" war sein Honorar okay. Man zweifelte vielmehr daran, daß "Conan" ein Erfolg werden oder lange laufen würde. Ich hatte nur angenommen, daß Stan Lee die Entscheidung traf - da habe ich mich wohl geirrt.

@ Crackajack: Den Querverweis zu "Hulk" konnte ich nicht machen, weil ich da die Serie - im Gegensatz zu Dir - nicht mehr gelesen habe. Ob sich Roy Thomas von "Asterix" inspirieren ließ, da bin ich nicht so sicher...

Im Übrigen habe ich mit "Conan" mal angefangen, das bedeutet aber nicht, daß Du jetzt mit "Hulk" aufhören mußt.

Und noch eins: Ich werde die Hefte nicht so schnell lesen, wie Crackajack das bei "Hulk" macht - wahrscheinlich schaffe ich so etwa eine Ausgabe pro Woche.
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Alt 14.07.2021, 06:34   #6  
Crackajack Jackson
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Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
Und noch eins: Ich werde die Hefte nicht so schnell lesen, wie Crackajack das bei "Hulk" macht - wahrscheinlich schaffe ich so etwa eine Ausgabe pro Woche.
Halte mir das doch nicht immer vor. Ich bin eben Konsument und kein Analyst.

Außerdem habe mich nur angepasst. Selbst auf einem Pferd ist Conan nicht so schnell unterwegs, wie der Hulk.

Weiterhin gilt, je langsamer, desto tiefer und eine Ausgabe in der Woche ist wahrscheinlich genau das richtige Tempo.
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Alt 14.07.2021, 07:16   #7  
Marvel Boy
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Ich bin schon gespannt auf die Besprechungen angeht.
Was die Geschwindigkeit betrifft, egal wie langsam, es wird immer schneller sein als meine derzeitigen Frankenstein Rezis.

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Alt 14.07.2021, 07:28   #8  
Crackajack Jackson
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Um nochmal auf den Dimensionstausch zurückzukommen. Er verleiht der Geschichte Dramatik und diesen Hauch von Melancholie, der bei Conan immer mitschwingt.
Man findet die Assistentin des Magiers von Anfang an sympathisch und sie kümmert sich auch um Conan. Anders, als die anderen Flügelwesen, ist sie nicht gewalttätig und strahlt keine Feindseligkeit aus. Ihr hätte man es gegönnt, auf der Erde bleiben zu dürfen.

Diese Zeilen, die ich für den Hulk #126 geschrieben hatte gelten hier auch:

Es ist ein bisschen was von Atlas in dieser Geschichte. Doctor Strange wird hier nur frei, wenn jemand seinen Platz einnimmt. Diese Opfergeschichten sind immer sehr emotional.

Geändert von Crackajack Jackson (14.07.2021 um 07:33 Uhr)
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Alt 14.07.2021, 08:27   #9  
Peter L. Opmann
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Zitat:
Zitat von Crackajack Jackson Beitrag anzeigen
Halte mir das doch nicht immer vor. Ich bin eben Konsument und kein Analyst.
Keine Vorhaltung - Du hast einfach mit Deinem "Hulk"-Run hier Maßstäbe gesetzt, und denen kann ich nicht gerecht werden.
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Alt 14.07.2021, 13:04   #10  
Crackajack Jackson
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Roy Thomas zeigt hier am Beispiel von Olav gleich, wie hart die Männer des Nordens doch sind.
Statt sich für die Rettung seines Lebens zu bedanken, putzt er Conan erst einmal runter, weil er ihn Freund nennt und hier Befehle gibt.

Es ist doch eine ganz andere Erzählweise, die Thomas hier an den Tag legt.
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Alt 15.07.2021, 09:15   #11  
Peter L. Opmann
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Conan the Barbarian # 2 / Marvel-Superhelden-Comic-Taschenbuch: Conan # 1 / Die Sage Conan # 1

Erscheinungstermin: Dezember 1970 / 1979 / Mai 1987

Story-Titel: Die Höhle der Tiermenschen

Original-Storytitel: Lair of the Beast-Men!

Zeichnungen: Barry Windsor-Smith und Sal Buscema

Text: Roy Thomas

Übersetzung: Robert Wantke / Wolfgang J. Fuchs

Das ist eine untypische Conan-Story. Ich denke, nach einer Howard-Vorlage zu suchen, kann ich mir schenken. In der Einöde von Aesgaard hat Conan einen Riesen getötet, der ihn angegriffen hatte. Dann begegnet er einer (normal großen) Frau namens Moira, die vor ihm die Flucht ergreift. Sie lockt ihn in einen Hinterhalt, wo er von zwei anderen Riesen überwältigt wird. Moira entpuppt sich später als Gefährtin des Riesenkönigs. Die drei bringen Conan in eine Höhle, in der sich eine Stadt des bizarren Riesenvolks befindet. Barry Smith entwickelt hier mit relativ geringem Aufwand eine exotisch anmutende Architektur, etwas, was in späteren Ausgaben noch mehr zur Geltung kommen wird. Zwischendurch wird auch kurz die Herkunft der Riesen und ihrer Höhlenstadt erklärt. Conan wird in ein Verlies geworfen, in dem sich schon einige Männer befinden. Künftig soll er wie sie als Sklave dienen. Während die anderen nichts als Gefangenschaft erlebt und resigniert haben, denkt er nur daran, seine Freiheit wiederzugewinnen.

Auch wenn er in Ketten liegt, verhält sich Conan den Riesen gegenüber renitent, weshalb sie beschließen, ihn in Gladiatorenspielen zu beseitigen. Der Anführer der Sklaven steckt ihm heimlich ein selbst angefertigtes Messer zu. Mit diesem Messer gelingt es Conan, einen Schneelöwen zu töten, der ihn in der Arena zerreißen soll. Darauf wird er von den Riesen mit einem Netz gefangen. Doch die Sklaven haben durch sein Beispiel Mut zur Revolte gefasst. Zusammen mit Conan setzen sie einen gewaltigen Rammbock auf Rädern in Bewegung, mit dem sie die gesamte Stadtanlage in Schutt und Asche legen. Das kostet fast alle Angehörigen des Riesenvolks das Leben. Der Anführer der Sklaven kann den Sieg nur kurz auskosten, dann wird er von einem übrig gebliebenen Riesen umgebracht. Conan ehrt ihn mit der Krone des Riesenkönigs als den „ersten freien Menschen“.

Die Story weist ein paar Logik-Lücken auf, aber untypisch ist sie aus anderen Gründen: Daß sich Conan so leicht in eine Falle locken und gefangen nehmen läßt, ist schon recht ungewöhnlich. Er hat das Heft des Handelns nicht in der Hand, kann nur auf Fehler seiner Gegner reagieren und braucht darüber hinaus Hilfe von dem Sklaven-Anführer. Als wichtiger Wesenszug wird immerhin sein unbändiger Freiheitsdrang herausgearbeitet. Ein paar Dinge muten seltsam an, vor allem, daß der Rammbock (der übrigens einfach so in der Arena herumsteht) die Stadt genau so zerstört, daß dabei die Riesen umkommen, die Sklaven und Conan dagegen am Leben bleiben. Als die Mauern fallen, verliert sich auch die Spur von Moira, von der ich erwartet hätte, daß sie bis zum Ende wichtig bleibt. Die Riesen kommen im Übrigen nie auf die Idee, Conan, solange er im Gefängnis sitzt, für seinen Widerstand zu bestrafen, was für mich naheliegend gewesen wäre.

Atmosphärisch sagt mir die Episode jedoch durchaus zu. Das Splashpanel mit dem gefallenen Riesen vermittelt gleich etwas davon. Die Höhlenstadt kommt als etwas märchenhafte, aber auch erschreckende Kulisse rüber. Barry Smith und eventuell auch Roy Thomas hatten offenbar eher eine klassische Fantasygeschichte im Sinn als Sword & Sorcery. Wie im ersten Band wird Gewalt nur sehr fein dosiert gezeigt, und Sex fehlt fast völlig – was vielleicht auch noch den Comics Code-Beschränkungen geschuldet ist. Aber auch wenn das keine richtige Conan-Geschichte ist, hat sie doch interessante Aspekte.

Geändert von Peter L. Opmann (15.07.2021 um 09:20 Uhr)
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Alt 15.07.2021, 13:24   #12  
Crackajack Jackson
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Für mich sahen die Riesen eher aus wie Gorillas, im Original Beast-Men.

Wieder einmal wird der Gefährte von Conan zum Schluss getötet.
Er gleicht wohl Moses, der das Land seiner Väter niemals erreichen wird.
Hier ist auch wieder der Schuss Melancholie. Man trauert um den Anführer der versklavten Menschen, die nie das Licht der Sonne erblickten.

Wie Du schon sagst, sehr schön wird hier gezeigt, dass Conan sich nicht unterkriegen lässt und immer weiter kämpft, egal wie die Chancen gegen ihn stehen.

Eine schöne, in sich abgeschlossene Geschichte.

Die Zeichnungen gefallen mir übrigens sehr gut. Besonders der Schneelöwe sieht furchterregend aus.

Geändert von Crackajack Jackson (15.07.2021 um 13:40 Uhr)
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Alt 15.07.2021, 15:50   #13  
Peter L. Opmann
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Sie werden auch oft Tiermenschen genannt - das ist richtig. "Riesen" bedeutet auch bloß, daß sie so etwa zwei Köpfe größer sind als Conan. Auf dem Splash-Panel wirkt der tote "beast-man" dagegen deutlich größer; davon habe ich mich leiten lassen.

Hab' noch nicht so den Überblick, aber ich meine auch, daß die Kampfgefährten von Conan öfter mal sterben. Da würde ich aber als Vergleich nicht unbedingt sofort Moses bemühen, der nicht ins Gelobte Land einziehen durfte. Daß Kjord stirbt, zeigt erstmal nur, daß es Conan selbst leicht auch hätte erwischen können.

Den Schneelöwen finde ich auch gut gezeichnet. So eine Raubkatze taucht auch bald wieder auf, in der Geschichte "In den Klauen der Tigerin" (bei Splitter heißt die Story "Zukalas Tochter"). Barry Smith lagen offenbar solche Tierchen. Generell habe ich aber den Eindruck, daß Smith mit der Zeit deutlich besser geworden ist - was man bei anderen Zeichnern und anderen Serien ja auch beobachten kann.
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Alt 15.07.2021, 21:08   #14  
Kal-L
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Die Story "Lair of the Beast-Men!" liegt zumindest keine konkrete REH Story oder eines anderen Autor zu Grunde, laut Roy Thomas hat er es aber an ein Essay von REH angelehnt, mit dem Titel "The Hyborian Age".

In diesen wird zumindest von diesen intelligenten Affen berichtet.

Die erste Seite wurde hier auf Wunsch von Martin Goodman neu gezeichnet, da er hier wohl im Kampf einen Bären getötet hat wegen dem Fell. Das wurde dann zu einem der Menschenaffen umgearbeitet. Ansonsten erwähnt er aber nichts von eingriffen des Comic Code. Nur das die Rasse für seine Wünsche zu viel an Zivilisation zeigt was aus seiner Sicht schon etwas Planet der Affen Feeling ausstrahlte, er ließ aber nicht mehr umarbeiten, vor allem weil Barry zu der Zeit von England aus arbeitete und kein Internet existierte.

Ist bei euch die unterirdische Stadt auch nur in unterschiedlichen Grüntönen gehalten?
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Alt 15.07.2021, 21:43   #15  
Crackajack Jackson
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Im Original ist es auch eine grüne Stadt. Liegt wohl daran, dass es in den Höhlen feucht ist.

Wird eine Höhle beleuchtet, sprießt dort früher oder später Grün. Lange war das gar nicht so einfach zu verhindern.

„Lampenflora“ heißt das Phänomen. Auch englische Fachtexte verwenden diesen deutschen Ausdruck, den der Tübinger Botaniker Klaus Dobat 1963 geprägt hat.
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Alt 15.07.2021, 23:00   #16  
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"The Hyborian Age" habe ich leider nicht - danke für den Hinweis.

Auf jeden Fall hat die "Conan"-Saga einen zwar spinnerten, aber ganz interessanten Hintergrund. Als Howard schrieb, gab es noch unterschiedliche Theorien über die Entstehung der Kontinente. Manche Wissenschaftler gingen tatsächlich davon aus, daß es im Atlantik mal eine größere Landmasse gab, die irgendwann unterging. Das soll die Hochkultur von Atlantis gewesen sein. Nachdem Atlantis versunken war, fielen die europäischen Stämme ins Stadium der Barbarei zurück. Diese Idee hat Robert E. Howard aufgegriffen.

Was die Rolle der Affenmänner war, weiß ich allerdings nicht. Bei Condor heißen sie tatsächlich überwiegend "Affenmänner", aber von den Masken aus "Planet der Affen" unterscheidet sie doch einiges. Was das für Bestien sind, bleibt doch etwas unklar - jedenfalls sind es keine Menschen.

Was die Farben betrifft: In der Splitter-Ausgabe ist die Stadt schön bunt. Splitter hat die Bände anscheinend recht aufwendig neu colorieren lassen.
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Alt 19.07.2021, 20:23   #17  
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Ach ja, die Conan-Taschenbücher von Condor. Da stand Marvel auf dem Cover, deshalb musste ich die haben. 1979 war ich 9, also vielleicht zu jung für Sword and Sorcery, jedenfalls konnte ich damals mit den Geschichten nichts anfangen, und nach ein paar Nummern wurde Conan nicht mehr gekauft.

Dann gab es 1982 wegen des gerade aktuellen Conan-Films Conan als Schwerpunkt in Comic Forum #15, da wurde mein Interesse wieder etwas geweckt; u.a. habe ich mir die ersten fünf "gelben" Heyne-Taschenbücher besorgt. Aber so richtig gezündet hat Conan bei mir wieder nicht. Später lief Conan ("savage sword") in der Sprechblase; schöne Zeichnungen von Buscema und Alcala, aber die Geschichten über eine längst vergangene Zeit und die ganze Gewalt - still not my cup of tea.

Viel später fand ich es interessanter, über Robert E. Howard und die Entstehungsgeschichte von Conan zu lesen bzw. über Roy Thomas und die Entstehungsgeschichte der Conan-Marvels, als mir die Comics bzw. die Kurzgeschichten selber nochmal vorzunehmen.

Wenn das hier in gemächlichem Tempo voranschreitet, lese ich jetzt aber die ersten 25 Ausgaben (und vielleicht parallel ein paar Kurzgeschichten) noch einmal mit.

Übrigens war Roy Thomas in diesem Jahr bei den "Howard Days" zu Gast, und es gibt hier ein (Audio-)Interview mit ihm. Es geht gar nicht viel über Conan, Roy erzählt vor allem ein paar Anekdoten, die man eigentlich alle schon kennt, aber es ist interessant, ihn mal "in echt" zu hören. Die 80 hört man ihm jedenfalls nicht an.

Zu Conan #1 kann ich eigentlich nicht viel hinzufügen. Nur dieser komische Helm mit den zwei Hörnern ist doch recht lächerlich. Wo kommt der eigentlich her? Gab es das schon in frühen Illustrationen? Oder auf Paperback-Titelseiten? Oder erst hier bei Marvel? Dann gibt es auf dem Cover eine Frauengestalt; wer soll das sein? Tara sieht ganz anders aus. (Auf der Splash Page ist wieder eine ganz andere Frau zu sehen.)

Auch zu Conan #2 kann ich keinen neuen Gedanken beitragen. Mir erscheint auch einiges ziemlich unlogisch. Was aber jetzt schon klar ist: ständig wird gestorben, auch Conan tötet immer wieder ("normal" für einen Barbaren, aber ganz ungewöhnlich für einen Marvel-Comic), aber Details darf man nicht sehen.

Tatsächlich werden die Affenmenschen im Essay "Hyborian Age" (dt. im ersten "gelben" Heyne-Buch) erwähnt, wie Kal-L schon schrieb. Es wird beschrieben, dass sich ein kleiner Trupp aufmachte, um diese Tiere "jenseits des Polarkreises" auszurotten, aber keiner aus diesem Trupp wäre je zurückgekommen. Daraus hat Roy Thomas dann die vorliegende Story gemacht.
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Alt 19.07.2021, 21:11   #18  
Peter L. Opmann
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Danke für die Ergänzungen. Ich war damals immerhin schon 14 und fühlte mich alt genug für "Conan".

An "Comic Forum" # 15 hatte ich gar nicht mehr gedacht. Da werde ich demnächst nochmal reinschauen.

Ja, den Helm von Conan habe ich vergessen zu erwähnen. Der ging kurz darauf verloren, aber schlecht stand er ihm eigentlich nicht...

Ich werde gemächlich weiterlesen. Größtenteils bin ich auf die Condor-Taschenbücher angewiesen, aber erstmal habe ich gemäß der Splitter-Ausgabe rezensiert. Und das dritte Splitter-Album habe ich inzwischen auch noch gefunden.
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Alt 20.07.2021, 07:21   #19  
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Der Helm war wohl eine Smith Eigenproduktion und die Mädels auf den Covern anfangs austauschbar, reiner Kaufanreiz.
Die TB's hab ich glaube ich ab der 3 entdeckt den Rest dann nachbestellt. Wie lange ich durchgehalten habe müßte ich in meinem alten Unterlagen jetzt nachschauen. Den Rest nachgekauft, bis auf wenige Exemplare, hab ich dann so um 1998 rum. Hab mir dann auch die Splitteralben besorgt. Ach ja, Alben, Condor hatte da auch schöne zu King Conan, aber erst sehr viel später. Zu Zeiten von CF 15 hab ich mir dann einen Stapel Sprechblase mit Conan geholt.
Ich mochte den Kerl von Anfang an und mag ihn immer noch.
Rezis gibt es von mir allerdings nur paketmäßig zu den Omnis von Panini, die Hefte hab ich nicht im einzelnen besprochen.

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Alt 20.07.2021, 08:22   #20  
Peter L. Opmann
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Damit bist Du mein idealer Nachfolger in diesem Thread. Ich habe die Taschenbücher bis etwa # 10, beziehungsweise danach habe ich größere Löcher. In diesem Bereich besprichst Du dann weiter, okay?
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Alt 20.07.2021, 19:02   #21  
Marvel Boy
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Ich komme ja nicht mal mit meinen eigenen Projekten weiter.
Abgesehen davon das meine Rezis oberflächlich wirken gegen die Analytik hier.

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Alt 20.07.2021, 20:06   #22  
Phantom
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Man sollte sich nicht in diese Details reinsteigern, aber nochmal zu Conans Helm:

Aus den 60ern gibt es Howard-Paperbacks mit Frazetta-Cover, auf denen Conan auch einen Helm mit Hörnern trägt. (Mich erinnert das an Hägar und Wickie, deshalb kann ich das nicht so ernst nehmen. )

Aber die Hörner bei Frazetta gehen nach links und rechts, nicht beide nach vorn wie bei Barry Smith. Welchen Sinn sollen Hörner haben, die beide nach vorne zeigen? Wie soll das im Gleichgewicht bleiben? (Wobei: welchen Sinn sollen Hörner überhaupt haben? Kampftechnisch machen nur Helme Sinn, die das Schwert abrutschen lassen, aber nichts mit Hörnern. Man könnte höchstens einen Flaschenöffner aufs Horn stecken, damit man ihn immer parat hat. Kein Wikinger hatte wirklich Hörner am Helm.)
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Alt 20.07.2021, 20:11   #23  
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Wer kennt sich schon mit der damaligen Mode aus.
Vielleicht wollte man Conan irgendeinen besonderen Kopfschmuck geben. Jack Kirby hat seinen Kriegern auch extravagante Kopfbedeckungen verpasst.

Geändert von Crackajack Jackson (20.07.2021 um 20:57 Uhr)
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Alt 20.07.2021, 21:15   #24  
Kal-L
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Laut dem Vorwort der Classic Collection war der Helm ein Entschluss von Roy Thomas und Stan Lee, inspiriert von Starr einem Helden der wenige Monate zuvor in Chamber of Darkness #4 erscheinen (auch von Thomas und Barry Smith umgesetzt)

Dieser hatte den gleichen Gehörnten Helm (andere Farbe) und man beschloss die Beizubehalten, auch weil "Marvel Leser waren schließlich kostümierte Helden gewohnt, warum Conan nicht den Anflug eines Kostüms geben, ohne das er wirklich eins trug?"
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Alt 20.07.2021, 22:48   #25  
Peter L. Opmann
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Ich habe kürzlich irgendwo gehört, daß auch die Wikinger nie Helme mit Hörnern trugen. Woher dieses Bild aber kommt, wurde nicht gesagt.

Im "Comic Forum" habe ich inzwischen gelesen, daß Conans hyborische Welt ziemlich an Europa und Nordafrika erinnert - es fehlt das Mittelmeer. Conan kam also wohl aus Wikingerland.
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