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Alt 18.10.2022, 18:06   #51  
Servalan
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Der Schauspieler Heinz Schubert (1925 - 1999) wurde in seiner Rolle als Ekel Alfred Tetzlaff in Wolfgang Menges Fernsehserie Ein Herz und eine Seele (1973-1976) mehr berüchtigt als berühmt. Dabei begann seine Karriere 1951 am Berliner Ensemble, an das ihn Bertolt Brecht geholt hatte. Ab 1958 spielte der gelernte Schneider in DEFA-Produktionen mit. Als 1961 die Berliner Mauer gebaut wurde, flüchtete er in den Westen. Zu seinen weiteren prominenten Rollen gehörten Hadschi Halef Omar in der 26-teiligen Karl-May-Verfilmung Kara Ben Nemsi Effendi (1973–1975), der Privatdetektiv Fetzer in der Krimiserie Detektivbüro Roth und und die des Wirtschaftsprüfers Dr. Fink in Dieter Wedels Der große Bellheim.

Mit seiner Fotografie wurde er sogar von der etablierten Kunstwelt anerkannt:
Zitat:
Besonders bekannt wurden seine zahlreichen Fotos von verschiedenen Schaufenstern und Schaufensterpuppen, mit denen er 1977 auch auf der documenta 6 in Kassel vertreten war. 1979 veröffentlichte er dazu den Bildband Theater im Schaufenster mit Schwarzweiß- und Farbfotos.

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Alt 30.10.2022, 19:11   #52  
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Lionel Barrymore (1878 - 1954) spielte seine Rollen auf der Bühne, auf der Leinwand und im Radio. Er stammt aus der berühmten Schauspieler-Dynastie der Barrymores, unterbrach seine Karriere aber 1906 und zog nach Paris, wo er Maler werden wollte. Weil das fehlschlug, kehrte er 1909 zurück.
1938 brach er sich seine Hüfte und bekam Arthritis, weshalb er seitdem im Rollstuhl sitzen mußte. Von 1934 bis 1953 stellte er in der jährlichen Radiofassung von Charles Dickens' Eine Weihnachtsgeschichte (1843) Ebenezer Scrooge dar.

Er studierte Kunst in Paris sowie an der Art Students League of New York und erwarb sich vor allem mit seinen Radierungen einen Ruf als Graphiker. Er war Mitglied im Berufsverband Society of American Etchers, der heute Society of American Graphic Artists (SAGA) heißt. Sein Haus in Los Angeles besaß ein Atelier, das auch als Studio genutzt wurde.
Zitat:
Barrymore’s artworks mainly consist of watercolors and etchings, often depicting fanciful scenes from plays, leisure activities like golf, and harbors with boats. (...) Today, his works are held in the collections of the Carnegie Museum of Art in Pittsburgh, The Metropolitan Museum of Art in New York, and the Walker Art Center in Minneapolis, among others.
(artnet.com)
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Alt 25.11.2022, 16:48   #53  
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Als ihre Filmkarriere in den 1970er Jahren ins Stottern geriet, sattelte der Star Luigia "Gina" Lollobrigida (1927 - 2023) auf Fotoreportagen um. Dieser Teil ihrer künstlerischen Karriere wird ohne Wenn und aber anerkannt, zumal sie an Erfolgen prominte Porträtstrecken vorweisen kann, darunter Paul Newman, Salvador Dalí, Henry Kissinger, David Cassidy, Audrey Hepburn, Ella Fitzgerald und die (bundes)deutsche Fußballnationalmannschaft. Ihr größter Scoop war 1973 ein Exklusivinterview mit Fidel Castro.
Seither sind vier Fotobücher von ihr erschienen:
  • Italia mia (Salani 1972, Sedifo 1973), deutsche Ausgabe: Mein Italien. Ein Bildband (Hanns Reich Verlag 1973, Volk und Welt 1978), französischsprachige Ausgabe: Italia mia. Photographies (Flammarion 1973), englischsprachige Ausgabe: Italia mia: Photographs (Amphoto 1973, McGraw-Hill 1975, Florida Resources Company 1983)
  • The Philippines (Sarima 1976)
  • Italian Men (Salani 1992)
  • Magica innocenza (San Paolo 1993), englischsprachige Ausgabe: The Wonder of Innocence (Harry N. Abrams, Inc. 1994)
Deutlich weniger Zustimmung finden ihre Skulpturen, die meist von Filmfiguren oder Schauspielerinnen wie Marilyn Monroe und Liza Minnelli inspiriert sind. Die italienische Wikipedia handelt ihr Schaffen in einem Nebensatz ab:
Zitat:
... e soprattutto alla scultura, con esposizioni in tutto il mondo, particolarmente in Cina, Francia, Spagna, Qatar, Stati Uniti d'America, Russia.
und auch in der deutschen Wkipedia heißt es despektierlich:
Zitat:
... die sie eigenen Angaben zufolge über einen Zeitraum von zehn Jahren geschaffen hatte.
Ihre Karriere als Bildhauerin beginnt 1990 mit Unterricht beim italienischen Bildhauer Giacomo Manzù (1908 -1991). Erstes Aufsehen erregte sie 1992 mit einer riesigen Bronzeplastik, die auf der Weltausstellung in Sevilla im italienischen Pavillon zu betrachten war und von einigen Kritikern als "fliegende Putte" abgetan wurde. Dennoch wurde sie als Mitglied in die Kunstakademie von Florenz aufgenommen.
Ihre Skulpturen wurden in den folgenden Jahren in China, Frankreich, Spanien, Katar, den USA und Russland ausgestellt. Ein Großteil ihrer Werke wurde im Juni 2003 im Moskauer Puschkin-Museum ausgestellt. Im Herbst 2003 fand im Hotel De La Monnaie mit 44 Holz- und Bronzeskulpturen ihre erste Werkschau statt.
Sie verteibt ihre eigenen Werke in der Ladenkette "Gina".

Ein gewisser Grad der Anerkennung zeigt sich Büchern über Künstler. Gina Lollobrigida kann in dieser Hinsicht mit zwei Würdigungen aufwarten:
  • Gina Lollobrigida. Sculptures (Il Cigno 2003)
  • Gina Lollobrigida. Fotografa (Damiani editore 2009)

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Alt 16.12.2022, 23:25   #54  
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Die feministische Filmemacherin Agnès Varda (1928 - 2019) wurde als Tochter einer französischen Mutter und eines griechischen Vaters in Belgien geboren und hat die französische Staatsbürgerschaft. Sie wurde für ihr filmisches Schaffen international geehrt, darunter mit einem Oscar, einer Palme auf dem Filmfestival in Cannes, dem Ehrencésar und einer Berlinale Kamera.

Ursprünglich wollte sie Museumskuratorin werden, weshalb sie zunächst Kunstgeschichte an der École du Louvre studierte. Später wechselte zum Fach Fotografie auf der École technique de photographie et de cinématographie (École Vaugirard) und wurde nach ihrem Abschluß 1949 selbständige Fotgrafin. Mit der befreundeten Künstlerin Valentine Schlegel (1925 - 2021) eröffnete sie 1951 ein gemeinsames Studio mit einem Fotolabor. Ihre Aufträge für Werbefotos kamen unter anderem vom Kaufhauskonzern Galeries Lafayette und der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF.

In späteren Jahren profilierte sie sich als Bildende Künstlerin, deren Installationen und Plastiken international ausgestellt wurden:
  • Patatutopia auf der 50. Biennale zeitgenössischer Kunst 2003 in Venedig, später in La Rochelle
  • L'Île et Elle in der Fondation Cartier pour l'art contemporain in Paris vom 18. Juni 2006 bis zum 8. Oktober 2006
  • Agnès Varda, Les Cabanes d'Agnès, 2006-2009 auf der Xe Biennale d'art contemporain de Lyon in Lyon vom 16. September 2009 bis zum 3. Januar 2010
  • Y a pas que la mer im Musée Paul Valéry in Sète vom 3. Dezember 2011 bis zum 22. April 2012
  • Im Rahmen des Programms Voyage à Nantes präsentierte sie 2012 zwei Werke in der Passage Pommeraye in Nantes
  • Les Bouches-du-Rhône d'Agnès Varda in der Galerie d'Art d'Aix-en-Provence vom 24. Januar bis zum 17. März 2013
  • Agnès Varda in Californialand, eine Ausstellung 2014 im Los Angeles County Museum of Art (LACMA) als Carte Blanche
  • Une cabane de cinéma: La Serre du Bonheur in der Galerie Nathalie Obadia in Paris vom 14. April bis zum 9. Juni 2018

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Alt 01.01.2023, 23:31   #55  
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Die belgische Avantgardistin Chantal Akerman (1950 - 2015) ist mit ihren feministischen Filmen in die Filmgeschichte eingegangen. 1991 war sie Teil der Jury bei der 41. Berlinale.
Seit 2011 unterrichtete sie als Professorin an der City University of New York (CUNY), zuerst als Dozentin, später bekleidete sie die erste Stelle als Michael & Irene Ross Visiting Professor of Film/Video & Jewish Studies. Außerdem lehrte sie Film an der European Graduate School (EGS) in der Schweiz und auf Malta.

Ihr Werk als Bildende Künstlerin wurde ebenfalls international anerkannt. Ab 1995 waren die wichtigsten Ausstellungen ihrer Installationen und Videokunst:
  • D'Est au bord de la Fiction, 1995
  • Vingt-cinquième écran, 1995
  • Autobiography/Selfportrait in progress, 1998
  • Woman Sitting after Killing auf der Kunstbiennale in Venedig 2001
  • From the Other Side auf der Documenta11, vom 8. Juni bis zum 15. September 2002 in Kassel
  • A Voice in the Desert | Une Voix dans le Désert, 2002
  • Marcher à côté de ses lacets dans un frigidaire vide, 2004
  • In the Mirror, 1971/2007, unter anderem in der University of Westminster 2015
  • Je Tu Il Elle, the installation, 2007
  • Femmes d’Anvers im November 2008
  • Maniac Summer vom 5. Dezember 2009 bis zum 9. Januar 2010 in der Galerie Marian Goodman, Paris
  • Tombée de nuit sur Shanghai, 2009
  • La Chambre, 1972-2012
  • Maniac Shadows, 2012
  • NOW auf der Kunstbiennale in Venedig 2015
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Alt 22.01.2023, 20:37   #56  
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Der britische Komiker James Roderick Moir (Jahrgang 1959) ist trotz seines Erfolges breit aufgestellt. Berühmt wurde er als Vic Reeves mit seinem Partner Bob Mortimer als Duo Reeves & Mortimer, die 2003 von der Zeitung The Observer zu den 50 witzigsten Komikern in Großbritannien gezählt wurden.
Seine Kunstwerke signiert er mit Jim Moir und mit Vic Reeves.
Reeves begann seine Karriere als Musiker in verschiedenen Bands und spielte dabei manchmal Streiche. Sein einziges Album erschien 1991, darüber hinaus veröffentlichte er zwei Singles und trat in zwei Musikvideos auf; zwischen 1990 und 2000 beschränkte sich sein musikalisches Schaffen auf Contributions.
Seit 1986 tritt er in verschiedenen Rollen im Fernsehen auf: als Moderator und Conferencier, als Teilnehmer in Scripted-Reality-Formaten, als Schauspieler in Fernsehserien sowie als Erzähler für Dokumentationen.

Er stammt aus bescheidenen Verhältnissen in Leeds und hatte schon früh künstlerische Ambitionen. Seine Mutter war Schneiderin, sein Vater Schriftsetzer; ihr Einkommen besserten seine Eltern durch Holzarbeiten und Keramiken auf, die sie auf Märkten in der Umgebung verkauften. Geld verdienen stand im Vordergrund, und James trug seinen Teil dazu bei, indem er Kleidung und Umhängetaschen von Klassenkameraden verzierte.
Obwohl er Kunst studieren wollte, wurde er in eine fünfjährige Ausbildung zum Ingenieur in einer Fabrik gedrängt, wo er technisches Zeichnen lernen wollte.
Nach der Ausbildung bewarb er sich am Goldsmiths College, London, für ein Kunststudium, wurde aber abgelehnt. Dennoch schummelte er sich da hinein und benutzte deren Ausstattung. 1983 absolvierte er einen einjährigen Kurs des Sir John Cass College an der London Guildhall University, der von einer Stiftung gefördert wurde.

Sobald er das College verlassen hatte, arbeitete er als Kurator für die unabhängige The Garden Gallery in London. Dort fand 1985 seine erste Ausstellung statt, die mit einem Stipendium vom Lewisham Council unterstützt wurde. Weitere Ausstellungen folgten (eine Auswahl):
  • Sun Boiled Onions in der Percy Miller Gallery 2000
  • Doings in der Whitechapel Gallery, London 2002
  • My Family and Other Freaks in der Eyestorm Gallery, London 2007
  • Where Eagles Tremble im Rahmen von Mews of Mayfair, London 2009
  • Im Rahmen der Wohltätigkeitsausstellung The Art of Giving wurde eine Auswahl seiner Gemälde 2010 in der Saatchi Gallery, London ausgestellt. Bei dem Offenen Kunstwettbewerb des Events saß er in der Jury.
  • Unter dem Titel Wonderland waren seine Illuminationen historischer Gebäude 2012 Teil des Festivals Illuminating York.
  • Hot Valve Leak: Visual Ramblings of Vic Reeves in der Strand Gallery, London 2013
  • Romans, Daisies, Ones and Twos im Northampton Museum and Art Gallery, Northampton 2022
Er veröffentlichte zwei Bücher über seine Kunst:
  • Sun Boiled Onions (Penguin Books 1999)
  • Vic Reeves' Vast Book of World Knowledge (Atlantic Books 2009)
Der Surrealist arbeitet in verschiedenen Disziplinen, von ihm gibt sowohl Gemälde, Keramiken und Fotografien als auch Linoldrucke. Er sieht sich als ernsthafter Künstler, obwohl seine Werke von seinem Humor geprägt sind.
Zitat:
For Moir, his art and comedy are different ways of expressing the same idea. (...)
He has said that art should be "just for laughs" and that he dislikes people looking for statements in his work, because there are none. "If something makes me laugh, that's it."
(Wikipedia)

Geändert von Servalan (22.01.2023 um 22:11 Uhr)
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Alt 31.01.2023, 16:42   #57  
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Der aus Schottland stammende Regisseur Donald Cammell (1934 - 1996) hat seine Meriten vor allem durch seinen Debütfilm Performance (1968 gedreht, kam 1970 in den Verleih) erhalten, der heute als Kultfilm gilt.

Er wuchs in einer künstlerischen Atmosphäre auf, die er selbst als "angefüllt mit Magiern, Metaphysikern, Spiritualisten und Dämonen" beschrieb. Cammell hatte ein außergewöhnliches Talent für Malerei, die ihm mit 16 Jahren ein Stipendium der Royal Academy einbrachte. Danach studierte er in Florenz bei dem italienischen Künstler Pietro Annigoni (1910 - 1988).
Schon in frühen Jahren profilierte er sich als Illustrator:
Zitat:
Originally though, he was an artist. As young man he became a sought-after portrait painter to the posh set in London and Paris, but even before that, while still in his teens, he illustrated a retelling of the King Arthur story. (...)
Cammell's pictures are rather wonderful, and amazingly accomplished considering his youth.
(Withnail Books 2015)
Es gelang ihm, sich als Porträtmaler für die höhere Gesellschaft zu etablieren. 1953 wurde eines seiner Porträts als "Gesellschaftsporträt des Jahres" ausgezeichnet. 1958 wurde eines seiner Gemälde in London in der Royal Academy Summer Exhibition ausgestellt.
Nach einer kurzen, frühen Ehe zog er nach New York um, wo er mit dem Modell Deborah Dixon zusammen lebte und sich auf Akte spezialisierte.

Sein künstlerisches Wirken, von der Malerei bis zum Film, wurde bislang in zwei Werken gewürdigt, einem Buch und einem Dokumentarfilm:
  • Donald Cammell: The Ultimate Performance (Großbritannien 1977), Regie: Kevin Macdonald und Chris Rodley, 73 min
  • Rebecca Umland und Sam Umland: Donald Cammell: A Life on the Wild Side (FAB Press 2006)

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Alt 01.02.2023, 11:29   #58  
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Die Schauspielerin Margarita Broich (Jahrgang 1960) wurde als Tatort-Kommissarin Anna Janneke aus Frankfurt am Main bekannt.

Vor ihrem Schauspielstudium studierte sie Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund und arbeitete als Theaterfotografin bei Claus Peymann in Bochum. Neben ihrer Arbeit vor der Kamera, fotografierte sie leidenschaftlich weiter und nahm an Ausstellungen teil. Ihre erste Einzelausstellung datiert auf 2009, womit ihr der Durchbruch zur anerkannten Fotografin gelang.

Ihre Ausstellungen:
  • Ende der Vorstellung. Schauspielerporträts, 2009 im Museum der Moderne Rupertinum, Salzburg
  • Traummänner – Starfotografen zeigen ihre Vision vom Ideal, 2011 im Haus der Fotografie in den Deichtorhallen, Hamburg
  • Wenn der Vorhang fällt. Margarita Broich – Fotografien, vom 18. März bis zum 30. Mai 2011 im Martin-Gropius-Bau, Berlin, und 2012 im Bayer Kulturhaus, Leverkusen
  • Ende der Vorstellung – Schauspieler zwischen Rolle und Realität, 2013 in der Stadtgalerie, Neuwied
  • Margarita Broich - Fotografie im Rahmen der Ausstellung Kunst in Rheinland-Pfalz Künstler*innen, vom 29. Januar bis zum 26. März 2023 im Roentgen-Museum, Neuwied, und vom 29. Januar bis zum 26. März 2023 in der Stadtgalerie Mennonitenkirche, Neuwied
Der Tagesspiegel schreibt 2009 über sie:
Zitat:
Margarita Broich, die mit kaum zwanzig schon ein Fotodesignstudium in Dortmund abgeschlossen hatte und noch vor ihrer Schauspielausbildung an der Berliner HdK Anfang der achtziger Jahre bei Claus Peymann in Bochum Theaterfotografin war, sie möchte statt der Show und des Scheins etwas vom Leben des Spielers einfangen, wenn er gerade ausgespielt hat, aber der Rolle noch nicht ganz entkommen ist. Also im Zwie- und Zwischenlicht steht.
Sie hat bislang drei Fotobücher veröffentlicht:
  • Müry Salzmann (Hrsg.): Ende der Vorstellung. Schauspielerportraits (Museum der Moderne Salzburg 2009)
  • Wenn der Vorhang fällt. Portraits (Alexander Verlag 2011 und 2014)
  • Margarita Broich (Fotografien) / Brigitte Landes (Texte): Alles Theater (Insel 2015)

Geändert von Servalan (01.02.2023 um 13:14 Uhr)
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Alt 02.02.2023, 17:35   #59  
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Den meisten dürfte Larry Clark (Jahrgang 1943) als Filmregisseur bekannt sein. Im Mittelpunkt seines Werkes stehen meist Jugendliche, die über ihre Subkulturen Punk, Surfen und Skaten mit Sex, Drogen und Gewalt in Berührung kommen.
Seine Filme waren in den Internationalen A-Filmfestivals in Cannes und Venedig im Wettbewerb. Ausgezeichnet wurden seine Filme beim Cognac Festival du Film Policier, dem Stockholm Film Festival und dem Rome Film Festival.

Seine Mutter besaß in Tulsa, Oklahoma, ein Fotogeschäft, in dem sie sich auf Babyfotos spezialisiert hatte. Offiziell ab einem Alter von 13 Jahren half er im Laden und fotografierte vor allem Babys und Kinder.
Gewohnheitsmäßig hat er eine Kamera dabei, wodurch er seine Erfahrungen im Vietnamkrieg und später in der Drogenszene dokumentieren konnte.
1993 führte er bei dem Musikvideo "Solitary Man" von Chris Isaac Regie. Durch diese Erfahrung verlagerte sich sein Schwerpunkt auf den Film.
Larry Clark hat eine lange Drogenkarriere hinter sich; ihm fällt es trotz seiner künstlerischen Erfolge schwer, clean und trocken zu bleiben.
Seit 2015 stellt er auch Ölgemälde aus.

Das International Center of Photography (ICP) in New York City lobt ihn:
Zitat:
His work has been included in group and solo exhibitions since the early 1970s, and he was the recipient of a National Endowment for the Arts Photographers' Fellowship in 1973 and a Creative Arts Public Service photographers' grant in 1980. (...)
Their first hand intensity, recollects the work of Danny Lyon and Bruce Davidson, but Clark's raw voyeurism and insistent exposure of detail results in a somberness that differentiates his work from that of others in the early 1970s.
Die Simon Lee Gallery, London und Hongkong, preist seinen Einfluß in der Welt der künstlerischen Fotografie und darüber hinaus:
Zitat:
Larry Clark holds a seminal position in the history and practice of photography in America. (...) Although primarily concerned with themes of drugs, sex and violence, Tulsa was lauded for its graphic yet sensitive representation of young Americans, inaugurating a raw, confessional photographic style that candidly engaged a lived experience and which would exert a profound influence over photographers and filmmakers including Nan Goldin, Ryan McGinley, Gus Van Sant and Martin Scorsese.
Seine wichtigsten Ausstellungen waren:
  • Larry Clark, 1982 in der Kunsthalle Basel, anschließend im Frankfurter Kunstverein
  • Larry Clark, 1996 in der Wiener Secession, Wien
  • Wanted: Helmut Newton, Larry Clark & Ralph Gibson, 2008 im Museum für Fotografie, Berlin
  • Larry Clark, 2011 im Musée d'Art Moderne, Paris
  • Larry Clark, 2012 im C/O Berlin, Berlin
  • Larry Clark. Tulsa & Teenage Lust, 2014 im Foam Fotografiemuseum Amsterdam
  • Larry Clark: they thought i were but i aren't anymore, 2015 in der Galerie Karl Pfefferle, München
Von ihm liegen folgende Fotobände vor:
  • Tulsa (Grove/Atlantic 1971 und 2000)
  • Teenage Lust (Selbstverlag 1983 und 1992)
  • Die perfekte Kindheit (Scalo Verlag 1993), englischsprachige Ausgabe: The Perfect Childhood (Scalo Verlag 1995)
  • Larry Clark (Groninger Museum 2008)
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Alt 03.02.2023, 14:56   #60  
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Der Schauspieler und Regisseur Jürgen Goslar (1927 - 2021) hat regelmäßig Filme synchronisiert und als Rilke-Spezialist klassische Literatur rezitiert.

Die Hinweise zu seinem Schaffen als bildender Künstler sind spärlich. In der Wikipedia heißt es:
Zitat:
Gleichzeitig entwickelte Jürgen Goslar eine Leidenschaft zum Malen und für das Schreiben von Gedichten. Es folgten einige Ausstellungen und ein Buch zu seinen Bildern.
Bei diesem Buch handelt es sich um:
  • Siegfried Karrer (Hrsg.): Der Maler Jürgen Goslar (Edition Weihergut 1997)
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Alt 12.02.2023, 15:49   #61  
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Das vielseitige Unterhaltungstalent Joel Grey (Jahrgang 1932) ist durch seine Rolle als Master of Ceremonies in der Musical-Verfilmung Cabaret (1972) von Bob Fosse weltberühmt geworden. Neben seiner Schauspielerei tritt er als Sänger und Tänzer auf, wenn er nicht gerade als Direktor ein Theater leitet.

Seine Beiträge als Fotograf listet die englische Wikipedia unter Persönliches auf. Es wäre bei einem Freizeithobby geblieben, wenn sein Freund Sam Shahid nicht seine Fotos in einem Schuhkarton entdeckt und für eine Veröffentlichung aufbereitet hätte. Mittlerweile sind seine Fotos Teil der ständigen Sammlungen des Whitney Museum of American Art und der New York Public Library, womit sie zum kulturellen Erbe gehören.

2007 schreibt die Frank Pictures Gallery über sein Werk:
Zitat:
Insignificant bits of detritus become revelations that delight the eye. The work is often painterly, bringing to mind Bacon, Rothko, Cornell, Tuttle and Dine, all of whom have greatly influenced the photographer. (...)
In 2005, his works became part of the permanent collection of the Whitney Museum of American Art, New York.
Zum Beispiel war er Teil folgender Ausstellungen:
  • Joel Grey: 1.3: New Color Images in der Steven Kasher Gallery, New York, vom 27. Mai bis 10. Juni 2010
  • eine Ausstellung im Museum of the City of New York (MCNY) im April 2011
  • The Billboard Papers: Photographs by Joel Grey in der Steven Kasher Gallery, New York, vom 13. September bis 19. Oktober 2013
  • Miami Project in der Steven Kasher Gallery, New York, vom 2. Dezember bis 7. Dezember 2013
  • Slaves of Mimesis: Nine Years on 23rd Street in der Steven Kasher Gallery, New York, vom 24. April bis 24. Mai 2014
Von Joel Grey liegen folgende Fotobücher vor:
  • Pictures I Had to Take: Photographs by Joel Grey (powerHouse Books 2003)
  • Looking Hard at Unexpected Things (Steidl 2006)
  • 1.3: Images from My Phone: Photographs by Joel Grey (powerHouse Books 2009)
  • The Billboard Papers: Photographs by Joel Grey (Pointed Leaf Press 2013)

Geändert von Servalan (12.02.2023 um 16:37 Uhr)
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Alt 19.02.2023, 16:32   #62  
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Der Schriftsteller und Kabarettist Joachim Ringelnatz (1883 - 1934), bürgerlich Hans Gustav Bötticher, ist vor allem für seine humoristischen Gedichte bekannt, die häufig maritime Motive haben, denn sein Traumberuf war Seemann.

Ringelnatz zeichnete schon als Kind ständig, besuchte aber keine Kunsthochschule, sondern bildete sich autodidaktisch weiter. Teilweise widmete er sich intensiv der Malerei von kleinformatigen Gemälden, meist in Deck- oder Aquarellfarben. Seine erste erfolgreiche Ausstellung fand 1923 in der Galerie Flechtheim statt und wurde von Carl Einstein kuratiert. 1925 wurden seine Werke auf der Ausstellung der Akademie der Künste ausgestellt, wo zwei Gemälde verkauft wurden.
Die Verfolgung durch die Nationalsozialisten traf ihn schwer, denn seine Bücher wurden verbrannt und eine Reihe seiner Gemälde wurde als "Entartete Kunst" aus Museen in Deutschland entfernt. Da seine literarische Arbeit fast unmöglich gemacht wurde, firmierte er 1934 im Berliner Telefonbuch als Kunstmaler.
Das Joachim-Ringelnatz-Museum Cuxhaven schreibt:
Zitat:
Dass Ringelnatz auch ein Maler war – das ist lange Zeit ganz in Vergessenheit geraten. Aber tatsächlich wurde dieses Hobby, das er zunächst als Autodidakt gepflegt hatte, für ihn in den zwanziger Jahren zu einem zweiten beruflichen Standbein.
Im Krieg ging zahlreiche seiner Gemälde verloren; heute gehören sie meist privaten Sammlern. Ständig Ausstellungen seiner Bilder finden sich heute im Joachim-Ringelnatz-Museum Cuxhaven, das mit 60 Gemälden und Zeichnungen den größten Ringelnatz-Fundus besitzt, sowie im Kulturgeschichtlichen Museum Wurzen und im Kunsthaus Zürich. Eine umfangreiche Werkschau präsentierte das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen, wo die Sonderausstellung War einmal ein Bumerang. Joachim Ringelnatz – Der Maler kehrt zurück vom 29. April bis zum 17. Juli 2016 lief.

Als Sekundärliteratur liegt inzwischen vor:
  • Jürgen Kaumkötter (Hrsg.): Joachim Ringelnatz – Der Maler (Favoritenpresse 2021)
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Alt 20.02.2023, 17:14   #63  
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Die französische Schauspielerin Sarah Bernhardt (1844 - 1923) gilt als die berühmteste Darstellerin ihrer Zeit und taucht als einer der ersten Weltstars heute noch in fiktiven Werken auf. Furore machte die launische und exzentrische Diva in ihrer Rolle als Hamlet 1899/1900 im jungen Medium Stummfilm.

Weniger bekannt sind ihre Aktivitäten in den Bereichen Malerei und Bildhauerei. Ab 1874 begann sie mit Töpferei, bevor sie sich aufs Malen verlegte. Sie besuchte die private Kunstschule Académie Julian in Paris. 1880 präsentierte sie auf dem Salon de peinture et de sculpture, der wichtigsten Kunstausstellung Frankreichs, ihr Gemälde "La Jeune Fille et la Mort", das von der Kritik verhalten als Versprechen bewertet wurde.
Darüber hinaus schuf sie Bronzeskulpturen, beispielweise Büsten von Émile de Girardin und Louise Abbéma, die heute im Pariser Musée d'Orsay zu bewundern sind. Ihre Marmorstatue "Après la tempête" (gegen 1876) stellt das National Museum of Women in the Arts (NMWA) in Washington, D.C., USA aus; ihre Marmorstatue "Portrait funéraire de Jacques Damala" (gegen 1889) das Metropolitan Museum of Art und New York City.
Ihr "Autoportrait | Selbstporträt" (1910), Öl auf Leinwand, befindet sich in der Fondation Bemberg, Toulouse, wo es in einem Saal ausgestellt wird, der der modernen Kunst gewidmet ist. Im Pariser Musée Carnavalet - Histoire de Paris findet sich ihr Stilleben "Nature morte aux pêches" (1922), im Petit Palais Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris ihre Bronzebüste "Buste de Victorien Sardou" (1900).
Das NMWA schreibt über ihre Werke:
Zitat:
By 1874, she was exhibiting her work at the Paris Salon, which she continued to do until 1886. Exhibitions of the artist’s sculpture were held in London, New York, and Philadelphia. Bernhardt participated in the World’s Columbia Exposition in Chicago in 1893 and at the Exposition Universelle in Paris in 1900.
Das Auktionshaus Sotheby's verweist auf Bernhardts Unsicherheiten trotz ihres künstlerischen Erfolges:
Zitat:
Despite her overall success, Bernhardt faced some difficulty in her early career as a sculptor. Not only was she one of few women active in the profession at the time; as an established actress, she was particularly vulnerable to scepticism about her talent and commitment. Posing confidently for photographs in front of her works, holding a chisel, Bernhardt was derided in certain papers for wearing a white trouser suit, a transgression of feminine dress codes.
2018 versteigerte Sotheby's die Marmorbüste "Hermoine" (1875) zu Geboten von 80.000 bis 120.000 Pfund Sterling - das als Hinweis, um den aktuellen Marktwert einschätzen zu können.
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Alt 24.02.2023, 17:17   #64  
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Der niederländische Schauspieler und Regisseur Jeroen Krabbé (Jahrgang 1944) stammt aus einer Künstlerfamilie und wurde vor allem als Bösewicht in den 1980er Jahren berühmt, darunter auch in einem James-Bond-Film.

Sowohl sein Vater Maarten Krabbé (1908 - 2005) als auch sein Großvater Hendrik Maarten Krabbé (1868 - 1931) waren berühmte Kunstmaler. Deshalb versuchte Jeroen, in ihre Fußstapfen zu treten, und meldete sich am Instituut voor Kunstnijverheidsonderwijs in Amsterdam, obwohl er nicht an sein malerisches Talent glaubte. Lieber studierte er Theater. Von 1977 bis 1981 ging er erneut an die Kunstakademie, wo er unter anderem Unterricht beim Surrealisten Melle Oldeboerrigter (1908 - 1976) nahm.
Er malt Landschaften, Porträts und Stilleben in vorwiegend leuchtenden Farben, wobei sein Stil von abstrakt bis figurativ variiert. Vertreten wird er von den Francis Kyle Galleries in London, die ihn auf dem Kunstmarkt etabliert haben. 2018 wurde er in den Niederlanden als Briljanten Kunstenaar van het Jaar ausgezeichnet. Sein Gemälde "Dutch Landscape" (1993) ziert eine niederländische Briefmarke.
Zu seinen wichtigsten Ausstellungen zählen:
  • Jeroen Krabbé – Schilder, een retrospectieve im Museum de Fundatie, Zwolle, vom 11. Februar 2008 bis zum 1. Juni 2008
  • De ondergang van Abraham Reiss : 9 schilderijen door Jeroen Krabbe im Museum De Fundatie, Paleis aan de Blijmarkt, Zwolle, vom 5. September 2010 bis zum 5. Dezember 2010, und im Felix-Nussbaum-Haus, Osnabrück, vom 10. Dezember 2011 bis zum 26. Februar 2012
  • Jeroen Krabbé - Erträumte Paradise im Museum de Fundatie, Kasteel Het Nijenhuis in RD Wijhe vom 14. September 2019 bis zum 5. Januar 2020
  • Jeroen Krabbé - Stille. Mein Studio im Lockdown im Museum de Fundatie, Zwolle, vom 4. September 2021 bis zum 5. Dezember 2021
Folgende Kataloge und Monografien sind über seine Werke erschienen:
  • Ruud van der Neut (Hrsg.): Jeroen Krabbé. Schilder (Waanders 2004)
  • Ralph Keuning, Karin van Lieverloo und Ruud van der Neut: Jeroen Krabbé, schilder. Verf door de aderen (Uitgeverij Museum De Fundatie 2008)
  • Joosje Lakmaker: De ondergang van Abraham Reiss : 9 schilderijen door Jeroen Krabbé (Uitgeverij Museum De Fundatie 2010)
  • Jasper Krabbé: Jeroen Krabbé. Stilte. Mijn atelier in Lockdown (Uitgeverij Waanders & De Kunst 2021)

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Alt 28.02.2023, 14:15   #65  
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Der amerikanische Schauspieler Johnny Depp (Jahrgang 1963) wurde vor allem durch die Filme von Tim Burton weltberühmt. Als Gitarrist macht er Musik, unter anderem mit der Supergroup Hollywood Vampires.

Seinen Einstand in der Kunstwelt gab er im Juli 2022 mit einem Paukenschlag. Über die 37 Filialen des britischen Kunsthändlers Castle Fine Art Gallery verkaufte seine Sammlung "Friends & Heroes", die aus 780 Teilen bestand. Einzelne Drucke konnten für 3.950 Pfund Sterling erworben werden, ein Portfolio aus vier Drucken kostete 14.950 Pfund Sterling. Der weltweite Verkauf war der schnellste Auskauf einer Sammlung. Innerhalb von Stunden machte Johnny Depp einen Umsatz von 3 Milllionen Pfund Sterling.
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Alt 02.03.2023, 15:30   #66  
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Die französische Schauspielerin und Schriftstellerin Anny Duperey (Jahrgang 1947), bürgerlich Anny Legras, stammt aus einer Familie von Fotografen.

Seit ihrer Jugend fotografiert sie, vorwiegend in schwarzweiß, Porträts und macht Fotoreportagen.
Als wichtige Ausstellungen kann sie vorweisen:
  • Les photos d'Anny - Anny Duperey in der Galerie Parallax, Aix-en-Provence, vom 12. Mai 2019 bis zum 15. Juni 2019
  • Filiation in der Grand Manège Rochambeau, Vendôme, im Rahmen der 15ème Promenades photographiques de Vendôme vom 21. Juni 2019 bis zum 21. September 2019
Zuerst erschien ihr Buch über ihren Vater, das sie zusammen mit ihrer Schwester verfaßt hat:
  • Anny Duperey und Patricia Legras: Lucien Legras, photographe inconnu (Seuil 1993)
Über ihr fotografisches Werk hat sie ein Buch veröffentlicht:
  • Les Photos d'Anny (Seuil 2018)
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Alt 06.03.2023, 12:18   #67  
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Die Frankoiranerin Marjane Satrapi (Jahrgang 1969) ist durch ihre Comics berühmt geworden, später verlegte sie sich aufs Kino, denn sie führt seit 2005 Regie.

Bevor sie Comics verfaßte, malte sie zu ihrem Vergnügen ausschließlich Frauen.
Bisher kann sie folgende Ausstellungen vorweisen:
  • Marjane Satrapi. Peintures in der Galerie Jérôme de Noirmont in Paris vom 30. Januar bis zum 23. März 2013
  • Marjane Satrapi. Femmes ou rien in der Galerie Françoise Livinec in Paris vom 9. Oktober bis zum 28. November 2020
Im Juli 2021 erhielt sie vom französischen Kulturministerium das Mandat, für die Olympischen Spielen 2024 ein Triptychon zu entwerfen, das von der Manufacture des Gobelins auf Stoffbahnen vervielfältigt werden wird.

Geändert von Servalan (15.03.2023 um 15:33 Uhr)
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Alt 15.03.2023, 15:57   #68  
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Der Musiker David Byrne (Jahrgang 1952) ist als Kopf der Popgruppe Talking Heads bekannt geworden. Seine vielfältigen Talente und Interessen verwirklicht er als Musikproduzent, Schauspieler, Autor, Filmemacher und Musiktheoretiker.

1971 besuchte er in Baltimore das Maryland Institute College of Art (MICA), wo er Fotografie, Performance und Videoproduktion studierte.
Zur Abrundung paßt es, daß er sich seit den 1990ern als Bildender Künstler etabliert hat, der in zeitgenössischen Kunstgalerien und Museen ausgestellt wird. Vertreten wird er von der Pace / Mac Gill Gallery in New York City.
Ständige Ausstellungen seiner Werke befinden sich im Museum of Modern Art (MoMA) in New York City, im Whitney Museum in New York City, im J. Paul Getty Museum in Los Angeles, Kalifornien, der Yale University Art Gallery, Connecticut, dem Denver Art Museum und Southeastern Center for Contemporary Art in Winston-Salem, North Carolina.
Wichtige Ausstellungen:
  • The Record: Contemporary Art and Vinyl im Nasher Museum of Art der Duke University, Durham, North Carolina in 2010
Von ihm liegen folgende Kunstbücher vor:
  • Strange Ritual. Pictures and Words (Chronicle Books 1995)
  • David Byrne Asks You: What Is It? (Smart Art Press 2002)
  • Arboretum (McSweeney's Books 2006, Canongate Books 2019)
  • A History of the World (in Dingbats): Drawings & Words (Phaidon 2022)
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Alt 05.04.2023, 17:14   #69  
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Bei einem kreativen Tausendsassa wie Alexander Kluge (Jahrgang 1932) stellt sich eher die Frage, was er denn nicht macht.
Künstlerisch begann er mit Kurzgeschichten in der Gruppe 47 und zählt heute zu den etablierten Schriftstellern; nach einem Volontariat bei CCC-Film 1958, war er 1962 einer der 26 Initiatoren des Oberhausener Manifests bei den 8. Westdeutschen Kurzfilmtagen in Oberhausen und ist somit ein Vertreter des Neuen Deutschen Films, der mit dem Slogan „Papas Kino ist tot“ antrat; 1987 gründete er die unabhängige Produktionsfirma dctp (Development Company for Television Program), für die er als Rechtsanwalt im damals frisch gestarteten Privatfernsehen Sendeplätze einklagte und durchsetzte; darüberhinaus ist er Philosoph und formuliert filmtheoretische Schriften.

Als Bildender Künstler wird Kluge von der Knust Kunst Gallery Editions in München vertreten und kann auf folgende Ausstellungen verweisen:
  • Wurzelkonsonant "M wie Mensch" Alexander Kluge in der Ludwigstrasse 7, München vom 19. Februar bis 15. März 2022
  • Hagen von Troja / Saint Just - Jonathan Meese, Alexander Kluge in der Ludwigstrasse 7, München vom 26. November 2022 bis 14. Januar 2023
  • Installation „Sternzeichen Maulwurf“ von Thomas Thiede und Alexander Kluge in der Kunst-Station Sankt Peter, Köln seit September 2022
  • Das Separatrix-Projekt von Katharina Grosse und Alexander Kluge im Schinkel Pavillon, Berlin, ab Januar 2023
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Alt 06.06.2023, 17:37   #70  
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Bevor er zu einem der erfolgreichsten und kreativsten Chansonniers seiner Epoche wurde, beschäftigte sich Serge Gainsbourg (1928 - 1991) hauptsächlich mit Malerei.

Nachdem er nach der Befreiung seinen Schulabschluß gemacht hatte, studierte er Bildende Kunst an der École nationale supérieure des beaux-arts (ENSBA) und besuchte die Académie de Montmartre. Er war Schüler der Maler André Lhote (1885 - 1962) und Fernand Léger (1881 - 1955). Auf der Académie de Montmartre lernte er seine erste Frau kennen, die Malerin Élisabeth Levitsky (1926 - 2022), durch die er in die Kreise der Surrealisten kam.
Bis er 30 Jahre alt wurde, lebte Gainsbourg von kleinen Aufträgen und Gelegenheitsarbeiten. Er erteilte Zeichen- und Gesangsunterricht. Durch Élisabeth Levitsky lernte er Salvador Dalí (1904 - 1989), mit dem er sich anfreundete.
Gainsbourg bewunderte Francis Bacon (1909 - 1992), Fernand Léger und Gustave Courbet (1819 - 1877).
Erst 1958 kam er durch den Schriftsteller Boris Vian zum Chanson.
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Alt 21.06.2023, 15:46   #71  
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Die Filmpionierin Leni Riefenstahl (1902 - 2003) zählt trotz ihrer unbestrittenen Verdienste zu den kontroversen Persönlichkeiten, was in erster Linie darin liegt, daß ihre wichtigsten Werke im Dienste der NSDAP-Propaganda standen und die nationalsozialistische Ästhetik geprägt haben. Deswegen wurde sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von den Besatzungsarmeen mehrfach zu ihrer Rolle im Dritten Reich verhört und bis 1952 in offiziellen Verfahren entnazifiziert. Danach gelang es ihr nicht mehr, an ihre Filmkarriere anzuknüpfen.

Deshalb verlegte sie sich ab 1962 auf die Fotografie, in der sie sich auf zwei Gebiete spezialisierte. Durch Fotos im Stern wurde ihr Interesse an der sudanesischen Volksgruppe der Nuba angeregt, die sie auf mehreren Expeditionen dokumentierte. Ihre Fotos erschienen nicht nur in Monographien, sondern wurden ausgiebig auch zum Beispiel in populärwissenschaftlichen Zeitschriften wie GEO und P.M. nachgedruckt.
Mit 71 Jahren absolvierte sie einen Tauchlehrgang in Kenia, bei dem sie sich als 20 Jahre jünger ausgab. Sie wurde zur Tauchscheinprüfung zugelassen und profilierte sich als Unterwasserfotografin.

Folgende Fotobände liegen von ihr vor:
  • Die Nuba – Menschen wie von einem anderen Stern (List 1973, Deutscher Taschenbuch Verlag 1982, Ullstein 1990)
  • Die Nuba von Kau (List 1976, Deutscher Taschenbuch Verlag 1982, Ullstein 1991, Komet 1999 und 2006)
  • Korallengärten (List 1978, Deutscher Taschenbuch Verlag 1982, Ullstein 1991)
  • Mein Afrika (List 1982)
  • Wunder unter Wasser (Herbig 1990)
  • Africa (Taschen 2005 und 2010)
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Alt 21.09.2023, 17:59   #72  
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Der Iraner Abbas Kiarostami (1940 - 2016) gilt als einer der großen Regisseure des Weltkinos.
Nachdem er sein Studium an der Teheraner Akademie der Bildenden Künste mit einem Bachelor abgeschlossen hatte, verdiente er sich als Maler und Grafiker seinen Lebensunterhalt. Erst 1970 wandte er sich dem Film zu.
Zitat:
Having taken to photography as a cathartic form of expression at a time when he couldn’t make movies because of the Iranian revolution of 1979, his picturemaking mirrored his cinema, or is it the other way around, in that it was a serendipitous gathering of poetry and emotion. “Photography is the mother of cinema,” he had once said, in a comment that is not only a historical way of describing the relationship between the two art forms, but also perhaps, his assessment of his own art practice.
(Raj Lalwani für Better Photography 2021)
Ausstellungen seiner Fotografien fanden unter anderem in folgenden Museen statt:
  • im Victoria & Albert Museum in London 2005
  • im Museum of Modern Art PS1 in Queens, New York City 2007
  • im Centre Georges Pompidou in Paris 2007 - 2008
Seine Fotografien erschienen auch in Büchern respektive Katalogen:
  • Photographies. Photographs. Fotografie. (Hazan Editeur 1999 und 2002)
  • Abbas Kiarostami. Photo Collection (Iranian Art Publishing 2000)
  • Abbas Kiarostami. Una poética de lo real (Fundación Malba 2006)
  • Pluie et vent (Gallimard 2008)
  • Abbas Kiarostami. Images, Still and Moving (Hatje Cantz 2013)
  • Abbas Kiarostami. A Window Into Life (Nazar 2014)

Geändert von Servalan (02.11.2023 um 16:49 Uhr)
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Alt 02.11.2023, 16:45   #73  
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Der Singer-Songwriter Bob Dylan (Jahrgang 1941), bürgerlich Robert Allen Zimmerman, erhielt 2016 als erster Musiker den Nobelpreis für Literatur. Mittlerweile dürfte er eine Person der Zeitgeschichte sein, wozu auch sein vielfältiges Wirken beiträgt. Neben seinem Interesse für Literatur, betätigt er sich als Zeichner, Maler und Bildhauer.

Seine ersten Veröffentlichungen waren Gemälde von ihm, die als Cover verwendet wurden: 1968 für das Album Music from Big Pink von The Band und 1970 für sein eigenes Album Self Portrait. Weitere Cover folgten.
Seine Schwarzweißzeichnungen entstehen überwiegend mit Bleistift und Kohle und wurden erstmals 1994 veröffentlicht. Nachdem er diese in einem aufwendigen Verfahren koloriert hatte, zeigten die Kunstsammlungen Chemnitz Interesse und organisierten Dylans erste Kunstausstellung The Drawn Blank Series – Aquarelle und Gouachen. Sie sollte vom Oktober 2007 bis zum Februar 2008 laufen, wurde jedoch bis Ostern 2008 verlängert.
Von September 2010 bis April 2011 stellte Statens Museum for Kunst | Dänische Nationalgalerie in Kopenhagen 40 großformatige Acrylgemälde unter dem Titel The Brazil Series aus. Danach stellte er mehrfach in der Gagosian Gallery aus, die 16 internationale Filialen hat.
Die Ausstellung Mood Swings in der Londoner Halcyon Gallery zeigte 2013 sieben von Dylan entworfene und selbst geschweißte Gartentore.
Die größte Retrospektive fand mit über 250 Werken 2019 im Modern Art Museum in Shanghai statt.

Von ihm liegen bisher folgende Kataloge und Kunstbücher vor:
  • Drawn Blank (Random House 1994)
  • The Drawn Blank Series (Prestel 2008)
  • The Brazil Series (Prestel 2010)
  • The Asia Series (Gagosian Gallery 2011)
  • Revisionist Art: Thirty Works by Bob Dylan (Abrams 2013)
  • Bob Dylan: Face Value (National Portrait Gallery 2014)
  • The Beaten Path (Halcyon Gallery 2016)
  • Mondo Scripto (Halcyon Gallery 2018)
  • Bob Dylan: Retrospectrum (Skira Editore 2023)
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Alt 05.11.2023, 13:10   #74  
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Die britische Regisseurin Sam Taylor-Johnson (Jahrgang 1967) begann ihre Karriere mit Pastiches als Teil der Young British Artists Anfang der 1990er Jahre. Von 1997 bis 2008 war sie mit dem Kunsthändler und Galeristen Jeremy Michael "Jay" Jopling verheiratet, mit dem sie zwei Töchter hat.

Ihr Debüt gibt sie 1993 mit der künstlerischen Fotografie 26 October 1993, die in Zusammenarbeit mit Henry Bond entstand. Danach entstanden Videoarbeiten mit mehreren Monitoren. Ihre erste Einzelausstellung fand im September und Oktober 1996 in der Chisenhale Gallery im Londoner East End statt.
2000 gestaltete das abgehängte Gerüst um die Londoner Filiale des Kaufhauses Selfridges & Co., der restauriert wurde, mit Fotodrucken. Im Auftrag der National Portrait Gallery, London, erstellte sie ein Videoporträt von David Beckham. Ihre berühmteste Arbeit ist wahrscheinlich die Fotoserie Crying Men, die sie mit Hollywoods Prominenz inszeniert hat. 2006 veranstaltete das BALTIC Centre for Contemporary Art, Gateshead, eine Werkschau. 2014 fand in der Saatchi Gallery, London, ihre Ausstellung Second Floor statt, die in 34 Fotografien die Privaträume von Coco Chanel in der Rue Cambon 31, Paris, zeigt.

Auf der Webseite Artimage heißt es über ihre Kunst:
Zitat:
Her fine art interrogates ideas of interior and exterior identity, her own included. Her photography and video work allows for minute consideration of what defines our sense of self.
Wie hoch ihre Kunst wertgeschätzt wird, zeigt sich an ihren Auszeichnungen. 1998 wurde sie für den Turner Prize nominiert, der wichtigste Kunstpreis im Vereinigten Königreich, der internationale Resonanz hat. 1997 gewann sie auf der Biennale di Venezia den Illy Café Prize für den vielversprechendsten Künstler. 2011 wurde sie für ihre künstlerischen Verdienste bei den Birthday Honours zum Officer of the Order of the British Empire ernannt, eine der höchsten Auszeichnungen des Vereinigten Königreichs.
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Alt 06.11.2023, 17:33   #75  
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Der deutsche Regisseur Benjamin Heisenberg (Jahrgang 1974) wird stilistisch zur Berliner Schule gerechnet.

Seine Ausbildung zum Bildenden Künstler fand in zwei Stufen statt. Nach seinen Abitur studierte er von 1993 bis 1999 Bildhauerei bei Olaf Metzel (Jahrgang 1952) an der Akademie der Bildenden Künste München (ADBK), wo er 2000 sein Diplom erhielt. Zwischen 1995 und 1997 war er Assistent von Walter Grasskamp (Jahrgang 1950) am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie. Heisenberg zählte zu den drei Jahrgangsbesten, weshalb er mit dem Debütantenpreis ausgezeichnet wurde.
Dennoch startete er seine Künstlerkarriere mit gemeinschaftlichen Ausstellungen. Folgende Einzelausstellungen möchte ich hier anbringen:
  • Benjamin Ebensperger in der Galerie Ebensperger Berlin im Februar und März 2011
  • Benjamin Heisenberg. Money Changes Everything in der Galerie Ebensperger Berlin vom 7. November bis zum 19. Dezember 2015
  • Benjamin Heisenberg. Ausradiert in der Galerie Ebensperger Berlin vom 12. Januar bis zum 21. Februar 2016
  • Benjamin Heisenberg. Maximal Persönlich in der Galerie Ebensperger Graz vom 26. Mai bis zum 2. Juli 2016
  • Benjamin Heisenberg. Stabile Seitenlage in der Galerie Ebensperger Berlin 1. Juni bis zum 1. Juli 2017
  • Benjamin Heisenberg. Sunny Side Up in der Galerie Ebensperger Salzburg vom 19. Mai bis zum 30. Juni 2018
  • Benjamin Heisenberg. Twelve Angry Men (Die zwölf Geschworenen), in der Galerie Art Berlin vom 27. September bis zum 30. September 2018 und in der Galerie Neulich in Hernals, Wien, vom 15. November 2019 bis zum 30. Januar 2020
  • Benjamin Heisenberg. Americana, in der Galerie Ebensperger Berlin vom 18. März bis zum 18. April 2021
  • Benjamin Heisenberg. Americana (But Not Us), in der Ebensperger Vitrine Graz vom 26. März bis zum 16. Mai 2021
Sein bedeutendstes Kunstwerk dürfte die permanente Installation Brienner 45 am NS-Dokumentationszentrum München sein, das sich auf die Parteizentrale der Nationalsozialistischen Partei NSDAP in München, des sogenannten Braunen Hauses, bezieht. Nach einem Konzept der Brüder Benjamin Heisenberg und Emanuel Heisenberg sowie Elisophie Eulenburg wurde im April 2015 das Kunst-am-Bau-Werk fertiggestellt.
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