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Alt 02.04.2015, 19:39   #101  
arne
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Prunelle (Reding)


Ein immer noch ziemlich unbekannte Serie von Raymond Reding ist "Prunelle". Die erschien von 1953 bis 1966 in "Récréation", der Jugendbeilage zu "Dernière Heure".

http://i19.servimg.com/u/f19/13/64/65/00/reding11.jpg

Hier eine Übersicht über die Stories:

  • La grotte de Franchival (21 Seiten, 3.12.1953 - 22.4.1954)

  • Le lancement du "Silver Star" (22 Seiten, 29.4. - 23.9.1954)

  • Alerte ... Soucoupe volante (19 Seiten, 23.12.1954 - 28.4.1955)

  • Viva Pelicula! (21 Seiten, 24.11.1955 - 12.4.1956)

  • Operation Cactus (47 Seiten, 24.1. - 12.12.1957)

  • Aventure à Skojana (47 Seiten, 19.12.1957 – 6.11.1958)

  • Le plan de Rodney Applestock (30 Seiten, 13.11.1958 – 4.6.1959)

  • Le dictateur d'Amazonia (30 Seiten, 11.6. - 31.12.1959)

  • Le secret d'Heinrich Helm (31 Seiten, 7.1. - 4.8.1960)

  • Le circuit de la mort (37 Seiten, 11.8.1960 - 19.4.1961)

  • Tempête sur New-York (32 Seiten, 26.4. - 29.11.1961)

  • Du catch et du vrai! (30 Seiten, 6.12.1961 - 27.6.1961)

  • Le mystère du château de Villier (30 Seiten, 4.7.1962 - 13.2.1963)

  • On demande un keeper (30 Seiten, 20.2. - 4.9.1963)

  • Le mystère de Spotlight (42 Seiten, 11.9.1963 - 24.6.1964)

  • Les 7 bouddhas de jade (44 Seiten, 1.7.1964 - 28.4.1965)

  • Le mystère du 24-26 (49 Seiten, 5.5.1965 - 6.4.1966)

Also eine ganze Menge an Material, mit dem man viele Alben füllen könnte. Leider gibt es auch im französischen Sprachraum keine Alben! Und die einzelnen Récréations zu sammeln, ist müßig. Da bekommt man nie was vollständig zusammen.

Geändert von arne (29.07.2018 um 12:49 Uhr)
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Alt 04.04.2015, 07:33   #102  
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Monsieur Cro, détective (Reding)


Während man zu "Prunelle" (s. o.) immerhin noch einiges an Bildmaterial im Web findet, ist dies bei "Monsieur Cro, détective" praktisch unmöglich. Reding zeichnete diese Serie vor "Prunelle" für "Dernière Heure" von 1947 - 1951.

Zitat:
De verhalen draaien rond M. Cro, detective in de stad Merleville. Hij is een welkome hulp voor commissaris Ara, die het meestal alleen niet redt. In het tweede verhaal trouwt Cro trouwens met de nicht van de commissaris, Péruchette. Andere personages zijn onder andere Professor Nocturne en de misdadiger Gorilla Bing. Alle personages hebben het hoofd van dieren, maar het lichaam en het gedrag van mensen.

M. Cro is een humoristisch getekende ballonstrip, die in de loop van de verhalen steeds beter getekend wordt. Wat de verhalen betreft, laat Reding zijn hoofdpersonage in contact komen met allerlei misdaden, die hij dan mag oplossen. Hij reist daarbij heel wat landen af. De humoristische tekenstijl verhindert niet dat het er in de verhalen ernstig aan toe gaat, zo vallen er bijvoorbeeld echte doden.
http://users.skynet.be/krantenstrips/4_2_14_ldh.htm

Die Serie erschien offenbar täglich in Strips. Storytitel:

  • La formule volée (39 Strips)

  • Le castel de Saint-Plaveu (62 Strips)

  • L'oeil de Djal-Tarek (74 Strips)

  • Echec ... et masque (91 Strips)

  • La capture de Gorilla Bing (138 Strips)

  • Le dard de jade (148 Strips)

  • Le collier de Nikar le Bigle (53 Strips)

  • Le léopard bleu (77 Strips)

  • Le passeur de Malarena (84 Strips)

  • Les 7 corbeaux (85 Strips)

  • Monsier Frac manque s'astuce (39 Strips)

  • La fugue de Tate-Huary (52 Strips)

  • La guerre des moustaches (51 Strips)

  • Le spectre d'onde-parte (30 Strips)

  • Le cavalier de Tramontane (27 Strips)

  • M. Cro joue … avec le feu! (30 Strips)

  • Le serpent à 2 têtes (29 Strips)

  • Fric et vieilles tourelles (30 Strips)

  • Le champion a une jambe de bois (? Strips)

http://users.skynet.be/krantenstrips/7_02_ldh.htm

Macht zusammen 1139 + ? Strips. Würde man auf einer Seite vier Strips abdrucken, käme man auf 284 + ? Seiten.

Rein theoretisch könnte die Serie auch mal in einer deutschen Tageszeitung erschienen sein. Aber wer weiß sowas schon?

Geändert von arne (04.04.2015 um 11:49 Uhr)
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Alt 23.07.2015, 11:40   #103  
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Voyageur: Futur 1 - 4 (Boisserie/Stalner)


Von 2007 bis 2011 leistete sich Glénat ein kleines Mega-Projekt: Eine Science Fiction-Serie in drei Zyklen und einem Abschlussband. Das Konzept zu der Serie stammt von Éric Stalner und Pierre Boisserie. Letzterer ist z. B. auch Texter der Serie "Dantès" (hier).

Der erste Zyklus wurde zeichnerisch von Éric Stalner umgesetzt, der zweite von Marc Bourgne. Danach geht es querbeet.

http://www.bedetheque.com/serie-Voyageur.html

Der erste Zyklus spielt in den 2080er Jahren. Ein Mann namens Markovic züchtet Menschen mit einem sogenannten "Quanten"-Gen. Das sind Menschen, die teleportieren und durch die Zeit reisen können. Ziel von Markovic ist es, dass diese Mutanten dabei helfen, die Menschheit auf andere Planeten zu befördern.

Vorher muss Markovic aber noch durch einen der Mutanten, genannt Vedder, gezeugt werden. Hiermit beschäftigt sich der zweite Zyklus, der in unserer Gegenwart spielt. Damit das ganze nicht so einfach ist, verfolgt ihn ein anderer Mutant, der Markovic hasst und den Zeugungsakt verhindern will.

Man sieht, die Serie spielt mit allen Versatzstücken, die das Genre so hergibt. Ein weiteres sieht man auf dem Cover des vierten Bandes:

http://www.bedetheque.com/Couvertures/voyageur04.jpg

Eine der Mutantinnen (rechts) teleportiert mit einer Verräterin in die Lüfte, um sie dann fallen zu lassen. Prost Mahlzeit! Eine abschließende Beurteilung der Serie behalte ich mir noch vor, bis ich mit den Zyklen 2 und 3 durch bin.

Geändert von arne (23.07.2015 um 17:48 Uhr)
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Alt 07.09.2015, 20:44   #104  
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Zitat:
Zitat von arne Beitrag anzeigen
Dimberton hat ... Tillieux' Serie "Felix" fortgesetzt, und zwar in Delignes "Felix - Le magazine du suspense".
Aber nicht nur da, wie ich inzwischen feststellen musste. Ein kurioses Magazin von Deligne hieß "Le journal illustré le plus grand du monde".

http://www.bdovore.com/le-journal-illustre-le-plus-grand-du-monde

Hier gibt es neben einem Nachdruck von "Allume–Gaz au Tribunal" (aus Félix 3) zwei weitere Geschichten von Dimberton: "Félix en Inde" und "Le monstre de la nuit".

http://www.bdoubliees.com/journalillustre/felix.htm

Alle vier "Félix"-Geschichten von Dimberton liegen inzwischen auch als Album vor.

http://www.bedetheque.com/Felix-Tome-9-YAK-24.html
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Alt 26.04.2016, 17:04   #105  
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Die Camper (Maltaite/Dugomier/Swinnen)


Nachdem Éric Maltaite dank der Ausgabe von "Schock" (hier) wieder in den Fokus deutschsprachiger Leser gerückt ist, sei hier mal auf eine andere Serie von ihm verwiesen: "Die Camper".

http://www.bedetheque.com/serie-Campeurs.html

Die Alben enthalten jeweils einseitige Gags um das Zeltlagerleben. Aufmerksam wurde ich auf die Serie, weil einer ihrer Schreiber Vincent Dugomier ist, der Szenarist der überragenden Serie "Alexia" (s. Beitrag #95). Wie bei jeder Gagserie ist natürlich die Qualität der Gags recht unterschiedlich. Insgesamt ist es aber ein durchaus angenehmer Lesespass!
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Alt 10.03.2017, 11:28   #106  
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Standard Pinchon in "Benjamin"

Joseph Porphyre Pinchons bedeutendste Kreation "Bécassine" wird - zu Recht - bis heute nachgedruckt. Pinchon zeichnete aber viel mehr. Für das Magazin "Bejamin" entstanden z. B. drei Abenteuer um die Figur "Patatras":

  • 1935 Patatras, chef pirate


  • 1936 Patatras et l'Oncle Pépinou


  • 1940 Patatras sur les routes de France
    (20 Seiten in Benjamin N1 - N20)

Ebenfalls in "Benjamin" findet sich die Figur "Monsieur Mitaine". Hier konnte ich zwei Geschichten entdecken:

  • 1934 Monsieur Mitaine, ami des animaux
    (24 + 2 Gags in Benjamin 225 - 255, ohne 231, 236, 237, 242, 249, 250)

  • 1937 Monsieur Mitaine, globe-trotter
    (28 Seiten in Benjamin 410 - 442, ohne 413, 423, 430, 433, 434)

"Monsieur Mitaine, ami des animaux" besteht aus abgeschlossenen Gags um den Tierfreund Mitaine. In Benjamin 251 finden sich zwei Gags, die nicht von Pinchon stammen. "Monsieur Mitaine, globe-trotter" ist eine Fortsetzungsgeschichte.

In "Benjamin" findet man des Weiteren Geschichten um die Familie Amulette. Hier gibt es die folgenden Storys:

  • 1929 La famille Amulette (1. Serie)
    (41 Seiten in Benjamin 4 - 44)

  • 1930 La famille Amulette (2. Serie)
    (13 Seiten in Benjamin 46 - 58)

  • 1931 Amulette et Filaplume
    (24 Seiten in Benjamin 62 - 88, ohne 74, 75, 82)

  • 1931 Babylas chez Amulette
    (ca. 29 Seiten in Benjamin 103 - 138, ohne 120, 123, 126, 129, 130, 134, 137)

Der Jahrgang 1932 ist auf Gallica leider nicht komplett, so dass bei der vierten Geschichte noch keine endgültigen Datenangaben möglich sind. Die Folge in Benjamin 119 wurde interessanterweise von Erik gezeichnet.

Dann gibt es in "Benjamin" Geschichten um das Jüngelchen Grassouillet:

  • 1931 Grassouillet au bord de la mer
    (10 Seiten in Benjamin 89 - 100, ohne 92, 98)

  • 1932 Grassouillet en vacances
    (6 Seiten in Benjamin 141 - 146)

Und schließlich finden Amulette und Grassouillet in den folgenden Geschichten zusammen:

  • 1933 Grassouillet chez Amulette (ab Benjamin 189: Amulette et Grassouillet)
    (32 Seiten in Benjamin 165 - 204, ohne 178, 181, 186 - 188, 192, 200, 202)

  • 1934 Amulette et Grassouillet font du cinéma
    (20 Seiten in Benjamin 258 - 288, ohne 260, 262, 269, 271 - 273, 275, 276, 280, 285, 287)

  • 1935 Amulette et Grassouillet directeurs de manège
    (3 Seiten in Benjamin 289, 290 und 294)

  • 1935 Amulette et Grassouillet en vacances
    (2 Seiten in Bejamin 300, 301)
.

Geändert von arne (21.07.2018 um 12:12 Uhr)
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Alt 14.04.2017, 06:56   #107  
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Trac et Boum (Saint-Ogan)


Während die 1930er Jahre von "Benjamin" stark von den Arbeiten Joseph Porphyre Pinchons geprägt waren (s. vorhergehenden Beitrag), fanden sich in den 1940er Jahren viele Werke von Alain Saint-Ogan (vollständig: Alain Marie Joseph Paul Louis Fernand Lefebvre Saint-Ogan) im Heft.

Dort startete im August 1940 die Serie "Trac et Boum" (hier). Trac und Boum sind zwei Zauberer, die mittels eines intergalaktischen Zuges aus dem Feenreich auf die Erde reisen.

Die Serie wurde in drei Alben (hier) nachgedruckt - allerdings unvollständig. Das erste Album endet z. B. mit der Originalseite 38 - enthält aber nur 28 Comicseiten. Es fehlen die Originalseiten 1, 8, 26, 28 - 32, 35, 36.

Und was hat es mit dem vierten in der bedetheque gelisteten Album (HS = hors-série) auf sich? Ausweislich der "database BD du Loup" (hier) enthält es Ausschnitte aus den Bänden 1 - 3. Die in der bedetheque abgebildete Seite ist Originalseite 2.
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Alt 21.10.2017, 20:40   #108  
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Jip (Jean-Pol)


Bevor Jean-Pol (= Jean-Paul van den Broeck) für das belgische Magazin "Zonnestraal" die Serie "Annie en Peter" (hier) zeichnete, gestaltete er dort die Serie "Jip" (1967 - 1971). Die Serie wird auf Lambiek erwähnt. Gesehen habe ich davon noch nie etwas. Aber ich weiß, dass es drei Geschichten gibt:

  1. De fluitende vlinders (32 S.)

  2. Spanning in het gebergte (32 S.)

  3. Het sprekende bos (32 S.)

Zwischen Story 2 und 3 zeichnete Jean-Pol außerdem für "Zonnestraal" ein Abenteuer von Willie Wervelwind: "Het spook van Torenzele" (60 S.). Diese Story wurde 2005 in der Collectie Fenix nachgedruckt.

https://www.catawiki.nl/willie-wervelwind/het-spook-van-torenzele

Auf einen Nachdruck von "Jip" wartet man dagegen bisher vergebens ...
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Alt 18.01.2018, 16:04   #109  
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Billy Bidibip (Tarrin)


In den Biographien zu Fabrice Tarrin ("Violetta", "Spirou") findet man den Hinweis, dass er 1996 für das Magazin "Astrapi" drei Kurzgeschichten um das Bübchen Billy Bidibip gezeichnet habe. Da ich diese Hefte vorliegen habe hier mal die genauen Daten:

  • 420 Une vie de cow-boy (4 Seiten)


  • 421 La vie d'Indien (4 Seiten)


  • 422 La vie d'extraterrestre (4 Seiten)

"Astrapi" hatte immer nur einen kleinen Comicanteil, weshalb es kaum gesammelt wurde und heute nur schwer zu bekommen ist. Eine der erfolgreichsten Serien in "Astrapi" ist die Krimiserie "Marion Duval".

https://www.bedetheque.com/serie-Marion-Duval.html
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Alt 29.07.2018, 10:07   #110  
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Die Angaben zu "Prunelle" (s. Beitrag #101) wurden von mir jetzt komplettiert. Sieben Storytitel sind hinzugekommen, sowie alle Seitenangaben und Veröffentlichungsdaten.
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Alt 11.10.2019, 18:47   #111  
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Im Studio Aidans entstand ca. 1980 die Serie "François Silence", die in dem Magazin "Tremplin" abgedruckt wurde. Das einzige Abenteuer der Serie heißt "Les sortilèges de Keewatin" und ist 52 Seiten lang.

Szenarist ist Christian Lamquet. Zeichnerin ist Magda, die auf den ersten 11 Seiten von Bernard Linssen unterstützt wurde (Cary = Magda + Linssen).

https://1.bp.blogspot.com/-lwECAVuOx...HQ/s640/fr.jpg

"François Silence" gilt als Vorläufer der Serie "Gilles Roux et Marie Meuse", die in den 1980er Jahren in "Tintin" erschien.

Geändert von arne (31.05.2020 um 15:03 Uhr) Grund: Link aktualisiert
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Alt 31.10.2019, 08:44   #112  
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Die eiserne Maske 2: Wer rächt Barrabas? (Cothias/Marc-Renier)


S. zunächst Beitrag #86. Jean-Baptiste Donjon setzt weiterhin alles daran, zu Geld zu kommen. Als seine Schwester von ihrem Arbeitgeber, einem Adligen, geschwängert wird, erpresst er diesen, um in die adlige Gesellschaft eingeführt zu werden.

In dieser trifft Jean-Baptiste auf Anne de Lenclos, die Tochter Ariane de Troïls. Bevor er von dieser Beziehung profitieren kann, schnappen ihn allerdings die Handlanger des von ihm erpressten Adligen und liefern ihn der Sekte aus, die Menschen opfert (s. Band 1). Plötzlich findet sich Jean-Baptiste nackt auf einem Altar wieder. Ein Sektenmitglied hebt den Dolch zum Todesstoß ...



Die Serie Le Masque de Fer war ursprünglich gar nicht als Spin-Off zu Die 7 Leben des Falken gedacht. Band 1 erschien 1990 zunächst in dem Magazin Vécu und 1991 dann als Album. Von Band 2 erschien 1992 ein Ausschnitt in Vécu und dann lange nichts mehr.

http://bdoubliees.com/vecu/masquedefer.htm

Erst 1996 erschien Band 2 als Album. In diesem Zeitraum fand offenbar die Neuausrichtung der Serie statt. Damit Marc-Renier nicht den kompletten Band neu zeichnen musste, wird Anne de Lenclos erst im letzten Drittel des Bandes eingeführt.

Das letzte Drittel des Bandes ist zugleich in einem anderen Zeichenstil gehalten, der dem von André Juillard angenähert ist. Offenbar wollte man damit optisch eine Nähe zu Die 7 Leben des Falken zum Ausdruck bringen. Der Stilbruch während laufender Handlung wirkt allerdings etwas irritierend.
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Alt 31.05.2020, 15:44   #113  
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A. Bâbord (Gire)


Sucht man in Medionis 560 Seiten starkem Buch über "Vaillant" und "Pif", das auch noch den Titel "L'histoire complète" (hier) trägt, nach der Serie "A. Bâbord", so findet man nur einen einzigen Satz. Und der teilt einem mit, dass es diese Serie gab.

Das ist etwas wenig für eine Serie, die immerhin 18 Jahre lang in "Vaillant" vetreten war. Auf bdoubliees findet sich eine etwas durcheinander wirkende Übersicht, was daran liegt, dass die Serie gelegentlich den Titel wechselte.

https://bdoubliees.com/vaillantpif/a_babord.htm

Die Serie um den Seefahrer A. Bâbord und seinen Kumpel, den Papagei Père O.K., startete 1949 in "Vaillant" mit der 120 Seiten langen Story "Les avatars d' A. Bâbord". Sämtliche Figuren in diesem Comic sind ziemlich durchgeknallt. Gires Zeichnungen sind von einem Detailreichtum und einer Raffinesse, wie ich es selten gesehen habe.

1952 folgte die zweite Story "Les frères Jack As". Hier steht Père O.K. im Vordergrund, dem sich zwei Verwandte hinzugesellen. Diese Story ist immerhin noch 58 Seiten lang.

Die zweite Story ging nahtlos in die dritte, "A. Bâbord, Père O.K. et les frères Jack As" (56 Seiten), über. In dieser Story ist, wie bereits der Titel besagt, wieder A. Bâbord mit dabei.



Danach folgten eine Weile lediglich Strips mit den Papageien. Eine längere Story findet sich dann wieder 1956 mit dem Titel "L'île aux perroquets" (23 Seiten).

Auf bdoubliees tauchen dann eine Menge Gags, also Einseiter, auf. In Wahrheit sind dies aber zu einem guten Teil Mehrseiter. Hervorzuheben ist hier insbesondere die 65 Seiten lange Story "Voyage autour du monde" in Vaillant 937-1001 (1963/64).

Zum Schluss der Serie gab es dann noch einige Rätselseiten.

Ist es ein Wunder, dass Eugène Gire nach so viel Abenteuern eines Seemannes auserkoren wurde, die Abenteuer Captain Vir-de-Bors (dt. "Käptn Kuddel" in Bonbon) fortzusetzen?

Mehr zu Gire:

http://bdzoom.com/63813/patrimoine/c...-vous-eu-gire/

Geändert von arne (20.07.2020 um 20:43 Uhr)
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Alt 28.01.2021, 13:32   #114  
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Les Yaourts Bleus (Bourgeon/Mauguil)


Wer in Reddition 46 die Bourgeon Bibliographie aufschlägt, findet als ersten Eintrag die Serie "Yaourts Bleus". Sechs Titel à 5 Seiten sind da gelistet. Die Liste ist aber nicht vollständig.

Auf der vierten Seite der Bibliographie wird z. B. unter "Fripounet" die Einzelstory "Le jour de relâche" aufgeführt. Auch die gehört aber zur Serie.

Dass bei der Story Génin als Texter aufgeführt wird könnte eine Versehen der Fripounet-Redaktion sein. Denn die übrigen Storys sind alle von Mauguil getextet.

Eine weitere Story mit den "Yaourts Bleus" findet sich in Fripounet 8/1974: "Philippe et les Yaourts Bleus". Und es muss weitere Storys geben. Angeblich soll die Serie bereits im Dezember 1973 gestartet sein.



"Les Yaourts Bleus" erzählt die Erlebnisse der Mitglieder eines Wanderzirkus. Mehrere Geschichten spielen unterwegs, auf dem Weg zwischen den Dörfern.

Je mehr Kurzgeschichten der Serie man liest, desto vertrauter wird man mit den Charakteren. Besonders einprägsam ist z. B. Terrace, der Kassenwart. Der läuft immer mit einer finsteren Miene durch die Gegend und geht allen auf die Nerven.

Geändert von arne (28.01.2021 um 13:49 Uhr)
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Alt 29.01.2021, 14:03   #115  
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Loyse (Bourgeon/Clara/Robitaillie)


Und wo ich gerade bei Bourgeon bin: In der Bibliographie in Reddition 46 versteckt sich unter "Kurzgeschichten - Lisette" eine weitere Serie, und zwar die um das Mädchen Loyse.

Die sieben Kurzgeschichten kann man leicht identifizieren, da sie alle den Namen der Hauptfigur im Titel tragen. Allerdings hat sich bei Lisette 36/1972 ein falscher Titel eingeschlichen. Der korrekte Titel lautet "Loyse et le mendiant".

Anhand der Titel lässt sich allerdings nicht erkennen, dass die Serie mit einer Fortsetzungsgeschichte beginnt. Es ist die unmittelbar vor der ersten Kurzgeschichte aufgeführte Story "La lettre du Roi".

In dieser längeren Story fahren Loyse, ihr Onkel Clément und ihre Tante Victoire mit einer Kutsche übers Land. Dem Onkel ist ein geheimer Brief anvertraut. Doch er will ihn nicht haben und Loyse muss sich dann um ihn kümmern.
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Alt 30.01.2021, 08:21   #116  
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Docteur Anne (Bourgeon/Bichonnier)


Und wo ich gerade bei Lisette bin: In der Rubrik "Kurzgeschichten - Lisette" versteckt sich noch eine zweite Serie, und zwar die um die junge Ärztin Anne Delorme.

Die Serie ist vergleichsweise kurz. Ausweislich der Liste in Reddition 46 besteht sie aus einer Fortsetzungsgeschichte und zwei Kurzgeschichten.

Die Fortsetzungsgeschichte liegt mir vor. In ihr sorgt sich Anne um eine Krankenschwester, die immer müde wirkt und Schmerzen hat. Gemeinsam mit ihren Freunden forscht sie nach dem Grund.



Bourgeon experimentiert hier teilweise mit den Panels. Seite 11 der Story ist dafür ein exzellentes Beispiel. Über drei Viertel der Seite breitet Bourgeon in drei ineinander verschachtelten Panels, durch die die Protagonisten gleichsam hindurchfahren, ein Riesenrad aus.
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Alt 18.02.2021, 17:17   #117  
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Les Yaourts Bleus (encore)


Inzwischen konnte ich drei weitere Fundstellen der Serie ausfindig machen, wobei mir die erste Story nicht vorliegt. Ich weiß von ihrer Existenz nur aus der Ankündigung im vorhergehenden Heft.

  • 52/73

  • 15/74 Mario

  • 23/74 Dèrapage

Und dass ich die beiden anderen Storys vorliegen habe, ist nur einem glücklichen Umstand zu verdanken. Ich fand nämlich heute eine Postkarte im Briefkasten vor, auf der mir eine unbekannte Frau aus einem anderen Stadtteil mitteilte, dass sie vor ein paar Tagen ein Paket in einem --D-Shop abgeholt habe.

Beim Öffnen des Paketes bei ihr zu Hause habe sie festgestellt, dass da Comicheftchen drin waren. Erst da habe sie realisiert, dass das Paket gar nicht an sie adressiert war.
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Alt 08.03.2021, 07:21   #118  
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Le Fils de Thierry la Fronde (Lacroix/Deret)


Angesichts des Todes von Claude Lacroix (vgl. hier) möchte ich mal auf seine Serie "Der Sohn von Thierry la Fronde" hinweisen.

"Thierry la Fronde" war eine französische Fernsehserie, die von 1963 bis 1966 in Frankreich lief (vgl. hier). Und der Sohn ist eigentlich ein Mädchen namens Isabelle de Janville, denn die Serie "Le Fils de Thierry la Fronde" erschien in dem Mädchenmagazin Lisette.

  • 17-26/71 Le Fils de Thierry la Fronde (30 S.)

  • 47-48/71 Le Fils de Thierry la Fronde (7 S.)

  • 6-10/72 L'enchanteur Merlin (15 S.)

  • 27-35/72 La rançon (18 S.)

  • 3/73 La recette (6 S.)

Die zweite und dritte Episode erschienen in der Beilage Télé Jeune. Das war ein kleinformatiges Heft, das in der Mitte von Lisette eingeheftet war.

Szenarist sowohl der TV-Serie als auch der Comics ist Jean-Claude Deret. Der schrieb u. a. auch die TV-Serie "Mein Freund Winnetou" (1980).

Geändert von arne (13.03.2021 um 10:57 Uhr)
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Alt 10.03.2021, 16:58   #119  
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Farfelune (Lacroix)


Eine weitere Serie von Claude Lacroix in Lisette ist "Farfelune". Hauptfiguren in dieser Fantasyserie sind das Mädchen Mag, ihre Doppelgängerin Florelle und Lego, der blaue Prinz. Mir sind drei Episoden bekannt:

  • 2-9/72 Farfelune (24 S.)

  • 46-51/72 Cyberg (18 S.)

  • 7-12/73 Le maître des rêves (18 S.)
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