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Alt 26.06.2018, 19:17   #26  
74basti
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Zusammenfassung der Nick-Hefte 3 und 4:
Diesmal gibt es den Originaltext:

Zitat:
Die Erde wird von einer unheimlichen Kreatur bedroht. Das Wesen, das biologischer Organismus und Maschine zugleich ist, erweist sich, geschützt durch einen Energieschirm, als unzerstörbar.
Selbst der Beschuss mit der stärksten Waffe der Menschheit, einer C-16 Plasmakanone, ist völlig wirkungslos. Im Gegenteil: Das energetische Potential des Sternenschiffes wird von dem Wesen, das zur Größe des Sternenschiffes mutiert ist, regelrecht aufgesogen. Doch nicht nur das: als das Wesen sich dem Sternenschiff bedrohlich nähert, saugt es dessen Energie ab. Der schützende Energieschirm bricht daraufhin zusammen und nur mit knapper Not kann sich die Crew durch einen Hypersprung zum Erdorbit dem Einfluss des Monstrums entziehen.
Als NickMr. Marsh mitteilen muss, dass ihr Auftrag, das bedrohliche Objekt zu vernichten, gescheitert ist, reagiert dieser mit Bestürzung. Sein Entsetzen wird noch größer, als das Wesen plötzlich per Teleportationsfeld im Erdorbit auftaucht. Er beordert daraufhin das Sternenschiff zur Erde zurück und alarmiert die Streitkräfte der Erde.
Doch auch die können nicht verhindern, dass die Kreatur auf der Erde landet und dem Kraftwerk der Stadt Los Angeles die Energie entzieht.
Viel Text, und in der Tat ist die Serie bisher stark von Action geprägt.

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799
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Alt 26.06.2018, 19:27   #27  
74basti
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Nachden den Kraftwerken in LA und San Diego die Energie entzogen wurde, verschwindet das Wesen im Orbit durch ein Dimensionsportal. Nick und seine Mannschaft wurden derweil suspendiert.
Als Bilder von der Venus von dem Wesen zur Erde gefunkt werden, fliegen Nick und seine Freunde mit einem privaten Schiff zur Venus.
Nick wird bei der Untersuchung der Landestelle von einer Sonde entführt.
Hilflos müssen seine Freunde zusehen, wie er in das Innere des Wesens gezogen wird.

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799
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Alt 14.07.2018, 18:23   #28  
74basti
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Kurz vor dem Erscheinen von "Voltfeder" # 1 im Jahr 1979 änderte Michael Goetze das Titelbild. In einigen Fanzines sind vorab Werbeanzeigen für Voltfeder erschienen, aber mit dem ursprünglichen Cover.
Ich selbst habe wenige Fanzines und auch nur aus späteren Jahren. Die Info ergab sich aus dem Nachwort zum ersten Voltfeder-Heft. Leider steht dort nicht, wo die Anzeigen geschaltet wurden.
Meine Bitte an alle, die aus dieser Zeit Fanzines haben: Schaut doch mal bitte nach, ob sich dort eine Anzeig befindet.
Zeitraum Ende 78 bis Anfang 79.

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799
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Alt 07.08.2018, 08:30   #29  
74basti
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Beim Wildfeuer Verlag wird Michael Goetze nicht mehr im Zeichner-Archiv auf der Homepage gelistet.
Gleichwohl wird Tibor (III. Serie) als noch erscheinende Serie bezeichnet.
Die letzte Nummer (104) erschien bereits im September 2017 und endete mit einem typischen Cliffhanger.
Angesichts der Arbeit an der neuen Nick-Serie dürfte Tibor wohl nicht mehr fortgesetzt werden.

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799
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Alt 07.08.2018, 11:22   #30  
Rusty
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Zitat:
Zitat von 74basti Beitrag anzeigen
Gleichwohl wird Tibor (III. Serie) als noch erscheinende Serie bezeichnet.
Die letzte Nummer (104) erschien bereits im September 2017 und endete mit einem typischen Cliffhanger.
Vielleicht wird TIBOR bei Wildfeuer von einem anderen Zeichner fortgesetzt.
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Alt 07.08.2018, 17:38   #31  
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Ich hab vom Wildfeuer-Verlag die Aussage, dass Tibor III mit Nr. 106 beendet wird.
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Alt 07.08.2018, 18:29   #32  
74basti
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Weisst Du, wer dann die letzten Hefte zeichnen wird?

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799
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Alt 08.08.2018, 07:17   #33  
Rusty
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Also da kann man doch davon ausgehen daß die letzten beiden Hefte 105 + 106 auch von Micha Götze getextet und gezeichnet sein werden.
Kann mir nicht vorstellen daß er den Abschluß seiner Tibor III einem anderen überläßt.
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Alt 08.08.2018, 08:55   #34  
eck@rt
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Zitat:
Zitat von 74basti Beitrag anzeigen
Kurz vor dem Erscheinen von "Voltfeder" # 1 im Jahr 1979 änderte Michael Goetze das Titelbild. In einigen Fanzines sind vorab Werbeanzeigen für Voltfeder erschienen, aber mit dem ursprünglichen Cover.
Ich selbst habe wenige Fanzines und auch nur aus späteren Jahren. Die Info ergab sich aus dem Nachwort zum ersten Voltfeder-Heft. Leider steht dort nicht, wo die Anzeigen geschaltet wurden.
Meine Bitte an alle, die aus dieser Zeit Fanzines haben: Schaut doch mal bitte nach, ob sich dort eine Anzeig befindet.
Zeitraum Ende 78 bis Anfang 79.
Brauchst du das noch? Einen Scan von der Anzeige oder vom Titelbild?

eckrt
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Alt 08.08.2018, 17:36   #35  
74basti
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Unbedingt!
Du bist der erste, der nachfragt.
Ein Scan der Anzeige wäre super (ich denke, dass das ursprünglich geplante Cover dort zu sehen ist).
Einfach per mail schicken (bitte)

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799
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Alt 08.08.2018, 20:34   #36  
hensen
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74basti:

mehr weiß ich nicht. Ich bin aber immer davon ausgegangen, dass M. Goetze das schon zu Ende bringt.
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Alt 10.08.2018, 16:16   #37  
74basti
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TIBOR (kurz vor dem Ende, Teil 1)


1959, Hannover, Ferdinandstraße

„Mit Akim ist jetzt Schluß. Wir brauchen bis nächsten Montag das erste Heft einer neuen Dschungelserie“, mit diesen Worten ist Hansrudi Wäscher, der nach eigenen Worten niemals über die Hintergründe zu Entscheidungen des Verlags informiert worden ist, vom Lehning Verlag vor vollendete Tatsachen gestellt worden. (vgl. Interview mit Peter Orban 1977, zitiert nach Gerhard Förster, Das große Hansrudi Wäscher-Buch, Hethke, 1987, S.87)
Die Probleme bei einer so kurzfristigen Beauftragung lagen auf der Hand. Schon die Namensgebung gestaltete sich nicht sehr einfach und beanspruchte schon einige Arbeitszeit: „Mir fiel zunächst kein Name ein. Meiner Frau auch nicht. Wir überlegten Stundenlang, krochen schließlich über die Landkarte von Afrika und versuchten, einen zugkräftigen Namen zusammenzubasteln, Wir hatten schließlich eine Liste von ungefähr 80 Vorschlägen und kamen so auf den Namen TIBOR.“ (vgl. Interview mit Peter Orban, ebenda) Einige Tage später, nachdem er das erste Heft abgegeben hatte, bemerkte er eine Konzertankündigung. Der Vorname des Dirigenten war TIBOR. Leider war es mir auch mit Internetrecherche nicht möglich, den Nachnamen herauszugebommen. Einerlei, der Dirigent stand ja nicht Pate für den Vornamen des neuen Dschungelhelden. Und „neu“ war er in der Tat. Während Wäscher sich zuvor im Gewirr von Pedrazzas/Renzis Vorlage AKIM zurechtfinden musste, einschließlich der vagen geographischen Vorgaben und seiner Herkunftsgeschichte, konnte Wäscher sich einen eigenen Helden erschaffen.

Was war geschehen?

Walter-Lehning-GmbH und Marino Tomasina, haben ab dem 8. Mai 1953 verschiedene Verträge über die Verwertung diverser Comicserien geschlossen. Aber Rückgabe der Originale und ausstehende Zahlungen (und wohl auch das Weiterzeichnen eigener AKIM-Geschichten ließen die Vertragsparteien schon nach nur 3 Jahren zu Prozeßparteien werden. Unter dem Aktenzeichen 6 O 224/56 klagte der italienische Verleger vor dem Landgericht Hannover rund 920.000 Lira (rund 6.600 DM) inklusive Zinsen bis Vergleichseröffnung, sowie weiterer Zinsen. Die Verfahren zogen sich bis 1960 durch den gesamten deutschen Instanzenzug. Lehning zog stets den Kürzeren (vgl. Detlef Lorenz, Tibor Eine Legende in Afrika, Comics etc., 2009, S.6 ff; und das ist schon Stoff für einen eigenen eigenen, langen Artikel).
Jedenfalls erschien im September 1959 (nach der Aufstellung von Gerhard Förster, S.124) mit „Abgestürzt!“ der erste Piccolo-Titel von TIBOR bei LEHNING.

Wäscher lässt seinen neuen Helden mit dem bürgerlichen Namen Gary Swanson bei einem Flug nach Nairobi (mit einem Abstecher zum Kilimandscharo) in Kenia abstürzen und seine Abenteuer in Afrika erleben. Detlef Lorenz hat in seinem Buch TIBOR – Eine Legende in Afrika anhand der Angaben aus den Wäscher-Comics eine präzise geographische Einordnung vorgenommen. Als ausgewiesener Tarzan-Experte lobt er vor allem auch die schlüssige Origin der Comicfigur (im Gegensatz zu der von AKIM, vgl. Lorenz a.a.O., S. 20ff).

Bereits im Editoral der Sprechblase 210 (Dez. 2007) war nach dem Tode von Norbert Hethke, der viele Jahre lang TIBOR (und andere Comics Wäschers) in verschiedenen Varianten nachgedruckt hatte, klar, dass nicht mehr der Verlag, sondern die Agentur Becker Illustrators die Rechte Wäschers wahrnehmen werde. So wandern die einzelnen Serien nun zu verschiedenen Verlagen. Dort werden diese auch mit neuen Zeichnern fortgesetzt. Der Wildfeuerverlag sichert sich die Rechte für eine Fortsetzung an TIBOR. Die erste Geschichte der „dritten Serie“ mit dem Titel „Rätselhafter Tod“ erscheint (laut Impressum) im Mai 2008, also vor mehr als zehn Jahre, rechtzeitig, wie man im Vorwort betont, zum „Jubiläum“ (50 Jahre Tibor, genauer 49 2/3 Jahre). Damals wie heute kosten ein Einzelheft Euro 6,40.

Rückblende: 1959, Ort: Wilster, Norddeutschland, Volksschule, Klassenraum der vierten Klasse

Die Schulklasse wartet schon auf den Lehrer, da stürzt ein Schüler in den Klassenraum und schwenkt ein Piccolo in der Hand. „Es gibt jetzt eine neue Dschungelhelden-Serie: TIBUÄ Ich denke, TIBUÄ TIBUÄ, was für ein bescheuerter Name für einen Urwald-Helden. Die Jungens in der Klasse stürzen sich sofort auf die Neuigkeit. Erwartungsvoll pirsche ich mich an den Pulk meiner Mitschülerheran. Verzweifelt versuche ich, einen Blick darauf zu werfen“ (zitiert nach Michael Goetze, Es war eine wunderbare Zeit, Remo 1 bis 6). Goetze liest den Namen TIBOR (statt TIBUÄ) und Goetze nennt die Ankünsigung von TIBOR in der Rückschau eine „Sensation“ (Goetze a.a.O.).

Fast 50 Jahre später ist er nun Texter und Zeichner dieser Serie, die es bisher auf 104 Piccolos und 2 Großbände (zuzüglich drei von Goetze gezeichnete Großbände im Mohlberg-Verlag) bringt. Zu der Serie kommt bestimmt später einmal mehr, aber nicht heute.

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799

Geändert von 74basti (10.08.2018 um 16:21 Uhr)
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Alt 10.08.2018, 16:20   #38  
74basti
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(Teil 2)

Anlass für diese Zeilen ist, dass ich heute die Piccolos 96 bis 104 gelesen habe, nachdem hier im Thema vor kurzem über das Ende der Serie spekuliert wurde. Wenn – so mein Gedanke – nur noch zwei Hefte folgen, dass muss ja die Handlung noch zu Ende gebracht werden. Das wird nicht einfach. Tibor befindet sich noch bei den O-Dobos, die James Connors Maschinenpistole in ihren Besitz gebracht haben. Tibor muss gegen einen Spinosaurus antreten und William Turner, der zweite Gauner, lenkt seinen Transporthubschrauber zum Dorf der O-Dobos, wo die Verladung der Jungsaurier stattfinden soll. Nach der Landung versucht er, Tibor über seine wahren Absichten zu täuschen. Der abgesetzt Häuptling MaHogan findet derweil die vergifteten Pfeile wieder. Und Ben Morley, der auf der Suche nach William ist, erreicht den Grenzfluss zum Gebiet der Toten Sümpfe. (Inhalt der Piccolos 96/97).

Irgendwie geht dann alles ziemlich hin und her mit gegenseitiger Gefangennahme und Befreiung und die Figuren, die über viele Piccolos räumlich getrennt waren, treffen nun auf einander. „Aha“, denke ich, es geht dem Ende tatsächlich entgegen. Doch in Heft 102 bedroht der Häuptling mit seiner MP Tibor und Ben Morley. „Ob sich das hier alles in wenigen Heften auflösen lässt?“, frage ich mich und blättere auf Seite 2/3. Da wird Tibor aufgefordert, den Zwergenhäuptlich zu erschießen. Der weigert sich natürlich. Nun langt es Morley: „Dann mache ich es eben!“, knurrt er, springt auf, zieht einen Revolver und legt den Häuptling mit einem gezielten Kopfschuss flach: Peng!
Tibor: „Er ist tot
Morley: Na, das hoffe ich doch. Der kleine Mistkerl war drauf und dran uns umzulegen.

Da bleibt mir dann doch die Spucke weg.

Einige Seiten weiter: Die Minikrieger haben sich mit Speeren bewaffnet auf den Weg gemacht, um die großen Menschen zu fangen. William Turner wird aus der Luft von Speeren durchbohrt, darunter einem durch seinen Hinterkopf und einem durch seinen Hals.

Er bricht sofort tot zusammen.



Heft 104: James Connor, der Komplize von Williams hat die Nase voll. Bei einer Rangelei mit Morley löst sich ein Schuss und erledigt den Nächsten.


Bei Tibor wird gerade brutal ausgesiebt. Das Ende rückt näher.

Ich nehme Kontakt mit dem Autoren des zuvor zitieren Buches „Tibor – Eine Legende in Afrika“ auf, um mich zu vergewissern, dass das, was ich gerade gelesen habe, eine absolute Ausnahme darstellt. Der bestätigt mir in einem sehr netten und angenehmen Telefonat (alle Telefonate mit ihm sind nett und angenehm), dass ihm eine derartige Szenerie aus Tibor so nicht in Erinnerung ist und dass so etwas bisher nicht vorgekommen sei.

Eine gehörige Portion Realität also zum Schluß der Serie. So ist es kein Wunder, dass die Geschichte sich auf den nächsten 64 Seiten auflösen lässt.

In „Deutsche Comicforschung 2010" ist nachzulesen: „In der Weiterführung der Wäscher-Serien war Michael Goetze naturgemäß um Konstanz bemüht gewesen. Nicht etwas Neues sollte hier geschaffen werden, sondern etwas in der Fortsetzung des Gewohnten“ (vgl. Eckart Sackmann, Ritter Sigurd. As Streifenheft als Gattung, Muster und Mythos, Deutsche Comicforschung 2010, comicplus+, 2009, S. 116 f.)

In einer Serie, in der nach wie vor (wie in der Originalserie) keine Brustwarzen gezeichnet und gezeigt werden, überrascht ein derartiger Mut zur Realität durchaus (und Abkehr von bisherigen und bewährten Erzählmustern). Nicht, dass es mich (Jg. 1974) stören würde, aber es stellt alles auf den Kopf, was ich unter der „Fortsetzung des Gewohnten“ verstehe. Vielmer ändert diese Radikalität nun einiges. Viele Autoren haben die „Zensur“geschichte es Lehning Verlages untersucht; sie soll als bekannt vorausgesetzt werden, daher soll hier auf eine nähere Betrachtung verzichtet werden. Letztlich werden die Nachdruck ohnehin nur von Erwachsenen gelesen. Man wird abwarten müssen, was in den letzten beiden Piccolos noch geschieht. Ich tippe auf einen „klassischen“ Schluss. Tibor überwältigt den Bösewicht, fliegt ihn zu einer Polizeistation und damit ist die Geschichte zu

ENDE

Nachtrag: James Connor wurde bereit in Heft 94 (Org-Gromos Tod) von Speeren getroffen und auf dem Cover ist auch Blut zu sehen, er starb jedoch nicht daran)

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Geändert von underduck (10.08.2018 um 23:10 Uhr)
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Alt 10.08.2018, 21:04   #39  
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Zitat von 74basti Beitrag anzeigen
Da wird Tibor aufgefordert, den Zwergenhäuptling zu erschießen. Der weigert sich natürlich. Nun langt es Morley: „Dann mache ich es eben!“, knurrt er, springt auf, zieht einen Revolver und legt den Häuptling mit einem gezielten Kopfschuss flach: Peng!
Tibor: „Er ist tot
Morley: Na, das hoffe ich doch. Der kleine Mistkerl war drauf und dran uns umzulegen.

Da bleibt mir dann doch die Spucke weg.
Das erinnert an eine Szene aus einem Indiana-Jones-Film.
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Alt 12.09.2018, 06:55   #40  
74basti
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Ende November 2018 erscheint der neue Band von „Deutsche Comicforschung“ bei comicplus+.
Der Verlag hat eine Übersicht über den Inhalt online gestellt:

http://www.comicforschung.de

Darin ist ein Artikel über Michael Goetze enthalten:

„Der erste deutsche Computercomic: Das Robotimperium“

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799

Geändert von 74basti (12.09.2018 um 07:05 Uhr)
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Alt 14.09.2018, 20:53   #41  
Hinnerk
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Zitat:
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„Der erste deutsche Computercomic: Das Robotimperium“
War das nicht Antrachor?
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Alt 14.09.2018, 21:31   #42  
74basti
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Um ganz ehrlich zu sein: ich halte die Werbung für Antrachor für einen Marketingtrick. Das Robotimperium war per Hand vorskizziert. Die zeichnungen waren auch 1988 per PC erstellt.
Antrachor nutzte aber wohl die erweiterten technischen Möglickeiten: Mehr Speicher, ausgefallenere Programme, komplexe 3D-Welten. Da konnte man wohl schon große Welten mit Features entwickeln, was beim Robot-Imperium noch nicht ging.
Das wird wohl Technik gewesen sein, die man auch für PC-Spiele verwendet hat.

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Alt 14.09.2018, 22:17   #43  
Hinnerk
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War nur ein Scherz in Anspielung auf #10. Ich halte das alles auch nur für Markting.
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Alt 22.09.2018, 22:46   #44  
74basti
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Tibor (III. Serie) wird im November 18 mit der Auslieferung der Piccolos 105 und 106 beendet.

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Alt 23.09.2018, 11:51   #45  
Rusty
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Zitat von 74basti Beitrag anzeigen
Antrachor nutzte aber wohl die erweiterten technischen Möglickeiten: Mehr Speicher, ausgefallenere Programme, komplexe 3D-Welten.
Goetze hat mMn auch bei 'Nick' und 'Tibor' den PC eingesetzt. Da wiederholen sich bei genauer Betrachtung diverse technische Details oder Dschungel-Pflanzen etc.
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Alt 05.10.2018, 18:32   #46  
74basti
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Von der Nick-Serie sind inzwischen 2 neue Titel erschienen:

- Nick 6 / Nick unmixed 94: System des Grauens
- Nick 7 / Nick unmixed 95: In einer fernen Galaxis

Nick entdeckt im Inneren einer Projektion eine gewaltige Anlage, in der gefangene Lebewesen zu einem Brei versetzt werden.
Dieser dient wohl dem Monstrum als eine Art Nahrung für seine biologischen Komponenten.
Diese Idee wurde schon in „Zeitmaschine“ aufgegriffen, ist hier aber anders umgesetzt worden.
Spannend sind die Geschichten allemal.

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Alt 07.10.2018, 16:39   #47  
74basti
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2002 bis 2004 zeichnete Michael Goetze an Falk für den Hethke-Verlag. 39 Piccolos entstanden nach Texten von Hajo F. Breuer.
Die Übergabe der Serie erfolgt am Ende der Storyline um den Magier Krenus, die in Heft 197 beendet wird. Auf Seite 26 folgt ein Zwischenstop in Rom und der Aufbruch in eine kurze Episode um das Turnier von Burg Grifo (198 bis 201)
Die Reise mit Baron Grifos nach Ägypten (201 bis 205) handelt eigentlich von der Reise des Grafen, der einem Sterbenden versprochen hat, Reliquien aus Ägypten nach Italien zu bringen.
Mitten in Heft 205 trennt sich das Reisetrio. Die Reliquie ist schon in einem Lagerhaus in Alexandria gebracht worden. Der Baron kehrt zurück und Falk und Bingo stürzen sich in das Sklavenabenteuer von Arboretum (205 bis 218).

Das endet auf Seite 18 von Heft 218.
Auf Seite 19 befinden sich beide wieder nördlich der Alpen.
Etwas ungelenkt finde ich diesen Übergang. Und wenn man diese Piccolos mit den von Goetze selbst getexteten Piccolos vergleicht, fällt auf, dass er die Erzählart des Formats besser beherrscht.

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Geändert von 74basti (07.10.2018 um 16:51 Uhr)
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