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Alt 30.09.2014, 15:34   #1  
Wilhelm Busch
Moderator Museum Wilhelm Busch
 
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Beiträge: 10
Standard Ausstellung "Ralf König: Echte Kerle!"



Presse-Information zur Ausstellung
Ralf König: Echte Kerle!
28. September 2014 bis 18. Januar 2015


Vom 28. September 2014 bis 18. Januar 2015 zeigt das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst eine Werkschau des Kölner Comic-Künstlers Ralf König (*1960) mit dem Titel „Ralf König: Echte Kerle!“. König, der seit 35 Jahren seine typischen knollennasigen Charaktere zeichnet, gehört zu den einflussreichsten deutschen Comic-Autoren – er hat sich mit seiner Arbeit nicht nur um die Entwicklung des Comics, sondern auch um die Akzeptanz der Homosexualität verdient gemacht. Die Ausstellung in Hannover präsentiert die ganze Bandbreite seines Werks von der Beschäftigung mit dem schwulen Leben bis hin zur Religionskritik.

Die Schau im Museum Wilhelm Busch ist in vier Bereiche gegliedert: Den Anfang machen die Comic-Romane „Der bewegte Mann“ (1987), „Lysistrata“ (1987, Adaption nach Aristophanes) und „Jago“ (1998, Adaption nach Shakespeare). „Der bewegte Mann“ diente Regisseur Sönke Wortmann als Vorlage für seine gleichnamige Verfilmung, die mit über sechs Millionen Zuschauern zu den erfolgreichsten deutschen Produktionen überhaupt gehört. Ralf König wurde dadurch weit über die Szene hinaus einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Mit seinem gezeichneten Roman hat König zudem die Entwicklung der Graphic Novel wesentlich geprägt.

Der zweite Teil der Ausstellung zeigt in chronologischer Folge seine zwischen 1990 und 2013 entstandenen Comics. Darunter sind die bei Männerschwarm erschienenen Geschichten „Bullenklöten“ (1992, die erste längere Geschichte mit dem schwulen Paar Konrad und Paul) oder „Roy und Al“ (2004, mit den zwei Hunden eines schwulen Paares als Protagonisten).
Bereits in den 1980er-Jahren zeigt Ralf König, dass Homosexualität nicht nur als ernste Angelegenheit betrachtet werden muss und begegnet Ängsten und Ablehnungen mit bissiger Satire. Humor wird zu seinem Medium, Themen wie Aids oder die Homoehe zu enttabuisieren und gesellschaftsfähig zu machen – die schwule Welt wird auch zu einer lustigen Welt. Mit der Veröffentlichung von „Dschinn Dschinn 1“ im Jahr 2005 widmet sich König dann erstmals einem religionskritischen Thema. Er bezieht in den Folgejahren deutlich Stellung im Streit um die Mohammed-Karikaturen und setzt sich für die Pressefreiheit ein – Islam und Christentum stehen im Mittelpunkt seiner kritischen Betrachtung.

Ein weiterer Ausstellungsbereich widmet sich der Bibel-Trilogie „Prototyp“ (Schöpfungsgeschichte), „Archetyp“ (Geschichte der Sintflut) und „Antityp“ (Geschichte des Apostels Paulus). Die 2008 bis 2010 im Rowohlt-Verlag publizierten Geschichten erscheinen zunächst in Teilen als tägliche Comic-Strips für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wobei König die biblischen Geschichten auf das aktuelle Gesellschaftsleben projiziert.

Im räumlichen Zentrum der Ausstellung wird Königs zuletzt veröffentlichtes Werk „Raumstation Sehnsucht“ (2014) aus der Reihe der Konrad-und-Paul-Comics präsentiert. Seit 30 Jahren begeistert das ungleiche, schwule Paar, bestehend aus Konrad, dem Klavierlehrer, und Paul, einem erfolglosen Autor von Porno-Romanen, ein treues Publikum. Ihre Geschichten geben stellvertretend Einblicke in den Alltag schwuler Paare und tragen dabei durchaus autobiografische Züge des Künstlers.

In „Raumstation Sehnsucht“ sorgt Pauls Aufenthalt bei seiner schwangeren Schwester in Frankfurt am Main für Turbulenzen – passt Pauls Schwager doch genau in sein Beuteschema.

Durch seine Arbeit hat sich Ralf König weit über die Schwulenszene hinaus einen Namen gemacht, indem er gesellschaftliche und politische Phänomene aufzeigt und dadurch zu Toleranz aufruft. Übergeordnete Themen wie Körperkult, Sexualität, Treue und Untreue, das Brechen gesellschaftlicher Tabus und das Aufzeigen von Klischees ziehen sich als roter Faden durch seine Comics. Nicht zuletzt gründet sich seine Beliebtheit auf seine zwar derben, oftmals politischen, immer aber witzigen und hintergründigen Geschichten, die mit sympathischen oder skurrilen Gestalten gespickt sind. Zu seiner breiten Wahrnehmung hat besonders die Publikation seiner Werke im Rowohlt- und Carlsen-Verlag ab 1987 beigetragen. Ralf König wurde 2014 im Rahmen des Erlanger Comicsalons mit dem Max und Moritz-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seine Comics wurden in 15 Sprachen übersetzt.

Ein Höhepunkt des Rahmenprogramms wird eine der legendären Lesungen von Ralf König selbst sein (28.11.2014), in der er seine Comics lebendig werden lässt. Weiter sind geplant eine Ausstellungsrallye („Schnittchenjagd“, 19.10.2014, 1. Preis: eine Originalzeichnung von Ralf König) und ein Ausstellungsgespräch beim Aperitif mit Ralf König und Museumsdirektorin Dr. Gisela Vetter-Liebenow („Ähem … Wer bin ich überhaupt?“, 11.01.2015).

Die Ausstellungseröffnung am 27. September 2014 wird gleichzeitig der Startschuss für einen neuen Museumsblog (karikaturmuseum.wordpress.com) sein. Dreht sich – passend zur Ausstellung – zu Beginn alles um Ralf König und das Thema Comic, wird der Blog darüber hinaus auch Informationen aus dem Bereich Karikatur und Zeichenkunst anbieten.

Die Ausstellung Ralf König: Echte Kerle! wird gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hannover.

Das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst wird institutionell gefördert durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.


Pressekontakt:
Dr. Lena Weber, Tel.: 0511 16 99 99 17, E-Mail: weber@karikatur-museum.de, Internet: www.karikatur-museum.de

Adresse und Informationen:
Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
Georgengarten, 30167 Hannover
Tel. +49 511 16 99 99 11
Fax +49 511 16 99 99 99
mail@karikatur-museum.de
www.karikatur-museum.de
NEU! Blog: karikaturmuseum.wordpress.com

Öffnungszeiten:
Di–So und an Feiertagen von 11–18 Uhr
Am 24. und 31.12. ist das Museum geschlossen.

Bildnachweis: Plakatmotiv © Ralf König
Wilhelm Busch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2014, 17:41   #2  
74basti
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Wird es denn einen Ausstellungskatalog geben?
Auf der Homepage habe ich dazu nichts entdeckt.

"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799
74basti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2014, 14:13   #3  
Wilhelm Busch
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Eine etwas verspätete Antwort: Nein, einen Ausstellungskatalog gibt es nicht. Viele Grüße!
Wilhelm Busch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2014, 17:50   #4  
74basti
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Eine etwas frühe Antwort: Schade


"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" - Francisco de Goya 1799
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