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Alt 15.07.2021, 11:04   #32  
LaLe
Dr. Znegilletnirepus
 
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Starman 15 - Sins of the Child, Part Four: Mikaal´s Day



Autor: James Robinson
Zeichner: Tony Harris, Wade von Grawbadger
Erschienen: Januar 1996



In diesem Heft erfahren wir also, was mit Mikaal Tomas und Solomon Grundy passiert ist. Und ein Stück weit wird am Schicksal der beiden deutlich, dass Nash trotz ihres völlig unstrittigen Wahns durchaus in der Lage ist, zu planen und ein ganzes Orchester an Teilplänen zu dirigieren und zu dem einen Ziel hinzuführen, das sie verfolgt. Dazu bedient sie sich nicht nur ihrer neu gewonnenen Kräfte sondern auch der Hilfe anderer. Ob nun Dr. Phosphorus, den sie auf Ted Knight ansetzt oder eben Frankie Soul, der eine Handvoll übelster Sadisten um sich versammelt um seiner persönlichen Rache an Mikaal eine ganz handfeste Note zu verpassen.

Und wenn einer seiner Helfershelfer darüber fabuliert, dass er hofft, Grundy hält das Feuer länger aus als der letzte Mann, den er verbrannt hat, was ihm viel zu schnell ging, dann haben wir hier einen Grad an Gewaltlevel erreicht, den ich in dieser Intensität bei einem “normalen” DC-Titel für eher ungewöhnlich halte. Da wird auch nichts durch Humor oder ähnliche Stilmittel abgefedert.

Ähnlich ist es mit Nash, die sich durch ein deutliches Maß an Sadismus auszeichnet und mit ihrer Mordserie eine Schneise des Todes zieht und dabei keinerlei Milde walten lässt. Über ihre Motive werden wir noch mehr im abschließenden fünften Teil erfahren. Damit ist dann aber noch lange nicht Schluss. Um es mal deutlicher zu formulieren, ich kenne eigentlich keinen grausameren und perfider planenden Villain als sie. Die bringt auch im weiteren Serienverlauf noch Nummern bzw. brachte die bereits (wir wissen das nur noch nicht), die den Joker in jeder seiner Inkarnationen wie einen albernen Clown aussehen lassen.

Starman ist kein Titel, der üblicherweise genannt wird, wenn die Sprache auf das Dark Age of Comics kommt. Aber was man hier bislang zu lesen bekam ist alles andere als grellbunter Superheldenstoff. Das ist schlicht düster. Und dieses Heft führt das dem Leser sehr deutlich vor Augen.

Kommen wir zur Leserbriefseite, die Robinson mit einer Entschuldigung einleitet. Er hat das Ausmaß der eingehenden Post völlig unterschätzt und ist entgegen seiner einst erklärten Absicht weit davon entfernt alle Leserbriefe bringen zu können. Vor Allem hängt er bei der Einzelheftkritik inzwischen deutlich zurück und kündigt daher an, Briefe nur noch auszugsweise zu bringen.

Erste Kritik zur Story “A (K)night at the Circus” betrifft das erstaunlich kurz geratene Finale. Die Frage danach ob die Freaks weitere Auftritte haben werden bleibt unbeantwortet.

Die Frage nach Will Payton hingegen wird damit beantwortet, dass sich Jack in einem Jahr auf die Suche nach ihm begeben wird.

Positive Resonanz gab es auf die #9 und abschließend erzählt Robinson wie sehr ihm Preacher von “that drunken an far too talented” Garth Ennis gefällt. Ganz am Ende der viel zu kurz geratenen Leserbriefseite (diesmal war es nur eine) steht dann ein kleiner Ausblick auf die folgende Ausgabe und das Finale der Story.

Damit sind wir schon wieder bei der Werbung angelangt. Musicland wirbt für Alben von Blur und The Rentals. Gesondert beworben werden zwei von mir durchaus geschätzte Alben mit Stomp 442 von Anthrax und dem selbstbetitelten Abschiedsalbum von Alice in Chains, die glücklicherweise wiederkamen. White Wolf ist vertreten mit Elric: Song of the Black Sword und The Immortal Eyes Chronicles (World of Darkness). Mit Hexen ist ein Computerspiel dabei.

DC-relevantes sind zwei Crossover zwischen Green Lantern/Silver Surfer und Lobo/Judge Dredd (gibt es als DC gegen Marvel #14 und #25 auch auf Deutsch), einer DC Anthologie von Les Daniels “DC Comics: Sixty Years of the World's Favorite Comic Book Heroes“, einem Batman-Roman von Andrew Vachss “The Ultimate Evil” und DC Comics Online.

Geändert von LaLe (15.07.2021 um 11:11 Uhr)
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