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Alt 07.02.2018, 16:20   #9  
Peter L. Opmann
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Zitat von jakubkurtzberg Beitrag anzeigen
Ich finde es gut, wenn hier echte "Zeitzeugen" schreiben, die die 1970er live erlebt haben. Heutzutage ist alles einfacher zugänglich. Früher gab es Ausfälle z.B. durch Druckerstreiks und als Jugendlicher war das Geld sowieso knapp.

Auch Sammelmarken, Mini-Poster, Leserbriefe und Verlagsinfos zur Leserbindung wären ein Thema. Außerdem die Soap-Opera-Elemente und die Marvel-Vorschau, die die Wartezeit bis zur nächsten Ausgabe fast unerträglich machten.
Dem Sammelmarken-Wahn hing die Williams-Redaktion glücklicherweise nur in den ersten Ausgaben an. Ich habe schon mal die ersten drei "Spinne"-Hefte durchgeblättert und bin schon erstaunt, was für ein redaktioneller Aufwand da getrieben wurde. Aber doch nicht richtig gezielt. Man hat den Eindruck, gerade bei der "Spinne" waren etliche Seiten zu füllen. Man hat dazu Marvel-Rätselmags herangezogen - eigentlich über die Maßen, hat aber auch einiges an Redaktionsinfos geschrieben.

Meine persönliche Erinnerung ist hauptsächlich davon geprägt, daß es in meinem Dorf eine Clique gab, wo alle Comics lasen. Wir waren aber sicher keine Sammler, sondern wollten lediglich so viel wie möglich lesen. Getauscht haben wir nicht, aber ständig verliehen. Es gehörte dazu, wenn ich bei einem Kumpel zu Besuch war, daß ich beim Abschied einen Stapel seiner Comics unterm Arm hatte.

Ich habe alle Marvels aufgehoben, aber mir glaube ich keine Gedanken gemacht, woher ich Hefte bekommen sollte, die ich verpaßt hatte. Natürlich konnte ich mir nur wenige Hefte kaufen, und selten mal brachten mir meine Eltern Comics vom Einkaufen mit. Aber das hat mich nie groß gestört. Gut waren da etwas später die Superbände - da merkte ich, daß sich die eine oder andere Lücke füllte.

Die Soap-Opera begann bei mir erst richtig zu wirken, als ich dann regelmäßig las (ab Spinne und FV # 71 und Rächer # 49). Aber da war sie auch noch gar nicht so lange zum Tragen gekommen. Es gab keinerlei Probleme, sich einzulesen.
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