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Alt 06.05.2021, 21:02   #733  
Crackajack Jackson
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Incredible Hulk #335/ Hulk Condor TB 22



Cover: Steve Geiger, Bob McLeod
US: The evil that men do!
Erstveröffentlichung: September 1987
Autor: Peter David
Zeichner: John Rigdway
Tusche: John Rigdway

Ein Mädchen hört in der Nacht ein Geräusch und hat das
Gefühl nicht mehr alleine im Zimmer zu sein. Als es unter das Bett schaut, kommt da eine Schreckensgestalt hervor und blendet es mit seinen scharfen Krallenhänden.

Das Mädchen fällt durch das Zimmerfenster und landet auf der Straße , wo sie blind vor ihrem Angreifer flüchtet.
Zum Glück läuft sie in eine große Gestalt (dem Hulk), die sie vor dem Wesen schützt. Als eine Streife der Polizei dazukommt, verschwindet die Gestalt im Scheinwerferlicht des Autos und auch der Hulk zieht es vor zu verschwinden.

Im Krankenhaus erzählt das Mädchen Bruce Banner, der sich als Psychiater ausgibt, dass die Gestalt sie Addy Addy nannte, wie sie sonst nur der seltsame Junge, Gil Jeffers, von der Tankstelle nennt.

Bruce folgt Gil nach seiner Arbeit an der Tankstelle. Er besorgt sich Alkohol und Splatterfilme. Heute holt er sich Dr. Jekyl und Mr. Hyde (was sonst). Bruce steht vor seinem Haus und beobachtet ihn durchs Fenster. Gil schläft ein und ein Astralkörper löst sich aus dem Jungen. Auch Bruce verwandelt sich in den Hulk, da es inzwischen Abend geworden ist.

Stalker, wie sich die Gestalt nennt, die aus Gils Unterbewusstsein entstanden ist, geht aus dem Haus und trifft auf den Hulk.
Er bietet dem Hulk an, ihn von seiner weichen Seite befreien zu können und nimmt ihn mit zu einer Kneipe, wo er vier Jugendliche dafür bestrafen will, dass sie vor Monaten ein Mädchen angriffen und die Tat nicht herauskam, weil sie sich gegenseitig ein Alibi verschafften. Der Hulk soll Stalker bei der Bestrafung der Jugendlichen helfen, doch dieser greift stattdessen Stalker selbst an. Der flieht zu Gil, den er aufwecken will, doch der Hulk packt Stalker und schlägt ihm seine Faust durch den Bauch.

Stalker ist tot und Gil, dessen Geist er schon längere Zeit verdrängte, bis nichts mehr übrig war, liegt geistlos im Koma.

Die Ärzte konnten das Augenlicht von Addy teilweise wieder herstellen.

Peter David spielt hier mit den konventionellen Ängsten. Das Monster unter dem Bett. Blind verfolgt zu werden und das Grauen hinter sich nicht sehen zu können.

Blind = Hilflos

Stalker ist die Personifizierung der Verrohung des Geistes.

Durch den übermäßigen Konsum von Splatterfilmen bildet sich hier eine eigenständige Person, die real wird, sobald Gil eingeschlafen ist. In gewisser Weise ist es der Hulk von Gil Jeffers.

Früher konnte ich nie viel mit dieser Geschichte anfangen, weil sie sich so gar nicht in die Kontinuität einordnen lässt und einfach für sich steht. Heute fand ich sie jedoch ganz okay, bis auf zwei Kritikpunkte.

die Gestalt von Stalker ist in der Geschichte mal mehr und mal weniger greifbar. Man weiß am Anfang der Geschichte nicht genau, ob es sich um ein Trugbild von Addy handelt, oder ob Stalker tatsächlich real ist. Außerdem erfährt man sehr wenig über Stalker und seine Fähigkeiten.
Die Geschichte ist mir zu düster und hat viele Elemente einer Horrorgeschichte.
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