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Alt 14.01.2022, 14:01   #47  
LaLe
Dr. Znegilletnirepus
 
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Starman 23 - Sand and Stars, Part Four



Autor: James Robinson
Zeichner: Tony Harris, Wade von Grawbadger
Erschienen: Oktober 1996



Das war also das actionreiche Finale des Vierteilers, der im folgenden Heft ein kleines und besonderes Nachspiel haben wird. Die eigentliche Handlung kommt recht konventionell daher und ist nichts, das man auf vier Hefte hätte aufteilen müssen. Für die Rückgriffe auf das Golden Age und die Charakterdarstellung bzw. die Beziehung der Figuren zueinander war das aber genau richtig. Und das ist auch der Aspekt, der mich begeistern konnte. Und das so stark, dass ich große Lust hätte mir die Serie Sandman Mystery Theatre zuzulegen, die ähnlich wie Robinsons Starman einen Golden Age-Helden komplett neu definierte.

Ob es für diesen Vierteiler einen Eisner hätte geben müssen, darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. "Sins of the Father" in Starman 0-3 oder "Sins of the Child" in Starman 12-16 gefielen mir beispielsweise besser. Aber "Sand and Stars" ist für sich schon recht stark und sollte der Preis eine Konzessionsentscheidung für verpasste Preisverleihungen in der Vergangenheit gewesen sein, wäre das für mich auch in Ordnung. Denn überfällig war der Eisner.

An Drumherum gab es neben dem nächsten Beitrag aus The Shade´s Journal (dazu hoffentlich in Kürze mehr) die Seite Watch This Space mit belanglosem Geschreibe zur Superman Animated TV Show, einem Hund sowie der Soap Seinfeld.

Beworben wurden Crash Bandicoot für die Playstation, Musicland mit Alben von The Why Store (Who?) und Screaming Trees, der Filmklassiker Heat als Pay per View und Alice in Chains bei MTV Unplugged.

Eigene Werbung gab es für die neuen Teen Titans von Dan Jurgens (in der deutschen JLA-Serie bei den Dinos ab der #5 enthalten), Nightwing von Chuck Dixon, DC vs Marvel als Trade, die Lobo-Mini Death & Taxes und Bloody Mary - World War III von Ennis/Ezquerra.

Anmerkungen:

Dieser Storyarc bildete die Grundlage für insgesamt fünf Eisner-Nominierungen.

Als beste fortlaufende Serie zog man den kürzeren gegen Kurt Busieks Astro City, als bester Autor musste sich Robinson Alan Moore für From Hell geschlagen geben, das Zeichnerteam kam gegen Charles Vess nicht an (u. a. Sandman 75) und Tony Harris unterlag als Coverkünstler Alex Ross (Kingdom Come). Was für eine Konkurrenz.

Gewonnen wurde allerdings der Eisner Award als Best Serialized Story und auch da war die Konkurrenz mit Geschichten aus beispielsweise Astro City oder Usagi Yojimbo recht namhaft.

Besser lief es für Robinson mit einer anderen Serie. Leave it to Chance war insgesamt dreimal nominiert und konnte zwei Awards (beste neue Serie und beste Publikation für jüngere Leser) einheimsen.

Geändert von LaLe (15.01.2022 um 10:10 Uhr)
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