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repromeister 23.04.2014 09:34

Berlin und seine Comicveranstaltungen
 
Liebe INCOS Mitglieder,

Manchmal geraten alltägliche Dinge in Vergessenheit oder werden als selbstverständlich
Betrachtet. Deswegen fühle ich mich heute in der Pflicht einen Aspekt unseres kleinen
Mikrokosmus zu beleuchten und hoffentlich auch zur Diskussion zu stellen.

„Warum brauchen wir Comic-Messen?”

Ob nur Erlangen, Köln oder Berlin etc. Comic-Messen oder Börsen erfühlen mehr unserer Bedürfnisse als wir vielleicht denken. Vordergründig steht natürlich der Kauf und Verkauf von Bilderheften und derer artverwandten Begleitprodukte.
Aber so sind Sie doch auch Treffpunkt zwischen Menschen die sich eventuell lange nicht gesehen haben (oder auch grade erst). Informationsquellen über neues und altes, seltenes und unbekanntes und Erweiterungen unseres Sammler Horizonts.
Sie bieten Plattformen um Fanproduktionen oder andere limitierte Produkte abseits der großen Kommerziellen Wegen zu präsentieren. Ja, wo sonst kann man sogar sein liebevoll selbstgenähtes Batman Kostüm tragen? Und wahrscheinlich gibt es sogar noch viel mehr Gründe warum wir Sie brauchen! In jeden Fall sind sie der Spielplatz unserer Träume und Wünsche nur warum werfen wir dann so oft Dreck in den Buddelkasten?
Warum gibt es z.b. in Berlin immer noch Menschen die ihre Stadt in Ost und West einteilen und nur in ihrer jeweiligen Heimatrichtung Comic-Messen besuchen? (Ja liebe Mitglieder aus dem Rest Deutschlands das gibt es immer noch! Unglaublich, oder ?) Aber noch unglaublicher ist doch das dieser Grund auch stolz jedem erzählt wird.
Warum gibt es immer noch Menschen die diese oder jene Veranstaltung meiden weil ihnen Veranstalter oder Anwesende nicht „schmecken”? Selbstverständlich Muß niemand jedermann gern haben aber wer läßt sich denn von „einzelnen“ verschrecken?
Warum gibt es Comic Läden die in ihren professionellen „Blogs“ die eine Messe als „Altpapier Ansammlung“ verspotten und die andere als „Place to be“ obwohl die Mehrzahl ihrer Kunden auf beide gehen? Würden solche Comic Läden wie „Mc Donald“ lieber ein „Mc Café“ sein als ein Burger-Schnell-Restaurant?
Manchmal sind Dinge einfach größer als unsere eigenen kleinen Ängste oder Wünsche und deswegen bitte ich euch alle geht raus und besucht solche Veranstaltungen damit wir alle weiterhin wissen wo wir Spielplätze finden. Wie oft z.B. haben wir den kleinen Plattenhändler um die Ecke oder den Romantauschladen im Bezirk vermißt als nur noch der große Händler mit der Mainstream Ware da war. Und laßt uns die Veranstaltungen dieser Art als die Menschen genießen für die Sie gemacht sind. Für UNS !
C. Kretlow

KommissarX 23.04.2014 10:34

Deine Sätze kann ich nur beführworten .... :top: ... Bei uns in Nürnberg ist was Comics betrifft , wie man so schön sagt : tote Hose . Ausser den einen Megaladen aber sonst nichts keine Börse oder ähnliches .... :heul: ....

Hulk1104 23.04.2014 11:11

Aus eigener Erfahrung: Eine Messe/Börse/Tauschtag ist allerdings nur dann tragbar, wenn ausreichend Besucher den anwesenden Verkäufern halbwegs moderate Umsätze bescheren. Die Händler möchten möglichst günstige Tischpreise aber umfangreiche kostspielige Werbemaßnahmen - eine "neue" Veranstaltung mit Eintrittspreisen besuchen allerdings nur die die eh kommen würden. Neue Sammler/Kunden bzw. zufällige Interessenten zahlen in der Regel keinen Eintritt.
Ich bewundere (speziell im nordbayrischen Raum) immer wieder A. Utschig (Ansbach seit 25 Jahren) und M.-Zimbus-Kreiner (Bamberg Ca. 25 Jahre) mit ihrem Ehngagement :top:

underduck 23.04.2014 11:41

Ich verstehe euch auch alle sehr gut, obwohl ich eigentlich mit dem Guide, dem Forum und dem Marktplatz voll auf das Internet ausgerichtet bin.

Auch wir unterstützen jede gute Comicveranstaltung, die uns einläd mit einer Liveberichterstattung im Net. Besser, günstigere und schnellere Werbung gibt es in der Regel nicht.

Wenn wir am Wochenende nach Berlin fahren um am Sonntag von der Comic-Messe im Ellington zu berichten, dann freue ich mich darauf, obwohl Anreise und Hotel eigentlich nur Kosten verursachen, da der ComicGuide und ComicMarktplatz am Stand keine Waren verkauft.

Was mich aktuell aber betrübt sind solche verwirrende und meiner Meinung nach unpassende Zeitungsartikel wie dieser hier.
"Krieg der Zeichner" Was für ein schwachsinniger Titel.


Professor Schnurps 23.04.2014 12:46

Ich wusste garnicht, dass der Comic-Salon Erlangen schon im Mai ist...

Hulk1104 23.04.2014 13:11

???? Ist er auch nicht - 19.-22.6.2014

underduck 23.04.2014 13:12

Steht aber so im Artikel (Letzte Spalte, erster Satz)
Das passiert eben, wenn da Leute schreiben, die nicht wirklich gewissenhaft arbeiten. Das ist dann fast so ärgerlich, wie mit dem Artikel im neuen Alfonz über den Comicpreikatalog.

Hulk1104 23.04.2014 13:28

das sind auch die Leute, die im sich im Nachhinein rühmen, welch tolle Werbung sie doch gemacht hätten :nonono:

underduck 23.04.2014 13:39

Die machen aber idR auch keine kostenlose Werbung ... :floet:

Hulk1104 23.04.2014 13:41

ich meinte, daß sie ihre "Berichte" etc. als Werbung betrachten

underduck 23.04.2014 13:44

Das wären dann keine Berichte sondern Anzeigenseiten! :D

Aaricia 23.04.2014 17:18

Auf die Mickey Maus möchte ich gar nie nicht eingehen. Wenn man bedenkt, dass Herr Wenk dafür wahrscheinlich bezahlt wurde, sträuben sich einem die Haare :-(

underduck 23.04.2014 17:35

Hab im Moment mit Carsten telefoniert. Der Gute wusste noch nicht, dass der Artikel schon erschienen ist und was da so alles an gequälter Buchstabensuppe verkocht wurde.

Er holt sich gleich den Tagesspiegel und macht sich selber mal ein Bild! :floet:

G.Nem. 24.04.2014 12:26

Also ich finde den Zeitungsartikel okay.
Any publicity is good publicity.
Ein Zeitungsartikel, selbst mit 2 kleinen Fehlern, ist doch besser als gar keiner.

Und dazu passend noch ein historisches Titelbild –
Superman + Batman mit ihrem gesammelten Altpapier :D auf dem Weg nach Berlin >
http://www.coverbrowser.com/image/wo...inest/13-1.jpg

underduck 24.04.2014 12:36

Die Superhelden fahren dann aber nur zum Ellington, da in der Urban Spree ja nur Graphische Novellen erwünscht sind. :D

G.Nem. 24.04.2014 12:46

Genau! Superhelden nur im Ellington.
Die Veranstaltung Urban Spree geht mehr in andere Richtung ;) >>>
http://zeichenmaschine.files.wordpre...pg?w=500&h=660

underduck 24.04.2014 12:49

Hübsch hässlich! ... Sind das die Urban-Spree-Geister? :zwinker:

G.Nem. 24.04.2014 12:56

Nö! Das Bild heisst 'Ab-Gebildete' und ich hab's damals für 150.- Euros nach Paris verkauft. :D

Carsten Laqua 24.04.2014 13:23

Hallo! Also, zum Artikel des Tagesspiegel:

In unserem Bereich ist es leider so, daß einem die Medien mangels Fachpersonal oft eher unbedarfte, des journalistischen Handwerks kaum mächtige freie Mitarbeiter schicken. Beim Tagesspiegel gibt es als qualifiziertes Personal fast nur Lars von Törne. Beim Rest ist die Qualität der Artikel Glücksache. In diesem Fall hatten wir Pech, denn...

1.) Ich bin angerufen worden und der Herr Wenk wollte zu mir kommen und mich interviewen. Ich habe niemals behauptet, daß ich "lieber allein ein Interview geben möchte". Schon das ist schlicht eine Frechheit von Herrn Wenk.

2.) Es werden hier zwei Veranstaltungen als "Großveranstaltungen" in einen Topf geworfen, von denen die eine seit Jahren mit großem Medien- und Werbeaufwand regelmäßig über tausend Besucher und vor allem international bekannte Comiczeichner direkt ins Herz der Hauptstadt in einen ansprechenden Veranstaltungsort, rund 200 Meter von der Gedächtniskirche entfernt lockt. Die andere Veranstaltung findet auf einem Abriss-Gelände in einem desolaten Schrotthaufen statt, der sich auch noch "Urban Spree" nennt. Ich schätze mal, daß der dort benutzte Raum ca. sechs bis acht mal so groß ist wie ein normales Klassenzimmer. Profitieren kann von dieser dümmlichen Gleichstellung nur die kleine "Comicinvasion". Deren Veranstalter fielen uns schon durch Frechheiten wie die Anfrage auf, ob wir für sie Werbung machen könnten. Wohlgemerkt: Wir für sie, umgekehrt ist nichts angeboten worden!

3.) Es geht aus diesem Artikel kaum hervor, daß unser Termin bereits öffentlich bekannt gegeben war als wir eine Anfrage von der "Comicinvasion" (ab jetzt "CI") erhielten, wann denn unser Termin sei. Als Folge legte man dann die CI genau auf unser Wochenende. Es ist geradezu grotesk, wenn man als einen Grund dafür nennt, man hätte keine Termine gehabt, weil Erlangen ja schon im Mai sei. Erlangen findet bekanntlich Ende Juni statt. Es fiel Herrn Wenk aber nicht ein, auf diesen Widerspruch hinzuweisen. Ahnungslose scheinen sich hier die Hand zu reichen...

4.) Völlig kritiklos werden hier Besucherzahlen gegenüber gestellt: Wir haben knapp 1.200 Besucher und zur CI kämen 1.500. Unsere Zahl können wir anhand der Eintrittskarten nachweisen und müssen ja auch entsprechend versteuern. Die Zahlen der CI können nur geschätzt sein. Meine Schätzung, ich war beim letzten Mal eine ganze Weile dort und kann ein "Besucherbild" mittlerweile ganz gut einschätzen, liegt bei 400 bis 600 Besuchern, die die CI hatte. Wie auch immer: Der Herr Wenk stellt unsere seriösen, nachprüfbaren Zahlen der Propaganda des CI-Veranstalters gegenüber. Auch das ist mangelhaftes journalistisches Handwerk.

5.) Gleich zweimal darf Herr Seestaedt (CI) darauf hinweisen, daß seine Veranstaltung "kostenlos" ist. Ist sie das? Nein, denn letztlich ist es hier wohl der Steuerzahler, diesmal der französische, der zur Kasse gebeten wird. Die Comicmesse hingegen finanziert sich ausschließlich aus sich selbst heraus. Die längst auch im Comicbereich um sich greifende Subventionsmentalität (mancher würde sagen "Schmarotzerei") lehnen wir ab. Es hat Comics und entsprechende Veranstaltungen schon immer gegeben, solange es ein Interesse an Comics gibt - und das, ohne Schnorrerei.

Zum Schluß, nur um Mißverständnisse zu vermeiden: Ich finde es gut, wenn es eine Veranstaltung gibt, die jungen Nachwuchszeichnern und experimentierfreudigen Lesern ein Forum bietet und 20-jährige finden das "Urban Spree"-Gelände vielleicht wirklich "hipp". Unsere Comicmesse kann natürlich nicht alles leisten, aber Äpfel mit Birnen zu vergleichen und schlechter Journalismus sind einfach nur ärgerlich.

Burma 24.04.2014 13:58

Zitat:

Zitat von Carsten Laqua (Beitrag 468860)
... denn letztlich ist es hier wohl der Steuerzahler, diesmal der französische, der zur Kasse gebeten wird.

Hierbei stehe ich auf der Leitung. Was meinst Du damit?

Michi 24.04.2014 14:45

"Abriss-Gelände in einem desolaten Schrotthaufen"? "Propaganda des CI-Veranstalters"? "Schmarotzerei"?

Nach reiflicher Überlegung und unter Berücksichtigung der Aussagen von Herrn Laqua bin ich nun zu dem Schluss gekommen, dass ich kommendes Wochenende doch auf zwei Comic-relevanten Veranstaltungen in Berlin verbringen werde: Den Samstag auf der Comicinvasion und den Sonntag auf dem Kirschlütenfest in Teltow.

underduck 24.04.2014 14:55

Echt schade,

da hätten wir uns doch glatt mal im Ellington treffen können.

... und dann scheitert es mal wieder daran, dass sich eine der wirklich wichtigen Größen in der deutschen Comicszene wegen einer Veranstalterformulierung angepisst fühlt.

Echt schade ... aber wohl völlig normal.

underduck 24.04.2014 15:38

Oops! Hier schaut ja aktuell die halbe Onlinewelt hin. :D

Du wohl auch! :zwinker:


Mal gespannt, was sich daraus noch alles entwickelt.

Hoffentlich kein Krieg der Fans!

Carsten Laqua 24.04.2014 16:05

:-))) Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich hier Leute das Maul zerreissen. Möge sich jeder sein eigenes Bild vom "hippen" Urban Spree"-Gelände machen! Und nochmal: Ich finde es gut, wenn solche Veranstaltungen stattfinden und sie haben sogar ihren eigenen Charme, aber es ist schlicht eine Frechheit, das alles unter peinlichen Überschriften wie "Krieg der Zeichner" in einen Topf zu werfen. In meiner Kritik habe ich schlicht Fakten aufgezählt. "michi" hat nichts als Geschwätz zu bieten. Und auch nochmal: Es waren nicht wir, die ihren Termin provokativ auf das selbe Wochenende gelegt haben! Es waren auch nicht wir, die auf Facebook geschrieben haben "Wir sind die bessere Comicbörse". Es sind auch nicht wir, die sich Fördermittel holen und dann mit freiem Eintritt prahlen. Und wir sind es schon gar nicht, die "Graphic Novels" gegen "Abenteuer- und Superhelden-Comics" abgrenzen. Aber unbequeme Fakten ignoriert man ja lieber, wenn sie nicht die eigene Meinung bestätigen, nicht wahr?

G.Nem. 24.04.2014 18:09

Das mag ja alles so sein wie du hier schreibst, aber etwas mehr Gelassenheit wäre angesagt gewesen.
Eure Veranstaltung im Ellington ist ein Elefant im Vergleich zu dem CI Mäuschen.


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