Sammlerforen.net

Sammlerforen.net (https://www.sammlerforen.net/forum.php)
-   NUFF! - Forum (https://www.sammlerforen.net/forumdisplay.php?f=61)
-   -   Der gewaltige Hulk revisited / Hulk Reviews (https://www.sammlerforen.net/showthread.php?t=43821)

Kal-L 24.12.2020 17:47

Von welchem US Heft stammt überhaupt das Cover? Von ToA #68 schon mal nicht, oder hat das Williams selbst angefertigt? Bruce Banner grün eingefärbt...

Crackajack Jackson 24.12.2020 17:55

Ich glaube da wurde ein Panel aus der Story etwas umdekoriert.

Peter L. Opmann 24.12.2020 18:28

Ich glaube, ab "Hulk" # 15 kommen wieder überwiegend Originalcover. Hab's aber nicht nachgeprüft.

Bei "Tales to Astonish" hat sich der Umgang mit Covern auch verändert: Anfangs gab es in der Regel Split-Cover. Dann hat man die Seitenaufteilung variiert. Später wurde dann einer der beiden Helden ausgewählt, und man hat sie meist abwechselnd auf den Titel gebracht.

jakubkurtzberg 24.12.2020 23:45

Also...
Es ist davon auszugehen, dass die Letterer auch die Cover bearbeiteten und ggfs. auch neu zeichneten. Wegen der Double-Feature gab es teilweise nur halbe oder weniger bis gar keine, wenn die Titelhelden monatlich wechselten. Im Fall von Tales To Astonish: Ant-Man/Hulk, Hulk/Sub-Mariner.

Clemens Raschke hat das Williams-Cover von Hulk Nr. 13 ziemlich vermurkst. Deshalb musste wohl Marlies Gerson ran. Nr. 14, 16, 18, 20, 22 und 24 sind eigene Motive, meist in Anlehnung an den Inhalt. Auf den Leserbriefseiten wird zwar ein gewisser "H.J. Lührs" genannt, die Zeichnungen stammen aber definitiv von Marlies. Bei Hulk Nr. 15 musste das untere Drittel ergänzt werden. Das Lettering von Hulk Nr. 12 stammt von Ursula Mordeck. Von daher ist es durchaus denkbar, dass sie auch die Zeichnung gefertigt hat, in Anlehnung eines Panels aus dem Inhalt.

Marvel Boy 25.12.2020 07:28

Klar, wer lettern kann kann auch zeichnen. :floet:
Danke für die Erläuterung.

Crackajack Jackson 25.12.2020 14:09

Der gewaltige Hulk #15


https://www.comicguide.de/pics/medium/24677.jpg


Titel: Gefangen im Lager des Spiritus Rector!

US: Trapped in the lair of the leader!

Williams, März 75 (Tales to astonish #69, Juli 1965)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Mickey Demeo




Spiritus Rector packt auf der Insel alles zusammen und verschwindet mit dem Hulk und dem Absorber, bevor das Militär aufkreuzen kann.
Zurück bleibt nur ein bewusstloser Major Talbot, der sich wieder einmal wundert, wie es Banner gelingt, ihm immer wieder zu entkommen.
In seinem Labor möchte der Spiritus Rector den Hulk genau untersuchen. Als er kurz das Labor verlässt, verwandelt sich der Hulk in Bruce Banner. Bruce baut schnell den Absorber um, sodass er damit einen Hilferuf morsen kann.
Der wird sowohl von der Armee gehört, als auch von Rick Jones, der Bruce Banner retten möchte, da Bruce zum Abschuss freigegeben wurde.
Alle eilen zu dem Labor des Spiritus Rector, dass der Hulk inzwischen verwüstet hat. Auch den Absorber hat der Hulk (bevor er in die falschen Hände gerät) zerstört. Spiritus Rector kann gerade noch durch einen Geheimgang fliehen.
Die Armee findet Banner, auf dem Boden des Labors liegen. Sein Herz schlägt nicht mehr.

Wieder mal ein Cliffhanger in dem Banner eigentlich tot sein müsste.
Eigentlich passiert hier in dem Heft nicht so viel Neues. Die Armee sucht Bruce Banner und Rick Jones versucht ihn zu retten. Der Spiritus Rector will, wie auch schon der Metal Master, den Hulk auf seine Seite ziehen.

Peter L. Opmann 25.12.2020 14:56

Ich habe jetzt mal zumindest in wikipedia nachgesehen, wie das mit den Erscheinungsdaten ist. Ganz interessant:

"Incredible Hulk" erschien von Mai 1962 bis März 1963 (sechs Ausgaben).

Dann war eineinhalb Jahre Pause! Der Hulk tauchte in dieser Zeit aber als Gaststar in Fantastic Four, Spider-Man und Avengers (deren Mitglied er sogar wurde) auf.

"Tales to Astonish" # 60 mit der ersten Hulk-Story neben (Gi)Ant Man & Wasp erschien dann im Oktober 1964. Hulk blieb hier bis TtA # 101.

Im April 1968 erschien "The Incredible Hulk", Vol. II, # 102; da war er also erstmals wieder im eigenen Heft. Die Serie lief bis 1999.

Crackajack Jackson 25.12.2020 19:12

Genau so ist es gewesen. :top:

Crackajack Jackson 25.12.2020 19:17

Der gewaltige Hulk #16


https://www.comicguide.de/pics/medium/24678.jpg


Titel: Leben - und leben lassen!

US: To live again!

Williams, April 75 (Tales to astonish #70, August 1965)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Mickey Demeo



Kurzfassung
Bruce Banner wird von Rick Jones wiederbelebt und kämpft als intelligenter Hulk gegen den 500 Fuß großen Humanoiden des Spiritus Rector.

Langfassung

Bruce Banner wurde in den Kopf geschossen.
Bruce Banner stiehlt den Leichnam und bringt ihn in ihr geheimes Laboratorium. Dort verwandelt er ihn mit Gammastrahlen in den Hulk, der dann mit dem Verstand von Bruce Banner erwacht. Der intelligente Hulk bedankt sich bei Rick für seine Rettung und sagt, sie wären damit quitt.
Der Spiritus Rector muss sich derweil vor seinen Auftraggebern verantworten. Der Absorber ist zerstört. Er bietet ihnen dafür aber eine Angriffswaffe an, einen 500 Fuß großen Humanoiden, der als Zeichen seiner Macht, die Militärbasis zerstören soll.

Der Hulk ist auch zur Basis gesprungen, um Betty noch einmal zu sehen. Sie ist mit Major Talbot zusammen, der ihr ihre Liebe gesteht. Betty weint noch um den Tod von Bruce Banner und kann immer noch nicht glauben, dass er ein Verräter ist.
Da erscheint auch schon der Humanoide und zertritt mit seinen Füßen die Panzer. Er ist riesig und kann den Hulk, der ihn auch angreift mit einer Hand, wie eine Mücke, fangen.
Hier sagt der Hulk zum ersten Mal: Je wütender ich werde, umso stärker werde ich auch.
Deshalb kann er den Griff des Humanoiden sprengen. Auch die Armee ist nicht untätig. Sie feuert pausenlos Raketen auf die Kämpfer.
Der Humanoide steht immer noch.
General Ross befielt ihre stärkste Rakete zu holen, die den stimmungsvollen Namen "Sunday Punch" hat.
Damit wollen sie den Humanoiden ausschalten.

Eine spannende Geschichte, die hier zum zweiten Mal den intelligenten Hulk zeigt. Banners Verstand im Körper des Hulks. Allerdings hat der Hulk eine Kugel im Kopf. Sobald der Hulk zu Banner wird, stirbt dieser. Ein wirklich spannender, neuartiger Twist, der hier entsteht.
Bruce hat natürlich sofort ein Mittel erfunden, dass ihn für 48 Stunden nicht wieder zurückverwandelt. So entsteht hier ein Wettlauf gegen die Zeit .
Jetzt, da Bruce Banner tot ist, kann Talbot seine Werbungsabsichten für Betty offen zeigen.
Auch die Schuldfrage zwischen Bruce und Rick ist jetzt geklärt, da Rick sein Leben fürs Erste gerettet hat.
2014 hatte Bruce Banner auch mal eine Kugel in den Kopf geschossen bekommen. Die Storyline hieß "Who shot the hulk".

Crackajack Jackson 26.12.2020 10:13

Der gewaltige Hulk #17


https://www.comicguide.de/pics/medium/24679.jpg


Titel: Wehe, wenn er losgelassen

US: Like a beast at bay!

Williams, Mai 75 (Tales to astonish #71, September 1965)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Mickey Demeo




Kurzfassung

Der Hulk wird mit Rick Jones in seiner Höhle von der Armee umstellt.
Ausgerechnet Spiritus Rector bietet ihm einen Ausweg.

Langfassung

Der "Sonntagsschlag" kommt angeflogen.
Hulk springt mit Rick Jones, der ihn gewarnt hat aus dem Bereich der Detonation heraus, der Humanoide wird getroffen und erledigt. Spiritus Rector kann ihn nur noch aus der Ferne zerstören, sodass niemand den Humanoiden untersuchen kann.
Da Rick Jones durch den hohen Sprung des Hulk bewusstlos wurde, bringt der Hulk ihn in ihr geheimes Labor. Dieses Mal jedoch, wurden sie dabei von zwei Fliegern beobachtet, die General Ross alarmieren.
Etwas Später ist die Höhle umstellt.
Für Rick und den Hulk bleibt kein Ausweg. Plötzlich erscheint eine Projektion des Spiritus Rector in der Höhle. Er bietet dem Hulk an, ihn wegzuteleportieren, falls er ihn als seinen Herren anerkennt. Andererseits bleibt ihm der sichere Tod.
Die Wahl hat der Hulk.

Die Superrakete der Militärbasis erledigt den Humanoiden. Der Geist der vielen triumphiert über das Intellekt des Spiritus Rector. Ich weiß nicht, ob Stan Lee so philosophisch gedacht hat.
Es ist zumindest nicht der Hulk, der den Superhumanoiden besiegt, was schon mal eine originelle Abwechslung bietet.
Überhaupt dominiert in dieser Geschichte die Armee von General Ross, denn der Hulk ist auch in einer arben Bredouille.
Er kann sich entweder für den "sicheren" Tod entscheiden, oder für ein Leben, als Diener des Spiritus Rector.
Wieder einmal ein guter Cliffhanger.
Zeichnerisch werden die Panels größer. Es gibt schon seit einigen Ausgaben nur noch 2 oder 1 Panel Reihen. Das kommt dem optischen Gesamteindruck sehr zugute.

Crackajack Jackson 26.12.2020 16:04

Der gewaltige Hulk #18



https://www.comicguide.de/pics/medium/24680.jpg

Titel: Der Mensch im Monster!

US: Within the monster dwells a man!

Williams, Juli 75 (Tales to astonish #72, Oktober 1965)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Mickey Demeo


Kurzfassung

Der Hulk in der Gewalt des Spiritus Rector

Langfassung

Die Armee bombardiert den Berg, in dem der Hulk sich befindet mit Raketen und schwerer Artillerie.
Schließlich entscheidet der Hulk sich dafür, mit dem Spiritus Rector zu gehen. Zum einen, weil ihm die ganze Welt feindlich gesinnt ist. Zum anderen, weil er hofft, dass der Spiritus Rector ihn von der Kugel in seinem Kopf befreien kann.
Im Herzen Italiens, genauer gesagt in Rom, materialisiert der Hulk in einem der vielen Labore des Spiritus Rector, wo er eine Armee von humanoiden Kämpfern heranzüchtet.
Der Hulk hat nicht vor dem Spiritus Rector zu gehorchen. Das hat dieser auch nicht erwartet und ihm deshalb unbemerkt mit Schlafgas vollgepumpt.
Wieder einmal schüttelt der Hulk das Schlafgas früher als erwartet ab. Er befindet sich alleine im Labor und sucht verzweifelt Equipment, um die Kugel aus seinem Kopf zu entfernen, bevor er sich wieder in Banner verwandelt.
Der Spiritus Rector bemerkt das und aktiviert seine Humanoiden, um ihn zu stoppen.
Es beginnt ein schwerer Kampf für den Hulk. Die Rückverwandlung in Banner versucht er verzweifelt zu verhindern und mit schwindenden Kräften bekämpft er gleichzeitig die Humanoiden.

Der Hulk im Labor des Spiritus Rector. Er liest sich fast wie eine Neuauflage der #11.
Hier jedoch erfährt man mehr über die Pläne des Spiritus Rector.
Stan Lee belässt dem Hulk immer noch seine Kugel im Kopf als Dauerthema.
Ein Wettlauf gegen die Zeit und man fragt sich, wie er das Problem lösen will.
Rick Jones ist Gefangener der Armee und ich rechnete fast damit, dass er das Geheimnis des Hulks preisgibt, jetzt wo er glaubt, dass der Hulk tot ist.

Peter L. Opmann 26.12.2020 16:12

Ich lese alles mit. Aber gut, daß ich da im Moment nicht ständig meinen Senf dazugeben muß... ;)

Crackajack Jackson 26.12.2020 16:59

Wo Du es gerade erwähnst.

Jetzt nimmt die Geschichte an Fahrt auf.

Das nächste Heft habe ich in einem Marvel Superband gelesen und war als Kind wirklich begeistert von der Geschichte. Es folgt einer der Höhepunkte der ersten zwanzig Hefte.

Crackajack Jackson 26.12.2020 17:16

Der gewaltige Hulk #19

https://www.comicguide.de/pics/medium/24681.jpg



Titel: Andere Welten, andere Feinde

US: Another world, another foe!

Williams, Juli 75 (Tales to astonish #73, November 1965)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Mickey Demeo



Kurzfassung

Dem Hulk wird vom Spiritus Rector die Kugel in seinem Kopf entfernt. Dieser schickt ihn auf den Planeten des Beobachters, wo er gegen das stärkste Wesen der Galaxie kämpfen soll.

Langfassung

Der Hulk liegt am Boden und die Humanoiden des Spiritus Rector beschießen ihn mit Betäubungsstrahlen. Nachdem er die Schäden in seinem Labor begutachtet hat, stoppt der Rector seine Humanoiden. Seine Nähe, bzw. sein gammaverstrahlter Körper hindert den Hulk daran, sich in Bruce Banner zurückzuverwandeln und so rettet er ihm unwissentlich das Leben.

Mit seinen fortschrittlichen Geräten röngt er den Hulk und entfernt die Kugel in seinem Kopf.
Danach erhält er noch ein Bad in Gammastrahlen, sodass er wieder ganz der Alte ist.

Durch die hohe Dosis an Strahlen glaubt der Hulk sogar, dass er sich nicht mehr in Banner zurückverwandeln wird, sondern für immer der Hulk bleiben wird.

Weil er nun in der Schuld des Spiritus Rector ist, stellt er sich ihm für Tests seiner Leistungsfähigkeit zur Verfügung. Es stellt sich heraus, dass seine Kraft und Ausdauer kaum messbar ist.

Der Spiritus Rector hat Pläne mit dem Hulk. Seine Geräte haben die Anwesenheit des Beobachters auf dem Mond entdeckt und sind ihm sogar bis zu seinem Heimatplaneten in einer fernen Galaxie gefolgt.

Dahin will der Spiritus Rector den Hulk schicken, um hinter dessen Geheimnisse zu kommen.

Als er ihn in einem Transmitter zu dem Planeten schickt, wird er dort schon vom Beobachter erwartet.
Er teilt dem Hulk mit, dass er ihn nicht daran hindern dürfte den Planeten zu erkunden und so streift dieser durch einen wundersamen Garten, der alle möglichen Lebensformen und Gegenstände aus dem ganzen Universum enthält. Jetzt schaltet sich der Spiritus Rector ein. Er ist telepathisch mit dem Hulk verbunden.
Dieser soll ihm eine Maschine beschaffen, die ihm die Herrschaft über Zeit und Raum gibt.
Es handelt sich dabei um eine silberne Kugel, die schwerelos im Raum hängt.
Doch noch jemand anderes hat es auf die Kugel abgesehen, eine echsenartige Gestalt, bei dem es sich wohl um das stärkste Wesen der Galaxie handelt.

Hier nimmt die Serie Fahrt auf. Die bisherigen Scharmützel mit der Armee und dem Spiritus Rector werden beiseite geschoben. Es wird gezeigt, wie stark der Hulk doch ist (besonders nach einer weiteren Gammabehandlung durch den Rector) und es wird ihm ein richtiger Gegner gegenübergestellt.
Auch optisch kann Kirby sich hier austoben. Außerirdische Tiere und utopische Hintergründe.
Der Beobachter, jenes gottgleiche Wesen, dass schon bei den Fantastischen Vier (FF#13) das erste Mal erschien, kann hier auch wieder für Spannung und einen übernatürlichen Flair sorgen.
Man ist gespannt, wie der Hulk gegen diesen außerirdischen Champion bestehen wird.

Der Hulk hat hier, wie im vorletzten Heft auch schon, zum ersten Mal den Gedanken, dass die Welt ohne ihn besser dran wäre.
Ein zentraler Gedanke, der sich durch die ganze Serie zieht und immer wieder mal auftaucht.

Crackajack Jackson 26.12.2020 20:07

Der gewaltige Hulk #20


https://www.comicguide.de/pics/medium/24682.jpg


Titel: Die Weisheit des Beobachters

US:
The wisdom of the Watcher!

Williams, August 75 (Tales to astonish #74, Dezember 1965)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby, Bob Powell
Tusche: Mickey Demeo

Kurzfassung:
Der Hulk kämpft mit einem außerirdischen Wesen um die ultimative Waffe des Beobachters. Er händigt sie dem Spiritus Rector aus,


Langfassung

Die Weisheit des Beobachters
Der Hulk steht seinem mächtigen Gegner gegenüber. Natürlich hat der Beobachter den beiden telepatisch einen Übersetzer mitgegeben und natürlich denkt sich Bruce Banner, dass er mehr der Typ für Action als für Worte ist.
Dies merkt auch der Hulk selbst. Der Kämpfer in ihm übernimmt die Kontrolle. Bruce Banner als multiple Persönlichkeit. Hier sind die ersten Anzeichen.
Ehe die beiden Kämpfer etwas von der wertvollen Einrichtung kaputt machen, teleportiert sie der Beobachter auf einen Kampfplatz, wo sie nur sich selbst schaden können.
Auf dem Land scheint der Hulk etwas überlegen. Deshalb stößt ihn sein Opponent ins Wasser und die beiden kämpfen unter Wasser weiter. Dort zeigt sich die Überlegenheit seines amphibischen Gegners. Der fesselt ihn mit einem seetangartigem Gewächs und steckt ihn in eine Erdspalte.
Die Echse wähnt sich schon als Sieger, da bricht eine riesige Fontäne aus dem See. Der Hulk hat sich befreit und wird ihn, mitsamt dem Felsen auf dem er steht in den Himmel hinaus.
Mitten im Flug verschwindet der Gegner des Hulk. Der Beobachter hat ihn wieder auf seinen Heimatplaneten zurück gebeamt.
Sieger des Kampfes ist der Hulk.
Er schnappt sich die ultimative Waffe und wird vom Spiritus Recorder zurückgeholt. Sofort verlangt er die Kugel vom Hulk. Dieser gibt sie ihm, nur um endlich quitt zu sein. Der Recorder setzt die Kugel auf seinen Kopf und das Wissen des ganzen Universums schießt durch seinen Kopf. Es erfolgt eine Überladung und der Spiritus Rector fällt tot um.

Die Geschichte erinnert mich an Goldmarie und Pechmarie.
Die faule Marie, hier der Spiritus Rector, der den Hulk für sich vorschickte um die Belohnung zu bekommen, wird zum Schluss bitter bestraft.
Für diese Geschichte wird viel Fantasie gebraucht. Die Macht des Beobachters und des Spiritus Rector, die mit fortgeschrittener Technologie erklärt wird, sind Bausteine für eine schnellere und einfachere Erzählweise.

Ein sehr gut gezeichneter Kampf. Bob Powell ist ein Gewinn.

Selbst Stan Lee erklärt im abschließenden Wort, dass jetzt eine neue Welt der Phantasie, bzw. Gasschichtenerzählung für den Hulk angebrochen ist.

So kann es weitergehen.

Peter L. Opmann 26.12.2020 21:24

Bob Powell war ein Golden-Age-Veteran, der bereits in den 60er Jahren gestorben ist. Er hat "Mars attacks!" gezeichnet, die Sammelbilderserie.

Bei "Hulk", "X-Men", "Thor" und anderen Serien hat sich Jack Kirby nach einiger Zeit jeweils auf grobe Entwürfe der Seiten beschränkt und die Ausführung dann anderen Zeichnern überlassen. Für mich erbrachte das immer schlechtere Ergebnisse als ein Original-Kirby. Müßte mir diese "Hulk"-Episoden aber nochmal ansehen, wenn ich wieder zuhause bin.

Nach wie vor bringt Williams nur zehn oder elf Seiten "Hulk", oder? Irgendwann begann die Redaktion dann, zwei Folgen in einem Heft abzudrucken.

Crackajack Jackson 26.12.2020 21:35

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 673022)

Nach wie vor bringt Williams nur zehn oder elf Seiten "Hulk", oder? Irgendwann begann die Redaktion dann, zwei Folgen in einem Heft abzudrucken.

Ab Hulk #26 sind es 2 Hulk Stories aus 'Tales to astonish' in einem Heft.

Crackajack Jackson 27.12.2020 08:24

Der gewaltige Hulk #21


https://www.comicguide.de/pics/medium/24683.jpg


Titel:
All meine Kraft kann mich nicht retten

US: Not all my power can save me!

Williams, September 75 (Tales to astonish #75, Januar 1966)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Mickey Demeo




Kurzfassung

Der Hulk wird bei dem Versuch Rick Jones zu befreien mit einer Kanone beschossen, die Bruce Banner konstriert hat. Der Strahl der Kanone schickt ihn in die Zukunft.

Langfassung

Der Hulk ist alleine. Keine Armee und kein Spiritus Rector da, die ihn jagen, oder ihn manipulieren wollen.
In seiner Hand hält er die Kugel mit dem Wissen des Universums.
Trotzdem ist es schwer für ihn zu denken. Es ist, als ob die Kraft des Hulks die Persönlichkeit und den Verstand Bruce Banners überlagert und verdrängt.
In der Militärbasis wird derweil die letzte Erfindung Banners getestet. Es handelt sich dabei um eine riesige Kanone, die nach seinen Plänen gebaut wurde. Die Waffenexperten wissen trotzdem nicht genau, was die Wirkung dieser Kanone ist.
Rick Jones ist immer noch Gefangener der Armee und würde gerne den Präsidenten anrufen, doch er wird nur ausgelacht.
Auf einem einsamen Berg versucht der Hulk jetzt die Kugel auf seinen Kopf zu setzen. Als er das tut, sieht er Rick vor sich, der als Gefangener in der Zelle sitzt. Doch da muss er die Kugel schon wieder absetzen, bevor sein Kopf gegrillt wird.
Sein Ziel ist nun klar. Er muss Rick Jones befreien.
Diese Nachricht wurde dem Hulk vom Beobachter herausgefiltert, der hier wieder mal einen Kurzauftritt als göttliches Wesen hat, das die Geschicke der Menschen leitet.
Jetzt wo der Hulk ein neues Ziel vor Augen hat und die Kugel achtlos auf dem Berg zurückgelassen hat, nimmt der Beobachter sie wieder an sich.
Als der Hulk sich der Militärbasis nähert, lässt General Ross die T - Waffe fertig machen und damit auf den Hulk feuern. Niemand (außer Bruce) weiß um die Wirkung dieser Kanone, doch jetzt ist es klar: Der Hulk wurde weit in die Zukunft geschleudert, in der er sogleich einer ihm feindlich gesonnenen Gruppe von Menschen gegenübersteht.


Die Fantasy geht weiter. Nach einem nur kurzen Aufenthalt auf der Erde wird der Hulk durch die Erfindung Bruce Banners in die Zukunft geschleudert.
Die Geschichte liest sich wie eine Übergangsgeschichte, ein Zwischenstopp zum nächsten großen Abenteuer in der Zukunft.
Das T der T-Waffe steht für Time.

Und Stan hat recht. Die Geschichten mit dem Hulk sind immer dann am stärksten, wenn er alleine in einer unbekannten Welt auftaucht, wo ihn niemand kennt z.B. die Mikrowelt von Jarella oder Planet Hulk.
Alles ist möglich. Bruce Banner hat zwischendurch mal die Pläne für eine Zeitmaschine konstruiert, die jetzt nachgebaut wird, ohne das man genau weiß, wie sie funktioniert.
Es erfüllt jedoch seinen Zweck. Die Geschichte bleibt spannend.

Crackajack Jackson 27.12.2020 09:47

Der gewaltige Hulk #22


https://www.comicguide.de/pics/medium/24684.jpg


Titel: Ich, gegen eine Welt!

US: I, against a world!

Williams, Oktober 75 (Tales to astonish #76, Februar 1966)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Mickey Demeo

Kurzfassung

Der Hulk kämpft in der Zukunft


Langfassung

Der Hulk wurde ins 25ste Jahrhundert geworfen. Er wird sofort mit Raketen und Waffen beschossen, die jedoch keine Wirkung auf ihn haben. Erst dem Captivator, einer Maschine, die die Gravitation verstärkt, gelingt es ihn bewegungsunfähig zu machen.
In der Gegenwart suchen die Soldaten das Gelände nach dem Hulk ab. Er ist verschwunden und keiner kann sich erklären wohin. Deshalb kann General Ross auch seinem Vorgesetzten keinen Bericht dazu geben, was mit dem Hulk passiert ist.
Ross bittet sich mehr Zeit aus und fährt sofort zu Rick Jones, von dem er sich Antworten erhofft.
Der Hulk jedoch ist in der Zukunft und wird dort in ein Gefängnis gebracht, wo die Gravitationsstrahlen, die ihn bewegungsunfähig machten jetzt nachlassen.
Bald kommen Wachen, die den Hulk zu ihrem König bringen. König Arrkam berichtet dem Hulk über eine Gefahr, die ihre Zivilisation bedroht.
Davon will der Hulk jedoch nichts wissen und versucht zu entkommen. Als er jedoch aus dem Turm klettern will, in dem der Palast des Königs ist, ertönen die Alarmsirenen.
Es kommen die Bösen, vor denen der Hulk das Volk schützen sollte. Sie sehen genauso aus, wie die Maschinen, die Orson Wells in Krieg der Welten benutzte. Die dreibeinigen Herrscher finden auch in Marvel Team-Up #45 aus dem Jahre 1976 Verwendung. Dort kämpfen Spider-Man und Killraven in der Zukunft (2019) gegen die Marsianer.
Hier sitzt jedoch der Henker, ein unsterblicher Ase darin.
Fortsetzung folgt.

Ein wirklich überraschender Cliffhanger, der auch heutzutage noch gerne genommen wird. Jüngstes Beispiel ist in der aktuellen Serie Maestro, in der der Hulk auch auf einen unsterblichen Gott trifft.
Man merkt, wie Stan hier Querverbindungen zieht und die Charaktere von einer Serie zur nächsten zieht. Der Henker war zu dieser Zeit noch relativ neu und unbeschrieben. Seinen ersten Auftritt hatte er in 'Journey into Mystery #103' (April 1964).
Bei den Zeichnungen fühlt man sich zeitweise wie in einer Thor Geschichte. Auch hier kann Kirby seine ultramodernen Waffen und Kopfbedeckungen zeichnen.
Im Großen und Ganzen bestehen diese Hefte aus Action. Der Hulk kämpft, zerstört und wird beschossen. Nur die Örtlichkeiten und die Gegner ändern sich. Seine Intelligenz lässt wieder Stück für Stück nach. Banner ist seit der Gammastrahlenbehandlung durch den Spiritus Rector verschwunden.

FrankDrake 27.12.2020 10:03

Wenn man sich die Cover so nacheinander anschaut, verstehe ich immer besser warum die Reihe eingestellt wurde, die sehen einfach Sch..... aus.

Crackajack Jackson 27.12.2020 10:11

Hier in Deutschland hatten wir keinen Jack Kirby.

Das Cover ist aber immer der erste Kontakt mit dem Heft. Wenn das schon kein Interesse weckt, wird es schwierig.

FrankDrake 27.12.2020 10:26

Rückblickend betrachtet hatte der Basteiverlag dafür ein Händchen, bei vielen Heften kannst Du den Inhalt wirklich vergessen aber die Cover haben dich am Kiosk abgeholt.

Bei den Dell Cover von bsv war es genauso.

Und natürlich die Halk Cover aus den Hit Comics, die Nr. 66 ist immer noch eins meiner Lieblinge.

Sorry, zurück zum Williams Hulk.

Crackajack Jackson 27.12.2020 13:34

Der gewaltige Hulk #23

https://www.comicguide.de/pics/medium/24685.jpg


Titel: Bruce Banner ist der Hulk

US:
Bruce Banner is the Hulk!

Williams, November 75 (Tales to astonish #77, März 1966)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: John Romita Sr.



Kurzfassung
In der Zukunft kämpft der Hulk gegen den Henker aus Asgard.
In der Gegenwart verrät Rick Jones Major Talbot, dass der Hulk und Bruce Banner eine Person sind.

Langfassung
Der Hulk kämpft gegen den unsterblichen Henker aus Asgard und es sieht ganz danach aus, als habe er hier einen gleichwertigen Gegner gefunden.
Auf der Erde wird Rick Jones noch mal verhört, aber er kann auch keine Auskunft über den Verbleib des Hulk geben.
So bleibt General Ross nichts anderes übrig, als den Jungen freizulassen.
Voller Zweifel, ob es nicht doch richtiger wäre, Bruce Banners Geheimnis zu verraten und ihn damit von dem Vorwurf, er wäre ein Verräter zu befreien, wandert er zu ihrem ehemaligen Versteck in der Höhle. Dort hat er eine Art Zusammenbruch und trifft auf Major Talbot, der ihm gefolgt ist.
Ihm schüttet er sein Herz aus und verrät, dass der Hulk und Bruce Banner eine Person sind.
In der Zukunft schlägt der Hulk die Feinde der Ansiedlung zurück. Als die Bewohner sehen, dass ihre Gegner in die Flucht geschlagen wurden, rücken sie aus um den Hulk zu bekämpfen. Bevor jedoch der erste Schuss fällt, löst der Hulk sich auf und kehrt in die Gegenwart zurück. Die T-Kanone war wohl nur von vorübergehender Wirkung.

In dieser Geschichte wird das Geheimis Banner/Hulk Major Talbot enthüllt. Hier werden neue Wege gegangen. Bei Superman wurde auch immer mal enthüllt, dass er Clark Kent ist, jedoch wurde es dann wieder zurückgenommen.
Betty ist jedoch nach wie vor das brave Anhängsel, das nur dazu da ist Bruce zu betrauern.
Erst viel später, durch Marlo, wird sie etwas selbständiger.
Einen Sieger in dem Kampf zwischen Hulk und dem Henker gibt es nicht. Irgendwie werden die Kämpfer getrennt und der Henker ist aber nicht wild darauf noch einmal mit dem Hulk in den Ring zu steigen.

Zwei wirklich gute Abschlusspanel mit viel Atmosphäre und Spannung, als sich ein Wirbelwind in der Höhle entwickelt, der sehr wahrscheinlich den Hulk aus der Zukunft zurückbringt, während Rick und Talbot die Höhle verlassen.

Peter L. Opmann 27.12.2020 13:47

Wenn ich nochmal eben auf die Cover zurückkommen darf: Mich als etwa Zehnjährigen haben die schon beeindruckt - auch die, die Williams notdürftig selbst entworfen hat. Aber die "Hulk"-Storys waren kurz, und vielleicht fand ich das Geschehen auch zu verwirrend. Also habe ich mir trotzdem fast keine "Hulk"-Hefte gekauft.

Manche Hefte bekam ich dann später in den Superbänden nachgeliefert. Einige habe ich sicher auch bei Freunden gelesen, beziehungsweise mir ausgeliehen.

Crackajack Jackson 27.12.2020 14:02

Die Cover #19 und #20 sind gut. Die haben etwas geheimnisvolles.
Im Original wirkt das noch mal ein bisschen besser.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:16 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2021, Jelsoft Enterprises Ltd.
Copyright: www.sammlerforen.net