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jakubkurtzberg 12.12.2020 10:21

Naja, auf Stans Erinnerungen ist nicht immer Verlass. Im Laufe der Jahre hat er sich viel dazugereimt und immer wieder leicht anders erzählt. Aber das war ja auch in den Comics seine Stärke: Märchen erzählen und sich etwas zusammenzudichten.

Peter L. Opmann 12.12.2020 11:34

Jetzt haben wir drei Erklärungen, warum der Hulk erst grau war:

Cracka meint, die Druckerei scheiterte am Grau und wechselte daher zum besser druckbaren Grün.

Mein Freund glaubt sich zu erinnern, daß die Druckerei bezweifelte. daß die Figur wirklich grün sein soll, und machte sie stattdessen grau.

Stan behauptet, ihm habe das Grau nicht so gut gefallen und er sei daher zu Grün gewechselt.

Vielleicht gibt's noch mehr Varianten - aber ob wir die richtige herausfinden? :weissnix:

Marvel Boy 12.12.2020 11:41

Stan ist mein Mann! :top: :D :zwinker: :nonono:

Ich glaube ihm immer alles.

Phantom 12.12.2020 13:28

Sehe ich auch so, das ist mit Stan ähnlich wie mit Chuck Norris: Stan lügt nie. Wenn er mal nicht die Wahrheit sagt, dann lügt die Wahrheit! :zwinker:

Hier kommt noch eine weitere (halbe) Erklärung, aus dem "Marvel Age of Comics"-Buch von Taschen: Der Kolorist Stan Goldberg hat angeblich behauptet, dass er den Hulk von Anfang an grün haben wollte. Aber Stan Lee habe grau bevorzugt. Wegen der damaligen Drucktechnik sei es bei dem Grau aber zu unterschiedlichen Schattierungen gekommen, in einem Panel hätte der Hulk sogar leicht grün geschimmert. Ab Heft 2 sei man dann auf grün umgestiegen. (Auf Betreiben von Stan Goldberg oder von Stan Lee? Dazu steht nichts im Taschen-Buch.)

Kal-L 12.12.2020 13:54

War es nicht mal Stan der behauptet hat er hätte Thor und die Asen erfunden? Besser gesagt er hat sich in der nordischen Mythologie bedient.

jakubkurtzberg 12.12.2020 14:35

Stan hat alles erfunden!

Peter L. Opmann 12.12.2020 14:41

Zitat:

Zitat von Kal-L (Beitrag 670672)
War es nicht mal Stan der behauptet hat er hätte Thor und die Asen erfunden? Besser gesagt er hat sich in der nordischen Mythologie bedient.

Bei "Thor" war's ja so, daß der auch in den Comics Vorläufer hatte. So zeichnete Jack Kirby ein paar Jahre vorher eine Thor-Story für "Tales of the Unexpected" (DC). Es gab aber auch einen Thor, den Stan Lee noch früher für den Marvel-Titel "Venus" kreiert hatte (siehe englischsprachige Wikipedia). Vielleicht wollte er nur darauf hinweisen.

Crackajack Jackson 13.12.2020 09:18

Der gewaltige Hulk #3

https://www.comicguide.de/pics/medium/24665.jpg


Titel: Verbannt in den Weltraum / Siegt der gewaltige Hulk im Kampf gegen den Manegenzauberer?

US: Banished to outer space / The Ringmaster

Williams, März 1974 (Incredible Hulk #3, September 1962)
Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Dick Ayers
Cover: Jack Kirby, Dick Ayers


Kurzfassung:

Der Hulk wird durch einen Trick von General Ross ins All geschossen. Rick Jones gelingt es aber ihn zurückzuholen. Fortan hat er die Kontrolle über den Hulk.

Der Ringmeister und sein Zirkus hypnotisieren und bestehlen die Menschen, darunter auch Rick Jones. Mithilfe des Hulks kann ihm das Handwerk gelegt werden.

Langfassung

General Ross befiehlt Rick Jones den Hulk zu holen. Es geht um die Sicherheit der USA.
Es soll eine Rakete testen, deren Gravitationsdruck kein normaler Mensch aushalten würde.
Mit gemischten Gefühlen geht Rick zur Höhle und beginnt die Tür zu öffnen, hinter der der Hulk eingesperrt ist. Natürlich ist der Hulk wütend und verfolgt Rick, der ihn in die Rakete lockt.
Kaum ist der Hulk drinnen, startet die Rakete und fliegt der Sonne entgegen. Natürlich verwandelt sich der Hulk in Banner.
Auf der Erde hört Rick zufällig, dass er von General Ross hintergangen wurde. Es handelt sich nicht um eine Testrakete, sondern es war von Anfang an ein Flug ohne Wiederkehr für den Hulk geplant.
Rick muss Bruce Banner retten. Er findet das Kontrollpult für die Rakete und leitet sie wieder zur Erde zurück.
Gerade als er den Kontrollschalter berührt, fliegt die Rakete durch einen Ring kosmischer Strahlung und verbindet auf wundersame Weise den Hulk und Rick Jones.
Dieser hat jetzt die mentale Kontrolle über den Hulk.
Außerhalb der Erde ist ein Ring mit kosmischer Strahlung durch den die Rakete fliegt und der auf wundersame Weise Rick Jones, der gerade zufällig die Pläne von General Ross erfuhr, dass dies ein Flug ohne und den Hulk mental miteinander verbindet.
Die Strahlung bewirkte auch, dass der Hulk sich nicht mehr bei Tag in Bruce Banner zurück verwandelt.
Als Rick am Abend ermüdet einschläft, wird die Verbindung der beiden unterbrochen und der Hulk ist wieder sich selbst überlassen. Zum Glück wacht Rick früh genug wieder auf, findet den Hulk, wie er randalierend durch die Straßen der Stadt zieht und kann das schlimmste verhindern.
Der Manegenzauberer (1.Auftritt) fährt mit seinem Zirkus durch die Städte, hypnotisiert die Bewohner und stiehlt ihre Wertsachen. Auch Rick Jones, der den Zirkus besucht wird von ihm hypnotisiert.
Durch den mentalen Kontakt zum Hulk, kann er diesen jedoch rufen.
Das ist erst mal alles, denn Rick Jones ist inzwischen so hypnotisiert, dass er dem Hulk keine weiteren Befehle mehr geben kann. So stellt der Zirkus den willenlosen Hulk aus, bis das FBI, welches dem Zirkus schon länger auf der Spur ist, Rick aus seiner Hypnose befreien kann. Dieser befiehlt dem Hulk die Zirkusleute dingfest zu machen. Dann flieht er mit dem Hulk von der herannahenden Armee mit einem gewaltigen Sprung.

Diese Geschichte ist wieder in mehrere Teile aufgeteilt.
Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Versuch von General Ross den Hulk im Weltraum zu entsorgen. Klingelt da was? Die Urform von Planet Hulk, die natürlich viel einfacher strukturiert ist und nicht die weiterführende Geschichte enthält, doch die Idee ist da.
Auch die Idee, den Hulk durch einen Strahlungsgürtel zu schicken, der um die Erde liegt, erinnert sehr an die erste Ausgabe der Fantastischen Vier. Damit schafft Stan Lee, die Erklärung für die geistige Verbindung/ Herrschaft Rick Jones - Hulk.
Durch das Bad in der Strahlung hat er sich nicht mehr bei Tageslicht in Bruce Banner zurück verwandelt, sondern bleibt erst mal der Hulk. Auch hat er noch einmal einen Kräfteschub bekommen.
Die Fortbewegung des Hulk erinnerte bisher an die alten Monster und Zombiefilme, wo das Monster langsam, aber unausweichlich immer näher kommt. Ab sofort bewegt er sich aber mit riesigen Sprüngen fort, die nicht viel schlechter als fliegen sind.
Hier kommt mir der Vergleich mit Thors Hammer in den Sinn, der auch vom "Schwung" zur "Flugfähigkeit" mutierte.
Stan Lee ist wahrscheinlich noch nicht ganz klar, wie weit die Kontrolle über den Hulk gehen soll.
Als Rick einschläft, bekommt der Hulk seinen eigenen Willen zurück und randaliert in der Stadt.
Hier, wo Rick hypnotisiert ist, ist der Hulk nur eine Marionette, der man die Fäden durchgeschnitten hat.

Der Zirkus ist noch ohne Prinzessin Phyton. Eine ähnliche Frauenfiguren ist jedoch schon kurz auf einen Einrad zu sehen.
Wie in Rächer 1, welches 1 Jahr später erschien, wirft hier der Hulk einen Elefanten um. (ja, in Rächer eins jongliert er mit einem)
In der Mitte des Heftes ist noch einmal eine ziemlich ausführliche Origin des Hulk für alles Späteinsteiger. Nach nur zwei Heften finde ich das jedoch ein bisschen übertrieben

Peter L. Opmann 13.12.2020 13:33

Das war wahrscheinlich das erste Marvelheft ever, das ich gelesen habe.

Das werde ich mir später nochmal genauer ansehen - jetzt kann ich allerdings noch nichts Genaueres dazu schreiben.

Ringmeister 13.12.2020 13:39

Bevor wieder Gerüchte aufkommen: Ich habe noch nie in einem Zirkus gearbeitet! :grins:

Crackajack Jackson 13.12.2020 13:44

Aber im Hypnotisieren bist Du klasse.

Ich kann meinen Blick schon seit einigen Minuten nicht von deinem Glitzerdings abwenden.

Horatio 13.12.2020 15:58

Ich könnte mir vorstellen, dass Ringmeister sich darauf bezieht, dass du in deiner Inhaltsbeschreibung "Ringmeister" schreibst, obwohl die Figur im Original "Ringmaster" und in der deutschen Version "Manegenzauberer" heißt.

Peter L. Opmann 13.12.2020 16:10

Häufig wird er bei Williams auch zutreffend "Zirkusdirektor" genannt.

Crackajack Jackson 13.12.2020 16:28

Ich habe das mal geändert.

Der Manegenzauberer wurde, wie so viele andere Schurken, durch die Serien dieser Zeit herumgereicht. Mir begegnete er zum ersten Mal bei Thor, als er versuchte, den goldenen Bullen zu stehlen.

Peter L. Opmann 13.12.2020 20:22

Anmerkungen zu "Hulk" # 3:

Zumindest woher ich das Heft habe, ist klar: Auf dem Cover ist mit Kugelschreiber der Name meines damals besten Freundes geschrieben. Irgendwann habe ich es an mich gebracht (nicht auf eine linke Tour). Höchstwahrscheinlich habe ich es schon kurz nach Erscheinen gelesen. Ich war damals neun Jahre alt.

Ich kannte schon einige Comics, vor allem von Bastei. Der erste Comic, den ich überhaupt gelesen habe, dürfte ein bsv-„Tarzan“ gewesen sein, der 1971 erschienen ist, also drei Jahre früher. Tarzan konnte an einer Liane durch die Luft schwingen, aber die grüne Figur auf dem „Hulk“-Heft schwebte ohne Liane oder ähnliches. Der Soldat im Vordergrund bringt zum Ausdruck, was auch mich verblüffte: „Er kann fliegen!“ Ein anderer Soldat schießt auf den Grünhäutigen – er ist also offenbar… böse?

Überraschend, für mich schwer einzuordnen war auch der Anfang der Story: Der Hulk hämmert gegen eine massive Wand, die er trotz seiner beeindruckenden Muskeln nicht durchdringen kann (naja, ein paar Steinchen bricht er heraus). Er ist in einem unterseeischen Bunker eingesperrt, und ein jüngerer Typ (Rick Jones) sorgt dafür, daß die Wand standhält. Bei Westerncomics wußte ich so ungefähr, was mich da erwartete, Tarzan kannte ich schon aus dem Fernsehen (60er-Jahre-TV-Serie), und Funnies waren immer irgendwie lustig – hier war für mich aber völlig unklar, auf was das hinauslief.

Es wird klar (durch den Rückblick auf die erste Ausgabe), daß der Hulk im Bunker bleiben muß, bis er sich in einen schmächtigeren, friedlicheren Menschen mit Brille verwandelt hat. Er hat einen Unfall mit irgendwelcher Strahlung erlitten. Der Hulk wird von der Armee verfolgt, aber Rick hält dicht, und der General weiß anscheinend nicht, daß der Hulk manchmal anders aussieht. Dann wird der Hulk sozusagen auf den Mond geschossen, kehrt mit seiner Rakete wieder zurück und bedroht Rick, der doch sein Freund zu sein scheint. Aber der Junge kann eine mentale Verbindung zu dem Monster aufbauen und es kontrollieren. Potztausend!

Während Rick schläft, macht der Hulk sich selbständig und bedroht fremde Menschen. Der Junge kann eben noch eingreifen und ihn stoppen. Er wandert zurück in seinen Bunker, und Rick überlegt, wie er aus der Situation rauskommt.

Es folgt die zweite Story mit dem Zirkus des Schreckens, und Rick kann von seinen mentalen Fähigkeiten sinnvollen Gebrauch machen. Der Zirkusdirektor hypnotisiert das ganze Publikum, aber Rick kann im Geist den Hulk zu Hilfe rufen, der kurzzeitig überwältigt wird, dann aber den Zirkus aufmischt und auch den Ringmaster einfängt. Aber er bleibt eine ambivalente Figur: General Ross will ihn nach wie vor unschädlich machen. – Und dann kam noch die „X-Team“-Story, in der Gut und Böse immerhin klar verteilt zu sein schienen.

Das alles hat mich schwer beeindruckt. Ich habe mir aber zu dieser Zeit noch kaum Comics gekauft, und ich glaube, so etwas Verrücktes hätten mir meine Eltern auch nicht zum Lesen gegeben. Gelegentlich habe ich bei Freunden ein „Hulk“-Heft in die Hände bekommen, aber richtig verfolgt habe ich diese Serie bis zu ihrer frühen Einstellung nicht. Mir fiel kaum auf, daß das Wesen des Hulk sich selbst in der kurzen Williams-Zeit mehrmals änderte. Ob ich „Hulk“ öfter gelesen hätte, wenn die Lage anders gewesen wäre, kann ich nicht sagen. Manches spricht dafür – ich fand auch die Zeichnungen toll, aber ich war für solchen Stoff wohl doch zu jung. Vorläufig war mir „Bessy“, wo man sich ohne weiteres auskannte, noch lieber. Aber mehr Eindruck hat doch diese „Hulk“-Ausgabe auf mich gemacht.

Crackajack Jackson 13.12.2020 20:42

Die Geschichten aus der Jugendzeit enthalten immer viel Zauber, weil man als Kind noch völlig unvoreingenommen da dran geht.

Außerdem stand zu dieser Zeit kein Internet zu Verfügung, wo man sich über alles informieren konnte.

So blieb für uns Kinder manches dunkel und geheimnisvoll.

Peter L. Opmann 13.12.2020 20:44

Mir ist im nachhinein noch eins in den Sinn gekommen:

Rick ist hier ein recht ungewöhnlicher Sidekick. Normalerweise ist der Sidekick ein Handlanger des Helden. Aber hier ist nicht nur Hulk kein üblicher Held, denn er ist zu moralischem Handeln gar nicht fähig. Rick ist auch mehr als ein üblicher Sidekick, denn er hat die Kontrolle über die Titelfigur. Gut möglich, daß Stan Lee so das gängige Muster durchbrechen wollte. Der Sidekick bekommt dadurch auf jeden Fall mehr Handlungsmöglichkeiten. Ungünstig ist jedoch, daß der Held - oder derjenige, der sonst der Held wäre - zur Marionette wird, wie Crackajack schon treffend festgestellt hat. So hätte die Serie also längerfristig keinesfalls laufen konnte, denn da wäre der Hulk viel zu sehr in den Hintergrund gerückt. Das war aber wohl Stan Lee zunächst noch nicht klar.

Crackajack Jackson 13.12.2020 20:55

Bei allen Serien sind am Anfang kleinere oder größere Veränderungen an den Figuren zu beobachten.

Ziemlich fertig war die Figur von Spider-Man und das Team der Fantastischen Vier.
Die Rächer starteten nach ein paar Ausgaben mit einer völligen Neubesetzung und auch beim Hulk sieht es so aus, als wüsste Stan Lee nicht so richtig in welches Genre er ihn packen sollte. Aus einem Monster wurde so nach und nach eines der stärksten Wesen im Marvel Universum. Demgegenüber steht der Verstand eines Kleinkindes, was eine sehr interessante Mischung ausmacht.

Peter L. Opmann 13.12.2020 22:20

Darum geht's mir nicht. Ich wollte sagen, Rick ist hier ein so anders konzipierter Sidekick, wie es ihn vielleicht in keiner anderen Serie gegeben hat. Das kann ich aber natürlich nicht mit Sicherheit behaupten.

Crackajack Jackson 14.12.2020 05:29

Ja, Rick Jones hat hier das Ruder bzw. die Führung übernommen, da Stan dem Hulk noch keine planvollen, guten Taten zugetraut hat.

Man wird schon in der nächsten Ausgabe sehen, wie er versucht, dieses Problem zu lösen.

Crackajack Jackson 14.12.2020 16:10

Der gewaltige Hulk #4

https://www.comicguide.de/pics/medium/24666.jpg


Titel: Das Monster und die Maschine

US: The monster and the machine!

Williams, April 1974 (Incredible Hulk #4, November 1962)
Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Dick Ayers
Cover: Jack Kirby, Dick Ayers



Während Rick vom General befragt wird, rettet der Hulk einen Bus mit Schulkindern vor dem sicheren Tod, verhilft einer Schauspielerin dazu Angst zu zeigen und holt sich Essen in deren Kantine.
Schließlicht erreicht ihn doch der mentale Hilferuf von Rick, der mitterlweile in einem Jeep wegtransportiert wird.
Der Hulk holt ihn aus dem Jeep und zusammen springen sie in ein geheimes Labor von Bruce. Dort steht eine Gammakanone, mit der es Rick gelingt den Hulk wieder in Bruce Banner zu verwandeln.
Mit einigen wenigen Handgriffen verändert Bruce die Maschine so, dass er sich jederzeit in den Hulk verwandeln kann, ohne das Intellekt Banners zu verlieren.
Mit dem Verstand von Banner und dem Körper des Hulk kann er viel Gutes tun, z.B. eine Familie aus einem brennenden Haus retten. Trotzdem bleibt Rick skeptisch. Der kluge Hulk ist doch emotionaler und heftiger in seinen Reaktionen wie Banner.
Die Geschichte beginnt mit einem weiteren Testversuch von General Ross, den Hulk zu fangen. Ausprobiert wird die neue Waffe jedoch nicht.
Einen Superschurken gibt es bis jetzt noch nicht, bzw. das macht der Hulk selbst. Es ist immer noch eine tragische Monstergeschichte.
In vielen Panels sieht es so aus, als würde der Hulk fliegen. Er schnappt sich Rick Jones aus dem Jeep und hebt gleich ab, ohne den Boden berührt zu haben, oder er ändert mitten in der Luft die Flugbahn. Das erinnert doch sehr an Superman, vor allem durch seine Pseudoflugfähigkeit. Da fehlt wirklich nur noch das Cape. Auch der Plot der zweiten Geschichte, in denen er die Gürtel feindlichen Soldaten nimmt und daraus ein großes Lasso macht, erinnert an die Supertaten des Stählernen im Silver Age.

In diesem Heft ist keine ganze US Ausgabe mehr enthalten, sondern nur erste Geschichte von 'Incredible Hulk #4'

Crackajack Jackson 14.12.2020 18:16

Der gewaltige Hulk #5

https://www.comicguide.de/pics/medium/24667.jpg

Titel: Der Gladiator aus dem All

US: The gladiator from outer space!

Williams, Mai 1974 (Incredible Hulk #4, November 1962)
Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Dick Ayers
Cover: Jack Kirby, Dick Ayers



In der zweiten Geschichte landet Mongu mit seinem Raumschiff auf der Erde. Mongu ist ein Außerirdischer, der den stärksten Mann der Erde zum Zweikampf herausfordert. Wenn er gewinnt, wird die Menschheit versklavt, wenn er verliert, verlässt Mongu für immer die Erde.
Bruce Banner verwandelt sich also in den Hulk und fliegt mit Rick Jones in einem gecharterten Flugzeug zum Kampfplatz auf einem Berg. Dort stellt sich heraus, dass Mongu ein Roboter der Kommunisten ist und diese den Hulk für Forschungszwecke kidnappen wollen.
Der Hulk wird von kommunistischen Soldaten umstellt, kann aber alle Soldaten besiegen und an einen Hubschrauber gefesselt zurückschicken.
Die Schuld für das Attentat wird von den Zeitungen dem Hulk in die Schuhe geschoben, der das Ereignis inszeniert haben soll.

In dieser Geschichte sind wieder die Kommunisten die Bösen. Stan Lee muss was gegen Zeitungen gehabt haben. In fast allen Marvel Heften sind die Zeitungsblätter gegen die Superhelden eingestellt und verbreiten Falschaussagen und Verleumdungen.

Peter L. Opmann 14.12.2020 19:26

Seltsam eigentlich, daß Williams mit dem "Hulk"-Material so sparsam umging. Die US-Serie war doch gut zehn Jahre weiter. Man sah, daß die Double-Features in "Tales to Astonish" nicht ewig so weitergingen und dann auch wieder längere Storys folgten.

Bei "Thor" war's eine Weile ähnlich, aber da gab es die zunächst überlangen "Silver Surfer"-Ausgaben, die unterzubringen waren. Die Lösung, "Hulk" mit eher zweitklassigen Horrorstorys aufzufüllen, fand ich nie überzeugend.

Trotzdem hätte ich es bei beiden Titeln sinnvoller gefunden, gleich zwei Storys der Hauptserie in einem Heft zu bringen. Bei "Hulk" ging Williams erst ziemlich spät dazu über. Ich glaube, das war für mich auch ein Grund, keine "Hulk"-Hefte zu kaufen - man bekam einfach zu wenig vom Haupthelden.

underduck 14.12.2020 19:27

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 671124)
In dieser Geschichte sind wieder die Kommunisten die Bösen. Stan Lee muss was gegen Zeitungen gehabt haben. In fast allen Marvel Heften sind die Zeitungsblätter gegen die Superhelden eingestellt und verbreiten Falschaussagen und Verleumdungen.

Typisch "Lügenpresse!"

Kal-L 14.12.2020 20:23

Die Schlagzeile "Grüner war nie ein Monster" ist auch mal eine tolle Aussage. Was wäre wenn er Blau wäre?


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