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Peter L. Opmann 14.12.2020 21:33

Mag auch die Farbe Grün beim Hulk eher zufällig zustandegekommen sein, sie wurde schnell sein Markenzeichen.

jakubkurtzberg 15.12.2020 01:29

Jerry Stiller in "King Of Queens" beim Kartenspiel mit Douglas, seinen Freunden und Nachbar Lou Ferrigno: "Ich hab ein Blatt, da wirst du dich grün ärgern!". Darauf Lou: "Hey, wir hatten ausgemacht, keine Hulk-Witze!".

Super-Szene. Da musste ich echt schmunzeln!

Crackajack Jackson 15.12.2020 07:36

"King of Queens" war damals eine schöne Zeit für mich.
Ich hatte mir die komplette Serie im Briefkasten gekauft.

Crackajack Jackson 15.12.2020 18:24

Der gewaltige Hulk #6

https://www.comicguide.de/pics/medium/24668.jpg

Titel: Der gewaltige Hulk

US: The incredible Hulk!

Williams, Juni 1974 (Tales to astonish #60, Oktober 1964)
Autor: Stan Lee
Zeichner: Steve Ditko
Tusche: George Roussos


Kurzfassung
Bruce Banner baut einen unzerstörbaren Roboter, der von einem Spion übernommen wird. Selbst der Hulk scheint den Roboter nicht zerstören zu können.

Langfassung
Dieses Heft aus 'Tales to astonish #60' beginnt damit, dass der Hulk sich dagegen wehrt wieder Banner zu werden.
Einer der Sachen, die bis heute Bestand haben und immer viel Potenzial für Geschichten geben.
Irgendwann im Verwandlungsprozess übernimmt dann Banner die Führung.
Meistens wird das in der Metapher einer Tür oder in der jüngeren Vergangenheit auch in dem Kofferaum eines fahrenden Autos, dargestellt.
Banner ist dabei einen unzerstörbaren Roboter für General Ross zu konstruieren. Bei der Arbeit wird ihm klar, warum er immer wieder zum Hulk wird. Die Verwandlung wird durch psychischen Stress hervorgerufen.

Da kommt General Ross und verlangt von Bruce den Roboter bis zum nächsten Morgen fertigzustellen. Bruce versucht ruhig zu bleiben und arbeitet bis tief in die Nacht.
Mitten in der Arbeit bemerkt er einen Spion. Er läuft ihm hinterher und verwandelt sich dabei in den Hulk. Der Hulk springt aus dem Gebäude und der Spion kann den Platz im Roboter einnehmen, der am nächsten Morgen getestet werden soll.
Der Spion steuert den Roboter fehlerlos durch alle Tests, doch dann wird er vom Hulk bemerkt. Dieser erinnert sich daran, dass Banner den Roboter gebaut hat, wohl um ihn zu bekämpfen.
Beide Giganten bekämpfen sich nun. Der Roboter ist unzerstörbar, aber nicht so beweglich wie der Hulk und so wogt der Kampf hin und her. Doch plötzlich beginnt die Rückverwandlung zu Banner. Zum Glück kann Bruce gerade noch entkommen, bevor er zu Banner wird.
Dann wird er von den Soldaten gefunden, die ihn zu General Ross bringen. Banner schlägt vor, einen noch stärkeren Roboter zu bauen, um den ersten zu vernichten. Davon will der General aber nichts wissen.
Fortsetzung folgt.




Hier in der ersten Ausgabe des neue Formates für den Hulk, die über ein Jahr später erschien, werden gleich zwei Grundsätze aufgestellt.

- der innere Kampf Banner vs Hulk
- wenn Banner psychisch erregt ist, wird er zum Hulk

Die Geschichte selbst liest sich sehr spannend und der Hulk wird hier auch bei weitem nicht mehr so ungelenk gezeichnet und dargestellt. Er redet und denkt immer noch in ganzen Sätzen.

Peter L. Opmann 15.12.2020 19:45

Hatten wir schon gewürdigt, daß Williams US-"Hulk" # 5 und 6 ausgelassen hat? War mir aktuell gar nicht bewußt. "Hulk" # 5 berührt den kalten Krieg mit kommunistischen Soldaten - das könnte der Grund dafür sein, daß Williams lieber die Finger davon ließ. "Hulk" # 6 scheint eher nicht verfügbar gewesen zu sein.

Crackajack Jackson 15.12.2020 20:33

Ja, die Ausgaben 5 und 6 sind vernachlässigbar.

Mit Tales to astonish #60 wurde der Hulk dann als Zweitgeschichte weitergeführt. Die erste Geschichte hatte Ant-Man.

Peter L. Opmann 15.12.2020 21:45

Beim Submariner war's dann aber wohl umgekehrt.

Ich habe den Eindruck, daß die Beliebtheit des Hulk schnell gewachsen ist. Er wurde viel im Marketing eingesetzt (in den USA), und er hatte neben Spider-Man als erster eine Fernsehserie. Er war als Figur ziemlich unverwechselbar, und durch seine Tumbheit hatte er irgendwie auch etwas Liebenswertes.

Crackajack Jackson 15.12.2020 21:50

Ja, er wurde eigentlich immer kindlicher.
Zuerst als Monster gedacht, verlor er so nach und nach seine Bösartigkeit, bzw. seine Jekyll und Hyde Persönlichkeit.

Horatio 15.12.2020 23:55

Also ich vermisse hier noch diverses.

Es müsste aufgefallen sein, dass Rick Jones in Nr. 6 gar nicht vorkommt, obwohl er doch zuvor eine tragende Rolle spielte.

Und die Problematik, dass die Gamma-Strahlen-Maschine Banners Körper belastet bei jeder Verwandlung von Banner zum Hulk und zurück, scheint auch sehr plötzlich fallen gelassen worden zu sein zu Gunsten einer Verwandlung durch Stress.

(Beides liegt natürlich an der fehlenden amerikanischen Hulk-Ausgabe 6 und dem Verstreichen von etwa anderthalb Jahren. Der Hulk hatte zwischenzeitlich auch seine Auftritte bei den anfänglichen Rächern. Und Rick fehlt hier, weil er mittlerweile der Kumpel von Captain Amerika ist.)

Mein Eindruck ist, dass sich auch der Erzählstil ab hier ändert. Ab hier geht es weg von der Monster-Geschichte mehr in Richtung Standard-Superhelden-Geschichte.
Vielleicht liegt's auch an Steve Ditkos Zeichnungen, dass das Ganze auf mich erzählerisch mehr wie ein Superhelden-Melodram à la "Die Spinne" wirkt.

Crackajack Jackson 16.12.2020 06:02

Es ist eine andere Erzählweise als in den vergangenen Heften und es scheint sich auch ein ganz neuer Status Quo zu bilden.

Da Rick in den ersten Ausgaben fast in jedem zweiten Panel dabei war, ist sein Fehlen schon erwähnenswert.
Andererseits verwandelt er sich immer noch in der Höhle zu Banner zurück.
Theoretisch müsste ihn da jemand eingesperrt haben.

Seine "Bathöhle" wurde erst mal beibehalten, aber er ist alleine darin.

Peter L. Opmann 16.12.2020 07:58

Icfh finde, Crackajack liest sehr genau und beschreibt gut, was in den jeweiligen Episoden passiert.

Es hapert ein bißchen an der Einordnung, die ja Horatio jetzt ein Stückweit nachgeliefert hat. Aber das Gute an einem Forum wie diesem ist, daß man die Informationen zusammentragen kann.

Ich lese allerdings im Moment die "Hulk"-Ausgaben nicht mit, weil ich mich auch mal wieder etwas mehr um mein eigenes Comicprojekt ("Daphne erstarrt") kümmern muß.

Crackajack Jackson 16.12.2020 07:59

..auf das wir alle schon mit Ungeduld warten.

Crackajack Jackson 16.12.2020 14:44

Der gewaltige Hulk #7

https://www.comicguide.de/pics/medium/24669.jpg

Titel: Endlich gefangen

US: Captured at last!

Williams, Juli 1974 (Tales to astonish #61, November 1964)
Autor: Stan Lee
Zeichner: Steve Ditko
Tusche: George Roussos


Kurzfassung

Der Hulk kann den Spion, der in der von Bruce Banner entwickelten, unzerstörbaren Rüstung sein Unwesen treibt, besiegen. Nach dem Kampf wird er bewusstlos von der Armee gefangen genommen.

Langfassung

Der Spion in der unzerstörbaren Rüstung, die von Bruce Banner entwickelt wurde, wandert durch die Wüste und findet das geheime Labor von Bruce. Aus den Teilen die er dort findet, baut er sich eine Rakete zusammen, die die Militärbasis zerstören soll.
In der Basis werkelt Bruce Banner ebenfalls, nämlich an einem Gerät, dass den Roboter aufspüren kann.
Major Glenn Talbot ist auf Wunsch von General Ross der Militärbasis neu zugeteilt worden. Seine Hauptaufgabe soll darin bestehen Bruce Banner zu überwachen.
Talbot wird dem General und seiner Tochter Betty vorgestellt, und bittet diese ihm gleiche mal die Basis zu zeigen. Besonders das Labor von Bruce interessiert ihn. Da sie ihn dort nicht antreffen, schlägt der Major vor, die nähere Umgebung mit dem Hubschrauber zu erkunden.
Glenn und Betty werden in ihrem Hubschrauber von dem Superroboter gesehen. Der Spion denkt natürlich, sie würden ihn suchen und wirft einen großen Felsbrocken nach dem Hubschrauber.
Bruce Banner wird Zeuge dessen, regt sich auf, wird zum Hulk und kann den großen Felsen abwehren. Aber auch Glenn Talbot wirft sich schützend vor Betty und wird an der Schulter von einem Querschläger verletzt.
Der Kampf Hulk vs Superroboter geht in die zweite Runde. Dieses Mal ist das Glück auf seiten des Grünen. Er schubst den Roboter in ein tiefes Loch im Berg, aus dem niemand wieder herauskommen kann. Auch die Rakete, die nun in Richtung Militärbasis gestartet ist, kann er im letzten Moment abfangen.
Durch den Zusammenprall mit der Rakete und den darauffolgenden Absturz aus großer Höhe wird der Hulk jedoch bewusstlos.

Talbot und Betty finden den bewusstlosen Hulk und alarmieren den General. Mit einigen Soldaten rückt er an und fesselt ihn in Spezialfesseln, die von Tony Stark und Bruce Banner konzipiert wurden.
Talbot ist der Meinung, dass der Hulk den Felsen auf sie geworfen hat.
Da steckt der Hulk nun in unzerstörbaren Fesseln, umgeben von schwerer Artillerie und befürchtet sich in Banner zurückzuverwandeln.
Ein wirklich gelungener Cliffhanger.
Alleine und unverstanden gegen den Rest der Welt.

Die Geschichte ist spannend und gefällt mir gut.
Hier ist der erste Auftritt von Glenn Talbot zu sehen, der sich zwischen Bruce und Betty schiebt.
Eigentlich verhält er sich bis jetzt korrekt. Trotzdem vermag ich ihn keine Sympathien entgegenzubringen.
Betty sieht nicht wie der Hulk den großen Felsen abwehrt, sieht aber wie Talbot sich schützend vor sie wirft.
Eine sehr typische Szene, die beim wissenden Leser, ob der Ungerechtigkeit Emotionen erzeugt.

Wir haben es hier immer noch mit einem intelligenten Hulk zu tun, der seine Aktionen, z.B. im Kampf planvoll ausführt.

Keine Splash Pages, aber schon sehr detaillierte Zeichnunge

underduck 16.12.2020 14:52

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 671430)
...
Titel: Endlich gefangen
...

Auf dem Cover steht was anderes ... :floet:

jakubkurtzberg 16.12.2020 15:03

Innen und außen müssen bei Marvel nicht übereinstimmen, liebes Unterentchen.

Crackajack Jackson 16.12.2020 15:04

Ich freue mich auf jeden Fall, dass underduck so aufmerksam mitliest.
Vielleicht kommt er ja doch noch auf den rechten Weg.

Aber jakub hat recht.

Innen gefangen, außen gefasst.

Peter L. Opmann 16.12.2020 15:07

Zitat:

Zitat von underduck (Beitrag 671436)
Auf dem Cover steht was anderes ... :floet:

Das stimmt, aber innen lautet der Titel so, wie Crackajack das angegeben hat. Ich glaube, bei Williams wurde das Cover getrennt vom restlichen Heft produziert; so konnte so etwas vorkommen.

Cracka, meinst Du mit "keine Splaspages" keine großen Panels? Die Splashpage ist die erste Seite des Comics, auf der auch die Credits stehen. Die gibt's hier sehr wohl.

Das Inking sieht mir irgendwie nicht nach George Roussos aus (angegeben ist hier sein Pseudonym George Bell). Ich hätte eher vermutet, daß Ditko selbst geinkt hat.

Lothar 16.12.2020 15:18

Ich lese auch als liebes Unterentchen nicht mit und komme deswegen wohl auch nicht auf den rechten Weg! :D

Das ist halt so bei einem alten Reducktör und Lektor. Der erste Blick verrät blitzeschnell alles. ;)

Crackajack Jackson 16.12.2020 15:23

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 671445)
Cracka, meinst Du mit "keine Splaspages" keine großen Panels? Die Splashpage ist die erste Seite des Comics, auf der auch die Credits stehen. Die gibt's hier sehr wohl.

Ja, ich meinte die Panels innerhalb der Geschichte.

jakubkurtzberg 16.12.2020 16:18

Auch in den USA stimmen Covertitel und Splahpage-Titel nicht zwingend überein. Und ja, bei Williams wurde das getrennt berabeitet. Deshalb heißt der Eiserne auf Rächer 1 außen noch "Eisenmann". Und "Dr. Seltsam" auf einem FV-Cover korrekt Dr. Strange, im Innenteil jedoch eingedeutscht.

jakubkurtzberg 16.12.2020 16:26

Ach ja, vielleicht kann Peter L. Opmann die Williams-Auslassungen noch nachträglich besprechen. Für die Entwicklung der Figur/Serie wäre das sicherlich von Vorteil.

Die 3-seitige Origin aus Hulk #3 gab es bei Williams nicht. Die erschien nur in Spinne Taschenbuch Nr. 1 von Condor und in Paninis Marvel Klassik Bd. 6.

Hulk #5 und #6 gab's auch in dem Panini-Band und vorher nur in Spinne Tb Nr. 2 (nur die erste Story aus Hulk #5) und Rächer Tb Nr. 1. "Die Horden des General Fang" war eine dt. Erstveröffentlichung bei Panini.

Peter L. Opmann 16.12.2020 16:43

Okay, kann ich machen, aber wahrscheinlich erst zum Wochenende hin.

Phantom 17.12.2020 10:51

Mal sehen, ob ich es schaffe, hier auch regelmäßig mitzulesen. Meine Erinnerungen an den Hulk aus der Kindheit: Mein erstes Marvel-Heft war ein Superband #12, da war auch ein Hulk-Heft enthalten, mit Rick Jones und dem Spiritus Rector. Ein grüner Superheld, das war schon cool. Aber die recht kurzen Geschichten fielen im Vergleich zur Spinne oder den FV schon ab. Dann kamen die Hulk-Hefte in den folgenden Superbänden auch nicht in der richtigen Reihenfolge, da war es anfangs schwer, sich ein richtiges Bild von dieser Figur zu machen. Und nach der Einstellungswelle war der Hulk dann ja auch weg. Trotzdem muss mich der Hulk beschäftigt haben, denn als es einen Kinofilm mit ihm gab (muss so 1981 gewesen sein; war eigentlich nur ein Fernsehfilm, aber das wusste ich ja nicht), wollte ich den unbedingt sehen, musste aber einen Elternteil überreden mitzugehen (ich war ja erst 11). So richtig begeistert war ich von dem Film nicht; das war doch ganz anders als das, was ich aus den Comics kannte.

Peter L. Opmann 17.12.2020 12:50

Ich habe damals den "Spider-Man"-Film im Kino gesehen, und mir ging's ähnlich. Ich war 13, und ich glaube, die Altersfreigabe war ab zwölf.

Die Special-Effects waren schlecht; die Kampfszenen waren einfach Kung-Fu; die Figuren (Peter, JJJ) waren nicht sehr ähnlich - andere wie Tante May oder Gwen fehlten. War natürlich irgendwie dumm, einen abgefilmten Comic zu erwarten. Aber der Comic ließ sich gar nicht abfilmen, weil die Special Effects schlicht nicht zur Verfügung standen.

"Hulk", von dem ich ein paar Episoden im Fernsehen gesehen habe, hat sich in meinen Augen noch ganz gut aus der Affäre gezogen. Der Hulk war im Vergleich zum Comic ziemlich schwächlich, aber die Serie entwickelte doch eine in sich stimmige Atmosphäre, war recht unterhaltsam, teilweise witzig - man durfte halt nicht die Comics eins zu eins auf den Bildschirm übertragen erwarten.

Crackajack Jackson 17.12.2020 13:15

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 671590)
man durfte halt nicht die Comics eins zu eins auf den Bildschirm übertragen erwarten.

Genau das war der Fehler. Die Tricktechnik war damals noch nicht soweit.
Mein erster Film war 1980 "Superman" mit Christopher Reeve. Den kann man sich heute noch anschauen.


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