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arne 03.01.2014 20:50

Belvision
 
Bei Lombard ist jetzt ein dickes Buch über das Trickfilmstudio Belvision erschienen.

http://www.lelombard.com/monographie-belvision.html

Der Band ist reichhaltig bebildert und widmet sich im einzelnen den drei Arbeitsbereichen: 1) Fernsehserien, 2) Spielfilme, 3) Kurzfilme.

Der Band enthält außerdem zwei DVDs. Auf der einen befindet sich ein ca. 45minütiger Dokumentarfilm über die Geschichte des Studios. Die andere enthält den ersten Langfilm des Studios: "Pinocchio dans l'espace" von 1962 (Regie: Ray Goossens).

arne 05.01.2014 10:55

Was die Langfilme von Belvision angeht, sind wohl alle in deutscher Sprache erschienen. Hier eine Übersicht über die deutschen Titel:

  • 1962 Pinocchio im Weltraum

  • 1967 Asterix der Gallier

  • 1968 Asterix und Kleopatra

  • 1969 Tim und Struppi im Sonnentempel

  • 1971 Lucky Luke: Daisy Town

  • 1972 Tim und der Haifischsee

  • 1975 Die Schlümpfe und die Zauberflöte

  • 1977 Gullivers tolle Reisen

"Gullivers tolle Reisen" ist ein Mix aus Real- und Trickfilm.

Zitat:

Bei einer knappen Laufzeit von 77 Minuten ... ist relativ klar, dass "Gulliver's Travels" sich die Rosinen aus dem Roman picken wird - es reicht "nur" für die Liliput-Episode, schon der Ausflug nach Brobdingnag (das Land der Riesen) fehlt (wobei bemerkenswert ist, dass der Film ein offenes Ende wagt ... Gulliver entkommt von Liliput, wird aber von einem brobdingnagschen Riesen aus dem Meer gefischt); es ist natürlich die am griffigsten zu verfilmende Episode (in den nachfolgenden weiteren Reisen wird Swift schon sehr spezifisch philosophisch) und auch die visuell reizvollste, speziell im Kontext eines kombinierten Real-/Trickfilms.
http://www.badmovies.de/Gullivers_tolle_Reisen

Nach "Gullivers tolle Reisen" begann Belvision mit der Produktion eines weiteren Langfilms - einer Verfilmung von Cuveliers "Corentin". Es wurden aber nur ca. 5 Minuten fertiggestellt.

euha 05.01.2014 14:31

Um es mal höflich zu formulieren: die Qualität der Langfilme entsprach dem zur Verfügung stehendem Budget...

Wobei ich "Tim und der Haifischsee" noch am besten empfinde. Auch hier ist es sehr eingeschränkte Animation, aber der Film hat IMHO Charme.

arne 06.01.2014 16:56

Jetzt mal ein Überblick über die Kurzfilme. Die meisten enstanden nach Comics in "Tintin":

  • 1960 Chlorophylle: Le bosquet hanté (8 min 55 sec)

  • 1961 Lucky Duck: Bang Bang Boomerang (6 min 20 sec)

  • 1964 Lucky Duck: Le canard pressé (6 min 45 sec)

  • 1965 Oumpah-Pah, le peau-rouge (7 min)

  • 1965 Spaghetti à la romaine (8 min)

  • 1968 Le Roman de Renart (9 min)

  • 1968 Ric Hochet: Signé Caméléon (Realfilm, 26 min)

  • 1978 Cubitus: Le gâteau d'anniversaire (5 min 30 sec)

  • 1979 Kid Ordinn: Le cri qui met k. o. (6 min 20 sec)

  • 1983 Un pépin pour Clifton (5 min)

  • 1989 Le Marsupilami (2 min 30 sec)

  • 1991 Marine, fille de pirate (2 min)

  • 1991 Hugo

Die beiden "Lucky Duck"-Filme sind durch den Tex Avery-Film "Lucky Ducky" (1948) inspiriert. "Le Roman de Renart" basiert auf der Dichtung aus dem 12. Jahrhundert (hier).

Schlimme 06.01.2014 18:13

Aber was ist mit dem Belvision-Film mit Jidehems "Sophie" ("Die lustige Lilli")?

http://images.wikia.com/smurfs/image...oster_1979.jpg

arne 06.01.2014 21:27

Warum sollte René Goscinny einen Film mit "Sophie" drehen? Das kann nur ein Internet-Hoax sein. Der Film wurde aus der Smurfs Wiki auch bereits entfernt:

http://smurfs.wikia.com/wiki/Here_Comes_Sophie!

Die französische Wikipedia hat den Witz allerdings noch nicht bemerkt. Dort wird der Film (als "Voici venir Sophie") seit dem 28.04.2012 gelistet - eingebracht durch eine IP-Adresse.

http://fr.wikipedia.org/Belvision

(Yuuki Mosquito könnte es berichtigen, hat aber derzeit keine Lust dazu.)

arne 12.01.2014 08:02

Tintin et la S.G.M.


Ein spezieller Kurzfilm ist "Tintin et la S.G.M.". Dieser Werbefilm entstand 1969 im Auftrag der "Société Générale des Minerais" (SGM). Diese Firma exportierte verschiedene Mineralien aus dem Kongo in die gesamte Welt. Die Länge des Films wird in dem Buch von Lombard mit 7 min 45 sec angegeben. Realistischer dürfte aber eine Länge von 15 min sein.

Zum Inhalt des Films: Tim und Struppi reisen zunächst in den Kongo und stellen dort fest, dass sich das Land sehr zu seinem Vorteil entwickelt hat. Im Hafen von Matadi treffen sie auf Kapitän Haddock, der gerade im Auftrag von S.G.M. unterwegs ist, und fahren mit ihm nach Marseille. Dort nimmt sich ihrer ein Verantwortlicher von S.G.M. an, der mit ihnen zunächst in die USA und dann nach Japan fliegt. Ein paar Ausschnitte aus dem Film kann man derzeit in schlechter Bildqualität auf YT sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=mLekcDFdt7k


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