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-   -   Der gewaltige Hulk revisited / Hulk Reviews (https://www.sammlerforen.net/showthread.php?t=43821)

Peter L. Opmann 06.01.2021 10:13

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 675021)
[B]Klar sieht das Brett des Surfers manchmal aus wie ein übergroßer Mundspatel beim Doktor.
Marie Severin benutzt hier sehr emotionale und lebendige Farben.
Für mich bis jetzt die beste Geschichte.Soundwords passen sehr gut dazu. Klar sieht das Brett des Surfers manchmal aus wie ein übergroßer Mundspatel beim Doktor.
Marie Severin benutzt hier sehr emotionale und lebendige Farben.

Was für Textbausteine benutzt Du denn, Cracka? :D

Bei Marvel gab es übrigens eigene Leute, die fürs Colorieren zuständig waren. Damit hat Marie Severin hier wohl nichts zu tun gehabt.

Crackajack Jackson 06.01.2021 10:57

Ich glaube, ich sehe schon am frühen Morgen doppelt.

Dadurch, dass ich die Reviews nicht in einem Zug mache, sondern immer hier und da mal was abspeichere, gerade so wie es mir einfällt, sieht das oftmals aus wie Stückwerk.

Ich schaue mal, ob ich das vereinfachen kann.

Danke für den Lektor.:top:

Peter L. Opmann 06.01.2021 11:22

You're welcome.

Crackajack Jackson 06.01.2021 20:28

Der gewaltige Hulk #33

https://www.comicguide.de/pics/medium/24695.jpg

Titel: Auf zu fernen Sternen (Tta 94),Diese Welt erschuf er nicht (Tta 95)

US: ..To the beckoning stars!, A world he never made!

Williams, September 76 (Tales to astonish #94,95, August/September 1967)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Herb Trimpe







Im letzten Heft kommt der Hulk doch noch zu den Sternen.

Der Hulk wird von zwei Jägern, mit einem Betäubungsgewehr des High Evolutonarys beschossenen. Bewusstlos wird er mit anderen Tieren zum Planeten des High Evolutionary geschickt. Das Raumschiff steuert einer der Gefolgsleute des High Evolutionary.

Ursprünglich von der Erde, wurde dem High Evolutionary von Thor ein Planet zugewiesen, auf dem er seine experimentelle Forschung, die Beschleunigung der Evolution bei Tieren, in aller Abgeschiedenheit durchführen konnte.

Er hatte große Erfolge auf diesem Gebiet und erschuf ein Volk hoch entwickelter Tiere, die er ‚New Men‘ nannte. Doch jetzt revoltieren die New Men und der High Evolutionary hofft auf den Hulk.

Von diesem hat er von den zwei Jägern auf der Erde erfahren und ihnen befohlen, den Hulk zu ihm zu schicken.

Als der Hulk im Raumschiff erwacht, sieht er den Piloten, ein Ritter von Wundagore. Er schlägt ihn bewusstlos und sieht sich dann auf dem Raumschiff um, das führungslos in einen kosmischen Sturm hineinzufliegen droht. Der Hulk kann das Schiff nicht steuern, deshalb holt er den Piloten, der das Schiff gerade noch so raus manövrieren kann.

Dabei durchdringen jedoch kosmische Strahlen das Raumschiff, die den Piloten töten und den Hulk in Banner zurückverwandeln.

Bruce erinnert sich nicht mehr an seine Zeit als Hulk und tritt gespannt dem High Evolutionary gegenüber, der mit dem Hulk gerechnet hat und Banner nicht gebrauchen kann.

Deshalb ändert er seinen Plan. Statt der Hilfe vom Hulk, macht er Bruce Banner zu seinem Versuchskaninchen. Bruce wird in einem Magnetfeld festgehalten und der High Evolutionary versucht jetzt seine Evolution zu beschleunigen.

In diese Geschichte hat Stan Lee viel von Darwins ‚Entstehung der Arten‘ reingepackt.
Der High Evolutionary, der ein Jahr zuvor in ‚The Mighty Thor #133‘ seinen Erstauftritt hatte, ist ein verrückter Wissenschaftler, der sich sein eigenes Volk aus mutierten Tieren erschafft. Diese rebellieren nun gegen ihren Meister.

Außerdem zeigt sich hier der Hulk von seiner sanften Seite. Er will einem gefesselten Rentier helfen und ihm etwas zu trinken geben.

Auch hier begegnet ihm in Person des Piloten, wieder mal ein potenzieller Freund, den er sogleich wieder verliert.

Die Haltung des Hulk ist typisch: Lieber sterben, als die Chance auf ein anderes, friedliches Leben aufgeben. Der Hulk hat nicht viel zu verlieren.

Peter L. Opmann 06.01.2021 20:52

Das war's also mit dem Williams-Run. Machst Du noch weiter? Kann man "Hulk" durch andere Publikationen noch einigermaßen weiterverfolgen?

Demnächst schreibe ich noch was über die grafische Seite der bisherigen Ausgaben.

Crackajack Jackson 06.01.2021 21:08

Mal sehen. Ich bin mir da noch unschlüssig.

jakubkurtzberg 07.01.2021 04:24

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 675287)
Das war's also mit dem Williams-Run. Machst Du noch weiter? Kann man "Hulk" durch andere Publikationen noch einigermaßen weiterverfolgen?

TTA #96 - Hit Comics Nr. 75 / Spinne Tb Nr. 3
TTA #97 - Hit Comics Nr. 75 / Hit Comics Thor Nr. 208 (ummontiert)
TTA #98 - Hit Comics Nr. 83
TTA #99 - Hit Comics Nr. 83
TTA #100 - Hit Comics Nr. 91
TTA #101 - Hit Comics Nr. 91 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI

Hulk #102-103 - Hit Comics Nr. 99 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI
Hulk #104-105 - Hit Comics Nr. 107 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI
Hulk #106 - Hit Comics Nr. 115 / Hulk Tb Nr. 3 / Hachette Classic XI
Hulk #107 - Hit Comics Nr. 115 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI
Hulk #108 - Hit Comics Nr. 125 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI

Hulk Annual #1 - Hulk Album Nr. 1 (gekürzt) / Hachette Classic XI

Hulk #109 - Hit Comics Nr. 125 / Hulk Tb Nr. 3
Hulk #110 - Hit Comics Nr. 143 / Hulk Tb Nr. 3
Hulk #111-112 - Spinne Tb Nr. 4
Hulk #113 - Hit Comics Nr. 143 / Spinne Tb Nr. 5
Hulk #114 - Hit Comics Hulk Nr. 211 / Spinne Tb Nr. 5
Hulk #115-117 - Hulk Tb Nr. 3

Hulk #118 (keine dt. Veröffentlichung)

Hulk #119-120 - Hulk Tb Nr. 5
Hulk #121 - Hulk Tb Nr. 6

Hulk #122-124 (keine dt. Veröffentlichung)

Hulk #125-128 - Hulk Tb Nr. 5

Danach folgen riesige Lücken. Condor setzt frühestens bei Hulk #180-181 und dem Erstauftritt von Wolverine ein. Und schiebt weitere große Lücken nach.
Hachette startet erst wieder sporadisch mit Hulk #140, 148 und 156.

Marvel Boy 07.01.2021 05:15

Schon durch?
Irgendwie ging das diesesmal rasend schnell.
Danke für den Ritt! :D :top:

Crackajack Jackson 07.01.2021 06:37

@jakubkurtzsberg: Danke für die Aufstellung. Ich werde sie als Richtschnur nehmen. :top:

Peter L. Opmann 07.01.2021 07:52

Tja, im Gegensatz zu "Thor" fehlt mir da eine Menge. Bei HIT-Comics bin ich nicht gut sortiert, und die Hulk-Taschenbücher von Condor habe ich auch ausgelassen.

Das heißt, für mich wäre es lohnend, mir mal einen US-Omnibus zu besorgen.

Crackajack Jackson 07.01.2021 10:18

Das ist eine gute Idee.:top:

Edit: Leider habe ich keinen Omnibus gefunden.

Marvel Masterworks: The Incredible Hulk 1962-64 gibt es für unglaubliche 15,44 EUR.

Danach aber nur noch Kindle oder Comixology, wovon Du kein Freund bist.

Crackajack Jackson 07.01.2021 16:01

Tales to astonish #96 - Hit Comics Nr. 75 / Spinne Tb Nr. 3 (Okt 79)



Titel: Was ich geschaffen habe...

US: What have I created?


Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Herb Trimpe





Die Horde der New Men stürzt in den Kontrollraum des High Evolutionary.
Gekleidet und bewaffnet wie die Ritter aus alter Zeit, mit menschlicher Gestalt und tierischem Kopf.
Die letzte Hoffnung, der Hulk, ist zu Bruce Banner geworden und jetzt steht nichts mehr zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen.
Der High Evolutionary befreit Bruce Banner aus dem Magnetfeld und stürzt sich todesmutig in den aussichtslosen Kampf.
Als Banner von einer Chimären bedrängt wird, verwandelt er sich in den Hulk. Doch zu spät.
Der High Evolutionary ist tödlich verwundet und schleppt sich mit letzter Kraft zu seiner Evolutionsmaschine. Er schaltet sie an und wird zur Endstufe der Evolution des Menschen, ein reines Geisteswesen.
Natürlich bringt er noch seinen Fehler in Ordnung. Er verwandelt die Tiere zurück und bringt den Hulk zur Erde zurück, bevor er selbst im Kosmos aufgeht.

Wieder mal eine sehr schön gezeichnete Geschichte von Marie Severin. Besonders das Bild vom High Evolutionary, der mit Schwert und Keule die New Men angreift gefällt mir sehr gut. Man kann die Wucht des Angriffes hier spüren.
Der High Evolutionary ist wohl sehr gut bei der Leserschaft angekommen, denn schon bald nahm er wieder menschliche Form an und führte sein Werk fort. Unvergessen sein Kampf gegen Galactus im Die Fantastischen Vier Condor Taschenbuch #6.
Die Story bringt den Hulk wieder auf die Erde zurück. Kurz war sein Ausflug zu anderen Planeten. Gefunden hat er seinen Frieden da auch nicht.

Zum Abschluss dieser Geschichte spricht der Hulk ganz normal, sogar philosophisch.

Peter L. Opmann 07.01.2021 16:20

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 675345)
Danach aber nur noch Kindle oder Comixology, wovon Du kein Freund bist.

Stimmt. Schade.

Mal eine Überlegung zur Condor-Veröffentlichung: Ich kann zwar nachvollziehen, daß man da Storys aussuchte, die bei Williams nicht oder nicht mehr erschienen waren. Kann man vielleicht sogar als verdienstvoll ansehen. Aber diese Episode ist doch nur was für Leute, die "Hulk" bei Williams vorher wirklich lückenlos gelesen haben. Ob aber alle mitbekommen haben, daß es hier nach "Hulk" # 33 weitergeht?

Für jeden "normalen" Leser ist diese Story dagegen völlig aus dem Zusammenhang gerissen und sicher kaum verständlich. Da hätte ich doch eher darauf geschaut, ein Heft auszuwählen, das man auch ohne Vorkenntnisse weitgehend verstehen kann.

Crackajack Jackson 07.01.2021 16:25

Wie schon erwähnt. Damals hat man die Geschichte gelesen und sich keine Gedanken um die Zusammenhänge gemacht.

Ich weiß noch, dass ich sie als Kind sehr gut gefunden habe.
Man liest doch hauptsächlich die Action und so ist der Comic auch aufgebaut.

Erst ist da der schwache Banner, der herumgestoßen wird. Dann verwandelt er sich in den unbesiegbaren Hulk und verdrischt die Bösen.

Der Traum eines jeden kleinen Jungen.

Crackajack Jackson 07.01.2021 18:48

Tales to astonish #97 / Hit Comics Thor Nr. 208

Titel: Die Legionen des Lebenden Blitzes

US: The legions of: The Living Lightning


Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Herb Trimpe




Der Hulk stößt bei einem seiner Sprünge mit einem Segelflieger zusammen und er und das Flugzeug stürzen ab.
Er rettet den Piloten aus den Trümmern. Als dieser aufwacht, bietet er dem Hulk an, mit ihm zu den Legionen des lebenden Blitzes zu kommen.
Die beiden springen zu der Höhle, in der sich die Legion aufhält.
Dort versucht der Anführer, den Hulk auf seine Seite zu bekommen, indem er ihm vorgaukelt sein Freund zu sein. Dies gelingt ihm umso mehr, als das Major Talbot, dessen Aufgabe es ist, diese staatsfeindliche Gruppierung zu zerschlagen von ihnen gefangen wird, und den Hulk wieder mal beschimpft ein Spion zu sein.
Dadurch glaubt der Hulk noch mehr an seine neuen Freunde, von denen er nun den Auftrag bekommt, die Militärbasis zu zerstören.

Ein fehlgeleiteter Hulk. Das ist auch eine der häufigeren Handlungsstränge in der Serie. Der Hulk gerät an falsche Freunde, die ihn für ihre Zwecke benutzen.
Dieses Mal sind auch wieder der Cast von der Militärbasis dabei: Rick, Betty, Talbot und General Ross.

Der Hulk spricht in normalen, durchdachten Sätzen.

Marvel Boy 08.01.2021 05:21

Es geht weiter, klasse! :top:

Crackajack Jackson 08.01.2021 05:25

Ja, ist ein bisschen blöd, dass ich keine Cover mehr verwenden darf.

Aber ich denke, ich werde die passenden Originalcover einfach einfügen.

Das wird schon keinem auffallen.

Ich lese wirklich gerne diese alten Geschichten, deren Stoff heutzutage immer noch bearbeitet wird.

Ganz aktuell erscheint in Frankreich (und vielleicht bald bei uns) bei Hachette:

105. Quicksilver √
UK/FR: Decimation: Son of M 1-6, Avengers Origins: Scarlet Witch & Quicksilver
BR/AR: The Siege of Wundagore (Quicksilver 11-13, Heroes for Hire 15-16 and Heroes for Hire & Quicksilver Annual '98)

mit dem High Evolutionary.

underduck 08.01.2021 11:43

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 675478)
... Das wird schon keinem auffallen.

...

Keinem nicht, aber mir! :D

Peter L. Opmann 08.01.2021 11:55

Naja, wenn's keinem nicht auffällt, wäre das wahrscheinlich auch nicht so gut... ;)

Crackajack Jackson 08.01.2021 12:21

So, ich habe jetzt mal an Marvel geschrieben, ob ich deren Cover nehmen kann.

FrankDrake 08.01.2021 12:24

Wurde nach China umgeleitet, die Disneychefs sagen aber ja, kein Problem.

Horatio 08.01.2021 13:36

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 675279)
Der gewaltige Hulk #33

Titel: Auf zu fernen Sternen (Tta 94),Diese Welt erschuf er nicht (Tta 95)

US: ..To the beckoning stars!, A world he never made!

[...]

In diese Geschichte hat Stan Lee viel von Darwins ‚Entstehung der Arten‘ reingepackt.
Der High Evolutionary, der ein Jahr zuvor in ‚The Mighty Thor #133‘ seinen Erstauftritt hatte, ist ein verrückter Wissenschaftler, der sich sein eigenes Volk aus mutierten Tieren erschafft. Diese rebellieren nun gegen ihren Meister.

Vor allem steckt in dieser Geschichte wieder mal Einiges aus einem Werk von H. G. Wells, nämlich The Island of Dr. Moreau.

Der High Evolutionary heißt bei Williams "Herr der Evolution" und in HIT Comics 75 ("Was habe ich geschaffen") der "Superbiologe".
Zuvor in HIT Comics 66 ("Der Halk zwischen den Sternen") nannte er sich "Schöpfer des Grauens".


Ergänzung:
In "Auf zu fernen Sternen" gibt es einen Hinweistext auf die Thor-Begegnung mit dem Herrn der Evolution. Dieser lautet bei Williams "Falls ihr jetzt verwundert mit den Ohren schlackert, befolgt unseren Rat: Lest weiter Thor, denn darin kommt's bald vor! MMT"

Crackajack Jackson 08.01.2021 17:53

TTA #98 - Hit Comics Nr. 83


Titel: The Puppet and the Power!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Herb Trimpe



Der Hulk springt in die Militärbasis und zerdöppert Raketen und Panzer.
Es scheint, als habe die Legion des lebenden Blitzes alle Trümpfe in der Hand.
In einem Gespräch mit dem Anführer der Gruppe erfährt Major Talbot dessen Ziele.
Panik und Chaos in dem freien Amerika. Die Beweggründe der Schurken sind noch ziemlich vage und allgemein gehalten, aber hier in der Hulk Serie geht es meistens um Amerika gegen den Kommunismus.
Der Hulk wird unter Beschuss genommen und mit Gasgranaten schließlich gestoppt, doch während der Hulk die Besatzung des Stützpunktes auf Trab gehalten hat, haben die Anhänger der Legion des lebenden Blitzes die Zentrale eingenommen. Unter ihren Geiseln ist jetzt auch Betty, die zusammen mit dem bewusstlosen Hulk in eine Zelle geworfen wird.
General Ross, soll nun in einer landesweiten Radiosendung seine Kapitulation verkünden.

Eine Geschichte über die Übernahme der Militärbasis, durch eine kriminelle Gruppierung, die den Hulk auf ihre Seite gezogen haben. Als Langzeitleser der ersten Stunde, kann man sich schon denken, dass Betty den Hulk wieder auf den rechten Weg bringen wird.

Seit Peter L.Opmann es erwähnt hat, fällt mir auf, wie einseitig doch Betty Ross hier dargestellt wird. Ihre Aufgabe ist es eigentlich nur entführt zu werden, oder neben ihrem Vater zu stehen und ihren Bruce zu betrauern.

thetifcat 08.01.2021 19:25

Naja geht schlimmer: Lois Lane kam erst 60+ Jahre später über den Status des Entführen und Retten. Meist fangen aus irgendwelchen Höhen runterfliegen. Da war die Wespe schon immer Emanzipierter - gleich im ersten Jahr brachte sie (zusammen mit Rick) Kang im ersten Aufeinandertreffen zum Fall.

Horatio 08.01.2021 19:36

Zitat:

Zitat von thetifcat (Beitrag 675633)
Naja geht schlimmer: Lois Lane kam erst 60+ Jahre später über den Status des Entführen und Retten. Meist fangen aus irgendwelchen Höhen runterfliegen. Da war die Wespe schon immer Emanzipierter - gleich im ersten Jahr brachte sie (zusammen mit Rick) Kang im ersten Aufeinandertreffen zum Fall.

Ja, aber ist Lois nicht von Beginn an alles Andere als ein Heimchen am Herd? Als investigative Reporterin brachte sie sich schon immer ganz aktiv in gefährliche Situationen.


Edit:
Hingegen scheint die anfängliche Haupt-Aufgabe von Marvel-Frauen wie Jane Foster oder Betty Ross gewesen zu sein, ausgerechnet das schwachbrüstige Alter Ego des Superhelden insgeheim anzuschmachten.
Was wollte Stan Lee damit wohl den Lesern suggerieren?


Übrigens: Was wolltest du sagen mit "Meist fangen aus irgendwelchen Höhen runterfliegen"?

Peter L. Opmann 08.01.2021 20:54

Mir fällt dazu ein, daß Lois immer scharf darauf war, von Superman geheiratet zu werden. Das ist aus feministischer Sicht kein Ruhmesblatt.

Aber ich schätze, die Frauen von DC und Marvel nehmen sich gegenseitig nicht viel. Eine emanzipierte Heldin war in der Nachkriegszeit nicht vorgesehen - niemand hätte sich so eine Figur einfallen lassen, keiner hätte das lesen wollen.

Die erste Comic-Frau im Superheldenbereich, die so richtig ihren eigenen Kopf hatte, war nach meiner Einschätzung Mary-Jane Watson. Deshalb hatte Harry eine Menge Probleme mit ihr, und Peter faßte sie anfangs nicht mit der Beißzange an. :D

Horatio 08.01.2021 21:35

Naja, immerhin hatte Superman's Girl Friend Lois Lane von 1958 bis 1974 ihr eigenes Comicheft.

Crackajack Jackson 09.01.2021 06:02

TTA #99 - Hit Comics Nr. 83

http://www.comicguide.de/pics/medium/23872.jpg

Titel: When the monster wakes!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: John Tartaglione


Der Hulk erwacht in der Zelle mit Betty Ross. Natürlich überzeugt sie ihn davon, dass die Legion der lebenden Blitze die Bösen sind. Der Anführer der Gruppe sieht seine Felle davonschwimmen und befiehlt seinen Männern den Hulk mit ihren Strahlern zu beseitigen.

Durch den Beschuss verwandelt sich der Hulk in Banner.

Auch Major Talbot ist nicht untätig. Er befreit sich aus seiner Geiselhaft und erbeutet einen Strahler seiner Feinde. Damit schlägt er sich durch zum Funkgerät und alarmiert das Pentagon. Dann befreit er General Ross, Betty und Bruce.
Die Legion flieht vor dem anrückenden Pentagon, doch sie haben noch einen letzten Trumpf im Ärmel. In ihrem Versteck befinden sich noch einige Raketen, die bereit zum Abschuss sind.
General Ross und seine Leute können nicht mehr rechtzeitig intervenieren, deshalb bringt der General Bruce zu einer nach Bruce alten Plänen gebauten Gammastrahlenmaschine.
Dort gibt General Ross, trotz der Einwände von Major Talbot, Bruce die Genehmigung diese zu benutzen, um zum Hulk zu werden und die Legion aufzuhalten.
Die Maschine funktioniert und der Hulk springt voller Wut zum Versteck der Legion. Dort wirft er alles durcheinander, sodass die Raketen mit dem ganzen Berg explodieren.
Das kann niemand überlebt haben.

Hier arbeitet zum ersten Mal der Hulk mit General Ross zusammen, auch gegen die Einwände Talbots. Das kann ich sogar nachvollziehen. Als General ist ihm der Sieg wichtiger als alles andere. Dafür arbeitet er sogar mit dem Hulk zusammen.
Der eigentliche Held ist jedoch Major Talbot, der sich selbst befreit und für Rettung sorgt.
Etwas was auch in der Geschichte untergeht, bzw. nicht gezeigt wird, ist die komplette Vernichtung der Legion, durch die Explosion der Raketen. Außer dem Hulk sind alle im Versteck befindlichen Menschen tot.

Crackajack Jackson 09.01.2021 11:46

Tales to Astonish #100 - Hit Comics Nr. 91

http://www.comicguide.de/pics/medium/23873.jpg

Titel: Let there be battle!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Dan Adkins

Der Submariner betrachtet über einen großen Bildschirm, die Explosion des Stützpunktes der Legion des lebenden Blitzes.
Er beschließt zu ihm zu schwimmen und ihn zu retten. So kann er einen wertvollen Verbündeten gewinnen. Auf seinem Weg zum Hulk gerät er in einen Konflikt mit Männern des Puppet Masters. Dieser will Namor schon lange an den Kragen und so beschließt er eine Figur des Hulk zu basteln, mit der er den Grünen kontrollieren kann.
Der erste Befehl lautet sich aus den ganzen Steinen und dem Geröll, welches noch auf ihm liegt auszugraben. Er soll nur dem Puppenspieler gehorchen. Jeder andere ist der Feind.
Damit ist auch Rick Jones gemeint, der den Hulk ausgraben wollte. Er stößt den Jungen einfach zur Seite und springt weg.
Bald hat er Namor gefunden und unter dem Einfluss des Puppenspielers greift er ihn sofort an.
An Land hat Namor keine Chance, deshalb hat er Glück, als der Hulk ihn weit hinaus ins Meer wirft.
Rick wird ins Krankenhaus eingeliefert. Dort treffen sich Betty, General Ross und
Major Talbot, der schon nachsinnt, wie er den Hulk töten kann.
Damit ist er nicht alleine, denn auch Namor hat sich im Wasser wieder erholt und will Rache.
Die beiden treffen sich in Miami und kämpfen dort weiter.
Der Hulk springt wieder mal gegen einen Hubschrauber, der abstürzt und dessen Pilot gerade noch so von Namor gerettet werden kann. Der Widerwille des Hulk gegen Namor zu kämpfen wird immer größer.
Als der Kampf sich wieder ins Meer verlagert, gewinnt deshalb Namor die Oberhand. Doch auch er will seinen Gegner nicht töten und spült ihn mit einer riesigen Welle auf eine kleine Insel.
Gerade diese Insel ist es, auf der der Puppenmaster sein Versteck hat. Er wird mitsamt seinen Puppen einfach weggespült. Übrig bleibt Bruce Banner, der bewusstlos am Strand liegt.

Zur 100 sten Ausgabe von "Tales to astonish" wurden für die zwei Serien Helden, die sich das Heft teilten eine gemeinsame Geschichte geschrieben.
Wie das bei Jubiläumsausgaben (und dann noch mit zwei verknüpften Serien) so ist, wird hier die eigentliche Handlung nicht vorangetrieben, sondern es geht hauptsächlich darum einen Kampf zwischen Namor und dem Hulk in der schönen Stadt Miami zu zeigen.

Eine große Schlacht zwischen Namor und dem Hulk, in der mal der eine und mal der andere die Oberhand hat.
Unter dem Einfluss des Puppenspielers zeigt sich der Hulk dem Cast (Rick Jones, Betty, General Ross und Major Talbot) mal wieder von der schlechten Seite.

Marie Severin zeichnet hier sehr große Soundwords, die auch gut schon mal ein Drittel des Bildes einnehmen, trotzdem aber exzellent ins Bild passen.

Crackajack Jackson 09.01.2021 19:50

TTA #101 - Hit Comics Nr. 91 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI


Titel: Where walk the immortals!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Frank Giacoia




Loki möchte Odin ablenken und was wäre dafür besser geeignet, als den Hulk nach Asgard zu senden. Zuerst überwindet er Heimdall auf der Regenbogenbrücke, dann springt er nach Asgard und trifft dort zuerst auf die Warriors three, Hogun, Fandral und Volstagg. Die drei Krieger sind beeindruckt von der Stärke und dem Mut des Hulks, doch eigentlich will er nicht kämpfen. Vielmehr interessiert ihn wo er jetzt ist und wie er hierhin gekommen ist.
Loki kommt dazu und versucht sie vergeblich gegeneinander aufzuhetzen.

Da sein Plan nicht funktionierte, versucht er den Hulk zu töten, indem er ihn mitten im Sprung über eine Schlucht zu Banner werden lässt. Bruce stürzt in die tiefe Schlucht dem sicheren Tod entgegen.

Der Hulk kommt nach Asgard. Eine der Geschichten, die ich schon unzählige Male gelesen habe.
Am besten ist der Hulk immer dann, wenn er in eine neue Gegend kommt, so auch hier.

Man fiebert wirklich mit, wenn der Hulk und Hogun die Kräfte messen. Die Warriors three sind sehr sympathisch dargestellt.

Dies ist die letzte Ausgabe der Serie „Tales to astonish“.

Crackajack Jackson 10.01.2021 09:23

Hulk #102 - Hit Comics Nr. 99 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI

http://www.comicguide.de/pics/medium/23874.jpg

Titel: This world not his own!
Autor: Gary Friedrich
Zeichner: Marie Severin
Tusche: George Tuska, Syd Shores

Der Sturz von Bruce Banner wird von der Zauberin gestoppt. Sie erhofft sich Informationen über Herkules, in den sie verliebt ist.
Zusammen mit dem Scharfrichter will sie mal wieder Asgard erobern.
Die Warriors Three glauben, der Hulk sei tot. Trotzdem setzen sie ihren Weg zum Orakel fort, denn sie wollen mehr über ihren grünen Gefährten erfahren, der so plötzlich auftauchte.
Bei Oldar, dem Orakel erfahren sie die Entstehungsgeschichte des Hulk.
Bruce Banner soll der Zauberin von Herkules berichten. Da er nicht weiß, wer Herkules ist (eigentlich müsste das zumindest der Hulk wissen), soll er getötet werden.
Kurz bevor der Scharfrichter ihn mit seiner Axt töten kann verwandelt er sich in den Hulk.
Die Zauberin sendet ihre Trolle, die eigentlich Asgard erobern sollten, um den Hulk zu töten.
Angesichts der Übermacht flieht der Hulk in eine Höhle. Von da sieht er wie die Trolle die Felsspalten hochklettern, um Asgard zu erobern.
Dieses ist auch sein Weg in die Freiheit und so klettert er ihnen hinterher.
Die Schlacht um Asgard beginnt.
Durch die Zauberin können die Krieger von Asgard ihre Waffen nicht erheben und sich gegen die Armee der Trolle erwehren, doch sie hat nicht mit dem Hulk gerechnet, der nun aus der Felsspalte hervorkommt.
Mit einem mächtigen Schlag lässt er die Erde erbeben und schafft einen großen Riss, der mithilfe von Odin noch größer wird und die feindlichen Armeen verschlingt.
Der Angriff ist abgeschlagen. Mit großen Steinen verschließt der Hulk das Loch. Die Zauberin kann Odin nichts anhaben, doch den Hulk, der für ihren verlorenen Krieg verantwortlich ist, tötet sie mit einem Zauberspruch.
Odin erweckt ihn jedoch wieder zum Leben und sendet ihn zurück zur Erde.

Hier wird wieder der gleiche Kniff angewendet, wie beim silbernen Surfer. Der Hulk erwacht und denkt, Odin wolle ihn angreifen. Das lässt sich Odin natürlich nicht gefallen und nur der Fürsprache der Warriors Three ist es zu verdanken, dass Odin den Hulk nicht für seinen Frevel bestraft.
Eine wirklich sehr gute Geschichte über den Hulk in Asgard. Mit dabei wieder einmal die Zauberin und der Scharfrichter, die hier die Bösewichter sind.
Loki bringt den Hulk eigentlich nur nach Asgard und gibt den Anstoß für die Geschichte, zu deren weiteren Verlauf er nichts mehr beiträgt.

Sehr schön gemacht ist die Szene beim Orakel. Zum einen die Sticheleien der Warriors Three untereinander, zum anderen wird hier für die (Neu)Leser wieder mal die Entstehungsgeschichte des Hulk präsentiert.
Ende der 60er Jahre, in Zeiten ohne Internet sicherlich sinnvoll. Besonders, da es ja eigentlich die erste Ausgabe einer eigenen Serie für den Hulk war.

jakubkurtzberg 10.01.2021 10:15

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 675698)
TTA #99 - Hit Comics Nr. 83

http://www.comicguide.de/pics/medium/23872.jpg

Titel: When the monster wakes!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: John Tartaglione

Interessant finde ich hier u.a., dass nicht das Originalmotiv fürs Cover verwendet wurde, sondern eine komplett nachgezeichnete/abgepauste Version des kurz zuvor erschienenen TTA #95. Eventuell war keine andere Vorlage verfügbar.

Peter L. Opmann 10.01.2021 10:32

Ich schaue mir auch gerade die bsv-Cover an. Der Beiname "Dämon" paßt für den Hulk überhaupt nicht. Man kann darunter ganz allgemein einen bösen Geist verstehen - Hulk ist aber weder Geist noch böse.

Crackajack Jackson 10.01.2021 10:35

Wenn man davon ausgeht, dass der Banner vom bösen Geist (Hulk) verfolgt wird, schon.

Der Hulk lastet ja wie ein Fluch auf Banner.

Peter L. Opmann 10.01.2021 10:39

Na okay.

Auf jeden Fall klingt es für den Kiosk schön reißerisch.

Crackajack Jackson 10.01.2021 10:52

Muss es ja sein.

Ist ja keine Werbung für Shreck, den tollkühnen Helden.


Man muss da immer auch die Zeit mit einbeziehen.

„Untier“ sagt heute auch niemand mehr.

FrankDrake 10.01.2021 11:10

Doch, ich sage das zum Nachbarhund.

Horatio 10.01.2021 11:30

Die Verfilmung "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" von 1941 mit Spencer Tracy hat den deutschen Titel "Arzt und Dämon". Vielleicht hat es ja etwas damit zu tun.

Peter L. Opmann 10.01.2021 13:48

Das kann sein. Ich weiß allerdings nicht, wie gut dieser Filmtitel damals im Bewußtsein der Leute verankert war. Trotz Spencer Tracy, Ingrid Bergman und trotz Victor Fleming gefällt mir außerdem der Jekyll&Hyde-Film von Rouben Mamoulian besser.

Crackajack Jackson 10.01.2021 14:20

Hulk #103 - Hit Comics Nr. 99 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI


https://www.comicguide.de/pics/medium/24708.jpg

Titel: And now....The Space Parasite!
Autor: Gary Friedrich
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Frank Giacoia



Der Hulk erscheint in New York. Die Menschen sind entsetzt und der Hulk springt auf das Dach eines Gebäudes, wo er sich in Bruce Banner verwandelt.
In einer Talkshow werden General Ross, Major Talbot und Rick Jones interviewt. Es geht um den Hulk.
Bruce Banner hat nur noch eine Person, zu der er gehen kann. Er sucht im Telefonbuch die Adresse von Rick Jones, dann verschafft er sich durch die Vermieterin Zutritt mit der Angabe, dass er sein Onkel sei.
In Ricks Wohnung sieht er in einer Fernsehzeitschrift, dass Rick heute in der Talkshow eingeladen ist und er schaltet den Fernseher an.
Dort sagt Rick gerade, dass der Hulk eine Bedrohung ist, die getötet werden muss. Bruce ist am Boden zerstört. Ganz allein auf der Welt ohne Freunde.
Da erscheint auch schon Rick Jones und bedroht Bruce mit einer Waffe.
Bruce Banner, bzw. der Hulk wird schon längere Zeit von dem Space Parasiten beobachtet, der sich von der Energie seiner Gegner nährt.
Von der Energie des Hulkes erhofft er sich für Monate, ja sogar Jahre genug Energie um davon zu leben. Er sendet einen Hypnosestrahl zu Betty, die gerade auch mit Bruce und Rick in der Wohnung ist, die Bruce Banner aufregen soll, sodass er sich in den Hulk verwandelt.
Das scheint zu gelingen und schon bald kämpfen der Parasit und der Hulk gegeneinander, wobei der Parasit den Hulk unterschätzt hat. Obwohl er ihm sehr viel Energie abzieht, kämpft der Hulk unermüdlich weiter, und schafft es ihn vernichtend zu schlagen.
Der Hulk wickelt seinen Gegner in eine Lokomotive ein und versenkt ihn im Hudson River. Mit letzter Kraft kann das Alien daraus befreien, da er nicht elendig ertrinken, sondern im Kampf sterben will. Diesen Gefallen tut der Hulk ihm jedoch nicht. Er kämpft nicht gegen einen wehrlosen Gegner und so teleportiert er sich auf sein Raumschiff, das aber inzwischen von seinem Volk, dessen König er einst war und das ihn nun verfolgt, zerstört wird.
Sterbend liegt er auf einem Raumtrümmer und findet dort endlich seinen Frieden.

Der Space Parasit ist selbst eine sehr tragische Figur. Um seinem friedliebenden Volk gegen Außerirdische Invasoren zu helfen, verwandelt er sich infolge eines Experiments in den eroberungswütigen und kriegerischen Space Parasiten, dem es nicht mehr reicht die Bedrohung für sein Volk abzuwenden, sondern dessen Gier nach Kampf und Krieg ihn immer weitere Gegner besiegen lässt.
Im Vergleich zu den frühen Geschichten, wird hier viel Wert auf die Entstehungsgeschichte und die Beweggründe von Hulks Gegner gelegt.
Man hält hier eine optimierte Version der Geschichte aus Tales to Astonish #78-79 in den Händen, als Professor Zaxon dem Hulk auf der Militärbasis versuchte die Energie abzuzapfen.
Vergleichbar ist auch noch der Absorbing Man Crusher Creel.

In diesem Heft wird Bruce Banner so richtig zugesetzt. Rick Jones distanziert sich von ihm, (wohl weil der Hulk ihn bei ihrem letzten Treffen, unter dem Einfluss des Puppenspielers, krankenhausreif geschlagen hat)Betty wird von dem Alien hypnotisiert und sagt, dass er ein Killer ist.
Dieser Teil der Geschichte wirkt doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Ausgerechnet in Ricks Wohnung blättert er die Fernsehzeitung durch, in der gerade in diesem Moment Rick Jones seine Aussagen gegen den Hulk macht. Zufällig kommt auch Betty vorbei und sagt noch mal das gleiche, dass sie von einem Hypnosestrahl eines Aliens getroffen wird.
Armer Bruce.

Horatio 10.01.2021 17:02

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 675955)
Trotz Spencer Tracy, Ingrid Bergman und trotz Victor Fleming gefällt mir außerdem der Jekyll&Hyde-Film von Rouben Mamoulian besser.

Wie auch immer die bsv-Leute damals auf den Titel gekommen sein mögen – das konnten sie damals beim besten Willen nicht vorausahnen. ;-)

Peter L. Opmann 10.01.2021 18:51

Zitat:

Zitat von Horatio (Beitrag 675996)
Wie auch immer die bsv-Leute damals auf den Titel gekommen sein mögen – das konnten sie damals beim besten Willen nicht vorausahnen. ;-)

Doch, das geht schon. Der Film ist von 1941 (Premiere in Deutschland 1949), beziehungsweise der von Mamoulian von 1931.

Horatio 10.01.2021 19:14

Nichts für ungut, aber mir scheint, du hast mich falsch verstanden. Denn ...

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 675955)
Trotz Spencer Tracy, Ingrid Bergman und trotz Victor Fleming gefällt mir außerdem der Jekyll&Hyde-Film von Rouben Mamoulian besser.

... die bsv-Leute konnten damals bestimmt nicht vorausahnen, dass dir die Verfilmung von 1931 besser gefällt. Das meinte ich. ;-)

Und die 1931er-Verfilmung hatte (laut Internet Movie Database) ihre Deutschlandpremiere 1970 im deutschen Fernsehen unter dem Titel "Dr. Jekyll und Mr. Hyde".


Ergänzung:
Ich wollte, da du die Verwendung des Begriffs "Dämon" ansprachst, nur die Möglichkeit erwähnen, dass das von dem 1941er Film kommt. Die Wahrscheinlichkeit interessiert mich nicht.

Peter L. Opmann 10.01.2021 20:23

@ Horatio: Sorry, war tatsächlich ein Mißverständnis.

Die Bemerkung zum 1931er Jakyll & Hyde hätte ich mir auch sparen können, aber wenn "Arzt und Dämon" den tatsächlich nicht toppen konnte, ist auch denkbar, daß der Titel nicht so bekannt war.

Crackajack Jackson 10.01.2021 20:24

Hulk #104 - Hit Comics Nr. 107 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI

https://www.comicguide.de/pics/medium/23875.jpg


Titel: Der Ring um den Rhino!
US: Ring around the Rhino
Autor: Gary Friedrich
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Frank Giacoia

Nach dem Kampf mit dem Space Parasiten verwandelte sich der Hulk zurück in Bruce Banner und wurde von der Polizei festgenommen. Nun sitzt er in einer Zelle und ist vollgepumpt mit Beruhigungsmitteln.
Rhino kam vor kurzem aus dem Gefängnis und hatte keine guten Zukunftsaussichten.
Deshalb sagte er zu, als seine alten Ganovenfreunde ihm das Angebot machten ihn zu optimieren und ihm einen neuen Dress zu bauen, der seine Kräfte verstärkt.
Rhino ist wieder im Geschäft und er soll Bruce Banner kidnappen. Sein Wissen um Gammastrahlung kann die Organisation gut gebrauchen.
Bruce Banner wird in einem Spezialtransport zum J.F.K. Flugplatz befördert.
Dort greift Rhino an. Er rammt den gepanzerten Wagen, reißt die Tür auf und schnappt sich den in eine Zwangsjacke gefesselten Banner und Betty Ross als Geisel. Über ihnen schwebt schon ein Hubschrauber, der die drei aufnimmt.
Bruce soll mit Chloroform bewusstlos gemacht werden, doch da rammt Rick Jones, der wieder mal zur richtigen Zeit am richtigen Platz ist, mit seinem Auto den startenden Hubschrauber und das Chloroform fällt mitsamt dem Schurken, der es Bruce geben wollte aus dem Helikopter.
Bruce wird durch die Aufregung zum Hulk und bringt den Hubschrauber zum Landen. Trotzdem ist er nicht ganz bei sich, da ihm das Chloroform noch etwas zu schaffen macht. Das nutzt Rhino aus und rammt ihn von hinten in den Rücken.
Der Hulk schüttelt die Wirkung des Chloroforms jedoch schnell ab und schon bald stellt sich heraus, dass er ein etwas zu großer Brocken für Rhino ist. Als der Hulk einen LkW auf ihn schlägt, der mit brennbarer Flüssigkeit gefüllt ist, gibt es eine riesige Explosion und Rhino steht inmitten der Flammen. Der Hulk rettet sein Leben, indem er ihn aus den Flammen zieht und mit ihm in den Jamaica Bay springt. Obwohl er schwer verletzt ist und dem Hulk sein Leben verdankt, will Rhino unbedingt weiterkämpfen.
Mit den letzten Kräften versucht er den Hulk noch mal umzurennen, dann ist er tot.
Der Hulk kehrt zurück zum Flugplatz, wo er Betty an einem sicheren Ort verlassen hatte. Sie ist nun bei ihrem Vater. Er springt in die Menge hinein und entführt sie.

Der Kampf gegen Rhino endet auch hier mit dem Tod des Gegners. Die Schurken sind bei Gary Friedrich immer tragische Gestalten, mit denen man zum Schluss eher Mitleid hat, als das man froh ist, sie besiegt zu sehen. Das kann vielleicht mit der ausführlichen Einführung der Schurken zusammenhängen. Man kann ihre Handlungsweise teilweise verstehen und nachvollziehen.
Auch in den späteren Marvel Historie bleibt Rhino eine tragische Gestalt z. B. als er vor ein paar Jahren auf tragische Weise seine Ehefrau verlor.
Zum zweiten Mal hat der Hulk jetzt Betty entführt. Das erste Mal war jedoch eigentlich keine Entführung, sondern nur die Rettung aus den Fängen von Bumerang. Mal sehen, was die beiden sich zu sagen haben.

Nachtrag von jakub:
Condor verwendete das Covermotiv als Hintergrund für Spinne Taschenbuch Nr. 13.
Hulk taucht im Inhalt allerdings nur in Marvel Team-Up #97 auf und Rhino vermutlich gar nicht...

https://www.comicguide.de/pics/medium/45928.jpg

Peter L. Opmann 11.01.2021 22:15

Hier wie angekündigt meine Betrachtung zu der grafischen Seite der frühen "Hulk"-Ausgaben:

Zu den ersten Ausgaben, die Jack Kirby, dann Steve Ditko und dann wieder Kirby zeichneten, brauche ich nicht viel zu sagen. Sie sind für mich über jede Diskussion erhaben. Ab „Hulk“ # 17 wirken Jack Kirbys Zeichnungen allmählich statischer. Man entdeckt nicht mehr so viele Kirby-Charakteristika. Ich vermute, daß Kirby zwar grob vorgezeichnet hat, aber vieles seinem Inker Mickey Demeo (das ist Mike Esposito) überlassen hat. In „Hulk“ # 18 ist kein Inker genannt. In # 19 kommt Bob Powell ins Spiel; er mußte vermutlich noch mehr zu Kirbys Breakdowns ergänzen. Dann sehen wir wieder Esposito. Für mich sahen diese Hefte schon damals, als ich sie in Superbänden erstmals gesehen habe, nicht nach Kirby aus.

In „Hulk“ # 22 ist die Handschrift von Kirby erstmals wieder deutlicher zu erkennen. Dann kommt die Ausgabe, in der er mit John Romita sr. als Inker zusammenarbeitet. Ein grafisch schönes Heft, in dem viele Besonderheiten von Romita zu entdecken sind, etwa die feinen, idealisierten Gesichter von Rick oder Talbot – selbst Ross wirkt hier wie ein gütiger Opa.

Dann kommt der Bill-Everett-Run mit einer ganz neuen Interpretation des Hulk und markanten, freilich nicht mehr feinen Gesichtern (Kirby macht wieder die Layouts). Diese Phase geht bis „Hulk“ # 28. In dieser Ausgabe übernimmt John Buscema (Kirby als Layouter ist raus). Ein paar Panels mißlingen Buscema, aber mit ihm hält Realismus Einzug in die Zeichnungen. Leider bleibt es bei drei Episoden. Dann kommt Gil Kane, bei dem die Figuren, einschließlich dem Hulk, wieder ganz anders aussehen. Vermutlich inkt Kane selbst. Das Artwork wirkt nicht direkt enttäuschend, aber es wäre wohl besser gewesen, wenn er einen sorgfältigen Inker gehabt hätte.

Kane zeichnet ein paar Episoden mehr als Buscema, aber auch nicht sehr viele. Dann scheint endlich ein Künstler gefunden zu sein, der sich längerfristig dem Hulk widmen kann: Marie Severin. Sie zeichnet ohne Zeitnot, aber ich finde, sie denkt mehr in einzelnen Panels als in Seitenlayouts. So wirken die Seiten unausgewogen. Und ihre Zeichnungen weisen zwar keine anatomischen Mängel auf, aber die Superheldenkörper sind oft nicht gut in Szene gesetzt. Nun sind wie bereits am Ende der Williams-Zeit; zum Schluß taucht noch als Inker Herb Trimpe auf, der dann tatsächlich eine ganze Weile Hulk-Stammzeichner wurde.

Die häufigen Zeichnerwechsel schaden in meinen Augen der Serie. Jack Kirby wäre der Mann der Wahl gewesen, hatte aber erkennbar keine Zeit. Eine Zeitlang ließ man es so aussehen, als wäre er der Künstler. Daß man „Hulk“ dann doch lieber jemand anderem gab, ist nicht schlecht, aber Everett, Buscema, Kane und Severin arbeiten so unterschiedlich, daß man sich als Leser jeweils ziemlich umgewöhnen muß. Obwohl ich die Serie nicht lückenlos kenne, würde ich sagen: Mir gefällt dann erst wieder die Interpretation von Sal Buscema.

Crackajack Jackson 12.01.2021 05:44

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 676268)
In „Hulk“ # 22 ist die Handschrift von Kirby erstmals wieder deutlicher zu erkennen. Dann kommt die Ausgabe, in der er mit John Romita sr. als Inker zusammenarbeitet. Ein grafisch schönes Heft, in dem viele Besonderheiten von Romita zu entdecken sind, etwa die feinen, idealisierten Gesichter von Rick oder Talbot – selbst Ross wirkt hier wie ein gütiger Opa.

Genau das habe ich auch gedacht. Ross sieht hier wirklich aus, wie der Weihnachtsmann, oder ein gütiger Opa.

Marie Severin will ich trotzdem nicht missen. Sie hat uns ein paar tolle Actionpanels beschert und hat eigentlich viel für die Entwicklung des Aussehens der Figur getan.

Peter L. Opmann 12.01.2021 08:05

Ich wollte Marie Severin nicht in Grund und Boden kritisieren. Es war vermutlich allein schon bewundernswert, wie sie sich als eine der ganz wenigen Frauen im Bullpen behauptet hat.

Crackajack Jackson 12.01.2021 18:25

Hulk #105 - Hit Comics Nr. 107 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI

https://www.comicguide.de/pics/medium/115813_b.jpg

US: This Monster unleashed!
Autor: Bill Everett and Roy Thomas
Zeichner: Marie Severin
Tusche: George Tuska


Der Hulk und Betty springen durch die Straßen der Stadt. Eine Pause machen sie im Hotel von Betty, um dort ein paar Sachen zu holen. Betty wird von zwei Crooks angegriffen, doch der Hulk kann die Sache klären, wenigstens so lange, bis er sich in Banner verwandelt. Die Gangster flüchten und Bruce wird von einem der Gangster angeschossen
Im Hafen von New York spielt sich derweil auch eine sehr gravierende Sache ab. Eine Kapsel wird von einem Schiff ausgesetzt. Der Inhalt ist eine Mischung aus Mensch und Neandertaler, die fehlende Verbindung, die durch einen Atomtest hervorgebracht wurde.
Der kommunistische Staat kann das Monster, das radioaktive Strahlung absondert, nicht gebrauchen und verschifft es in die USA. Jetzt geht das Monster durch die Straßen von New York.
Bruce Banner kommt zu sich. Zum Glück ist es nur eine Fleischwunde. Trotzdem muss er zu einem Arzt. Betty hilft ihm ins Auto und da kommt auch schon ein Polizeiauto, deren Polizisten die Schüsse gehört haben. Betty gibt Gas und wird von der Polizei verfolgt.
Durch die Aufregung beschleunigt sich der Puls Banners. Da er Betty nicht gefährden will, springt er aus dem Auto. Banner ist wieder der Hulk. Auf seiner Flucht begegnet er dem zweiten Monster in New York und die Schlacht geht los.
Der Hulk kämpft mit dem radioaktiven Monster, dessen Berührungen den Hulk verbrennen. Durch die Strahlung verwandelt sich der Hulk in Banner zurück und das Monster lässt ihn unbeachtet liegen. Dennoch redet Banner noch wie der Hulk.
In New York wird Mr. Fantastic eingeschaltet, der nach den Plänen von Bruce Banner ein Gerät entwirft, dass den Hulk töten kann. Major Talbot nimmt es an sich.
Banner mit dem Geist des Hulks verwandelt sich wieder in den Hulk und es geht in die zweite Runde. Major Talbot und Rick Jones tauchen auf. Talbot hat die Waffe von Mr. Fantastic mitgebracht und feuert auf den Hulk, der daraufhin zu Banner wird.
Leider befreit sich das radioaktive Monster aus der Häuserwand, die der Hulk auf es hat stürzen lassen und kommt auf die drei zu.


Auch in dieser Geschichte wird der Entstehungsgeschichte des Gegenspielers wieder eine Seite gewidmet. Es ist ein ähnlicher Aufbau, wie in den letzten beiden Geschichten.
Hier geht es um ein radioaktives Monster, dass mit seiner Strahlung den Hulk zu Bruce Banner werden lässt. Außerdem hat Major Talbot eine Waffe von Mr. Fantastic bekommen, die dieselbe Wirkung bei Hulk hat.
Es wird mir doch zu viel Hin und Her verwandelt.
Hulks Gegner, wieder mal geboren aus radioaktiven Strahlungen, ist mir zu platt und einsilbig. Auf seine Herkunft, als Verbindung zwischen Neandertaler und Mensch wird nicht mehr eingegangen. Sie ist eher eine zusätzliche Ausschmückung des Charakters.
Der Feind kommt dieses Mal aus dem kommunistischen China.

Obwohl hier zwei neue Autoren am Werk sind, gefällt mir die Story nicht wirklich. Man vermisst hier das Ziel des Gegners. Das Monster, das von den Chinesen abgeladen wurde, irrt einfach ziellos durch NY.
Die Geschichte ist noch nicht zuende und vielleicht wird der folgende Teil ja besser.

Crackajack Jackson 13.01.2021 05:44

Hulk #106 - Hit Comics Nr. 115 / Hulk Tb Nr. 3 / Hachette Classic XI

https://www.comicguide.de/pics/medium/23876.jpg

US: Above the earth....A Titan rages!
Autor: Archie Goodwin(erste 10 Seiten) and Roy Thomas(zweite 10 Seiten)
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Herb Trimpe


Das radioaktive Monster bedroht Bruce, Rick und den Major.
Hilfe kommt von unerwarteter Seite. Betty Ross überfährt es mit dem Auto und gewinnt dadurch einige Sekunden.
Dann ergreift das Monster Bruce, der sich durch die Berührung wieder in den Hulk verwandelt und der Kampf geht weiter.
Ein sowjetischer Helicarrier erscheint am Himmel, der die beiden Kämpfer an Bord beamt. Auf dem Carrier will man hinter das Geheimnis der zwei Monster kommen. Doch einen Hulk kann man nicht lange einsperren und schon bald sorgt er für Chaos und Verwirrung.
Schließlich will der Hulk den Carrier verlassen, aber erst als er an der Außenseite des Schiffes hängt, wird ihm bewusst, wie hoch er über dem Boden schwebt.
Zu allem Überfluss kommt jetzt noch der Kapitän des Schiffes zu ihm, um ihn zu töten. Dabei fällt er jedoch vom Schiff und nur der Hulk und der Schub, den die Explosion des radioaktiven Monsters im Schiff verursachte, kann ihn geistesgegenwärtig retten.
Der Hulk wirft den Kapitän in ein Rettungsboot, er selbst springt nun, da das Schiff nicht mehr so hoch fliegt, zur Erde, wo er von den Sowjets beschossen wird. Ein Haus wird von den Strahlen des Rettungsbootes getroffen. Der Hulk kann aus den rauchenden Trümmern noch ein kleines Kind retten, aber der nächste Angriff des Rettungsbootes läuft schon an.

Wieder mal ein Cliffhanger, wobei der eigentliche Gegner des Hulks sang und klanglos explodiert ist. Eine Kettenreaktion in seinem Körper dient hier als Erklärung.
Man wusste wohl nicht mehr, was man mit dem Wesen anfangen sollte.
Für mich eine der schwächeren Hulk Geschichten, obwohl sogar Nick Fury einen Kurzeinsatz hat. Nick und General Ross streiten sich um Kompetenzen und es zeigt sich, dass die beiden wohl aus einem Holz geschnitzt sind. Echte amerikanische Soldaten, die auch dem Kommunismus trotzen können, der hier wieder mal für das Böse hinhalten muss.
Vielleicht liegt das daran, dass hier zwei Autoren jeweils 10 Seiten der Geschichte geschrieben haben.

Zum ersten Mal wird hier Betty Ross aktiv. Sie bringt sich selbst in Lebensgefahr, um Bruce zu retten. Obwohl die beiden kaum mal zusammen sind, scheint es sich doch um die ganz große Liebe zu handeln.*

jakubkurtzberg 13.01.2021 07:49

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 675899)
Ich schaue mir auch gerade die bsv-Cover an. Der Beiname "Dämon" paßt für den Hulk überhaupt nicht (...)

Naja, "Untier" ist auch nicht so viel besser... ;)

Peter L. Opmann 13.01.2021 15:40

Im Englischen ist der Name "Hulk" selbsterklärend. Einem Ausländer diese Serie näherzubringen, ist nicht so einfach. Deshalb verstehe ich die HIT-Unterzeile "Mensch Dämon Untier" grundsätzlich. Klassische Monsterfiguren, wie im Kino in den 30er Jahren von Universal popularisiert, weisen zwar gewisse Parallelen auf, aber ein Superheld als Monster oder ein Monster als Superheld - gibt's das sonst überhaupt nochmal? Vielleicht ansatzweise "das Ding".

Williams überschrieb die Serie, ähnlich wie im Original, mit "Der gewaltige Hulk", was wohl eine bessere Lösung war.

Crackajack Jackson 13.01.2021 20:26

Hulk #107 - Hit Comics Nr. 115 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI



US: Ten rings hath...The Mandarin!
Autor: Gary Friedrich
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Syd Shores



Der Hulk wird vom sowjetischen Carrier angegriffen. Er hat einen kleinen Jungen bei sich und es wird ernst. Die Rettung naht hier in Person von Nick Fury, der den Carrier zur Landung zwingt.
Der Hulk schüttelt das gelandete Luftschiff durch und will sich am Kapitän rächen, als dieser von der Vortex des Shield Carriers in deren Schiff gezogen wird.
Dies alles sieht der Mandarin in China durch seine Glaskugel, der schon einen Plan hat mithilfe des Hulks die Welt zu erobern.
Inzwischen kommt der Hulk und sein kleiner Freund in einem Dorf an, wo er etwas zu Essen für den Jungen besorgen will. Zuerst sind die Dorfbewohner gegen den Hulk und bewerfen ihn mit Steinen. Dann vermittelt der Kleine ihnen jedoch, dass der Hulk keine Gefahr darstellt, sondern ihn gerettet hat.
Der Hulk lässt den Jungen bei den Dorfbewohnern und geht alleine aus dem Dorf hinaus. Ein Blitz lässt ihn verschwinden.
Es ist der Mandarin, der ihn zu sich teleportiert hat und den Hulk nun mehreren unfreiwilligen Tests unterzieht, die der Grüne mit seiner unglaublichen Stärke alle besteht.
Deshalb hat er vor, den Hulk zu seinem Verbündeten zu machen. Doch da hat er die Rechnung ohne den Hulk gemacht. Der will nämlich niemandes Partner sein und versucht den Mandarin zu bekämpfen. Den ersten Mandarin, den er greifen will, entpuppt sich als Roboter, der zweite ist nur ein Hologramm und als Falle gedacht, um den Hulk in Treibsand zu locken. Darin versinkt er jetzt und seine Kräfte können ihm hier nicht helfen.

Die Story mit dem sowjetischen Schiff wird hier schnell beendet. Ein neuer Autor, mit anderen Zielen ist hier am Werk, der als erstes die Kräfte des Hulk demonstriert.
Als Kind haben mir diese Szenen am besten gefallen. Auch heute noch lesen sie sich gut. Besonders das Panel, als der Hulk von einem tonnenschweren Stahlblock mit Spitzen erschlagen zu werden droht, hat sich mir eingeprägt.

Der Höhepunkt beim heutigen Lesen war jedoch das Treffen mit den Dorfbewohnern. Erst feindlich gesinnt, sind sie später beschämt, als sie herausstellt, das der Hulk ihnen nichts Böses will.











Crackajack Jackson 14.01.2021 16:52

Hulk #108 - Hit Comics Nr. 125 / Hulk Tb Nr. 2 / Hachette Classic XI


http://www.comicguide.de/pics/medium/23877.jpg

US: Monster Triumphant
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: John Severin


Der Hulk versinkt im Treibsand. Da dieser künstlich angelegt wurde, kann er die Seitenwände des Beckens zerstören und sich befreien.
Doch der Mandarin lässt eine Glocke auf ihn herunterfallen und füllt sie mit Gas, seiner Achillesverse. Durch das Nervengas, wird der Hulk bewusstlos und der Mandarin kann ihm einen Chip am Nacken anbringen, mit dem er den Hulk kontrollieren kann.
Mit dem Hulk will er die Welt terrorisieren. Jedes Land soll denken, der Hulk würde für ein anderes Land kämpfen und so einen weltweiten Krieg beginnen.
Nachdem der Hulk erwacht, schickt er diesen aus, um einigen Eisenbahnschienen zu zerstören.
Nick Fury und der Kapitän des sowjetischen Carriers sitzen gemütlich zusammen in dessen Hauptquartier. Sie kennen sich von früher aus alten Kriegstagen, als sie zusammen gegen die Nazis kämpften. Aus dem Funkgerät kommt eine Meldung, dass der Hulk sein Unwesen mitten in China treibt.
Um einen Weltkrieg zu verhindern, müssen Nick Fury und Oberst Yuri Brevlov sich verbünden und versuchen, den Hulk aufzuhalten. Doch wo sollen sie anfangen?
Zum Glück kommt da gerade eine Meldung von Tony Strark, aka Iron Man, aka Erzfeind des Mandarins herein, die Nick mitteilt, dass er hinter allem steckt.
Die beiden fliegen zu seiner Festung und gemeinsam schaffen sie es, dem Mandarin das Kontrollgerät für den Hulk zu entreißen.
Doch der Mandarin wehrt sich immer noch mit seinen Ringen und es ist nur dem Hulk zu verdanken, der plötzlich auftaucht, dass die Sache gut ausgeht und die ganze Festung von ihm in Schutt und Asche gelegt wird.
Zum Schluss geht unser Held, wie einst Lucky Luke, in den Sonnenuntergang hinein. Weiter auf der Suche nach seinem inneren Frieden.

Diese Geschichte ist nur vordergründig eine Hulk Geschichte. Die Haupthandlung geht hier von Nick Fury und Oberst Yuri Brevlov aus, die den Mandarin stoppen und seine Kontrolle über den Hulk beenden.

Hier sucht Gary das Kryptonit für den Hulk. Zum Glück kommt es nicht dazu, dass Gas wirklich zu dem einzigen Ding wird, welches Hulk schaden kann.
Oberst Yuri Brevlov, der schon im letzten Heft sympathisch rüberkam, wird hier als Partner von Nick Fury etabliert.
Ein wirklich tolles Panel, als der Hulk von einem Panzer beschossen wird und die Kanonenkugel von seiner Schulter abprallt.
Wirklich viele auch panelübergreifende Zeichnungen, die zu gefallen wissen.

Peter L. Opmann 14.01.2021 18:52

Hab' mir das jetzt auch mal im Hachette-Band angeschaut. John Severin holt aus dem Zeichnungen von Herb Trimpe einiges heraus - sonst wirkt sein Stil in seiner Anfangszeit etwas hölzern auf mich. Von Severin kenne ich ansonsten eigentlich fast nur Kriegscomics.

Crackajack Jackson 14.01.2021 19:06

War John der ältere Bruder von Marie Severin?

Peter L. Opmann 14.01.2021 21:38

So ist es.

Crackajack Jackson 15.01.2021 20:35

Hulk Special #1 - Hulk Album Nr. 1 (gekürzt) / Hachette Classic XI

https://www.comicguide.de/pics/medium/24696.jpg

US: A refuge divided
Autor: Gary Friedrich
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Syd Shores, Frank Giacoia, John Verporten


Der Hulk bewegt sich ziellos durch Europa und stößt in den Alpen auf Lockjaw, der den Eingang zur großen Zuflucht der Nichtmenschen bewacht.
Die beiden kämpfen und Lockjaw teleportiert den Hulk zu einer Gruppe abtrünniger Nichtmenschen, die von Black Bolt ins Exil verbannt wurden.

Mit der Hilfe des verrückten, aber machtgierigen Maximus, gelangen sie wieder zur geheimen Zuflucht der Nichtmenschen. Als Gegenleistung für die Befreiung, sollen sie Maximus helfen seinen Bruder Black Bolt vom Thron zu stoßen.
Durch eine List versichert sich Maximus, der Hilfe des Hulks.
Dieser durchschaut jedoch irgendwann die bösen Absichten von Maximus und wendet sich von ihm ab.

Nach einem Kampf mit Black Bolt vertraut er ihm. Als Black Bolt dem Hulk anbietet in der großen Zuflucht zu bleiben, lehnt er jedoch ab, weil er spürt, dass die anderen Nichtmenschen ihn fürchten.


Der Hulk trifft auf die Nichtmenschen, allen voran Black Bolt.
Durch sein Schweigen erhält Black Bolt etwas Majestätisches und Einzigartiges unter den Marvel Helden. Schweigen diente ja immer schon als Zeichen, dass die anderen es nicht wert sind, sich mit ihnen zu unterhalten. 
In späteren Ausgaben übernimmt die Aufgabe des Dolmetschers Medusa. Hier geschieht es durch seinen blinden Stellvertreter.

Die abtrünnigen Nichtmenschen sind eine gut gemischte Truppe.
Das Pflanzenwesen erinnert mich an den Floronic Man von DC,
der Schatten, an den Shadow Thief (auch DC) und der Löwe mit seinen Krallen an Wolverine, den es damals noch nicht gab.

Der Hulk kämpft hier gegen jeden. Immer will er beweisen, dass er der stärkste ist und das ihn nichts und niemand aufhalten kann.

Wieder mal stiehlt hier Black Bolt allen die Show, als er seinen Mund aufmacht.

Zum Ende der Geschichte bekommt der Hulk nun immer ein Angebot auf ein Happy End, das jedoch aus irgendeinem Grund nicht funktioniert

Crackajack Jackson 16.01.2021 05:56

Hulk #109 - Hit Comics Nr. 125 / Hulk Tb Nr. 3



US: The Monster and the Man-Beast!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Frank Giacoia, Herb Trimpe
Tusche: John Severin

Nachdem er die Festung des Mandarin zerlegt hat, wandert der Hulk ziellos durch China. Auf seinem Weg durch das Land schlägt er sich mit der chinesischen Armee herum, die ihn angreift, wann immer sie ihm gewahr wird.
In einer Raketenbasis wird gerade eine Rakete gestartet. Der Hulk springt als blinder Passagier an die Rakete, deren Kurs durch den Aufprall geändert wird. Wenige Minuten später landet sie ungeplant in der Antarktis. Der Hulk fällt in ein Loch und befindet sich plötzlich mitten im Wilden Land.
Im Dschungel verwandelt sich der Hulk in Bruce Banner zurück und wird von den Sumpfmännern festgenommen. Ka-Zar, der Herrscher des Wilden Reichs und sein treuer Säbelzahntiger Zabu sehen das und greifen ein. Er befreit Bruce Banner und gemeinsam mit ihm gehen sie dem Geheimnis um eine Maschine, die radioaktiv glüht auf den Grund. Bruce Banner erkennt die Funktionsweise der Maschine sofort. Sie verändert die Rotationsgeschwindigkeit der Erde und sorgt dafür, dass sich zuerst das Wetter ändert und später dann die ganze Welt zerstört wird. Doch Bruce Banner glaubt das verhindern zu können.
Kaum hat er das gesagt, werden die beiden von den Sumpfmännern angegriffen.
Durch die Aufregung wird Bruce zum Hulk, dem die Maschine egal ist.

Der Hulk macht im Moment eine Tournee und ist überall mal zu Gast. Eben noch bei den Nichtmenschen in der großen Zuflucht, ist er jetzt in einem anderen Bereich des Marvel Universums, dem wilden Land.
Der Reiz dieser Geschichten bezieht sich aus dem Zusammentreffen und der Interaktion zweier Helden und deren Universum.
Natürlich sind dafür unglaubliche Zufälle nötig, über die man als Leser gerne hinwegsieht. (Der Hulk landet genau an der Stelle in der Antarktis, wo sich das wilde Land befindet).
Hier ist mir aufgefallen, dass die Figuren in den Marvel Comics immer die Besten sein wollen, indem was sie tun.
Auch Ka-Zar sagt hier, dass er der Beste im Dschungel ist.
Die Weltuntergangsmaschine, die neu und glänzend in einer alten verlassenen Höhle steht verbreitet für mich einen nostalgischen Charme. Modernste Technik, deren Funktionen auch heute noch niemand erklären kann, natürlich kabellos.

In der Ausgabe natürlich auch zwei schöne Weltuntergangspanels und wie beim High Evolutionary, die einzelnen Verwandlungsschritte des Hulks.

Crackajack Jackson 16.01.2021 13:29

Incredible Hulk #110 - Hit Comics Nr. 143 / Hulk Tb Nr. 3

http://comicguide.de/pics/medium/23878.jpg

US: Umbu, The Unliving!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: John Severin


Ka-Zar (und auch Zabu, im Rahmen seiner Möglichkeiten) versuchen den Hulk davon zu überzeugen, sich in Banner zurückzuverwandeln um die Weltuntergangsmaschine, die schon überall auf der Welt Chaos verursacht, indem sie die Rotationsgeschwindigkeit der Erde ändert, zu stoppen.
Im Dschungel scharen sich die Schlammmänner um Umbu. Eine große Steinfigur, die von Aliens als Wächter für die Weltuntergangsmaschine dagelassen wurde, die sie mitbrachten.
Der Hulk will Ka-Zar nicht zuhören und wirft ihn und Zabu jedoch einfach weit in den Dschungel hinein, wo sie von den Schlammleuten gefunden werden, die mit Umbu unterwegs zur Maschine sind. Umbu schickt die Leute mit Ka-Zar zurück ins Lager und geht alleine weiter.
Dort trifft er auf den Hulk und die beiden bekämpfen sich, bis Umbu Gas einsetzt (das einzige Mittel, wogegen der Hulk machtlos ist). Durch das Gas verwandelt er sich in Banner.
Banner wird von Umbu gar nicht beachtet. Der Roboter geht wieder zur Maschine, um sie zu beschützen.
Im Lager der Sumpfmänner soll Ka-Zar getötet werden, doch er kann sich selbst befreien.
Bruce Banner schafft es die Schaltkreise der Weltuntergangsmaschine umzuprogrammieren, bevor Umbu ihn davon abhalten kann. Mit der Umstellung fällt auch Umbu in sich zusammen, der wohl irgendwie mit der Maschine gekoppelt war.
Aber auch Bruce kommt nicht unbeschadet davon. Er war wohl zulange in dem radioaktiven Dunstkreis der Maschine und wird bewusstlos.
Als Ka-Zar ihn findet, schlägt sein Puls nicht mehr. Bruce Banner scheint tot zu sein.

Eine doch recht spannende Urwaldgeschichte. Die Geschichten werden hier immer länger. Meistens werden sie in zwei Ausgaben erzählt.
Ich bin gespannt, ob man noch mehr über die Außerirdischen erfahren wird, die die Erde mit ihrer Maschine zerstören wollten.
Natürlich durfte hier auch ein kurzer Kampf zwischen dem Hulk und Ka-Zar nicht fehlen. Der wurde zum Glück nur in ein bis zwei Panels abgehandelt. Ka-Zar war dann doch kein ernstzunehmender Gegner für den Hulk.

Crackajack Jackson 16.01.2021 14:40

Incredible Hulk #111 - Spinne Tb Nr. 4

US: Shanghaied in Space
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Dan Adkins




Der Galaxy Master ist verantwortlich für die Weltuntergangsmaschine. Seine Schergen erhalten in ihrem Raumschiff die Information, dass die Maschine und Umbu, der Riesenroboter zerstört wurden. Nun wollen sie den Schuldigen zum Galaxy Master bringen.
Dazu kidnappen sie den (vermeintlich) toten Körper von Bruce Banner, den Ka-Zar einen Moment auf dem Waldboden liegengelassen hat.
Zu Banners Glück können die Aliens mit ihrer fortgeschrittenen Technologie ihn wieder zum Leben erwecken. Dann leuchten die Aliens Bruce Banner ins Gehirn, um zu erfahren, wie Bruce sowohl die Maschine deaktivieren konnte, als auch Umbu besiegen konnte.
Nun da sie es erfahren haben, wollen sie ihn töten, aber Bruce Banner verwandelt sich in den Hulk und springt auf die Außenseite des Raumschiffes. Die Aliens greifen ihn dort mit Raumsphären an, die er aber alle zerstören kann.
Dabei beschädigt er das Mutterschiff, auf dem er steht so, dass es auf dem Heimatplaneten der Aliens notlanden muss. Doch dort herrscht der mächtige Galaxy Master, der dem Hulk den Garaus machen will.

In dem Heft sind viele schöne One-Pager, die sehr detailreich und toll geinkt sind. Die Zeichnungen sind das beste, was ich in der bisherigen Serie gesehen hab.
Hier wird gezeigt, dass der Hulk auch im Weltall überleben kann, zumindest eine gewisse Zeit.

Crackajack Jackson 16.01.2021 16:24

Incredible Hulk #112 - Spinne Tb Nr. 4

https://share-your-photo.com/img/e5cb387d03_album.png


US: The Brute battles on
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Dan Adkins



Der Hulk kämpft gegen den Galaxy Master, einem eigentlich körperlosen Wesen, das jede Form annehmen kann. Er ist in einem weit entfernten Universum geboren worden und hat viele Planeten vernichtet. Diesen Planeten hat er jedoch versklavt.
Die Prinzessin des Planeten macht sich jetzt auf, um dem Hulk zu helfen, der das erste Mal so etwas wie Hoffnung ins Leben der Bewohner bringt.
Und doch wendet sich der Kampf zugunsten des Galaxy Masters. Er erzeugt einen tödlichen Nebel.
Da greifen die Rebellen an, leider auch ohne eine echte Chance. Der Galaxy Master vernichtet die Schiffe und nimmt die Prinzessin als Geisel gefangen. Er nimmt sie in einem Vortexstrahl in sich auf. In diesen Strahl springt auch der benommene Hulk, der nun im Inneren seines Feindes ist. Hier zerstört er sein Herz/Zentraleinheit und der Galaxy Master ist nicht mehr.
Das Volk und die Prinzessin sind dankbar und jubeln dem Hulk zu, doch der will nicht auf diesem verrückten Planeten bleiben.
So wird ein Schiff fertiggemacht, dass ihn zur Erde zurückbringen soll. Die Prinzessin mahnt den Hulk zur Geduld, denn es dauert einen halben Tag den Kabinendruck einzustellen.
Der Hulk will aber nicht mehr warten, er kann den Druck schon aushalten.
Als das Schiff im Weltraum ist verwandelt sich der Hulk jedoch zurück und Bruce droht der Erstickungstod.

Wieder mal endet die Geschichte damit, dass Bruce Banner wahrscheinlich sterben muss.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht zum einen die Charaktereigenschaft des Hulks, niemals aufzugeben. Zum anderen, die Geschichte der Rebellion eines unterdrückten Volkes.

Der Kampf gegen den Galaxy Master wird in sehr schönen Bildern gezeigt, wobei die ursprüngliche Form des Galaxy Masters an die Bösewichter aus einem Doctor Strange Comic erinnern. Eigentlich ist es nur ein Mund mit spitzen Zähnen, der von einem Energiering umgeben ist.
Die Geschichte wäre noch persönlicher gewesen, wenn man der Prinzessin einen Namen gegeben hätte. So bleibt doch alles ziemlich oberflächlich und überhastet erzählt.

Crackajack Jackson 16.01.2021 20:22

Hulk #113 - Hit Comics Nr. 143 / Spinne Tb Nr. 5

US: Where fall the shifting sands?
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Dan Adkins


Bruce Banner kann im letzten Moment einen Hebel am Schiff ziehen, der das Deck mit Gammastrahlen durchflutet, so dass er sich wieder in den Hulk verwandelt und nicht als Banner erstickt.

Auf der Erde liest der Sandman in der Zeitung über eine Rakete, die ihn in die Negativzone bringen könnte, um seinen Partner Blastaar zurückzuholen (Fantastic Four #62).

Kaum ist der Hulk mit dem Schiff der Aliens (das er nach der Landung zerstört) auf der Erde gelandet, trifft er auch schon auf den Sandman.

Dieser überzeugt ihn davon die Militärbasis anzugreifen. Das sorgt für die Ablenkung, die Sandman braucht um die Rakete zu stehlen.

Doch Betty Ross fährt gerade über die Militärbasis, als Sandman mit der gestohlenen Rakete im Schlepptau zu entfliehen versucht.

Der Hulk sieht die beiden Fahrzeuge aufeinander zurasen und schafft es Betty im letzten Moment zu retten. Da Sandman den Tod von Betty billigend in Kauf genommen hätte, ist es vorbei mit der Freundschaft zum Hulk.

Mit einem riesigen Fahrzeugteil fächert er den Sandman in alle Winde.
General Ross hat mitbekommen, dass der Hulk seine Tochter gerettet hat.
Dieser ist aber schon wieder weggesprungen.

In dieser Geschichte kommen mal wieder General Ross und seine Tochter vor.
Betty ist immer noch ganz verliebt in Bruce und hier wird sie sogar vom Hulk gerettet.

Es besteht hier eine lockere Verbindung zu FF #62, der Geschichte, in der Blastaar aus der Negativzone auf die Erde kam und sich mit dem Sandman gegen die fantastischen Vier verbündete

Crackajack Jackson 17.01.2021 09:25

Incredible Hulk #114 - Hit Comics Hulk Nr. 211 / Spinne Tb Nr. 5

http://comicguide.de/pics/medium/24060.jpg

US: At last I will have my revenge!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Dan Adkins


Der Mandarin hat sich Hulks Kampf mit dem Sandman angesehen.
Mit ihm will er eine Allianz gegen den Hulk schmieden.
Indes versucht der Hulk nachzudenken, über den Mandarin, über Sandman und schließlich über Betty, bei der er verwundert ist, dass sie ihn nicht hasst.
Dabei verwandelt er sich in Bruce Banner, der nun Betty aufsuchen will, um zu sehen, ob es ihr gut geht.
Beim ersten Treffen der beiden Schurken (der Mandarin hat mit seinem Computer den Aufenthaltsort des Sandmans lokalisiert) wird gleich klargestellt, wer hier das Sagen hat.
Der Mandarin immobilisiert den Sandman mit einem seiner Ringe und lässt ihm die Wahl: Tod oder Zusammenarbeit.
General Ross gibt seiner Tochter erst mal Hausarrest, solange der Hulk auf freiem Fuß ist. Als er das Zimmer verlässt, kommt Bruce Banner hereingeschlichen. Kaum einen Moment haben die beiden für sich, als auch schon der General wieder hereinkommt, weil ein Soldat jemand am Fenster von Betty gesehen hat.
Banners Ziel war es in einem Labor einen Weg zu finden vom Hulk loszukommen, doch das ist nun vorbei. Als die Soldaten ihn umstellen, rast sein Puls und er verwandelt sich in den unglaublichen Hulk. Er läuft hinaus und die Soldaten und Betty folgen ihm.
Da schlägt eine Gasrakete in unmittelbarer Nähe der Gruppe ein.
Sandman und der Mandarin greifen an. Sie kidnappen den Hulk und Betty und schaffen die beiden in ihr Versteck. Doch halten können sie den Hulk nicht. Er durchbricht die energetischen Fesseln, in die sie ihn gelegt haben und der Kampf beginnt. Als der Mandarin sieht, dass der Kampf nicht zu gewinnen ist, wirft er seinen eigenen Partner, Sandman in einen riesigen Bottich mit einer heißen Flüssigkeit, die den Sandman in Glas verwandelt.
Dann verschwindet der Mandarin.
Der Hulk könnte Sandman jetzt mit einem Schlag töten, doch Betty bringt ihn davon ab, sodass er einfach beschließt zu gehen. Als er zum Ausgang trottet, trifft ihn ein Strahl von Major Talbot und seinen Soldaten. Dem Hulk schwinden die Sinne, aber er hört noch wie Talbot Betty dafür dankt den Hulk solange aufgehalten zu haben, dass sie ihn erledigen konnten.
Es sieht jetzt für den Hulk so aus, als habe Betty ihn verraten.

Ein großes Missverständnis beendet die Geschichte. Dabei waren Betty und der Hulk sich nach dieser Entführung so nahe gekommen wie noch nie.

Diese fünf oder sechs Panels, eine eigentlich normale Verwandlung vom Hulk zu Banner, sind sehr tiefgründig. Vielleicht sehe ich da auch zu viel, aber der Hulk denkt hier über Betty nach und kommt einfach nicht weiter. Wie viele Jugendliche habe einen Schwarm und ihre Gedanken rotieren dauernd im Kreis, ohne zu einer Lösung zu kommen.

Ansonsten ist in dieser Geschichte ein typisches Phänomen der Superheldencomics zu sehen.
Schneller, weiter, höher. Es muss immer noch ein Ticken gefährlicher werden.
Erst kämpft der Hulk gegen Mandarin, dann gegen Sandman und schließlich gegen beide zusammen. Dadurch werden die Schurken verwässert. Sie sind nie mehr so gefährlich und furchterregend, wie beim ersten Mal.

Crackajack Jackson 17.01.2021 17:47

Incredible Hulk #115- Hulk Tb Nr. 3


US: Lo, the leader lives
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Dan Adkins



Der Hulk liegt gefangen in der Militärbasis. Da kommt der für tot erklärte Spiritus Rector vorbei und bietet seine Hilfe an, den Hulk endgültig loszuwerden.
Ein Roboter des Leaders hatte diesen nach seiner Herzattacke wiederbelebt.
Während der Leader noch alles vorbereitet, kommt der Hulk zu sich und versucht zu entkommen. Mit dem Neutralisationsstrahler, der ihm schon im Versteck des Mandarins zum Verhängnis wurde, wird er auch dieses Mal aus der Luft geschossen.
Betty kommt dazu gelaufen und beteuert: Er ist kein Monster.
Doch alles klagen nutzt nichts. Die Soldaten laden den Hulk auf einen LKW-Auflieger und transportieren ihn in das unzerstörbare Plastikgefängnis des Spiritus Rectors.

Hier wird ein alter Feind des Hulks wiederbelebt. Der Spiritus Rector, der in Williams Heft #20 das zeitliche segnete, war wohl ein zu guter Gegenspieler des Hulks, um ihn tot zu lassen.
In dieser Ausgabe geht es um Pest oder Cholera. General Ross muss sich entscheiden. Arbeitet er mit dem Schurken Spiritus Rector zusammen um den Hulk loszuwerden, oder lässt er den Hulk weiter sein Unwesen treiben.
Für seine Tochter ist die Antwort ganz klar, wobei ich mich immer noch frage, was sie sonst noch macht, außer neben ihrem Vater zu stehen. Für Betty gibt es zu dieser Zeit noch keinen Background. Das wird später in den Condor Taschenbüchern mal aufgegriffen, als Marlo und Betty zusammenziehen. Da fragt Marlo sie, ob sie ihr ganzes Leben nach Bruce ausrichten will und Betty antwortet "Ich habe kein Leben außerhalb von Bruce“.
Ein wirklich tolles Cover, das ich aber aus Gründen des Verfassungsschutzes hier nicht zeigen kann.
Herb Trimpe hat sich zu einem sehr guten Hulk Zeichner gemausert.

Peter L. Opmann 17.01.2021 20:04

Also ich habe "Incredible Hulk" # 138 im Original (Zeichnungen: Trimpe, Tusche: Sam Grainger), und da sind die Zeichnungen recht mäßig. Abgesehen vom Splashpanel, auf dem ein riesiger Hulk-Schädel aus dem Wasser auftaucht. Trimpe versucht ziemlich, Jack Kirby zu imitieren, kommt aber an Dramatik und Eindringlichkeit bei weitem nicht an ihn heran. Ich habe ihn dann mit Arbeiten der späten 80er und 90er Jahre wiedergesehen, und da zeigt er endlich einen weitgehend eigenen Stil, der auch einigermaßen überzeugt.

Crackajack Jackson 17.01.2021 20:18

Nach den vielen kleinen Panels war ich froh, mal wieder einige größere zu sehen.

Crackajack Jackson 17.01.2021 20:23

Incredible Hulk #116 Hulk Tb Nr. 3


US: The eve of....Annihilation
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Dan Adkins



Der Spiritus Rector plaziert seinen Super Humanoiden vor dem Gefängnis des Hulk, um es zu bewachen. Dann ergeht er sich in Welteroberungsplänen, die leider von Betty Ross mitgehört werden.
Betty benachrichtigt Major Talbot von dem, was sie gehört hat. Die beiden gehen zu General Ross, der ihnen nicht glaubt, sondern es für eine von Bettys Hirngespinsten hält, um ihren Bruce wiederzubekommen.
Major Talbot glaubt Betty und handelt auf eigene Faust. Er befiehlt den Truppen den Spiritus Rector festzunehmen. Dieser aktiviert jedoch den Super Humanoiden, der einen Teil der Männer bewusstlos schlägt. Die anderen erledigt der Spiritus Rector mit seinem mentalen Kraftfeld. Dann erledigt er General Ross, der plötzlich in die Halle kommt und zu spät erkennt, dass seine Tochter recht hatte. Betty wird als Geisel genommen.
Mit seinen Geisteskräften lässt er alle Soldaten auf der Basis bewusstlos werden.
Um Betty kümmert sich der Spiritus Rector erst mal nicht. So kann sie zum Gefängnis des Hulk fliegen. Dort steht immer noch die Kanone des Spiritus Rector, mit der er den Eingang versiegelt hat. Damit befreit sie nun den Hulk. Doch seine Freiheit ist nur von kurzer Dauer. Der Spiritus Rector kommt mit Ross und Talbot, die unter seiner Kontrolle stehen, um die Ecke und schließt den Hulk mit einer Kanone wieder in undurchdringliches Plastik ein.
Dann geht er, um die Raketen zu starten.
Seit Stan Lee wieder das Ruder übernommen hat, fühlt man sich an die Anfangszeit des Hulk zurückversetzt.
Der Spiritus Rector strebt mit seinen Humanoiden die Weltherrschaft an.
Betty spielt hier mal eine aktivere Rolle.
Leider wird sie von ihrem Vater nicht für voll genommen.
Major Talbot glaubt ihr jedoch und setzt für sie sogar seine Karriere aufs Spiel, als er den Truppen befiehlt den Spiritus Rector festzunehmen.

Seit dieser Ausgabe hat der Spiritus Rector mentale/telekinetische Geisteskräfte.

Crackajack Jackson 18.01.2021 06:05

Incredible Hulk #117 Hulk Tb Nr. 3


US: The eve of....Annihilation
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe





Der Hulk befreit sich, diesmal selbst, aus seinem Plastiküberzug. Dann steht er dem Leader und seinem Super Humanoiden gegenüber.
Damit beim Kampf nichts kaputtgeht und der Leader in Ruhe den 3. Weltkrieg vorbereiten kann, teleportiert er den Hulk und seinen Humanoiden weit weg, auf eine Vulkaninsel.
Dort macht der Hulk kurzen Prozess mit dem Humanoiden und wirft ihn geschickt in den weit entfernten Vulkan. Mit einem gewaltigen Schlag auf den Boden, der die ganze Insel zum Beben bringt, lässt er den Vulkan mit dem Humanoiden drin ausbrechen.
Doch der Hulk ist schon wieder auf dem Weg zum Leader. Aber es ist zu spät. Die erste Atomrakete ist schon gestartet.
Betty läuft zum Hulk als dieser ankommt und erklärt ihm die Situation. Dann wirkt sie beruhigend auf ihn ein, sodass er sich in Bruce Banner zurückverwandelt.
Zum Glück hat dieser an einer Jägerrakete gearbeitet, die nur noch final getestet werden muss. Bruce programmiert in Sekundenschnelle die Rakete und startet diese.
Es funktioniert. Die Jägerrakete fängt die Atomrakete ab.
Nun will er sich um den Leader kümmern. Doch dieser hat bereits eine zweite Atomrakete gestartet. Auf diese kann der Hulk jedoch noch selbst springen und sie vom Kurs abbringen und in die Stratosphäre zu leiten.
Er schafft es sogar noch, kurz vor der Explosion abzuspringen.
Der Leader pack in der Basis seine Sachen zusammen. Zeit für eine weitere Rakete abzuschicken hat er nicht, denn die Soldaten kommen langsam wieder zu Bewusstsein.
Im Atlantik treibt ein bewusstloser Bruce Banner.

Eine sehr konstruierte Geschichte mit viel Action. Der Leader ist weiter auf freiem Fuß und eigentlich ist alles wieder beim alten.
In der ganzen Story handeln nur vier Personen. Der Leader und sein Super Humanoid, der Hulk aka Bruce Banner und Betty Ross.

Der Hulk und Betty arbeiten wieder mal als Team zusammen.

Nichts gegen Stan Lee, aber ehrlich gesagt sehne ich mich schon nach dem Zeitpunkt, an dem Roy Thomas die Serie übernimmt.

Eine eher durchschnittliche Arbeit von Herb Trimpe, der hier auch geinkt hat.

Crackajack Jackson 18.01.2021 16:34

Incredible Hulk #118


US: A clash of Titans
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe




Lady Dorma bringt den im Meer treibenden Bruce Banner nach Atlantis (er erhält von ihr eine Tablette, mit der er 24 Stunden unter Wasser leben kann).
Mistress Fara, die Lady Dorma eins auswischen will und außerdem einen Platz im Herzen von Namor sucht, erzählt ihm, dass Lady Dorma heimlich einen Oberflächenbewohner beherbergt.
Natürlich sucht Namor sofort Lady Dorma auf und will den Mann sehen. Gerade da verwandelt sich Banner in den Hulk, der aus dem Krankenzimmer herausgestürmt kommt.
Der Kampf beginnt. Durch den ersten Angriff des Hulks wird Lady Dorma bewusstlos.
Eine gute Gelegenheit für die böse Lady Fara, ihre Konkurrentin auszuschalten. Doch bevor sie sie töten kann, fällt eine Mauer auf sie, die Namor bei seinem Sturz mit sich reißt. Lady Fara wird unter den Steinen begraben, rettet aber damit Lady Dorma, der ihr Körper Schutz gab.
Der Hulk, nur noch den Kampf im Kopf, stemmt sich an einem Felsen ab und schießt wie ein Torpedo auf Namor zu. Der Zusammenprall der beiden lässt noch die Schiffe in einigen Kilometern Entfernung kentern.
Namor prallt zurück und der Hulk auf eine mit Dschungel bewachsene Insel geschleudert. Als Namor nach ihm sehen will, entdeckt er nur den bewusstlosen Banner und geht ins Meer zurück.

Eine Neuauflage des Kampfes zwischen Namor und dem Hulk aus Hulk Annual #1.
Hier hat der Kampf nur einen anderen Grund.
Es geht wieder mal um ein Missverständnis und eine darin verwickelte Dreiecksgeschichte.
Lady Fara muss für ihre Bosheit bitter bezahlen.
Herb Trimpe hat das mal wieder grandios in Szene gesetzt. Der Zusammenprall zwischen Namor und dem Hulk ist schon expressionistisch dargestellt.
Auch der leicht melancholische Schluss hat mir gut gefallen.

Crackajack Jackson 18.01.2021 18:54

Incredible Hulk #119 / Hulk TB #5


US: At the mercy of -- Maximus the Mad!
Autor: Stan Lee
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe

Bruce Banner ist in Costa Salvador. Die Menschen in dieser Stadt sind Marionetten, beeinflusst von einer großen Statue auf dem Marktplatz, die Strahlen in alle Richtungen aussendet.
Bruce bekommt von der Statue Kopfschmerzen und ein einzelner Bauer kommt zu ihm und sagt, er solle sich nicht dagegen wehren. Die Statue ist von dem neuen Herrscher, der im Schloss auf dem Hügel wohnt.
Durch die Schmerzen verwandelt sich Banner in den Hulk, der sich das Schloss mal genauer ansehen will.
Die Armee, hier General Ross und Major Talbot, wird von Präsident Nixon beauftragt mal nach Costa Salvator zu schauen, weil von dort keine Nachrichten mehr kommen.
Im Schloss sitzt Maximus, der Bruder von Black Bolt. Er hat vor, die ganze Menschheit zu versklaven und den Inhumans den Platz einzuräumen, der ihnen gebührt. Statuen, wie die in Costa Salvator, sollen bald überall auf der Welt aufgestellt werden und die Menschen zu hilflosen Befehlsempfängern machen.
Zur Seite stehen Maximus die verstoßenen Inhumans, die dem Hulk schon mal zu schaffen gemacht haben (Hulk Album/Annual #1)
Das Schloss ist von einem Energieschild umgeben, welches der Hulk aber nach einigen Anläufen durchbricht. Nun kämpft er nacheinander gegen die verstoßenen Inhumans:
Stallior, der Zentauer Leonus, der Löwenmann Timberius, Herr der Pflanzen Aireo, der fliegende Mann, Falcona, die Jägerin mit ihren vielen Vögeln und Nebulo, der Schattenmann.
Während seines Kampfes gegen Nebulo rückt die Armee an. Maximus, der schlaue Ratgeber, biete dem Hulk an, sich ihnen anzuschließen und zusammen gegen die Armee zu kämpfen.
Wie wird der Hulk sich entscheiden?

Eine Neuauflage des ersten Annuals. Der Hulk kämpft gegen die verstoßenen Nichtmenschen. Am Ende der Geschichte steht wieder mal die Entscheidung für den Hulk an. Stellt er sich auf die Seite der Armee, oder der Nichtmenschen. In beiden Fällen hat der Hulk verloren.
Wieder mal geht es in diesem Comic um nichts Geringeres als die Weltherrschaft
Der Hulk spricht noch abgehackter als sonst. Er führt Selbstgespräche und übernimmt damit die Rolle des Erzählers.
Wenn er landet, muss meistens ein Baum dran glauben (Grüße an Idefix).

Crackajack Jackson 19.01.2021 05:55

Incredible Hulk #120 / Hulk TB #5


US:
On the side of...the evil Inhumans!
Autor: Stan Lee, Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe




Die Soldaten landen und der Hulk entscheidet sich erst mal für die Seite von Maximus.
Im Flugzeug von General Ross kommt unter einer Plane Betty hervor. Sie will nicht, dass der Hulk getötet wird. Zu dieser Annahme besteht auch im Moment gar kein Grund, da der Hulk eher die Armee dezimiert, als umgekehrt.
Maximus befiehlt dem Hulk das Flugzeug mit dem General zu zerstören, was dieser auch bereitwillig zu tun scheint. Er springt in die Luft, dreht aber im letzten Moment ab und schießt mit seinem Körper nur durch eine Tragfläche hindurch. Die Besatzung kann sich mit Fallschirmen retten.
Dort wartet bereits Maximus auf sie, der den General und seine Tochter töten will, wogegen der Hulk aber etwas hat.
Maximus wollte sich aber natürlich nie richtig mit dem Hulk verbünden und so schickt er jetzt den großen Roboter aus der Stadt in den Kampf gegen ihn.
Der Hulk wirft das ganze Schloss, in dem Maximus residierte auf den Roboter. Der Roboter und die Pläne von Maximus sind gescheitert. Ihm und seinen Nichtmenschen bleibt nur noch die Flucht. Vor allem, da sich jetzt wieder die Armee neu formiert hat.
Jetzt, da Maximus weg ist, wendet sich die Armee wieder gegen den Hulk, so als hätte er ihnen nicht geholfen.
Auch der Hulk flüchtet.


Der Hulk kämpft hier zuerst für Maximus gegen die Armee. Dann, als Maximus den General und seine Tochter töten will, wechselt er die Seiten und kämpft gegen Maximus.
Am Ende wird er wieder von allen gejagt.
Der Höhepunkt dieses Heftes ist bestimmt, dass er ein ganzes Schloss auf seinen Gegner wirft, technisch eigentlich unmöglich.

Die Geschichte selbst wirkt auf mich uninspiriert und bringt eigentlich nichts neues. Am ehesten wirkt hier noch die mexikanische Umgebung.
Ab nächstem Heft übernimmt dann Roy Thomas, der aber auch schon hier in den Credits erwähnt wird.

thetifcat 19.01.2021 12:51

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 677282)
Incredible Hulk #111 - Spinne Tb Nr. 4


...

In dem Heft sind viele schöne One-Pager, die sehr detailreich und toll geinkt sind. Die Zeichnungen sind das beste, was ich in der bisherigen Serie gesehen hab.
Hier wird gezeigt, dass der Hulk auch im Weltall überleben kann, zumindest eine gewisse Zeit.

Die Zeichnungen sind so gut das Sie scheinbar (kenne das Originalheft nicht) auch nicht so sehr durch das Format verlieren.

Und bis heute nur hier veröffentlicht - was für den Großteil der Hulk-Hefte gilt.

thetifcat 19.01.2021 15:57

Zitat:

Zitat von Horatio (Beitrag 675636)
....
Hingegen scheint die anfängliche Haupt-Aufgabe von Marvel-Frauen wie Jane Foster oder Betty Ross gewesen zu sein, ausgerechnet das schwachbrüstige Alter Ego des Superhelden insgeheim anzuschmachten.
Was wollte Stan Lee damit wohl den Lesern suggerieren?


Übrigens: Was wolltest du sagen mit "Meist fangen aus irgendwelchen Höhen runterfliegen"?

Wahrscheinlich dachte er das so einige seiner Leser aussehen. Auch Peter passt in das Schema. Frage mich immer welches Spinnenblut für die Megaschultern und Bizets verantwortlich waren. Sobald er das legendäre Kostüm anzog.

Lois flog reihenweise von Dächern, aus Flugzeugen und aus dem Fenster und wurde von Superman aufgefangen.
Das war dann in den Kinofilme schon fast Parodie auf bis dato 40 Jahre Superman/Lois.

thetifcat 19.01.2021 16:05

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 675643)
Mir fällt dazu ein, daß Lois immer scharf darauf war, von Superman geheiratet zu werden. Das ist aus feministischer Sicht kein Ruhmesblatt.

Aber ich schätze, die Frauen von DC und Marvel nehmen sich gegenseitig nicht viel. Eine emanzipierte Heldin war in der Nachkriegszeit nicht vorgesehen - niemand hätte sich so eine Figur einfallen lassen, keiner hätte das lesen wollen.

....

Muss ja auch nicht immer alles unter den feministischen Ansatz aus heutiger Sicht glattgebügelt werden.

Doch die gab es - nur nicht bei DC und Marvel. Phantom Lady zum Beispiel. Oder die Weisse Prinzessin (Ok weiblicher Tarzan. Aber auch wie eine art Superheld). Auch im SF Comics Bereich waren einige Frauen emanzipierter als andere (Bei Wally Wood z.B.). Bei HIT Comics gibt es gerade wunderbar zu lesen DIE SCHWARZE KATZE. Definitiv Superheldin.

thetifcat 19.01.2021 16:08

Zitat:

Zitat von Horatio (Beitrag 675653)
Naja, immerhin hatte Superman's Girl Friend Lois Lane von 1958 bis 1974 ihr eigenes Comicheft.

Da hast Du recht. Mary Jane und Gwen hatten sowas nie. Zu mindestens bei Mary Jane hätten Marvel was konstruieren können. Auch Betty hätte mal aufsteigen können. Da war DC wirklich Vorreiter.

Crackajack Jackson 19.01.2021 17:27

Betty Ross ist schon extrem.
Ihre einzige Aufgabe ist es in jedem Heft neben ihrem Vater zu stehen und zu sagen: „Ihr tötet den Mann, den ich liebe“.

Das kann bestimmt nicht das Frauenbild von 1969 gewesen sein.

Crackajack Jackson 19.01.2021 20:25

Incredible Hulk #121 / Hulk TB #6


https://share-your-photo.com/img/de49ab1f7e_album.jpg

US: Within the swamp there stirs a Glob!
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe



Auf der Suche nach Frieden erreicht der Hulk Florida. Bei seinem letzten großen Sprung wird er von einer startenden Rakete getroffen und in die Everglades geworfen.
In dem Sumpfgebiet findet er eine verlassene Hütte. Im Inneren sind statt der erhofften Freunde nur Fässer mit radioaktivem Abfall. Wütend wirft er eines davon in den Sumpf, wo die Radioaktivität sich mit der Leiche eines Mannes verbindet, die schon lange Zeit im Sumpf lag.
Daraus entsteht ein humanoides Sumpfmonster: Glob
Die Armee hat inzwischen den Aufenthaltsort des Hulks durch den Zwischenfall mit der Rakete lokalisiert und durchkämmt die Everglades. Auch das Trio Betty, General Ross und Major Talbot ist eingetroffen, wobei der General vorsorglich Betty unter der Aufsicht von Ross in ihrer Station lässt.
Glob beobachtet die Szene aus dem Dickicht und erinnert sich an sein früheres Leben, ein Leben als Gefängnisinsasse, der auf seiner Flucht im Sumpf versank.
Im gleichen Sumpf wird jetzt der Hulk von der Armee mit Flugzeugen und Panzern umstellt, aber er kann sich der Armee erwehren und die Aktion muss abgebrochen werden, da es zu dämmern beginnt.
Betty wird von Glob entführt. Die Armee rüstet sich zum Kampf gegen den Hulk und leitet eine Flüssigkeit ins Sumpfwasser, die alle Radioaktivität abtöten soll. Damit wollen sie den Hulk vernichten.

Major Talbot, der bei der Entführung Bettys bewusstlos geschlagen wurde, informiert den General das neue Sumpfmonster.

Auch der Hulk entdeckt Glob. Das Monster trägt Betty durch den Sumpf und legt sie nur für einen Moment ab, um den Hulk zu bekämpfen.

Die beiden Kämpfer sind sich durchaus ebenbürtig bzw. der Hulk hat noch eine Verletzung am Bein, durch seinen Zusammenstoß mit der Rakete.

Als Glob den Hulk für einen Moment betäubt hat, nimmt er Betty und will mit ihr durch den Sumpf gehen. Dieser ist jedoch mit der Antiradioaktivitätsflüssigkeit präpariert worden, die Glob aufzulösen beginnt,
je weiter er in den Sumpf hineingeht.

Der Hulk ruft ihm noch zu zurückzukehren, doch das Monster geht immer weiter und hält Betty über sich, die der Hulk von einem überhängenden Ast greifen und retten kann.

Eine sehr traurige und ergreifende Geschichte, die uns Roy Thomas hier erzählt.

Es ist richtig Spannung da, und man fühlt mit den Charakteren.

Dazu die atmosphärischen Zeichnungen von Herb Trimpe und der Hulk wird gleich um mehrere Klassen besser. Die Geschichte habe ich zum ersten Mal in einem Maxi Pocket Taschenbuch von Condor gelesen. Da waren immer zwei Condor Taschenbücher in einem.

Glob hat wie viele Monster jener Zeit auch nur drei Zehen.
Sein Aussehen und auch seine Origin ähneln stark der Herkunftsgeschichte von Swamp Thing oder Man Thing. Glob wurde sogar noch zwei Jahre früher erfunden, als die beiden anderen Sumpfwesen.

Peter L. Opmann 19.01.2021 20:55

Zitat:

Zitat von thetifcat (Beitrag 677820)
Da hast Du recht. Mary Jane und Gwen hatten sowas nie. Zu mindestens bei Mary Jane hätten Marvel was konstruieren können. Auch Betty hätte mal aufsteigen können. Da war DC wirklich Vorreiter.

Ich finde, die eigene Serie sagt nichts über den Grad der Emanzipation aus. Auch in "Superman's Girlfriend Lois Lane" wird Lois Lane hauptsächlich von Superman gerettet und versucht, hinter sein Geheimnis zu kommen (ich kenne allerdings nur ein paar Ausgaben).

Superman wurde umfassend vermarktet, indem die ganze Superman Family nach und nach eigene Heftserien bekam. Spider-Man wurde gewiß auch umfassend vermarktet, aber eher durch immer neue Spider-Man-Serien. Wobei: "Spider-Woman" gab's auch und schließlich sogar "Spider-Gwen".

Crackajack Jackson 20.01.2021 05:59

Incredible Hulk #122




US: The Hulk's last fight!
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe




Der Hulk findet einen Zeitungsartikel in dem berichtet wird, dass die Fantastischen Vier ein Heilmittel für den Hulk gefunden haben. Bruce Banner will deshalb nach NY reisen.

Da er ziemlich mittellos ist, springt er auf einen fahrenden Zug, der in diese Richtung fährt.
Auf der Zukunft schreibt er seine eigenen Gedanken zu Reed Richards Formel auf ein Stück Papier, dass er sich um die Hüfte bindet, sodass es nicht verloren geht, wenn er sich in den Hulk verwandeln sollte.
Irgendwie gelangt er vor das Baxter Building, wird aber da von einem übervorsichtigen Wachmann nicht hereingelassen. Durch die Aufregung verwandelt er sich in den Hulk und verschafft sich Eingang.
Während des Kampfes mit den FV fällt dem Hulk der Beutel mit seinen Ergänzungen herunter. Sue findet den Beutel und gibt ihn Reed, der schnell damit seine eigene Formel verfeinert.
Mit dem Endprodukt schießt er auf den Hulk, der erstmal bewusstlos wird.

Einleitung zu einem Mehrteiler. Hier kämpft der Hulk zum ersten Mal in seiner Serie gegen die Fantastischen Vier. Auch das Ding ist für ihn kein echter Gegner.
Interessant ist, dass unbedingt noch etwas von Banner in die Formel mit hineinkommt, und vor allem, die Geschwindigkeit, mit der diese dann einsatzbereit ist.
Da könnten sich unsere heutigen Impfstoffentwickler eine Scheibe abschneiden.
Zum Schluss wieder die dramatische Ansage, dass der Hulk nie wieder in Erscheinung treten wird.

Bei Herb Trimpe sehen die Gesichter der Fantastischen Vier alle gleich aus.
Zeichnerisch eine seiner schwächeren Arbeiten.

Crackajack Jackson 20.01.2021 19:27

Incredible Hulk #123




US: No more the monster!
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe


Die Formel von Mr. Fantastic und Bruce Banner hat es geschafft.
Bruce kann sich jetzt jederzeit in den Hulk verwandeln, ohne den Verstand von Banner zu verlieren.
Er ruft sofort Betty an, die überglücklich ist und zu ihm kommt. Auch der General gibt den beiden seinen Segen. Die beiden holen jetzt das nach, worauf sie so lange verzichten mussten.
Zusammen ein Baseballspiel ansehen, im Meer schwimmen oder in einem Restaurant zu Abend essen.

Doch das Leben geht weiter. General Ross hat wieder mal eine neue Waffe, die aussieht, wie aus einem Roman von H.G. Wells. Ein dreibeiniges Ungetüm mit der Feuerkraft einer ganzen Division.
Sie soll für einen finalen Test in den Norden gebracht werden mit dem Hulk als Beschützer, denn die Waffe ist sehr begehrt, z.B. vom Leader.
Bruce sagt dem General zu. Er will ein letztes Mal zum Hulk werden und so für die Sicherheit des Transports sorgen. Wie zu erwarten fliegt der Leader während der Überführung zur Waffe und schnappt sie sich mit einer großen Magnetplatte.
Nun muss Banner sich in den Hulk verwandeln, was er auch tut.
In sekundenschnelle hat der Leader das Prinzip von der Waffe des Generals verstanden und setzt sie gegen den Hulk ein. Doch der Hulk ist nicht so leicht zu besiegen und so probiert es der Leader wieder mal mit Nervengas.
Inzwischen hat sich der Hulk in Rage geschafft und fängt an abgehackt zu reden. Er wird wieder zum rampaging Hulk, dem alles andere egal ist. Der Leader wird aus dem dreibeinigen Herrscher herausgeschält, aber gerade rechtzeitig, bevor er ihn noch umbringt, kommt der Hulk zur Besinnung und verwandelt sich wieder in Banner.
Der Leader kann fliehen und Bruce schwört sich, niemals wieder zum Hulk zu werden, auch wenn sein Leben davon abhinge.

Banner am Ziel seiner Wünsche. In dieser Geschichte schon, zumindest am Anfang. Endlich scheint der Fluch des Hulk gebrochen und man gönnt Bruce und Betty die schöne Zeit zusammen. Es ist wirklich das erste Mal überhaupt in der Serie, dass die beiden für längere Zeit ein normales Leben führen. Für wie lange wird jedoch nicht genau gesagt.
Selbst ein Heiratsantrag steht im Raum. Betty spricht es aus, aber im Verlauf der Geschichte wird dann nicht mehr darauf eingegangen.
Alles ist wie im Paradies, bis sich dann langsam alles dreht. Bruce möchte dem General ein Gefallen tun und muss sich dann in den Hulk verwandeln. Dieser wird jedoch im Verlauf des Kampfes zu dem unkontrollierbaren Hulk von früher.
Der Schatten des Hulks hängt wieder über Banner.
Zum zweiten Mal begegnen wir hier diesen dreibeinigen Killermaschinen. In Williams Hulk #22 waren sie schon mal in Aktion, als der Hulk in der Zukunft gegen den Scharfrichter kämpfte.

Horatio 20.01.2021 23:09

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 677856)
Ich finde, die eigene Serie sagt nichts über den Grad der Emanzipation aus. Auch in "Superman's Girlfriend Lois Lane" wird Lois Lane hauptsächlich von Superman gerettet und versucht, hinter sein Geheimnis zu kommen (ich kenne allerdings nur ein paar Ausgaben).

Tja, wie emanzipiert ist Lois Lane?

Nur mal zum Spaß ein Beispiel:

In Action Comic Nr. 5 vom Oktober 1938 droht wegen anhaltenden Regens der Valleyho-Damm zu brechen. Der Chefredakteur des Daily Star (George Taylor, glaube ich) will Clark Kent zur Berichterstattung dorthin schicken. Lois soll ihn suchen. Sie fragt den Chefredakteur: "Warum soll nicht ich diesen Auftrag übernehmen?" Antwort: "Das ist zu wichtig! Das ist kein Job für ein Mädchen."
Lois zu sich: "Kein Job für eine Frau, he? Ich hätte nicht übel Lust ..."
(Zu beachten ist, dass der Chefred. "Mädchen" sagt, Lois hingegen "Frau" denkt.)
Sie schickt Clark auf eine falsche Mission und fährt selbst per Zug nach Valleyho. Clark kommt hinter den Trick und fliegt als Superman hinterher.
Als der Zug sich einer Bahnbrücke nähert, die wegen Unterspülung einzustürzen droht, stützt Supie die Brücke, bis der Zug sie sicher passiert hat.
In Valleyho angekommen, stellt Lois fest, dass alle dort außer ihr bloß weg wollen. Sie hingegen will ein Taxi zum Damm nehmen. Weil der Fahrer aber auch nur weg will, steuert sie selbst das Taxi zum Damm.
Superman versucht, den Damm abzustützen, damit noch möglichst viele Einwohner sich retten können. Als der Damm schließlich doch nachgibt, wird das Taxi mit Lois darin von den Fluten mitgerissen. Supie rettet sie. Dafür drückt sie ihm einen dicken Kuss auf und verlangt, dass er bei ihr bleibt, doch er verschwindet mit den Worten "Vielleicht werden wir uns wieder treffen."
Später trifft Clark auf sie, aber sie beachtet ihn überhaupt nicht, weil er ihre Aufmerksamkeit nicht wert ist, nachdem sie in den Armen eines echten Mannes ("a real He-Man") gelegen hat.

Ich lese daraus:
Deshalb ist Lois hinter Superman her: Für eine starke Frau wie sie ist nur der echteste aller echten He-Männer der passende Partner.

Nachzulesen in "The Superman Chronicles – Volume One".

Crackajack Jackson 21.01.2021 05:31

Jetzt nicht auf diese Geschichte speziell bezogen:

Ich finde schon, dass Lois (für diese Zeit) emanzipiert dargestellt wird. Schließlich ist sie die Starreporterin, mit der sich Clark erst mal messen muss.
Lois wird selbstbewusst und klug dargestellt. Sie ist immer einen Schritt davor, Supermans Geheimidentität aufzudecken.

Das sie Superman anhimmelt und Clark für ein Mauerblümchen hält, gehört dazu und sorgt für Spannung.

Peter L. Opmann 21.01.2021 08:00

Zitat:

Zitat von Horatio (Beitrag 678109)
Supie rettet sie. Dafür drückt sie ihm einen dicken Kuss auf und verlangt, dass er bei ihr bleibt, doch er verschwindet mit den Worten "Vielleicht werden wir uns wieder treffen."

So habe ich Lois auch in Erinnerung... :D

Crackajack Jackson 21.01.2021 10:23

Incredible Hulk #124

https://share-your-photo.com/img/c94b4d9b1c_album.jpg



US: The Rhino says No!
Erstveröffentlichung: Feb 1970
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Sal Buscema




Die Hochzeitsvorbereitungen laufen. Alle sind glücklich, nur der Leader beobachtet Bruce und Betty im Geheimen und spinnt finstere Pläne.
In Gedanken geht er noch mal die Feinde des Hulks nach einem Verbündeten durch (Sandman - nicht stark genug, Submariner-nur im Wasser stark, Mandarin-duldet niemand neben sich, Maximus- ist nichts, ohne die ausgestoßenen Nichtmenschen, Space Parasit - tot).
Schließlich bleibt er bei Rhino hängen. Er ist stark, hat aber gleichzeitig einen schwachen Willen. Ihn will der Leader heilen und für seine Zwecke verwenden.
Im Haus von General Ross kommt es zur Versöhnung von Bruce mit seinem zukünftigen Schwiegervater. Vergessen sind die Zeiten, als er ihn Milchbubi, Schwächling und Schlimmeres nannte. Betty ist glücklich.
Der Leader lässt Rhino von einem seiner Humanoiden aus dem Gefängnis holen und verpasst ihm eine ordentliche Ladung seiner mentalen, gammabasierten Gedankenstrahlen.
Rhino lebt wieder und ist aufgeladen mit Energie.
Dazu bekommt er noch ein verstärktes Kostüm.
Der Tag der Hochzeit kommt. Bruce bedauert, dass dieser Tag nicht schon vor ein paar Jahren stattgefunden hat.
Gerade als die Zeremonie beginnt, trifft ein konzentrierter Gammastrahl aus dem getarnten Öltanklaster, mit dem der Leader und Rhino vorgefahren sind Bruce und er wird wieder zum mindless Hulk.
Der General bringt seine Tochter in Sicherheit.
Eigentlich hat der Leader vor, den Hulk mit einem zweiten Strahl soweit zu bringen, dass er alle Anwesenden, inklusive Betty tötet, aber Rhino springt dazwischen. Zu groß ist sein Rachedurst.
Rhino und der Hulk zerstören das komplette Elternhaus von Betty. Jetzt schießt der Leader seinen zweiten Strahl ab, trifft aber damit Rhino, der daraufhin einen neuen Gegener angreift: den Leader. Dem bleibt nur noch die Flucht in den Himmel, jedoch hängt sich Rhino dran und kurze Zeit später gibt es hoch oben eine Explosion.
Der Hulk stapft von dannen, die Ambulanz lädt General Ross in ihren Krankenwagen, der anscheinend verletzt wurde und Major Ross ist zur Stelle um Betty zu trösten.
Alles wie gehabt.

In dieser Geschichte wird der Status Quo, durch einen Schuss aus der Gammakanone des Leaders, wiederhergestellt.
Hochzeiten sind immer große Ereignisse im Marvel Universum. Die letzte Hochzeit, an der ich teilhaben konnte, war die von Hank Pym und Janet van Dyne, den der Circus of Crime unterbrach, aber auch die Hochzeit von Tante May und Doc Ock, oder die von Rick Jones waren nicht von schlechten Eltern.
Das Haus, in dem die Hochzeit stattfindet, wird komplett zerstört. Es drängt sich förmlich auf, dieses Bild auch für die Beziehung zwischen Hulk und Betty zu sehen.
Wenn der Hulk nicht kämpfen kann, ist er verwirrt und weiß nicht so recht, was er machen soll. Ér fühlt sich unsicher und der Situation nicht gewachsen.

Der Kampf gibt ihm Sicherheit .


Die Zeichnungen von Herb Trimpe sind wirklich gut.

Besonders ein Panel, das die Schatten von Betty und Bruce, in einem Boot am Abend zeigt ist sehr stimmungsvoll.

Auch der Abriss von Hulks bisherigen Feinden ist sehr gut dargestellt.

Peter L. Opmann 21.01.2021 10:34

Das war wohl die erste Berührung von Sal Buscema mit dem Hulk. Vielleicht ist das gute Artwork auch ihm zu verdanken. Sal Buscema war immer schon ein sorgfältiger Zeichner und Inker.

Horatio 21.01.2021 18:33

Zitat:

Zitat von Peter L. Opmann (Beitrag 675643)
Aber ich schätze, die Frauen von DC und Marvel nehmen sich gegenseitig nicht viel. Eine emanzipierte Heldin war in der Nachkriegszeit nicht vorgesehen - niemand hätte sich so eine Figur einfallen lassen, keiner hätte das lesen wollen.
Die erste Comic-Frau im Superheldenbereich, die so richtig ihren eigenen Kopf hatte, war nach meiner Einschätzung Mary-Jane Watson.

Zitat:

Zitat von thetifcat (Beitrag 677818)
Doch die gab es - nur nicht bei DC und Marvel. Phantom Lady zum Beispiel. Oder die Weisse Prinzessin (Ok weiblicher Tarzan. Aber auch wie eine art Superheld). Auch im SF Comics Bereich waren einige Frauen emanzipierter als andere (Bei Wally Wood z.B.). Bei HIT Comics gibt es gerade wunderbar zu lesen DIE SCHWARZE KATZE. Definitiv Superheldin.


Übrigens, was ist mit Wonder Woman von DC?

Ihr Schöpfer William Moulton Marston war bekanntlich ein Verfechter des Feminismus.

Crackajack Jackson 21.01.2021 19:00

Wonder Woman wurde schon in ihren Anfangszeiten immer mit SM in Verbindung gebracht.
Die Zeichner zeigten sie gerne gefesselt und geknebelt.
Feminismus geht anders.

Crackajack Jackson 21.01.2021 19:08

Incredible Hulk #125 - Hulk Taschenbuch #5




US: And now, the Absorbing Man
Erstveröffentlichung: Mrz 1970
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe


Schon im ersten Satz wird eine große Hulk Weisheit ausgesprochen.

Der Hulk erinnert sich an nichts. Er weiß nur, dass er von Banner lange gefangen gehalten wurde.

Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Hier wird eigentlich schon genau beschrieben, dass der Hulk eine multiple Persönlichkeit ist, in der mal die eine und mal die andere Person das Steuer übernimmt, später dargestellt durch eine verschlossene Tür, oder einen Kofferraum, hinter der die jeweils abwesende Person eingeschlossen ist.

Auch der Hulk empfindet Trauer, wenn er an Betty denkt. Dies wird ihm besonders bewusst, als er ein junges Paar am See beobachtet.

Talbot bekommt Bericht von einem radioaktiven Kometen, der alles Leben auf der Erde auszulöschen droht und geht mit der Nachricht ins Krankenhaus, wo General Ross und Betty sind.
Betty erwähnt, dass sie das Gefühl hat, dieses Mal Bruce endgültig verloren zu haben, so wie der Hulk ihr Elternhaus zerstört hat.
Bruce Banner wacht neben dem Radio des Paares auf. Da kommt die Sondermeldung, dass ein Komet im Anflug auf die Erde ist. Er macht sich auf zur Basis wo er Major Talbot überzeugen kann mit einer neuartigen Rakete, der X-890, den Kometen versuchen zu stoppen.
Alles muss sehr schnell gehen und schon bald startet Bruce in der X-890 zum Kometen.
Banner schafft es zum Kometen zu fliegen und diesen mit einem Sprengkopf zu zerstören. Auf dem Rückflug nimmt er jedoch einen blinden Passagier mit, den Absorbing Man.
Crusher Creel hatte, der von Odin ins Weltall verbannt wurde (Thor #123), hatte sich mit dem Kometen verbunden und ihn in Richtung Erde gesteuert. Nun ist er, wie ein Parasit, auf Banners Rakete übergesprungen.
Banner sieht auf dem Monitor den Absorbing Man, regt sich auf und wird zum Hulk. Das ist auch gut so, denn schon schlägt Crusher mit seiner Kugel die Scheibe der Rakete ein.
Der Kampf beginnt und je länger er dauert, desto mächtiger wird der Absorbing Man. Schließlich packt er den Hulk und zwingt ihn in die Knie. Den bewusstlosen Hulk, will er mit einem riesigen Gesteinsbrocken begraben, doch da verwandelt sich der Hulk in Bruce Banner und auch den Absorbing Man verlassen die Kräfte. Er wird von dem riesigen Stein, den er jetzt nicht mehr halten kann, erschlagen.
Der Absorbing Man ist einer meiner Lieblingsschurken. Seine Kugel ist schon eine sehr beeindruckende Waffe und die Fähigkeit alles zu absorbieren auch.
Hier wird der Kampf einmal mehr durch die Wandlungsfähigkeit des Hulk entschieden.
Im Soap Bereich hat die letzte Ausgabe viel verbrannte Erde hinterlassen. Betty hat ihren Bruce so gut wie aufgegeben.

Crackajack Jackson 22.01.2021 06:11

Incredible Hulk #126 - Hulk Taschenbuch #5




US: Where stalks the Night-Crawler
Erstveröffentlichung: April 1970
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe




Nach seinem Kampf mit dem Absorbing Man liegt Bruce bewusstlos am Boden.
Eine Gruppe Menschen, die einer Sekte anzugehören scheinen, bringen Bruce in ihr Domizil.
Dort schicken sie ihn in eine andere Dimension, wo er den Weg für eine Invasion der ‚Undying ones‘ auf die Erde ebnen soll.

Noch ein anderer Held steht zwischen der Erde und den Undying Ones,Doctor Strange, der Meister der mystischen Mächte. Er ist jedoch gefangen und kann nicht viel unternehmen.

Bruce Banner ist auf einer Felsenplattform, die mitten im Raum zu schweben scheint.
Dorthin kommt auch der Night Crawler, ein großes böses Moster mit einem Zepter. Er bewacht den Durchgang zu den Dimensionen und hält die Undying Ones davon ab auf die Erde zu kommen.

Um Bruce Banner einen Anreiz zu geben sich in den Hulk zu verwandelt schickt der Anführer der Sekte eine junge Frau hinterher. Diese wird sogleich vom Nightcrawler bedroht.
Bruce Banner wäre willenlos gestorben, aber als er sieht, wie die Frau angegriffen wird, rast sein Puls und er verwandelt sich in den Hulk.
Mit seinem Schattenzepter, das funktioniert wie eine umgekehrte Taschenlampe setzt er den Hulk in totale Dunkelheit und stößt in dann von der Plattform.
Er fällt ins Nichts, kann sich aber an einem Felsen festhalten. Der Hulk zerschlägt nun einen Felsen in der Nähe, der durch die Explosion wieder Licht schafft. Nightcrawler richtet das Schattenzepter auf den Hulk, um ihn endgültig zu beseitigen, jedoch hat er die Frau vergessen, die immer noch bei ihm auf der Plattform ist. Sie nimmt sich einen Felsbrocken und zerschlägt damit das Zepter.
Auch der Hulk schafft es, mit einem Sprung wieder auf die Plattform zu kommen, wo er jetzt von Nightcrawler mit Sonicblasts empfangen wird. Um dem Schall etwas entgegenzusetzen, schlägt der Hulk seine Hände zusammen, sodass die ganze Palttform zerbröselt. Sie werden jedoch in der Sphäre des Nightcrawlers mit in die Dimension der Undying Ones mitgenommen, wo sie auch den gefangen Doctor Strange vorfinden.
Doctor Strange ist glücklich. Die Erde ist gerettet und er kann in Frieden in seinem Gefängnis sterben, aus dem er nur herauskommen würde, wenn der Platz von einer anderen Person eingenommen wird. Dazu erklärt sich die Frau bereit, die mit dem Hulk gekommen ist.
Sie nimmt Doc Stranges Platz ein, und der Doc zaubert sich und den Hulk auf die Erde zurück. Es kommt jedoch nicht der Hulk auf der Erde an, sondern Bruce Banner, den der Doc mit in sein Sanctum nimmt und ihm Kleidung gibt. Er selbst hat vor, jetzt da die Gefahr der Undying Ones gebannt ist, sein Leben als medizinischer Berater weiterzuführen und die Zauberei sein zu lassen.
So gehen die beiden auseinander.

Eine ziemlich komplexe Story. Der Hulk hilft hier Doctor Strange unwissentlich vor einer Invasion der Undying Ones, die hier nicht näher beschrieben werden. Sie tauchten zuerst in Doctor Strange #183 (November 1969) und in Sub Mariner #22 im Februar 1970 auf.
Da geriet wahrscheinlich auch Doctor Strange in ihre Gefangenschaft.
Es ist ein bisschen was von Atlas in dieser Geschichte. Doctor Strange wird hier nur frei, wenn jemand seinen Platz einnimmt. Diese Opfergeschichten sind immer sehr emotional.
Trotzdem hat mir die Geschichte in meiner Kindheit besser gefallen, als heute. Zu unglaublich ist es, dass ein Wächter sein Leben auf einem Felsbrocken im Nirgendwo verbringt.
Der Nightcrawler sieht sehr beeindruckend aus.
In diesem Heft kommen sie wieder vor, die Suizidgedanken von Bruce Banner. Meistens kommt hier das Argument, dass die Welt ohne den Hulk besser dran wäre.

Crackajack Jackson 22.01.2021 16:16

Incredible Hulk #127 - Hulk Taschenbuch #5

https://share-your-photo.com/img/27f3e3434a_album.pnghttps://share-your-photo.com/img/9ae2b5b212_album.png


US: Mogol!
Erstveröffentlichung: Mai 1970
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe

Tyrannus ist wieder aktiv und rüstet zum Kampf gegen den Maulwurf.
Er hat einen superstarken Untergebenen, Mogol. Diesen schickt Tyrannus an die Erdoberfläche, um den Hulk als Freund und Verbündeten zu gewinnen.
Nach einem kurzen Kampf gewinnt Mogol tatsächlich das Vertrauen des Hulk und beide kehren zurück in die Unterwelt zu Tyrannus.

Die Kriegsvorbereitungen laufen an. Der Hulk und Hogon harmonieren sehr gut zusammen.
Jetzt geht es gegen die Armee des Maulwurfes. Rogol und der Hulk kämpfen Seite an Seite, bis Mogol durch einen Hitzestrahl am Arm verletzt wird. Statt Fleisch und Blut besteht der Arm aus Metall und Drähten.
Mogol ist ein Roboter.
Der Hulk ist verwirrt. Ein Roboter kann nicht der Freund von Hulk sein. Mogol scheint selbst erstaunt zu sein und es nicht gewusst zu haben, dass er eine Kreation von Tyrannus ist.
Mogol wurde wahrscheinlich gebaut, um den Hulk dazu zu bringen gegen die Armee des Maulwurfs zu kämpfen. Voller Wut zerstört der Hulk Mogol, bis nichts mehr vom ihm übrig ist. Dann zerstört er die Stadt des Maulwurfs und die von Tyrannus.
Zurück bleibt ein Hulk, der nicht weiß, ob es richtig war, den einzigen Freund, den er je hatte zu zerstören.

Das Cover und das Aussehen von Mogol haben mich schon damals ohne Erwartung an die Story herangehen lassen.
Herausgekommen ist jedoch eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Wertschätzung. Gerade, der Umstand, dass Mogol selbst nicht wusste, dass er ein Roboter ist, hat mich sehr berührt.

09/10 Punkte

Crackajack Jackson 22.01.2021 18:47

Incredible Hulk #128 - Hulk Taschenbuch #5




US: And in this corner...the Avengers!
Erstveröffentlichung: Juni 1970
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe


Der Hulk sucht sich seinen Weg nach oben. Dabei kommt er der Andreasspalte gefährlich nah.
General Ross, der wieder genesen ist, aber noch einen Stock braucht ist alarmiert. Wenn der Hulk in die Andreasspalte gerät, kann es das für die gesamte Ostküste der USA gewesen sein.
Er ruft die Rächer um Hilfe, ist aber enttäuscht, als statt der erwarteten Big Guns, wie Thor und Iron Man, 'nur' Vision, Wanda, Quicksilver, Hawkeye und Black Panther kommen.
Der General hat mal wieder eine neue Waffe, mit der er den Hulk stoppen will. Diese bauen die Rächer an geeigneter Stelle auf.
Mit ihren Messgeräten können die Rächer, die mit General Ross und seinen Truppen unterwegs sind, erspüren, wo sich der Hulk gerade aufhält. Dann sinkt Vision zu ihm herab und lockt ihn an die Oberfläche.
Die Bedrohung für die Andreasspalte scheint abgewendet, doch jetzt wollen sie den Hulk einfangen. Goliath lockt ihn zwischen die zwei Elektroden von der Maschine des Generals und der Hulk wird mit konzentrierten Gammastrahlen beschossen. Die Strahlen sollten den Hulk in Banner zurückverwandeln, tun sie aber nicht.
Der Kampf scheint trotzdem zu Ende, denn der Hulk will nicht mehr kämpfen. Er springt weg und mitten im Flug verwandelt er sich in Banner zurück. Die Kanone des Generals hat mit etwas Verspätung doch noch gewirkt.
Das bekommen die Rächer und der General jedoch nicht mehr mit. Sie verlassen den Kampfplatz und nur wenige Meter weiter liegt der bewusstlose Bruce Banner.

In dieser Geschichte trifft der Hulk auf die neuen Rächer. Einst selbst ein Gründungsmitglied, kann er jedoch niemanden mehr kennen. Interessant, wenn auch vorhersehbar war der Kampf gegen Vision.
Ansonsten ist eigentlich nicht viel in dieser Ausgabe passiert.
Ein schönes großes Panel hat Herb Trimpe hier gezeichnet, dass den Hulk im Kampf mit allen Rächern zeigt.

Crackajack Jackson 23.01.2021 06:22

Incredible Hulk #129

US: Again, the Glob!
Erstveröffentlichung: Juli 1970
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe



Der Leader verwandelt sich zurück in den Bauarbeiter, der er mal war, um die Schwachstelle des Hulk herauszubekommen. Er nimmt Bruce mit dem Auto mit nach Los Angeles und erfährt im Gespräch, dass der Hulk gegen Blob gekämpft hat, eine Kreatur, die wahrscheinlich noch stärker sei, als der Hulk.

Nachdem er das erfahren hat, trennt er sich von Bruce und verwandelt sich in den Leader zurück.

Mit seinem überragenden Wissen kann der Leader Glob in den Everglades wieder zum Leben erwecken. Er projiziert dem Wesen Bilder in den Kopf, die zeigen, wie der Hulk Betty bedroht.

Außerdem hat der Leader ihm eine neue Kraft gegeben, den Hulk zu finden, wo immer er gerade ist und so dauert es auch nicht lange, bis Glob auf Bruce Banner trifft, der sich erst mal in der Kanalisation von L.A. versteckt hält.

Natürlich verwandelt sich Bruce durch die Bedrohung von Glob in den Hulk und schon bald kämpfen die beiden um ihr Leben. Der Hulk wirf einen Tanklaster auf Glob, der alles in Flammen setzt.

Blob taumelt dem Abgrund in die Feuerhölle entgegen, aber der Hulk reicht ihm die Hand zur Rettung. Er spürt eine Seelenverwandtschaft zwischen sich und dem Glob.

Leider beruht das nicht auf Gegenseitigkeit. Auch wenn der Hulk immer noch versucht Glob aus dem Weg zu gehen, kämpft dieser doch immer weiter.

Schließlich klettert der Hulk auf einen hohen Strommast, macht ein Stromkabel ab und berührt damit Glob, der dicht hinter ihm ist.

Das ist das Ende von Glob. Er fällt hinunter und zerspringt in viele kleine Teile, die weit verteilt um den Strommasten liegen.

Die kleinen Teile jedoch entwickeln ein Eigenleben und verbinden sich miteinander.

Sollten sie jemals alle wieder zusammenkommen, muss sich die ganze Menschheit in Acht nehmen.

Wieder einmal wird der Hulk getäuscht, dieses Mal vom Leader, der dadurch von der Existenz Globs erfährt.
Die ganze Vorgeschichte, um den Hulk und Glob wieder gegeneinander antreten zu lassen, ist eigentlich recht aufwändig gemacht.
Dieses Mal wird Bruce Banner falsche Freundschaft vorgespielt, aber auch hier ist man sich nicht sicher, ob der Leader in seiner ursprünglichen Form böse ist.
Alles wirkt ziemlich konstruiert, so auch die neue Fähigkeit von Glob, den Hulk überall aufspüren zu können. Na ja, irgendwie müssen die beiden ja zusammenkommen.
Das Ende der Geschichte gleicht den frühen EC Horrorstorys, in dem die Möglichkeit auf weiteren Schrecken offen gelassen wird.
So ein offenes Ende gibt es öfter bei den Marvel Geschichten.

Paradebeispiel ist das Album von Condor, die Fantastischen Vier Nr. 5
Hier kriecht zum Schluss ein Weltraumparasit durchs hohe Gras davon.

Man kann diesen Handlungsfaden irgendwann noch mal aufnehmen, oder auch nicht.

Peter L. Opmann 23.01.2021 08:12

Mich wundert eigentlich, daß hier, immerhin 1970, immer noch mit Monstergestalten gearbeitet wird, die mindestens zehn Jahre vorher in Mode waren.

"Hulk" hätte sich meiner Ansicht nach viel mehr für Gastauftritte anderer Marvel-Helden angeboten wie zuletzt der Rächer. Hulk war ja eine gut-böse Figur, und es wäre naheliegend gewesen, daß sie ihn zu stoppen versuchen.

Crackajack Jackson 23.01.2021 09:32

Wie gesagt, 1970 waren die Sümpfe voll im Trend.
Swamp Thing
Man Thing
Glob

Der Hulk war ja auch viel unterwegs. Alleine in den letzten Heften hatten wir die Rächer, Doctor Strange, den Submariner.

Man musste das natürlich auch immer mit den anderen Autoren abstimmen.

Crackajack Jackson 23.01.2021 10:14

Außerdem wird ja alle paar Jahre mal alles wiederholt.

2017-2018 lief zuletzt die Serie "Monsters Unleashed" bei Marvel. Dort wurden noch mal viele der alten Monster ausgegraben.

Peter L. Opmann 23.01.2021 10:35

Daran hatte ich nicht gedacht, daß Monster gerade im Trend waren. Der Grund dafür waren, wenn ich mich recht erinnere, Lockerungen des Comics Code. Im Kino gab's, soweit ich sehe, um diese Zeit keinen Monster-Boom. Mit den italienischen und spanischen Produktionen, die damals dominierten, kenne ich mich allerdings nicht so gut aus.

Crackajack Jackson 23.01.2021 14:14

Incredible Hulk #130

US: If I kill you- I die!
Erstveröffentlichung: August 1970
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: Herb Trimpe





Bruce Banner reist zu einem ehemaligen Studienkollegen.
Mit ihm zusammen vollendet er das Gammatron, ein Gerät, dass ihn vom Hulk befreien soll.
Bei dem Einsatz des Gammatrons läuft etwas schief. Plötzlich steht der Hulk vor Bruce Banner. Alles, was den Hulk ausmachte, wurde in einer Person materialisiert.
Banner ist froh, dass der Hulk nicht mehr in seinem Körper ist und flüchtet. Die eintreffende Armee rettet Banner und bringt ihn zur Militärbasis. Der Hulk hinterlässt eine Spur der Zerstörung hinter sich. Anscheinend hat die Persönlichkeit von Banner, den Hulk abgebremst, doch nun ist nichts mehr da, was ihn noch zurückhält.
Dann kommt der Hulk in die Militärbasis und sucht Bruce Banner. Major Talbot will sich vor ihn stellen und beweist damit wieder mal seine Ehrenhaftigkeit.
Dcoh Banner flüchtet zu seinem Kollegen, um sich und den Hulk wieder zu vereinen. Doch dieser hat andere Absichten. Er möchte Banner tot sehen, um nicht immer nur der zweitbeste Wissenschaftler zu sein. Dadurch wird der Hulk, der jetzt hereinkommt gewarnt und flüchtet, ohne das es zu einer Wiedervereinigung mit Banner gekommen wäre.

Hier wird zum ersten Mal der Hulk von Banner getrennt. Zwei physische Wesen, die einander hassen und die Erkenntnis, dass das gute Wesen von Banner den Hulk noch zurückhält.
In der Geschichte geht es um die Eifersucht zwischen Berufskollegen. Man wird sehen, wie lange Bruce Banner und der Hulk separiert bleiben.
Zeichnerisch war das nichts Besonderes. Da habe ich schon besseres von Herb Trimpe gesehen.

Crackajack Jackson 23.01.2021 16:35

Incredible Hulk #131

https://share-your-photo.com/img/51d36fa3a2_album.png

US: A titan stalks the tenements!
Erstveröffentlichung: September 1970
Autor: Roy Thomas
Zeichner: Herb Trimpe
Tusche: John Severin

Der Hulk ist frei und Banner sitzt in der Militärbasis und macht sich Gedanken um seine Zukunft. Wird er auch sterben, wenn der Hulk stirbt?
Aber es passiert noch mehr auf der Welt.
Jim Wilson, ein 15-jähriger Junge, hat gerade seinen ersten Taschendiebstahl begangen. Als er danach in seine Zuflucht, eine verlassene Bauruine kommt, trifft er auf den Hulk, der sich das Haus als Versteck ausgesucht hat.
Der Hulk will, dass Jim Bruce Banner zu ihm bringt, da auf der Militärbasis zu viele Soldaten sind. Jim schmuggelt sich auf die Basis und hört am Fenster mit, dass Bruce alles tun würde, um den Hulk vor weiteren Missetaten abzuhalten.
Diesen Mann kann Jim nicht an den Hulk ausliefern. Er bekommt auch keine Gelegenheit mehr dazu, denn er wird ertappt und von einem Soldaten in das Zimmer zu General Ross und Bruce Banner gebracht. Dort erzählt er seine Geschichte.
Bruce und Betty glauben Jim, der General weiß noch nicht genau, was er davon halten soll.
Da kommt Iron Man zu Besuch. Nachdem der General die aktuellen Rächer nicht für ausreichend erachtet hat, stellt sich nun Iron Man zur Verfügung den Hulk zu jagen.
Jetzt geht es an den Plan. Bruce ( und auch General Ross ist dieser Meinung ) hat vor sich und den Hulk wieder zu vereinen. Dazu brauchen sie das Gammatron, das sich inzwischen auf der Militärbasis befindet. Jim soll den Lockvogel spielen und den Hulk in Reichweite des Gammatrons bringen. Alles scheint zu funktionieren, bis der Hulk misstrauisch wird. Die Tarnung wird fallengelassen und Iron Man könnte das Gammatron aktivieren, doch Jim ist zu nah dran und weder er noch General Ross bringen es fertig den Knopf zu drücken.
Es bleibt nur eine Möglichkeit. Iron Man verlässt den Platz hinter dem Gammatron und greift den Hulk an. Jim Wilson bekommt so die Möglichkeit abzuhauen. Iron Man hält den Hulk solange in Schach bis Wilson weg ist. Da läuft Bruce Banner auf den Kampfplatz und lässt sich gemeinsam mit dem Hulk vom Gammatron treffen. Beide verschmelzen miteinander, aber es ist nicht Banners Körper, der übrig bleibt, sondern der des Hulk.

Hier ist der erste Auftritt von Sam Wilson, der später zu einem guten Freund des Hulk wird und viel später an Aids starb.
Die Geschichte spielt in einer Slumgegend, aber irgendwie nimmt man es dem Hulk nicht ab, dass er stundenlang in einem Haus sitzt und auf Jim Wilson wartet.
Der Hulk und Banner sind nun wieder eine Person, nur ist nicht der Hulk gefangen in Banners Körper, sondern umgekehrt.
General Ross ist in der ganzen Serie bis jetzt nicht der verbissene Kaptain Ahab späterer Zeit.
Tief in seinem Inneren hat er doch ein gutes Herz. Das zeigt sich hier in der Situation mit Jim Wilson, als er nicht befehlen kann, den Hulk trotzdem abzuschießen.
In dieser Ausgabe zeigt Herb Trimpe mal wieder was er kann. Besonders die ersten Panels von Jim Wilsonn sind sehr atmosphärisch.

Peter L. Opmann 23.01.2021 17:56

Wer ist denn bitte Tim Herbe? ;)


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