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Phantom 30.12.2020 11:11

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 673066)

Das Cover ist wieder eine Eigenkreation. So ganz schlau werde ich aber daraus noch nicht. Die Hulk-Figur ist - bis auf den Kopf und die Schulterhaltung - dieselbe wie auf Hulk #6:

https://www.comicguide.de/pics/medium/24668.jpg

Der Kopf sieht aber zu professionell für einen Williams-Zeichner aus, er ist also sicher aus irgendeinem Panel kopiert. Das habe ich aber noch nicht gefunden. (Oder wurde das "alte" Hulk-Bild schon in USA irgendwo leicht verändert wiederbenutzt?) Die Rakete, die auf den Hulk zufliegt, ist aus dem zweiten Panel von Seite 5 kopiert. Der Rest ist wohl selbstständig ergänzt worden. So richtig packend sieht das nicht aus.

Zitat:

Es kommen die Bösen, vor denen der Hulk das Volk schützen sollte. Sie sehen genauso aus, wie die Maschinen, die Orson Well[e]s in Krieg der Welten benutzte.
Orson Welles hat nur ein Radiohörspiel gemacht. Da hat man wohl nichts gesehen. :floet:

Crackajack Jackson 30.12.2020 12:10

Zitat:

Zitat von Phantom (Beitrag 673730)
Orson Welles hat nur ein Radiohörspiel gemacht. Da hat man wohl nichts gesehen. :floet:

Er hat es so gut beschrieben, dass ich es schon sehr gut mit meinem inneren Auge erkennen konnte:

https://share-your-photo.com/acace86d9b

Horatio 30.12.2020 13:37

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 673739)
Er hat es so gut beschrieben, dass ich es schon sehr gut mit meinem inneren Auge erkennen konnte:

Ich stimme zu! Und schon H. G. Wells hat die außerirdischen dreibeinigen Maschinen in seinem Roman beschrieben. Die Quelle ist also eindeutig.

*

Zitat:

Zitat von Phantom (Beitrag 673730)
Das Cover [zu #22] ist wieder eine Eigenkreation.

Der Kopf sieht aber zu professionell für einen Williams-Zeichner aus, er ist also sicher aus irgendeinem Panel kopiert. Das habe ich aber noch nicht gefunden.

Ich tippe auf eine frühe Hulk-Ausgabe.

Zitat:

Zitat von Phantom (Beitrag 673730)
Die Rakete, die auf den Hulk zufliegt, ist aus dem zweiten Panel von Seite 5 kopiert. Der Rest ist wohl selbstständig ergänzt worden.

Das Kanonenrohr mit den Ringen darauf stammt vom Splashpanel, unten links.
Die zwei rosafarbenen Soldaten an der Kanone stammen von den Soldaten im letzten Panel auf Seite 6.

*

Noch etwas in puncto Vorlagen:

Jetzt wieder zu Nummer 26.
Am Schluss der ersten Geschichte taucht Banner wieder auf. Erstaunlicherweise trägt er nach der Rückverwandlung eine Brille!!!
Offenbar hat Bill Everett Banners Aussehen vom Titelbild zu Nummer 23 verwendet – inklusive der Brille. Die Ähnlichkeiten (z. B. die Schatten in Banners Gesicht) sind augenfällig.

Crackajack Jackson 30.12.2020 16:43

Der gewaltige Hulk #26 (Teil 2)

https://www.comicguide.de/pics/medium/24688.jpg


Titel: Die Szene ist bereit!

US: The stage is set!

Williams, Februar 76 (Tales to astonish #81, Juli 1966)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby, Bill Everett
Tusche: Bill Everett


Kurzfassung:
Die Organisation "Secret Empire" beauftragt Bumerang damit, die Pläne für die Orion-Rakete zu besorgen. Dazu entführt dieser Betty Ross. Bruce Banner verwandelt sich wieder in den Hulk und verlässt das Reich Tyrannus.

Langfassung

Drei Agenten mit roten Kapuzen überm Kopf, sehen sich ein Film an, in dem eine neuartige Rakete auf den Hulk abgeschossen wird. Diese Rakete wollen sie für ihr geheimes Reich stehen. Gegenseitig reden sie sich mit Nummern an.
Für diese Aktion beauftragen sie den Bumerang, der gerade in zivil bei einem Date sitzt.
Früher war er ein sehr bekannter Werfer beim Baseball.
Bumerang schickt das Girl nach Hause und zieht sich seinen Superschurkendress an, den er in einem verborgenen Raum versteckt hat.
Unter der Erde herrscht Chaos. Bruce Banner sucht Rick Jones und trifft dabei auf den greisen Tyrannus, der ihm mitteilt, dass er die drei Gefangenen mit seinem Materie Tansmitter wieder an die Oberfläche geschickt hat.
Bruce wirft seine Büste zu Boden und als Tyrannus sie aufheben will, entdeckt er noch eine Pfütze des Lebenswassers. Davon trinkt der Despot und verschwindet in den Höhlen.
Rick Jones, Betty und Major Talbot materialisieren wirklich in der Wüste Nevadas, wo sie schon bald von einem Jeep der Armee gefunden werden.
Mit dem Jeep erscheint auch Bumerang und entführt Betty. Diese will er gegen die Pläne der Orion Rakete eintauschen.
Bruce Banner möchte auch nach oben. Um zum Materie Transmitter zu gelangen muss er jedoch durch die Schlacht der Moloiden. Dort versuchen die Moloiden ihn umzubringen.
Bruce Banner kommt nicht durch das Schlachtgetümmel zu dem Materie Transmitter. Als er von mehreren Kriegern attackiert wird, verwandelt er sich in den Hulk. Diesem ist es ein leichtes zum Transmitter zu gelangen (er hat den Plan Banners im Hinterkopf) und sich auf den Transmitter zu legen, der ihn an die Oberfläche befördert.
Demnächst:
Der Hulk trifft auf Bumerang

Der Hulk ist in dieser Geschichte nicht das direkte Ziel der Bösen. Er schlittert hier nur in eine übergeordnete Geschichte hinein.
Auch wird hier erstmals eine persönliche Beziehung zu einem Schurken aufgebaut. Wir erfahren mehr über die Hintergründe und das Vorleben. Die ganze Geschichte wird so persönlicher.
Bumerang ist ein wirklich interessanter Schurke mit einem zweckmäßigem, als auch gut aussehenden Outfit. Es macht Spaß ihn seinen Scheiben und Bumerangs werfen zu sehen.

Aktuell
Bumerang ist nach so langer Zeit immer noch aktiv und ist zurzeit Zimmergenosse von Peter Parker. Auch Spider-Man und Bumerang arbeiten zusammen und haben gerade eben die Tafel der ewigen Jugend vor den Fängen des Kingpin bewahrt.

Crackajack Jackson 30.12.2020 18:55

Der gewaltige Hulk #27 (Teil 1)

https://www.comicguide.de/pics/medium/24689.jpg


Titel:
Der Kriegsschrei des Bumerang!

US: The battle cry of the Boomerang!

Williams, März 76 (Tales to astonish #82, August 1966)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Bill Everett




Kurzfassung

Der Hulk verhindert die Entführung von Betty und schlägt Bumerang in die Flucht.

Langfassung

Der Hulk materialisiert mitten in einem Raketentestgelände. Dort werden gerade die neuesten Waffen ausprobiert. Als die Soldaten den Hulk sehen, feuern sie natürlich noch mehr, doch dieser bringt sich mit einem gewaltigen Sprung in Sicherheit.
General Ross ist außer sich vor Wut, denn er ist der Überzeugung, dass der Hulk seine Tochter entführt hat. Zum Glück kommen Major Talbot und Rick, die ihm über die Entführung seiner Tochter durch den Bumerang berichten.
Im Stützpunkt des "geheimen Reiches" beobachtet man die Aktionen von Bumerang ganz genau. Alles läuft nach Plan, doch die Mitglieder scheinen sich untereinander nicht zu trauen. Als eines ihrer Mitglieder, Codename Nr. 5, zum Kontrollpult geht, wird es durch eine Falle vergast. Man hat die Nr. 9 im Verdacht.
Bumerang hat das Pech, dass er mit seiner Geisel die Wege des Hulk kreuzt.
Er versucht erst mit seinen Jetstiefeln zu entkommen, doch der Hulk springt genauso schnell hinterher und ermüdet nicht.
Dann landet Bumerang, klippt ein paar Magnetscheiben zusammen und wirft sie auf den Hulk. Die Magnetscheiben ziehen die Beine des Hulk an die Brust und er ist bewegungsunfähig. Danach wirft er seine größte Waffe, den elektrischen Bumerang auf den Hulk. Doch auch diese Waffe lässt den Hulk relativ kalt.
Schon nimmt er die Verfolgung des Schurken wieder auf, der mit seiner kostbaren Fracht zu fliehen versucht.
Die Armee hat inzwischen die Kämpfenden gespotted und macht sich bereit zu intervenieren. General Ross befiehlt Major Talbot bei der Orion Rakete zu bleiben, für dessen Schutz er zuständig ist. Rick Jones schmuggelt sich in einen der Militärjeeps, die sich auf den Weg machen.
Inzwischen sieht Bumerang ein, dass er mit Betty nicht entkommen kann. Er überlässt sie dem Hulk und flieht in einem Hubschrauber des "Secret Empires".
Jetzt kommt der Moment, in dem der Hulk zum ersten Mal mit Betty alleine ist.

Eine wirklich sehr spannende Geschichte. Was hat es mit der Organisation "Geheimes Reich" auf sich, die ihren Mitgliedern Nummern gibt und die verhüllt sind, wie der Ku Klux Klan?
Die Zeichnungen sind okay, besonders der Kampf gegen den Ringmeister wurde wieder mal sehr gut dargestellt.

Crackajack Jackson 31.12.2020 15:33

Der gewaltige Hulk #27 (Teil 2)



Titel: Weniger als ein Monster, mehr als ein Mensch!

US: Less than monster, more than man!

Williams, März 76 (Tales to astonish #83, September 1966)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Jack Kirby
Tusche: Bill Everett



Kurzfassung

Der Hulk bringt General Ross und Rick Jones zu Betty.
Bumerang versucht die Orion-Rakete zu stehlen.

Langfassung

Da sind sie nun also. Betty Ross und der Hulk. Zu allem Unglück fängt es auch noch an zu regnen. Damit die beiden nicht nass werden, gräbt der Hulk mit bloßen Händen eine Höhle.
Im Hubschrauber des geheimen Reiches hört Bumerang von den Truppenbewegungen, die in Richtung Hulk unterwegs sind. Deshalb ist die Orion Rakete fast unbewacht und bietet ein leichtes Ziel für ihn.
Da er ein Navigationssystem in seinen Anzug eingebaut hat, macht er sich gleich auf den Weg.
Nachdem er in der Höhle ein Feuer entfacht hat, macht der Hulk sich auf den Weg auf der Suche nach Nahrung. Doch schon bald hat ihn die Armee gesichtet und nimmt ihn unter Beschuss. Er ergreift sich Rick Jones und General Ross und springt mit ihnen zu Betty.
Hier erfährt er, dass der Hulk Betty nicht bedroht, sondern gerettet hat.

Der Bumerang lässt einen Tank in der Raketenhalle explodieren, sodass die Orion-Rakete hinausgeschafft werden muss. Jetzt hat er freie Bahn, die Rakete zu stehlen.
Das geheime Reich wackelt. Nummer 9 ist sehr ehrgeizig und schaltet mit einer Betäubungsgranate die Mitglieder 2-8 aus.

Besonders die erste Szene bringt etwas Romantik in die Geschichte rein. Die Schöne und das Biest. Eine Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist und trotzdem sind da die wenigen Momente der Zweisamkeit, wo sich die zwei Seelen berühren.
Dazu der Hulk, der den beiden eine Höhle baut.
Alles sehr rustikal und doch berührend.
Das geheime Reich scheint sich selbst auszuschalten. Außer das die Mitglieder gegeneinander intrigieren erfährt man nicht viel von dieser geheimnisvollen Gruppe.
Ich bin gespannt, wie sich das Verhältnis von General Ross und dem Hulk entwickelt.

Peter L. Opmann 31.12.2020 16:11

Diese Ausgabe muß ich mir unbedingt nochmal anschauen. Everett hat Kirby sehr effektiv geinkt (ich erinnere mich besonders an ein paar "THor"-Ausgaben). Aber ich kann mich an herausragendes Artwork in den späten "Hulk"-Heften gar nicht erinnern. Ich tippe eher darauf, daß Kirby auch hier nur grob vorgezeichnet und Everett den Großteil der Arbeit überlassen hat. Aber: Ich kann mich auch irren.

Crackajack Jackson 01.01.2021 09:41

Der gewaltige Hulk #28 (Teil 1)

https://www.comicguide.de/pics/medium/24690.jpg

Titel: Stadt des Schreckens

US: Rampage in the city!

Williams, April 76 (Tales to astonish #84, Oktober 1966)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Dick Ayers, Gene Colan, Bill Everett, Jack Kirby, John Romita Sr.
Tusche: Dick Ayers, Bill Everett, John Romita Sr.


Kurzfassung

Der Hulk sucht in New York die Rächer. Rick Jones überführt ein Auto nach New York, um zu ihm zu kommen.

Langfassung

Die Frage, die Stan Lee am Anfang der Geschichte stellt:
Kann ein grünhäutiger, unangepasster Mensch in der heutigen Welt akzeptiert werden und Erfüllung finden?
Diese Frage ergibt sich, als der Hulk sich an seine Rächerkollegen erinnert und mitten in die Stadt (New York) springt.
Dort sucht er sich erst mal Kleidung, ähnlich wie der Silver Surfer (US #5), als dieser unter den Menschen wandelte.
Verkleidet wandert er auf der Suche nach den Rächern durch die Straßen von NY, bis er von einem Polizisten erkannt wird.
Der alarmiert seine Kollegen und schon bald sind die Straßen erfüllt von Polizeisirenen.
Von dem Lärm verschreckt, flüchtet der Hulk in den Hintereingang eines Kinos, in dem gerade Namor zwischen den Zuschauern entdeckt wurde.
Dieser ist in seiner eigenen Serie in Tales to Astonish 84, gerade in diesem Kino gewesen. Stan Lee lässt in dem Kino beide Serien zusammenlaufen, obwohl die beiden Helden nicht miteinander reden oder kämpfen.
In dem Kino werden die neuesten Nachrichten gezeigt. Bumerang versuchte die Orion-Rakete zu stehlen, aber dank des heldenhaften Einsatzes von Major Talbot, der lieber die ganze Basis und sich selbst in die Luft sprengen würde, als Bumerang die Rakete zu überlassen, konnte der Diebstahl vereitelt werden und Bumerang musste ohne Rakete abziehen. Die ganze Basis wurde sofort nach Cape Kennedy verlegt. Jetzt weiß der Hulk, warum die Basis verlassen war, als er sie aufsuchte, um nach Betty zu sehen.
Rick hört im Radio, dass der Hulk in New York ist. Er muss ihm zu Hilfe eilen und erklärt sich bereit für einen Mann ein Auto nach NY zu bringen. Eine zwielichtige Geschichte, denn der Auftraggeber erklärt Rick, er dürfe auf keinen Fall in den Kofferraum des Wagens schauen. Trotzdem nimmt der Junge das Angebot an, denn er muss irgendwie nach NY kommen.
In NY spitzen sich die Dinge zu. Der Wind bläst dem Hulk den Hut vom Kopf und er wird von der Menge erkannt, die die Polizei alarmiert. Hulk flüchtet in die U-Bahn, wo er auf die Gleise fällt und einen starken elektrischen Schlag bekommt.
Der Zug kommt angebraust und fährt auf die beschädigten Gleise zu, kann aber vom Hulk gestoppt werden, der damit die Menschen im Inneren des Zuges rettet.
Einige Menschen sehen die Tat und feiern ihn als Retter, viele andere sehen ihn weiter als Bedrohung. Dem Hulk wird das alles zu viel und er springt durch die Decke wieder an die Oberfläche von NY.


Hier zeigt Stan Lee eine ganze Ausgabe lang die Reaktionen der Menschen auf den Hulk. Natürlich sind sie wie immer gespalten. Die Menschen haben Angst vor allem, was anders ist.
Der Hulk bleibt das unverstandene Wesen, auf der Suche nach den Rächern bzw. nach Freundschaft.
Auch der Hulk hat sich in den letzten Ausgaben verändert. Er will nicht mehr zerstören und kämpfen, sondern geht, gerade in diesem Heft, dem Konflikt aus dem Weg.

Wie schon in Heft 17, welches ich übrigens gestern zusammen mit Essential Hulk 3 und 2X Essential Hulk 4 von meinem Speicher geborgen habe, wird hier im Titel eine Alliteration verwendet. Statt "Rick, Roboter und Raketen" heißt es nun auf dem Cover "Menschen, Monster und Rakete".

Die Hüte des Hulk:
https://share-your-photo.com/17f79b3d75

Das Originalcover:

https://share-your-photo.com/img/3b6118bce7.jpg

Peter L. Opmann 01.01.2021 10:20

Marvel suchte wohl zu dieser Zeit einen festen Zeichner für die Serie. Hier war ein Gemeinschaftswerk nötig, weil offenbar niemand Zeit hatte. Dann kommen jeweils kurzzeitig John Buscema und Gil Kane, die aber als Stammzeichner beide nicht in Frage kamen. Schließlich übernahm Marie Severin.

Buscema war nach meiner Erinnerung gewohnt gut, Gil Kane erreichte nicht die Qualität späterer Marvel-Arbeiten. Marie Severin hatte keinen ausgeprägt weiblichen Comicstil (falls es sowas gibt); sie nahm die vorhandenen Formen auf, mit ein paar Eigentümlichkeiten. Aber hätte ich es nicht gewußt, hätte ich nicht auf eine Zeichnerin getippt.

Horatio 01.01.2021 14:48

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 674082)
[B]Die Frage, die Stan Lee am Anfang der Geschichte stellt:
Kann ein grünhäutiger, unangepasster Mensch in der heutigen Welt akzeptiert werden und Erfüllung finden?

Wörtlich lautet die Frage bei Williams:
"Kann ein grünhäutiger Introvertierter mit anti-sozialen Tendenzen Glück und Erfüllung in der modernen materialistischen Gesellschaft finden?" (Übersetzer: Hartmut Huff)
Das ist auch die wörtliche Übersetzung des amerikanischen Originals.

Eine ähnliche Frage wurde schon in Hulk 6 gestellt:
"Könnt ihr euch vorstellen, dass ein Mann mit grüner Haut und aggressivem Wesen sich einfügen kann in unsere Gesellschaft, in der Gleichheit und Mittelmäßigkeit erstrebenswerte Attribute sind?" (Übersetzerin: Christiane Metzin)
Das amerikanische Original lautet etwas anders:
"Can a man with green skin and a petulant personality find true happiness in today's status-seeking society?"

Stan Lee hat damit vielleicht eine Modefrage aus den Sechzigerjahren parodiert?


*


Zitat:

Zitat von Phantom (Beitrag 673730)
Das Cover [zu #22] ist wieder eine Eigenkreation.
Der Kopf sieht aber zu professionell für einen Williams-Zeichner aus, er ist also sicher aus irgendeinem Panel kopiert. Das habe ich aber noch nicht gefunden.

Es handelt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit um den Kopf aus dem Splashpanel in Hulk 5, auch wenn der Hulk dort in eine andere Richtung schaut.

Crackajack Jackson 01.01.2021 15:48

Das war schon bei den Rächern ein großes Thema. Die Akzeptanz von Randgruppen und Andersartigen.

Das zentrale Thema bei den X-Men.

Crackajack Jackson 01.01.2021 17:03

Der gewaltige Hulk #28 (Teil 2)



Titel: Die Rakete und das Monster

US: The missile and the monster!

Williams, April 76 (Tales to astonish #85, November 1966)

Autor: Stan Lee
Zeichner: John Buscema
Tusche:
John Tartaglione




Der Hulk wird von der New Yorker Polizei angegriffen. Dabei trifft er auf Rick Jones, der ihn in seinem Wagen mitnimmt. Aus dem Kofferraum des Wagens kommt plötzlich ein Roboter heraus, der immer größer wird.
Dieser Roboter sendet einen elektronischen Strahl ab, der die Orionrakete, die gerade getestet wird, direkt auf New York City umleitet.
Der Hulk erkennt die Rakete und springt auf sie. Dann verwandelt er sich in Banner.

In dieser Geschichte ist der Hulk bzw. Banner mal wieder die einzige Hoffnung für New York. Es ist schon unglaublich, dass er auf eine Rakete aufspringen kann.
Über die Hintergründe des Attentäters erfahren wir nichts, außer dass er ein russischer Spion ist. Es reicht ihm wohl New York zu zerstören.
Man denkt da automatisch an den 11.September.

Der Hulk wird jetzt mit mehr Schraffuren gezeichnet. Wenn er sitzt, gleicht seine Haltung der eines Affen. Seine Arme gehen bis zum Boden.

Horatio 01.01.2021 17:23

Zitat:

Zitat von Crackajack Jackson (Beitrag 674128)
Das war schon bei den Rächern ein großes Thema. Die Akzeptanz von Randgruppen und Andersartigen.

Das zentrale Thema bei den X-Men.

Das ist sicher richtig.

Ich meine aber was anderes. Stan Lee greift hier einen Trend der Sechzigerjahre auf, als man sich verstärkt mit der Frage nach dem Glücklichsein beschäftigte. Vermutlich persifliert er eine "trendige" Fragestellung der damaligen Zeit.

Ein Zitat aus einem Artikel der Huffington Post:
"But however you look at it, the decade of the cultural revolution [Anm.: gemeint sind die Sechzigerjahre] was a time when our ideas about health, wellness and happiness were radically changing.
In some ways, the spirit of the 1960s counterculture has made a resurgence today: We've arguably returned to a time when many are questioning the value of our relentless pursuit of "success" (and the stress that comes along with it), asking whether our hard-driving lifestyles are causing us to miss out on some of the important things in life. Interest in yoga, meditation and Eastern spirituality -- which were all originally popularized in the West during the 60s -- have also peaked in recent years, becoming ingrained in our cultural lexicon and American lifestyles."

Crackajack Jackson 01.01.2021 17:56

Es lag wohl in der Luft und hielt Einzug in alle Bereiche.

Das Musical "Hair", nur zwei Jahre später entstanden, bringt es wohl am deutlichsten zum Ausdruck.

Ich bin zu jung, dass miterlebt zu haben, aber es war wohl wirklich eine Revolution gegen das Establishment, die alles veränderte.

Love, peace and happiness - Jeder sollte sein Glück finden.

Sozusagen wurde der Hulk zum Blumenkind. Er wandelte sich vom Monster zu einem Kind, das seinen Frieden sucht.

Dazu passend dann die Einleitung mit einem Slogan der damaligen Zeit.

Crackajack Jackson 02.01.2021 13:37

Der gewaltige Hulk #29 (Teil 1)

https://www.comicguide.de/pics/medium/24691.jpg

Titel: Die Geburt des... Hulk-Killers!

US: The birth of... the Hulk-Killer!

Williams, Mai 76 (Tales to astonish #86, Dezember 1966)

Autor:
Stan Lee
Zeichner: John Buscema
Tusche: Mickey Demeno

Kurzfassung

Bruce Banner/Der Hullk retten New York, indem sie die Orion Rakete umleiten. General Ross und Major Talbot schicken einen Superhumanoiden aus dem Labor des Spiritus Rector in den Kampf gegen den Hulk.

Langfassung

Banner kann die Orion Rakete im Flug so programmieren, dass sie im Wasser landet.
Rechtzeitig zur Landung verwandelt er sich wieder in den Hulk. Ein Flieger sieht den Hulk auf der Rakete und meldet, dass der Hulk für die Sabotage der Orion verantwortlich war.
Woanders wird gerade von der Polizei das geheime Labor des Spiritus Rectors entdeckt.
Das Pentagon wird informiert und eine Stunde später sind schon General Ross, Major Talbot und Betty Ross zur Stelle. Sie finden einen Humanoiden, der gebaut wurde, um den Hulk zur Strecke zu bringen.
Ross beauftragt seinen fähigsten Forscher den Humanoiden zum Leben zu erwecken, was dieser auch schafft, nachdem er sich die Notizen des Spiritus Rector durchgelesen hat.
Einmal angeschaltet, lässt sich der Humanoide nicht mehr aufhalten und stapft einfach davon.
Auch ein anderer Gegner macht sich bereit für den Kampf gegen den Hulk. Es ist Bumerang, der sein Waffenarsenal und seine Jetstiefel noch effektiver gemacht hat.
Major Ross hat inzwischen kapiert, dass es vielleicht nicht die beste Idee war, den Humanoiden zu aktivieren. Ihre Waffen haben keinen Effekt auf das Monster. Sie können nichts anderes tun, als den Humanoiden zum Hulk zu lenken.
Bald stehen sich die zwei Giganten gegenüber und es scheint, als habe der Hulk dem Humanoiden nicht viel entgegenzusetzen.

Hier wird wieder einmal das altbewährte Muster mit den Humanoiden genommen. Dieses Mal sieht der Humanoid noch etwas stärker und auch menschlicher aus.
Die Szene mit der Erweckung gleicht stark der des Monsters von Frankenstein.
General Ross hat hier den Geist aus der Flasche gelassen, was auch öfters in anderen Marvel Geschichten passierte.
Ich denke da an Jameson, der mit Farley Stillwell mehrere Superschurken erschuf, die dann aus Rache JJJ ans Leder wollten.
Von der Gestalt her sieht der Humanoide fast genauso muskulös aus wie der Hulk. Er hat nur eine andere Farbe und ein anderes Gesicht.
Am ehesten kann man ihn noch mit seinem Gegner auf dem Planeten des Beobachters vergleichen.
Er scheint nicht ganz seelenlos zu sein, denn er hat auch Gedankenblasen, in denen sein Vorgehen beschrieben wird.
Der Kampf gegen den Humanoiden hat noch nicht begonnen, da macht sich der nächste Gegner schon warm. Den Vorbereitungen von Bumerang, der sich am Hulk rächen will, werden ein paar Panels eingeräumt. Die Geschichten beginnen ineinander überzugehen und nicht mehr einen Anfang und ein Ende zu haben.

Crackajack Jackson 02.01.2021 19:07

Der gewaltige Hulk #29 (Teil 2)



Titel: Der Humanoid und der Held!

US: The Humanoid and the hero!

Williams, Mai 76 (Tales to astonish #87, Januar 1967)

Autor: Stan Lee
Zeichner: John Buscema
Tusche: Mickey Demeno



Kurzfassung

Der Kampf gegen den Humanoiden wird entschieden durch die Intelligenz Banners und die Kraft des Hulks.
Die Unschuld des Hulk an der Umleitung der Orion Rakete wird bewiesen.


Langfassung

Der Hulk kämpft gegen einen Radiergummi. So scheint es zumindest. Alle Schläge vom Hulk werden abgefedert, während der Hulk die Schläge des Humanoiden voll nehmen muss.
Die Armee schaut zu. Betty Ross bangt um ihre einstige Liebe, General Ross feuert den Humanoiden an, da er immer noch glaubt, der Hulk hätte die Orion Rakete auf New York gelenkt.
Inzwischen wird der wahre Attentäter verhört und bekennt, dass der Hulk nicht mit ihm zusammen gearbeitet hat, sondern im Gegenteil ganz New York gerettet hat, indem er den Kurz der Orion Rakete umlenkte.
Der Officer telefoniert sofort General Ross an, um ihm davon zu berichten, doch Major Talbot geht ran. Nach kurzem Zögern, gibt er die Nachricht von der Unschuld des Hulk, beflissen an den General weiter.
Dadurch ändert sich das Verhalten der Armee. Der Hulk soll gerettet werden, doch das ist gar nicht so einfach. Rick Jones, der inzwischen am Kampfplatz angelangt ist, geht zwischen die Kontrahenten und fängt sich einen Schlag vom Humanoiden ein. Durch den Schock wird Hulk zu Banner.
Banner weiß sofort was zu tun ist. Er befiehlt den Soldaten den Humanoiden zu beschäftigen, während er mit dem General und Major Talbot einen starken Stromgenerator holen. Dann verwandelt sich Banner wieder in den Hulk, der mit einem Stromstoß aus dem Generator den Humanoiden kurzschließt. Die Schaltkreise des Humanoiden sind durchgebrannt, doch die Rückkopplung hat auch den Hulk ausgeknockt.
Von weitem hat Bumerang dem Kampf zugesehen und er weiß nun, wie er den Hulk besiegen kann. Er muss nur warten, bis er sich in Banner verwandelt hat.

Die Verwandlungen von Bruce Banner in den Hulk und zurück geschehen immer willkürlicher. Schon bei der Umleitung der Orion Rakete verwandelte sich der Hulk kurz in Banner, der die Gehirnarbeit machte, um danach wieder zum Hulk zu werden.
In diesem Heft läuft es ähnlich ab.
Der ehrbare Charakter von Major Talbot wird hier auch noch mal hervorgehoben. Dienst geht bei ihm vor Privatleben, auch wenn es noch so schwerfällt. Er wird mir immer sympathischer.
Banner wird hier zur Achillesferse für den Hulk. Bumerang ist der erste Schurke, der auf die Idee kommt Banner zu töten, um damit auch den Hulk zu besiegen.
Auch in Sachen Mode hat sich hier etwas getan. Der Bumerang hat ein neues Kostüm. Das erste hatte mir eigentlich besser gefallen.
Der Humanoide blieb doch mehr der stumme Gegner. Außer einem Gedanken am Anfang des Kampfes hatte er keine sichtbaren Regungen mehr gezeigt.
Der Hulk selbst ist jetzt eigentlich von jeder Schuld reingewaschen und steht als Held da.
Mal schauen für wie lange.

Crackajack Jackson 03.01.2021 10:13

Der gewaltige Hulk #30 (Teil 1)


https://www.comicguide.de/pics/medium/24692.jpg

Titel: Bumerang und Bestie!

US: Boomerang and the brute!

Williams, Juli 76 (Tales to astonish #88, Februar 1967)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Gil Kane
Tusche: Gil Kane



Kurzfassung

Der Hulk hat die Chance bekommt die Chance auf Amnestie vom Präsident der vereinigten Staaten, die General Ross jedoch ablehnt.
Bumerang versucht den Hulk zu besiegen und kommt selbst dabei um.

Langfassung

Der Hulk wird von der Menge umringt. Die Presse ist natürlich sofort da und schießt Fotos. Man kann nicht sagen, dass ihm das gefällt. Bumerang macht sich das zunutze und schießt eine seiner kleinen Magnetscheiben auf ihm, sodass der Hulk glaubt, die Reporter würden ihn beschießen.
Er wird wütend und wirf alles durcheinander. Dann springt er weg.
Bumerang hat sein Ziel erreicht. Die Armee und die Menschen halten ihn für ein unkontrollierbares Monster, dem Einhalt geboten werden muss und wenn er von Bumerang erledigt wird, ist das eine Heldentat.
Gleich darauf fährt eine Limousine vor mit einem dringenden Brief aus Washington.
Der Präsident der USA, Lyndon B. Johnson, stellt es General Ross frei, ihm Amnestie zu erteilen und ihn von allen Vorwürfen zu befreien.
Eine halbe Stunde früher hätte der General das vielleicht noch gemacht, aber nach diesem Ausraster, zerreißt er den Brief.
Bumerang folgt dem Hulk und lässt sich von ihm sehen. Alles läuft nach Plan. Der Hulk bemerkt Bumerang und erkennt seinen einstigen Gegner. Sein Ziel ist es den Hulk zu einem Staudamm zu locken. Dort bekämpfen sie sich, das heißt, Bumerang versucht den Hulk unter Felsen zu begraben. Er merkt jedoch schnell, dass der Hulk mit seinen Waffen nicht zu besiegen ist. Selbst das Beruhigungsgas, dass er auf ihn abfeuert, scheint nicht zu wirken.
Dann sprengt er den Staudamm, um den Hulk mit den Wassermassen zu ertränken.
Hulks letzter Schlag befördert Bumerang jedoch auch in die Gefahrenzone, aus der er sich alleine nicht mehr retten kann. Er fleht den Hulk an, der jetzt gerade dabei ist sich in Banner zurückzuverwandeln sie beide zu retten, doch als der Hulk dann mit Bumerang hochspringt und am rettenden Felsen hängt, setzt die Verwandlung (hervorgerufen durch das Beruhigungsgas) und Banner kann Bumerang nicht länger halten.
Er stürzt in die Fluten und Bruce erklimmt den Felsen.

Wieder mal wechselt der Hulk zu Bruce Banner, wie es am effektivsten für die Handlung ist.

Ein sehr dramatisches Ende von Bumerang, der jetzt erst mal wie der Spiritus Rector für die nächsten Ausgaben als tot gilt.

Irgendwie berührt es mich immer, wenn ich in einem Comic etwas über reale Personen, hier ein Brief mit Unterschrift, vom damaligen Präsidenten lese. Die Unterschrift ist jedoch nicht vollständig zu sehen, genauso wie der Präsident in den vorangegangen Hulk Heften nur als Schatten, oder in Teilansicht zu sehen war.

General Ross wird hier seinem Ruf als erbitterter Gegner des Hulks gerecht.
Auch Rick Jones ist hier wieder mal als ewiger Vermittler zwischen dem Hulk und seiner Außenwelt zu sehen. Dieses Mal werden seinen Bemühungen jedoch nicht von Erfolg gekrönt.
General Ross hört ihm nicht zu, als er erklären will, dass der Bumerang für den Ausraster des Hulk verantwortlich ist und der Hulk stößt ihn zur Seite, als es ihn zur Beruhigung mahnt.


Gil Kane übernimmt ab dieser Ausgabe die Zeichnungen.
Viele Panels werden hier ohne erkennbaren Hintergrund gezeichnet.

Crackajack Jackson 03.01.2021 14:40

Der gewaltige Hulk #30 (Teil 2)




Titel: ...es wird kommen ein Fremder!

US:...Then, there shall come a Stranger!

Williams, Juli 76 (Tales to astonish #89, März 1967)

Autor:
Stan Lee
Zeichner: Gil Kane
Tusche: Gil Kane


Bruce Banner liegt nach dem Kampf mit dem Bumerang bewusstlos auf einer Klippe.
Da erscheint der Fremde, der vorhat mithilfe des Hulks einen Großteil der Menschheit zu vernichten, um dann mit den wenigen Überlebenden etwas Neues zu erschaffen.
In der Militärbasis kommt es zu einem ernsten Gespräch zwischen Rick Jones und General Ross zu einem ernsten Gespräch. General Ross versichert Rick, den Hulk zu töten, wenn er ihn erwischt.
Ein ganz anderes Problem hat Bruce Banner, der sich jetzt in den Hulk verwandelt. Voller Wut stürzt er sich auf den Fremden, der begeistert ist von soviel Kraft und Wildheit. Doch der Fremde verfügt über ganz andere Möglichkeiten. Mit einer Geste teleportiert er eine große Maschine von seinem Heimatplaneten auf die Erde. Mit dieser Maschine polt er den Hulk um, der jetzt ein williges Werkzeug des Fremden ist.

Dem Hulk wird hier keine Atempause gegönnt. Nach dem dramatischen Kampf gegen Bumerang, hat es nun der Fremde auf ihn abgesehen. Der Fremde ist einer der "Elders of the Universe " und damit ein fast gottgleiches Wesen.
Er will gleich den ganzen Planeten versklaven, weil die Menschheit mit ihren Atomwaffen für das ganze Universum eine Gefahr darstellt.
Hier nimmt Stan Lee, die Angst vor Atomwaffen als Grund für eine gute Geschichte. Der Fremde sieht sich selbst als Heilsbringer, der das Universum vor der Erde beschützen will.

Crackajack Jackson 03.01.2021 18:10

Der gewaltige Hulk #31 (Teil 1)

https://www.comicguide.de/pics/medium/24693.jpg


Titel: Das Scheusal!

US: The Abomination!

Williams, Juli 76 (Tales to astonish #90, April 1967)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Gil Kane
Tusche: Gil Kane

Kurzfassung

Als der Hulk sich zu Banner verwandelt, erlischt die Hypnose durch den Fremden. Auf der Militärbasis wird ein russischer Spion zu Abomination, besiegt den Hulk und flüchtet mit Betty Ross als Geisel.

Langfassung

Der Hulk springt durch das Land und bringt Verwüstung. Irgendwas zieht ihn jedoch zur Militärbasis. Dort verwandelt er sich in Banner und die Hypnose des Fremden stoppt.
Bruce hat Angst davor wieder zum Hulk zu werden. Was ist, wenn er dann wieder unter dem Einfluss des Fremden steht? Deshalb fasst er den Entschluss sich umzubringen.
In General Ross Besprechungszimmer wird heftig über einen Spion diskutiert, der sich auf dem Militärgelände herumtreiben soll.
Gerade dieser Spion ist auf der Suche nach Banners Gammakanone, von der er zumindest Pläne oder ein Bild mit hinter den Eisernen Vorhang nehmen will.
Er dringt in Banners Labor ein und fotografiert die Kanone. Er kann sich gerade noch verstecken, als Bruce Banner das Labor betritt. Mit einer Überdosis aus der Gammakanone will er sich das Leben nehmen. Doch auch Banner wird von Soldaten unterbrochen, die ihn unter der Leitung von Major Talbot sofort festnehmen, bevor er sein Vorhaben ausführen kann.
Der Spion hat aus seinem Versteck alles mitbekommen und stellt sich jetzt selbst vor die Gammakanone. Er betätigt sie und die volle Ladung Gammastrahlen macht ihn zum Abomination, der die Kanone jetzt zerstört, damit es keine weiteren Gammamonster mehr gibt.
Abomination hat eine größere Menge Gammastrahlen abbekommen als der Hulk beim ersten Mal. Er zerstört die Wand und das Labor. Dabei wird er von Bruce gesehen, der sich so darüber aufregt, dass er sich in den Hulk verwandelt.
Die zwei Gammamonster prallen aufeinander. Es zeigt sich, dass Abomination die Oberhand gewinnt und den Hulk zumindest bewusstlos schlägt. Dann greift er sich Betty Ross als Geisel und hüpft mit ihr weg.

Hier ist also die Entstehungsgeschichte von Abomiation, einem der größten Gegner des Hulk.
In vielen der besten Hulk Geschichten ist Abomination aka. Emil Blonsky Gegner des Hulk.
Am besten hat mir da die Storyline Hulk Vol2 #50 von 1999 gefallen.
Die eigentliche Geschichte, mit dem Fremden, der den Hulk unter seinen Einfluss brachte, scheint abgehakt zu sein. Sie war wohl nicht fertig durchdacht und endete mit der Verwandlung vom Hulk zu Bruce Banner.
Hier steht jetzt der Hulk erstmals einem Gegner gegenüber, der ihm an Kraft zumindest ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen ist. Außerdem hat Emil Blonsky keine geistigen Beeinträchtigungen. Er ist derselbe, der er vor der Verwandlung war.
Betty Banner wird hier als Geisel genommen. Dies ist ein zusätzlicher/persönlicher Anreiz für den Hulk, Abomination zu besiegen. Es wird spannend.
Der Hulk und Abomiation werden hier von Gil Kane schon fast cartoonig gezeichnet.

Crackajack Jackson 04.01.2021 16:05

Der gewaltige Hulk #31 (Teil 2)



Titel: Wer dem Hulk ein Leid zufügt...!

US: Whosoever harms the Hulk..!

Williams, Juli 76 (Tales to astonish #91, Mai 1967)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Gil Kane
Tusche: Gil Kane



Der Hulk liegt bewusstlos am Boden. Rick Jones schlägt vor ihm eine Dosis Gammastrahlen zu verpassen und so wird's auch gemacht.
Einmal wach, will der Hulk sich natürlich aus dem Staub machen, aber Rick bittet ihn dazubleiben und zu helfen. Betty muss gerettet werden.
Dieser Name dringt natürlich zum Hulk durch und scheint ihn auch irgendwie zu beruhigen, denn er verwandelt sich in Banner.
Mit dem kann General Ross nun im Moment gar nichts anfangen. Man braucht dem Hulk um Abomination zu besiegen.
Bruce sieht das jedoch etwas anders. Wo Stärke nichts hilft muss Intelligenz her und er hat auch schon einen Plan. Mit einem Funkstrahl auf Gammabasis ziehen sie Abomination unwiderstehlich an.
Dann verwandelt sich Banner in den Hulk und dieser stürzt sich mit aller Kraft und Wut auf seinen Opponenten.
Zeuge dieses Kampfes ist der Fremde, der an seinem Bildschirm in weiter Ferne seine Meinung über die Menschheit ändert. Er merkt, dass der Hulk niemals Diener sein wird und nimmt Abomination stattdessen als Diener mit sich. Der Erde gibt er noch mal eine Chance.
Betty ist gerettet und das Problem mit Abomination ist gelöst.

In dieser Geschichte kommt es doch noch mal zu einem Abschluss mit dem Fremden. Er löst auch gleich das Problem mit Abomination. Ein Monster, das bösartig ist und mindestens genauso strark ist wie der Hulk, könnte man in einem normalen Gefängnis nicht festhalten. Die Figur des Abomination ist auch zu gut, um sie gleich wieder zu zerstören.
Der Fremde spielt in dieser Geschichte einfach den Deus ex machina und löst am Ende alle Probleme, einschließlich sich selbst, in Luft auf.
Ansonsten ist es wieder mal: Rick Jones, der den Hulk rettet, indem er vorschlägt, ihm eine Ladung Gammastahlen zu verpassen.
Betty Ross, die Damsel in Distress und General Ross, der eisenharte General.

Crackajack Jackson 04.01.2021 18:45

Der gewaltige Hulk #32 (Teil 1)

https://www.comicguide.de/pics/medium/24694.jpg

Titel: Wendepunkt!

US: Turning point!

Williams, August 76 (Tales to astonish #92, Juni 1967)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Frank Giacoia



Der Hulk ist verschwunden. Seit dem Kampf mit Abomination ist er nicht mehr aufgetaucht.
Betty ist verzweifelt, Major Ross tröstet sie und Rick Jones bemüht das Internet...äh, die Teen Brigade über Funk, herauszufinden wo der Hulk sein könnte.
In einem heruntergekommenen Zimmer hat sich Bruce Banner eine Maschine zusammengebaut, die ihn entweder vom Hulk erlösen, oder ihn für immer zum Hulk machen soll.
Seine Antriebsfeder ist Betty. Entweder kann er sie wieder ohne Angst in die Arme nehmen, oder nie wieder. Auf jeden Fall wird es Klarheit geben.
Den Zwiespalt Mensch/Monster hält Bruce nicht länger aus.
Doch das Experiment schlägt fehl. Es hat sich nichts verändert und kurze Zeit später wird Bruce zum Hulk.
Der Hulk springt aus der Wohnung, aus der Stadt, hinaus ins freie Feld. Dort schaut er hinauf zu den Sternen und wünschte, er wäre dort. Dort würde man ihn nicht jagen und hassen.
Da sieht er ein schnelles Licht. Er springt hinauf und greift es, er will mit dem Licht zu den Sternen fliegen, doch es stößt ihn zurück. Er fällt zur Erde und das Licht folgt ihm.
Es ist der silberne Surfer.

Diese Geschichte hat Marie Severin in sehr atmosphärischen Bildern gezeichnet. Die Hoffnungslosigkeit von Bruce Banner wird hier durch dir ärmliche und heruntergekommene Gegend, in der er sich befindet greifbar.
Einige Bilder könnten direkt aus einem Wally West Comic der 50er Jahre stammen.
Bruce Banner in Verkleidung, in einem gemieteten Zimmer hat mich sehr an den Film "Der Unsichtbare" erinnert. Die Situation ist fast dieselbe.
Auch der silberne Surfer ist hier sehr gut getroffen. Seine Schnelligkeit, seine Ausstrahlung. Ein Wesen von einem anderen Stern. Ein Heilsbringer.

Peter L. Opmann 04.01.2021 20:27

Schade, daß ich im Moment nicht richtig mitreden kann. Die "Hulk"-Ausgaben von Marie Severin fand ich grafisch auch nicht so richtig überzeugend. Aber sie war schon ein Phänomen bei Marvel - jahrelang wohl die einzige Zeichnerin.

Williams hat es offenbar weitgehend so eingerichtet, daß nicht zwei verschiedene "Hulk"-Zeichner in einem Heft waren.

jakubkurtzberg 04.01.2021 20:31

Marie Severins Zeichenstil ist gewöhnungsbedürftig. Die Körperproportionen wirken immer irgendwie nicht ganz stimmig. Gut, das sind sie bei Jack Kirby auch nicht, aber der setzte die Helden und Schurken so in Pose, dass es trotz aller "Übertreibung" passte.

Crackajack Jackson 05.01.2021 20:25

Der gewaltige Hulk #32 (Teil 2)



Titel: Wer schlägt den Silberstürmer grün?

US: He who strikes the Silver Surfer

Williams, August 76 (Tales to astonish #93, Juli 1967)

Autor: Stan Lee
Zeichner: Marie Severin
Tusche: Frank Giacoia




Der Hulk und der silberne Surfer stehen sich gegenüber. Er möchte vom Surfer auf eine andere Welt gebracht werden und will ihn dazu zwingen, doch der Surfer hat eher Mitleid mit dem unverständigen Wesen vor ihm.
Da der Hulk ihn nicht loslassen will verpasst er ihm einen groben Schlag mit Toomee.
Als er erwacht, ist der Surfer weg und der Hulk ist umstellt von mehreren Polizeiwagen. Die Polizisten versuchen ihn mit Flammenwerfern am Boden zu halten.
Da bekommt der Surfer, der sich noch ein letztes Mal nach dem Hulk umgeschaut hat, Mitleid und nimmt ihn mit auf sein Board, weg von der Polizei.
Trotzdem kann er, aufgrund seiner Beschränkung, die Erde nicht verlassen. Dies versteht der Hulk nicht und so kommt er wieder zum Kampf zwischen den beiden, den der Hulk verliert.
Der Surfer will mehr über den Hulk wissen und mit seinen kosmischen Kräften erfährt er die Geschichte von Bruce Banner. Die Hoffnungslosigkeit in Banner kennt er zu gut, aber mit seinen Kräften kann er Banner vom Hulk befreien. Er nähert sich dem grünen Monster und gerade als er mit seinen Kräften die Heilung beginnen will, erwacht der Hulk.
Der Hulk versteht die Situation falsch und geht wieder auf den Surfer los.
Damit ist seine Chance auf ein normales Leben vertan.
Ungehalten springt der Surfer auf sein Brett und verschwindet im Abendhimmel.
Das war die große Chance für Bruce Banner. Ein wirklich episches Zusammentreffen zwischen dem Surfer und dem Hulk.
Bis jetzt hatte es der Hulk nur mit anderen Supergegnern zu tun, die ihn bekämpften.
Hier sind es zwei Helden, die aufgrund eines Missverständnisses gegeneinander kämpfen.
Die Kraft des Hulk gegen die kosmische Macht des Surfers. Ein Fest für die Fans.

Zwei Außenseiter, die eigentlich sehr viel gemeinsam haben.
Beide werden in ihrem Handeln oft missverstanden und sind gezwungen immer weiterzuziehen.

Den größten optischen Reiz zieht die Geschichte aus den Figuren der Kämpfer.
Die eher schmächtige Gestalt des Surfers wirkt neben dem Hulk fast zerbrechlich und doch kann er ihn mühelos auf seinem Brett an einer Hand mit sich ziehen.
Tolle Farben umgeben den Hulk und den Surfer bei ihrem Kampf. Die Soundwords passen sehr gut dazu. Klar sieht das Brett des Surfers manchmal aus wie ein übergroßer Mundspatel beim Doktor.
Marie Severin benutzt hier sehr emotionale und lebendige Farben.
Für mich bis jetzt die beste Geschichte.

jakubkurtzberg 06.01.2021 09:13

Interessant ist hier die bsv-Variante mit dem "Silber-Surfer", den man rosa eingefärbt hat.


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