Yves Schlirf (irgendwann in den 1950ern - 12. September 2026)
Obwohl Schlirf eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der frankobelgischen Comicbranche gewesen ist, existieren über seine Herkunft nur Gerüchte. Er soll in den 1950er Jahren in Brabant geboren worden sein, vielleicht 1950, vielleicht am 13. September.
Zusammen mit Éric Coune von der Buchhandlung The Skull organisierte er schon in jungen Jahren Comicbörsen. 1972 eröffnete im Brüssler Stadtteil Uccle mit Schlirf Book eines der ersten Comicfachgeschäfte, das später um eine kleine Galerie erweitert wurde und 2002 seine Pforten schloß.
Der Comicfan schrieb für sein Fanzine Tip-Top, 1980 kam eine Kolumne im Spirou-Magazin dazu. Er brachte eine Reihe von inzwischen legendären Sachbüchern heraus und hatte seit den 1970er Jahre eine Leidenschaft für Manga. Ab 1989 unterstützte er Numa Sadoul als stellvertretender Chefredakteur bei dem Fachmagazin Les Cahiers de la bande dessinée.
Durch seinen Freund Jean Van Hamme erhielt er seine ersten Stellen in der Verlagsbranche, bei Glénat und Dupuis. Bei Dargaud stieg er als künstlerischer Leiter ein und wurde 2018 Stellvertretender Generaldirekteur für Dargaud Benelux.
1997 gründete er den Verlag Kana, der Jirô Taniguchi und Taiyō Matsumoto in Europa bekannt machte. Seit 2007 engagierte er sich im Verlag Blake et Mortimer.
Didier Pasamonik schließt seinen Nachruf mit der Klage, dass die frankobelgische Comicszene ohne Yves Schlirf nicht mehr dieselbe sei.
Quellen: actuabd.com, Stripspeciaalzaak.be,
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