Beiträge von michidiers

    ZACK Sonderheft 4 (Cover A)

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    Das Zack Sonderheft 4 verzichtet auf erdachte Abenteuer und liefert stattdessen -13- in erster Linie dokumentarische Kurzgeschichten mit wahrem Hintergrund aus dem Motorsport.

    Inhalt:

    1.) James Dean am Start
    2.) McQueen kennt kein Unmöglich!
    3.) Coluche - Die Rekordjagd
    4.) Enzo Ferrari/Henry Ford - Duell in Le Mans
    5.) Villeneuve/Pironi - Der Riss
    6.) Der fünfte Titel
    7.) Entführung in Havanna
    8.) Das Duell Matra - Ferrari
    9.) Pescarolo gegen Howard Hughes
    10.) Aufgeben? Niemals!
    11.) In Flagranti
    12.) Magny Cours
    13.) Geister aus der Vergangenheit

    Wer Abenteuer mit Michel Vaillant erwartet, wird überrascht: Der dauersiegende Rennfahrer tritt in diesen Storys hauptsächlich als Nebenfigur, Statist oder Sprecher aus dem Off auf. Im Fokus stehen stattdessen die wahren Legenden des Motorsports. Das Heft ist eine spannende Zeitreise, die den Fokus auf reale Persönlichkeiten, Rennfahrer, historische Rennduelle und Rennstrecken legt. Zu meinen Highlights gehören:

    • Die schicksalhaften Renngeschichten der Hollywood-Ikonen James Dean und Steve McQueen.

    • Die legendären Duelle zwischen Ferrari und Ford sowie Ferrari und Matra Simca auf den Rennstrecken von Le Mans und Daytona.

    • Tragische und heroische Momente der Fahrerlegenden Fangio, Villeneuve, Pironi oder Pescarolo.

    Die Kombination aus Sachkenntnis und zeichnerischer Genauigkeit begeisterte bis zum Schluss. Da die Geschichten aus verschiedenen Epochen stammen, reicht die Bandbreite von klassischen Zeichnungen Gratons bis hin zu modernen Umsetzungen der aktuellen Künstler des Graton-Studios. Dennoch bleibt der unverwechselbare, detailbesessene Look erhalten. Die historischen Rennwagen und Strecken-Layouts sind akribisch recherchiert und meisterhaft in Szene gesetzt.

    Die 100 Seiten starke, geheftete Ausgabe im Magazinformat vom Blattgold Verlag bietet für nur 10 Euro eine hervorragende Druckqualität. Die Farben sind klar auf Papier gebracht. Ergänzt wird der Band durch eine informative redaktionelle Einführung, die den historischen Kontext der Geschichten, sowie die Veröffentlichungshistorie des Vaillant-Universums darstellen.

    ZACK Sonderheft 4 ist eine gelungene grafische Dokumentation des Rennsports. Die Entscheidung, reale Duelle und Persönlichkeiten wie McQueen und Dean in den Fokus zu rücken, macht das Heft zu einer Empfehlung, zumal man als Leser nicht den 100.000sten Sieg von Michel Vaillant präsentiert bekommt.

    Cover B:

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    X-Men Vol. 1 Nr. 2

    Marvel Deutschland

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    Originalausgabe: 1.) The uncanny X-Men 319, 2.) X-Men 39
    Story-Titel: 1.) Ungenutzte Kräfte, 2.) Flug in die Nacht
    Original-Titel: 1.) Untapped potential, 2.) Birds of a feather
    Zeichner: 1.) Steve Epting, Dan Green, Tim Townsend, 2.) Terry Dodson, Matt Ryan
    Text: 1.) Scott Lobdell, 2.) Fabian Niciez

    Inhaltlich splittet sich die Story in einige charakterbasierte Handlungsstränge, die einmal mehr ins Herzschmerz und Beziehungskisten unserer Mutantenfreunde blicken lassen: Bobby Drake (Iceman) nimmt Rogue mit zu einem Abendessen bei seinen Eltern. Was wie ein normaler Familienbesuch beginnt, eskaliert schnell in den tiefsitzenden Vorurteilen seines Vaters gegenüber Mutanten. Gleichzeitig finden Warren Worthington (Archangel) und Betsy Braddock (Psylocke) nach schweren Zeiten endlich als Paar zusammen. Ob da bald die Hochzeitsglocken bimmeln? Auch lernen wir „Adam“ kennen, den Mutanten X-Treme, der dem in Kanada mit einem Flugzeug abgestürzten Opa von Scott Summers das Leben rettet. Zudem wird Professor Charles Xavier von einer Albtraumvision heimgesucht. Er spürt, dass sein totgeglaubter, psychisch kranker Sohn David Haller (Legion) aus dem Koma erwacht ist. Dessen Macht ist unkontrollierbar angewachsen.

    X-Men #2 ist ein gutes Beispiel für das Marvel-Storytelling der späten 90er-Jahre. Es markiert die Ruhe vor dem Gewittersturm, der mit Age of Apocalypse in eine dystopische Realität führt. Diese Ruhe wird mit langen Passagen Soap und den Problemchen der einzelnen Mitwirkenden gefüllt, dabei recht gute und interessante Einblicke in deren Innenleben gewährt. Action und Kloppereien findet man kaum oder überhaupt nicht, jedoch bauen sich immer mehr dunkle Wolken am Horizont auf. Als Leser ahnt man, dass da was in der Luft ist …

    Mit dem heutigen Wissen über die Zusammenhänge und meiner Kenntnis der Figuren lässt sich das Heft mit wahrer Begeisterung lesen. Vor dreißig Jahren sah das schon weitaus anders aus. Mit nur rudimentärem Wissen über die X-Men habe ich einfach nichts gerafft von dem, was da vorging.

    Diese Sammelkarte im Postkartenformat lag dem Heft bei. Es zeigt ein Motiv aus Age of Apocalype, das m.E. später auch noch als Umlaufcover Verwendung fand:

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    Spider-Man Vol. 1 Nr. 2

    Marvel Deutschland

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    Originalausgabe: 1.) The amazing Spider-Man 396, 2.) The spectacular Spider-Man 219
    Story-Titel: 1.) Zurück aus der Hölle (Teil 3) – Totentanz, 2.) (Teil 4) Ein Herz und eine Seele
    Original-Titel: 1.) Deadmen, 2.) Two of a kind
    Zeichner: 1.) Mark Bagley, Larry Mahlstedt, 2.) Sal Buscema, Scott Hanna
    Texter: 1.) Jean Marc de Matteis, 2.) Tom de Falco, Todd Dezago

    In dieser Ausgabe endet der Vierteiler „Back from the Edge“ aus The Amazing Spider-Man #395-396 und The Spectacular Spider-Man #218-219. Hierin verliert Peter Parker nach dem Verlust seiner Eltern und der schweren Krankheit von Tante May fast den Verstand. Er will nur noch "Die Spinne" sein. Nach einer Vergiftung durch den Geier und der Eule und einem gemeinsamen emotionalen Kampf mit seinem in einer ähnlichen Krise befindlichen Kampfgenossen Daredevil, findet Peter zu seiner Menschlichkeit zurück.

    Die in diesem Heft veröffentlichte Story weist durchaus einen philosophischen Anstrich auf. Sowohl Spidey und Mary Jane, als auch Daredevil und die beiden Gegenspieler Geier und Eule machen ähnliche Identitätskrisen durch. Das Autorenteam schafft es dabei immer wieder, recht gelungene Parallelen unter diesen unterschiedlichen Figuren zu ziehen.

    Schade, dass man sich bei diesem Heft nicht zu dem außergewöhnlichen Covermotiv von Sal Buscema aus dem enthaltenen The spectacular Spider-Man 219 durchringen konnte. Aber ich denke, man wollte in dem zweiten Heft es noch bei allgemeineren Covermotiven belassen.

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    Soweit ich mich entsinne (man möge mich ggfls. korrigieren), geht *Back from the Edge“ direkt aus den Ereignissen des Dreiteilers „Lifetheft“ und dem darin beschriebenen vermeintlichen Tod seiner Eltern hervor, dass noch im Condor Verlag in Die Spinne #238 und #239 (The Amazing Spider-Man #386 - #388) veröffentlicht wurde.

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    X-Men #1 Vol. 1

    Marvel Deutschland

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    Die Veröffentlichung von X-Men #1 (Vol. 1) im Jahre 1997 brachte nach Jahren des verlegerischen Chaos eine geordnete Struktur, Kontinuität und modernen US-Kiosk-Flair nach Deutschland und legte das Fundament für die bis heute anhaltende Ära der Marvel-Comics auf dem hiesigen Markt.

    Zuvor lag die Lizenz für die Marvel-Comics beim Condor Verlag. Condor hatte die Geschichten oft gekürzt, umsortiert, in ungeeigneten Taschenbuch- und Albenformaten veröffentlicht. Mitte der 90er Jahre gründete man das Imprint Marvel Deutschland. Das Ziel war eine kleine Revolution: weg vom "Reste-Verwerten" im Taschenbuch, hin zu hochwertigen, chronologischen Heftserien im amerikanischen Format, die nah am Veröffentlichungsrhythmus der USA lagen.
    Der gewählte Einstiegspunkt für die neue deutsche Heftserie war strategisch klug, für Neueinsteiger jedoch eine kleine Herausforderung. Marvel Deutschland startete mitten in einer der turbulenten Phasen der US-Mutantengeschichte, denn nur wenige Hefte nach dem Start (ab Ausgabe #5) steuerte die Serie direkt auf das berühmte Crossover Die Zeit der Apokalypse (Age of Apocalypse) zu.

    Für unwissende Leser wie mich bedeutete das vor rund 30 Jahren einen Sprung ins kalte Wasser. Ich kannte die X-Men lediglich aus Zweitgeschichten von ein paar Hulkheften aus dem Williams Verlag, bzw. als Widersacher der Rächer:

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    Da ich die Condor-Ära nicht kannte, musste ich mich an moderne Erzähldynamiken, detaillierte Zeichnungen und vollkommen neue Mutanten gewöhnen. Gerade diese Nummer 1 besteht fast ausschließlich aus Soapelementen, in denen die mir teilweise vollkommen unbekannten Mutanten Liebes- und Familien- und Minderwertigkeitsprobleme untereinander austauschten. In einfachen Worten: Ich schnallte Null! Dennoch freundete ich mich mit den Muties schnell an und blieb ihnen über viele Jahre treu. Die beiden enthaltenen Storys müssen damals wohl irgendwie meinen Nerv, und sicher auch den der Popkultur der 90er, getroffen haben.

    Das Artwork von Zeichnern Andy Kubert und Roger Cruz lieferte den typischen, dynamischen Look dieser Ära: Muskelbepackte Kerle, breite Schultern, hochgeschossene und sexy Heldinnen, dramatische Posen und knallige Farben. Die Autoren Scott Lobdell und Fabian Nicieza ergänzten das geschickt mit den Herzschmerz-Beziehungsdramen und sanft dosierter Action.

    Kommen wir aber zum Heft als solches:
    Originalausgabe: 1.) The uncanny X-Men 318, 2.) X-Men 38
    Story-Titel: 1.) Umzugstag 2.) Hoffnungen und Träume
    Original-Titel: 1.) Moving Day, 2.) Smoke and Mirrors
    Zeichner: 1.) Roger Cruz, Tim Townsend, 2.) Andy Kubert, Matt Ryan
    Texter: 1.) Scott Lobdell, 2.) Fabian Nicieza

    Mit dieser Serie zeigte Marvel Deutschland, dass Superhelden-Comics im Heftformat auch hierzulande ein Erfolg sein können. Sie lief in der Vol. 1 über 47 Ausgaben und diverse Specials. Als der erste X-Men-Kinofilm drei Jahre danach die Kinos kam, hatte Panini den Boden für den deutschen Markt bereits perfekt bestellt und dafür gesorgt, dass die Serie nach fast dreißig Jahren bis heute bestand hat.

    Wie Spider-Man 1 besaß auch dieses Heft eine limitierte Ausgabe (3000 Exemplare). Im Gegensatz zur normalen Ausgabe hat das Heft einen festeren Umschlag. Der Titelschriftzug »X-Men«, die Heft-Nr. »1« und der »Marvel«-Schriftzug wurden in einer silbernen Metallschicht gedruckt. Es wurde eingeschweißt mit einer Tüte Fleer Cards ausgeliefert. Auch dieses habe ich einige Zeit später für teures Geld von Spekulanten nachgekauft:

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    Jep, auch mir fällt beim Lesen eurer Antworten wieder ein, dass die normale Ausgabe auch Karten hatte. Ich frage mich gerade, wo meine wohl abgeblieben sind.

    Kontinuität: Ich habe ja die Condor Hefte vor einigen Jahren gelesen und bin oftmals über die Kontinuität gestolpert. Vor allem dann, als neben ASM auch noch die weiteren Spider Man Serien starteten, die sich oftmals inhaltlich überlappten. So waren ja bis zu vier SM Serien im Monat in den USA am laufen, die Condor unterbringen musste. Das geschah dann oftmals auch über Veröffentlichungen in Taschenbüchern oder Sonderausgaben. So musste man mehrere Formate kaufen, um die gesamte Story lesen zu können.

    Meilenstein: Es ist kein Meilenstein hinsinsichtlich der Story als solche und deren Inhalt, sondern aus verlagstechnischer, publizistischer Sicht. Denn mit diesem Heft wurde eine echte Wegmarke gesetzt, die einen 30-jährigen Weg begründete, der eben bis heute erfolgreich ist.

    Auflage: Ich meine mich erinnern zu können, dass ich 1997 in meiner Tageszeitung einen Bericht gelesen habe, dass Marvel Deutschland mit einer Auflage von 15000 Exemplaren startete.

    Spider Man Vol 1 Nr. 1

    Marvel Deutschland

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    Originalausgabe:
    1.) The amazing Spider-Man 395, 2.) The spectacular Spider-Man 218

    Titel:
    1.) Zurück aus der Hölle (Teil 1) - Ausgestoßen !, 2.) Zurück aus der Hölle (Teil 2) - Nacht der Ungeheuer
    1.) Outcasts !, 2.) When Monsters Roam !
    Zeichner 1.) Mark Bagley, Larry Mahlstedt, 2.) Sal Buscema
    Texter: 1.) Jean Marc de Matteis, 2.) Tom de Falco, Todd Dezago

    In dieser ersten Ausgabe des Panini-Neustarts steht Peter erneut an einem Wendepunkt. Er will sein Leben als Peter Parker vollkommen vergessen und nur noch die Spinne sein, hat aber starke Zweifel. Dabei trifft er auf seltsame Genossen mit ähnlichen Schicksalen: Nocture und Puma.
    Spider-Man Vol. 1 von Marvel Deutschland/Panini markiert mit dieser Ausgabe einen echten Meilenstein in der deutschen Comic-Geschichte. Der Start von Spider-Man (Vol. 1) unter dem Marvel Deutschland-Logo im Jahr 1997 war eine Revolution für die deutsche Comic-Landschaft. Er beendete eine lange Phase von unregelmäßigen Veröffentlichungen und brachte Struktur in die Abenteuer unseres Freundes.
    Bevor Spider-Man bei Panini sein langfristiges Zuhause fand, wanderte die Lizenz durch verschiedene deutsche Verlagshäuser:

    Der Bildschriftenverlag (BSV): In den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren brachte BSV die ersten Gehversuche von Marvel nach Deutschland. In den Hit-Comics wurde Spider-Man jedoch unvollständig, ungeordnet und mit teils seltsamen Übersetzungen veröffentlicht.

    Williams Verlag (1974–1979): Williams machte es besser. Der Verlag startete die Serie „Die Spinne“ im Jahr 1974 und veröffentlichte die Geschichten erstmals chronologisch ab dem US-Originalheft Amazing Fantasy #15. Williams setzte qualitative Maßstäbe, musste die Segel jedoch 1979 streichen.

    Condor Verlag (1980–1996): Condor übernahm das Ruder und hielt die Lizenz über 16 Jahre. Das Format wechselte zwischen Taschenbüchern, Alben und Magazinen. Dafür wurden Storys oft stark gekürzt, Umsortierungen vorgenommen und Panels beschnitten.

    Paninis Neustart war so erfolgreich, dass der Verlag bis heute der unangefochtene Marktführer für Marvel-Comics im deutschsprachigen Raum ist.

    Und ich merke an diesem Heft, wie die Zeit vergangen ist: Beim Kauf des vorliegenden Heftes war ich 31 Jahre alt, nun bin ich 60. Der zeitliche Abstand beträgt rund 30 Jahre. Ich weiß noch heute ganz genau, als ich es in einem Supermarkt in dem Ort Wildeshausen zufällig sah und es zusammen mit X-Men 1 kaufte. Und ich weiß auch noch, dass ich beim Lesen mit diesem (damals) modernen Spidey stark fremdelte. Die Story war einfach erwachsener und psychologischer als die, die ich aus dem Williams Verlag kannte. Und die Zeichnungen von Marc Bagley waren auch nicht mein Ding. Sal Buscema mit seinem energischen Strich gefiel jedoch gleich von Beginn an. Im Gegensatz zu den X-Men dauerte es dann gut zehn Ausgaben, bis ich mit Spinne warm wurde. Mittlerweile ist dieses Heft und der darin enthaltene Abschnitt der Klon Sage ebenfalls schon ein Klassiker. Mal sehen, wie die weitere Serie heute auf mich wirkt.

    Das Heft ab es auch als Limitierte Ausgabe (3000 Exemplare), die ich mir einige Monate später für viel Geld von Spekulanten nachkaufte. Im Gegensatz zur normalen Ausgabe hat das Heft einen festeren Umschlag und den Aufdruck »Limitierte Sonderedition«. Der Titelschriftzug »Spider-Man« und die Heft-Nr. »1« wurden in einer goldenen Metallschicht gedruckt. Es wurde eingeschweißt mit einer Tüte Fleer Cards ausgeliefert:

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    Felix Extra 24

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    Mit den Comicgeschichten:

    1. Felix: Wo die Wellen leise plätschern
    2. Die Kinder des Meeres
    Text: Konrad Weiss, Zeichnungen: Studio Ortega (Spanien)

    Die Serie Kinder des Meeres war eine Abenteuer-Comicserie, die ab 1970 im Bastei-Verlag als Nebengeschichte im Felix Magazin und Felix Extra erschien. Die Geschichten spielen in der Südsee und handeln von den Erlebnissen der Kinder Kim und Bim. Autor der Reihe war Konrad Weiss, auch als Redakteur bei Bastei tätig war. Die Serie zeichnet sich durch einen unterhaltsamen Abenteuerstil aus, vor allem wird durch die stimmungsvollen Zeichnungen die Südseeatmosphäre hervorragend eingefangen. Die Serie ist ein Beispiel für die deutsch-spanische Zusammenarbeit, die das Erscheinungsbild der Kiosk-Comics in den 70er Jahren mitprägte.

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    3. Paulchen – der (B)engel aus der Hölle
    Text und Zeichnungen: ?

    In seinem Ursprungsland Italien war die Serie unter dem Namen Geppo, il buon diavolo (Geppo, der gute Teufel) sehr erfolgreich und erschien dort in eigenen Monatsheften. Die Figur wurde in den 1950er Jahren von dem italienischen Zeichner Giovan Battista Carpi für das Verlagshaus Edizioni Bianconi entworfen.

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    4. David Copperfield

    Hierbei handelt es sich um eine gelungene Adaption, die auf dem berühmten Roman von Charles Dickens basiert. Sie schildert den Lebensweg von David Copperfield von seiner schwierigen Kindheit unter seinem Stiefvater bis hin zu seinem Werdegang in London und Dover.

    Diese Literaturadaptionen dienten wohl in erster Linie dazu, das Comic-Magazin durch „wertvolle“ Bildungsinhalte aufzuwerten. In anderen Ausgaben von Felix Extra erschienen in ähnlicher Weise Klassiker wie Der Kurier des Zaren, Die Schatzinsel oder Moby Dick. Wie viele Literaturadaptionen bei Bastei stammt auch diese Story ursprünglich aus Spanien. Sie war Teil der renommierten Reihe Joyas Literarias Juveniles (Literarische Schätze für die Jugend) des Verlags Editorial Bruguera. Es könnte sich dabei um diese Ausgabe handeln:

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    Fazit: Lesen- und sehenswert auf jeden Fall wegen der Literaturbearbeitung und wegen Kinder des Meeres.

    Avengers #402

    "End of the Line"

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    Writer: Mark Waid, Pencils: Mike Deodato Jr., Inks: Tom Palmer

    Das vorliegende Avengers #402 vom September 1996 markiert die finale Ausgabe der allerersten Avengers-Serie (Vol. 1), die ab 1963 ununterbrochen bis 1996 lief. Die enthaltene Story ist inhaltlich ein Teil des gigantischen Marvel-Crossover-Events „Onslaught“, dessen einschneidende Auswirkungen danach noch lange anhalten werden. Die Ausgabe führt direkt in den dramatischen Höhepunkt von „Onslaught Marvel Universe #1“, in dem sich zahlreiche Helden opfern, um die Welt zu retten:

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    Besagtes Onslaught Marvel Universe #1 erschien in Deutschland bei Panini/Marvel Deutschland zur Jahreswende 1998/1999 als „Onslaught Phase 7“ und enthielt auch Fantastic Four 416, X-Men 56, Onslaught: Marvel Universe. Es kam als reguläre Ausgabe und mit Variantcover heraus. Hier das Variantcover, das ich persönliche ebenfalls noch besitzen dürfte:

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    Damit wäre mein langer, rund 20 Jahre währender Lesemarathon Avengers Vol. 1 Nr. 1- 402 beendet. Soweit ich mich erinnere, habe ich den so gegen 2005 mit den Williams Heften 1 – 100 begonnen, diese mit Avengers Essential #5 und #6 bis zur US-Ausgabe #139 oder #140 fortgesetzt. Ab dieser Nummer wurden dann alle Ausgaben als US-Einzelhefte aus persönlichem Besitz gelesen, wovon rund ein Dutzend mir fehlende Papierhefte als Kindle e-comic gelesen wurden.

    Und ja, es hat schon Spaß gemacht und wurde nie langweilig, obwohl die Qualität der Storys am Ende doch merklich nachließ. Mein persönlicher Favorit waren die Ausgaben von Stern/Buscema/Palmer von #255 - #285. Die waren ganz großes Avengers Comickino.

    In Ermangelung von Avengers Vol 2 (Heroes Reborn) krame ich mir erstmal wieder die alten Marvel Deutschland Hefte der X-Men und Spinne heraus und lese die, bis ich wieder auf einer Zeitleiste mit den Avengers Vol. 3 Nr. 1 bin. Ab da wird es dann dreigleisig mit Spinne, Rächer und X-Men.

    So zumindest der Plan … :wink:

    PS: Danke für die Geduld!

    Ja, in der Tat. Bei solch einen relativ kurzen Comic die Spannung aufzubauen, ist schon bemerkenswert. Apropos Spannung: Bei Skinwalker und Arca ist die wirklich hoch und ich habe mich richtig geärgert, dass ich nunmehr nochmals einen Monat warten darf. :feierabend:

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    Nach dem vergünstigten Einstieg im letzten Monat für 5 Euro ist der Preis nunmehr auf das Normalniveau von 7,50 Euro gestiegen.

    Enthaltene Geschichten:

    • Skinwalker (2/6): Die Fortsetzung des harten, atmosphärischen Westerns zieht in der rauen Wildnis merklich an. [
    • Grizzly (2/4): Der nebulöse, im Frankreich der 60er Jahre spielende Kriminalfall geht in die nächste Runde und vertieft die düsteren Abgründe der Figuren und deren Vergangenheit.
    • Arca (2/8): Die Sci-Fi-Serie im Hollywood Style liefert weiterhin bildgewaltige Spannung.
    • Dédé (2/2): Die Geschichte um den sympathischen Privatdetektiv von Erik findet in dieser Ausgabe ihren runden Abschluss.
    • One-Shots (Ketchup & Rudi): Zur Auflockerung wird das Line-up durch eine in sich abgeschlossene Kurzgeschichte vom Altmeister Matthias Schultheiss ergänzt. Leider verstand ich weder Intention noch Aussage des blutigen Geschehens auf dem Papier. Die hätte man getrost weglassen können. Offenbar handelte es sich um eine reine Auftragsarbeit für dieses Magazin. Als weitere Kurzgeschichte gibt es den derben Funnycomic Rudi, der schon mit deftigem Humor auftrumpft und durchaus witzig ist.

    Matthias Schultheiss ist mittlerweile 80 Jahre alt. Vor allem wurde er mit seinen Alben Die Haie von Lagos 1-3 und die Wahrheit über Shelby bekannt, galt lange als der Vorzeigekünstler deutscher Comickunst. Die hier vorliegende Story ist leider kein Beweis dafür.

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    Fix und Foxi Magazin 22. Jahrgang 52

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    Mit den Comicgeschichten:

    Fix und Foxi: Ausgerissen
    Die Schlümpfe: Ins Blaue geschlumpft
    Text und Zeichnungen: Peyo
    Pauli: Pauli ist der Schönste, 2/2
    Mischa: Affentheater
    Text und Zeichnungen: Studio Berck
    Die Minis: Donnerwetter
    Zeichnungen: Seron, Story: Hao (Jean-Marie Brouyère)
    Tom & Biber: Jägerpech
    Rückseite: Schnieff und Schnuff
    Text und Zeichnungen: Roba

    Erstmals seit einer langen Pause sind die Minis (Minimenschen) wieder im FF-Magazin vertreten. Das Licht der Comicwelt erblickten die kleinen Figuren bereits im Jahre 1967 im Rahmen einer Veröffentlichung im Spirou Magazin:

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    In Deutschland erschienen sie im FF Magazin als Fortsetzungen ab Mitte 1970 – Anfang 1971 und erneut ab Ende 1974 in diesem vorliegenden Heft. Bis 1976 konnte man neue Abenteuer noch regelmäßig verfolgen, die bis 1978 in anderen Formaten des Verlags zweitverwertet wurden.

    Danach veröffentlichten Feest, Salleck und Ehapa weitere Abenteuer oder Neuauflagen alter Storys. Seit August 2022 legt der SR Verlag (Band 1 und 2), ab Januar 2025 Zack Edition (ab Band 3) eine Gesamtausgabe auf, die mittlerweile vier Bände umfasst:

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    Mir persönlich gefallen die Minimenschen bis heute sehr gut und ich habe seit meiner Kindheit einige sehr schöne Erinnerungen an die Storys. Vor allem die futuristischen Häuser, Wohnungseinrichtungen, Dekore und Flugmaschinen, die in der liebreizenden Natur Frankreichs eingebettet sind, haben es mir bis heute angetan.

    Die Abenteuer „Drama auf der Kirchturmspitze“ und „Grauen auf dem Totenschiff“ sind bis heute meine Favoriten.

    Ah, ich danke euch. Ich bin gerade dabei, meine X-Men, Spider-Man (ASm und SSM) und Wolverine Vol. 1 von Panini vom Dachboden zu holen, um die nach 30 Jahren einer erneuten Lektüre zu unterziehen. Ich werde alsbald dazu auch was in diesem Forum schreiben wollen.

    Vielen Dank für Eure obigen, lobenden Worte. Es motiviert,weiterzumachen!

    Avengers #401

    "Sins of the Father!"

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    Writer: Mark Waid, Pencils: Mike Deodato Jr., Inks: Tom Palmer

    Nachdem Nate Grey (X-Man) im vorherigen Heft vor einer dunklen Bedrohung durch Professor X gewarnt hat, schließen sich die Avengers mit den X-Men zusammen. Auf der Suche nach Antworten suchen die Avengers gemeinsam mit Gambit den Mutanten Magneto, den sie hinter der Veränderungen Xaviers vermuten. Sie spüren ihn in Virginia auf, wo er unter dem Namen Joseph (ein verjüngter Magneto mit Amnesie) mit Rogue unterwegs ist.

    Es kommt zu einem der traditionellen Missverständnis-Kämpfe zwischen den Avengers und dem Duo Rogue/Joseph, bis die Helden kapieren, dass Joseph nicht der bösartige Magneto ist, den sie kannten. Am Ende schließt Joseph sich den Avengers an, um gemeinsam gegen die Onslaught vorzugehen.

    In dem vorliegenden Avengers (Vol 1) #401 vom August 1996 geraten unsere Freunde in die Ereignisse des Crossovers Onslaught (Phase 1). Es markiert den Übergang der Avengers von Randfiguren zu zentralen Akteuren des Events. Als Teil der "Phase 1" ist das Heft daher eng mit Uncanny X-Men #335 und Onslaught: X-Men #1 verknüpft, in denen die Bedrohung erstmals in vollem Ausmaß offenbart wird.

    Die vorliegende Story lässt sich aufgrund großflächiger Zeichnungen schnell durchlesen. Interessant ist die Dynamik zwischen den Avengers und den Mutanten Gambit und Rogue. Deodatos Zeichnungen fangen die düstere Stimmung der 90er Jahre, die das gesamte Event prägte, optimal ein.

    Wer einmal wieder Lust auf das gesamte Onslaught Event hat, der kann es z.B. in den Ausgaben 155 – 158 von „Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung“ (Hachette/Panini) oder auch in diesem -1300- Seiten dicken Omnibus (allerdings zu horrenden Sammlerpreisen) lesen:

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    Der/das Omnibus enthält Cable (1993) #32/36, Uncanny X-Men (1963) #333/337, X-Force (1991) #55, #57/58, X-Man (1995) #15/19, X-Men (1991) #53/57, X-Men Annual (1996) #1, X-Men Unlimited (1993) #11, Onslaught: X-Men (1996) #1, Onslaught: Marvel Universe (1996) #1, Onslaught: Epilogue (1997) #1, Avengers (1963) #401/402, Fantastic Four (1961) #415/416, Incredible Hulk (1968) #444/445, Wolverine (1988) #104/105, X-Factor (1986) #125/126, Amazing Spider-Man (1963) #415, Green Goblin (1995) #12, Spider-Man (1990) #72, Iron Man (1968) #332, Punisher (1995) #11, Thor (1968) #502, X-Men: The Road to Onslaught (1996) #1, Excalibur (1988) #100, enthalten.

    Huhu!


    Kann sich einer von euch noch daran erinnern, mit welchen damaligem Ausgaben von Spider-Man und X-Men Vol. I von Marvel Deutschland die Serie Wolverine Vol. 1 begann? Meine Erinnerung nach rund 30 Jahren sagt mir Spinne und X-Men 5. Aber ist das korrekt?

    Fix und Foxi Magazin 22. Jahrgang 51

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    Mit den Comicgeschichten:

    Pauli: Der tückische Trank, 1/2
    Fix und Foxi: Der billige Wagen
    Mischa: Jagd nach dem Laser
    Text und Zeichnungen: Studio Berck
    Die Schlümpfe: Der große Hunger, 2/2
    Text und Zeichnungen: Peyo
    Fix und Foxi: Eingewickelt
    Rückseite: Schnieff und Schnuff
    Idee und Zeichnungen: Roba

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    Eine kleine, unscheinbare Werbeanzeige verweist auf die Firma Geha und erinnerte mich an einen "Glaubenskrieg" im Klassenzimmer meiner Grundschule, das „Duopol“ zwischen Geha und Pelikan.

    Die traditionsreichen Geha-Werke wurden 1918 unter dem Namen "Gebrüder Hartmann" in Hannover als Handels- und Versandunternehmen für Bürobedarf gegründet. Der Firmenname Geha entstand als Kürzel aus Gebrüder Hartmann. Geha stieg um 1950 in den Markt für Schreibgeräte ein.

    Als Reaktion auf den "Pelikano" des Platzhirsches Pelikan brachte Geha einen eigenen Patronen-Schulfüller auf den Markt. Da der Pelikano blau war, wählte Geha als Erkennungsfarbe ein markantes Grün. Die Patronen besaßen unterschiedliche Durchmesser und passten absichtlich nicht in das System des Konkurrenten.

    Der Konkurrenzkampf zwischen Geha und Pelikan war über Jahrzehnte einer der erbittertsten Markenstreite der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Er wurde nicht nur in den Chefetagen und Marketingabteilungen ausgetragen, sondern spaltete über Generationen hinweg die deutschen Klassenzimmer in zwei Lager. Jedes Schulkind musste sich damals für eine "Fraktion" entscheiden. Ich war damals übrigens im Team PELIKAN.

    Durch das Aufkommen von Tintenlinern, Kugelschreibern und EDV-Technik verloren klassische Füller immer stärker an Bedeutung. Zudem drängten günstige No-Name-Produkte aus Asien auf den Markt. Geha geriet durch den veränderten Markt zunehmend in finanzielle Bedrängnis. Die Füllersparte ging 1990 an den Konkurrenten Pelikan und wird heute nicht mehr produziert. Nach mehreren Besitzerwechseln und einer Insolvenz der Möbelsparte wurden die Geschäftsaktivitäten der deutschen Geha GmbH im Jahr 2012 eingestellt.

    Heute sind die Füller beliebte Sammlerstücke auf Online-Plattformen.

    Der Pelzerturm

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    Text und Zeichnungen: Henry Kreklow

    Wie den von mir bereits vorgestellten Comic „Die Geigerin“ habe ich auch diesen Comic bei den Klein- und Selbstverlagen im Redoutensaal während des Comic Salons Erlangen 2026 aufgetan.

    Vorab: Das Ganze ist in erster Linie eine absolute Nischen-Empfehlung für alle, die im weiteren Kreis Aachen, Ostbelgien oder dem Dreiländereck wohnen, denn die Geschichte ist extrem lokal angesiedelt. Es geht um den alten Pelzerturm im Aachener Wald und die strategischen Ereignisse im September 1944 kurz vor der Einnahme Aachens durch US Truppen. Wer die Gegend kennt, liest das natürlich mit ganz anderen Augen.

    Der Künstler Henry Kreklow lebt im belgischen Hauset direkt an der Grenze zu Aachen und ist in der Region für seine historisch recherchierten Graphic Novels bekannt, die im Aachener Nonplusultra Verlag erscheinen.

    Mein Fazit nach dem Lesen lässt mich mit einer mittleren Zufriedenheit zurück.

    • Die geschichtliche Seite: Rein historisch gesehen ist der Comic interessant und gut recherchiert. Wie die Alliierten über Ostbelgien anrücken und welche Rolle der Westwall und der Turm spielten, wird dokumentarisch gut vermittelt. Für Interessierte ist das ein echter Mehrwert.
    • Die fiktiven Szenen: Sobald die Story in die frei erfundenen Rahmenhandlungen und Dialoge abtaucht, wird es nach meinem Empfinden zu naiv. Die fiktiven Szenen wirken arg aufgesetzt, werden dadurch klischeehaft. Die Charaktere agieren nach dem Prinzip gut/böse arg vorhersehbar. Da fehlt einfach die Tiefe, die man von modernen, reifen Comics gewohnt ist.


    Man kriegt hier keinen erzählerischen Meilenstein. Wer aber aus der Region kommt und sich für die lokale Historie oder sich für noch wenig bekannte Ereignisse des 2. Weltkrieg interessiert, kann wegen des starken Dokumentanteils definitiv einen Blick in Der Pelzerturm beim Nonplusultra Verlag riskieren. Allen anderen ist es vermutlich erzählerisch zu holprig.

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    Dein Post hat mich neugierig gemacht, und so habe ich ein wenig im Netz gestöbert.
    Wenn ich das richtig einschätze, hast du mit Die Geigerin eine frühe Graphic Novel von Susanne Kuhlendahl erwischt. Der Comic ist 2018 im Phenelopotete Verlag erschienen, wohl ihrem Selbstverlag. Kuhlendahl hat zwar eine eigene Webseite, in der sie auf ihre Comics hinweist, allerdings nur lückenhaft. Ich kann verstehen, dass sie dort vergriffene Werke wie ihre Comicadaption von Alessandro Bariccos Roman Novecento und Die Geigerin unterschlägt, aber gestutzt habe ich schon.
    Kuhlendahl ist Mutter von drei erwachsenen Töchtern und scheint eher spät zum Comic gefunden zu haben. Den letzten Veröffentlichungen nach scheint sie ihren Weg gefunden zu haben und macht sich allmählich einen Namen. Da ist noch Luft nach oben. Wer weiß, vielleicht sind da Neuauflagen ihrer vergriffenen Comics geplant ..

    Also ich werde mir beim nächsten Salon auch noch ein oder zwei andere ihrer Werke zulegen, da "Die Geigerin" mich sehr positiv überrascht - ja, gepackt - hat. Gekauft habe ich es eigentlich für meine Frau, da diese auch professionelle Geigerin ist (zum Glück nicht den Weg wie die Protagonistin einschlug ...). Daher auch der Sketch mit der Widmung. Gesprochen habe ich allerdings nur mit ihrem Mann/einem Mann, der sie am Stand abwesenheitsbedingt vertrat. Wenn ich die beiden von mir angesprochenen Literaturadaptionen beim nächsten Salon auf ihrem Stand finde, kaufe ich die auch noch.

    Die Geigerin


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    Text und Zeichnungen: Susanne Kuhlendahl


    „Die Geigerin“ ist ein Zufallsfund aus dem Redouten Saal im Comic Salon Erlangen 2026. Auch wenn in diesem Saal die eher kleinen, unabhängigen und unauffälligen Künstler aus der zweiten Reihe untergebracht sind, kann man mit etwas Aufmerksamkeit durchaus auch eine echte künstlerische Perle finden.

    Mit ihren Literaturadaptionen Der Tod in Venedig oder Orlando nach Virginia Woolf hat sich die deutsche Illustratorin Susanne Kuhlendahl abseits großer Verlangshäuser in der Riege der anspruchsvollen Comic-Kunst einen gewissen Namen gemacht. Ihr neues Werk „Die Geigerin“ ein stilles Juwel: In diesem berührenden Werk beweist Kuhlendahl ihr Gespür für das Zwischenmenschliche, für das Unausgesprochene und für die heilende, aber auch schmerzhafte Kraft der Kunst.

    Die Graphic Novel widmet sich einem emotionalen Kern: Menschen, ihren Beziehungen und den Wunden, die das Leben schlägt. Im Zentrum steht eine Musikerin Anna – die titelgebende Geigerin –, deren Lebenslinie mit Traumata und Verlusten verwoben ist. Kuhlendahl verzichtet auf laute Effekte. Stattdessen inszeniert sie eine rúhige Charakterstudie über Schmerz und die mühsame Suche nach dem Lebensweg einer jungen Frau und talentierten Musikerin. Die Geige fungiert dabei nicht nur als Instrument, sondern als ihr emotionales Sprachrohr, das dort ansetzt, wenn die Sprache versagt.

    Visuell ist Die Geigerin ein fast filmisch anmutendes Kunstwerk. Kuhlendahl bricht die starren Grenzen klassischer Comic-Panels auf. Ihr oft skizzenhafter und fließender Zeichenstil fängt die psychologische Verfassung ihrer Figuren passend ein. Ganze Seiten kommen ohne Text aus, und doch transportieren sie eine narrative Dichte. Wenn die Protagonistin spielt, scheinen die Linien auf dem Papier zu verschwimmen; ihre Einsamkeit wird physisch spürbar. Eine gesenkte Schulter, ein abgewandter Blick und die Haltung der Hand am Instrument erzählt eine subtile Geschichte von Trauer oder Hoffnung.

    Die Geigerin ist kein Comic, den man flüchtig konsumiert. Es ist eine im Albenformat ausgelegte Graphic Novel, die beim Betrachten eine gewisse Entschleunigung fordert. Sie zwingt das Auge zum Verweilen und den Geist zum Nachdenken. Das Album ist ein leises, aber visuell gewaltiges Plädoyer für die Empathie und zeigt eindrucksvoll, dass Comics weit mehr sein können als illustrierte Geschichten. Für Liebhaber anspruchsvoller Comic-Kunst und emotional tiefgründiger Erzählungen ist diese „Independent Werk“ durchaus eine Empfehlung und es würde mich nicht wundern, diesen Comic eines Tages einmal als Fernsehfilm in einem Kultursender sehen zu können.

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    Ja, es ist tatsächlich wie Zack aufgebaut, allerdings mit mehr Comic statt Artikeln oder News und eben ohne den Klassikern wie Michel Vaillant etc., dafür neue Serien.

    Der Umschlag ist stabiler als Zack, dafür weniger glänzend. Die Innenseiten sind auch ein wenig fester als die von Zack. Das Format ist identisch.

    „Bilderflut“ Nr. 1 (Juni 2026)

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    Über diesen Comic bin ich zufällig beim Einkauf im Supermarkt gestolpert. Nach einem flüchtigen Durchblättern, Genres und die Zeichnungen hatten mich instant überzeugt, wanderte das Magazin in den Einkaufswagen. Hier meine Meinung dazu:

    Mit dem neuen Monatsmagazin „Bilderflut“ beweist der All Verlag, dass das Konzept des klassischen Comicmagazins im Albenformat noch immer zeitgemäß sein kann. Auf 84 Seiten verzichtet das Magazin auf unsere Krimi-, Flieger- und Rennfahrerhelden der 70er Jahre, setzt stattdessen auf einen frischen und zeichnerisch beeindruckenden Mix moderner Fortsetzungsgeschichten aus Europa:

    Skinwalker (Genre: Weird-Western / Horror): Die um das Jahr 1870 spielende Story beginnt in einem Sanatorium und beschreibt eine düstere Geschichte um eine Opernsängerin. Sie nimmt das Angebot eines anonymen Verehrers an, ein Haus im Wilden Westen zu übernehmen, und heuert dafür einen skurrilen Trapper an. Ein atmosphärisch dichter, rauer Einstieg.

    Grizzly (Genre: Krimi-Thriller): Ein harter, schnörkelloser und moderner Kriminalcomic im Noir-Stil, der recht schnell Spannung aufbaut. Hervorragend vor allem die Darstellung von Frankreich der 60er mit seinen alten Häusern und den zeitgenössischen Autos.

    Dédé (Genre: Mystery-Krimi): Der Privatdetektiv von dem Künstler „Erik“ kehrt mit einem neuen, skurrilen Fall zurück. Die Geschichte hat eine angenehm humorvolle und leicht übernatürliche Note, ist ebenfalls spannend.

    Arca (Genre: Sci-Fi / Thriller): Arca bringt bombastische Szenen im Weltall, technologische Utopien und düstere SF-Spannung ins Heft. Ein Comic wie ein Hollywood SF-Blockbuster.

    Zudem gibt es mit zwei Seiten „Rudi“ einen Funny mit recht derbem Humor, so derbe, dass er mich tatsächlich zum Lachen brachte.

    Fazit: Der Einstand ist absolut gelungen. Alle vier Fortsetzungsstorys waren sehr gut erzählt, spannend und visuell ansprechend. Durch die aufgebaute Spannung und die Cliffhanger am Ende der Fortsetzungsgeschichten hat es das Magazin geschafft, dass ich erstmal dran bleibe. Und bei einem Einführungspreis von 5 Euro kann man eigentlich auch nicht viel falsch machen, um zumindest einmal reinzuschnuppern.

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    Über "Bilderflut" bin ich Samstag bei den Zeitschriften im Supermarkt gestolpert und bei einem Einführungspreis von 5 Euro lag das auch umgehend im Einkaufswagen. Bisheriger Eindruck nach drei von vier Fortsetzungsstorys ist hervorragend.

    DIE FRAU ALS MENSCH Band 1 und 2

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    Text und Bilder: Ulli Lust

    Ambitionierte Spurensuche mit formalen Stolpersteinen

    Mit ihrer zweibändigen Reihe „Die Frau als Mensch“ legt Ulli Lust ein ambitioniertes Comic-Sachbuch vor, das die Rolle der Frau von den Anfängen der Menschheitsgeschichte bis hin zu den spirituellen Praktiken der Schamaninnen beleuchtet. Während der erste Band, „Am Anfang der Geschichte“, für seine gute Recherche zu Recht mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde, schließt der zweite Band, „Schamaninnen“, die historische Spurensuche ab. In der Gesamtschau hinterlassen die beiden Bände jedoch ein gemischtes Bild, bei dem starke visuelle Dokumentationen auf so einige formale und inhaltliche Schwächen treffen.

    Positiv hervorzuheben ist Lusts zeichnerische und investigative Leistung. Es gelingt ihr, komplexe anthropologische und archäologische Erkenntnisse in ausdrucksstarke Bilder zu übersetzen. Die Detailverliebtheit, mit der sie historische Lebensräume, Artefakte und gesellschaftliche Strukturen rekonstruiert, macht das Werk zu einem faszinierenden Dokumentarcomic. Sie bricht patriarchale Geschichtsbilder auf und rückt die weibliche Perspektive in den Fokus.

    Dem großen Informationsgehalt steht jedoch eine recht banale Hürde entgegen: Der Lesefluss wird durch den extremen Einsatz von Gendersprache massiv gestört. Die permanente Verwendung von Gendersternchen und die Dopplungen bei Fürwörtern (wie „seine/ihre“, „ihm/ihr“) wirken in einer Graphic Novel total blockierend. Statt einer organischen Texteinbindung stolpert man als Leser regelmäßig über diese sprachlichen Schlagbäume. Was bezüglich politischer Korrektheit gut gemeint ist, erweist sich in der literarischen Praxis als anstrengend und nimmt den Sprachboxen jede natürliche erzählerische Dynamik.

    Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Struktur und Aufteilung der beiden Bücher. Es wird in Band 2 schnell offensichtlich, dass der Stoff für zwei eigenständige Bände kaum ausreicht. In Band 2 häufen sich argumentative Wiederholungen und Zeichnungen, die bereits im Vorgänger ausreichend behandelt wurden. Das Werk verliert dadurch spürbar an Tempo. Die Veröffentlichungspolitik wirft bei mir Fragen auf: Mit nur minimal mehr Umfang hätte der gesamte Inhalt problemlos in einem einzigen, kompakten und dadurch wesentlich dichteren Buch Platz gefunden. So wirkt das Nachfolgewerk streckenweise künstlich gestreckt. Fast wirkt es, als hätte der Verlag nach dem Erfolg von Band 1 auf eine Fortsetzung gedrängt und man musste diese nun irgendwie mit Thematiken füllen.

    Zudem schwächelt das Werk immer dann, wenn Lust die Ebene der reinen Sachdokumentation verlässt. Um die historischen Fakten aufzulockern, baut sie fiktive erzählerische Zwischensequenzen ein, die das Leben der Frauen in der jeweiligen Epoche veranschaulichen sollen. Diese Passagen driften leider oft ins Kitschige, ja Klischeehafte ab. Die Dialoge und Verhaltensweisen der Figuren wirken modern überstülpt und melodramatisch, was im krassen Gegensatz zur sonst so präzisen, wissenschaftlichen Recherche des Hauptteils steht. Diese Ausflüge in die Fiktion nehmen dem Comic ein nicht unerhebliches Stück seiner Ernsthaftigkeit.

    Fazit: „Die Frau als Mensch“ ist ein visuell und hinsichtlich der Recherchen beeindruckendes Werk, das jedoch an seiner Umsetzung krankt. Die visuelle Klasse wird durch sprachliche Sperrigkeit, inhaltliche Wiederholungen in Band 2 und kitschige Erzählsequenzen geschmälert. Ein einzelner, gestraffter Band ohne die penetranten Sprachbarrieren wäre hier die deutlich bessere Wahl gewesen.

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