Beiträge von Brabrax

    Ein schönes Heft, sicher wird es nicht Geschichte schreiben, aber insgesamt hat es mir sehr gut gefallen. Die Zeichnungen sind mittlerweile sehr dynamisch. Die sprechenden Statisten, die seitenlange Dialoge dahinplapperten – das ist vorbei. Und das ist gut so! Dazu noch ein Cliffhanger, Herz, was willst du mehr. Interessant ist der stilistische Schnitt einmal beim Titelblatt, und dann die kurze story über den Geigenspieler: ich nehme an, da hat man die Zeichner der Caramellen unter Honorarvertrag genommen ;). Und diesmal werden wir richtiggehend verwöhnt mit den Kleinigkeiten, eigentlich so viele, dass einige von euch wahrscheinlich gar nicht bis zum Schluss lesen werden. Aber sei‘s drum, los geht's:

    Seite 3 oben: das rechte Schwein ist reichlich unanständig, glücklicherweise kann man es nur sehen, aber nicht riechen.
    Seite 4 oben links: wer hängt sich denn tatsächlich das Porträt einer Wildsau ins Zimmer? Das Bild daneben: das erinnert doch sehr an den Eulenspiegel der Einzelhefte
    Seite 5 oben links: Hier hängt der Knoblauch mehr kugelförmig, auf der Seite 3 ist er ein geflochtener Zopf, nochmals das Bild oben links: hier reicht der Blumentopf bis an vorletzte obere Scheibe, auf Seite 3 sind über dem Blumentopf noch zwei Scheiben.
    Immer noch Seite 5, Mitte rechts: hier hat der Ofen drei Reihen gleich großer Kacheln und eine weitere schmalere Reihe, auf Seite 3 sind alle vier Kachelreihen gleichgroß, wie es normalerweise beim Ofen ist, und auf Seite 5 ist die Ofentür irgendwo zwischen zweiter und dritter Reihe, auf Seite 3 hingegen überdeckt sie genau die Reihe zwei und die Reihe drei.
    Seite 7 oben links: laut KI gab es um die Zeit tatsächlich auch schon Riemenantriebe, aber die waren damals nicht in der Lage, die Kraft eines Mühlrades zu übertragen. Wenn es denn nötig war, Kräfte zum Mahlen weiterzuleiten, nutzte man Zahnräder aus Holz.
    Gleiche Seite unten ganz rechts: da ist Shrek mit Hut
    Seite 8, der Trödler: Neues gibt's eigentlich nicht, ein Einhorn, ein Expander, ein Vampir, ein Teddybär, ein Kreisel von unten, und ein Schild „zu verschenken“
    Seite 9 oben links: jemand hat seine Wanderschuhe über den Fahnenmast geworfen
    das Bild daneben: da hat der Zeichner die Steinumfassung des Eingangs nicht vollständig gezeichnet, man sieht nur die Steine innerhalb des Bogens, aber nicht jenen Teil, der in der Außenfassade sichtbar ist
    Seite 10 unten rechts: ein Briefkasten.
    Seite 13 oben rechts: eine Maus schnäuzt sich die Nase, eine andere trägt eine Schürze.
    Seite 16, hier wird es jetzt ganz wirr: gehen wir davon aus, dass der Zeichner in das Bild hinein Richtung Eingangstür schaut, dann ist die Tür rechts im Bild offensichtlich so angeschlagen, das sie nach innen vom Korridor weg öffnet, im übernächsten Bild öffnet sie sich aber nach außen zum Korridor hin. Im Bild weiter zeigt Frumet dann aber auf ein Zimmer, in das die beiden, also der Rabbi und der Kaufmann, gar nicht hineingegangen sind. Natürlich könnte man noch annehmen, dass der Zeichner die Perspektive gewechselt hat, aber der Leuchter rechts neben der Tür ist ein starkes Indiz dafür, dass er während der ganzen Szenenfolge in Richtung Eingang schaut. Außerdem hat er beim ersten Bild oben den Türsims bis zum Ende der Balustrade reichen lassen, zwei Bilder später reicht er nur noch bis zur Hälfte der Balustrade.
    Seite 35 Mitte unten: da ist ein Käfer, der wie ein Hund an der Leine ausgeführt wird, eine Anspielung auf Kafka, und das Gesicht dessen, der die Leine hält, erinnert auch daran.
    Seite 37 Mitte rechts: der Balken oberhalb der Tür trägt hier keine Simse, die ihn stützen, auf der Seite 36 unten rechts aber sehr wohl
    Seite 38 unten rechts: aus dem Brunnen springt ein Fisch.
    Seite 39 oben: Im Hintergrund ist eine venezianische Gondel; das Fenster des Zimmers, in dem unsere Helden speisen, ist hier beleuchtet und offen, Seite 40 Mitte geschlossen und nicht erleuchtet, Seite 18 oben links war es offen, hat aber nur zwei Fensterstege, sonst immer drei und auf Seite 35 Mitte ist das Fenster geschlossen und erleuchtet.
    Seite 45 Mitte: im Hintergrund ist ein Schlauchboot, das Wirtshaus trägt das Wappen einer Hafenkneipe und das Haus in der Mitte kann nur über eine Leiter betreten werden.
    Seite 47 unten: in der Mitte des Bildes ist, wie man am Ladenschild erkennen kann, eine Eisdiele und rechts unten ein Papierschiffchen
    Und eigentlich sollte ich hier noch die Rückseite erwähnen, aber der Cameo ist so offensichtlich, dass spar ich mir. :D

    Nun...

    ...ja - der Typ ist wohl Rechtshänder. Er gibt mit rechts zu trinken, wechselt dann das "Arbeitsgerät" von Becher zu Tuch und wischt ebenfalls mit rechts die Schnute trocken. Wäre es anders, wäre es m. E. eher ein Fehler...

    UNVEU:D

    Das habe ich auch überlegt, aber die Geschwindigkeit, mit der dies dann hätte vonstattengehen müssen, ist eigentlich dann ein bisschen lebensfremd. Es ist ja im unmittelbaren Wechsel von einem Bild zum nächsten.

    Sehr gut! die habe ich beide übersehen, nichtsdestotrotz, ein paar Kleinigkeiten habe ich auch noch.

    Es geht gleich los auf Seite 4, oben rechts ist neben dem Fenster ein Gemälde, im Anschlusspanel fehlt dieses.

    Weiter geht es mit Seite 7 unten, linkes Panel: Becher in rechter Hand, Tuch in linker Hand, nächstes Bild: Tuch in rechter Hand, Becher in linker Hand

    Seite 9 oben ganz rechts: von den drei Soldaten hat der hintere keinen Vollbart, von nun ab, mit jedem Auftritt der drei Soldaten, hat er einen braunen Vollbart

    Seite 13 oben, ziemlich genau in der Mitte, himmelt eine Frau, gut zu erkennen an den Augen, die durch Herzen ersetzt sind, den Henker an

    Dann habe ich lange nichts mehr gefunden, bis auf dieses: auf Seite 50 Mitte ist neben dem Hackklotz Holz in langen Scheiten aufgestapelt, auf Seite 48 oben und 47 fehlt dieser Stapel.

    Die Buchtitel auf der Rückseite sind hier schon erwähnt worden.

    Ansonsten: ich fand das Heft ausgesprochen spannend und zeichnerisch perfekt. Ich finde, es wird von Mal zu Mal schwieriger, ja, eigentlich ist es fast unmöglich, noch Handschriften der einzelnen Zeichen zu erkennen.

    Das Einzige, was ich noch immer vermisse, ist eine übergreifende Dramaturgie. Zwar gibt die vorletzte Seite einen Ausblick darauf, dass noch Einiges passieren wird, aber man weiß immer noch nicht so recht, womit sich diese Episode, vermutlich wieder angelegt auf 2 Jahre, Episoden-übergreifend beschäftigt bzw. beschäftigen wird.

    Jedenfalls, man kann nicht sagen, dass die Figuren nur herumstehen und reden, diesmal gibt es wirklich jede Menge Action, dazu noch einen Cliffhanger. Wobei zu hoffen ist, da die Tierhandlung ;) nun ihr Ende gefunden hat, dass es von dergleichen etwas weniger wird. Aber ich fürchte, hier sind Zweifel berechtigt.

    Optisch ist das Heft wieder eine Augenweide, insbesondere die Farbgebung im Halbdunkel dürfte nicht so ganz einfach sein, wobei ich nicht weiß, ob die heutige Comic-Software nicht vielleicht schon so weit ist, dass man nur das Bild markiert und das Kommando „halbdunkel“ oder irgend sowas in der Art eingibt, und der Rest läuft automatisch im Hintergrund? In einigen Bildern sieht man für mein Empfinden eine recht interessante Annäherung an den Stil der Mädels, klare schnörkellose Gesichter, die Figuren sind nicht mehr so gradlinig, sondern elastisch gebogen, sozusagen Ganzkörper-bewegt, und auch die Hintergründe sind nicht mehr so detailverliebt, wie in der Vergangenheit. Und, ja, es gab auch diesmal wieder ein paar Kleinigkeiten:

    Seite 4 oben: beim Fenster über dem Tor hat der Zeichner das Gitter vergessen, man erkennt es einmal am benachbarten Fenster, aber auch nochmals auf Seite 51.

    Seite 6 oben: hier hat der Galgen einen sich von links unten nach rechts oben bindenden Strick und die Schlinge ist auf der rechten Seite des Galgen, auf Seite 51 und auf Seite 4 ist es genau umgekehrt, der Strick wendet sich von rechts unten nach links oben und die Schlinge hängt auf der linken Seite des Galgen

    Seite 12 mittleres Panel: der Bogen über dem Fenster besteht aus immerhin sieben Steinen, er stößt an eine Reihe aus vier waagerechten Steinen an, über diesen vier Steinen fehlt der Putz, auf Seite 8 hingegen ist der Bogen über dem Fenster aus fünf Steinen zusammengesetzt, die Reihe flacher Steine, die sich an den Bogen anschließt, fehlt, die Stelle wo der Putz abblättert, ist hingegen da.

    Seite 15: endlich mal ein paar Gags! Die Rüstung ganz rechts hat ein recht sonderbares Visier: der Oberkiefer eines seltsamen Tieres, die daneben erinnert an den Blechmann aus der Zauberer von Oz (der Trichter auf dem Kopf), der nächste hat ein Visier, das sieht aus wie eine VR Brille, der letzte schließlich ganz hinten, der trägt einen Helm wie der Mandalorian. Daselbst oben das Bild rechts, ein lautmalerisches Gebimmel, das den gesamten Hintergrund ausfüllt, habe ich so im Mosaik noch nicht gesehen. Aber eine nette Idee!

    Seite 18 unten rechts: einige der Mäuse tragen Proviantpakete auf dem Rücken.

    Seite 35 unten: das Türschloss in der Wand, das ins Leere läuft, war schon in früheren Heften zu sehen, witzig ist die Truhe, aus der eine skelettierte Hand hängt, anatomisch natürlich völlig unmöglich, dass die Knochen noch so gepflegt zusammenhängen, wie in dem Bild.

    Seite 36 unten rechts: das halb angeschnittene Porträt erinnert doch sehr stark an Frankenstein

    Seite 38 Mitte links: der Leuchter hinten hat zu wenig Kerzen, nun könnte man natürlich annehmen, es hängt tatsächlich einer mit zu wenigen Kerzen an der Stelle, aber wer in das Wimmelbild auf Seite 42 hinein schaut, der sieht, das ist mitnichten der Fall

    Seite 41 oben Mitte: die Statue trägt einen Topf mit einem Kaktus, soweit ja noch hinnehmbar, aber der Kaktus hat auch Stacheln, und das dürfte den Bildhauer denn doch an seine handwerklichen Grenzen gebracht haben.

    Seite 44 oben: der Vorbau, der sich vor dem Eingang nach rechts und links erweitert, hat auf Seite 16 eine Mauer, die in ihrer Mitte durch eine gemauerte Säule getrennt wird, auf Seite 44 ist es eine durchgehende Mauer ohne trennende Säule

    Seite 45: unten links der Thron hat an seinem Fuß nur noch zwei Zehen, sonst in allen anderen Pictures hat die Tatze, die den Fuß darstellt, drei Zehen.

    Seite 47 oben Mitte: die Katze, die ihr Maul mit dem größten Entsetzen aufreißt, trägt auf ihrer linken Gesichtshälfte ein Pflaster, und: nur auf den zweiten Blick zu erkennen, dort beißt eine Maus den Löwen in den Schwanz, was durch einen angedeuteten gelben Blitz unterstrichen wird.

    Seite 49 unten links: das ist ja wohl der originellste Helm, den je ein Ritter getragen hat, ein grauenhaftes Entenmonster, dahinter ein Piktogramm „Bitte nicht berühren!“– wahrscheinlich lebt die Ente noch und kann, wird sie berührt, jederzeit ihre furchterregenden Zähne in den Hals eines Betrachters schlagen ;-)

    Ich fand das Heft gut, zeichnerisch und auch handlungstechnisch gibt es nichts, woran man Kritik üben könnte. Bei den sprechenden Tieren tritt mittlerweile so etwas wie ein Gewöhnungseffekt ein. Ein bisschen fremdele ich noch mit der Darstellung des Don, er hat sich doch recht weit vom Original wegentwickelt, eigentlich aber in positiver Sicht, seine Mimik ist deutlich variantenreicher und ausgeprägter, nicht mehr so zackig-kantig. Ein paar der Kleinigkeiten, die es zu entdecken galt, viele waren es diesmal nicht, sind hier schon erwähnt worden. Nichtsdestotrotz von mir noch ein paar Ergänzungen.

    Seite 4 Mitte: die sonderbaren Urnen, die die Pfeiler der Mauer krönen, haben hier schmückende umlaufende Girlanden, die spitz zusammenstoßen, wohingegen sie auf der Seite davor durch einen waagerechten kleinen Balken verbunden sind

    Seite 7 oben: die Klappe in der Tür besteht hier aus vier Querbalken, auch auf Seite 12 sind es vier, auf Seite 8 oben links und auf Seite 9 Mitte rechts wieder nur drei

    Seite 10 unten rechts: ein junger Mann und ein junges Mädchen, getrennt durch zwei Passanten, lassen zwei winzige Herzen aufeinander zufliegen

    Seite 16 unten rechts: das Schloss des Gitters ist noch im Riegel, auf Seite 18 unten dann liegt es daneben

    Seite 37 oben: das Fenster links neben der Tür des Hauses, in dem Dorota zu Hause ist, ist unmittelbar an die Außenkante gebaut, auf Seite 38 unten rechts ist zwischen Hauswand und Fenster ein Stück Wand, das ein Panel weiter sich in seiner Breite sogar verdoppelt

    Seite 40 unten rechts wieder einer dieser seltsamen Köpfe und daneben ein Stier mit eingestochenen Banderillas. Möglicherweise ein makabres Nadelkissen?

    Seite 40 oben: die Ente in der Blechbüchse wurde hier bereits entdeckt

    Seite 44 unten links: der an der Wand befestigte Straußenkopf verrät einen recht makabren Kunstverstand, ganz ebenso der Kaninchenkopf mit Gedenktafel am rechten Rand des Bildes, der Ohrensessel hat (auch auf Seite 39 Mitte) am Ende der Armlehnen Tatzen mit ausgefahrenen Krallen

    Seite 45 unten: hier hat Dorotas Haus rechts der Tür nur ein Fenster, auf Seite 32 hingegen zwei

    Seite 48: Garfield fand schon Erwähnung, wie auch an anderer Stelle der Mann mit den Zahnschmerzen, der Junge mit dem Lolli, „Der Astronaut“ und das Charlie Chaplin Porträt

    Jaaa, das sind tatsächlich noch ein paar Ergänzungen! Das mit dem Brummkreisel kann ich allerdings nicht nachvollziehen, laut allen Quellen gibt es den erst seit dem 19. Jahrhundert. Die Meisterschale ist mir in dem Laden in der Tat entgangen, auf Seite 37 oben links war sie mir hingegen aufgefallen, ich hatte sie auch in meinem Posting erwähnt, wusste aber nicht, wo ich das runde Ding schon mal gesehen hatte und konnte es nicht erklären. Nun hast du mir das Rätsel gelöst ;). Den Spruch „Ich wär zun Schwein" hatte ich tatsächlich markiert, habe ihn aber, was mich nun ärgert, glatt vergessen in mein Posting mit aufzunehmen.

    Manchmal frage ich mich übrigens, ob unsere Rätsellösungen nicht vielleicht sogar über das hinausgehen, was die Zeichner beabsichtigt hatten. Erinnert mich an ein fingiertes Interview mit einem Maler, der vorwiegend abstrakt malt, als ihn ein Journalist zu einem Bild fragte, was das darstellt, sagte er, das weiß ich jetzt auch nicht, aber die Kritiker werden es schon herausfinden ... und so finden wir Member vermutlich auch Zusammenhänge heraus, die gar nicht gewollt waren, sich aber ergeben.

    Ja, langsam nimmt die Geschichte Fahrt auf, und gemessen an dem sich über Monate hinziehenden lahmen und etwas wirren Beginn keimt in mir Hoffnung auf, dass „Abenteuer in der goldenen Stadt“ doch noch eine gute, vielleicht sogar legendäre Geschichte wird. Handwerklich ist ohnehin so gut nichts auszusetzen, sieht sieht man einmal von den Filmfehler ab, die (zu meiner Freude :zwinker: ) mehr geworden sind. Da kann ich nicht umhin, alles, was ich gefunden habe, hier aufzulisten.

    Beginnen wir mit:
    Seite 3 oben: die Verzierungen am Spitzbogen des Tores sind auf Seite 4 unten glatt vergessen worden.

    Auf Seite 5 unten links ist in der Decke, die das Heu zusammenhält, ein langer, nur schlecht genähter Riss, der zwei Seiten später oben nicht mehr da ist. Ein selbstheilender Stoff?

    Seite 6 oben links das Haus rechts hinter Dorota hat keine Gauben, im Bild daneben jedoch schon. Um sie dann auf Seite 6 unten links noch immer zu haben.

    Seite 7 unten links ganz unten rechts am Bildrand ein schmelzendes Eis am Stiel.

    Seite 8 unten der Trödler verkauft einige Anachronismen: ein Teddybär, eine Gitarre, ein Brummkreisel, die Golems in der Kiste spielen verrückt, ein Vampirschädel, und bei der Büste vermute ich, die ist auch eine Anspielung, bloß wer? Schwarmwissen: du bist gefordert!

    Seite 10 mittleres Panel: generell lässt sich anmerken, dass das dicht über der Tür hängende Krokodil hier gänzlich weggelassen wurde, im Herd brennt das entfachte Feuer, das ist auf Seite 12 unten plötzlich wieder aus, der Tisch auf Seite 10 links vom Don ist ein einfacher Holztisch, der ist auf Seite 12 durch einen gänzlich anderen Tisch mit anderen Gläsern obendrauf ersetzt worden, zwei Buchtitel sind zu erkennen: „D. KONZERT U. WAS…“ und WANDLUNG.

    Seite 14 oben ganz rechts ein Mann mit einer Maske.

    Seite 35 unten links das Skelett im Ausdruck größter Trauer, aber das täuscht. Als Feuerbach auf Seite 47 auf den Rücken fällt, zeigt es einen Ausdruck größten Entsetzens, um schließlich auf der Rückseite in die einem Skelett eigene Lethargie zu verfallen.

    Seite 37 oben: Ritter Runkel lässt mit einem Schild grüßen, oben rechts die schon mehrfach erwähnte „Zauberflasche“. Und bei dem Schild oberhalb des „Runkel-Schildes“, also jenes nur halb zu sehende kreisrunde Schild mit aufgenieteten Edelsteinfassungen habe ich das unbestimmte Gefühl, dass das in irgend einem Mosaik schon mal auftauchte.

    Seite 43: ein Sparschwein dürfte es um die Zeit noch nicht gegeben haben und die zusammengedrückte Plastik stammt aus dem Mosaik von HH Nummer 35 Seite 3 mit Tonio Turbo.

    Seite 48 oben, man erkennt sehr schön, dass die Kapitelle der Säulen verziert sind, aber man sieht diese Verzierungen nur einmal, und ab da tauchen sie nicht mehr auf.

    Und Seite 50 unten links: da hat der Holzschuppen rechts der Tür zwei stärkere Querbalken innerhalb der Holzverkleidung, auf Seite 41 hingegen, Panel rechts unten, sind es drei.

    Die vier hebräischen Buchstaben: Bet, Kaf, Lamed und Resch ergeben welchen Sinn? Sind eventuell Kabbala-Studierte unter uns? Meine Zielgruppe möchte unbedingt mit Nachbars Hund reden…. :D

    Laut KI: Jeder Buchstabe hat in der Kabbala eine eigene Symbolik (Sefer Jetzira, Zohar usw.):
    כ (Kaf) → Handfläche, Krone, Potential, Verwirklichung
    ב (Bet) → Haus, Schöpfung, Dualität (zweiter Buchstabe)
    ל (Lamed) → Lehren, Lernen, Ochsenstachel (Richtung nach oben), Intention
    ר (Resch) → Kopf, Armut/Fülle, Führung, Anfang (Reschit = Anfang)... Und das Wort gibt es tatsächlich und bedeutet "Kabelmonteuer“, „Kabelverbinder“ oder „Spleißer“ (z. B. für Elektrokabel oder Glasfaserkabel). Nun, das eröffnet natürlich wahrhaft gigantische Möglichkeiten zur Spekulationen, was uns die Autoren hier sagen wollen.

    Das folgende Symbol taucht im Heft zweimal auf, es ist der Baum des Lebens (Etz Chaim) der kabbalistische Lebensbaum.Er besteht aus 10 Sephiroth (den Kreisen), die verschiedene göttliche Eigenschaften oder Bewusstseinsebenen repräsentieren. Man kann im Bild die Schriftzüge Chaim erkennen. im zweiten Bild erkennt man ferner die Buchstaben H, A und I. Das bedeutet die Ursubstanz oder das "Alles-in-Einem", möglicherweise aber auch H wie Hydrogenum, A ist das Zeichen für Luft, ein Dreieck mit einem Querstrich und die vertikale Linie bedeutet Ignis, das Feuer

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    Leider ist der Link von Brabrax für Nicht FB-Nutzer nutzlos

    Schade, ich dachte der Link ist öffentlich, dann werde ich hier mal die Titel auflisten, die Bilder einzustellen würde vermutlich zu viel Platz brauchen Maximus stupidus,Tod auf dem Nil, ein Mosaikheft, Krimi, N. Federbusch, 1984, Die Odyssee, Aliens, J(ogi) Löw, Das Buch der 7 Siegel, Goldfinger, Don Q(uichote), Manifesto, Tabula Rasa, Wie Gold?

    Und hier einmal ein Vergleich zum Heft 153. Ich muss gestehen, da wäre ich nie drauf gekommen, wäre interessant zu wissen, ob da nicht noch ein paar Eastereggs mehr im Heft verborgen sind.

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    Endlich, endlich! nimmt die Handlung Fahrt auf. Ich fand sie, schränkt man es einmal auf die Ereignisse rund um den Don ein, spannend. Wäre ich ein Kind im Vorschulalter, würde mich wahrscheinlich auch noch die alberne Geschichte mit den Tieren fesseln. Bezogen auf das jahrelang treue Stammpublikum ist diese Nebenhandlung aber einfach nur peinlich.

    Zeichnerisch ist das Heft wieder o. k., wenngleich der Don teilweise eine recht individuelle zeichnerische Eigenentwicklung genommen hat, man schaue etwa Seite 13 oben oder Seite 17 oben. Farblich fällt noch eine arge Dissonanz ins Auge (das im wahrsten Sinne des Wortes): das Labor auf Seite 12 ist ganz in dem vom Coloristen offensichtlich über die Maßen geliebten Lilatönen gehalten, schaut man dann die gleichen Räumlichkeiten auf Seite 47 an, ist die Colorierung eine komplett andere. Und vermutlich die, die von den Autoren beabsichtigt war. Offensichtlich ein handwerklicher Fehler.

    Und wieder ein paar Kleinigkeiten.

    Auf Seite 4 mittleres Panel sehen wir ein offenes Dachfenster (das es mit ziemlicher Sicherheit damals noch nicht gegeben hat) und eine von diesen leicht erreichbare Leiter, über die man ohne Umwege auf die Brücke gelangt.

    Ein besonderes Kapitel müsste eigentlich den Buchtiteln gewidmet werden. Ich erspare mir aber die Auflistung, eine Facebook Community hat diese penibel zusammengestellt, siehe folgender Link – es sind deutlich mehr, als man beim ersten flüchtigen Hinsehen annehmen sollte.

    Auf Seite 35 oben ist im Hintergrund eine Schneekugel, ich wette mal, die hat es damals noch nicht gegeben.

    Und auf Seite 41 oben links sind zwei Reinigungskräfte mit äußerst modernem Equipment.

    Auffällig fand ich noch Leo auf Seite 50 Mitte links, das Gesicht würde in einem Manga nicht auffallen und ist ziemlich weit weg vom üblichen Mosaikstil.

    Die Aktuelle Serie dümpelt weiter vor sich hin. Mit Küchenchaos, Erklärbär Geschichten um den Bengel zur Schule zu bekommen und der Typischen Krankengeschichte kann das auch nichts werden. Es fehlt der ganze Sinn in dieser Geschichte. :buch:

    Ich kann mich nur anschließen. Schon vier Hefte – und nichts vom Tragweite passiert. Unter Marketingsgesichtspunkten sollte die Geschäftsführung endlich Verantwortung übernehmen und sich einen neuen Autor suchen. Irgendwann braucht jedes Unternehmen frischen Wind, und schon die Pitipak Serie war ein klares Indiz für eine Schaffenskrise. Ich mach mir echt Sorgen: wenn die Verantwortlichen mit Blick auf diese vier Hefte nicht kapieren, dass mit einer Aneinanderreihung von harmlosen Episoden auf lange Sicht gesehen das Heft seine Zukunft verspielt, dann weiß ich auch nicht weiter. Man muss doch nicht unbedingt warten, bis die Auflagen in den Keller rauschen. Und da ist die nach wie vor herausragende Qualität der Zeichnungen auch nur ein schwacher Trost. Übrigens, ist euch aufgefallen, dass seit zwei Heften alle Panels gerahmt sind, die eigentlich in Comics übliche Auflockerung durch Freistellung in einzelnen Panels fehlt.

    Danke, habe mich da jetzt mal eingelesen, allerdings wird er gemeinhin Gru geschrieben, Aber das ist nur der Nachname. Diesen dritten Bruder gibt es allerdings gar nicht, er ist aber in der Szene eine beliebte spekulative Gestalt, von der man glaubt, sie existiere in Wahrheit eben doch. Und dank des Mosaiks dürfte ja nun die Fan-Gemeinde endlich erfahren haben, wie er aussieht. Man möge mich korrigieren, wenn ich da etwas falsch verstanden habe.

    In der Tat, ich fand es auch gut gezeichnet, so ein bisschen Im Rietschel-Stil. Alles sehr unspektakulär, harmonische realistische Farbgebung, und für den trockenen Stoff die Thematik sehr gut vermittelt. Ich muss gestehen, ich habe tatsächlich eine ganze Menge gelernt. Entsprechend der Ernsthaftigkeit des Themas hat man offensichtlich auf kleine Gags weitestgehend verzichtet. Einzig im Wimmelbild habe ich was entdeckt, links unten ein Verliebter und auf der rechten Seite in einem Fenster jemand mit einem modernen Grubenhelm.

    Ich kann der ganzen Diskussion ohne jede Einschränkung zustimmen. Die gegenwärtigen Schreiber des „Drehbuchs" sind einfach schwach. Ich lese auch noch andere Comics, ich spare mir jetzt mal hier die Aufzählung, aber jedenfalls schaffen die es alle Mal, innerhalb weniger Seiten einen Spannungsbogen aufzubauen. Ein wenig abmildernd gilt allerdings die Beobachtung, die hier auch erwähnt wurde, und die ich auch schon machte: im Abstand einiger Jahre in einem Zug gelesen gewinnen dann die Hefte doch wieder an Faszination, weil sich die auf Länge angelegten Geschichten irgendwie anders entfalten, als wenn man mit jeden Heft hofft, doch nun endlich auf einen Spannungsbogen zu treffen, der einem in schlaflosen Nächten dem nächsten Heft entgegen fiebern lässt ;). Insoweit sind die lang angelegten Geschichten mit immer wieder eingeschalteten Ruhepunkten vielleicht sogar so etwas wie richtig große Literatur. Das Dilemma dürfte nur sein, man wird einen spontanen Käufer, der quasi nebenbei aus Neugierde ein Heft kauft und liest, mit der irgendwie im leeren Raum spielende Geschichte kaum veranlassen, unbedingt auch das nächste Heft zu kaufen, weil er unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

    Ich bin immer wieder begeistert, mit welcher Perfektion der Stil des Mosaiks aus dieser Zeit nachgeahmt wurde. Was auch interessant ist, man blieb in der Tradition der historischen Verbürgtheit der Handlungsstränge, denn das Konzert unter Wasser hat es tatsächlich gegeben.

    Vielleicht gibt es weitere Hefte. Wenn es im Jahr zwei bis vier Exemplare gäbe, die in diesem Stil neu gezeichnet werden - ich muss gestehen, mir wäre es das Geld wert. Immerhin, Geld kann man nicht lesen, aber Hefte, die man damit kauft. ;)