Ein schönes Heft, sicher wird es nicht Geschichte schreiben, aber insgesamt hat es mir sehr gut gefallen. Die Zeichnungen sind mittlerweile sehr dynamisch. Die sprechenden Statisten, die seitenlange Dialoge dahinplapperten – das ist vorbei. Und das ist gut so! Dazu noch ein Cliffhanger, Herz, was willst du mehr. Interessant ist der stilistische Schnitt einmal beim Titelblatt, und dann die kurze story über den Geigenspieler: ich nehme an, da hat man die Zeichner der Caramellen unter Honorarvertrag genommen
. Und diesmal werden wir richtiggehend verwöhnt mit den Kleinigkeiten, eigentlich so viele, dass einige von euch wahrscheinlich gar nicht bis zum Schluss lesen werden. Aber sei‘s drum, los geht's:
Seite 3 oben: das rechte Schwein ist reichlich unanständig, glücklicherweise kann man es nur sehen, aber nicht riechen.
Seite 4 oben links: wer hängt sich denn tatsächlich das Porträt einer Wildsau ins Zimmer? Das Bild daneben: das erinnert doch sehr an den Eulenspiegel der Einzelhefte
Seite 5 oben links: Hier hängt der Knoblauch mehr kugelförmig, auf der Seite 3 ist er ein geflochtener Zopf, nochmals das Bild oben links: hier reicht der Blumentopf bis an vorletzte obere Scheibe, auf Seite 3 sind über dem Blumentopf noch zwei Scheiben.
Immer noch Seite 5, Mitte rechts: hier hat der Ofen drei Reihen gleich großer Kacheln und eine weitere schmalere Reihe, auf Seite 3 sind alle vier Kachelreihen gleichgroß, wie es normalerweise beim Ofen ist, und auf Seite 5 ist die Ofentür irgendwo zwischen zweiter und dritter Reihe, auf Seite 3 hingegen überdeckt sie genau die Reihe zwei und die Reihe drei.
Seite 7 oben links: laut KI gab es um die Zeit tatsächlich auch schon Riemenantriebe, aber die waren damals nicht in der Lage, die Kraft eines Mühlrades zu übertragen. Wenn es denn nötig war, Kräfte zum Mahlen weiterzuleiten, nutzte man Zahnräder aus Holz.
Gleiche Seite unten ganz rechts: da ist Shrek mit Hut
Seite 8, der Trödler: Neues gibt's eigentlich nicht, ein Einhorn, ein Expander, ein Vampir, ein Teddybär, ein Kreisel von unten, und ein Schild „zu verschenken“
Seite 9 oben links: jemand hat seine Wanderschuhe über den Fahnenmast geworfen
das Bild daneben: da hat der Zeichner die Steinumfassung des Eingangs nicht vollständig gezeichnet, man sieht nur die Steine innerhalb des Bogens, aber nicht jenen Teil, der in der Außenfassade sichtbar ist
Seite 10 unten rechts: ein Briefkasten.
Seite 13 oben rechts: eine Maus schnäuzt sich die Nase, eine andere trägt eine Schürze.
Seite 16, hier wird es jetzt ganz wirr: gehen wir davon aus, dass der Zeichner in das Bild hinein Richtung Eingangstür schaut, dann ist die Tür rechts im Bild offensichtlich so angeschlagen, das sie nach innen vom Korridor weg öffnet, im übernächsten Bild öffnet sie sich aber nach außen zum Korridor hin. Im Bild weiter zeigt Frumet dann aber auf ein Zimmer, in das die beiden, also der Rabbi und der Kaufmann, gar nicht hineingegangen sind. Natürlich könnte man noch annehmen, dass der Zeichner die Perspektive gewechselt hat, aber der Leuchter rechts neben der Tür ist ein starkes Indiz dafür, dass er während der ganzen Szenenfolge in Richtung Eingang schaut. Außerdem hat er beim ersten Bild oben den Türsims bis zum Ende der Balustrade reichen lassen, zwei Bilder später reicht er nur noch bis zur Hälfte der Balustrade.
Seite 35 Mitte unten: da ist ein Käfer, der wie ein Hund an der Leine ausgeführt wird, eine Anspielung auf Kafka, und das Gesicht dessen, der die Leine hält, erinnert auch daran.
Seite 37 Mitte rechts: der Balken oberhalb der Tür trägt hier keine Simse, die ihn stützen, auf der Seite 36 unten rechts aber sehr wohl
Seite 38 unten rechts: aus dem Brunnen springt ein Fisch.
Seite 39 oben: Im Hintergrund ist eine venezianische Gondel; das Fenster des Zimmers, in dem unsere Helden speisen, ist hier beleuchtet und offen, Seite 40 Mitte geschlossen und nicht erleuchtet, Seite 18 oben links war es offen, hat aber nur zwei Fensterstege, sonst immer drei und auf Seite 35 Mitte ist das Fenster geschlossen und erleuchtet.
Seite 45 Mitte: im Hintergrund ist ein Schlauchboot, das Wirtshaus trägt das Wappen einer Hafenkneipe und das Haus in der Mitte kann nur über eine Leiter betreten werden.
Seite 47 unten: in der Mitte des Bildes ist, wie man am Ladenschild erkennen kann, eine Eisdiele und rechts unten ein Papierschiffchen
Und eigentlich sollte ich hier noch die Rückseite erwähnen, aber der Cameo ist so offensichtlich, dass spar ich mir. ![]()







