Natürlich ist der Schluß im Roman für die Leserin und den Leser besser, weil die Kanzlei und die Mafia eins auf die Mütze bekommen und das Gute siegt. Aber dieser Schluß ist eben nicht realistisch da er ohne Reaktion der Mafia bleibt. Da hätte Grisham eine Fortsetzung anhängen können in der Mitch um die halbe Welt gejagt wird und es trotzdem schafft Gewinner zu bleiben.
Generell zu Grisham – von ihm habe ich einiges gelesen. Vor allem seine Jugend-Krimi-Reihe 'Theo Boone' finde ich gut. 'Theo Boone' ist der 13jährige Sohn eines Anwalts und löst in den Südstaaten schwierige Fälle die auch mit der Arbeit seines Vaters verknüpft sind.
Die Theo-Boone-Serie ist bei uns völlig untergegangen weil für die Zielgruppe eigentlich falsch vermarktet. Die Romane hätte man optisch so gestalten müssen wie 'Die drei ???' bzw. 'Die drei ??? Kids'. Dazu sind sie allerdings textlich zu umfangreich. Ob die Boone-Serie im englischsprachigen Raum gut lief, weiß ich nicht.
Aber ich schweife ab. Grisham hat generell das Problem, dass er oft in Details zu wenig recherchiert und seine Geschichten dann logische Risse bekommen. Da kann ein Wasserflugzeug schon mal tausende Meilen fliegen ohne aufzutanken und ähnliches mehr. Das tut der spannenden Story keinen Abbruch, aber technisch einfach falsch.
Vermutlich traut sich dann auch kein kritischer Lektor drüber, weil Grishams Romane ja Geldmaschinen sind.
Übrigens gefällt mir Grishams Roman 'Die Farm' (englischer Titel: A Painted House) am besten. Ist allerdings kein Justiz-Thriller sondern eine autobiografisch angehauchte Geschichte über einen Jungen im ländlichen Arkansas der frühen 1950er Jahre. Meines Wissens noch unverfilmt.
Und um die Kurve zum 'Die Firma'-Film wieder zu kriegen, vielleicht war die Mafia ja mit diversen Geldwaschanlagen an der Produktion des Filmes beteiligt und deshalb wurde der Schluß eben geändert.
Only The Shadow Knows!