Beiträge von Rusty

    Eine Schmonzette ist für mich etwas, wo es hauptsächlich um romantische Liebe zwischen einem Mann und einer Frau geht, das ist das Buch "Vom Wind verweht" ganz sicher nicht.

    Das Buch habe ich, wie oben erwähnt, nicht gelesen und den Film nach einiger Zeit eben abgeschaltet weil mir der ganze Zuckerbäcker-Stil, dass chargieren der Schauspieler usw. nicht gefiel. Deshalb auch mein Vergleich mit den 'Sis(s)i'-Filmen. Dass das Buch deiner/eurer Meinung nach keine Schmonzette ist und sich vermutlich von der Verfilmung unterscheidet nehme ich zur Kenntnis. Falls ich mal aus Ermangelung anderer Lektüre Zeit habe, werde ich es lesen. Ob's der Wahrheitsfindung dient?

    Da gebe ich dir natürlich recht. Ich hab 'Vom Winde verweht' auch nicht gelesen und der Film hat mich nach einer Weile auch genervt. Für mich sind das alles so Schmonzetten wie die 'Sisi'-Filme.

    Mit "Unterhaltungsroman" meine ich, daß man durch die Lektüre nicht einsichtiger wird. Man lernt nichts, man gewinnt keine wertvolle neue Perspektive (höchstens eine falsche) auf einen Sachverhalt. So etwas verlange ich nicht von Unterhaltungsliteratur, aber von Büchern, denen ich einen erheblichen Teil meiner Zeit widme.

    Mit so einer Unterscheidung tu ich mir schwer und meines Wissens gibt es die Unterscheidung unterhaltende und ernste Literatur auch nur bei uns. Der englischsprachige Raum kennt so eine Unterscheidung nicht.

    Zum Thema empfehle ich den Roman 'Gute Geister' (The Help) von Kathryn Stockett. Wurde auch erfolgreich verfilmt. Der Roman ist sowohl unterhaltend als auch erhellend.

    Vorher noch die Nachfrage: ist das Buch auch dann noch "hochinteressant", wenn man von Kafka zwar ein paar Sachen gelesen hat, aber eigentlich nicht so brennend an seinen Freizeitaktivitäten interessiert ist? Geht es also weniger um Kafka, sondern mehr um einen Einblick in die Filmgeschichte dieser frühen Zeit, vielleicht auch um die Rezeption durch das damalige Publikum?

    Also Zischler zeigt unter anderem auf welche Filme von damals Einfluß auf Kafka hatten und sie ihn zu bestimmten Texten inspiriert haben. Natürlich sind auch Kino-Anekdoten über Kafka enthalten, dazu muss man aber kein Kafka-Kenner sein. Ergänzt wird alles mit alten Abbildungen von u.a. Film-Reklame. Ob Zischler explizit Rezeptionen durch's damalige Publikum drin hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, aber dunkel meine ich mich an Erwähnung von damaligen Film-Kritiken erinnern zu können. In der Gesamtmischung fand ich's hochinteressant (was natürlich Geschmackssache ist). Viel Spaß bei der Lesung mit Zischler. Da kannst du ihn ja direkt befragen.

    Gibt es übrigens eigentlich eine vergleichbare Würdigung der deutschen Kinokultur? Da müßte man freilich wohl auf die Zeit der Weimarer Republik zurückgreifen. Mir fällt auf Anhieb kein Film ein, der so etwas versucht.

    Das Buch 'Kafka geht ins Kino' dürfte das Thema treffen. Angeblich gibt es dazu auch einen Doku-Film, aber ich habe nur das Buch einmal gelesen. Fand es hochinteressant.
    >>>>> https://www.edition-filmmuseum.com/product_info.p…t-ins-Kino.html

    @ pecush – Gute Besserung!

    Ansonsten – als 'Südländer' haben mir schon in der Kindheit die diversen bayrischen Knödel-Bänds die Gehörgänge verschmalzt.
    Zum Beispiel Anfang der 1960er Jahre 'Die 3 lustigen Moosacher' mit ihrer 'Brotzeit-Polka'.
    »Mach ma Brotzeit, Brotzeit is die schönste Zeit ...« usw. usf. gefällt mir heute noch. Die Melodie stammte übrigens von einem gewissen Toni Sulzböck, der Text von Fred Rauch (damals eine große Nummer in der Schmalz-Knödelei).

    Äh ... und keine Ahnung ob ich hier bei diesem Contest überhaupt mitmachen darf?!

    Ja genau – das ist auch so ein Knackpunkt, aber tut eben der spannenden Story keinen Abbruch.

    Ich hab mir die Verfilmung nur partiell (war glaub ich im TV) angeschaut, weil ich Cruise einfach als miserablen Schauspieler empfinde. Mit z.B. Tom Hanks wär's besser besetzt gewesen, aber der hätte vermutlich keine Lust auf den Stoff gehabt.

    Natürlich ist der Schluß im Roman für die Leserin und den Leser besser, weil die Kanzlei und die Mafia eins auf die Mütze bekommen und das Gute siegt. Aber dieser Schluß ist eben nicht realistisch da er ohne Reaktion der Mafia bleibt. Da hätte Grisham eine Fortsetzung anhängen können in der Mitch um die halbe Welt gejagt wird und es trotzdem schafft Gewinner zu bleiben.
    Generell zu Grisham – von ihm habe ich einiges gelesen. Vor allem seine Jugend-Krimi-Reihe 'Theo Boone' finde ich gut. 'Theo Boone' ist der 13jährige Sohn eines Anwalts und löst in den Südstaaten schwierige Fälle die auch mit der Arbeit seines Vaters verknüpft sind.
    Die Theo-Boone-Serie ist bei uns völlig untergegangen weil für die Zielgruppe eigentlich falsch vermarktet. Die Romane hätte man optisch so gestalten müssen wie 'Die drei ???' bzw. 'Die drei ??? Kids'. Dazu sind sie allerdings textlich zu umfangreich. Ob die Boone-Serie im englischsprachigen Raum gut lief, weiß ich nicht.

    Aber ich schweife ab. Grisham hat generell das Problem, dass er oft in Details zu wenig recherchiert und seine Geschichten dann logische Risse bekommen. Da kann ein Wasserflugzeug schon mal tausende Meilen fliegen ohne aufzutanken und ähnliches mehr. Das tut der spannenden Story keinen Abbruch, aber technisch einfach falsch.
    Vermutlich traut sich dann auch kein kritischer Lektor drüber, weil Grishams Romane ja Geldmaschinen sind.
    Übrigens gefällt mir Grishams Roman 'Die Farm' (englischer Titel: A Painted House) am besten. Ist allerdings kein Justiz-Thriller sondern eine autobiografisch angehauchte Geschichte über einen Jungen im ländlichen Arkansas der frühen 1950er Jahre. Meines Wissens noch unverfilmt.

    Und um die Kurve zum 'Die Firma'-Film wieder zu kriegen, vielleicht war die Mafia ja mit diversen Geldwaschanlagen an der Produktion des Filmes beteiligt und deshalb wurde der Schluß eben geändert. :D Only The Shadow Knows!

    Leider weiß ich nicht, inwieweit der Film vom Roman abweicht.

    Schon ewig her dass ich den Roman gelesen habe und hab nicht mehr alles in Erinnerung. Vom Gefühl bin ich über einige Löcher im Plot gerumpelt, die sich aber in Spannung aufgelöst haben. Grishams Romane sind ja Lesefutter, da ist mir dann vieles bei spannender Lektüre völlig egal.
    Großer Unterschied von Roman zu Film ist der Schluß der Story. Im Roman klaut Mitch Millionen Gelder von der Kanzlei, also eigentlich die Kohle der Mafia und taucht im Ausland unter. Aber weder die Kanzlei noch die Mafia sind hinter ihm her. Das ist absolut unlogisch. Wenn du mit Mafia-Millionen verschwindest, jagen die dich bis zum Friedhof.
    Im Film wurde das Ende komplett umgeschrieben um diesen fetten Logikfehler zu beseitigen. Da klaut Mitch keine Mafia-Gelder und behält so auch seine Anwalts-Lizenz.

    (...) deutsche Markenqualität ausgetauscht werden, dessen Bauteile aber auch aus Fernost stammten. Es hielt auch 3 Monate. Dann kam ein neuer Zähler von eBZ (Made in Germany) und der hält jetzt schon über 1 Jahr.

    Wie sagte der gute Habeck damals sinngemäss – wenn wir in Deutschland keine eigene Chip- und Batterie-Produktion aufbauen sind wir am Ar...! Genau so isses.

    Ich schreib ja noch gerne Briefe und Postkarten. So richtig analog mit der Hand; wie damals in der Steinzeit. Natürlich immer mit interessanten Briefmarken drauf. Das gibt in Zukunft vielleicht Erinnerungsstücke. Von dem ganzen gespeicherten digitalen Kram wird, wegen der unterschiedlichen Speichermedien, kaum was bleiben. Hab gestern einen Stapel alter Disketten entsorgt. Irgendwo hab ich auch noch einen kleinen Karton mit Lochstreifen-Bändern ... :lol7:

    Was ist erstaunlich finde: da der Code auf der Briefmarke nicht verändert wird, muss die Information, ob sie schon einmal verwendet wurde, durch Abgleich mit einer Datenbank passieren.

    Also wenn man mit der Lupe auf die Briefmarken schaut, ist jeder aufgedruckte Code anders, d. h. eben schon verändert. Und so kann man die einmalige Verwendung kontrollieren. Oder versteh ich da was miss?

    Ansonsten habe ich seit Jahrzehnten drei geerbte uralte Briefmarken-Alben im Kasten liegen, die der gute Anton mal in Augenschein genommen hat und für durchaus wertvoll befand. Ich müsste alles neu sortieren und in ein neues Album einfügen. Vor dem Job hab ich mich bis jetzt erfolgreich gedrückt. Mir gingen Briefmarken eher immer auf die Nerven. Besonders Marken-Paul in den Heften. :D

    Generell zum Jugendmarkt mit Büchern und Heften – der ist 2025 bei den 10- bis 15-Jährigen um 30,6 % zurück gegangen (Quelle Media Control). Nur die Roman-Genres 'Young' und 'New Adult' sind 2025 weiter gewachsen.

    Der Börsenverein des deutschen Buchhandels fordert deshalb: "Es braucht ein Umdenken in der Bildungspolitik jetzt! Leseförderung muss endlich Top-Priorität für Bund und Ländern werden. Zudem muss die aktive Förderung von Medienkompetenz junger Menschen vorangetrieben werden. Buchhandlungen als zentrale Orte der Leseförderung und Literaturvermittlung und eine breite Landschaft an Verlagen müssen zur Sicherung des Meinungspluralismus und vielfältiger Perspektiven gestärkt werden."

    Ich befürchte das wird bei uns nix bringen, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema. Jedenfalls wurden uns in meiner Kindheit die Comics abgenommen, weil sie uns ja verblöden würden. Das genaue Gegenteil war der Fall.

    Der Economist ist deshalb dünner im Umfang, weil keine Werbung mehr darin enthalten ist, oder? Dadurch hat sich auch der Preis erhöht, denke ich mir mal. Zudem erscheint das Ding ja in England und seit dem Brexit dürften vielleicht auch Zölle eine Rolle spielen.

    @ Rusty: Ich konnte da leider bisher nichts zum "Neuzeit Verlag" finden, könntest Du dies verlinken, bzw. mir sonst einen Links senden ?

    Sorry, die Infos sind über viele Pages verstreut weil es ja nur ein Verlag von vielen war. Am besten du befragst die Google-KI. Vermutlich gibt's auch Roman-Sammler-Foren. Damit hab ich mich noch nie beschäftigt.