Mosaik-Heft 610 "Schuld und Sühne"

  • Oha, nach den Gebrüdern Karamasow noch mal Dostojewski? :kratz:

    Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

  • Nix da mit Dostojewski. Hatte das Heft auch schon im Kasten. - „Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang“ scheint beim Don wohl eher umgekehrt zu sein. :D

    Ansonsten mehren sich tatsächlich die Anzeichen, daß Chouette mit seiner Vermutung im TdoT-Thread Recht hat.

    Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

  • Das man wohl nicht mehr ewig in Prag bleiben wird.

    Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

  • Ich habe das Heft zwar noch nicht, aber das Titelblatt hat mir auf Anhieb gefallen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon mal ein Titelblatt gab, bei dem Elemente des Bildes durch den Mosaik Schriftzug gingen, oder sehe ich das falsch?

  • Wir werden sehen.
    Unterm Strich hat mir das Heft wieder gut gefallen. Wido scheint etwas relaxter zu sein und wie der Don das perfektes Anti-Aging-Mittel zu kennen. Nach irgendwelchen zeichnerischen Gags, außer denen die regelrecht ins Auge fallen, habe ich noch nicht geschaut. Höhepunkt in dieser Hinsicht ist sowieso die Erwähnung, des "Stundenbuches des Herzogs von Berry" ! Hach... :glubsch:

    Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

  • ... Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon mal ein Titelblatt gab, bei dem Elemente des Bildes durch den Mosaik Schriftzug gingen, oder sehe ich das falsch?

    Doch - z.B. in der Ozeanien-Serie (Hefte ca. 540 ff.); ich interpretiere deren Cover zumindest so.

    Ansonsten ein tolles Titelblatt; schön detailreich und dynamisch gezeichnet. Was etwas komisch aussieht ist der "fehlende" Hintergrund S. 36 unten und S. 37 oben - da fehlen die Häuser im Hintergrund.

  • Ja...

    ..., ein gutes Heft - vielleicht sogar das beste Heft dieser Serie bisher. Eine nicht unwesentliche Rolle spielen für diese Bewertung die beiden "Althelden". Und mit der angekündigten Trennung der Faxe wird tatsächlich mal richtige Spannung für das kommende Heft aufgebaut.


    UNVEU:D

  • Ein kurzweiliges und gut gezeichnetes Heft - aber der Don...
    Mir geht's wie Wido auf S.48, der den Don auch nicht mehr wiedererkennt.

    Zum Glück scheint Wido noch der alte zu sein.
    Ich hoffe, dass sein gesuchtes Buch auch für den Don von Interesse ist, damit letzterer wieder ein richtiges Ziel hat. Dass sein Lebensinhalt nur noch um die Abrafaxe kreist, noch dazu übergangslos zwischen Rache, Reue, dann wieder Rache wechselt, tut dem einst ernstzunehmenden Erzfeind nicht sonderlich gut.
    Er sollte sich ein Beispiel am "Kalender" nehmen. Der hat's diesmal wieder faustdick hinter den mit allen Wassern gewaschenen Ohren, von denen sich der Don eine Scheibe abschneiden könnte. ;)

  • Ein kurzweiliges Heft, sicher wird es aber rückblickend aus späterer Sicht nicht als Highlight in Erinnerung bleiben. Persönlich störte mich die depressive Phase des Don. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das passt nicht zu ihm, insbesondere seine demütige Haltung als Bettler. Aber sehen wir es positiv, auf den letzten Seiten findet er wieder zu sich zurück. Das lässt auf neue Bosheiten hoffen.

    Und wieder ein paar Kleinigkeiten:

    Seite 3 oben ganz rechts, hier war ich erst versucht auf dem angeschnittenen Bild Dr. Porcelus zu erkennen, aber so recht passt das nicht. Außerdem ist da die Clownsnase, irgendwie rätselhaft.

    Wimmelbild: ganz oben links ein Dieb. Die tanzende Schlange hat einen wirklich lustigen Kopf. Warum jemand seine Kuh abseift, bleibt dessen Geheimnis. Und ziemlich genau in der Mitte fliegt zwischen Mann und Frau ein kleines rotes Herz hin und her

    Seite 8, Panel Mitte links: der Eckstein hat ein Gesicht.

    Seite 11 Mitte: jetzt ist plötzlich hinter dem Bücherstand ein Karren, bei dem Wimmelbild fehlt derselbe. Außerdem stehen zwei Bilder zuvor die Bücher links vom aufgeklappten Buch alle senkrecht, zwei Bilder weiter steht nur noch eines senkrecht, zwei liegen. Im nächsten Bild stehen sie wieder. Und von da an bleiben sie stehen.

    Seite 12 unten links: auf der Flucht verliert das Huhn ein Ei. Ein Krug am unteren Bildrand ist mit einem Klebeband geflickt.

    Seite 13 oben links: Wallace verkauft Käse, da sollte es doch eigentlich naheliegend sein, dass auch Gromit einen Cameo-Auftritt hat. Ich habe ihn aber nicht gefunden.

    Seite 15 oben: im Vergleich zum Wimmelbild ist da der Hintergrund ziemlich daneben. Der Turm hinter dem Mast, zu dem das Seil verläuft, hat plötzlich keinen Erker mehr. Der Turm des Altstädter Rathauses fehlt. Das Haus davor hat plötzlich in der zweiten Etage keinen Erker und dessen Dach fehlt dann natürlich auch. Das anschließende Eckhaus ist ein völlig anderes. Und so geht es weiter. Das ist vom Hintergrundzeichner wirklich schlecht beachtet worden. Am unteren Bildrand das kleine Kerlchen mit den großen Ohren: ich vermute mal, auch eine Comic-Figur, aber ich weiß nicht welche.

    Seite 15 unten links: der umlaufende Teil des Altstädter Rathauses, der das Dach trägt, hat hier immerhin sechs Bögen zwei Seiten später nur noch vier.

    Seite 16 unten links und Seite 35 oben links: ich wette ein Jahresabo, dass hier der Hintergrund von Seite 16 auf Seite 35 als Kopie übernommen wurde. Sollte unter Zeichnern eigentlich verpönt sein.

    Seite 18 oben, linkes Panel, rechter Bildrand, jemand hat seine Tasse auf der Bank vergessen.

    Seite 35, erstes Panel, eine sonderbare Figur, den Händen nach könnte es Nosferatu sein, aber so recht trifft es das nicht.

    Seite 37 oben: da hat es doch glatt einen Fisch auf das Dach des Verkaufsstandes geschleudert.

    Seite 39 erstes Panel: aus dem Fenster, ganz im Hintergrund, schaut Hans Fallada. Im Fachwerkkreuz am rechten Bildrand steckt ein Pfeil. Unteres Panel: die Glassplitter auf dem Dach des Torbogens sind nicht wirklich sinnvoll.

    Seite 41 oben, hier sind die Türgriffe rund als Ringe ausgebildet, direkt gegenüber Seite 40 haben sie die Form eines Rhombus.

    Seite 42 oben links, ganz links: bei der Dame ließ sich der Zeichner offensichtlich vom Carl Barks inspirieren: als Nase hat sie eine Schweinsnase. Mittleres Panel: die Blumen mit Gesichtern in der Mitte - eine Anleihe an Alice im Wunderland. In der Mitte eine Hochzeitstorte mit einem schwarzen Bräutigam und einer in Weiß gekleideten Braut. Ganz rechts oben Luftballons. Und am unteren Bildrand spielt der Hund mit einem kleinen Küken. Und „Prost“ gibt es im Tschechischen nicht.

    Seite 45 oben links: das Fass des Diogenes. Mitte links: das "Flüstern" ist wirklich ganz ganz klein geschrieben.

    Seite 48 ziemlich in der Mitte: „Zum Blauen Bock“ – eine legendäre Fernsehsendung. Vielleicht trägt deshalb die blaue Taube in diesem Bild unten rechts über ihrem Kopf ein „?“

    Seite 51 unten: ein Hostel hat es damals natürlich noch nicht gegeben, und der Herr, der aus dem Fenster schaut, scheint mir eine Anspielung auf Jens Fischer zu sein.

    Rückseite: ein UFO und ein Ballon sind Anachronismen. Die Figur mit dem Zopf, auch wenn der Bart nicht so richtig passt, könnte den Comic-Zeichner Willi Blöß meinen. Wieder machen sich die Golems selbstständig. Der Teddybär ist schon länger da, und der Fußball sieht mir doch sehr nach Neuzeit aus, ganz ebenso der Tennisschläger.

  • Super, was Du wieder alles gefunden hast. :top: Habe mich mal mit einer Lupe bewaffnet und das alles nachgeschaut.

    Zitat

    Warum jemand seine Kuh abseift, bleibt dessen Geheimnis.

    Eine Anspielung auf Persilius in Heft 21 im MvHH?

    Seite 39 erstes Panel: aus dem Fenster, ganz im Hintergrund, schaut Hans Fallada.

    Sicher? Könnte passen aber ich sehe da eigentlich nur einen Mann mit Brille, der z.B. auch Lion Feuchtwanger sein könnte.

    Zitat

    Und „Prost“ gibt es im Tschechischen nicht.

    Hatten wir ja schon mal, daß damals in Prag auch viel deutsch gesprochen wurde.

    Und die Büste auf der Rückseite dürfte nach wie vor Jörg Reuter sein, denke ich.

    Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

  • Hm, Licht und Schatten in diesem Heft. Die Gefahr, über die wir uns am Ende des letzten Hefts gefreut hatten, dauerte genau zwei Panels, dann war sie wieder aufgelöst. Einer war noch etwas renitent und konnte eine ganze Seite draus machen. So viel dazu. Der Rabbi hat von all dem nicht mal was mitbekommen. Der Großteil der Handlung drehte sich um das Geflirte zweier Acht- bis Zehnjähriger. Hat mich auch nicht abgeholt. Und der Don agierte so larmoyant und völlig untypisch. Das war schon richtig ärgerlich.

    Positiv: Kammerdiener Lang war großartig. Der hat genau den Part, der eigentlich dem Don zustünde. Man hätte hier eine schöne Rivalität zwischen zwei Meistern ihres Fachs aufbauen können.
    Auch schön: Widos Wiederkehr. Da scheint sich möglicherweise eine neue Rahmenhandlung anzubahnen. Und geheimnisvolle Bücher taugen als McGuffin im Mosaik hervorragend. :top:

  • Ich muss dir recht geben, Chouette: des Dons Läuterung war zu kurz, um zu überzeugen. Eigentlich fand ich die Idee sehr schön, aber anscheinend scheint das Ziel unseres Autors zu sein, jede Spannung möglichst zügig aufzulösen.

  • Eine Anspielung auf Persilius in Heft 21 im MvHH?

    Gute Idee, könnte wirklich gemeint sein.

    ... und bei der Deutung der Porträts, ja klar, das ist immer spekulativ, womit ich sagen will, du könntest natürlich auch recht haben. Vielleicht ein bisschen weniger bei Feuchtwanger, denn die Porträts, die du im Netz findest, haben immer Brillen ohne Rahmen. Im Unterschied zu Hans Fallada.

  • #Brabrax: Am unteren Bildrand das kleine Kerlchen mit den großen Ohren: ich vermute mal, auch eine Comic-Figur, aber ich weiß nicht welche.

    Könnte das ein Gremlin sein? Habe das Heft aber bisher nur durchgeblättert?

  • S. 39: Wenn man da im Fenster jemanden erkennen will, sollten schon beide Männer gedeutet werden. Fallada oder Feuchtwanger kann ich da kaum erkennen, sorry.

    S. 51: aus dem Hostel schaut mMn Tangentus raus.

  • Habe mir das Heft eben geholt und in der Pause quergelesen. Mir hat das gefallen und ich werde es noch in Ruhe lesen. Das Wimmelbild fand ich spitze und Wallace habe ich leider erst nach Hinweis entdeckt.

    Beim Wimmelbild fehlt mir eine Treppe oder so was. Hinter der linken Stange für das Seil ist ein Pferd und davor ein Mann. Das beige Haus hinter ihnen hat einen weißen Sockel und dann ist Boden zu sehen. Das graue Eckhaus links daneben geht aber noch viel tiefer, wie auch das Tor im Nachbarhaus vermuten lässt.

  • Moin,
    das neue Heft lag jetzt 1 1/2 Wochen herum, bin leider erst heute dazu gekommen es zu lesen. Interessant, kurzweilig und vergnüglich.
    Mir ist beim lesen „meines“ Heftes etwas ganz anderes aufgefallen. Nach dem Mittelteil hat jemand ein Marmeladenbrötchen gegessen und auf dem Druckbogen verteilt. Viele farblich und in Größe unterschiedliche Kleckerflecken.

    Hat das Problem noch jemand oder habe ich eine Spezialausgabe?

    Gruß
    Gaerti

  • Willkommen im Forum, Gaerti.

    Welche Seite genau meinst Du? Ich habe (bis jetzt) nichts bemerkt. - Bist Du Dir sicher, daß das nicht Dein Marmeladenbrötchen war? :zwinker:

    Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

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