• Möglich, aber die hatte ich nicht gesehen. Du hattest ja einige Tage früher einen mit der Glocke bei den H-Blockx gehabt, gell?

  • Korrekt, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich dann gewundert hatte, dass der von der Louder vor die beiden Hauptbühnen gewechselt ist.

  • Ja, habe ich und der war sehr atmosphärisch. Schade, dass den um die Uhrzeit (die starteten um 1.00 Uhr) nicht mehr sehen wollten. Dauert aber noch ein wenig, bis ich dazu mehr schreibe.

    Falls du überlegst, dir die mal anzuschauen, mach das.

  • Werde ich hoffentlich noch schaffen. Hab die Tage erst ihr letztes Album auf dem Plattenteller gehabt und direkt Lust bekommen, mich mal richtig live in Trance bringen zu lassen bei den wunderschönen Melodien.

  • Ich hatte da aber echt mit mir gerungen. Parallel spielten nämlich Sepultura, die auf Abschiedstour sind und die ich auch noch nie live gesehen habe. Aber zum Einen habe ich die nach Against mit dem neuen Sänger aus dem Blick verloren und in einem Interview hatte sich Andreas Kisser etwas ... ablehnend gegenüber den Zeiten mit Max Cavalera geäußert, so dass ich befürchtete, kaum älteres Material zu hören zu bekommen.

  • Übrigens sind die ersten 50 (!) Bands für 2027 bestätigt. Da wären für mich mit Avatar, Children of Bodom, Crypta, Dark Tranquility, Gaerea, Halestorm, Heaven Shall Burn, Hiraes, Imminence, Jinjer, Kanonenfieber, Napalm Death, Primordial und Sylosis schon jetzt genug interessante Acts beisammen, dass es sich wieder lohnen würde.

  • :kratz: nur bei "Napalm Death" ist mir so, als wenn mir der Name was sagt. Aber da auch mehr in der Zeit Anfang der 80er. Was ich jetzt bei "MeinerTube" von denen gehört habe, ist eh nicht meins. :grins:

    :ele3:

  • Avatar, Children of Bodom, Crypta, Dark Tranquility, Gaerea, Halestorm, Heaven Shall Burn, Hiraes, Imminence, Jinjer, Kanonenfieber, Napalm Death, Primordial und Sylosis

    Children of Bodom ohne Alexi existieren für mich nicht. Der lässt sich nicht ersetzen.

    Ansonsten...Gaerea und Heaven Shall Burn sind cool, mit Primordial bin ich leider nie warm geworden.

  • Children of Bodom ohne Alexi existieren für mich nicht. Der lässt sich nicht ersetzen.

    Habe ähnlich über Nevermore ohne Warrel Dane gedacht. Aber was der Berzan Önen in Wacken gezeigt hat war klasse und stimmlich so dicht an Warrel dran, wie es eigentlich nur geht. Würde mich über ein neues Album richtig freuen. Würde an CoB ähnlich rangehen.

    Zu Gaerea schreibe ich an anderer Stelle noch was zum Konzert in Hamburg bevor es hier losgeht.

  • Habe ähnlich über Nevermore ohne Warrel Dane gedacht. Aber was der Berzan Önen in Wacken gezeigt hat war klasse und stimmlich so dicht an Warrel dran, wie es eigentlich nur geht.

    Stimmlich mag das sogar gehen, aber die Art und Weise, wie Alexi an der Gitarre brilliert hat, wird wenn überhaupt nur von ganz wenigen anderen Gitarristen erreicht werden können. Aber gut, es gab ja scheinbar schon einen Nachfolger bei einigen Auftritten und wenn der seinen Job gut gemacht hat....von daher ist deine Herangehensweise vielleicht ganz gut.

  • Tag 1 - Anreise

    Die Anreise lief in diesem Jahr ein wenig anders, als im Vorjahr, da God_W. schon früher in der Woche anreiste und ich erst ab Mittwoch konnte. Ich entschied mich daher dazu, mit dem Auto nach Itzehoe zu fahren und von dort aus das Shuttle zu nehmen. Die einzige Herausforderung dabei war, dass ich nicht nur vom Parkplatz aus alles zum Bahnhof schleppen, sondern auch im Shuttle unterbringen und vor Allem auf dem Gelände mitnehmen musste, wo mir noch nicht ganz klar war, wie weit ich da überhaupt gehen muss. Bauer Uwes Garten (BUG) ist nämlich sehr dicht am Holy Ground und ich wusste nicht wie weit der Shuttlebus da heranfährt.

    Gepackt hatte ich alles im Rucksack und zwei Einkaufstaschen. Gut war, dass ich schonmal kein Zelt mitnehmen musste, da ich ja wieder in Molesley unterkommen würde. Aber es war noch genug. Vergessen hatte ich übrigens Schlafzeug (ich hatte nicht nachgefragt und nahm an, dass mein Gastgeber das wieder stellt) und ein Handtuch. An Letzteres hatte ich zwar immer wieder gedacht, aber als es dann losging nicht mehr. Was Gewicht und/oder Volumen mitbrachte waren die Dr. Strange Classic Collection, die Silver Surfer Classic Collection: Freiheit, die sechs Liter Malzbier und Unmengen an Marzipan für die Gattin. Also nicht meine.

    Von Kronsforde nach Itzehoe fährt man ziemlich genau 100 Kilometer und die fahren sich spätestens ab Bad Segeberg nicht sonderlich gut. Ich kam zwar gut durch (also ohne nennenswerten Stau), aber wirklich schnell ist man dann noch immer nicht unterwegs. Auf den Malzmüllerwiesen in Itzehoe angekommen, wurde es kompliziert ein Parkticket zu lösen. Der erste Automat wollte meine Karte nicht nehmen, der zweite war außer Betrieb und erst am dritten klappte es dann endlich. Das Ticket war mit sechs Euro für fünf Tage übrigens sehr preiswert. Man zahlt da für ein Tagesticket zwei Euro und am Wochenende ist es frei.

    Der Bahnhof ist dann nicht sooo weit davon weg und den Weg schaffte ich ganz gut. Zehn Minuten später war dann ein Shuttlebus da und den konnte ich auch nehmen. Ich stand zwar die ganze Fahrt von ca. einer halben Stunde, aber das war mir wurscht. Ich wollte ja noch rechtzeitig zu Thundermother im Infield sein. Locker verabredet war ich dazu mit God_W., der mich nicht empfangen würde, da er schon vorher zu den Bühnen gehen würde. Telefonisch hatten wir aber schon geklärt, bei wem ich mich melden soll und wo genau die Truppe zu finden ist.

    Am W.O.A. angekommen, musste ich dann erst einmal das Ticket vorzeigen und konnte dann entlang der Faster Lane in Richtung BUG laufen. An der Residenz Evil stand dann ein Lageplan, den ich zu Rate ziehen wollte um keinen überflüssigen Meter laufen zu müssen. Der Weg war mit Metallplatten ausgelegt und schwer bepackt bekam ich die Füße nicht hoch genug und legte mich direkt davor auf die Schnauze. Den Ellenbogen hat es ein wenig aufgerissen, aber ordentlich Staub und Hitze schlossen die leicht blutende Schürfwunde schnell und ganz gut. Das Gepäck war dann auch schnell wieder zusammengepackt. Als ich das meiner Frau erzählte, fragte sie, ob mich denn alle ausgelacht hätten. "Ne, die haben alle gefragt ob es mir gut geht." "Ich hätte dich ausgelacht." "Deshalb passt du ja auch nicht mehr nach Wacken." :P

    Bauer Uwes Garten war dann schnell gefunden und gar nicht mal so weit weg. Nur die genaue Parzelle war dann natürlich auf dem anderen Ende und nicht da, wo ich ankam. Also ging ich dann mal auf das Lager der hessischen Bayern und bayerischen Hessen zu und stellte mich als der Typ vor, den der kleine Zausel angekündigt hat. Da wusste nicht jeder Bescheid, aber als ich nach dem "Eisen" fragte, wurde ich an den Finanzchef der Truppe verwiesen. Mit dem sollte ich was ausmachen, um den Kühlwagen mitnutzen zu dürfen. Für 20 Euro war ich dann dabei und brachte in einer Kühlbox, die God_W. bereitgestellt hatte mein Grillzeug und Fleischsalat unter und verfrachtete die zusammen mit dem Malzbier (das sollte mir in den folgenden Tagen noch den ein oder anderen skeptischen Blick und Rückfragen einbringen) in den Kühlwagen.

    Den Rest vom Gepäck stellt ich vor Molesley ab und machte mich dann auf, mir das Festivalband zu besorgen. Das klappte reibungslos und so schaffte ich es noch sehr rechtzeitig zu meinem ersten Act auf dem Wacken 2026, Thundermother. Dazu mehr im nächsten Beitrag. Hier einmal ein paar Impressionen dazu, wie es aussah, wenn man aus dem Eingangsbereich herauskam. Links ein wenig Merchstände (u.a. von EMP), dann zweimal ein wenig Deko, die beiden kleineren Bühnen W.E.T. Stage und Headbanger´s Stage, der Weg zu weiteren Bühnen (hinten rechts kam das Wackinger) und der Stand von Radio BOB, an dem vorbei man ins Wackinger kam:

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  • Tag 1 - Thundermother und der obligatorische Shirt-Kauf

    Die ersten beiden Tage boten für mich im Billing nicht so viel, wo ich unbedingt hinmusste, aber weniger als im Vorjahr wollte ich auch nicht sehen. Da kamen mir die Schwedinnen zum Auftakt gerade recht. Hört man Radio BOB kommt man an denen und dem Spin-Off The Gems ja eh nicht vorbei und deren Hardrock ist auch alles andere als schlecht. Für viele sind die wie AC/DC, nur mit Frauen. Okay, in Sachen Status fehlt da noch eine ganze Menge, aber wie gesagt, zum Reinkommen schienen mir die Damen gut geeignet.

    So ging es auf zur Louder Stage, die am ersten Tag die einzige Bühne bleiben sollte, an der ich zu finden war. Thundermother spielten dann einen bunten Mix aus diversen Alben. Wenn man der Setlist glauben darf, kamen deren sechs zum Zuge. So ganz viel habe ich nicht erkannt, aber bei der Musik ist das auch ziemlich wurscht. Die ist schlicht simpel und geht gut nach vorne. Rock halt, und auch nicht von der plüschigen Sorte.

    Auf der Bühne war dann auch einiges an Bewegung und abgesehen von der Schlagzeugerin rannten die Damen alle von einem Ende der Bühne zum anderen. Kleinere Einlagen gab es auch. Als eine Bierflasche zum Gitarre spielen gebraucht wurde, musste die von Bandchefin Filippa Nässil erst einmal auf ex geleert werden. Und zu Bright Eyes gab es an der Gitarre Unterstützung vom Produzenten der Band. Dass die Band 2023 quasi komplett neu formiert wurde, merkte man nicht. Das passte im Zusammenspiel alles richtig gut.

    Hier mal ein paar visuelle Eindrücke (die sind leider ein wenig unscharf geraten, ich hoffe, das bleibt nicht so):

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    Findet außer mir noch wer, dass die Bassistin ein wenig wie Juliette Lewis ausschaut?
    Bei Magenta gibt es den kompletten Auftritt im kostenlosen Stream. Ich setze mal einen Link:
    THUNDERMOTHER: W:O:A 2026

    Ich fühlte mich super unterhalten und God_W., der irgendwo weiter hinten stand, ging es wohl auch nicht anders. Nach dem Auftritt liefen wir erst einmal aneinander vorbei, bevor wir uns nach einer herzlichen Begrüßung gemeinsam auf dem Weg ins Lager machten. Auf dem Weg dorthin bogen wir noch beim Merchstand ab. Für mich galt es, das obligatorische Festivalshirt zu kaufen. Anders als im Vorjahr war mein Wunschmotiv in der passenden Größe noch vorhanden und für grenzwertige € 35,- wanderte das dann in meinen Fundus. Entschieden hatte ich mich für das Motiv Cursed Skull.

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    Mit der Beute ging es weiter und im Camp wurde dann erst einmal der Grill angeschmissen. Ein Teil der Truppe spielte derweil Schafkopf und vom reinen Zuschauen erschlossen sich mir die Regeln nicht wirklich. Da brauchte es dann die ein oder andere Erläuterung. Im Ergebnis ist das wohl eine Mischung aus Skat und Doppelkopf. Viel Zeit hatte ich aber nicht, da mein Festival-Highlight anstand. Dazu mehr später.

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