Fantasy (franko-belgisch)

  • Was gibt es über Serien wie z.B. EKHÖ zu erwähnen und zu bequatschen?

    Bei bedetheque.fr ich noch eine Kategorie namens "UCHRONIE" gefunden. Das bedeutet übersetzt in etwa soviel wie "ALTERNATIVWELTGESCHICHTE". Ich glaube nicht, dass man dafür eine extra Kategorie benötigt und dass man dies gut auch hier gedanklich hinzuführen kann.

  • Beispiele für Fantasie-Serien
    Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit
    Das Kristallschwert
    Opalwälder

    Zu finden ist hier etwas zu diesen Serien:

    Blutdrache (Kult Comics)9
    EKHÖ (Splitter)4
    Das grosse Spiel (Bunte Dimensionen)15, 16


    [under construction]

  • EKHÖ ist eine meiner Lieblingsserien. Sie spielt in einer nicht so technischen Parallelwelt in die unsere Hauptperson und ihr unfreiwilliger Begleiter anfangs gelandet sind. Während eine Hauptgeschichte kontinuierlich weitererzählt wird, handelt jedes Album von der Hauptperson Ludmilla, die von einer gerade verstorbenen Person besessen wird, was teilweise zu aberwitzigen Situationen führt, bis Klarheit herrscht, was da gerade passiert ist. Ihr Begleiter Juri und Sigisbert, ein sprechender tierischer Berater müssen nicht selten die Situation retten. Zudem knistert es immer wieder zwischen Ludmilla und Juri und dann sieht es auch wieder ganz anders aus.

    Hier ein Luxus an Leseprobe, denn Band 1 gibt es auch in einer speziellen Ausgabe in schwarz-weiß. Ich finde den Unterschied immer wieder beeindruckend und liebe jede Fassung auf ihre Art.

    Ekhö Spiegelwelt 1 - PPM Vertrieb

    Ekhö Spiegelwelt 1 - Diamant VZA - PPM Vertrieb

  • Habe vorhin die Normalausgabe von „Blutdrache“ gekauft und musste diese auch direkt lesen, weil mich die Leseprobe neugierig gemacht hat.

    https://kultcomics.net/leseprobe/Blutdrache_Leseprobe/?page=1

    Bédu, der auch bei „Percy Pickwick“ die Alben 18 bis 20 bearbeitete, hat hier eine schöne Fantasy-Geschichte erstellt. Auch wenn das Ende einen guten und positiven Abschluss gibt, so kann ich mir ber auch gut eine Fortsetzung der Geschichte von Helia vorstellen.

    SangDragon - BD, informations, cotes
    Tout sur la série SangDragon : Dans les hautes terres d'Ergwad, le roi Arthmel vient de mourir, laissant son trône au brutal prince Oghor. Ce dernier,…
    www.bedetheque.com

    Die bedeutende Frage, wer den König ermordet hat, kann erst zum Schluss aufgeklärt werden. Helia geht in der Geschichte um Reisen und wird von unterschiedlichen Wesen unterstützt, kann die Schaffung des Drachen aber nicht verhindern. also muss sie sich Verbündete besorgen, um zu einem großen Finale zu kommen und vorher ein paar Erkenntnisse zu bekommen.

    Die Zeichnungen sind solide und teilweise auch sehr detailliert, manchmal aber auch hintergrundarm. Was ich sehr angenehm fand, war das Lettering, das prima lesbar ist.

  • Ja, bei "Blutdrache" hat Kult Comics alles richtig gemacht: Aufmachung, Druck, Papier, Farben, Schriftart sehr gut. Aber: die Zeichnungen sind für mein Empfinden manchmal etwas statisch, die Gesichter gefallen mir nicht und die Geschichte ist an der einen oder anderen Stelle vorhersehbar. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und würde auch eine Fortsetzung kaufen.

  • Aber: die Zeichnungen sind für mein Empfinden manchmal etwas statisch, die Gesichter gefallen mir nicht …

    Das mit der Statik, will ich gar nicht leugnen. Aber da gibt es m.E. wesentlich schlimmere Vertreter. Vermutlich kann man sich mittels der Leseprobe einen Eindruck machen, ob das in Ordnung ist.

    Das mit den Gesichtern ist natürlich so ein Ding. Und das ist schon individuell und speziell. Die Gesichter haben mich nur teilweise gekümmert, eher schon die Augen der Heldin, die mir mehrfach aufgefallen sind.

    Aber, was ist das für eine hilfreiche Einschätzung, wenn ich „Adler“ für mich selbst nach längerer Zeit widererwartend dann doch gerne mag!?

    https://kultcomics.net/leseprobe/Adler_3_Leseprobe/?page=3

    Seite 29 Zeile 2 Panel 1: Wenn es diesen „Tassentreffer“ als Siebdruck in 40cm Höhe und 80cm Breite geben würde, wäre ich sofort dabei, wenngleich die Gesichter sonst auch wirklich „eigenwillig“ sein können - es kommt dann auf die Story und das Interesse an…

  • Im Rahmen der Splitter-Geburtstagsedition gibt es ja 2 Caza-Veröffentlichungen:

    Comic Guide: Caza: Arkhê / Lailah
    Comic Guide: Caza: Das Zeitalter der Schatten

    Nun gibt es diese neue Edition:

    Comic Guide: Caza: Die Welt von Arkadi

    Frage: Gibt es da irgendwelche Überschneidungen oder sind das unterschiedliche Sachen?

    Wenn man weiß, wo man ist, kann man sein, wo man will... (alter Fliegerspruch)

  • In den letzten Tage habe ich den 1. Zyklus von "Das grosse Spiel" noch einmal gelesen. Es gibt noch einen 2. Zyklus, den ich demnächst auch noch einmal lesen werde. Beide Zyklen bestehen aus jeweils drei Alben.

    Die Bände sind bei "Bunte Dimension" zwischen 2009 und 2014 erschienen und könnten mittlerweile etwas schwieriger zu bekommen zu sein. Das Szenario wurde von Pécau erstellt und die Zeichnungen hat Pilipvoc ungesetzt. Eine Leseprobe ist beim Verlag zu finden.
    Bunte Dimensionen

    Die Geschichten fallen berechtigt unter die Kategorie "Alternativweltgeschichte" denn sie spielen irgendwann um den zweiten Weltkrieg mit einem anderen Kriegsausgang. Ich würde diese Geschichte irgendwo zwischen "Blake und Mortimer - Kampf um die Welt" und der Serie "Über" ansiedeln. Weitgehend eher an "Kampf um die Welt", aber wenn es denn abgedreht wird, dann geht das auch in Richtung "Über". Auch zeichnerisch würde ich die Serie dazwischen ansiedeln. Nicht mit Jacobs zu vergleichen, aber die Zeichnungen gefallen mir schon ziemlich gut.

    Hauptfigur ist ein Boulevardjournalist namens Nestor. Interessant fand ich wieder, dass mir, wie beim ersten Lesen, erst ziemlich spät aufgefallen ist, dass er einen Stock hat, den er nutzt. Wie in der Leseprobe zu sehen, passiert da etwas Unerwartetes mit einem Zeppelin über Eis. Irgendwie wird Nestor beauftragt sich dieser Story anzunehmen. Es ist eigentlich eine gute Geschichte vollgepackt mit Okkultismus und schrägen Nazi-Expeditionen und so etwas. Eigentlich mag ich so etwas ziemlich gerne, aber manchmal wäre evtl. ein Gedanke weniger auch nicht problematisch gewesen.

    Nachdem wir etwas über die Vergangenheit unseres Helden erfahren haben, wird er auch schon von einem Ober-Schurken angegriffen und dann von einem bislang unbekannten Beschützer gerettet. Dieser Beschützer taucht immer wieder mal auf und am Ende frage ich mich, wieso der Beschützer eigentlich nicht direkt das Geheimnis selbst angegangen ist? Auch ein Besuch in Hamburg entwickelt zwar die Geschichte mit weiteren Kreaturen, aber die politische Situation wurde mir dann doch nicht ganz so klar, wie auch die Notwendigkeit der Reise über Hamburg.

    Es passiert ziemlich viel und es werden Figuren eingefügt und auch wieder herausgenommen und manchmal erinnert es mich an einen Indiana Jones-Film. Und z.B. wird auch eine Figur offensichtlich gebeamt und verliert leider daran die Erinnerung. Es werden Handlungsstränge geöffnet und Fragen gestellt, aber zum Ende habe ich den Überblick verloren, ob alles geklärt ist oder sein muss? War das nun Atlantis und ist es jetzt endgültig verloren?

    Ich mag die Geschichte irgendwie, werde sie nicht verkaufen und bestimmt auch noch einmal lesen, was hier schon als deutlich positive Kritik zu sehen ist. Ich würde sie auch empfehlen, aber immer mit dem Hinweis, dass es m.E. teilweise auch für franko-belgische Verhältnisse speziell wird. Superhelden- und Monsterfans würden da gerade erst anfangen warm zu werden.

    Spoiler anzeigen

    Aus der Erinnerung würde ich meinen, dass die attraktive Russin in dem 2. Zyklus nicht vorkommt.

  • So, nun habe ich auch den 2. Zyklus von "Das grosse Spiel" noch einmal gelesen, wobei ich unsicher bin, ob ich bis zum Ende gekommen war, denn das sagte mir eigentlich nicht viel.

    Auch der zweite Zyklus fängt wieder mit einem explosiven Start an.
    Bunte Dimensionen

    Nestor bleibt uns erhalten und befindet sich gerade in einem gigantischen Flugzeug nach Asien. Er lernt Leute kennen, trinkt, diskutiert und vergnügt sich und parallel gibt es in Frankreich und Nordafrika eine zweite Geschichte. Die Zeichnungen sind wieder so, dass sie mir ziemlich gut gefallen.

    Aber die Geschichte, mit der werde ich auch hier nicht richtig warm. Schlecht ist sie nicht aber aus meinem Gefühl überfrachtet. Es gibt viel zu lesen und wieder werden auch Personen und Dinge beschrieben, deren Erwähnung absolut berechtigt ist, aber es lenkt mich teilweise einfach ab und so frage ich mich, ob da tatsächlich mehrere Handlungsstränge nicht beendet wurden (vielleicht, weil sie unwichtig waren/wurden) oder ich nicht notwendig genug aufmerksam gewesen sein könnte und etwas übersehen bzw. überlesen habe.

    Zwischenzeitlich habe ich mich auch gefragt, was die ganzen Citroen-Modelle da machen und ob es zu der Zeit eine 2CV und eine DS schon gegeben hat. Später kommt noch ein Safari/Rally-Ungetüm, das es wohl als Prototyp tatsächlich gab, wenn ich Wikipedia glauben mag.

    Es gibt nach dem Leben trachtende Zombies und Schwärme von mordenden Schmetterling. Und dann ist nach Band vier der erste Teil vom 2. Zyklus fertig und ich frage mich, ob ich es auch bin? Das ging dann aber sehr schnell. Aber da gab es ja noch die Parallelgeschichte in Nordafrika. Also wird Nestor mit dem Ungetüm dorthin geschickt. Agenten und andere Spezialisten scheint es in Frankreich nicht zu geben, so dass der Journalist andauernd benötigt wird. Aber was soll man denn machen, wenn es denn so war und er gebraucht wird. Und nachdem ich dann durch die Story infiltriert über die "Garamanten" bei Wikipedia schlau gemacht habe, habe ich auch zu später Stunde Teile des Berichtes über Schliemanns Erben geguckt. Da sage einer, dass Comics nicht bilden würden.
    Garamanten – Wikipedia

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    Tja, und dann kam das Ende. Auf den letzten Seite dämmerte es mir, dass das Ende vielleicht nicht so befriedigend für mich werden könnte und was soll ich drumrumposten? Es trat auch so ein Ende! Das letzte der sechs Alben hat mich entfernt etwas an die GA von "Fox" erinnert, das Ende von Fox fand ich aber wesentlich besser.

    Die Zeichnungen mag ich sehr. Spannende Abenteuergeschichten, die auch etwas fordernder sind, finde ich auch toll. Etwas Okkultismus, etwas abgedreht gerne auch. Eigentlich passt sehr viel, aber das Ende hätte ich mir zumindest anders gewünscht.

    Ach ja, da war noch etwas. In dem 2. Zyklus wird auch das These der "Hohlerde" thematisiert. Durch den Hinweis auf Atlantis in dem Zusammenhang war ich gedanklich dann schnell bei dem Abenteuer von 'Blake und Mortimer'. Aber bitte nicht falsch verstehen, die Garamanten und die Hohlerde sind nur ganz kurz angerissene Themen, die mich haben kurz abdriften lassen. Das sind dann diese Erwähnungen, die nachher keine oder kaum weitere Bedeutung erhalten.

  • EKHÖ spiegelwelt 13 - Die Chimäre Von Venedig

    Die Vorfreude und Sucht war etwas zu hoch und konnte dieses Mal nicht ganz erfüllt werden, wenngleich das Album noch immer gut ist, aber ich freue mich einfach zu stark auf die neuen Alben aus dieser speziellen EKHÖ-Welt.

    Ekhö Spiegelwelt 13 - PPM Vertrieb

    Anhand der Leseprobe wird mehr aus deutlich, dass die neue Geschichte in Venedig spielt und Ludmilla von einer abgedrehten Type übernommen wird, die es nicht so gut mit der Stadt meint. Ich mag einfach diesen Humor, wenn die Type dann feststellt, dass sie nun überraschend blond ist und auch sonst etwas anders ist.

    Was ich an dem Album besonders fand, neben dem weitgehenden Fernbleiben von Juri, ist, dass durch den Bericht von Sigisbert an den/die Pontifex, die Geschichte eigentlich nacherzählt wird und dadurch dieses Mal Sigisbert auch viel Raum und etwas Historie geschaffen wird. So tauchen Bekannte von ihm auf und er war wohl mit einem Seemann früher gut befreundet, der hier den Namen „Cleto Farnese“ hat. Selbst bei mir, der nun nicht der ausgeprägte Hugo Pratt-Fan ist, klingelt da etwas und das passt wieder zu dieser Serie.

    Die Story dreht dann etwas ins mystische (oder so) ab, damit noch ein guter Ausgang gefunden wird und das klappt nur, weil Sigisbert beweist, dass er natürlich ein treuer Freund ist. Ludmilla wird nur einmal in der Geschichte durch Sigisbert mittels eines Apparats zwischendurch „reaktiviert“, ist daher am Ende völlig ahnungslos und freut sich über einen Besuch von Juri - das ist tatsächlich endlich etwas fester! :D

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