Masters of the Universe Folge 8: Hinter dem Höllentor
(Retrofabrik)
Seit langem hatte ich mir keine Zeit mehr für ein Hörspiel genommen, dabei können die echt tolle Unterhaltung sein. Jetzt bot sich die Gelegenheit durch ein mir zur Verfügung gestelltes Exemplar von Retrofabrik.
"Dunkle Mächte erheben sich aus dem Höllentor: Skeletor entfesselt uralte Magier, die Castle Grayskull bedrohen. Doch jeder gefallene Feind kehrt stärker zurück, bis He-Man selbst den Schritt in die Unterwelt wagen muss."
ausführliche Inhaltsangabe:
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Noch vor dem Zeitalter der Technologie wurde eine Gruppe finsterer Magier unter der Führung des Magiers Karak vom königlichen Vollstrecker durch das Höllentor verbannt, weil sie nach der absoluten Macht des magischen Stroms strebten.
In der Gegenwart spürt Lyn Störungen in eben diesem Strom und begibt sich gemeinsam mit Skeletor auf die Suche nach der Ursache. Ihr Weg führt sie in eine Höhle, die sich als das Höllentor entpuppt – der Kerker der verbannten Magier. Skeletor erkennt schnell, dass er mit dem Schwert der Verdammnis die dortigen Wesen beherrschen kann. Während er selbst neue Kraft aus der urtümlichen Magie zieht, hetzt er die finsteren Magier auf Castle Grayskull.
Zur gleichen Zeit empfängt die Königsfamilie eine Delegation aus Sartorius, unter ihnen die Kämpferin Sharella. In einem Gespräch mit Adam prallen ihre Auffassungen von Herrschaft aufeinander: Während auf Sartorius der Thron in Duellen errungen wird, versteht Adam die Krone als Pflicht gegenüber den Bewohnern Eternias.
Die Lage spitzt sich zu: Die entfesselten Magier entfachen eine erbitterte Schlacht gegen die Verteidiger Grayskulls. Selbst mit Hilfe von Stratos und anderen Helden lässt sich kaum etwas ausrichten – denn jedes Mal, wenn einer der Magier fällt, kehrt er stärker zurück.
Um die drohende Niederlage abzuwenden, wagt He-Man den Schritt durch das Höllentor. Dort trifft er auf den nun beinahe übermächtigen Skeletor. Ein dramatischer Kampf entbrennt, den schließlich auch Karak nutzt, um seine eigenen Pläne voranzutreiben: Er versucht, Skeletor die neu gewonnene Macht zu entreißen. He-Man kann dies im letzten Moment verhindern.
Am Ende wird das Höllentor zerstört, was den Kampf um Castle Grayskull zugunsten der Helden entscheidet. Doch Karak ist nicht vernichtet – er ist irgendwo in den Schatten der Welt entkommen.
Gleich vorweg: Orko als Comic Relief konnte mich als Fan noch nie überzeugen. Seine Zauberformeln ziehen sich in entscheidenden Momenten zu lange hin, das scheint unpraktisch. Natürlich gehört das zu seiner traditionellen Rolle, dennoch bleibt es für mich generell immer der schwächste Aspekt in Masters Geschichten.
Davon abgesehen punktet die achte Folge in vielen Bereichen. Man kann auch als Quereinsteiger der Geschichte problemlos folgen.
Zwar gibt es kleinere Verweise auf vergangene Episoden, wie etwa Panthors Genesung oder Mekanecks frische Mitgliedschaft im Helden-Team, doch die Handlung bleibt insgesamt klar und in sich geschlossen.
Besonders stark sind die Soundeffekte - sie schaffen sofort Atmosphäre. Die Synchronstimmen wirken dabei stimmig und glaubwürdig.
Fans dürfen sich zudem über Namedropping durch z.B. kleine Cameos freuen, wie etwa die Erwähnung von Sultra.
Inhaltlich bietet die Folge spannende Wendungen. So verbündet sich He-Man kurzfristig sogar mit einem bösen“Char“, um den Hauptgegner auszuschalten – ein pragmatischer Charakterzug, der ihn interessanter macht.
Auch das Gespräch zwischen Sharella und Adam gehört zu meinen Höhepunkten:
Sharella bringt als nicht so bekannte Figur frischen Wind und eröffnet mit ihrem offensichtlichen Interesse an Adam neue Dynamiken, jenseits der altbekannten Andeutungen rund um eine Beziehung zwischen Adam und Teela.
Skeletor erhält zusätzlich Profil durch sein eigenes Zauberschwert, das nach meiner Vermutung aus früheren Handlungen übernommen wird, und auch eine Origin-Story für eine bekannte Figur wertet die Episode spürbar auf.
Solche Elemente sind immer Highlights, weil sie Figuren noch mehr Tiefe verleihen.
Charmant ist schließlich, dass die Folge am Ende eine kleine Moral bereithält, ganz im Stil der klassischen Filmation-Cartoons. Das sorgt für ein nostalgisches Gefühl und rundet die Geschichte gelungen ab.