Batman Sammlung Hachette - Der Rezi-Thread

  • Die ersten Bände sind erschienen und um Rezis wird gebeten.
    Nicht nur inhaltlich sondern auch gerne verarbeitungsmäßig, gerne auch im Vergleich zu vorhergehenden Veröffentlichungen.

  • Auf die Geschichte des ersten Teils der Hachette Sammlung möchte ich mal nicht näher eingehen, denn Frank Millers "Die Rückkehr des Dunklen Ritters" dürfte wirklich fast jedem hier bekannt sein..schätze ich mal. ;)
    Inhalt sind sowohl in der Hachette als auch der Eaglemoss Batman Sammlung Batman: The Dark Knight Returns 1-4, der größte Unterschied findet sich sowohl im Vorwort als auch den Boni /Zusatzmaterial.
    In der alten Eaglemoss Version ist das Vorwort deutlich umfangreicher, zudem gibts die halbe Seite mit dem "Was bisher geschah" Thema der in der neuen Hachette Sammlung fehlt.
    Denke die Wichtigkeit so eines Textes ist eher subjektiv, doch für einen neuen Leser finde ich sie schon hilfreich.
    Dafür gibt es in der neuen Hachette Reihen Version deutlich mehr Hintergrundmaterial. In der alten Eaglemoss Version gibt es drei Seiten mit großen Skizzen, bzw. SchwarzWeiß Versionen. Eine pro Seite. Das wars.
    In der neuen Hachette Version gibt es fünf Seiten, größtenteils mit ursprünglichen, aber übersetzten Textentwürfen zur Geschichte.

    Es folgen 4 weitere Seiten mit kleinen Skizzen sowie Begleittexten, die zeigen sollen, wie der geschriebene Text in eine dynamische Erzählung umgewandelt wurde.

    Fazit: Die neue Version ist cool, besonders wenn man sich eben auch für den Prozess interessiert, wie so ein Comic aussieht bevor es fertig wurde.
    Für 3,99 € zudem ein definitiv unschlagbarer Preis, für den man sicher keine ähnliche Version dieser Geschichte bekommen kann.

  • Kleine Umfang Rezi zu Band 4 "Die drei Joker" von Geoff Johns & Jason Fabok

    Die Geschichte habe ich noch nicht gelesen, was sich erst heute /morgen ändert und ich diesen Post dann wohl nachträglich editiere.


    Doch zum Umfang des Bandes gehts schon jetzt..sehr kurz und knackig:

    Der Einband ist schön gemacht, das Comiccover mit den drei Jokern macht wirklich was her visuell, auch da Blutspritzer, die Augenpaare der drei Joker sowie deren Lippen spezieller Glanzdruck sind.

    Es gibt eine halbe Seite Vorwort von Lorenzo Cardellini einem jungen Mann der bei Panini DC Italia arbeitet und über den kaum etwas zu lesen ist. Auf seinem Facebookprofil fällt er aber immerhin durch Kleidung auf, die nahelegen könnte, dass er zumindest teilweise nen ähnlichen Musik und Kleidungsgeschmack wie ich selbst haben könnte. Das Vorwort selbst ist eher so lala..ne ziemliche Lobeshymne auf die Geschichte insgesamt.

    Nach der Geschichte folgen 5 farbige Covervariationen sowie eine Werbeillustration sowie drei S/W Illustrationen des Jokers, jedes Bild auf einer Seite.

    Band 5 ist, wie zu erwarten war, The Killing Joke. including Batman Black & White 4, Countdown 31, Detective Comics 168, 359


    Edit, Rezi zur Geschichte selbst:

    So interessant am Anfang bis ca. zur Mitte, dass ich den Band schon durch hab trotz Arbeit.

    Die 2te Hälfte hat mir nicht so gut gefallen, doch als eigenständige Geschichte, die zwar voller Anekdoten auf Batmans Comicvergangenheit ist und schon insgesamt als Tributwerk gesehen werden kann war es insgesamt meiner Meinung nach eine der besseren Batman Geschichten ..eben besonders, wenn man Werke wie The Killing Joke oder der Mann der Lacht schon kannte.

    Bin froh, diesen Band als Teil der Collection für 15€ erstanden zu haben anstatt für 30€..auch wenn es sicherlich einiges mehr an Bonusmaterial dazu gibt.

    Von der Reihenfolge her würd ich es eher als suboptimal..für neue Leser sehen diesen Band bereits, als Vierten in der neuen Batman Collection zu haben--dazu sogar direkt vor Killing Joke.

  • Bin bei Batman Die 3 Joker zu einem Drittel durch. Die Zeichnungen überzeugen absolut und auch die Story ist durchaus interessant, auch wenn mir nicht klar ist, warum Barbara Gordon nicht mehr im Rollstuhl sitzt und Jason Todd wieder lebt. Das irritiert mich schon sehr und zieht mich auch deutlich aus der Geschichte. Zu meiner Entschuldigung sei gesagt, dass ich ca. 20 Jahre kein Batman mehr gelesen habe, da das Thema und die Figuren schon lange auserzählt sind.

    Ich fühle mich auch dadurch bestätigt, dass es die Idee mit einem Joker Doppelgänger schon Anfang der Neunziger von Marv Wolfman und Jim Aparo schon mal gab. Erschien damals bei Hethke.

  • Prime Punch. Mehr sage ich dazu nicht.

    Wie dem auch sei, die Veränderung Batgirls war recht kontrovers. Da gab es tatsächlich viel Gegenwind, da Oracle als großartige Figur wahrgenommen wurde und, vor allem, eine positive Repräsentation für Menschen mit Einschränkung war. Wundert mich doch etwas, dass Du davon so gar nichts mitbekommen hast.

  • Was war denn der Prime Punch? Wie gesagt, war ich bei Batman vollkommen raus, da ich das Gefühl hatte, dass den Textern gar nichts mehr Neues einfällt und auch der ganzen Restarts überdrüssig war. Hab nur noch am Rande was mitbekommen u.a. das Jason Todd wiederbelebt wurde, was ich total unnötig und bescheuert finde, da es den emotionalen und auch dramatischen Impact von Death in a Family entwertet.

  • Was war denn der Prime Punch?

    In "Infinite Crisis" hat Superboy Prime gegen die Wände seines außerdimensionalen ... sagen wir mal Gefängnisses, da er das wohl so wahrgenommen haben dürfte ... geschlagen. Dadurch sind Schwingungen entstanden, die für Veränderungen gesorgt haben. Das wurde rückwirkend zur Erklärung der Änderung in Jasons Herkunft - ursprünglich quasi eine Kopie von Dick Grayson, dann ein kleiner Delinquent, der verschiedenen Versionen von Hawkman, Donna Troys komplizierte Geschichte etc. pp. Und es war eben auch der Auslöser für Jasons Wiedergeburt.

    EDIT:

    Geoff Johns, der auf Teufel komm raus den Zustand wiederherstellen wollte, den er in seiner Jugend geliebt hat. Der Typ hat maximal einen Fingerhut voll Phantasie.

  • Vielen Dank für die Erklärung des Prime Punch. Das ist selbst für Superheldencomics-Verhältnisse extrem an den Haaren herbeigezogen und bekräftigt mich in meiner Entscheidung, noch im richtigen Moment ausgestiegen zu sein. Die besten Batman-Sachen sind definitiv in den Achzigern und Neunzigern erschienen und die finde ich auch heute noch toll.

  • Im Halloween-Band gibt es im Anhang eine Seite mit dem Stammbaum der Falcones. Ist diese Seite schon mal in deutsch erschienen?

    Zumindest in deutsch habe ich diese Seite nicht gelesen, meine aber Panini hätte die Seite ohne Übersetzung in einem Band abgedruckt. :kratz:

  • In Deutsch, glaube ich auch nicht, falls es die Seite ist auf der Jim Gordon, Batman & Harvey Dent auf die Tafel "The Roman Empire" schauen ist sie auch in Das Lange Halloween Teil 2 in der Eaglemoss DC Comic Collection enthalten, direkt nach der letzten Seite der Hauptgeschichte.

  • Die besten Batman-Sachen sind definitiv in den Achzigern und Neunzigern erschienen und die finde ich auch heute noch toll.

    Naja, "definitiv" ist nur, dass das letztlich Geschmacksache - und daneben auch stark alterabhängig - ist. Und wenn du seit 20 Jahren bei Batman raus bist, woher willst du denn dann wissen, wie gut oder schlecht die Sachen tatsächlich waren?

  • Definitiv ist vielleicht etwas zu stark ausgedrückt und letztendlich ist alles Geschmackssache, aber welche Batman Story der letzten 20 Jahre verdient denn das Prädikat Klassiker? Die meisten Reprints erhalten wohl tatsächlich die Sachen aus besagten Achzigern und Neunzigern, was wohl ein Qualitätsindiz ist.

  • Batman lese ich ja auch nur unregelmässig aber richtig gut ist "Gotham by Gaslight" und der ist ziemlich aktuell. Ansonsten gebe ich Claus recht, Batman fand ich in den 70 - 90 Jahren besser.

    Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!

  • Unter Klassiker verstehe ich erstmal nichts, was erst ein paar Jahre alt ist.
    Den Rat der Eulen sehe ich durchaus als modernen Klassiker. White Knight, Dark Night, die Einführung von Damian Wayne - das sind schon Geschichten, die mir bestimmt auch in zig Jahren noch gefallen.

  • Ja, mir gefallen die alten Geschichten (70er bis 90er) auch besser, aber mir ist eben auch klar, dass das zu allererst eine rein subjektive Einschätzung meinerseits ist, die so rein gar nichts mit objektivierbaren und allgemeingültigen Qualitätskriterien zu tun hat. Sind doch die gleichen Sprüche wie "Die besten Filme wurden in den 80ern gedreht." oder "Die beste Musik wurde in den 90ern macht." So was kommt in der Regel von Leuten, die in dieser Zeit damit aufgewachsen sind, sich häufig danach auch nie wieder intensiver beschäftigt haben, und damit das, was sie kennen, für den heiligen Gral halten.

    Ich weiß auch nicht, warum es immer gleich "Klassiker" sein müssen (obwohl z.B. Rat der Eulen sicher als solcher gelten darf). Mir reicht es, wenn mich eine Geschichte gut unterhält, und es ist mir dabei völlig egal, ob andere das auch so sehen, oder ihr von irgendwem der Status "Klassiker" verliehen wurde. Es gibt immer wieder gute Einzelgeschichten und auch gute Runs (mir haben z.B. die letzten Detective Comics-Runs von James Tynion IV und Ram V gut gefallen).

    Moderne Comics werden teils einfach für andere Lesegewohnheiten, andere Geschmäcker und popkulturell anders Aufgewachsene produziert. Das macht sie aber per se weder schlechter noch qualitativ minderwertiger, sondern erst mal nur anders. Ob man persönlich was damit anfangen kann, ist ja eine ganz andere Frage.

  • Wahrscheinlich nicht die beste Batman Geschichte ever aber allein das Neal Adams Cover machte das Heft schon als Kind zu meinem alltime Favorit.

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    Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!

  • Mir geht es da offen gesagt ähnlich wie Claus. "Knightfall" war für mich so ein bissel der Zäsurpunkt. Hat gut angefangen wurde im Verlauf aber schwächer. Alles was danach kam hat mich i. d. R. eher kalt gelassen. Die ganze Sache mit dem Erdbeben und "No Man's Land" war wieder besser. Aber was wiederum danach kam hat mir nicht sonderlich gefallen. Ich war dann recht schnell draußen. Danach habe ich also nicht mehr viel gelesen. "Hush" war für mich der richtige Fan-Service, war also OK. Morrison hat unlesbare Grütze abgeliefert. Und Miller und sein "All-Star Batman" erwähnen wir lieber gar nicht erst.

  • Schlimm finde ich, wenn Batman out of Charakter geschrieben wird. Vor 20 Jahren als ich ausgestiegen bin, hätte die Bathöhle eigentlich wegen Überbevölkerung geschlossen werden müssen, da sich da Unmengen von Sidekicks tummelten, die alle wussten, dass Bruce Wayne Batman ist.

  • Nein soll er nicht! Bei Ehapa hiess die Reihe Superman Batman da kurze Zeit nach dem ersten Heft 1966 auch Batman in´s Heft aufgenommen wurde.

    FrankDrake: Starkes Cover! Ich fand seinerzeit das Neal Adams Cover total klasse aus dem später auch ein Poster gemacht wurde.

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