Marvel Origins - Der Rezi-Thread

  • Kleine Anmerkung zum Beitrag von Kain: „Hercules“ ist nicht nur die englische, sondern zugleich auch die korrekte lateinische Schreibweise (Hercules ist der lateinische Name, Herakles der griechische).

  • Captain America 3

    Weiterhin mit Cap in der Gegenwart, zum Glück. Den "Blast from the Past" gibt es aber auch. Red Skull feiert seinen ersten Auftritt im (damals) modernen Marvel-Universum. Mich verwundert das Timing ein bissel. Das ist wohl aus dem Jahr 1966. Mein letzter Spidey-Schuber mit dem fünften Annual war 1968. Obwohl Skull schon zurück war, wurde die Figur aus dem Annual später zur zweiten Version des Skull geändert. Ergibt so gesehen keinen Sinn. Wobei Peters Eltern natürlich vor dessen Rückkehr in die Geschichte reingeraten sein dürften, was wohl heißen müsste, dass man Cap schon vorher hätte stecken können, dass sein alter Erzfeind noch aktiv ist. Nun ja.

    Auch aus anderer Sicht ist der Band historisch nicht ganz unwichtig. Der Kosmische Würfel wird erstmals erschaffen. Den will Red Skull natürlich für sich, weshalb er die Kollegen von AIM hintergeht. Hätte man ahnen können. Er wird dann etwas albern. Auf der einen Seite erfüllt der Würfel jeden Wunsch, also auch den, zum Herrscher der Welt zu werden. Auf der anderen Seite will er eine Armee erschaffen, die für ihn ins Feld zieht. Gegen wen denn, wenn Du die ganze Welt beherrschst?! Am Ende stirbt Skull gleich wieder. Scheinbar. Fürs Erste. Wie auch immer.

    Es geht mit dem nächsten Debüt weiter. Cap trifft auf Super-Adaptoid. Wiederum geschaffen von AIM. Die wurden, wie wir in einer Nebenbemerkung erfahren, in einem Abenteuer von Nick Fury und seinen SHIELD-Leuten ziemlich besiegt. Fürs Erste. SA folgt dennoch seiner Programmierung und nimmt im Verlauf die Story die Kräfte von vier Rächern und sein wohl bekanntestes Aussehen an.

    Danach kommt so eine Art Filler mit dem eher lächerlichen Planner als Gegner. Sieht auch nicht so toll aus. Und dann gibt es noch den Beginn der nächsten Story. Ein geheimnisvoller Gegenspieler rekrutiert Swordsman und Power Man (Josten natürlich) und gaukelt (vermutlich) dem guten Captain vor, dass Bucky noch leben könnte. Ohne gealtert zu sein. Am Ende offenbart sich der Schurke. Aber der Leser darf es noch nicht erfarhen.

    Eine insgesamt durchaus nette Ausgabe, nicht zuletzt wegen Skully, dem Würfen und Super-Adaptoid. Natürlich mit Schwächen. Aber auch nur mit einem Totalausfall. Der Planner. Tses. Kirby zeichnet den Großteil. Sieht besser aus als mit Coletta beim Donnerbolzen, aber nicht so gut wie mit Sinnott bei Marvels liebstem Quartett. Lustigerweise würde es mir wohl nicht auffallen wer tuscht, wenn man mir etwas von einem anderen Zeichner mit einem dieser drei Tuscher auffällt. Hier ist es übrigens Frank Giacoia. Das letzte Kapitel ist von Gil Kane, der hier irgendwie an der Schwelle zwischen seinem Stil der 50er (z. B. "Green Lantern") und dem hyperdynamischen Stil späterer Jahre steht. Letzterer ist schon in Ansätzen zu erkennen. Aber leider ist er noch nicht da angekommen.

  • Iron Man 6

    Weiter geht es mit Tony Stank. Da er seinen Termin zur Aussage vor Senator Byrds Komitee verpasst hat, ist seine Firma geschlossen worden, seine Gelder eingefroren etc. Bevor er sich darum kümmern kann, bekommt er es mit Krang aus Atlantis zu tun. Das verhagelt Namor die Petersilie, weshalb er es dann mit dem Prinzen der Meere zu tun bekommt. Das erste serienübergreifende Crossover in der Marvel-Historie. Derweil beschließt Tony, dass er Byrd gibt was dieser verlangt. Eine Herzattacke verhindert das und ändert Tonys Meinung. Byrd bewundert unseren Lielingsmilliardär, aber will seinen Kurs fortsetzen. Bevor es so weit ist, kehrt Titanium Man zurück. Mr. Hogan erhält seine Erinnerungen zurück während die "Roten" eine ziemlich eindeutige Niederlage hinnehmen müssen. Und Happy gibt sich als Iron Man aus was zum nächsten Kampf mit dem Mandarin führt. Der am Ende scheinbar stirbt.

    Das sieht dank Gene Colan alles ziemlich gut aus. Krankheitsbedingt muss einmal Jack Kirby einspringen. Was man sieht. Aber immerhin konnte die Ausgabe so rechtzeitig erscheinen. Historisch durchaus eine wichtige Ausgabe wegen des Crossovers. Auch sonst ziemlich kurzweilig.

  • Doctor Strange 1

    Natürlich nicht. Aber der Übersichtlichkeit halber werde ich die "Classic Collection" aufteilen und mich soweit als möglich an die Bände der Sammlung halten. Zum Ende hin könnte das also darauf hinauslaufen, dass ich einen Band verlängere, weil nur ein Bruchteil der Geschichten im nächsten sein wird, und dann das Zeug nach der CC losgeht. Wir werden sehen ...

    Einiges aus dem Band gab es schon in Deutschland. Williams lasse ich mal außen vor, da ich die Hefte nicht kenne. Die ersten vier Geschichten sind zusammen in einem Heft erschienen, dass einem der Packs (Millennium Pack?!) beigelegt wurde. Die Origin wurde mit einer anderen Rahmenhandlung in einem späteren Heft erneut abgedruckt und wir sind ihm auf diese Weise in der schwarzen Sammlung in "Classic 26: A Separate Reality" begegnet.

    Ein interessanter Aspekt dieser frühen Geschichten ist die Tatsache, dass die Bevölkerung über den guten Doc Bescheid weiß. Zumindest insofern, dass man sich bei außergewöhnlichen Problemen hilfesuchend an ihn wenden kann. In einer Story wird sogar von einem Passanten erwähnt, dass er aus der Zeitung wüsste wer Strange sei ...

    Inhaltlich bietet das bisher noch nicht so viel. Kurze Abenteuer ohne viel Substanz, die den Meister der mystischen Mächte gegen mal mehr und mal weniger übernatürliche Gefahren schicken. Darunter die außerirdischen Possessors, ein empfindungsfähiges Haus aus einer anderen Dimension und wichtige Erzfeinde wie Nightmare und Baron Mordo. Natürlich begegen wir auch dem Uralten und Wong, der zunächst namenlos bleiben muss. Dormammu ist bisher der Name einer Wesenheit, die Doc für seine Zauber beschwört. Dass das zu seinem wohl wichtigsten Gegner, besonders in diesem Band (bezogen auf die CC) werden würde, haben Stan und Co. wohl noch nicht geahnt. Im Marvel-Universum wird das ganze schließlich durch ein Aufeinandertreffen mit Loki verortet, der den Doktor gegen seinen verhassten Bruder einsetzen will. Alles recht albern. Aber immerhin auch kurzweilig.

    Optisch ... ich bin kein Fan von Steve Ditko, ich werde nie ein Fan von Steve Ditko sein. Alles in allem gestehe ich ihm aber zu, dass er seine besten Arbeiten am Meistermagier abgeliefert hat. Die Phase haben wir allerdings noch nicht erreicht. Die ersten paar Abenteuer sehen grauslich aus. Das bessert sich, erreicht aber noch nicht seinen Höhepunkt. Je mehr Merkwürdigkeiten Ditko in seine Bilder einbauen kann, desto ansprechender wird das aussehen. Aber das kommt erst noch ...

  • Optisch ... ich bin kein Fan von Steve Ditko, ich werde nie ein Fan von Steve Ditko sein. Alles in allem gestehe ich ihm aber zu, dass er seine besten Arbeiten am Meistermagier abgeliefert hat. Die Phase haben wir allerdings noch nicht erreicht. Die ersten paar Abenteuer sehen grauslich aus.

    Danke für deine Rezi Kain! Ich überlege immer noch ob ich den wirklich kaufe da ich die 12 Hefte von Williams habe die ziemlich gut gezeichnet sind. Ich finde allerdings seine besten Arbeiten hat er bei Spider-Man abgeliefert, aber liegt auch an den Stories von Dr. Strange die ich nicht so gut finde.

  • "Amazing Spider-Man" finde ich ehrlich gesagt besonders grauslich. Die Reihe wird erst mit Romitas Einstieg ansehnlich. Bei Williams gab es größtenteils Hefte aus Volume 2 oder kurz davor, nicht? Einige der "Strange Tales"-Sachen gab es als Zweitstory. Insofern dürfte der Band durchaus interessant sein. Außer natürlich, Du hast den aus der schwarzen Sammlung von Hachette und das reicht Dir.

    Doctor Strange 2

    Natürlich nicht. Aber der Übersichtlichkeit halber werde ich die "Classic Collection" aufteilen und mich soweit als möglich an die Bände der Sammlung halten. Zum Ende hin könnte das also darauf hinauslaufen, dass ich einen Band verlängere, weil nur ein Bruchteil der Geschichten im nächsten sein wird, und dann das Zeug nach der CC losgeht. Wir werden sehen ...

    Es beginnt so ähnlich wie der letzte Band war. Einzelne Abenteuer. Aber nur gewissermaßen, da die ersten paar Geschichten quasi schon den großen Handlungsbogen ab "Strange Tales" 130 vorbereiten. Wir treffen also wieder auf Mordo, lernen Dormammu und seine Dunkle Dimension kennen, sogar in einem Zweiteiler, und treffen dabei auch erstmals auf Clea und die Mindless Ones. Mit Demon geht es dann gegen einen weiteren Diener Mordos. Was aber im Grunde erst klar wird, als der später in dessen Gefolge zu sehen ist. Im Grunde fällt nur der Kampf gegen Tiboro aus diesem Muster, die nachfolgende Geschichte vorzubereiten.

    Ab 130 geht dann die Geschichte los, die uns mit Eternity konfrontieren wird, und die wir schon aus den Classic-Bänden der schwarzen Sammlung kennen. Dormammu umgeht seinen Schwur, die Erde nicht anzugreifen, durch ein Bündnis mit Mordo. Dessen Anhänger, darunter der im Film verwendete Kaecilius, greifen den Uralten an. Der wird schwer verletzt und kann nicht mehr helfen. Doc ist danach auf der Flucht und erlebt allerlei Abenteuer, während der Uralte bei Hamir dem Eremiten versteckt wird. Bei einem Besuch wird ihm nahegelegt, die "Ewigkeit" zu finden. Was ihm natürlich erstmal nichts sagt.

    Allmählich nimmt das Ganze Fahrt auf und steuert auf den Höhepunkt zu. Mehr Weirdness sorgt für interessantere Bilder, also einem erträglichen Ditko.

  • Doctor Strange 3

    Und ein bisschen was ... denn die letzten zwei Hefte werden den vierten Band der "Origins" eröffnen. Ob da auch das Spidey-Annual dabei sein wird, müsste ich nun prüfen. Da es zeitlich davor erschienen sein dürfte, würde ich aber meinen, dass es beim Spinnerich erschienen ist ...

    Wie dem auch sei. Die Handlung nimmt immer mehr Fahrt auf. Mordos Diener bleiben weiterhin namenlos (die haben ihre Namen alle erst später erhalten) was irgendwie komisch ist. Doc sucht weiter anch der "Ewigkeit". Dabei trifft er auf einen Sir Anthony Baskerville, seines Zeichens ein ehemaliger Schüler des Uralten. Ob einer seiner Vorfahren mal was mit einem gewissen Hund zu tun hatte, wird leider nicht erklärt. Nicht mal angedeutet. Strange durchquert weiterhin diverse Dimensionen und findet schließlich heraus, was es mit der "Ewigkeit" auf sich hat - Eternity, die Verkörperung des Universums, quasi. Wobei das hier wohl nicht nicht so ist.

    Schließlich kommt es zum Endkampf. Er kann Dormammu und natürlich besiegen. Anschließend gibt es noch einen Kampf gegen Mr. Rasputin, einem angeblichen Nachfahren Rasputins (was ihn aus heutiger Sicht zu einem Verwandten von Colossus machen müsste). Und schließlich will sich Dormammu noch einmal rächen. Dieses Mal kommt es zum Kampf direkt gegen Eternity ...

    Alles in allem ist das eine ziemlich großartige Strecke mit schönen, surrealen Welten. Zwei Schwächen. Alles mit Eternity ist etwas antiklimaktisch. Zunächst erfährt Strange, dass er schon alles hat was er zum Sieg benötigt. Und als Eternity schließlich doch eingreift, ist der Kampf ziemlich schnell abgefrühstückt. Aber das sind geringe Abzüge in der B-Note wie man so sagt. Worüber man mal sprechen sollte: Eine Story mit 16 Teilen. Das dürfte damals ein ziemliches Novum für US-Superheldencomics gewesen sein. Damit wohl das erste Beispielt für "decompressed storytelling" und damit wohl wegweisender als man meinen möchte ...

    Am Ende gibt es das Annual mit Spidey. Da es nun noch nicht so lange her ist, dass ich das gelesen habe, habe ich es mir an dieser Stelle gespart. Sagen wir nur, dass dieses Heft ein optisches Kapitalverbrechen ist ...

  • Fantastic Four 12

    Der Band geht mit Jack Kirbys bester Arbeit los, "This Man ... This Monster". Ich weiß gar nicht, wie oft ich diese Geschichte schon gelesen habe. Condor hat sie für das 9. Taschenbuch der Truppe abgedruckt, sie war im FAZ-Band zu den F4 enthalten, im Band "Marvel Klassiker: Fantastic Four", der schwarzen Sammlung und nun hier. Um nur die Ausgaben aufzuzählen, die ich selbst habe. Alex Ross hat die Geschichte vor einigen Jahren wieder aufgegriffen, und viele Jahre später hat der namenlose Antagonist in einer Ausgabe von "Web of Spider-Man" nicht nur (endlich?) einen Namen erhalten, sondern auch noch einen Bruder. Über die Notwendigkeit lässt sich streiten. Das ist im Grunde die Ben-Grimm-Ausgabe. Nie wurde die Tragik der Figur besser eingefangen, als in diesem Heft. Das eröffnende Panel, Ben im Regen, ist wohl Kirbys Meisterleistung.

    Danach gibt Black Panther seinen Einstand. Wir lernen die Nation Wakanda kennen, ein mutiger Schritt, eine so fortschrittliche Nation zu präsentieren, die von Farbigen bewohnt und regiert wird. Irgendwie hat es funktioniert. Heute wäre das u. U. anders, wenn man schaut wie sehr der orangefarbene Troll bemüht ist, die Leistungen historischer Personen mit afrikanischem Erbe zu tilgen. Stan und Jack einmal mehr wegweisend. Auch wenn der Einstand natürlich geradezu albern klischeehaft ist. Pantherle lädt die Vier ein, um sie im Kampf zu besiegen. Je nun. Danach geht es gegen Klaw, der noch sein menschliches Aussehen hat. Aber sein "Update" wird schon vorbereitet ...

    Zwischendurch sehen wir immer wieder die Inhumans in ihrer Großen Zuflucht, die noch immer hinter Maximus' Barriere (die andere Negativzone) verborgen ist. Johnny hat Liebeskummer, Crystal auch. Gemeinsam mit seinem Kumpel Wyatt Wingfoot macht sich das Streichholz auf, um seine große Liebe zu befreien. Sie treffen auf Prester John, eine Adaption des Priesterkönigs Johannes, den es gegeben haben mag oder nicht, und dessen Evil Eye. Darin sieht Johnny eine Chance, die Barriere zu durchbrechen. Aber so einfach ist es natürlich nicht. Später treffen sie auf Lockjaw, der die Große Zuflucht offensichtlich verlassen kann. Ein Hoffnungsschimmer? Wir werden sehen ...

    Ben trifft dann zuguterletzt auf den Silberstürmer. Den er angreift. Weil er eifersüchtig ist. Man, man ... Aber schön gestaltet. Und mal wieder ein Beleg dafür, dass Figuren über die Jahre immer mächtiger wurden. Hier wird recht eindeutig gesagt, dass Ben körperlich im Grunde stärker ist, als der Surfer. Spätestens seit den 90ern dürfte das nicht mehr der Fall sein. Da wurde der eine mit einer 6 in Kraft bewertet, der andere mit einer 7. Lassen wir die anderen Sachen, besonders die Geschwindigkeit, mal außen vor. Das ganze wird dann wohl zur Konfrontation zwischen Norrin Radd und Victor von Doom führen ...

    Weiterhin eine sehr starke Reihe.

  • X-Men 7

    Das erste Heft habe ich mir gespart, da es auch in "Marvel Klassik: X-Men 3" enthalten war. Das ganze geht also mit einem Kampf gegen Juggernaut los, der wohl seit der letzten Niederlage im Koma lag. Factor Three mischen im Hintergrund mit und das Juwel von Cyttorak spielt eine wichtige Rolle. Sogar Doc Strange taucht kurz auf. Anschließend treibt es die X-Mutanten unter die Erde wo sie es mit Mole-Man und Tyrannus zu tun bekommen. Die beiden sind sich bekanntlich nicht grün. Am Ende wird das ganz nett gelöst. Man darf gespannt sein, wie sich das jeweilige Wiedersehen mit den beiden gestalten wird. Banshee kehrt dann zurück und man trifft auf einen gewissen Spinnerich.

    Ich möchte sagen, dass ich eine leichte Steigerung zu den Sachen aus dem "Klassik"-Band erkenne. Aber da ist noch immer Luft nach oben. Werner Roth ist kompetent, wird aber wohl nie zu meinen Favoriten gehören. Dan Adkins, der das Heft unter der Erde zeichnet, ist dagegen ziemlich großartig. Kann mich nicht erinnern, von dem schon mal was gesehen zu haben.

  • Adkins war hauptsächlich Inker. Er kam aus dem Studio von Wally Wood. Ohne nachzusehen, kann ich sagen, daß er einzelne Ausgaben von "Sub-Mariner" und von "Doctor Strange" gezeichnet hat.

  • Fantastic Four 13

    Geht super weiter. Zunächst haben wir die Rückkehr von Klaw, der nun seinen Superschurken-Look hat und die Vier durchaus arg in Bedrängnis bringt. Dass Black Panther mehr oder weniger die Lösung bringt, erscheint durchaus passend. Auch wenn er keinen "richtigen Auftritt" hat, um es mal so zu formulieren. Ist wohl die schwächste Ausgabe in dem Band.

    Dem folgt ein Jahresheft mit der Rückkehr von Mad Thinker und der ersten Fackel. Der Supercomputer Quasimodo tritt zum ersten Mal auf, tut aber noch recht wenig. Die Geschichte habe ich tatsächlich noch nie gelesen. Allerdings kannte ich die Grundzüge aus Zusammenfassungen, die es zur Rückkehr Jim Hammonds bei den Rächern der Westküste gab. Dann dürfte wohl auch bald Toro auftreten. Ich bin mir nicht sicher, ob Hammonds Verhalten wirklich Sinn ergibt. Vermutlich hätte er sich wohl eher sofort gegen Thinky gestellt. Interessant ist, das Kirby ihn so darstellt, wie Carl Burgos es in den 40ern getan hat. Man kann die beiden Streichhölzer also auf dem ersten Blick unterscheiden.

    Dann geht es gegen Sandman und Wizard, die Hälfte der Frightful Four. So ein richtiges Ende hat die Story noch nicht, denn nebenher passieren andere Dinge. Der Silver Surfer betritt Latveria und wird von Dr. Doom entdeckt. Das führt dann direkt in die nächste Geschichte. Arglos wie der Surfer nunmal ist, lässt er sich von Doom einlullen und die Kräfte stehlen. Dass er Dooms Drohung an seinen Untergebenen nicht gehört haben soll, weil er durch einen Blicks ins All abgelenkt ist, kommt mir allerdings etwas albern vor. So auch Dooms Verhalten, der die Vier am Leben lässt, weil sie seine Überlegenheit anerkennen. Spricht nicht für sein Genie. Aber andererseits hätten wir dann keine Geschichten mehr ... Also lieber so. Das Ende der Geschichte gibt es dann im nächsten Band.

  • Fantastic Four 14

    Zunächst wird der Kampf gegen Surfer Doom auf fulminante Weise zu Ende gebracht. Der Beobachter sucht Ausreden, um nicht eingreifen zu müssen und der Surfer (der Silberne) hat keine Rolle am Ende des Kampfes. In der nächsten Ausgabe kann er sich dann aus dem Kerker Dooms befreien.

    Dann kommt endlich Sandman zum Zug. Der hat ein neues Outfit. Ich will es ungern "neues Kostüm" nennen, da sein ursprüngliches (und bekanntestes) Outfit ... im Grunde aus Zivilklamotten bestand. Ganz interessant ist die Idee, dass er darin Chemikalien transportiert, die seine Sandkräfte unterstützen und erweitern. Hat sich aber scheinbar nie durchgesetzt. Der Kampf läutet jedenfalls die nächste Geschichte ein, denn ...

    ... er wirft Reed durch das Dimensionsportal in die Negativzone. Dort entledigen sich einige Einwohner gerade ihres Despoten. Bevor er es gegen den geht, versucht man Reed aus der N-Zone zu befreien. Crystal hat die rettende Idee und bittet ihre Familie um Hilfe. Ausgerechnet Triton wird ausgewählt. Da die Negativzone einem Ozean wohl recht ähnlich ist. Nun ja. Gemeinsam mit Reed betritt ihr nächster Gegner das positiv geladene Universum: Blastaar die lebende Bombe. Der folgende Kampf ist recht beeindruckend dargestellt. Am Ende gewinnen natürlich die Vier und schicken Blasty zurück.

    Und dann wird der Einstand der Kree vorbereitet. Und was hängt da alles dran ... Ronan, die Supreme Intelligence, Mar-Vell, Yon-Rogg ... Zunächst muss aber Sentry-459 besiegt werden. Und wenn die Splashpage mit dem Ding aus FF 51 Kirbys Meisterstück ist, steht die mit dem Sentry-Roboter in voller Größe wohl auf dem zweiten Platz. Hier wird angedeutet, dass ein Sentry mehr als ein Roboter ist. Kann mich nicht erinnern, dass das irgendwann mal vertieft wurde. Mal sehen, was die nächste Ausgabe bringt ...

    Nebenbei sieht man immer mal wieder die nun freie Königliche Familie der Inhumans. Das hört dann wohl auf, da sie eine eigene Reihe erhalten sollten. Dem widmen wir uns ein anderes Mal. Einmal mehr zeigt sich, dass Kräfteskalen bei Superhelden nur als grobe Einordnung dienen und man sie nicht zu sehr auf die Waagschale legen sollte. Das Ding erwähnt, dass es um die 10 Tonnen heben könnte. Später wurde das mal auf 85 Tonnen erhöht. Die Bilder sprechen eine andere Sprache. Er hält am Anfang des letzten Hefts im Band eine riesengroße Maschine, die sicher mehr als 10 Tonnen wiegt. In der Geschichte mit Air-Walker aus "Marvel Must Have" wirft er das Riesenrad von Coney Island durch die Gegend. Das eher um 180 Tonnen wiegt (das war bevor man die Einordnung mit den 85 Tonnen erstmals erwähnt hat) ... Und natürlich ist Reed ein übler Sexist. Wie schon mal erwähnt, abgesehen von den Entführungen war Namor höflicher und netter zu Susan. Zeichen der Zeit. Man merkt aber schon, dass Susies Macht wächst.

  • Fantastic Four 15

    Und weiter geht es. Wir sehen erstmals die Kree, die zuvor schon erwähnt wurden, in Form von Ronan dem Ankläger. Und der Obersten Intelligenz. Wenn man so will. Ronan ist noch weiß. Lt. Begleittext wohl tatsächlich die Mehrheit auf Hala, aber dennoch der eher unterdrückte Teil der Bevölkerung. Hoffen wir mal, dass wir "Captain Marvel" in der Reihe erreichen werden. Die Vier fahren hier eher so eine Art Alibisieg ein. Alicia erhält währenddessen Besuch von einem Unbekannten, der sie mitnimmt ...

    ... was wiederum in den nächsten Zweiteiler führt. Alicias Entführer/Gastgeber ist Jerome Hamilton, ein Mitglied der Enclave. Er und seine Kollegen haben ein künstliches Wesen erschaffen, mit dessen Hilfe sie die Welt erobern wollen. Der bleibt mehr oder weniger namenlos und man spricht immer nur von Ihm (und den passenden Deklinationen). Da Er aber gottgleiche Macht hat, geht das etwas nach hinten los. Er ist natürlich der zukünftige Adam Warlock, der im Grunde kaum zu sehen ist. Die meiste Zeit verbringt er im Hintergrund oder in seinem Kokon. Als er endlich schlüpft, besitzt er zumindest den Anstand, mit Badehose bekleidet geboren zu werden.

    Abgeschlossen wird der Band mit dem Debüt von Psycho Man aus dem fünften Jahresheft. Seine drei Mitstreiter sind der völlig unbedeutende Ivan, der noch kostümlose und später zu den Opfern von Scourge gehörende Shellshock und das (spätere) eher unbedeutende Mitglied vom Circus of Crime Live Wire. Die Inhumans und unser liebster Panther dürften auch mitmischen. Das ganze ist durchaus spannend erzählt. Auch wenn Psychos riesiger Kasten als Waffe etwas untauglich erscheint. Das muss man erstmal mit sich rumschleppen ... Interessanterweise wird Psycho Man noch als Winzling beschrieben wird, der einen normal großen Anzug steuert. Jahre später sollte etabliert werden, dass Schrumpfen nur der Zugang zu diesem speziellen Teil des Universums ist. Wie konsistent man da war sei mal dahin ...

    Neben einigen Pin-Ups enthält das Annual noch eine alberen Vignette von Jack Kirby, die den Büroalltag bei Marvel darstellt. Total realistisch natürlich. Und eine Story mit dem Silberstürmer, die schon im zweiten Band mit ihm in der Reihe "Marvel Klassik" enthalten war. Damals hat sie mir optisch gar nicht zugesagt. Neben Buscemas Surfer konnte Kirby nur abstinken. Isoliert davon sieht das alles gar nicht so schlecht aus. Nicht ganz auf dem Level der anderen Ausgaben im Band. Was wohl einmal mehr am Tuscher liegen dürfte. In diesem Fall Frank Giacoia. Der macht einen deutlich besseren Job, als einige der anderen Kollegen, die uns am Anfang der Reihe begegnet sind (und in anderen Serien natürlich). Quasimodo dürfte uns in nicht zu ferner Zukunft bei den X-Mutanten wieder begegnen. Danach erst wieder beim Kree-Captain den wir oben schon mal erwähnt haben ...

    Geht gewohnt gut weiter.

  • Avengers 5

    Für den ersten Zweiteiler geht es in die Zukunft gegen einen gewissen Eroberer. Der will seine Angebetete ... hm ... erobern. Führt mittelfristig zu Ärger in den eigenen Reihen. Wichtig ist aber, dass Ravonna Renslayer ihr Debüt feiert. Für die Rächer wird sie später noch eine tragische Rolle einnehmen. Ihre Machenschaften als Kang-Nebula werden für eine Weile das Ende der Gruppe herbeiführen. Aber das ist Zukunftsmusik. Für diese Version von Ravonna scheint ein solches Verhalten ziemlich ungewöhnlich zu wirken. Wenn man davon absieht vielleicht, dass sie am Ende Kangs Charme erliegt. Kang muss sich hier jedenfalls mit den rächenden Gesellen zusammentun, um eine Meuterei seiner Generäle zu beenden. Ravonna wird (scheinbar) tödlich verwundet.

    Zurück in der Gegenwart bekommen die Rächer es mit Dr. Doom zu tun. Doom kann alles beobachten und bekommt mit, dass die Rächer es mit Kang zu tun hatten. Er sinniert kurz über die mögliche Verbindung zum Eroberer nach. Anschließend lockt er die Bande nach Latveria indem er eine Nachricht an die Zwillinge ausschickt, dass eine Tante der beiden in Latveria leben würde. Die Rächer laufen alle gemeinsam sehenden Auges in die Falle. Oder auch nicht. Cap fällt dann nämlich plötzlich ein, wer der Herrscher von Latveria ist. Und der will die Rächer besiegen, um damit die Vier zu beeindrucken. Ich müsste mal schauen, welche FF-Ausgaben in diesem Zeitraum erschienen sind. Das dürfte jedenfalls die erste Gelegenheit sein, bei der man Doom als beliebten Staatschef zu sehen bekommt. Als er dem Surfer in "Fantastic Four" die Kräfte stahl, war er wesentlich weniger freundliche zu seinen Untergebenen. Man könnte nun sagen, dass er da lediglich Angestellten gedroht habe. Aber die dürften ja auch Freund und/oder Familie haben. Nun ja. Die Ausgabe ist schon recht unterhaltsam. Auch wenn Dooms Beweggründe natürlich total albern sind.

    Weiter geht es mit dem Ende von Caps "Kooky Quartet". Denn zwei alte Bekannte sind wieder da. Auch wenn sie erst am Ende wieder ins Team integriert werden. Hank Pym und Janet van Dyne hatten eine Begegnung mit dem König der Meere. Da diese Serie in der Reihe fehlt, werden wir sie wohl nicht allzu bald zu lesen bekommen. Nun befürchten sie, dass Namor New York angreifen wird. Wasp kann nun ohne Hilfsmittel schrumpfen. Hank ist überrascht. Darauf kommen wir später zurück. Ob das zuvor schon Thema war weiß ich nicht. Wird sich zeigen, wenn ich mir den zweiten "Ant-Man/Giant-Man"-Band der "Epic Collection" vornehme. Wie dem auch sei, Wasp kann die Rächer zwar informieren, wird aber (zuvor) gefangenen genommen. Nicht von Namor sondern von dessem Rivalen Attuma. Manchmal auch liebevoll "der Seebarbar" genannt. Der will die Oberflächenwelt erobern und dafür muss sie vermittels Maschine überflutet werden. Die Rächer, ohne Hawkeye, der aufgrund seiner Streitereien mit Cap abwesend war, ziehen also ins Meer. Hawkeye kommt dann nach, nachdem er sich mit Beetle auseinandergesetzt hat. Was der im HQ wollte? Wir werden sehen. Ganz witzig ist die Erinnerungsmaschine. Hätte sicher auch später mal Gelegenheiten dafür gegeben. Wurde meines Wissens aber nie wieder ausgepackt. Nun ja. Hawk kommt dem Rest jedenfalls zu Hilfe. Die Ereignisse dieser Story wurden Kurt Busiek und Alex Ross übrigens für "Marvels" aufgegriffen. Attuma unterliegt natürlich. Wasp ist aber irgendwie verschwunden.

    Zu guter letzt gibt der Sammler seinen Einstand. Er ist für Wasps Verschwinden verantwortlich und kontrolliert wohl auch den Beetle. Den Hawkeye im Übrigen nicht kannte. Drei Jahrzehnte später sind die beiden in "Thunderbolts" wieder aufeinandergetroffen (und womöglich auch dazwischen das eine oder andere Mal). Collector will ein vollständiges Set der Rächer für seine Sammlung. Giant-Man, bzw. jetzt Goliath, ist ihm dabei sehr wichtig. Aufgrund des neuen Outfits und weil er in normaler Größe ist, hat er ihn nicht erkannt. Iron Man, Thor und ggf. Hulk sind für die Sammlung aber wohl zu vernachlässigen. Nun ja. Tivan wehrt sich im Kampf mit allen möglichen Sammelstücken, darunter Ali Babas fliegender Teppich. Vor all dem wendet sich Hank Pym wegen Wasps Verschwinden an die Rächer. Sie sind skeptisch. Wasp haben sie als Funkspruch einfach akzeptiert. Bei Hank macht man einen Aufstand. Der hat Zweifel und berichtet von möglichen gesundheitlichen Problemen beim Verändern der Größe. Was wohl die Reaktion auf Wasps spontane Größenänderung erklärt. Am Ende bleibt er dann auch tatsächlich für eine Weile in der Gestalt eines drei Meter großen Riesen gefangen.

    Ist dann wohl der erste größere Schlag, den man der Figur des Hank Pym zufügt. Ach ne, die Vergangenheit mit der ersten Frau sollte wir wohl zählen. Die Figur hat den Ärger wohl angezogen. Die ersten Gründungsmitglieder des Teams offenbaren hier übrigens dem Team ihre Identität. Hawkeye sieht eine mögliche Führungsrolle durch Hanks Rückkehr bedroht. Die Sticheleien gegen Cap haben zum guten Ton gehört. Gelegentlich gesteht er sich aber ansatzweise ein, dass er ein besseres Bild vom Capper hat. Was ja in späteren Jahren durchaus deutlich werden sollte. Wiedersehen mit Kang und Doom, zwei der besten Schurken, der Einstand des Collector, der Kampf gegen Attuma .. wieder ein schöner Band. Die Rächerlinge bleiben meine persönlichen Favoriten dieser Zeit. Ich gestehe aber weiterhin ein, dass "Fantastic Four" objektiv betrachtet zweifellos die bessere Serie ist. Aber das muss ja nicht immer das Wichtigste sein. Im nächsten Band haut man dann Rassisten auf die Finger. Und das ist immer gut.

  • Geschichten aus Asgard

    Der Vollständigkeit halber habe ich mir mal den Band aus der schwarzen Sammlung vorgenommen. Mit der Entstehung des modernen Marvel-Universums hat es nur insofern zu tun, dass wir Thors Heimat und Teile seiner Vergangenheit besser kennenlernen. Ich bleibe bei diesem Titel statt den aus der "Origins Collection" zu verwenden. Zum einen sind "Tales" nunmal Geschichten und keine Sagen. Und ... mit den nordischen Sagen hat das allenfalls in Ansätzen und nur am Anfang zu tun. Die Interpretation dieser ist also recht frei. Surtur wird z. B. nicht zum Kern der Welt, der Midgard Wärme spendet und die Erdrotation startet, Lokis Vater heißt nicht Laufey, denn das ist seine Mutter und in den Sagen ist er eigentlich Odins Blutsbruder. Lassen wir mal außen vor, dass wir später eine erwachsene Hela sehen, Lokis Tochter, als Thor 18 Jahre alt sein soll. Und Loki dürfte im selben Alter sein.
    Im Verlauf wird das ganze etwas wirr. Thor und Co. ziehen los, um eine dunkle Bedrohung zu bekämpfen. Dabei bestehen sie war allerlei Abenteuer, am Ende werden sie aber zurückbeordert. Die dunkle Bedrohung liege nämlich in Asgard. Die Erklärung von Ragnarök, auch nicht ganz sagenkonform, da Thor und Loki dort nicht aufeinandertreffen, erinnert arg an den Beginn von Kirbys "Fourth World". Mag sein, dass er das da schon im Kopf hatte.
    Anschließend werden noch Elemente aus "1001 Nacht" (Alibar, Satans 40 Reiter), den griechischen Sagen (Mutaurus, recht interessant, nachdem die griechischen Götter schon eingeführt wurden) und Samuel Taylor Coleridge verwurstet. Ich vermute zumindest, dass sich "Zanadu" auf "Kubla Khan" bezieht ("In Xanadu did Kubla Khan a stately pleasure-dome decree ...").
    Auf die gesamte Länge also etwas unrund. Anfang und Ende waren stärker als der konsequenzlose Mittelteil. Die Einführung der Drei Krieger ist aber eine gute Sache. Auch wenn Vostagg hier arg lächerlich wirkt. Ich hatte den ja durch Simonsons Run kennengelernt. Da war er nicht ansatzweise so ein schlimmer Feigling wie hier.
    Über die neue Farbgebung lasse ich mich mal nicht aus. Ich frage mich aber, warum "Magrat the Schemer" von Herrn Schweizer zu "Talon dem Täuscher" gemacht wurde. Da sein Partner, Kroda the Duelist, zu Kroda dem Kämpfer wurde, ging es vermutlich um die superheldige Alliteration. Einen anderen Grund kann ich jedenfalls nicht erkennen. Anhand des Originalnamens (Schemer) wäre wohl so etwas wie Reinhold der Ränkeschmied passender gewesen.

    Und eine kleine Ergänzung zum letzten FF-Band. Ich hatte ganz zu erwähnen vergessen, dass Sue Nachwuchs erwartet. Franklin ist also auf dem Weg.

    Einmal editiert, zuletzt von Kain (12. September 2026 um 20:49)

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