Darf ich euch darauf hinweisen, dass es hier um Filme und Serien geht? ![]()
Die große Jim-Starlin-Thanos-Warlock-Infinity-Gems-Retrospektive + Extras
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Er brachte Philosophie zu Superhelden und es wäre ein Blick wert zu schauen was sein Werk mit dem Medium gemacht hat, ob er Impact hatte und mehr Leute dann diesen Weg gegangen sind.
Glaube ich nicht. Dafür hat er sich zu sehr mit Nebenfiguren ausgetobt. Das merkt man besonders daran, dass niemand wirklich registriert hat, dass sein Thanos am Ende von "Infinity Gauntlet" kein Schurke mehr war und er, nachdem Starlin weg war, sofort wieder auf diese Art eingesetzt wurde. Ohne jede Motivation obwohl gerade die bei Starlins tiefenpsychologischer Heransgehensweise essenziell gewesen wäre. Es wäre wohl interessant gewesen, wenn er sich auf diese Weise bei einer Figur wie Batman hätte einbringen können. Aber so dürfte sich der Einfluss einigermaßen in Grenzen halten.
Es geht oft um Metaphern, weniger um den Menschen
Ich würde sagen, dass es genau darum geht. Was ist denn Thanos' Liebe zum Tod anderes, als der Wunsch zu sterben? Menschlicher geht es kaum.
dass das toll für Leute sein kann, für mich nicht.
Muss es auch nicht. Vermutlich hilft es, wenn man an Psychologie interessiert ist und sich mit dem Thema (bei Starlin also hauptsächlich Freud) ein bissel auskennt. Oder auch, wenn man selbst oft genug mit Depressionen zu kämpfen hatte. Das ist eine Tiefe, die Gunn nicht erreicht. Was aber sicher auch nicht Ziel war. Dafür hätte man die ganze Hintergrundgeschichte aufgreifen müssen. Das war sicherlich nicht drinnen. Von dem Film war ich beim ersten Mal übrigens eher enttäuscht. Wir haben uns später ein bissel angenähert, aber zu meinen Favoriten im MCU wird er wohl nie zählen.
Darf ich euch darauf hinweisen, dass es hier um Filme und Serien geht?
Nein.
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Oooohhhh!
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Nein.
Jung es NERVT!
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Bevor es hier schlimmer wird werde ich das mal in den Starlin Thread verschieben.
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Oooohhhh!
. Hab gewusst dass du drauf anspringst. -
Danke fürs verschieben, großer Grüner.
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Man kann den Kindergarten hier halt nicht länger unbeaufsichtigt laufen lassen.

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Ich habe extra nicht mehr geantwortet, da ich Pipi in den Augen gesehen habe.
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Mach ruhig, die sind alle robust hier.
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In dem Must-Have Band Silver Surfer - Thanos`Wiedergeburt werden zum ersten Mal in deutsch die Ausgaben 34 - 38 Silver Surfer (1987) veröffentlicht. Dank an Panini für das Schließen der Lücke.
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Hab den Band vor paar Tagen gelesen und es wieder sehr genossen, in die Zeit vor Infinity Gauntlet einzusteigen. Starlin und Lim sind da einfach ein Dreamteam und ich freue mich auch, diese Lücke schließen zu können!

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Jup. Der Band passt gut zu den bisherigen Veröffentlichungen.
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Panini bringt im November den Band "Thanos: Die Infinity-Saga" wo folgendes enthalten sein wird:
- Thanos Annual 1
- Thanos vs. Hulk
- Thanos: The Infinity Revelation
- Thanos: The Infinity Relativity
- The Infinity Entity
- Thanos: The Infinity Finale
- Thanos: The Infinity Siblings
- Thanos: The Infinity Conflict
- Thanos: The Infinity EndingKann mir jemand sagen ob sich das lohnt und was da auf mich zukommt? Von Thanos kenne ich bisher nur die Klassiker War, Crusade und Gauntlet sowie Infinity von Hickman.
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Lies oben nach?!
Meines Erachtens durchaus. Ich bin aber, als örtlicher Botschafter der Starlin-Nation, womöglich nicht der beste Ansprechpartner. Trotzallem würde ich dazu anmerken, dass, würde man Starlins verschiedene Phasen an T und Co. in eine Rangordnung bringen, diese komplett chronologisch wäre. Sprich: Die ersten Arbeiten sind die Besten, die zweite Phase kommt auf den zweiten Platz ... und das wären dann die letztenn Plätze. Bei den letzten drei Ausgaben muss ich außerdem attestieren, dass ich noch immer nicht so genau weiß, wie ich die einordnen soll. Wenn das Sinn ergibt ... Details, allerdings auch zum Inhalt, findest Du weiter oben. Bei Interesse. -
Mal die Rezis zu den letzten dreien.
Marvel Boy's Rezi Thread
Marvel Boy's Rezi Thread -
Mit oder ohne Spoiler?

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Ohne Spoiler, dafür mit Rechtschreibfehlern. Ich glaube da sollte ich demnächst noch mal rübergehen.

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So lngae mna es vresetht ...
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Fantastic Four 66 - 67
Da ich nun die Geschichte von Hims Entstehung und erstem Auftritt gelesen habe, müssen wir die hier nun natürlich unter den Seziertisch legen.
Die Wissenschaftler der Enclave, die allesamt ihren Tod vorgetäuscht haben, sind mit ihrem Projekt fast fertig: Der Erschaffung eines künstlichen Menschen, der mächtig genug sein soll, ihnen die Weltherrschaft zu ermöglichen. Da sie sich ihm nicht nähern können, brauchen sie die Hilfe einer blinden Bildhauerin. Ihr Menschengott strahlt so hell, dass eine Sonnenbrille zum Schutz nicht reichen würde. Alicia soll ihnen ein Abbild schaffen. Das soll ihnen helfen, sich eine Vorstellung von Ihm zu machen und Ihn so beherrschen zu können. Lirumlarum.
Alicia, begleitet von Hamilton, macht sich also auf dem Weg. Hamilton kommt nicht weit, aber Ms. Masters wird vorgelassen. Zu einem Kokon. Den kennen wir ja schon. Er spürt Böses in Hamilton, aber nicht in Alicia. Daher darf sie zu ihm. Sie erzählt vom Ding. Die Story mit dem Surfer hätte aber wohl auch gepasst. Schließlich schlüpft Er und vernichtet scheinbar seine Schöpfer. Die waren dann tatsächlich 10 Jahre nicht zu sehen. Lassen wir mal außen vor, was man der Gruppe rückwirkend durch "Marvel Comics" 1000 noch so alles hinzugedichtet hat.
Das ganze ist natürlich lange vor Starlins Arbeit an der Figur erschienen. Lee und Kirby hatten wohl ziemlich sicher anderes im Sinn. Was schon damit losgeht, dass Kirby wohl eine ganz andere Richtung wollte und Lee ein Veto reingehauen hat. Zum Glück möchte man fast sagen. War mir vor dem redaktionellen Text im Band dazu übrigens völlig unbekannt. Aber Starlin wurde natürlich stark von Kirby (und damit zwangsläufig auch von Lee, so wenig ihm das gefallen mag) beeinflusst. Und so findet sich hier durchaus eine Schlüsselszene. Als Warlock Alicia zu sich lässt, kurz vor seiner Geburt (in einem erwachsenen Körper), geht es um Vertrauen. Wenn nur nun einen Blick auf Freuds Theorie weiter oben werfen ... Vertrauen ist wichtig für die Entwicklung einer starken ICH-Persönlichkeit. Weiterführend wäre die Aufgabe in dieser Entwicklungsstufe "(Ur-)Vertrauen vs. Misstrauen" (nach Erikson). Der Grundstein für Starlins tiefenpsychologische Herangehensweise wurde also schon hier, wenn auch vermutlich unbewusst, gelegt und damit erweist sich "Fantastic Four" 67 durchaus eine Schlüsselausgabe für alles was Jim Starlin später mit Warlock und besonders Thanos gemacht hat. -
Thor 134 - 135
Die Ausgaben waren mir nicht neu, aber ich hatte sie schon länger nicht gelesen. Da sie just in der "Origins Collection" aufgetaucht sind (was meine Lesegeschwindigkeit angeht, der Band ist nicht so aktuell), werfen wir nun also einen Blick auf den Einstand von Warlocks erstem Erzschurken - Man-Beast!
Thor zieht es aus Gründen, die hier nicht weiter wichtig sind, Richtung Wundagore. Dort begegnet er dem High Evolutionary und seinen New Men. HE ist gerade dabei, einem Wolf seiner Evolutionsprozedur zu unterziehen. Da Thor in ablenkt, ist der Wolf dieser Behandlung zu lange ausgesetzt. Er entwickelt sich also zum Endpunkt aller Evolution und wird damit zu einer Kombination aus Supermensch und Superbestie. Und seine ersten Gedanken sind Hass und die Feststellung, dass alles Lebende sein Feind sei. Es kommt zum Kampf mit dem Donnerbolzen. Dabei werden Man-Beasts Kräfte mehr oder weniger schwammig definiert. Er hat nicht näher bezeichnete mentale Kräfte. Zu denen auch gehört, dass er eine Barriere aus Antimaterie schaffen kann. Ich kann mich nicht erinnern, dass er diese spezielle Kraft jemals wieder verwendet hätte. Er ist hier kräftig genug, um sich mit Thor zu messen. Und er kann noch nicht entdeckte Kampftechniken verwenden. Weil die erst in beispielsweise 50.000 Jahren erfunden werden. Das kommt mir etwas albern vor. Man-Beast erschafft sich eine eigene Truppe an New Men. Diese kommen nicht zu Wort und bleiben hier namenlos. Es ist auch nicht unbedingt jemand dabei, den ich von einem späteren Auftritt erkenne. Also kein Kohbra, Rhodan oder Triax. Am Ende werden Man-Beast und seine Schergen ins All geschossen, in Richtung eines unbewohnten Planeten. Dort sollen sie die Chance für einen Neuanfang erhalten. Man sieht sie erst wieder, wenn aus Him Adam Warlock wird. Also u. U. in hundert Jahren in der "Origins Collection", bzw. im "Warlock"-Band der roten Sammlung, der die ersten beiden Hefte dieser Geschichte enthält.
Man darf wohl voraussetzen, dass dies alles nicht geplant war und dem Zufall geschuldet ist, aber es gibt durchaus einige Parallelen zu Warlock und die Möglichkeit, sich Man-Beasts Entstehung und Motivation unter den oben genannten Kriterien zu untersuchen.
Man-Beast debütierte etwas früher. Er wird von einem Wissenschaftler mit zweifelhafter Reputation erschaffen. Bei Warlock waren es deren vier. Die Enklave wollte einen menschlichen Gott erschaffen, der ihnen die Weltherrschaft bringen sollte. HE erschafft ein gottgleiches Wesen durch eine Unachtsamkeit. Der eine gehört eher zu den Guten, der andere zu den Bösen. Interessant ist jetzt, was auf den redaktionellen Seiten zu Him gesagt wurde. Kirby wollte ihn negativer darstellen. Die Enklave hätten die Welt verbessern wollen und Warlock sie mit Stumpf und Stiel ausmerzen. Stan hat sich durchgesetzt und wir haben die bekannte Variante bekommen. Diese dunkle Version gab es aber schon hier. Auch wenn Man-Beast das goldenstrahlende messianische Äußere natürlich fehlt. Auch HE will im Grunde die Welt verbessern. Was fehlt ist, dass MB ihn ausradiert. Konzeptionell wäre das aber schon arg ähnlich gewesen und man darf sich die Frage stellen, warum Kirby zweimal denselben Weg gehen wollte.
Das ist für diese Untersuchung aber belanglos. Schauen wir also, welche Erkenntnisse uns ein Blick durch Freuds Linse gibt. Man-Beast erwacht und stellt quasi soforft fest, dass alles Lebende sein Feind sei. Er steht also für den Todestrieb. Warlocks wichtigster Feind wird später jemand sein, der nach diesem, Thanatos, benannt wurde. Him ist, auch wenn er ebenfalls kein Beispiel für Ich-Stärke ist, ein Geschöpf des Lebens. Wir sehen das daran, dass er nach Vertrauen sucht (seine Begegnung mit Alicia). Man-Beast kennt nur Gewalt. Er verspürt den Drang und handelt danach. Sofortige Reizbefriedigung. Das ES dominiert, bei Warlock/Him dürfen wir hingegen von einem dominanten ÜBER-ICH ausgehen.
Es hätte des Titanen also gar nicht bedurft. Stan und Jack hatten den perfekten "Champion des Todes" eigentlich schon erschaffen. Vielleicht wurde die Figur auch deshalb (unbewusst?) von Starlin vernachlässigt. Seine eigene Schöpfung zu verwenden, und der offensichtliche Verweis auf die Psychoanalyse, waren ihm wohl wichtiger. -
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