Berserk von Kentaro Miura

  • Berserk #1-3

    Der schwarze Ritter

    Die Veröffentlichung eines neuen Bandes nähert sich und ich hatte mal wieder Lust die Anfänge zu lesen.

    Guts oder wie er sich selbst hier nennt der schwarze Ritter zieht hier durch die Lande immer auf der Jagd nach Monstern, und gleich zu Anfang bekommt er es mit einem Schrecken von der Koka Burg zu tun der dazu noch ein Menschenfresser ist.

    Und dann ist ja noch das Anhängsel in Form der kleinen Elfe Puck, das ihn eher ungewollt begleitet. Und man weiß auch nicht Recht warum dieser bei ihm bleibt? Bei einem Menschen der ihm seine Verachtung immer wieder zeigt wegen seiner schwäche, und Guts der bei jeglicher Berührung ausrastet und Angst vor Bindungen hat.

    Eine Geschichte besonders der Mehrteiler "Ein Engel namens Begierde", die geprägt sind von Gewalt und mächtigen Dämonen und einem Guts der sie von unbändigen Hass getrieben jagt. Doch warum lässt der Autor noch im unklaren doch man sieht schon das es mit den fünf der God Hand zu tun hat allen voran Femuth oder besser gesagt Griffith.

    Die Hintergründe kenne ich natürlich durch das mehrmalige lesen des Goldenen Zeitalters schon kenne, aber erst dadurch erkennt man das sich Kentaro Miura schon früh die Geschichte entwickelt hat und er den Leser erst langsam heranführt an das wie und warum.

    Und mag es auch nicht so stark sein wie das goldene Zeitalter was ja schon in Band 3 beginnt, so ist es doch der Anfang indem man trotz der vielen Kämpfe die tiefe im Charakter von Guts schon erkennt, in seiner Abwehrhaltung anderen gegenüber eine Fassade die in nur einem Gesichtsausdruck, am Ende von "Ein Engel namens Begierde", Risse bekommt. Erzählerisch für mich trotz einiger schwächen großes Kino.

    7,5 von 10 Punkte

  • Berserk #3-5: Das Goldene Zeitalter und Der unsterbliche Zodd

    Das Goldene Zeitalter beginnt schon in Berserk 3 (in Max und Ultimativ #2) und erzählt die Vergangenheit des Schwarzen Ritters, nicht in Flashback Sequenzen sondern direkt am Anfang bei Guts Geburt.

    Welche unter den schlechtesten Vorraussetzungen beginnt, so wurde seine Mutter mit anderen an einem Baum aufgegangen. Und der kleine Säugling liegt unter ihr von niemandem beachtet und für Tod gehalten. Bis zu der Zeit als Gambino und seine Söldner vorbeikommen, und dessen Frau Sis die gerade erst ein eigenes Kind verloren hat liest ihn auf nur um festzustellen das er noch lebt. Die anderen aus Gambinos Truppe halten es für ein böses Omen und würden ihn lieber seinem Schicksal überlassen, doch Sis verteidigt ihn gegen alle und so wächst Guts, wie er fortan heißt, in dieser harten Umgebung auf. Immer in der Nähe des Krieges.

    Erst Recht als Sis zwei Jahre danach an der Pest stirbt, wird es nicht einfacher für ihn wird er ohne Kindheit zum Krieger erzogen und gleichzeitig wie ein Erwachsener behandelt, so muss er von Anfang an ein Schwert nutzen was so groß ist wie er selbst (Kein Wunder also das er später so einen riesigen Klopper schwingen kann.). Der sexuelle Missbrauch durch Donovan erschüttert den jungen Guts aber am meisten, viel mehr aber als er später erfährt das Gambino ihn verkauft hat.

    Ein Ereignis das ihn sein ganzes Leben verfolgt auch über die nächsten Jahre, und er sein Leben in den Kriegen anderer Einsatz nur für Geld. Und dabei hat man immer das Gefühl er sucht den Tod auch als er den Falken begegnet und Griffith der ihn in seiner Truppe will was er nicht will aber durch ein Duell und seiner Niederlage muss er in die Truppe und verändert sich im Laufe der Zeit.

    Und dann ist das erste Zeichen einer Veränderung und die Begegnung mit Zodd und dessen Kampf mit ihm und der Prophezeiung die er ihm macht von einem Tod vor dem es kein entrinnen gibt.

    Meinung: Kentaro Miura erzählt hier nichts anderes als die Biografie seiner Hauptfigur und verleiht ihm dabei eine unendliche Tiefe, und Emotionalität die den Erwachsenen Guts immer greifbarer macht und dessen verhalten man immer besser nachvollziehen kann. Dazu das Artwork was schlicht beeindruckend ist. 8 von 10 Punkte

  • Ich hab ja noch massig Material, bis ich da hin komme. Habe die ersten 9 ultimativen Bände, also regulär bis Band 18 gelesen bislang.

  • Berserk #42

    Man merkt schon, das Miura nicht mehr zeichnet, aber seine Nachfolger machen das imo sehr gut.
    Nachdem Kjaskar endlich geheilt ist, taucht auf einmal wieder Griffith auf und bringt jede Menge Unheil mit. Das Elfenvolk gerät in arge Bedrängnis, Kjaskar wird entführt und Guts gerät in eine tiefe Krise.

    Und auch hier sind ab und an winzig kleine Sprechblasen, ich kanns nicht lesen....

  • Mal was lustiges: Gehe ja noch zur Physiotherapie und mein Therapeut (noch jung und Barfuß Läufer) und ich haben festgestellt, dass wir beide Otakus sind. Da haben wir latürnich immer sehr unterhaltsamen Gesprächsstoff. Und ich habe ihm auch von meinem Lieblingsmanga erzählt und das die Hauptfigur Guts heißt. Am Donnerstag sagte er, er müsse mir unbedingt was lustiges erzählen. Er hatte einen Patienten, der (aus Datenschutzgründen nannte er ihn Müller) Guts Müller hieß. Ich: Das ist aber ungewöhnlich, mal gefragt, woher er den Vornamen hat? Er: Es stellte sich heraus, dass es die Abkürzung für "Gutschein" war. Wir haben uns echt gekringelt vor lachen!

  • Habt ihr gesehen das eine neue deutsche Version des Manga erscheint? Seit ihr auch ein wenig enttäuscht wenn ihr die letzte Jahre betrachtet, oder geht es nur mir so?

    2019 startete Panini mit der "Ultimate Edition" von Berserk. Identisch zu den "Max" Editionen, nur ein wenig grösser und mit PVC-Umschlag.

    Ich erinnere mich, das der Aufschrei im Forum damals gross war.
    - Warum so schlechtes Papier?
    - Warum nicht grösser?
    - Warum so ein billiger Einband?
    - Warum nur 2 in 1?
    - Nehmt euch doch an Beispiel an den englischen Ausgaben!
    - Wie kann man so etwas billiges "Ultimative Edition" nennen?!?!

    Ich für meinen Teil bin froh bin ich damals nicht eingestiegen.

    Den kaum wurde die "Ultimative Edition" im November 24 mit Band 21 vorläufig abgeschlossen, wurde von Panini die "Master Edition" angekündigt, welche sich an den "Ultimativen Editionen" der englischen Version orientiert.

    - grösser
    - wertiger Einband
    - 3 in 1

    usw.

    Es tut mir leid für alle die ab 2019 die offensichtlich Nicht-"Ultimative Edition" gekauft haben.

  • Da kann ich leider nichts zu sagen. Ich lese die Serie seit 2001 im Originalformat. Da hat es noch keine Deluxe/Master Edition und was weiß ich.... gegeben. Da war das Highlight die Schuber :D.

  • Ich bin Käufer der Ultimativen, muss aber noch einiges lesen. Ich hatte nicht vor die zu behalten, deswegen habe ich mich auch nicht aufgeregt. Es war einfach eine gute Gelegenheit da mit einzusteigen.

  • Berserk #42

    Man merkt schon, das Miura nicht mehr zeichnet, aber seine Nachfolger machen das imo sehr gut.
    Nachdem Kjaskar endlich geheilt ist, taucht auf einmal wieder Griffith auf und bringt jede Menge Unheil mit. Das Elfenvolk gerät in arge Bedrängnis, Kjaskar wird entführt und Guts gerät in eine tiefe Krise.

    Und auch hier sind ab und an winzig kleine Sprechblasen, ich kanns nicht lesen....

    Auffällig finde ich, dass sehr sehr wenig in dem Band gesprochen wird.
    Ich hatte das Gefühl, dass Miura gerade in den letzten Bänden enorm viele Sprechblasen anbrachte.
    Zeichnerisch finde ich das "neue" Team gut.
    Im August diesen Jahres soll nach noch unbestätigten Quellen Band 43 mit einem Puzzle als Extra erscheinen.

    Mit Verlaub, aber wen juckt denn so ein Puzzle?

  • Das hätte ich im Leben nicht vermutet. Gut, da wurde ich jetzt überrascht. :D
    Hat sich jemand das Artwork zur Berserk-Ausstellung gegönnt?
    Das mehrseitige Interview mit Miura am Ende des Artworks lässt ihn sehr greifbar, menschlich und respektvoll zurück. Hat mir gut gefallen. Seine Leidenschaft für das Zeichnen und Schaffen von Kunst wird deutlich.

  • Die Ausstellung war vor einigen Jahren in Japan, bei der Werke von Miura zu Berserk in Großformat präsentiert wurden, um 30 Jahre Berserk zu feiern und zu würdigen.

    Die ausgestellten Werke samt dem Interview gibt es nun von Panini für 49 Euro im HC zu erwerben.

    :klatsch:

  • Alle, die den Band nun gelesen haben, müssen hier unbedingt schildern, wie sie den Band fanden!!!! :zwinker:

    Kurze Anmerkung: Asche über mein Haupt, denn auch ich habe mir die Special Edition mit dem (coolen) Puzzle-Motiv geholt. Hihi. Das Cover des Bandes ist ja auch so schön.

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