Verwirrtheitszustände: Der Quasselthread für die gesamte Forencommunity

  • So, dann mal ein bisschen ausführlicher zu gestern. Zu dem, was im Vorfeld los war, hatte ich ja schon was geschrieben. Los ging es dann für mich statt um 18:45 um 19:08.

    Die erste Teilstrecke führte vom Elbpark Entenwerder die Elbe entlang gen Osten und unter Anderem am Wutzrock Festival vorbei. Der einzige Act, der mir vom Namen her etwas sagt sind Die toten Crackhuren im Kofferraum. Musikalisch ging das also eher nicht in meine Richtung. Erster Halt war dann nach 10,5 km das Kulturheim Allermöhe. Bis dahin hatte ich schon fast zwei Stunden gebraucht und es war absehbar, dass ich Probleme bekommen würde meine bisherige Bestzeit zu unterbieten. Neben vielen engen Wegen auf denen Überholen kaum möglich war, weil sich die Teilnehmer noch nicht wirklich verteilt hatten, war ich arg vorsichtig wegen des Oberschenkels, der eigentlich permanent leicht zwickte.

    Nach 19,2 km endete die zweitkürzeste Teilstrecke an einem Sportplatz. Der Weg dorthin hatte auch durch Wälder geführt und so gab es auch brauchbaren Schatten. Den hatte es aber aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit schon auf dem ersten Teilstück, weil die Sonne tiefer stand.

    Dann kam mit 12,7 km das längste Teilstück, das uns an Oststeinbek und Barsbüttel vorbei nach Wandsbek Markt führte. Hier wurde es dann dunkel und ich muss sagen, dass es irgendwie schon anstrengend ist in der Dunkelheit zu laufen. Man muss gut aufpassen, dass man keine Abzweigung verpasst und permanent den Boden im Blick haben um Stolperfallen rechtzeitig zu erkennen. Dann machte sich so langsam bemerkbar, dass ich aufgrund des Oberschenkels - ob bewusst oder unbewusst - Schonhaltung angenommen hatte und sich alle möglichen anderen Teile des Laufapparates schmerzhaft zu Wort meldete. Dann gab es am Versorgungspunkt keine Urinale, so dass sich vor den Dixies lange Schlangen bildeten. Die Wartezeit trug dann zum Schmerzpegel auch nicht unerheblich bei, so dass ich ernsthaft überlegte abzubrechen. Das hätte sich angeboten, da ich den Wagen nur wenige hundert Meter von der dritten Verpflegungsstation stehen hatte. Aber dann gibt es da in mir immer den Deppen, der meint, dass dann ja alles, was ich schon erlitten und auf mich genommen hatte, umsonst wäre. Und so schlich ich weiter. Es war exakt 01:00 Uhr.

    Das kürzeste Teilstück führte uns dann an der Außen- und Binnenalster entlang der Colonnaden ins Zentrum, wo wir bei exakt 40,0 km den letzten Zwischenstopp am Curio-Haus in den Rothenbaumchaussee einlegten. An der Strecke machten immer wieder Teilnehmer Halt um die beleuchtete Alster zu fotografieren. Das sah teilweise sehr nett aus. Besser als beim letzten Zwischenstopp ging es mir hier nicht.

    Dann ging es an die letzten 10 Kilometer, die uns an einigen Sehenswürdigkeiten vorbeiführten: Planten un Bloomen, Landungsbrücken, Speicherstadt. Da fand sich dann jemand, der auch nicht mehr ganz rund lief und von seinen jungen Begleiterinnen abgehängt wurde. Gemeinsam schlichen wir dann dem Ziel, das wieder der Elbpark Entenwerder war, entgegen und trafen um 04:53 Uhr ein. Ich habe für die Strecke also insgesamt 9:45 Stunden gebraucht. Das ist nicht ansatzweise, was ich mir vorgenommen hatte, und schon ein ganzes Stück von meiner bisherigen Bestzeit weg, aber angesichts der Umstände war ich eher froh, dass ich nicht abgebrochen hatte.

    Die Auszeichnung "Matador des Nordens" bekam ich dann obwohl ich mein Stempelheft nicht dabei hatte. Da zeigte sich die junge Dame an der Ausgabe sehr kulant. Die Auszeichnung bekommt man, wenn man in einem Kalenderjahr drei Märsche im Norden bis zum Ende durchgezogen hat. Die Voraussetzung habe ich mit den Märschen an der Ostsee, in Bremen und Hamburg erfüllt.

    Weil zu der Uhrzeit keine Busse fuhren, versuchte ich ein Taxi zu organisieren. Das klappte in einem halben Dutzend Anläufen nicht und so fragte ich ein Pärchen, das mehr Glück hatte als ich, ob ich nicht mitfahren und das Taxi übernehmen könnte, wenn sie abgesetzt wurden. Konnte ich und auch der Fahrer hatte kein Problem damit. Kleiner Benefit war, dass meine Tour statt rund 10 Kilometer nur knappe 5 Kilometer hatte. Dann schnell ins Auto gesetzt, mit heftig schmerzenden Füßen nach Hause gefahren, in die Wanne gelegt und danach ins Bett. Morgen geht die Arbeit wieder los und da will ich versuchen noch in einen halbwegs normalen Wach- und Schlafrhythmus zu kommen. Frau und Kind kommen Mitte der Woche wieder. Aktuell versuche ich alles zu vermeiden, was mit dem Aufsetzen der Füße zu tun hat. Der Hund wird da aber was dagegen haben.

  • Danke, aber sag das all den Körperteilen, die mir gerade arschweh tun. Aber irgendwie muss man wohl auch leicht schmerzbefreit sein, wenn man sowas freiwillig macht und dafür jedesmal 70 Euro lässt...

    Werde jetzt mal schauen, ob ich zumindest eine kleine Gassirunde hinbekomme.

  • Moin,

    heute mal wieder Spritze in's Auge. Kurz vor dem Urlaub, aber es gab keinen anderen Termin. Heute noch mal schön auf der Couch liegen und Hörbücher genießen. (Die 3 Fragezeichen, John Sinclair, Fünf Freunde etc.)

  • Guten M:cafeman:rgen! Auf diese Woche freu ich mich nicht. Über 30° und 35° werden es. Nur im Norden darunter. Glückspilze. :schmolli::D

    Schleswig-Holstein, das schönste Bundesland von allen. :D
    Und egal, wie heiß es ist, dank zweier Meere immer eine leichte Brise um die Nase.

  • Heute besuchen wir das kleine Städtchen Cognac und machen eine Führung bei Hennessy. Natürlich mit Verkostung.

    Seit Bordeaux bewegt Ihr Euch wieder im (mir) vertrauten Gebiet. :D

    Jeder Idiot kann eine Krise meistern. Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

  • :morgen:
    Aus Edinburgh bei praller Sonne und genialen 16 Grad! :top:

    Jetzt gibt's erstmal einen kleinen Stadtspaziergang auf den Calton Hill, danach Shopping und heute Abend eines der Hauptereignisse des Urlaubs, das Edinburgh Military Tattoo.

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