Bekannte unbekannte Comicautoren / Seiteneinsteiger

  • Der belgische Rechtsmediziner und Kriminologie Philippe Boxho (Jahrgang 1965) zählt zu den Prominenten. Er leitet das Rechtsmedizinische Institut an der Universität Lüttich und gilt im Bereich True Crime als einer der meistgelesenen Autoren. Im frankophonen Bereich hat er 1,7 Millionen Leser und seine Werke wurden in gut 20 Sprachen übersetzt.

    Dr. Philippe Boxho (Szenario) / Pierre Alary (Zeichnungen): Post Mortem (Éditions Kennes 2026), 110 Seiten

  • Der französische Journalist Aymeric Mantoux (Jahrgang 1976) setzt eine familiäre Tradition fort, denn schon sein Großvater war Chefredakteur der Zeitschrift Le Technicien du film und sein Vater, der Universitätsprofessor Thierry Mantoux, verfaßte den Bestseller Le guide du BCBG. Schon während seines Studiums, unter anderem an der Sorbonne, verfaßte er Beiträge für eine Reihe von Reiseführern; später arbeitete er für La Chaîne info (LCI), Nouvel Économiste und Radio Classique.
    2001 gründete er mit Luc Dubanchet und Marc Esquerré die Agentur Tapas Presse. Dabei hat sich Mantoux auf politische und ökonomische Essays spezialisiert, insbesondere über Jean-Pierre Raffarin, Nicolas Sarkozy und Dominique de Villepin. Seit 2015 leitet er als Generaldirektor den Kunstbuchverlag Cercle d'art. 2019 war er an der Organisation der Olympischen Spiele in Paris 2024 (COJO) als Berater mitbeteiligt.
    Immer wieder nutzt er Comics zur Vermittlung seines Wissens, zunächst in humoristischen Bänden, wobei er schon mit prominenten Künstlern wie Philippe Bercovici und Pascal Rabaté zusammengearbeitet hat.

    • Aymeric Mantoux und Emmanuel Rubin (Szenario) / Marco Paulo und Bonaventure (Zeichnungen): La guerre des étoilés (Glénat BD 12bis 2011), 56 Seiten
    • Aymeric Mantoux und Benoist Simmat (Szenario) / Philippe Bercovici und Isabelle Lebeau (Zeichnungen): La Gauche bling-bling (Glénat BD 12bis 2012), 58 Seiten
    • Aymeric Mantoux (Szenario) / Pascal Rabaté (Zeichnungen): L'enfant qui rêvait d'étoiles. Dans les pas de Yannick Alléno (Glénat BD 12bis 2013), 104 Seiten
    • Aymeric Mantoux (Szenario) / Clément C. Fabre (Zeichnungen): Les Revolutionnaires: Lénine, Mao, Che Guevara et tous les autres en BD (Hachette RobinSon 2018), 136 Seiten
    • Aymeric Mantoux (Szenario) / Tomek Heydinger (Zeichnungen): Voyage au pays des ultrariches (Editions du Faubourg 2026), 128 Seiten
  • Der französische Philosoph Gaspard Kœnig (Jahrgang 1982) stammt aus einem 68er-Elternhaus, vertritt aber den klassischen Liberalismus. Nach seiner Ausbildung arbeitete er zwei Jahre als Ghostwriter für die Wirtschaftsministerin Christine Lagarde. 2013 gründete er in Paris den Thinktank GenerationLibre; im Mai 2021 gründete er die politische Bewegung Simple, heute eine Splitterpartei. Im Januar 2022 kandidierte er für sie zur Wahl des französischen Präsidenten, doch letztlich fehlten ihm die Stimmen, um als Kandidat anerkannt zu werden.
    Von ihm liegen neben zahlreichen Essays mittlerweile fünf Romane vor, von denen er sich mit einem für Shortlist des Prix Goncourt qualifizierte. Zudem fällt er auf, weil er Ted Kennedy unheimlich ähnlich sieht, den er 2016 in einem Spielfilm über Jackie Kennedy in eine Nebenrolle verkörperte.

    Gaspard Kœnig (Szenario) / Étienne Appert (Zeichnungen): La Désobéissance du radis (Pictavita 2026), 160 Seiten

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