Die erfolgreichsten Kinofilme in Europa

  • Frankreich 1951
    7 116 442 Zuschauer
    "Samson und Delilah" (Regie: Cecil B. DeMille)
    Samson and Delilah / Samson et Dalila

    mit Victor Mature, Hedy Lamarr, George Sanders

    Zitat

    Die konfliktreiche Liebesgeschichte um einen übermenschlich starken Freiheitshelden und eine schwache Frau aus dem feindlichen Lager. Verfilmung einer Begebenheit aus dem Alten Testament; ein naives Kostümspektakel mit guten Massenszenen, das das ursprüngliche Thema auf eine tragisch endende Liebesaffäre reduziert. Als filmhistorisches Dokument von einigem Interesse.

    Frankreich 1951
    5 735 113 Zuschauer
    "Sehnsucht nach Andalusien" (Regie: Robert Vernay)
    Andalousie / El sueño de Andalucía

    mit den damals sehr populären Sängern Luis Mariano & Carmen Sevilla

    Zitat

    Stierkämpfe und Massenszenen, aber weder Schwung noch Tempo in einem spanischen Operettenfilm, der zwei Liebesleute - er zukünftiger Torero, sie kommende Tänzerin - genreüblich eine Zeitlang trennt.

    Frankreich 1951
    4 287 220 Zuschauer
    "Der Rebell" (Regie: Jacques Tourneur)
    The Flame and the Arrow / La Flèche et le Flambeau

    mit Burt Lancaster, Virginia Mayo

    Zitat

    Aufwendiger Ausstattungs- und Abenteuerfilm über einen Freiheitskampf im 13. Jahrhundert: Die Lombardei schmachtet unter dem grausamen Joch des Herzogs von Pisa. In Dardo, einem in den Bergen hausenden freiheitsliebenden Mann, dem der verhaßte Gewaltherrscher seinen siebenjährigen Sohn genommen hat, findet der Widerstand einen Führer. Dardo tötet den Unterdrücker, rettet seinen Sohn und findet die Liebe der schönen Cousine des Herzogs.

    Frankreich 1951
    4 108 770 Zuschauer
    "König Salomons Diamanten" (Regie: Compton Bennett, Andrew Marton)
    King Solomon’s Mines / Les Mines du roi Salomon

    mit Stewart Granger, Deborah Kerr

    Zitat

    Eine reiche Engländerin engagiert einen berühmten Afrika-Kenner, um ihren dort verschollenen Mann zu suchen.

    Die wenig originelle Geschichte geht unter in einem faszinierenden Gemälde von Afrika mit großartigen Natur- und Landschaftsaufnahmen aus Tanganjika, Kenia, Uganda und Zaire.

    Frankreich 1951
    4 059 172 Zuschauer
    "Le Roi des Camelots" (Regie: André Berthomieu)
    (Der Film lief nie in Deutschland)
    mit Robert Lamoureux

    Zitat

    Arbeitsloser junger Mann wird zum erfolgreichsten Straßenhändler der Stadt. Komödie.

    Frankreich 1951
    3 998 319 Zuschauer
    "Morgen ist es zu spät" (Regie: Léonide Moguy)
    Domani è troppo tardi / Demain il sera trop tard

    mit Pier Angeli, Vittorio De Sica, Lois Maxwell

    Zitat

    Inquisitorisches Mißtrauen und die verfehlte Arbeit mit Verboten treiben eine sensible Schülerin beinahe in den Tod.

    Ein pädagogisch orientierter Film, der an Hand der weitschweifig erzählten Schülerliebe auf das Versagen von Eltern und Erziehern im Bereich der Sexualerziehung hinweisen will. Bei der Besetzung ragt Vittorio de Sica als progressiver Studienprofessor in einem engstirnigen Lehrerkollegium hervor.

    Frankreich 1951
    3 810 569 Zuschauer
    "Chacun son tour" (Regie: André Berthomieu)
    (Der Film lief nie in Deutschland)
    mit Robert Lamoureux

    Zitat

    Junge Ehefrau hat den Verdacht, dass ihr Mann sie betrügt. In Wirklichkeit verdient er abends zusätzliches Geld als Komiker in einem Nachtclub. Davon dürfen seine konservativen Schwiegereltern nichts erfahren. Komödie.

    Frankreich 1951
    3 737 966 Zuschauer
    "Chefarzt Dr. Delius" (Regie: Yves Ciampi)
    Un Grand Patron

    mit Pierre Fresnay

    Zitat

    Ein prominenter Chirurg, der vor keiner diffizilen Operation zurückscheut, geht völlig in seinem Beruf auf. Erst ein Pflegekind, dessen Mutter bei einer Operation starb, bringt den Arzt wieder mit den Problemen des Alltags, der Familie und seiner Umwelt zusammen.

    Der effektvoll fotografierte Film nutzt die Klischees des Genres geschickt unterhaltend aus. Gute Konfektionsware, die dem Hauptdarsteller genau angepaßt wurde.

    Frankreich 1951
    3 602 845 Zuschauer
    "Im Anfang war nur Liebe" (Regie: Richard Pottier)
    Caroline Chérie

    mit Martine Carol

    Zitat

    Zur Zeit der Französischen Revolution entdeckt eine junge Frau ihre wahre Liebe, muß jedoch einen anderen Mann heiraten. Auf der Suche nach dem Geliebten gerät sie in die Revolutionswirren, in die verschiedensten Betten und am Ende droht ihr gar die Guillotine, bevor ihr das Happy-End zuteil wird.

    Ein nach Cecil Saint-Laurents Bestsellerschnulze entstandenes eigenwilliges Revolutionsbild, dem es an koketten Turbulenzen nicht mangelt, das sich aber selbst in der um eine halbe Stunde gekürzten deutschen Fassung noch zäh dahinzieht.


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    Quelle: Wikipedia (und deren Quelle ist http://www.cbo-boxoffice.com oder https://www.cnc.fr/)

    Die Texte sind meistens von http://www.filmdienst.de

  • Frankreich 1952
    12 791 168 Zuschauer
    "Don Camillo und Peppone" (Regie: Julien Duvivier)
    Le Petit Monde de don Camillo / Don Camillo

    mit Fernandel, Gino Cervi

    Zitat

    Der listige Dorfgeistliche Don Camillo und sein kommunistischer Bürgermeister kommen sich beim Kampf um die Seelen ihrer Mitbürger auf komische Weise ins Gehege. Gelungene Verfilmung des zeitgenössischen Schelmenromans. Eine derbe und volkstümliche Satire auf italienische Eigenarten mit naiver politischer Botschaft, getragen von zwei Erzkomödianten.

    Frankreich 1952
    8 125 766 Zuschauer
    "Die Veilchen der Kaiserin" (Regie: Richard Pottier)
    Violettes impériales / Violetas imperiales

    mit den damals sehr populären Sängern Luis Mariano & Carmen Sevilla

    Zitat

    Kaiserin Eugenie setzt sich sehr für eine einfache Künstlerin aus dem Volke ein, die sie als kleine Zigeunerin in Sevilla kennengelernt hat. Diese verliebt sich am Hof von Paris in einen Offizier, will ihn aber wegen ihrer Herkunft nicht heiraten. Erst als sie die Kaiserin bei einem Attentatsversuch rettet, kommt das Glück zustande.

    In Biedermeier-Gevacolor-Farben schwelgende Operetten-Verfilmung, laut Verleih ein Film "einer großen Liebe aus glücklicheren Tagen", der sich aber als schwülstiges Rührstück ohne Tiefe erweist.

    Frankreich 1952
    6 726 744 Zuschauer
    "Fanfan, der Husar" (Regie: Christian-Jaque)
    Fanfan la Tulipe

    mit Gérard Philipe, Gina Lollobrigida

    Zitat

    Der Schürzenjäger und Draufgänger Fanfan läßt sich zur Armee anwerben, um der Heirat zu entgehen. Die schöne Zigeunerin Adeline weissagt ihm, er werde die Tochter Ludwigs XV. heiraten. Nach vielen Abenteuern errettet ihn Adeline vor dem Erhängen, der König adoptiert sie, und so geht ihre Weissagung in Erfüllung.

    Eine liebenswert-freche, geistvoll-ironische Unterhaltung, heiter und spritzig. Hervorragend sind Landschaft und Dekors genutzt, die Handlung wird mit leichter Hand von Höhepunkt zu Höhepunkt getrieben, die Aktionsszenen sind unbeschwert und liebenswert.

    Frankreich 1952
    6 354 681 Zuschauer
    "Ivanhoe" (Regie: Richard Thorpe)
    mit Robert Taylor, Elizabeth Taylor, Joan Fontaine, George Sanders

    Zitat

    Die ruhmreichen Taten des schwarzen Ritters Ivanhoe im Kampf für seinen König Richard Löwenherz, seinen Glauben und für die Schwachen und Unterdrückten.

    Dank guter Besetzung und reicher Ausstattung eine fesselnde Schilderung des Hochmittelalters.

    Frankreich 1952
    6 133 697 Zuschauer
    "Rampenlicht" (Regie: Charlie Chaplin)
    Limelight / Les Feux de la rampe

    mit Charlie Chaplin, Claire Bloom, Buster Keaton

    Zitat

    London 1913. Ein alternder, trunksüchtiger Music-Hall-Clown rettet eine depressive junge Tänzerin vor dem Selbstmord. Während sein eigener Ruhm verblasst, gibt er ihr das Selbstvertrauen für eine große Karriere und verschließt sich vor ihrer dankbaren Liebe.

    Das Resümee eines Künstlerlebens im Angesicht von Alter und Tod: rührend, versponnen, resignativ und stellenweise theatralisch. Das subtile, sehr persönliche Melodram gehört nicht zu Chaplins Meisterwerken, verrät aber viel von seinem künstlerischen Ethos und seiner Lebensphilosophie.

    Frankreich 1952
    5 746 990 Zuschauer
    "Zwölf Uhr mittags" (Regie: Fred Zinnemann)
    High Noon / Le train sifflera trois fois

    mit Gary Cooper, Grace Kelly

    Zitat

    Um 1870: Am Tag seiner Hochzeit wird ein US-Marshal zu einer Gewissensentscheidung gezwungen: Ein Gangster, den er vor Jahren ins Gefängnis brachte, dürstet nach Rache und soll mit dem Mittagszug eintreffen. Die feigen Bewohner der Stadt raten dem Marshal, sich in Sicherheit zu bringen. Seine Braut, eine Quäkerin, verabscheut Gewalt und will ihren Mann verlassen, falls er sich der selbstmörderischen Auseinandersetzung stellen sollte. Dennoch kann er im Alleingang seinen Widersacher und dessen Komplizen zur Strecke bringen.

    Zinnemanns "psychologischer" Western bereicherte das Genre nicht nur um neue dramaturgische Raffinessen - die Einheit von Ort und Zeit ist virtuos zur Spannungssteigerung genutzt - und um den damals noch ungewohnten Typus des "gebrochenen" Helden, der an seinem Auftrag zweifelt, sondern verschärfte auch die moralischen Aspekte der Fabel.

    Über seinen filmhistorischen Wert hinaus stellt der populärste und meistausgezeichnete Film der 50er Jahre eine bittere Abrechnung mit der McCarthy-Ära dar. Der Drehbuchautor Carl Foreman war 1951 auf die "Schwarze Liste" des Kommunistenjägers geraten und hat in dem Stoff eigene Erfahrungen verarbeitet.

    Frankreich 1952
    4 910 835 Zuschauer
    "Verbotene Spiele" (Regie: René Clément)
    Jeux interdits

    Zitat

    Ein fünfjähriges Mädchen, dessen Eltern beim Einmarsch der Deutschen in Frankreich 1940 umgekommen sind, wird von einer Bauernfamilie aufgenommen. Es freundet sich mit den anderen Kindern an, besonders mit dem elfjährigen Sohn der Pflegeeltern. Die Dorfkinder "spielen" die Ereignisse, die sie umgeben: Sie spielen "Krieg" und "Friedhof". Nach der Befreiung wird das Mädchen vom Roten Kreuz betreut und versucht, seinen Spielkameraden wiederzufinden.

    Ein erschütternder Film, der in der Stilisierung und Idealisierung einer "heilen" Kinderwelt schonungslos die Grausamkeit und Gedankenlosigkeit des alltäglichen Lebens aufzeigt. Zugleich beklagt er eindringlich den Verlust der Unschuld durch den Krieg und denunziert vehement pseudoreligiöses Verhalten.

    Frankreich 1952
    4 002 100 Zuschauer
    "Verbotene Frucht" (Regie: Henri Verneuil)
    Le Fruit défendu

    mit Fernandel, Françoise Arnoul, Raymond Pellegrin

    Zitat

    Ein erneut verheirateter Kleinstadtarzt macht eine Eintänzerin zu seiner Geliebten und für die Mitbewohner zu seiner Sprechstundengehilfin. Von Zweifeln geplagt, will er schließlich seine Ehe aufgeben, doch als er sich seiner Ehefrau anvertraut, verzeiht sie ihm verständnisvoll.

    Präzise inszeniertes Drama im Kleinstadtmilieu, das vor allem von der hervorragenden Gestaltung der Hauptrolle lebt. Ohne zu beschönigen, entwirft der Film eine psychologisch bemerkenswert stimmige Studie um Lebenslügen und -untauglichkeit, um Schuld und mögliche Vergebung. Nach einem Buch von Georges Simenon.

    Frankreich 1952
    3 922 252 Zuschauer
    "Der Damenfriseur" (Regie: Jean Boyer)
    Coiffeur pour dames

    mit Fernandel

    Zitat

    Ein Schafscherer aus der Provinz heiratet und bringt es in Paris mit seiner eigenwilligen Haargestaltung schnell zum Starfigaro. Bevor er sich allerdings ins bürgerliche Dasein fügt, will er noch einmal das Großstadtleben kennenlernen.

    Weder schöne Dialogstellen noch der überzeugende Fernandel können das Drehbuch vor tändelnder Langeweile und Unstimmigkeit retten.

    Frankreich 1952
    3 915 583 Zuschauer
    "Le Trou normand" (Regie: Jean Boyer)
    (Der Film lief nie in Deutschland)
    mit Bourvil

    Zitat

    Dorftrottel aus der Normandie erbt ein Gasthaus. Allerdings muss er innerhalb eines Jahres seinen Schulabschluss nachmachen, sonst fällt das Gasthaus an eine geldgierige Verwandte.

    Frankreich 1952
    3 627 190 Zuschauer
    "Der Sieger" (Regie: John Ford)
    The Quiet Man / L'Homme tranquille

    mit John Wayne, Maureen O'Hara, Victor McLaglen

    Zitat

    Nachdem sein letzter Gegner im Ring gestorben ist, hängt ein umjubelter Preisboxer seine Handschuhe an den Nagel und kehrt aus Amerika in die irische Heimat zurück. Auch dort jedoch findet er nicht den erhofften Frieden. Um das Mädchen seiner Wahl zu gewinnen, muß er noch einmal zum Kampf antreten - gegen ihren Bruder.

    Hervorragend inszenierte derb-heitere Komödie aus dem irischen Dorfmilieu, deren Handlungsvorbild Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" lieferte.

  • Frankreich 1953
    9 488 114 Zuschauer
    "Die größte Schau der Welt" (Regie: Cecil B. DeMille)
    The Greatest Show on Earth / Sous le plus grand chapiteau du monde

    mit Betty Hutton, Cornel Wilde, Charlton Heston, Dorothy Lamour, Gloria Grahame, James Stewart

    Zitat

    Der als größter Zirkusfilm aller Zeiten angepriesene Monumentalfilm wurde mit dem größten Zirkusunternehmen der Welt gedreht. Die vielen artistischen Darbietungen hält eine sentimental-romantische Handlung zusammen, die durch die bewährten Motive Hass, Liebe, Eifersucht, Rivalität, Verbrechen, Edelmut, Tragik und Verzicht bestimmt wird.

    Frankreich 1953
    7 425 550 Zuschauer
    "Don Camillos Rückkehr" (Regie: Julien Duvivier)
    Le Retour de don Camillo / Il ritorno di don Camillo

    mit Fernandel, Gino Cervi

    Zitat

    Fortsetzung der burlesken Schelmenstreiche des Dorfpfarrers Don Camillo und des kommunistischen Bürgermeisters Peppone, in deren Verlauf der Priester von seinem Bischof zur Ordnung gerufen wird.

    Auch die zweite Guareschi-Verfilmung ist vergnüglich, obgleich die komischen Effekte dezenter eingesetzt wurden und der Reiz der Neuheit verschlissen ist.

    Frankreich 1953
    7 255 475 Zuschauer
    "Peter Pan" (Walt Disney Zeichentrickfilm)

    Zitat

    Disneys einfallsreich-abenteuerlicher Zeichentrickfilm nach dem berühmten schottischen Kinderbuch: Peter Pan, ein kleiner Junge, der nicht groß werden will, entführt das Mädchen Wendy ins ferne "Nimmerland", wo er sich in heldenhafte Abenteuer mit freundlichen Indianern und bösen Piraten, vor allem aber deren Anführer Käptn Hook stürzt.

    Bis heute ist "Peter Pan" einer der erfolgreichsten Filme des Disney-Studios und die wohl gelungenste Adaption des märchenhaften Stoffes, den Steven Spielberg mit "Hook" erneut aufgriff. Gelungen sind vor allem die Auftritte des von Hook so gefürchteten Krokodils; künstlerische Höhepunkte bietet der routiniert inszenierte Film indes nicht.

    Frankreich 1953
    6 944 306 Zuschauer
    "Lohn der Angst" (Regie: Henri-Georges Clouzot)
    Le Salaire de la peur

    mit Yves Montand, Charles Vanel, Peter van Eyck, Folco Lulli

    Zitat

    In einem Nest irgendwo im lateinamerikanischen Dschungel treffen sich vier gescheiterte Gestalten, die schnell viel Geld verdienen wollen, um aus dieser Hölle wegzukommen. Sie heuern als LKW-Fahrer bei einem Himmelfahrtskommando an: Nitroglyzerin muß durch Urwaldgelände über 500 Kilometer zu Erdölquellen gebracht werden, damit dort ein Feuer eingedämmt werden kann.

    Ein Klassiker des anspruchsvollen Spannungskinos, zugleich ein schockierendes Drama menschlicher Angst und Erniedrigung, dessen Helden - sentimentale Zyniker und weichherzige Rüpel - mit einer seltenen Intensität dargestellt werden.

    Frankreich 1953
    6 305 593 Zuschauer
    "Quo Vadis" (Regie: Mervyn LeRoy)
    mit Robert Taylor, Deborah Kerr, Peter Ustinov

    Zitat

    Monströse Romanverfilmung. Ein römischer Befehlshaber unter Kaiser Nero 64 n. Chr. muß für seine Liebe zu einer Christin büßen: Die eifersüchtige Kaiserin Poppaea läßt ihn zusammen mit anderen Urchristen, denen die Schuld am Brand Roms vorgeworfen wird, den Löwen in der Arena zum Fraß vorwerfen. In der Rolle des wahnsinnigen Imperators, der schließlich Selbstmord begeht, brilliert Peter Ustinov.

    Der monumentale Aufwand der Produktion steht im umgekehrten Verhältnis zum geistigen Gehalt der Fabel.

    Frankreich 1953
    5 354 839 Zuschauer
    "Die Abenteuer der drei Musketiere" (Regie: André Hunebelle)
    Les Trois Mousquetaires

    mit Georges Marchal, Gino Cervi, Bourvil

    Zitat

    Verfilmung des Romans von Alexandre Dumas: Die fechtgewandten Musketiere Ludwigs XIII. bereinigen in turbulenten Abenteuern die Intrige des Kardinals Richelieu, indem sie der Königin Brillanten zurückbringen, die sie einem Verehrer überließ.

    Auf Ausstattung und Farbenpracht setzender Mantel-und-Degen-Film, der durch Wortwitz, Tempo und sarkastischen Humor auffällt.

    Frankreich 1953
    5 071 920 Zuschauer
    "Die Ferien des Monsieur Hulot" (Regie: Jacques Tati)
    Les Vacances de monsieur Hulot

    mit Jacques Tati

    Zitat

    Die Abenteuer des Urlaubers Hulot in einer kleinen Badestadt am Atlantik, wo er den alltäglichen Mißgeschicken und Mißverständnissen seiner Umwelt ausgesetzt wird.

    Tati der Regisseur glänzt in seinem zweiten Spielfilm mit vielen komischen Einfällen, die durch Tati den Schauspieler meisterhaft interpretiert werden. Wie eine Perlenschnur sind die Gags aufgereiht, verbunden von einer überaus liebenswerten Intelligenz und romantischem Charme. Eine zärtlich-erfreuliche Typen-Komödie, die sich gegen jede filmische Einordnung nicht nur im französischen Kino sperrt.

    Frankreich 1953
    4 328 273 Zuschauer
    "La belle de Cadix" (Regie: Raymond Bernard, José María Arozamena)
    La bella de Cádiz

    (Der Film lief nie in Deutschland)
    mit den damals sehr populären Sängern Luis Mariano & Carmen Sevilla

    Zitat

    In Spanien spielender Musikfilm.

    Frankreich 1953
    4 278 533 Zuschauer
    "Manon des sources" (Regie: Marcel Pagnol)
    (Der Film lief nie in Deutschland)
    mit Raymond Pellegrin

    Zitat

    Drama in einem kleinen Dorf in Südfrankreich.

    Sehr viel bekannter ist die zweiteilige Neuverfilmung "Jean Florette"/"Manons Rache" von 1986.

    Frankreich 1953
    4 081 691 Zuschauer
    "Moulin Rouge" (Regie: John Huston)
    mit José Ferrer

    Zitat

    Das Leben des französischen Impressionisten Toulouse-Lautrec 1864-1901, verfilmt nach einem biografischen Roman. Der Maler wird in früher Jugend durch einen Sturz im Schloß der gräflichen Eltern zum Krüppel. Vergeblich sucht der zwergwüchsige Mann bei einem Straßenmädchen dauerhafte Liebe, später ertränkt er seine Verlassenheit im Absinth und verausgabt sich als Zeichner und Besucher im Pariser Vergnügungsviertel Montmartre, wo der wilde Cancan triumphiert. Die Geschichte ist angesiedelt in einem kaleidoskopartig gezeichneten, ebenso sentimental wie dramatisch geschilderten Paris kurz vor der Jahrhundertwende.

    John Huston unternimmt einen wichtigen und bemerkenswerten Versuch, Farbdramaturgie bewußt einzusetzen - er gestaltet die Welt des Malers in dessen eigenen Formen und Farben und macht sie zum Stilprinzip des Films. Sehenswert: Jose Ferrer in der Hauptrolle.

    Frankreich 1953
    3 865 980 Zuschauer
    "Liebe, Brot und Phantasie" (Regie: Luigi Comencini)
    Pane, amore e fantasia / Pain, Amour et Fantaisie

    mit Vittorio De Sica, Gina Lollobrigida

    Zitat

    Fröhlich bewegte Liebesgeschichte aus dem Alltag eines italienischen Bergdorfes. Ein angegrauter Carabinieri-Feldwebel schwankt unentschlossen zwischen einem wilden Naturkind und der verschlossenen Dorfhebamme.

    Mit den Mitteln des Neorealismus entwirft der Film das frische und menschliche Bild eines Volkes, in dem Fröhlichkeit und Melancholie, Leidenschaft und Ritterlichkeit, Boshaftigkeit und Güte, Aberglaube und echte Religiosität dicht nebeneinander wohnen.

  • Frankreich 1954
    6 986 788 Zuschauer
    "Versailles - Könige und Frauen" (Regie: Sacha Guitry)
    Si Versailles m'était conté ...

    mit Sacha Guitry, Orson Welles, Claudette Colbert, Jean Marais, Édith Piaf, Gérard Philipe, Micheline Presle, Bourvil, Charles Vanel, Gino Cervi, Georges Marchal, Jean-Louis Barrault

    Zitat

    Groß angelegter historischer Film um die Geschichte des berühmten Schlosses in Versailles von seinen Anfängen bis 1918. Zugleich ein Abriß königlicher Schicksale in drei Jahrhunderten, wobei die Regie in erster Linie an amourösen Intrigen und Verwicklungen interessiert ist.

    Trotz eines Massenaufgebots an historischen Persönlichkeiten, galanter optischer Arrangements, namhafter Schauspieler und einigen ironischen Seitenhieben gewinnt das unterhaltsame Spektakel keine feste Basis und ist mitunter zu langatmig.

    Nachdem in den hiesigen Kinos nur eine gekürzte Fassung gezeigt wurde, strahlte das Fernsehen den vollständigen Film 1985 in einer neuen Synchronfassung aus "Wenn Versailles erzählen könnte".

    Frankreich 1954
    6 398 054 Zuschauer
    "Verdammt in alle Ewigkeit" (Regie: Fred Zinnemann)
    From Here to Eternity / Tant qu'il y aura des hommes

    mit Burt Lancaster, Montgomery Clift, Frank Sinatra, Deborah Kerr

    Zitat

    Die vielfach ausgezeichnete Bestseller-Verfilmung des Romans von James Jones - einer der besten "Männerfilme" Hollywoods.

    Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Soldaten Prewitt, der sich aus Protest vom Musikkorps zur Infanterie hat versetzen lassen. Dort verweigert er seinen Einsatz in der Boxstaffel und wird daraufhin auf Befehl des Capitains grausam schikaniert. Die Schilderung von Auswüchsen im Garnisonsleben endet mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor.

    Eindrucksvoll vor allem die psychologisch scharf herausgearbeiteten Charaktere und die guten Darsteller.

    Frankreich 1954
    5 374 131 Zuschauer
    "Papa, Mama, Katrin und ich" (Regie: Jean-Paul Le Chanois)
    Papa, maman, la bonne et moi

    mit Robert Lamoureux

    Zitat

    Ein Professorenehepaar lebt in einem Mietshaus in der Rue Montmartre. Alle Bewohner kennen sich, haben ihre kleinen oder größeren Probleme. Der Sohn des Professors liebt die Studentin aus dem sechsten Stock, die sich als Au-pair-Mädchen verdingt.

    Eine sympathische kleine Alltagskomödie.

    Frankreich 1954
    4 713 585 Zuschauer
    "Wenn es Nacht wird in Paris" (Regie: Jacques Becker)
    Touchez pas au grisbi

    mit Jean Gabin, Jeanne Moreau, Lino Ventura

    Zitat

    Klassisches Gangsterdrama aus der Pariser Unterwelt: Zwei Gangster haben auf dem Flughafen Orly eine Beute von 50 Mio. in Gold gemacht und sind unerkannt entkommen. Ihr Wunsch: fortan als gewöhnliche Bürger zu leben. Doch einer der beiden macht durch eine unvorsichtige Bemerkung eine Verbrecherbande auf sich aufmerksam und geht ihr schließlich in die Falle. Der zweite stellt die Freundschaft höher als Geld und gesichertes Leben. So endet der Traum vom bürgerlichen Glück.

    Eine meisterliche, stilistisch ausgefeilte Milieustudie, die die hermetische Welt der Gangster aufs genaueste schildert. Letztlich ist der Film die Geschichte einer großen Freundschaft, zugleich aber auch ein Abgesang auf hinfällig gewordene Begriffe von Ehre.

    Frankreich 1954
    4 342 365 Zuschauer
    "Rot und Schwarz" (Regie: Claude Autant-Lara)
    Le Rouge et le Noir

    mit Gérard Philipe, Danielle Darrieux

    Zitat

    Der skrupellose Emporkömmling Julien Sorel macht als Hauslehrer die Mutter seiner Zöglinge, Madame de Renal, zu seiner Geliebten, verläßt sie aber, um im Kirchendienst Karriere zu machen. Aus dem Priesterseminar verjagt, wird er Sekretär bei einem Marquis und strebt die Einheiratung in den Adel an, was von Madame de Renal verhindert wird.

    Autant-Laras Verfilmung des berühmten Romans, angesiedelt vor dem Hintergrund des Streits zwischen Adel und Kirche um 1830, besitzt einige handwerkliche Qualitäten, wirkt jedoch sehr akademisch. Stendhals revolutionäres Pathos ist bis hin zu den dick aufgetragenen Farben konsequent abgemildert.

    Frankreich 1954
    4 314 139 Zuschauer
    "Serenade für zwei Pistolen" (Regie: Bernard Borderie)
    Les femmes s'en balancent

    mit Eddie Constantine

    Zitat

    Einer der ersten "Lemmy Caution"-Filme: Der ruppige Detektiv soll eine Bande von Geldfälschern entlarven, deren Boß angeblich Selbstmord begangen, in Wahrheit aber seinen Kumpanen umgebracht hat. Am Ende zieht er mit der Gangsterbraut, die er nun wirklich zur Witwe gemacht hat, in neue Abenteuer.

    Als Übersteigerung amerikanischer Gangsterfilme mit parodistischen Spitzen angelegt, ist Peter Cheyneys Roman kurzweilig verfilmt worden. Die Dialoge sind deftig, und Eddie Constantine schwingt, beherzt und augenzwinkernd, die Fäuste.

    Frankreich 1954
    4 222 289 Zuschauer
    "Ein Herz und eine Krone" (Regie: William Wyler)
    Roman Holiday / Vacances romaines

    mit Audrey Hepburn, Gregory Peck

    Zitat

    Die romantische Liebesgeschichte zwischen einer Prinzessin und einem amerikanischen Reporter im Rom der 50er Jahre.

    Charmante und liebenswürdige Unterhaltung, die durch leise Ironie und einen Flair für das Märchenhafte fesselt, der dem Thema präzise angemessen ist. Darstellerisch und inszenatorisch gleichermaßen hervorragend.

    Frankreich 1954
    4 204 437 Zuschauer
    "Heiße Lippen - kalter Stahl" (Regie: Jean Laviron)
    Votre dévoué Blake

    mit Eddie Constantine

    Zitat

    Ein draufgängerischer Pilot einer renommierten Fluggesellschaft hat die Angewohnheit, sich stets in die Angelegenheiten anderer einzumischen. In Paris wird er durch einen Flirt mit einer jungen Filmschauspielerin in einen Mord verwickelt. Nach nicht enden wollenden Prügeleien und immer neuen Kehrtwendungen deckt er schließlich die Machenschaften einer Gangsterbande auf.

    Spannend-zynisch-ironischer Firlefanz mit Eddie Constantine, angelegt als augenzwinkernde Parodie auf Actionfilme.

    Frankreich 1954
    4 136 843 Zuschauer
    "Der Hammel mit den 5 Beinen" (Regie: Henri Verneuil)
    Le Mouton à cinq pattes

    mit Fernandel

    Zitat

    Edouard Saint-Forget hat Fünflinge zu Söhnen, die der Bürgermeister seines Dorfes zu ihrem 40. Geburtstag zusammenholen will. In fünf Episoden werden sie vorgestellt: Alain ist reicher Besitzer einer Schönheitsboutique; Desire Fensterputzer mit vier Töchtern; Etienne Kapitän eines Schmugglerschiffs; Bernard beantwortet die Herzenspost in einem Schundblatt; Charles ist ein Priester, der Don Camillo ähnelt und sich vor Bewunderern retten muß. Das Dorffest ist gelungen, als Desire erfährt, daß er noch sechs Töchter bekommen hat.

    Der hervorragende Fernandel spielt gleich alle sechs Hauptrollen und macht die Komödie zu einem gelungenen Einmannfestival. Gut inszeniert und auch in übrigen Rollen gespielt, manchmal allerdings recht deftig in seiner Komik.

    Frankreich 1954
    4 117 641 Zuschauer
    "Ali Baba" (Regie: Jacques Becker)
    Ali Baba et les Quarante Voleurs

    mit Fernandel

    Zitat

    Ali Baba wird ausgesandt, um eine neue Frau für seinen Herrn zu kaufen, und findet durch Zufall einen Schatz.

    Motive aus "1001 Nacht" in einem Film, der sich zwischen Märchen und Parodie nicht recht entscheiden kann.

  • Italien 1954/55
    "Die Fahrten des Odysseus" (Regie: Mario Camerini)
    Ulisse / Ulysses

    mit Kirk Douglas, Silvana Mangano, Anthony Quinn, Rossana Podestà

    Zitat

    Nach dem Sieg über Troja will Odysseus heim zu Penelope. Doch ihm steht die Odyssee bevor, die ihm Abenteuer mit Zyklopen, Sirenen und der Zauberin Circe bescheren soll …

    Die 10 Millionen Dollar teure Homer-Verfilmung läutete die große Zeit des italienischen Antikfilms ein. Dialog-Pathos und Tricks wirken heute rührend, aber trotz einiger Längen hat das Abenteuer naiven Charme.

    Italien 1954/55
    "Verdammt in alle Ewigkeit" (Regie: Fred Zinnemann)
    From Here to Eternity / Da qui all'eternità

    mit Burt Lancaster, Montgomery Clift, Frank Sinatra, Deborah Kerr

    Zitat

    Die vielfach ausgezeichnete Bestseller-Verfilmung des Romans von James Jones - einer der besten "Männerfilme" Hollywoods.

    Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Soldaten Prewitt, der sich aus Protest vom Musikkorps zur Infanterie hat versetzen lassen. Dort verweigert er seinen Einsatz in der Boxstaffel und wird daraufhin auf Befehl des Capitains grausam schikaniert. Die Schilderung von Auswüchsen im Garnisonsleben endet mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor.

    Eindrucksvoll vor allem die psychologisch scharf herausgearbeiteten Charaktere und die guten Darsteller.

    Italien 1954/55
    "Liebe, Brot und Eifersucht" (Regie: Luigi Comencini)
    Pane, amore e gelosia

    mit Vittorio De Sica, Gina Lollobrigida

    Zitat

    Ein heiterer und temperamentvoller Reigen von durch Eifersucht erschwerten Liebesgeschichten in einem lebensfrohen italienischen Dorf.

    Sorgfältig inszenierte und abgerundete Fortsetzung nach dem großen Erfolg des Films "Liebe, Brot und Phantasie"

    Italien 1954/55
    "Die Ritter der Tafelrunde" (Regie: Richard Thorpe)
    Knights of the Round Table / I cavalieri della tavola rotonda

    mit Robert Taylor, Ava Gardner, Mel Ferrer, Stanley Baker

    Zitat

    Der Ritter Lancelot kämpft für seinen Freund und König Artus gegen aufsässige Vasallen.

    Spezialisten für mittelalterliche Literatur werden sich ob dieser aufwendigen, prominent besetzten Hollywood-Verfilmung der Artussage natürlich die Haare raufen. Davon abgesehen ist der Film ein handwerklich glänzend gemachtes Stück Unterhaltungskino, das mit viel Ritter-Romantik, Edelmut und Kampfgetümmel für Kurzweil sorgt und optisch einiges zu bieten hat.

    Italien 1954/55
    "Die Gladiatoren" (Regie: Delmer Daves)
    Demetrius and the Gladiators / I gladiatori

    mit Victor Mature, Susan Hayward, Debra Paget

    Zitat

    Fortsetzung des Films "Das Gewand": Ein griechischer Sklave, der das Gewand Christi in seine Obhut genommen hat, gerät in die Christenverfolgungen des römischen Kaisers Caligula und die Ränke der Messalina.

    Schau-Unterhaltung mit effektvoller Inszenierung grausiger Gladiatorenkämpfe und oberflächlichen, aufgesetzten religiösen Ansätzen.

    Italien 1954/55
    "Die Caine war ihr Schicksal" (Regie: Edward Dmytryk)
    The Caine Mutiny / L'ammutinamento del Caine

    mit Humphrey Bogart, José Ferrer, Fred MacMurray

    Zitat

    Auf dem fernöstlichen Seekriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs entheben zwei Offiziere eines US-Minenräumbootes den Kapitän wegen Unzurechnungsfähigkeit seines Kommandos. Die spätere Kriegsgerichtsverhandlung dieser Meuterei enthüllt die wahren Charaktere aller Beteiligten.

    Gestraffte Filmfassung des Erfolgsromans: ein packendes Kriegsdrama mit prägnant herausgearbeiteten psychologischen und moralischen Konflikten, die durch das eindrucksvolle "Duell" zwischen Bogart und Ferrer vertieft werden.

    Italien 1954/55
    "Eine Braut für sieben Brüder" (Regie: Stanley Donen)
    Seven Brides for Seven Brothers / Sette spose per sette fratelli

    Zitat

    Western-Musical von sieben in der Einsamkeit arbeitenden Pelztierjägern, die sich in der Stadt sieben Mädchen rauben, um sie als ihre Ehefrauen heimzuführen.

    Gut inszenierte und temperamentvoll choreographierte Show um eine Story, die der Geschichte vom "Raub der Sabinerinnen" entlehnt ist.


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    Quelle: http://www.hitparadeitalia.it/bof/boi/boi1954-55.htm

  • Frankreich 1955
    11 175 233 Zuschauer
    "Susi und Strolch" (Walt Disney Zeichentrickfilm)
    Lady and the Tramp / La Belle et le Clochard

    Zitat

    Die zeitlose Liebesgeschichte der Cocker-Dame Susi und des sympathischen Straßenköters Strolch.

    Ein gefühl- und humorvolles Zeichentrick-Abenteuer, das mit seinen detailreichen Hintergründen und der stimmungsvollen Atmosphäre der eleganteste Film unter Disneys späteren Produktionen ist. Die selbstironische Grundhaltung trägt dabei auch allzu süßliche Szenen. Die bedeutende Jazz-Sängerin Peggy Lee schrieb die Songs und singt im Original vier Rollen selbst. Höhepunkte sind die "klassische" Liebesszene im Hinterhof einer Trattoria und das mitleiderregende Hunde-Asyl.

    Frankreich 1955
    9 619 259 Zuschauer
    "20000 Meilen unter dem Meer" (Regie: Richard Fleischer)
    20000 Leagues Under the Sea / Vingt mille lieues sous les mers

    mit Kirk Douglas, James Mason, Peter Lorre

    Zitat

    Nach dem fantastischen Roman von Jules Verne: Der menschenfeindliche, aber geniale Kapitän Nemo, der sich an der ganzen Menschheit rächen will, macht im Jahr 1868 mit seinem riesigen Unterseeboot den Pazifischen Ozean unsicher.

    Ungeachtet der bisweilen aufgesetzt-konfusen Dialoge über Krieg und Frieden eine einprägsam trickreiche, überwiegend spannende Unterhaltung im Stil des Disney-Studios.

    Frankreich 1955
    7 780 642 Zuschauer
    "Der Graf von Monte Christo" (Regie: Robert Vernay)
    Le Comte de Monte-Cristo

    mit Jean Marais

    Zitat

    Der Seemann Edmond Dantès wird Opfer einer Intrige und als angeblicher bonapartistischer Verschwörer 1814 wegen Hochverrats verhaftet. Im Gefängnis Château d'If bleibt er 20 Jahre ohne Urteilsspruch gefangen. Sein Mitgefangener, der Abbé Faria, verrät ihm auf dem Sterbebett das Versteck eines ungeheuren Schatzes auf der Insel Monte Christo. Als Dantès schließlich die spektakuläre Flucht gelingt, macht er sich auf, den Schatz zu bergen.

    Mit "Der Graf von Monte Christo" schuf Regisseur Robert Vernay die Neuauflage seines eigenen Schwarz-Weiß-Filmes von 1942, diesmal aber in Farbe und mit neuer Besetzung. Akribisch genau blieb Vernay dicht an der Vorlage, in beiden Versionen musste aber der immense Umfang des Romans von Alexandre Dumas reduziert werden.

    Frankreich 1955
    5 405 252 Zuschauer
    "Napoleon" (Regie: Sacha Guitry)
    mit Raymond Pellegrin, Daniel Gélin, Michèle Morgan, Maria Schell, Sacha Guitry, Orson Welles, Erich von Stroheim, Danielle Darrieux, Yves Montand, Jean Marais, Jean Gabin

    Zitat

    Talleyrand erzählt 1821 vor einem kleinen Kreis begieriger Zuhörer das Leben Napoleons: von der Erziehung in Brienne, über Toulon, vom Konsul zum Kaiser, von Josephine zu Marie-Louise; von Moskau, Wagram, Elba, Waterloo nach St. Helena.

    Ein gewaltiges Fresko mit den geschliffenen Texten des subtilen Formulierers Guitry, eine Superproduktion mit allen Schauspielern, die damals in Frankreich Rang und Namen hatten. Bunt, überlang und stellenweise unfreiwillig komisch.

    Frankreich 1955
    5 302 076 Zuschauer
    "Das große Manöver" (Regie: René Clair)
    Les Grandes Manoeuvres

    mit Michèle Morgan, Gérard Philipe

    Zitat

    Um 1900 in einer kleinen französischen Garnisonsstadt nahe Paris. Die jungen Offiziere schlagen die Zeit mit Kartenspielen, Flirts und Festen tot. Man wartet auf das große Herbstmanöver. Einer von ihnen wettet, daß er die Frau erobern werde, die bei der Tombola das große Los ziehe. Es ist Marie-Louise, eine junge, geschiedene Pariserin, die sich in dem Städtchen als Modistin niedergelassen hat. Der junge Offizier macht Marie-Louise den Hof, doch bevor sie sich gegenseitig davon überzeugen können, daß sie sich wirklich lieben und daß besonders er, der notorische Schürzenjäger, es ernst meint, muß das Regiment ins Manöver ziehen.

    Rene Clairs erster Farbfilm läßt die beiden Hauptdarsteller in dieser eigentlich banalen Geschichte brillieren; die außerordentlich liebevolle Inszenierung vermittelt das Können des Regisseurs, höchst intelligent und ironisch zu unterhalten.

    Frankreich 1955
    5 087 231 Zuschauer
    "Die große Schlacht des Don Camillo" (Regie: Carmine Gallone)
    Don Camillo e l'onorevole Peppone / La Grande Bagarre de don Camillo

    mit Fernandel, Gino Cervi

    Zitat

    Die dritte Runde im freundschaftlichen Schlagabtausch zwischen dem Dorfpfarrer Don Camillo und dem kommunistischen Bürgermeister Peppone dreht sich unter anderem um eine Wahl und einen frommen Handel, der der Gemeinde einen neuen Kirchturm beschert.

    Viel vergnüglicher Klamauk und eine Prise weltanschaulicher Vernunft in einem volkstümlichen Lustspiel, dem aber der hintergründige Humor der vorhergehenden Filme fehlt.

    Frankreich 1955
    4 501 021 Zuschauer
    "Vera Cruz" (Regie: Robert Aldrich)
    mit Gary Cooper, Burt Lancaster

    Zitat

    Zwei Abenteurer und Glücksritter beteiligen sich zur Zeit des mexikanischen Kaiserreichs 1866 an der Jagd nach einem Goldschatz. In einem Netz aus Verrat, Intrigen und gegenseitigem Hintergehen begründet sich schließlich die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Männer.

    Ein aufwendig angelegter, hervorragend fotografierter und sorgfältig inszenierter Western. Die gängigen Muster dieses Genres werden immer wieder aufgebrochen, womit sich der Film zu einer stellenweise bitteren Studie über die menschliche Selbstsucht verdichtet. Hervorragend gespielt.

    Frankreich 1955
    4 483 518 Zuschauer
    "La Strada" (Regie: Federico Fellini)
    mit Anthony Quinn, Giulietta Masina

    Zitat

    Der virile und gewalttätige Jahrmarktsartist Zampano kauft das einfältige Dorfmädchen Gelsomina, um es zu seiner Assistentin und Sklavin abzurichten. Sie unterwirft sich seinen unwirschen Befehlen, aber den seiltanzenden Narren Matto, der sie menschlich behandelt, betet sie an. Zampano tötet Matto im Streit und verläßt Gelsomina, weil er jede menschliche Bindung als Last empfindet. Erst als er später von ihrem Tod hört, läßt ein hemmungsloser Gefühlsausbruch ahnen, was er für sie empfunden hat.

    Mit der poetisch-bizarren Tragödie entfernte sich Fellini erstmals vom Neorealismus. Der Film hat eine soziale, eine humane und eine christliche Ebene. Ob man ihn als simple Geschichte über menschliche Beziehungen oder als Allegorie versteht, der durch den Zusammenklang aller künstlerischen Faktoren erzielten Intensität wird sich kaum ein Zuschauer entziehen können.

    Frankreich 1955
    4 207 070 Zuschauer
    "Jenseits von Eden" (Regie: Elia Kazan)
    East of Eden / À l'est d'Éden

    mit James Dean

    Zitat

    Verfilmung des gleichnamigen Romans von Steinbeck, angesiedelt in den Jahren des Ersten Weltkriegs: Ein junger Mann, Sohn eines autoritären und konservativen Großbauern in Kalifornien, kämpft um die Liebe seines Vaters und gegen die Vormachtstellung seines angepaßten Bruders. Als er die Aussichtslosigkeit seiner Bemühungen erkennt, zerstört er die Familie, aus der er sich ausgestoßen fühlt: Er deckt die Vergangenheit seiner verstoßenen Mutter auf, die als alte Provinzprostituierte in der nahe gelegenen Stadt lebt. Der Bruder, dessen idealisiertes Mutterbild nun entwertet ist, meldet sich zum Militär, der Vater erleidet einen Schlaganfall. Er ist nun auf den "verlorenen" jüngeren Sohn angewiesen, der mit der Verlobten des Bruders, die ihn liebt, im Elternhaus zurückbleibt und zum ersten Mal die Gnade des Vaters erfährt.

    Regisseur Kazan verdichtete die Vorlage - eine moderne Variation des Kain-und-Abel-Themas - zu einem grandios gestalteten Generationendrama. Hauptdarsteller James Dean erlangte mit seiner ersten Filmrolle auf Anhieb den Status eines Massenidols.

    Frankreich 1955
    3 963 928 Zuschauer
    "French Cancan" (Regie: Jean Renoir)
    mit Jean Gabin, Françoise Arnoul, María Félix

    Zitat

    Die Tänzerin Lola, die ihre Gunst zwischen Danglard und Walter verteilt, ist durch ihre Eifersucht auf Nini, eine Kollegin, "schuld" am Entstehen des French Can Can im neugegründeten "Moulin Rouge", das der verliebte Prinz Alexander als Mäzen unterstützt. Die Eröffnung wird für ganz Paris zum außergewöhnlichen Ereignis.

    Jean Renoir hat seine Kompositionskunst und seine Liebe zu dramatischen Details völlig ausgespielt in einem Film, der wie kaum ein anderer die "Belle Epoque" erstrahlen läßt; die Ausstattung wird dabei zum integralen Handlungselement.

  • Italien 1955/56
    "Alle Herrlichkeit auf Erden" (Regie: Henry King)
    Love Is a Many-Splendored Thing / L'amore è una cosa meravigliosa

    mit William Holden, Jennifer Jones
    Musik: Alfred Newman

    Zitat

    Das kurze Liebesglück zwischen einem amerikanischen Journalisten und einer Ärztin in Hongkong, eingebettet in die anmutige Szenerie chinesischer Lebens- und Kulturformen.

    Gediegener Liebesfilm, dessen großer Aufwand die Gefühlsleere jedoch nicht zu verschleiern vermag.

    Italien 1955/56
    "Die schönste Frau der Welt" (Regie: Robert Z. Leonard)
    La donna più bella del mondo / Beautiful But Dangerous

    mit Gina Lollobrigida, Vittorio Gassman

    Zitat

    Luxuriös ausgestatteter Film über die Karriere einer schönen Römerin um 1900, der einst ein russischer Prinz aus der Not half und die in Paris zum Opernstar aufstieg. Hier sieht sie auch den Prinzen wieder, und dem Happy-End scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Aber es gibt Komplikationen.

    Im ersten Teil frisch, manchmal sogar witzig und nicht ohne Selbstironie, im zweiten Teil ganz im sentimentalen "Gartenlaube"-Stil inszeniert.

    Italien 1955/56
    "Das Geheimnis des Marcellino" (Regie: Ladislao Vajda)
    Marcelino pan y vino / Marcellino pane e vino

    Zitat

    Ein elternloser kleiner Junge, der bei Franziskanermönchen lebt, erlebt ein Wunder: Die Christusfigur eines Kruzifixes, das achtlos in einer Rumpelkammer des Klosters steht, nimmt aus seiner Hand Speise und Trank entgegen. Handwerklich eher durchschnittlicher Film nach einer spanischen Legende, sympathisch und warmherzig erzählt und mit religiösem Taktgefühl inszeniert.

    Italien 1955/56
    "Liebe, Brot und 1000 Küsse" (Regie: Dino Risi)
    Pane, amore e...

    mit Vittorio De Sica, Sophia Loren

    Zitat

    Dritter und letzter Teil der italienischen "Liebe und Brot"-Serie. Diesmal spielt die Geschichte in einem Bergnest, in dem eine verführerische Frau und die Wohnungssuche eines Polizisten für allerlei Verwirrung sorgen.

    Lauter, oberflächlicher und gröber als die Vorgänger und nur selten wirklich witzig: ein klischeehaftes Abbild des italienischen "Volkslebens".

    Italien 1955/56
    "Damals in Paris" (Regie: Richard Brooks)
    The Last Time I Saw Paris / L'ultima volta che vidi Parigi

    mit Elizabeth Taylor

    Zitat

    Die überschwengliche romantische Liebe eines amerikanischen Kriegsberichterstatters zu einem Mädchen in Paris mündet 1945 in eine Ehe, die an den schriftstellerischen Mißerfolgen und der Alkoholsucht des Mannes scheitert. Nachdem er den Tod seiner Frau mitverschuldet hat, kämpft er um sein Kind.

    Zeit- und Milieukolorit werten den glatten, melodramatischen Unterhaltungsfilm auf.

    Italien 1955/56
    "Die große Schlacht des Don Camillo" (Regie: Carmine Gallone)
    Don Camillo e l'onorevole Peppone / La Grande Bagarre de don Camillo

    mit Fernandel, Gino Cervi

    Zitat

    Die dritte Runde im freundschaftlichen Schlagabtausch zwischen dem Dorfpfarrer Don Camillo und dem kommunistischen Bürgermeister Peppone dreht sich unter anderem um eine Wahl und einen frommen Handel, der der Gemeinde einen neuen Kirchturm beschert.

    Viel vergnüglicher Klamauk und eine Prise weltanschaulicher Vernunft in einem volkstümlichen Lustspiel, dem aber der hintergründige Humor der vorhergehenden Filme fehlt.

    Italien 1955/56
    "Jenseits von Eden" (Regie: Elia Kazan)
    East of Eden / La valle dell'Eden

    mit James Dean

    Zitat

    Verfilmung des gleichnamigen Romans von Steinbeck, angesiedelt in den Jahren des Ersten Weltkriegs: Ein junger Mann, Sohn eines autoritären und konservativen Großbauern in Kalifornien, kämpft um die Liebe seines Vaters und gegen die Vormachtstellung seines angepaßten Bruders. Als er die Aussichtslosigkeit seiner Bemühungen erkennt, zerstört er die Familie, aus der er sich ausgestoßen fühlt: Er deckt die Vergangenheit seiner verstoßenen Mutter auf, die als alte Provinzprostituierte in der nahe gelegenen Stadt lebt. Der Bruder, dessen idealisiertes Mutterbild nun entwertet ist, meldet sich zum Militär, der Vater erleidet einen Schlaganfall. Er ist nun auf den "verlorenen" jüngeren Sohn angewiesen, der mit der Verlobten des Bruders, die ihn liebt, im Elternhaus zurückbleibt und zum ersten Mal die Gnade des Vaters erfährt.

    Regisseur Kazan verdichtete die Vorlage - eine moderne Variation des Kain-und-Abel-Themas - zu einem grandios gestalteten Generationendrama. Hauptdarsteller James Dean erlangte mit seiner ersten Filmrolle auf Anhieb den Status eines Massenidols.

  • Frankreich 1956
    6 868 854 Zuschauer
    "Der Kurier des Zaren" (Regie: Carmine Gallone)
    Michel Strogoff / Michele Strogoff

    mit Curd Jürgens, Geneviève Page, Sylva Koscina

    Zitat

    Abenteuer nach Jules Verne: Der zaristische Gardeoffizier Strogoff bringt einen geheimen Befehl seines Herrschers durch das Gebiet rebellischer Tataren nach Sibirien.

    Historischer Abenteuerfilm, der sich auf die Schaueffekte des mehrfach verfilmten Stoffes konzentriert und dabei die Spannungsdramaturgie vernachlässigt.

    Frankreich 1956
    5 874 104 Zuschauer
    "Krieg und Frieden" (Regie: King Vidor)
    War and Peace / Guerra e pace / Guerre et Paix

    mit Audrey Hepburn, Henry Fonda, Mel Ferrer

    Zitat

    Leo Tolstois Roman aus der russischen Gesellschaft zur Zeit der Napoleonischen Kriege, mit großem Aufwand und ausgezeichneten Schauspielern inszeniert. Obschon etwas zu glatt und ohne künstlerische Form, imponiert der Film durch beachtliche Leistungen bei der Darbietung einer Fülle von Einzelschicksalen und Massenszenen.

    Frankreich 1956
    5 687 222 Zuschauer
    "Der Glöckner von Notre Dame" (Regie: Jean Delannoy)
    Notre-Dame de Paris

    mit Gina Lollobrigida, Anthony Quinn

    Zitat

    Die unglückliche Geschichte des buckligen Glöckners von Notre-Dame, der sich in die schöne Zigeunerin Esmeralda verliebt; die finsteren Machenschaften des Alchimisten Frollo, der Esmeralda begehrt; der Aufstand der Bettler um Notre-Dame herum; das Einschreiten der Bogenschützen Louis XI.; der Tod des Glöckners Quasimodo.

    Die farbige Cinemascope-Verfilmung von Delannoy ist spektakulärer, aber weniger präzise als die von Dieterle 1939. Doch ist Anthony Quinn als Glöckner fast ebenso überzeugend, wie es Charles Laughton war. Bedauerlicherweise ist die Umsetzung des Romans von Victor Hugo in dieser französischen Verfilmung "amerikanischer" ausgefallen, die pyrotechnischen Effekte sind etwas zu aufdringlich.

    Frankreich 1956
    4 893 174 Zuschauer
    "Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht von Paris" (Regie: Claude Autant-Lara)
    La Traversée de Paris

    mit Jean Gabin, Bourvil

    Zitat

    Der nächtliche Transport eines schwarz geschlachteten Schweins quer durch das besetzte Paris von 1942. Die beiden an der Aktion beteiligen Männer, zwei charakterlich völlig unterschiedliche Typen, laufen einer deutschen Streife in die Arme und werden verhaftet.

    Dramatische, bisweilen etwas "schwarze" Komödie, die als psychologische Studie der Franzosen während der Okkupation aufgefaßt werden kann. Die Dialoge sind präzise erarbeitet, Fotografie und Montage unterstützen die dichte Geschichte zweckdienlich, und ausgezeichnete Darsteller verleihen ihr ihren unverwechselbaren Charme.

    Frankreich 1956
    4 779 435 Zuschauer
    "Der Sänger von Mexiko" (Regie: Richard Pottier)
    Le Chanteur de Mexico

    mit Bourvil, Luis Mariano (ein damals sehr populärer Sänger)

    Zitat

    Ein junger stimmbegabter Baske bekommt die Chance seines Lebens - er darf für den Star einer Operette einspringen, der, wie er findet, gute Gründe hat, nicht mit auf die Tournee nach Mexiko zu gehen: Er hat dort eine Braut sitzengelassen.

    Harmlos unterhaltende Operettenverfilmung.

    Frankreich 1956
    4 640 159 Zuschauer
    "Die schweigende Welt" (Regie: Jacques-Yves Cousteau)
    Le Monde du silence

    Zitat

    Der Tiefseeforscher Cousteau hat innerhalb von zwei Jahren mit dem damals noch unbekannten Regisseur Louis Malle im Mittelmeer, dem Roten Meer, dem Indischen Ozean und dem Persischen Golf den sicherlich spannendsten, überzeugendsten und intelligentesten Unterwasserfilm gemacht. Die Entdeckung der Meeresfauna und -flora ist eine kameratechnische und farbliche Meisterleistung, Kommentar und Musik enthalten sich gänzlich des sonst üblichen Schnulzentons.

    Frankreich 1956
    4 280 929 Zuschauer
    "... denn sie wissen nicht, was sie tun" (Regie: Nicholas Ray)
    Rebel Without a Cause / La Fureur de vivre

    mit James Dean, Natalie Wood

    Zitat

    Zukunftsangst und Richtungslosigkeit amerikanischer Teenager der 50er Jahre und ihre Rebellion gegen die satte Selbstzufriedenheit ihrer gutbürgerlichen Elternhäuser bestimmen das Klima des Dramas dreier Halbwüchsiger, die ihre Aggressionen als Mitglieder einer motorisierten Bande bei gefährlichen, in einem Fall tödlichen Spielen abreagieren.

    Ein aufregender und alarmierender Film, mit dem James Dean, der Prototyp dieser Generation, zum Weltstar wurde. Hervorragend in Story, Regie, Darstellung und Farbdramaturgie.

    Frankreich 1956
    4 232 986 Zuschauer
    "Trapez" (Regie: Carol Reed)
    Trapeze

    mit Burt Lancaster, Tony Curtis, Gina Lollobrigida

    Zitat

    Die Geschichte zweier auf Leben und Tod verschworener Artisten, zwischen die sich eine Frau drängt, die sie zunächst aus Ehrgeiz auszuspielen versucht, am Ende aber einen von ihnen liebt.

    Ein melodramatischer Zirkusfilm, der in der Dreiecksgeschichte eher konventionell ist, aber durch die soliden Darsteller und vor allem in den hervorragenden artistischen Szenen fesselt und spannend unterhält.

    Frankreich 1956
    4 108 173 Zuschauer
    "Gervaise" (Regie: René Clément)
    mit Maria Schell

    Zitat

    Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Wäscherin Gervaise, von ihrem Mann mit zwei Kindern sitzengelassen, plagt sich mühsam durchs Leben, bis sie einen fleißigen Arbeiter heiratet und es zu einem bescheidenen Wohlstand bringt. Sie will ein eigenes Geschäft aufmachen, als ihr Mann einen schweren Arbeitsunfall erleidet. Er erholt sich von diesem Schock nie und fängt an zu trinken. Als der Ex-Mann mit seiner Freundin wieder auftaucht, wird das Leben für Gervaise zur Hölle. Sie sitzt zum Schluß verlassen, betrogen, des Lebens überdrüssig, in einer Kaschemme vor einer Flasche Wein.

    Rene Clement hat mit dieser Adaption zweifellos die kompromißloseste, werkgetreueste und dadurch auch düsterste Verfilmung eines Werkes von Zola vorgenommen. Seine Inszenierung ist bis in die Dekordetails und Nuancen des Tonfalls sicher und exakt, die Trostlosigkeit des Milieus wird so zur filmisch-kritischen Wirklichkeit.

    Frankreich 1956
    4 074 941 Zuschauer
    "Die schönste Frau der Welt" (Regie: Robert Z. Leonard)
    La donna più bella del mondo / Beautiful But Dangerous / La Belle des Belles

    mit Gina Lollobrigida, Vittorio Gassman

    Zitat

    Luxuriös ausgestatteter Film über die Karriere einer schönen Römerin um 1900, der einst ein russischer Prinz aus der Not half und die in Paris zum Opernstar aufstieg. Hier sieht sie auch den Prinzen wieder, und dem Happy-End scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Aber es gibt Komplikationen.

    Im ersten Teil frisch, manchmal sogar witzig und nicht ohne Selbstironie, im zweiten Teil ganz im sentimentalen "Gartenlaube"-Stil inszeniert.

    Frankreich 1956
    4 051 318 Zuschauer
    "Der Modekönig" (Regie: Jean Boyer)
    Le Couturier de ces dames

    mit Fernandel

    Zitat

    Der kleine Zuschneider eines Modehauses, von seinem Chef gefeuert, wird durch eine Erbschaft zum Aktionär der Firma und stellt eine Modenschau auf die Beine, die, nicht zuletzt dank der eifersüchtigen Gattin, zum Sensationserfolg wird.

    Nach Standard entwickelte, nur ansatzweise witzige Komödie, die immerhin routiniert in Szene gesetzt ist und von der Geschäftigkeit Fernandels lebt.

    Frankreich 1956
    4 040 634 Zuschauer
    "Pariser Luft" (Regie: Michel Boisrond)
    Cette sacrée gamine

    mit Brigitte Bardot

    Zitat

    Ein Nachtklubbesitzer taucht unter, als er des Falschgeldhandels beschuldigt wird. Ein befreundeter Sänger soll sich in der Zwischenzeit um seine Tochter kümmern, die ein wahrer Satansbraten ist und nur Unheil anrichtet, wohin sie auch kommt. Letztere heißt Bardot und ist der einzige Lichtblick in einer belanglosen Komödie mit Revue-Einlagen.

    Frankreich 1956
    3 915 059 Zuschauer
    "Und immer lockt das Weib" (Regie: Roger Vadim)
    Et Dieu… créa la femme

    mit Brigitte Bardot, Curd Jürgens, Jean-Louis Trintignant

    Zitat

    Eine sinnlich aufreizende Achtzehnjährige in St. Tropez flüchtet sich vor den mit Erziehungsheim drohenden Pflegeeltern in die Ehe, setzt aber auch dann ihre verführerischen Reize anderen Männern gegenüber ein, was beinahe für sie tödlich endet, schließlich aber doch zum Happy-End führt.

    Der vordergründige Film geht von einer rein materialistischen Auffassung der Liebe aus, ist psychologisch oberflächlich und voller kolportagehafter Effekte.

  • Italien 1956/57
    "Krieg und Frieden" (Regie: King Vidor)
    Guerra e pace / War and Peace

    mit Audrey Hepburn, Henry Fonda, Mel Ferrer

    Zitat

    Leo Tolstois Roman aus der russischen Gesellschaft zur Zeit der Napoleonischen Kriege, mit großem Aufwand und ausgezeichneten Schauspielern inszeniert. Obschon etwas zu glatt und ohne künstlerische Form, imponiert der Film durch beachtliche Leistungen bei der Darbietung einer Fülle von Einzelschicksalen und Massenszenen.

    Italien 1956/57
    "Trapez" (Regie: Carol Reed)
    Trapeze / Trapezio

    mit Burt Lancaster, Tony Curtis, Gina Lollobrigida

    Zitat

    Die Geschichte zweier auf Leben und Tod verschworener Artisten, zwischen die sich eine Frau drängt, die sie zunächst aus Ehrgeiz auszuspielen versucht, am Ende aber einen von ihnen liebt.

    Ein melodramatischer Zirkusfilm, der in der Dreiecksgeschichte eher konventionell ist, aber durch die soliden Darsteller und vor allem in den hervorragenden artistischen Szenen fesselt und spannend unterhält.

    Italien 1956/57
    "Geliebt in alle Ewigkeit" (Regie: George Sidney)
    The Eddy Duchin Story / Incantesimo

    mit Tyrone Power, Kim Novak

    Zitat

    Das kurze, erfüllte Leben des amerikanischen Jazz-Pianisten und Bandleaders Eddy Duchin, der in den 30er und 40er Jahren Erfolge feierte, eine sehr glückliche Ehe führte und an Leukämie starb.

    Eine opulente, optisch und musikalisch anspruchsvoll aufbereitete Filmbiografie, die freilich allzu sehr auf die Tränendrüsen drückt, ohne die menschliche Tragik wirklich deutlich zu machen.

    Italien 1956/57
    "Picknick" (Regie: Joshua Logan)
    Picnic

    mit William Holden, Kim Novak

    Zitat

    Vor dem Hintergrund eines Volksfestes in einer Kleinstadt in Kansas spielt sich die Liebesgeschichte zwischen einem vagabundierenden Fremden und einer hübschen Achtzehnjährigen mit gestörtem Selbstwertgefühl ab.

    Eine intelligente Studie amerikanischer Lebensart und bürgerlicher Lebensformen, die mit ihrer treffsicheren und drastischen Ironie dem Hollywood-Melodram neue Impulse gab.

    Italien 1956/57
    "Der Eroberer" (Regie: Dick Powell)
    The Conqueror / Il conquistatore

    mit John Wayne

    Zitat

    Dschingis Khan unterliegt den Waffen einer Frau, nachdem er sie - die Tochter eines tartarischen Feindes - gefangengenommen hat.

    Prunkepos mit großem Aufwand an Menschen, Tieren und Material und allerlei historischen Ungereimtheiten aus dem 12. Jahrhundert. Einer der wenig glücklichen Versuche des Schauspielers Dick Powell, Regie zu führen.

    Italien 1956/57
    "Ich laß mich nicht verführen" (Regie: Dino Risi)
    Poveri ma belli

    Zitat

    Liebesverwicklungen unter Jugendlichen aus den sozial benachteiligten Schichten in Rom.

    Dino Risi, ehemaliger Arzt und Psychologe, begann seine Karriere mit Dokumentarfilmen. Seine einschlägigen Erfahrungen und sein ausgeprägtes soziales Interesse machen den flott und milieugerecht inszenierten Film zu mehr als purer Unterhaltung.

    Italien 1956/57
    "Knotenpunkt Bhowani" (Regie: George Cukor)
    Bhowani Junction / Sangue misto

    mit Ava Gardner, Stewart Granger

    Zitat

    Zur Zeit der Rückzugsvorbereitungen der Engländer aus Indien 1946: Die politischen Parteien ringen um die Nachfolge der Macht. Besonders betroffen sind die anglo-indischen Mischlinge. Ihre konfliktreiche Situation verdeutlicht das Schicksal einer Frau, die ihren anglo-indischen Verlobten verläßt, ihr Verhältnis mit einem Inder nicht legalisiert und schließlich die Geliebte eines englischen Offiziers wird, der bald das Land verlassen wird.

    Eins von Cukors Lieblingsthemen, die individuelle und gesellschaftliche Identitätskrise, wird hier mit der Identitätskrise einer Nation im Umbruch verbunden und als glaubwürdiges Drama mit eindrucksvollen Massenszenen dargeboten.

  • Frankreich 1957
    13 481 750 Zuschauer
    "Die Brücke am Kwai" (Regie: David Lean)
    The Bridge on the River Kwai / Le Pont de la rivière Kwaï

    mit Alec Guinness, William Holden

    Zitat

    Ein während des Zweiten Weltkrieges in Burma mit seiner Einheit von den Japanern gefangener sturer britischer Berufsoffizier läßt seine Leute nach anfänglicher Weigerung - teils aus blindem Leistungsstolz, teils als Beschäftigungstherapie - eine strategisch wichtige Brücke bauen, die von einem alliierten Kommandotrupp alsbald gesprengt wird.

    Effektvoll und sorgfältig inszeniertes Kriegsabenteuer, zwiespältig in seiner ambivalenten Haltung zwischen Apotheose unbedingter militärischer Pflichterfüllung und ironischer Kritik an der absurden Sinnlosigkeit des Krieges. Hervorragend: Alec Guinness psychologisch differenzierte Darstellung.

    Frankreich 1957
    6 592 981 Zuschauer
    "Sissi" (Regie: Ernst Marischka)
    mit Romy Schneider, Karlheinz Böhm

    Zitat

    Die Liebesgeschichte des jungen Kaisers Franz Joseph und der bayrischen Prinzessin Elisabeth.

    Romantisch-gefühlvolle Unterhaltung im Stil anspruchsloser Heimatfilme.

    Frankreich 1957
    6 392 762 Zuschauer
    "Sissi – Die junge Kaiserin" (Regie: Ernst Marischka)
    Sissi impératrice

    mit Romy Schneider, Karlheinz Böhm

    Zitat

    Fortsetzung des Erfolgsfilms "Sissi", der die ersten Ehejahre der Kaiserin Elisabeth von Österreich schildert. Das erste Kind erblickt das Licht der Welt; in Budapest findet die Krönung statt.

    Eine auf Traumfabrik angelegte Unterhaltung, für die der historische Stoff im wesentlichen nur "Aufhänger" ist.

    Frankreich 1957
    4 865 231 Zuschauer
    "Anton, der Querschläger" (Regie: Jack Pinoteau)
    Le Triporteur

    Zitat

    Der Konditorgehilfe Anton bringt die Fußballmannschaft seines Heimatortes zum Pokalgewinn.

    Humoreske im Stummfilmstil, die sich über den Fußballrummel lustig macht.

    Frankreich 1957
    4 397 173 Zuschauer
    "Der Faulpelz" (Regie: Jean Boyer)
    Le Chômeur de Clochemerle

    mit Fernandel

    Zitat

    Der Trunkenbold eines kleinen Dorfes inmitten der Weinberge macht sich mit seinem Nichtstun unbeliebt, bis er einen Diebstahl am Opferstock der Kirche aufklärt.

    Grob gezimmerte Dorftölpelei, in der es weniger zimperlich als zotig zugeht. Allein Fernandel rettet einige derbe Streiche des Films, ohne freilich zu brillieren.

    Frankreich 1957
    3 946 553 Zuschauer
    "Die Mausefalle" (Regie: René Clair)
    Porte des Lilas

    mit Pierre Brasseur, Georges Brassens, Henri Vidal

    Zitat

    In die kleine Welt einer Pariser Vorstadt - bevölkert von Spießern und Ganoven, Bettlern und Straßensängern, dazwischen Arbeiter und Kleinbürger mit soliden Moral- und Ehrbegriffen - bricht ein Mörder ein. Er wird zunächst von zwei Freunden versteckt, bis er skrupellos die Tochter des Kneipenwirts für seine Zwecke mißbraucht.

    Eine simple Alltagsgeschichte, die Themen wie Liebe und Freundschaft, Ich-Bezogenheit und Da-Sein für andere ohne große Worte behandelt, von Rene Clair in reine Poesie umgesetzt. Realistisch in der Milieuschilderung, hervorragend inszeniert und gespielt.

    Frankreich 1957
    3 856 607 Zuschauer
    "In 80 Tagen um die Welt" (Regie: Michael Anderson)
    Around the World in Eighty Days / Le Tour du monde en quatre-vingts jours

    mit David Niven, Shirley MacLaine

    Zitat

    Großer Reisebilderbogen nach Jules Vernes Roman: Ein britischer Gentleman umreist im Jahre 1872 auf Grund einer Wette in Rekordzeit die Erde.

    Eine spaßige und fesselnde Abenteuerschau in prachtvoller Ausstattung, mit zahlreichen Gaststars.

    Frankreich 1957
    3 755 963 Zuschauer
    "Honoré De Marseille" (Regie: Maurice Régamey)
    (Der Film lief nie in Deutschland)
    mit Fernandel

    Zitat

    Fremdenführer erzählt unglaubliche Lügengeschichten über die Geschichte von Marseille.

    Frankreich 1957
    3 720 999 Zuschauer
    "Giganten" (Regie: George Stevens)
    Giant / Géant

    mit James Dean, Elizabeth Taylor, Rock Hudson

    Zitat

    Die dramatische Familienchronik einer reichen Viehzüchtersippe in Texas über zwei Generationen während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts; einer Zeit, in der landschaftliche und soziale Strukturen durch Ölfunde zerstört werden.

    Über das künstlerische Interesse hinaus eine der bedeutendsten kritischen Selbstdarstellungen der USA im Film. Inszenatorisch und menschlich überzeugend; mit großartigen Schauspielerleistungen. James Dean spielte in diesem Film seine letzte Rolle.

  • Italien 1957/58
    "Die zehn Gebote" (Regie: Cecil B. DeMille)
    The Ten Commandments / I dieci comandamenti

    mit Charlton Heston, Yul Brynner

    Zitat

    Das Leben des Propheten Moses, Israels Befreiung aus ägyptischer Knechtschaft, der Zug durchs Rote Meer und Gottes Gesetzgebung auf dem Berge Sinai als Stoff für den letzten Film des US-Regisseurs DeMille - in Breitwandformat und über dreieinhalb Stunden lang.

    Angeblich auf Wunsch seiner Fans inszenierte DeMille ein Remake seines Stummfilms von 1923, wobei er seiner Vorliebe für kolossale Bauten, Massenszenen und Pathos freien Lauf ließ. Eine werkgetreue Adaption des Alten Testaments findet nicht statt, war aber auch nicht beabsichtigt. Ein Klassiker des Hollywood-Monumentalfilms, der einige Szenen enthält, die auch im Rückblick noch durch ihre Effekte beeindrucken.

    Italien 1957/58
    "Glut unter der Asche" (Regie: Mark Robson)
    Peyton Place / I peccatori di Peyton

    mit Lana Turner

    Zitat

    In einer typischen Kleinstadt New Englands kommen durch Generationskonflikte hinter der Fassade bürgerlicher Anständigkeit moralische und sexuelle Abgründe zum Vorschein.

    Der handlungsreiche Bestseller von Grace Metalious in einer darstellerisch durchweg beeindruckenden, fesselnden Verfilmung mit guter Kameraarbeit.

    Italien 1957/58
    "Die Brücke am Kwai" (Regie: David Lean)
    The Bridge on the River Kwai / Il ponte sul fiume Kwai

    mit Alec Guinness, William Holden

    Zitat

    Ein während des Zweiten Weltkrieges in Burma mit seiner Einheit von den Japanern gefangener sturer britischer Berufsoffizier läßt seine Leute nach anfänglicher Weigerung - teils aus blindem Leistungsstolz, teils als Beschäftigungstherapie - eine strategisch wichtige Brücke bauen, die von einem alliierten Kommandotrupp alsbald gesprengt wird.

    Effektvoll und sorgfältig inszeniertes Kriegsabenteuer, zwiespältig in seiner ambivalenten Haltung zwischen Apotheose unbedingter militärischer Pflichterfüllung und ironischer Kritik an der absurden Sinnlosigkeit des Krieges. Hervorragend: Alec Guinness psychologisch differenzierte Darstellung.

    Italien 1957/58
    "Sayonara" (Regie: Joshua Logan)
    mit Marlon Brando

    Zitat

    Gegen den Widerstand der amerikanischen Gesetze finden auf einem Luftwaffenstützpunkt der USA in Japan zwei amerikanisch-japanische Paare zueinander.

    Exotisches Liebesdrama nach dem gleichnamigen Roman von James A. Michener, das zwar nicht ganz überzeugen kann, durch den dekorativen Reiz des Ambientes und die Schauspielkunst aber Beachtung verdient.

    Italien 1957/58
    "In einem anderen Land" (Regie: Charles Vidor)
    A Farewell to Arms / Addio alle armi

    mit Rock Hudson, Jennifer Jones, Vittorio De Sica

    Zitat

    Großangelegte Schaubilder von der italienischen Alpenfront im Ersten Weltkrieg, verbunden mit der Liebes- und Fluchtgeschichte eines Amerikaners und seiner Geliebten, die jenseits der rettenden Schweizer Grenze bei der Geburt ihres Kindes stirbt.

    Von der bitteren Tragik des gleichnamigen Hemingway-Romans sind nur bildwirksame Äußerlichkeiten übriggeblieben. In erster Linie wie erfolgreiches Starkino praktiziert.

    Italien 1957/58
    "Die jungen Löwen" (Regie: Edward Dmytryk)
    The Young Lions / I giovani leoni

    mit Marlon Brando, Montgomery Clift, Dean Martin

    Zitat

    Drei Soldatenschicksale im Zweiten Weltkrieg: Zwei Amerikaner, dem Kriegsdienst zunächst ablehnend gegenüberstehend, werden mit wachsender Einsicht in die politische Situation zum Kampf motiviert; ein deutscher Offizier, anfangs von den Nazi-Kriegsparolen überzeugt, wird durch seine Erfahrungen zum Skeptiker.

    Unterstützt durch präzise Darstellerleistungen und eine überdurchschnittliche Kameraführung, inszenierte Dmytryk einen Film, der Irvin Shaws Kriegsroman zwar vereinfacht, aber doch fesselt und zur politischen Auseinandersetzung anregt.

    Italien 1957/58
    "Die unglaublichen Abenteuer des Herkules" (Regie: Pietro Francisci)
    Le fatiche di Ercole / Hercules

    mit Steve Reeves, Sylva Koscina, Gianna Maria Canale

    Zitat

    Abenteuerbilderbogen um den historisch belegten Argonautenzug, der als klischeehafter, naiver Traumfabrik-Mythos erscheint. Anspruchslose Unterhaltung zwischen harmlosem Staunen und grotesk-erheiterndem Spaß.

  • Frankreich 1958
    14 229 745 Zuschauer
    "Die zehn Gebote" (Regie: Cecil B. DeMille)
    The Ten Commandments / Les Dix Commandements

    mit Charlton Heston, Yul Brynner

    Zitat

    Das Leben des Propheten Moses, Israels Befreiung aus ägyptischer Knechtschaft, der Zug durchs Rote Meer und Gottes Gesetzgebung auf dem Berge Sinai als Stoff für den letzten Film des US-Regisseurs DeMille - in Breitwandformat und über dreieinhalb Stunden lang.

    Angeblich auf Wunsch seiner Fans inszenierte DeMille ein Remake seines Stummfilms von 1923, wobei er seiner Vorliebe für kolossale Bauten, Massenszenen und Pathos freien Lauf ließ. Eine werkgetreue Adaption des Alten Testaments findet nicht statt, war aber auch nicht beabsichtigt. Ein Klassiker des Hollywood-Monumentalfilms, der einige Szenen enthält, die auch im Rückblick noch durch ihre Effekte beeindrucken.

    Frankreich 1958
    9 940 533 Zuschauer
    "Die Elenden" / "Die Miserablen" (Regie: Jean-Paul Le Chanois)
    Les Misérables

    mit Jean Gabin, Bernard Blier, Bourvil

    Zitat

    Victor Hugos mehrfach verfilmter Roman von dem entwichenen Sträfling, der nachhaltig zum Guten heranreift, von einem Gegner wiedererkannt wird und in den Pariser Revolutionswirren 1830 den Tod findet.

    Ein in zwei Teilen groß angelegtes melodramatisches Zeitgemälde, menschlich anrührend durch die Darstellung von Jean Gabin.

    Frankreich 1958
    5 777 309 Zuschauer
    "Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin" (Regie: Ernst Marischka)
    Sissi face à son destin

    mit Romy Schneider, Karlheinz Böhm

    Zitat

    Romy Schneider zum dritten Mal als märchenhafte Kaiserin der Donaumonarchie. Diesmal bekommt das Glück wohldosierte Sprünge. Die Kaiserin erkrankt an Schwindsucht, die Krankheit zwingt zur Trennung, ein Staatsbesuch in Italien droht zum Debakel zu werden.

    Edelkitsch für schlichte Gemüter.

    Frankreich 1958
    5 407 286 Zuschauer
    "Wenn die Kraniche ziehen" (Regie: Michail Kalatosow)
    Letjat schurawli / Quand passent les cigognes

    Zitat

    Die Geschichte einer vom Krieg zerrissenen Liebe: Veronika läßt sich von dem intellektuellen Bruder ihres Verlobten, einem Drückeberger, verführen, während Boris an der Front stirbt.

    Der sensibel gestaltete Film des vormaligen Dokumentaristen Kalatosow war einer der wenigen Welterfolge des sowjetischen Kinos der 50er Jahre. Seine Wirkung verdankt er vor allem seiner selbstkritisch-patriotischen Sicht bei nur geringer politischer Lehrhaftigkeit sowie der wunderbaren Kameraarbeit.

    Frankreich 1958
    4 948 349 Zuschauer
    "Die sich selbst betrügen" (Regie: Marcel Carné)
    Les Tricheurs

    mit Pascale Petit

    Zitat

    Bei einer "Partie surprise" trifft sich eine Clique junger Leute, die, überwiegend aus großbürgerlichem Milieu stammend, sich dem süßen Nichtstun, der freien Liebe und dem kriminellen Abenteurertum hingeben - bis einer von ihnen schließlich aus Ekel und Langeweile mit seinem Sportwagen in einen Lastzug rast.

    Marcel Carne, der Regisseur von "Kinder des Olymp", wendet sich zeitgenössischen Problemen zu und entwirft ein düsteres Bild der vom Existentialismus und Nihilismus befallenen Nachkriegsjugend im Frankreich der 50er Jahre. Auf Grund der oft angestrengt drastischen Schilderung einer selbstzerstörerischen Rebellion seinerzeit bei Kritik und Publikum heftig umstritten.

    Frankreich 1958
    4 656 743 Zuschauer
    "Die jungen Löwen" (Regie: Edward Dmytryk)
    The Young Lions / Le Bal des maudits

    mit Marlon Brando, Montgomery Clift, Dean Martin

    Zitat

    Drei Soldatenschicksale im Zweiten Weltkrieg: Zwei Amerikaner, dem Kriegsdienst zunächst ablehnend gegenüberstehend, werden mit wachsender Einsicht in die politische Situation zum Kampf motiviert; ein deutscher Offizier, anfangs von den Nazi-Kriegsparolen überzeugt, wird durch seine Erfahrungen zum Skeptiker.

    Unterstützt durch präzise Darstellerleistungen und eine überdurchschnittliche Kameraführung, inszenierte Dmytryk einen Film, der Irvin Shaws Kriegsroman zwar vereinfacht, aber doch fesselt und zur politischen Auseinandersetzung anregt.

    Frankreich 1958
    4 576 928 Zuschauer
    "Mein Onkel" (Regie: Jacques Tati)
    Mon oncle

    mit Jacques Tati

    Zitat

    Mit augenzwinkernder Ironie erzählte Satire, die dem kalten Komfort des materialistischen Lebens mit zärtlichem Humor und schmunzelnder Lebensweisheit begegnet. Monsieur Hulot, der lebensklug-weltfremde Held, nimmt sich in der Stadt seines kleinen Neffen an, dessen Eltern Hulots perfekte Antithese sind: reiche, modernistische Snobs, Roboter des technisierten Zeitalters. Die Hauptperson dieser Komödie spielt Tati selbst; eine träumerische Persönlichkeit mit einer Silhouette, die ihre Unfähigkeit markiert, sich einem Dasein ohne Wärme anzupassen.

    Frankreich 1958
    4 083 521 Zuschauer
    "Wenn die Flut kommt" (Regie: François Villiers)
    L'Eau vive

    Zitat

    Regulierungsarbeiten am Oberlauf eines französischen Flusses rufen nicht nur landschaftliche Änderungen in der betroffenen Gegend hervor; auch die Moral der Bauern wird beeinträchtigt. Überzeugender als die allegorisch konzipierte Spielhandlung, in der eine bedrängte junge Frau geldgierigen Verwandten entkommt, wirkt der dokumentarische Bildteil, der Aufnahmen des französischen Durance-Tals von erlesener Qualität bringt.

    Frankreich 1958
    4 042 041 Zuschauer
    "Die großen Familien" (Regie: Denys de La Patellière)
    Les Grandes Familles

    mit Jean Gabin, Pierre Brasseur, Bernard Blier

    Zitat

    Im Machtgefühl seines Familienstolzes will ein französischer Großindustrieller dem Sohn eine Lektion erteilen, verschuldet aber dessen Tod.

    Der Film stützt sich auf vorzügliche Charakterstudien und besticht durch die kühle Eleganz der Inszenierung.

  • Italien 1958/59
    "Sturm im Osten" (Regie: Alberto Lattuada)
    La tempesta

    mit Silvana Mangano, Van Heflin

    Zitat

    Erlebnisse zur Zeit eines Kosakenaufstands unter Katharina II. von Rußland.

    "Die Hauptmannstochter" und die "Geschichte der Verschwörung Pugatschows" von Alexander Puschkin wurden geschickt miteinander verbunden und temperamentvoll in Szene gesetzt. Die sozialkritischen Verweise gehen allerdings in der optischen Opulenz unter.

    Italien 1958/59
    "Die nackte Maja" (Regie: Henry Koster)
    The Naked Maja / La maja desnuda

    mit Ava Gardner

    Zitat

    Nach Hollywood-Manier erzählte Liebesgeschichte zwischen einem Maler und einer Herzogin in Madrid zur Zeit der Napoleonischen Kriege.

    Der Titel spielt auf das berühmte Werk des spanischen Malers Goya an, aus dessen Leben hier angeblich berichtet wird.

    Italien 1958/59
    "Die größte Schau der Nacht" (Regie: Alessandro Blasetti)
    Europa di notte

    Zitat

    Handlungsfreie, stark langweilende Aneinanderreihung von etwa 30 verschiedenartigen Varietenummern. Viele davon auf einem Niveau, das den Zelluloidverbrauch nicht rechtfertigt.

    Italien 1958/59
    "Weites Land" (Regie: William Wyler)
    The Big Country / Il grande paese

    mit Gregory Peck, Jean Simmons, Carroll Baker, Charlton Heston

    Zitat

    Zwei Rancher und ihre Familien leben wegen einer Wasserstelle und des sich daraus ergebenden Streits um die Wasserrechte in unversöhnlicher Feindschaft. Erst ein Fremder, ein Gentleman aus Baltimore, der angereist ist, um die Tochter des einen Farmers zu heiraten, beendet den Streit: Er, der nicht an die Lösung des Konflikts mittels Gewalt glaubt, gerät deshalb zunächst in den Verdacht, ein Feigling zu sein, beweist aber im entscheidenden Augenblick das Gegenteil und erobert zugleich seine wahre Herzensdame.

    Ein episch breit entwickelter Western mit faszinierenden Landschaftsaufnahmen und hervorragenden Darstellern, der mit fast schon akademischer Virtuosität die Frage erörtert, ob Vernunft und Vertrauen nicht die besseren Mittel zur Konfliktlösung sind als Gewalt. Trotz einiger Längen bezieht der Film neben der genreüblichen äußeren Dramatik daraus auch ein hohes Maß an innerer Spannung.

    Italien 1958/59
    "Die Wikinger" (Regie: Richard Fleischer)
    The Vikings / I vichinghi

    mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Ernest Borgnine, Janet Leigh

    Zitat

    Wikingerprinz Einar sieht rot - aber nur auf einem Auge, das andere riss ihm der Falke des Sklaven Eric raus. Ihre Feindschaft eskaliert, als beide sich in Prinzessin Morgana verlieben - sie ahnen ja nicht, dass sie Halbbrüder sind

    Knackige Dialoge und raue Action ließen den 50er-Hit in Würde altern.

    Italien 1958/59
    "Die Katze auf dem heißen Blechdach" (Regie: Richard Brooks)
    Cat on a Hot Tin Roof / La gatta sul tetto che scotta

    mit Elizabeth Taylor, Paul Newman

    Zitat

    Routinierte, schauspielerisch glänzende Verfilmung des Theaterstücks von Tennessee Williams: Ein autoritärer Familienpatriarch, der ohne sein Wissen an einer unheilbaren Krankheit leidet, erlebt an seinem 65. Geburtstag, wie die Familie langsam zerfällt. Der Vater hat sich nur um seine Karriere gekümmert und spürt nun die Folgen seiner Lieblosigkeit. Die Konflikte kulminieren in einer reinigenden Aussprache, die alle Lebenslügen entlarvt. Ein auf engstem Raum inszeniertes Drama.

    Italien 1958/59
    "Vertigo" (Regie: Alfred Hitchcock)
    Vertigo / La donna che visse due volte

    mit James Stewart, Kim Novak

    Zitat

    Ein wegen Höhenangst aus dem Polizeidienst ausgeschiedener Detektiv verliebt sich in die neurotische Frau eines Schulfreundes, die er überwachen soll. Als sie sich von einem Kirchturm stürzt, fühlt er sich an ihrem Tode schuldig. Später begegnet er einer Doppelgängerin der Toten und muß schließlich feststellen, daß er einem Täuschungsmanöver zum Opfer gefallen ist.

    Hinter der perfekten, herausragend gespielten Kriminalgeschichte offenbart sich ein brillantes psychologisches Seelendrama, in dem es um Liebe geht, aber auch darum, wie Liebe durch die Obsessionen der Fantasie verhindert wird: ein Mann liebt seine Vorstellung einer Frau und versucht, sie danach zu gestalten. In der außergewöhnlichen Spannungsdramaturgie werden die Schichten und Widersprüche des inneren Seelenlebens der Hauptfigur subtil aufgedeckt.

    Italien 1958/59
    "Das Land des Regenbaums" (Regie: Edward Dmytryk)
    Raintree County / L'albero della vita

    mit Elizabeth Taylor, Montgomery Clift, Eva Marie Saint, Lee Marvin, Rod Taylor

    Zitat

    Ein romantischer junger Lehrer aus Indiana heiratet eine geltungsbedürftige Südstaatenschönheit aus New Orleans, die durch ein Kindheitstrauma seelisch gestört ist. Die Ehe hält den psychischen Belastungen, den sozialen und politischen Gegensätzen nicht stand; die junge Frau sucht in geistiger Umnachtung den Tod.

    Familienepos aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Der ehrgeizige Film ist in seiner Stoff- und Bilderfülle ungegliedert, zuweilen schwerfällig und trotz ironischer Details zu sentimental geraten. Das Ziel der MGM, den Erfolg des Films "Vom Winde verweht" zu übertrumpfen, wurde nicht erreicht.

    Italien 1958/59
    "Diebe haben's schwer" (Regie: Mario Monicelli)
    I soliti ignoti

    mit Vittorio Gassman, Marcello Mastroianni, Totò, Claudia Cardinale

    Zitat

    Gaunerkomödie: Wie kleine Leute einen Tresor knacken wollen und wie der Traum vom großen Geld platzt.

    Ein erheiterndes Gegenstück zu den "schwarzen" Heldenbildern der Gangsterfilme; sehenswerte italienische Kleinmalerei.

  • Frankreich 1959
    8 844 199 Zuschauer
    "Ich und die Kuh" (Regie: Henri Verneuil)
    La Vache et le Prisonnier

    mit Fernandel

    Zitat

    2. Weltkrieg: Ein französischer Kriegsgefangener in Bayern macht sich mit einer Kuh am Strick auf den langen Weg in die Heimat.

    Amüsante Komödie mit hintergründiger Note, für die namentlich die Charakterdarstellung Fernandels sorgt. Etwas mehr Tempo hätte dem episodisch angelegten Film allerdings nicht geschadet.

    Frankreich 1959
    6 585 083 Zuschauer
    "Dornröschen" (Walt Disney Zeichentrickfilm)
    Sleeping Beauty / La Belle au bois dormant

    Zitat

    Ein großangelegter in Technirama und 70 mm produzierter Zeichentrickfilm nach der bekannten französischen Märchenvorlage.

    Der letzte der großen Märchenfilme Disneys sollte seinerzeit sein Werk krönen, wurde jedoch von der Kritik verschmäht. Aus heutiger Sicht ist festzustellen, daß dem Studio nie zuvor eine bessere Umsetzung menschlicher Figuren im Zeichentrickfilm - es kommen kaum Tiere vor - gelang. Tschaikowskis Musik bewährt sich außerordentlich gut, vor allem aber ist das Werk des Hintergrund-Malers Eywind Earl hervorzuheben, der sich vom Stundenbuch des Duc DuBerry anregen ließ. Malefiz, die böse Fee, ist eine der finstersten Disney-Figuren überhaupt. Sie und zahlreiche Gruselszenen lassen den Film für kleinere Kinder weniger geeignet erscheinen.

    Frankreich 1959
    5 272 066 Zuschauer
    "Die grüne Stute" (Regie: Claude Autant-Lara)
    La Jument verte

    mit Bourvil

    Zitat

    Nachdem sein Sohn von einem neidischen Nachbarn bei den Preußen denunziert wurde und nur durch die freiwillige Hingabe der Mutter an einen Besatzungsoffizier vor der Verhaftung gerettet werden konnte, verübt ein Bauer einen makabren Racheakt: im Hause seines Widersachers inszeniert er denselben Vorfall - diesmal mit vertauschten Rollen.

    Derber Schwank aus dem ländlichen Frankreich zur Zeit des Krieges von 1870/71. Folkloristisches Provinzmilieu und skurrile Typenkomik werden genüßlich ausgekostet und oft bis zur Karikatur überspitzt. Auf der Strecke bleiben die Poesie der Romanvorlage und mögliche sozialkritische Aspekte.

    Frankreich 1959
    4 657 610 Zuschauer
    "Babette zieht in den Krieg" (Regie: Christian-Jaque)
    Babette s'en va-t-en guerre

    mit Brigitte Bardot

    Zitat

    2. Weltkrieg: Ein geflüchtetes Mädchen, das der Geliebten eines deutschen Generals ähnlich sieht, narrt Militärs und Gestapo.

    Stark überzogene, jedoch recht unterhaltsame Veralberung des Spionagemilieus und eine ironische Abrechnung Frankreichs mit Hitlerdeutschland.

    Frankreich 1959
    4 322 955 Zuschauer
    "Gefährliche Liebschaften" (Regie: Roger Vadim)
    Les Liaisons dangereuses

    mit Jeanne Moreau, Gérard Philipe

    Zitat

    Der 1782 erschienene Briefroman von Choderlos de Laclos - eine Spiegelung der Sittenverderbnis des Pariser Adels - ins Frankreich der 50er Jahre übertragen.

    Eher genüßlich als kritisch, eher geschmäcklerisch als kunstvoll und eher spekulativ als seriös wird mit viel modischem Schick eine französische Variante des "Dolce Vita" geschildert.

    Frankreich 1959
    4 073 891 Zuschauer
    "Im Kittchen ist kein Zimmer frei" (Regie: Gilles Grangier)
    Archimède le clochard

    mit Jean Gabin

    Zitat

    Archimedes, der Clochard, versucht mit allen Mitteln ins Gefängnis zu kommen, wo er die kalten Wintermonate verbringen will. Die Polizei aber kennt ihn zu gut und vereitelt seine Pläne; so muß er sich wohl oder übel auf die Reise ins sonnige Cannes machen.

    Humorvolle Unterhaltung, in der Jean Gabin sein Original äußerst vital und von gallisch-geistvollem Sarkasmus geprägt anlegt; nicht nur durch die Schauspielkunst überzeugend.

    Frankreich 1959
    4 012 173 Zuschauer
    "Manche mögen’s heiß" (Regie: Billy Wilder)
    Some Like It Hot / Certains l'aiment chaud

    mit Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon

    Zitat

    Zwei mittellose Musiker werden als Mordzeugen von Gangstern verfolgt. Um ihr Leben zu retten, schmuggeln sie sich in eine Damenkapelle ein, was zu haarsträubenden Verwicklungen führt.

    Mit herrlichem Witz und spritzigen Dialogen entwickelte, temporeiche und überzeugend besetzte Komödie; die treffsichere Persiflage auf Gangsterfilme und Melodramen enthält manche Derbheiten, ermöglicht aber auch Einsichten in das übliche Rollenverhalten.

    Frankreich 1959
    3 994 914 Zuschauer
    "Salomon und die Königin von Saba" (Regie: King Vidor)
    Solomon and Sheba / Salomon et la Reine de Saba

    mit Gina Lollobrigida, Yul Brynner

    Zitat

    Mit farbenprächtigem Aufwand inszenierter Monumentalfilm um Salomons Berufung zum König von Israel, seinen Kampf gegen Ägypten, die Vollendung der israelitischen Machtstellung und seine Romanze mit der Königin von Saba.

    Schlachtgetümmel und veräußerlichtes Liebesgeplänkel ohne menschliche Leidenschaften und religiöse Substanz werden zwar inszenatorisch geschickt ins Bild gerückt, lassen aber über die monumentale Unterhaltungsschau hinaus unbeteiligt.

    Frankreich 1959
    3 690 517 Zuschauer
    "Orfeu Negro" (Regie: Marcel Camus)

    Zitat

    Der Mythos von Orpheus und Eurydike, mit schwarzen Darstellern in den tropischen Karneval Rio de Janeiros verlegt.

    Marcel Camus "entmythologisierte" Version des Stoffes ist ästhetisch äußerst geschmackvoll zubereitet, erhält ihren Reiz freilich weniger durch filmkünstlerische Originalität als durch die erregende Exotik der Schauplätze und Darsteller.

    Frankreich 1959
    3 643 783 Zuschauer
    "Rio Bravo" (Regie: Howard Hawks)
    mit John Wayne, Dean Martin, Angie Dickinson

    Zitat

    Sheriff John T. Chance gerät bei der Festnahme eines Mörders in Bedrängnis: Der Bruder des Täters, Boß einer Bande von Revolvermännern, belagert das Gefängnis. Nur durch die Mithilfe eines versoffenen Hilfssheriffs, eines kauzigen Alten und eines jungen Scharfschützen kann die Lage bereinigt werden.

    Herausragender Western von Howard Hawks, der die einfache, aber spannende Story mit professioneller Gelassenheit und ironischen Zwischentönen inszeniert. Die Figurenzeichnung ist brillant.

    Frankreich 1959
    3 642 981 Zuschauer
    "Sie küßten und sie schlugen ihn" (Regie: François Truffaut)
    Les Quatre Cents Coups

    mit Jean-Pierre Léaud

    Zitat

    Der erste Spielfilm des damals 27jährigen Francois Truffaut begründete durch seine stilistische Intelligenz und Aufrichtigkeit den Ruhm der "Neuen Welle".

    Die einfache und kommentarlose Geschichte des missverstandenen Jungen, der in Fürsorgeerziehung gegeben wird, will die Aufmerksamkeit der Erwachsenen auf ihre erzieherische und gesellschaftliche Verantwortung lenken. Obwohl der teilweise autobiografische Bericht bitter bleibt, nimmt er keine pessimistische Position ein.

    Ein stilistisch und inszenatorisch wundervoller Film, der die zutiefst humane Geisteshaltung seines Schöpfers spiegelt. In Cannes wurde der Film 1959 mit dem Regie- und dem OCIC-Preis ausgezeichnet.

    Frankreich 1959
    3 552 082 Zuschauer
    "Der unsichtbare Dritte" (Regie: Alfred Hitchcock)
    North by Northwest / La Mort aux trousses

    mit Cary Grant, Eva Marie Saint, James Mason

    Zitat

    Ein harmloser New Yorker Werbefachmann wird irrtümlich für einen Spion gehalten, der in Wirklichkeit nur als von der CIA erfundenes Phantom existiert. Der Geheimdienst benutzt seine Ahnungslosigkeit, um die Gegenseite auf eine falsche Spur zu locken. Eine Verfolgungsjagd quer durch den nordamerikanischen Kontinent beginnt, während er unfreiwillig zum Helden wird, einen Gentleman-Agenten zur Strecke bringt und die Frau fürs Leben findet.

    Ein brillantes Kinostück mit spannungsvollem Suspense, verblüffenden Kehrtwendungen und spielerischen Überraschungen. Hitchcock vereint auf virtuose, zugleich höchst unterhaltsame Weise alle Qualitäten des Thrillers, des Abenteuerkinos und der Kriminalkomödie und bietet ganz nebenbei eine doppelbödig-ironische Anthologie US-amerikanischer Landschaften, Mythen und Denkmäler.

  • Italien 1959/60
    "La dolce vita" (Regie: Federico Fellini)
    mit Marcello Mastroianni, Anita Ekberg

    Zitat

    Fellinis seinerzeit von manchen als "skandalös" und "pikant" empfundener Film nimmt mit seiner dreistündigen Episodenfolge in der Figur des Klatschreporters Marcello, seiner Begegnungen und Beziehungen, das sinnentleerte Leben und Treiben der römischen High-Society Ende der 50er Jahre aufs Korn. Die erklärte Absicht: das Böse bis zur Empfindung des Ekels bloßzulegen.

    Tatsächlich spürt der Film mit größter Sensibilität der Faszination des Bösen nach und beschwört es mit hoher, aber nicht immer gleichwertiger Stilkunst. Zu den zeitlos gültigen Momenten des Films gehört unter anderem die Schilderung der von zwei Kindern vorgetäuschten Marienerscheinung und des jahrmarktartigen Wunderrummels - ein Beleg für Fellinis zugleich hellsichtig-kritischen wie liebevoll-mitleidigen Blick.

    Italien 1959/60
    "Manche mögen’s heiß" (Regie: Billy Wilder)
    Some Like It Hot / A qualcuno piace caldo

    mit Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon

    Zitat

    Zwei mittellose Musiker werden als Mordzeugen von Gangstern verfolgt. Um ihr Leben zu retten, schmuggeln sie sich in eine Damenkapelle ein, was zu haarsträubenden Verwicklungen führt.

    Mit herrlichem Witz und spritzigen Dialogen entwickelte, temporeiche und überzeugend besetzte Komödie; die treffsichere Persiflage auf Gangsterfilme und Melodramen enthält manche Derbheiten, ermöglicht aber auch Einsichten in das übliche Rollenverhalten.

    Italien 1959/60
    "Man nannte es den großen Krieg" (Regie: Mario Monicelli)
    La grande guerra

    mit Alberto Sordi, Vittorio Gassman, Silvana Mangano, Bernard Blier

    Zitat

    Zwei Drückeberger geraten an der italienischen Alpenfront im Ersten Weltkrieg in österreichische Gefangenschaft. Sie sterben als Feiglinge, die ihrer Armee gleichwohl den Sieg ermöglichen.

    Ein großangelegter, auch vor groben Mitteln nicht zurückschreckender Versuch, das Bild des Kriegs und seiner Helden von jeglichem Glanz zu befreien.

    Italien 1959/60
    "Der unsichtbare Dritte" (Regie: Alfred Hitchcock)
    North by Northwest / Intrigo internazionale

    mit Cary Grant, Eva Marie Saint, James Mason

    Zitat

    Ein harmloser New Yorker Werbefachmann wird irrtümlich für einen Spion gehalten, der in Wirklichkeit nur als von der CIA erfundenes Phantom existiert. Der Geheimdienst benutzt seine Ahnungslosigkeit, um die Gegenseite auf eine falsche Spur zu locken. Eine Verfolgungsjagd quer durch den nordamerikanischen Kontinent beginnt, während er unfreiwillig zum Helden wird, einen Gentleman-Agenten zur Strecke bringt und die Frau fürs Leben findet.

    Ein brillantes Kinostück mit spannungsvollem Suspense, verblüffenden Kehrtwendungen und spielerischen Überraschungen. Hitchcock vereint auf virtuose, zugleich höchst unterhaltsame Weise alle Qualitäten des Thrillers, des Abenteuerkinos und der Kriminalkomödie und bietet ganz nebenbei eine doppelbödig-ironische Anthologie US-amerikanischer Landschaften, Mythen und Denkmäler.

    Italien 1959/60
    "Die Welt bei Nacht" (Regie: Luigi Vanzi)
    Il mondo di notte

    Zitat

    Eine Kompilation aus internationalen Variete- und Shownummern mit teils respektablen, teils eher geschmacklosen Darbietungen von Catchern, Striptease- und anderen "Sex"-Tänzerinnen. Auf kritische Perspektiven legen weder die Regie noch der Kommentar Wert.

    Italien 1959/60
    "Die Sommerinsel" (Regie: Delmer Daves)
    A Summer Place / Scandalo al sole

    Musik: Max Steiner

    Zitat

    Breit angelegtes Ehe- und Generationsdrama, angesiedelt in den Traumkulissen einer Insel im Mittelmeer: Die ehebrecherische Begegnung von Bart und Sylvia im Bootsschuppen wird von den Kindern beider Paare aufgedeckt und zum Skandal, doch in den nächsten Ferien sind die Eltern über Kreuz miteinander verheiratet, und auch die Kinder werden ein Paar.

    Italien 1959/60
    "Rio Bravo" (Regie: Howard Hawks)
    Rio Bravo / Un dollaro d'onore

    mit John Wayne, Dean Martin, Angie Dickinson

    Zitat

    Sheriff John T. Chance gerät bei der Festnahme eines Mörders in Bedrängnis: Der Bruder des Täters, Boß einer Bande von Revolvermännern, belagert das Gefängnis. Nur durch die Mithilfe eines versoffenen Hilfssheriffs, eines kauzigen Alten und eines jungen Scharfschützen kann die Lage bereinigt werden.

    Herausragender Western von Howard Hawks, der die einfache, aber spannende Story mit professioneller Gelassenheit und ironischen Zwischentönen inszeniert. Die Figurenzeichnung ist brillant.

  • Frankreich 1960
    13 843 114 Zuschauer
    "Ben Hur" (Regie: William Wyler)
    mit Charlton Heston, Stephen Boyd, Jack Hawkins

    Zitat

    Der 1880 erschienene Roman des amerikanischen Rechtsanwalts und Bürgerkriegsgenerals Lewis Wallace in einer dreieinhalbstündigen Neuverfilmung, die an kolossalem Aufwand alles bis dahin Gedrehte übertraf. 365 Sprecherrollen, 50000 Komparsen, über 1 Mio. Requisiten, 16,2 Mio. Dollar Kosten.

    Bewunderter Höhepunkt wie schon des Stummfilms: das Quadrigarennen im Zirkus, mit dem der römische Tribun Messala und der unterjochte israelische Prinz Ben Hur ihren jahrelangen Kampf zwischen Despotie und Freiheitsgeist beenden.

    Frankreich 1960
    5 844 174 Zuschauer
    "Ritter der Nacht" (Regie: André Hunebelle)
    Le Bossu

    mit Jean Marais, Bourvil

    Zitat

    Ein junger Edelmann flieht, des heimtückischen Mordes angeklagt, mit der kleinen Tochter seines getöteten Freundes nach Spanien. Nach 16 Jahren kehrt er zurück, nimmt Rache und heiratet das inzwischen erwachsen gewordene Mädchen.

    Schöne Landschaftsfotografie und humoristische Einlagen heben den auf Jean Marais zugeschnittenen Mantel-und-Degen-Film etwas über den Durchschnitt.

    Frankreich 1960
    5 692 025 Zuschauer
    "Die Wahrheit" (Regie: Henri-Georges Clouzot)
    La Vérité

    mit Brigitte Bardot, Charles Vanel, Sami Frey

    Zitat

    Ein mit akademisch-kühler Sorgfalt gezeichneter Mordprozeß beleuchtet die innere Unfähigkeit von Richter, Ankläger und Verteidiger, die Wahrheit im Lebensbild einer abgeglittenen jungen Frau zu sehen.

    Ein intensiv gestalteter, schauspielerisch eindrucksvoller Film, der freilich bei der Aufdeckung der psychologisch-geistigen Ursachen für gesellschaftliche und individuelle Verirrungen auf eine eigene ethische Grundhaltung verzichtet.

    Frankreich 1960
    4 877 547 Zuschauer
    "Mein Schwert für den König" (Regie: André Hunebelle)
    Le Capitan

    mit Jean Marais, Bourvil, Elsa Martinelli

    Zitat

    Mantel-und-Degenfilm, der zur Zeit Ludwigs XIII. spielt: Ein Edelmann rettet seinen König vor Verrat und Intrigen und gewinnt die Dame seines Herzens.

    Aufwendig und nicht ohne Ironie inszeniert und mit vielen Stars besetzt. Remake von "Abenteuer am Königshof" (1946).

    Frankreich 1960
    4 658 939 Zuschauer
    "Jenseits des Rheins" (Regie: André Cayatte)
    Le Passage du Rhin

    mit Charles Aznavour

    Zitat

    Die Geschichte zweier Franzosen im Zweiten Weltkrieg und nach 1945: Beide geraten in deutsche Gefangenschaft; während der eine, ein idealistischer Journalist, flieht und sich der Resistance anschließt, findet der andere, ein einfacher Kleinbürger, in einem deutschen Dorf die zweite Heimat und kehrt nach Kriegsende über den Rhein dorthin zurück.

    Cayattes Film versteht sich als Plädoyer für die Überwindung jeglicher Grenzen: Was zählt, ist nicht politische oder gesellschaftliche Gruppenzugehörigkeit, sondern individuelles Ethos, individuelle Freiheit. Die Thesenhaftigkeit des Entwurfs wird durch glänzende Schauspielerleistungen ausgeglichen.

    Frankreich 1960
    4 465 100 Zuschauer
    "Geschichte einer Nonne" (Regie: Fred Zinnemann)
    The Nun's Story / Au risque de se perdre

    mit Audrey Hepburn

    Zitat

    Gegen den Willen ihres Vaters tritt die belgische Arzttochter Gabrielle in ein Kloster ein. Nach einer harten Eingewöhnungszeit in dem nach strengen Regeln lebenden Orden geht Schwester Lukas, wie Gabrielle jetzt heißt, in den Kongo. Der Berufsalltag und die Begegnung mit dem "gottlosen" Chirurgen Dr. Fortunati lassen die hingebungsvolle Ordensfrau bald an ihrer Berufung zweifeln.

    Fred Zinnemann widerstand allen Versuchungen, die seelischen Turbulenzen der Nonne in aufdringliche Emotionen oder große Gesten zu überführen. Seine sorgfältige Regie setzt ganz auf die Geschichte statt auf stilistische Schnörkel.

    Frankreich 1960
    3 524 642 Zuschauer
    "Opfergang einer Nonne" (Regie: Philippe Agostini, Raymond Leopold Bruckberger)
    Le Dialogue des carmélites

    mit Jeanne Moreau

    Zitat

    Film zum Gedenken des Todes der sechzehn Karmeliterinnen von Compiegne auf der Hinrichtungsstätte der Französischen Revolution 17. Juli 1794.

    Ein stiller und strenger Darstellungsstil ohne falsche Sentimentalitäten macht aus dem geschichtlichen Stoff ein wichtiges Drama menschlicher Schwäche und christlicher Stärke. Nach einem 1947 geschriebenen Drehbuch von Georges Bernanos.

    Frankreich 1960
    3 517 090 Zuschauer
    "Alamo" (Regie: John Wayne)
    mit John Wayne, Richard Widmark, Laurence Harvey

    Zitat

    Die Verteidigung von Fort Alamo gegen die mexikanische Übermacht im Freiheitskampf der Texaner 1836 durch 185 Freiwillige bis zum letzten Mann.

    Monumentaler Kriegsfilm mit fragwürdiger Heldenverehrung: In dekorativen Bildern wird eine bedenkliche Bewunderung von Todesmut und Führertum zelebriert. Filmisch überzeugt die Produktion durch Aufwand und Tempo und die gefühlvolle Inszenierung.

    Frankreich 1960
    3 485 089 Zuschauer
    "Normandie - Njemen" (Regie: Jean Dréville)
    Normandie-Niémen

    Zitat

    Das Schicksal einer französischen Fliegerstaffel, die während des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetarmee kämpfte.

    Ein auf Grund seiner phrasenlosen Sachlichkeit und seiner künstlerischen Geschlossenheit eindrucksvolles Filmwerk.

    Frankreich 1960
    3 452 012 Zuschauer
    "Austerlitz" (Regie: Abel Gance)
    mit Pierre Mondy, Jack Palance, Jean Marais, Claudia Cardinale, Leslie Caron, Martine Carol, Orson Welles

    Zitat

    Ein Bilderbuch über Napoleon, dessen kolossaler Aufwand nicht im Verhältnis zur formalen und geistigen Leistung steht. Abel Gance nimmt die Biografie des Korsen genau an dem Punkt auf, an dem sein berühmter Napoleon-Film (1925-27) zu Ende gegangen war; sie beginnt mit dem Friedensvertrag von Amiens 1802 und bricht drei Jahre später mit Austerlitz ab.

    Nur der erste, den erotischen Abenteuern des Helden gewidmete Teil enthält Spuren geistreich-amüsanter Ironie - das endlose Schlachttheater, das im übrigen stattfindet, bietet allenfalls die Gelegenheit, eine Legion von Stars in bunten Verkleidungen zu entdecken.

  • Italien 1960/61
    "Ben Hur" (Regie: William Wyler)
    mit Charlton Heston, Stephen Boyd, Jack Hawkins

    Zitat

    Der 1880 erschienene Roman des amerikanischen Rechtsanwalts und Bürgerkriegsgenerals Lewis Wallace in einer dreieinhalbstündigen Neuverfilmung, die an kolossalem Aufwand alles bis dahin Gedrehte übertraf. 365 Sprecherrollen, 50.000 Komparsen, über 1 Mio. Requisiten, 16,2 Mio. Dollar Kosten.

    Bewunderter Höhepunkt wie schon des Stummfilms: das Quadrigarennen im Zirkus, mit dem der römische Tribun Messala und der unterjochte israelische Prinz Ben Hur ihren jahrelangen Kampf zwischen Despotie und Freiheitsgeist beenden.

    Italien 1960/61
    "Spartacus" (Regie: Stanley Kubrick)
    mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Jean Simmons, Laurence Olivier, Charles Laughton, Peter Ustinov

    Zitat

    Die Geschichte des Sklavenaufstandes gegen die unmenschliche Gesellschaft Roms um 74 v. Chr. unter dem thrakischen Sklaven Spartacus.

    Eine Freiheitskämpfer-Saga mit melodramatischen und sentimentalen Akzenten in freier Auslegung der historischen Fakten und starker Vereinfachung der Ereignisse. Allein in der außergewöhnlichen Bildgestaltung der Massenszenen und kämpferischen Auseinandersetzungen vermittelt der Film einen Eindruck dieser ersten revolutionären Freiheitsbewegung.

    Italien 1960/61
    "Rocco und seine Brüder" (Regie: Luchino Visconti)
    Rocco e i suoi fratelli

    mit Alain Delon, Annie Girardot, Renato Salvatori, Claudia Cardinale

    Zitat

    Eine Witwe folgt mit ihrer Familie dem ältesten Sohn von Sizilien in die Industriestadt Mailand, wo sie bessere Lebensbedingungen erwartet. Doch die Begegnung mit der modernen italienischen Gesellschaft führt zum Zerfall der Gemeinschaft. Die fünf Brüder gehen unterschiedliche Wege, einer von ihnen wird zum Gewalttäter und treibt auch den idealistischen ältesten Bruder in den Untergang.

    Ein ausdrucksstarkes, tragisch überhöhtes Sozialdrama, angesiedelt zwischen dem Neorealismus von Viscontis Frühwerken und der ausladenden Epik seiner späteren Familienporträts.

    Italien 1960/61
    "...und dennoch leben sie" (Regie: Vittorio De Sica)
    La ciociara

    mit Sophia Loren, Jean-Paul Belmondo

    Zitat

    1943 flüchtet eine lebenstüchtige junge Witwe mit ihrer Tochter aus Rom in ein Dorf in den Bergen und erlebt dort eine Romanze mit einem jungen Lehrer. Aber auch das ärmliche Dorf wird nicht vom Krieg verschont: Der Lehrer wird von deutschen Truppen ermordet, Mutter und Tochter kehren nach Rom zurück und erleiden dort die Schrecken der letzten Kriegshandlungen.

    Ein Melodram, das zwischen Neorealismus und Starfilm schwankt. Trotz Zugeständnissen an die Konventionen des Starkinos ist das Thema der durch den Krieg leidenden Menschen eindrucksvoll und überzeugend dargestellt. Nach einem Buch von Alberto Moravia.

    Italien 1960/61
    "Die glorreichen Sieben" (Regie: John Sturges)
    The Magnificent Seven / I magnifici sette

    mit Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, Eli Wallach, James Coburn, Horst Buchholz

    Zitat

    Sieben amerikanische Abenteurer befreien ein mexikanisches Dorf nahe der Grenze zur USA von der Willkür einer Räuberbande.

    Abwandlung einer altjapanischen Legende "Die sieben Samurai", 1953 verfilmt von Akira Kurosawa. Ein spannender Western, der die Folklore geschickt in die rauhe Handlung einfügt, eine exzellente Kameraarbeit aufzuweisen hat und besonders in den Nebenrollen von beachtlichen schauspielerischen Leistungen lebt.

    Italien 1960/61
    "Der Weg zurück" (Regie: Luigi Comencini)
    Tutti a casa

    mit Alberto Sordi, Serge Reggiani, Martin Balsam

    Zitat

    Zur Zeit der September-Kapitulation in Italien 1943 versucht eine Handvoll desertierter Soldaten, an den Deutschen und Faschisten vorbei, ungeschoren nach Hause zu kommen.

    Ein auf gehobenem Niveau anekdotisch angelegter Antikriegsfilm, der in einigen Episoden komödiantische und satirische Töne anschlägt.

    Italien 1960/61
    "Die Welt der Suzie Wong" (Regie: Richard Quine)
    The World of Suzie Wong / Il mondo di Suzie Wong

    mit William Holden

    Zitat

    Die Liebesgeschichte zwischen einem amerikanischen Maler und einem chinesischen Taxigirl in der Halbwelt von Hongkong.

    Glatt inszenierte, psychologisch schwache Romanverfilmung mit teurem fernöstlichem Dekor, vielen Sentimentalitäten und einem naiven Moralkodex jenseits christlicher Auffassungen.

    Italien 1960/61
    "Die Leiche ist im falschen Koffer" (Regie: Mario Camerini)
    Crimen

    mit Alberto Sordi, Vittorio Gassman, Nino Manfredi, Silvana Mangano, Bernard Blier

    Zitat

    Eine alte Dame wurde ermordet, ihre zerteilte Leiche wanderte in einen Koffer. Mit diesem makabren Gegenstand bekommen es im Spielerparadies Monte Carlo drei Ehepaare zu tun. Alle beteuern ihre Unschuld, machen sich aber durch pathetische Übertreibungen nur noch verdächtiger.

    Parodistische Kriminalkomödie mit italienischem Temperament; aus dem betonten Mangel an Logik entwickelt sich ein recht humorvolles Treiben.

  • Frankreich 1961
    14 677 042 Zuschauer
    "101 Dalmatiner" (Walt Disney Zeichentrickfilm)
    101 Dalmatians / Les 101 Dalmatiens

    Zitat

    Das Hundepärchen Pongo und Perdi befreit 99 niedliche Dalmatiner-Welpen aus dem Schloß der bösen, hexenhaften Pelz-Fetischistin Cruella de Ville.

    Ein witziger Disney-Zeichentrickfilm voller hübscher Gags, der zeitlos-fröhliche Unterhaltung bietet. Der Trickfilm-Pionier Ub Iwerks führte eine wegweisende Neuerung ein: mit dem Fotokopier-Gerät ließ sich der skizzenhafte Reiz der Originalzeichnungen übertragen, womit man zugleich das Problem löste, 101 Dalmatiner auf einem Filmbild unterbringen zu müssen. Alternativtitel: "Pongo und Perdita", "Pongo und Perdi - Abenteuer einer Hundefamilie"

    Frankreich 1961
    10 181 324 Zuschauer
    "Die Kanonen von Navarone" (Regie: J. Lee Thompson)
    The Guns of Navarone / Les Canons de Navarone

    mit Gregory Peck, David Niven, Anthony Quinn

    Zitat

    Die Ägäis im Kriegsjahr 1943: 2000 britische Soldaten wehren sich gegen die Übermacht der deutschen Truppen, die mit Kanonen von der Insel Navarone aus die Meeresenge blockieren. Ein sechs Mann starkes Elitekommando unter Führung von Major Franklin soll die deutsche Stellung in die Luft sprengen.

    Kriegsfilm nach einer Romanvorlage von Alistair MacLean.

    Frankreich 1961
    7 036 592 Zuschauer
    "Die glorreichen Sieben" (Regie: John Sturges)
    The Magnificent Seven / Les Sept Mercenaires

    mit Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, Eli Wallach, James Coburn, Horst Buchholz

    Zitat

    Sieben amerikanische Abenteurer befreien ein mexikanisches Dorf nahe der Grenze zur USA von der Willkür einer Räuberbande.

    Abwandlung einer altjapanischen Legende "Die sieben Samurai", 1953 verfilmt von Akira Kurosawa. Ein spannender Western, der die Folklore geschickt in die rauhe Handlung einfügt, eine exzellente Kameraarbeit aufzuweisen hat und besonders in den Nebenrollen von beachtlichen schauspielerischen Leistungen lebt.

    Frankreich 1961
    4 944 008 Zuschauer
    "Taxi nach Tobruk" (Regie: Denys de La Patellière)
    Un taxi pour Tobrouk

    mit Lino Ventura, Hardy Krüger, Charles Aznavour

    Zitat

    Oktober 1942: Ein Ritterkreuzträger wird dem französischen Stoßtrupp, der den deutschen Gefangenen durch die Wüste führt, allmählich sympathisch.

    Ein abenteuerlich eingekleideter Film, der sich seine Sache - Abbau von Vorurteilen zwischen den Völkern - etwas zu leicht macht. Als Unterhaltung nicht zuletzt dank hervorragender Darsteller von gediegener Kinoqualität.

    Frankreich 1961
    4 526 086 Zuschauer
    "Spartacus" (Regie: Stanley Kubrick)
    mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Jean Simmons, Laurence Olivier, Charles Laughton, Peter Ustinov

    Zitat

    Die Geschichte des Sklavenaufstandes gegen die unmenschliche Gesellschaft Roms um 74 v. Chr. unter dem thrakischen Sklaven Spartacus.

    Eine Freiheitskämpfer-Saga mit melodramatischen und sentimentalen Akzenten in freier Auslegung der historischen Fakten und starker Vereinfachung der Ereignisse. Allein in der außergewöhnlichen Bildgestaltung der Massenszenen und kämpferischen Auseinandersetzungen vermittelt der Film einen Eindruck dieser ersten revolutionären Freiheitsbewegung.

    Frankreich 1961
    4 471 010 Zuschauer
    "Die drei Musketiere" (Regie: Bernard Borderie)
    Les Trois Mousquetaires

    mit Gérard Barray, Mylène Demongeot

    Zitat

    Der Abenteuerroman von Dumas in einer zweiteiligen Verfilmung. Teil 1 erzählt die Ankunft des jungen Helden D'Artagnan am Hofe Ludwigs XIII. und seinen Sieg über die Schergen des Kardinals Richelieu.

    Frankreich 1961
    4 467 756 Zuschauer
    "Der Graf von Monte Christo" (Regie: Claude Autant-Lara)
    Le Comte de Monte-Cristo

    mit Louis Jourdan

    Zitat

    Die 15. Verfilmung des Abenteuerromans von Alexandre Dumas um den jungen, glücksverwöhnten Seeoffizier, der schuldlos in Verbannung und Kerkerhaft gerät und nach abenteuerlichem Ausbruch sich an seinen Gegnern rächt.

    Mit aller Pracht und Raffinesse des großen Ausstattungskinos inszeniert, wobei die menschlichen Werte der Vorlage gegenüber der äußerlichen Opulenz zurückbleiben.

    Frankreich 1961
    4 281 889 Zuschauer
    "Hochwürden Don Camillo" (Regie: Carmine Gallone)
    Don Camillo Monseigneur / Don Camillo monsignore... ma non troppo

    mit Fernandel, Gino Cervi

    Zitat

    Aus dem bauernschlauen Dorfpfarrer Don Camillo, der recht ungeniert im Zwiegespräch mit dem lieben Gott umgeht, ist ein Prälat geworden, der für einige Zeit in sein Dorf zurückkommt, um seine Auseinandersetzungen mit dem mittlerweile zum Senator aufgestiegenen kommunistischen Bürgermeister Peppone noch einmal zu verlängern.

    Eine streckenweise amüsant-witzige Komödie in Fortsetzung der bekannt derben Art der "Don Camillo"-Filme, die gegenüber den Vorgängern etwas vergröbert ausfiel.

    Frankreich 1961
    4 223 728 Zuschauer
    "El Cid" (Regie: Anthony Mann)
    El Cid / Le Cid

    mit Charlton Heston, Sophia Loren

    Zitat

    Der schauprächtige Abenteuerfilm schildert das edle, opfervolle und tapfere Leben des altspanischen Helden, der um 1080 aus dem Volke zum Schwertführer des Königs aufstieg und, der Legende nach, mit Edelmut und Tapferkeit alle Querelen seines Königshauses überwand.

    Das kampfreiche Geschehen erweckt durch die großartige Massenregie Interesse.

    Frankreich 1961
    4 151 161 Zuschauer
    "Der tolle Amerikaner" (Regie: Robert Dhéry)
    La Belle Américaine

    Zitat

    Ein Pariser Fabrikarbeiter gerät durch ein amerikanisches Luxusauto, das er für nur 4000 Franc kaufen konnte, ohne zu ahnen, warum, in allerlei Bedrängnisse.

    Munter-volkstümliches Lustspiel, das schwungvoll und unbekümmert Klamauk und liebevoll-ironische Seitenhiebe gegen die Lebensarten französischer Vorstadtbewohner verbindet.

    Frankreich 1961
    3 895 973 Zuschauer
    "Exodus" (Regie: Otto Preminger)
    mit Paul Newman, Eva Marie Saint

    Zitat

    Episoden aus dem Freiheitskampf jüdischer Flüchtlinge auf Zypern und in Palästina 1946-1948; im Mittelpunkt der Hungerstreik auf dem Schiff "Exodus".

    Im Stil eines aktionsreichen Spannungsstückes verfilmt, wobei die geistigen und politisch-historischen Hintergründe sehr vereinfacht werden. Das ernsthafte Bemühen, den Anspruch jedes Menschen auf Freiheit und Würde auch aus der abenteuerlichen Handlung aufleuchten zu lassen, sichert dem Film dennoch Sympathie.

    Frankreich 1961
    3 784 490 Zuschauer
    "Im Zeichen der Lilie" (Regie: André Hunebelle)
    Le Miracle des loups

    mit Jean Marais, Jean-Louis Barrault, Rosanna Schiaffino, Roger Hanin

    Zitat

    Eine schauprächtige, routiniert inszenierte Rittergeschichte aus dem spätmittelalterlichen Frankreich mit abenteuerlichen Episoden vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen Ludwig XI. und dem intriganten Karl dem Kühnen.

    Frankreich 1961
    3 640 572 Zuschauer
    "Tim und Struppi und das Geheimnis um das goldene Vlies" (Regie: Jean-Jacques Vierne)
    Tintin et le Mystère de la Toison d'or

    Zitat

    Der jugendliche Reporter und Abenteurer Tintin und sein Hund begleiten ihren Freund, den trinkfreudigen Kapitän Haddock, nach Istanbul, um eine Erbschaft anzutreten. Dabei handelt es sich um einen Schatz, auf den auch eine Diebesbande ein Auge geworfen hat, die das Trio nach etlichen Turbulenzen überlisten kann.

    Aus einem von Herges populären Comic-Abenteuern wurde ein kurzweiliger Realfilm, der vergnüglich-heitere und spannende Unterhaltung bietet. Atmosphärisch stimmig fotografiert und detailverliebt, folgt der Film der ganz eigenen Logik des Comic strips, was zu amüsanten Unwahrscheinlichkeiten führt. Erst seit 2009 gibt es eine deutsch synchronisierte Fassung.

  • Italien 1961/62
    "El Cid" (Regie: Anthony Mann)
    mit Charlton Heston, Sophia Loren

    Zitat

    Der schauprächtige Abenteuerfilm schildert das edle, opfervolle und tapfere Leben des altspanischen Helden, der um 1080 aus dem Volke zum Schwertführer des Königs aufstieg und, der Legende nach, mit Edelmut und Tapferkeit alle Querelen seines Königshauses überwand.

    Das kampfreiche Geschehen erweckt durch die großartige Massenregie Interesse.

    Italien 1961/62
    "Die Kanonen von Navarone" (Regie: J. Lee Thompson)
    The Guns of Navarone / I cannoni di Navarone

    mit Gregory Peck, David Niven, Anthony Quinn

    Zitat

    Die Ägäis im Kriegsjahr 1943: 2000 britische Soldaten wehren sich gegen die Übermacht der deutschen Truppen, die mit Kanonen von der Insel Navarone aus die Meeresenge blockieren. Ein sechs Mann starkes Elitekommando unter Führung von Major Franklin soll die deutsche Stellung in die Luft sprengen.

    Kriegsfilm nach einer Romanvorlage von Alistair MacLean.

    Italien 1961/62
    "Barabbas" (Regie: Richard Fleischer)
    Barabba / Barabbas

    mit Anthony Quinn, Silvana Mangano, Vittorio Gassman, Jack Palance, Ernest Borgnine

    Zitat

    Pär Lagerkvists Roman von Barabbas, dem für Christus freigelassenen Verbrecher, als Monumentalfilm mit religiöser Einfärbung.

    Die Regie vermittelt kaum mehr das existentielle Drama eines von Gott angerührten und dennoch zweifelnden Menschen, sondern vielmehr das aufwendige Schauspiel eines zu Grubenarbeit und Gladiatorenkämpfen verurteilten Sklaven.

    Italien 1961/62
    "Scheidung auf italienisch" (Regie: Pietro Germi)
    Divorzio all'italiana

    mit Marcello Mastroianni, Stefania Sandrelli

    Zitat

    Ehemüder sizilianischer Baron bringt seine Frau planvoll zum Ehebruch und erschießt sie dann aus "verletzter Ehre", um nach kurzer Strafe eine junge Verwandte heiraten zu können.

    Eine routiniert ins Bild gesetzte amüsante Komödie mit schwarzem Humor als Pamphlet gegen die italienische Ehe- und Strafgesetzgebung der damaligen Zeit.

    Italien 1961/62
    "Die siegreichen Drei" (Regie: John Sturges)
    Sergeants 3 / Tre contro tutti

    mit Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr.

    Zitat

    1870 angesiedelter Western mit Starbesetzung, der seinen groß angelegten Schlachtszenen auch parodistische Züge beimischt und erheiternde Wirkungen erzielt. Im fröhlichen Mittelpunkt stehen drei trinkfeste Sergeanten, die ihre Einheit vor einer Niederlage durch die Indianer bewahren.

    Italien 1961/62
    "Hochwürden Don Camillo" (Regie: Carmine Gallone)
    Don Camillo monsignore... ma non troppo / Don Camillo Monseigneur

    mit Fernandel, Gino Cervi

    Zitat

    Aus dem bauernschlauen Dorfpfarrer Don Camillo, der recht ungeniert im Zwiegespräch mit dem lieben Gott umgeht, ist ein Prälat geworden, der für einige Zeit in sein Dorf zurückkommt, um seine Auseinandersetzungen mit dem mittlerweile zum Senator aufgestiegenen kommunistischen Bürgermeister Peppone noch einmal zu verlängern.

    Eine streckenweise amüsant-witzige Komödie in Fortsetzung der bekannt derben Art der "Don Camillo"-Filme, die gegenüber den Vorgängern etwas vergröbert ausfiel.

    Italien 1961/62
    "Boccaccio '70" (Regie: Federico Fellini, Luchino Visconti, Vittorio De Sica)
    mit Anita Ekberg, Romy Schneider, Sophia Loren

    Zitat

    Italienischer Episodenfilm, der viermal in teils unbeschwertem, teils hintergründigem Komödienton von Liebe und Erotik im modernen Leben handelt. Die Zahl 70 im Titel ist ironisch gemeint: Die Hersteller vermuteten zu Unrecht, mit dem 1961 gedrehten Film nicht vor 1970 durch die Zensur zu kommen. Der gestalterisch durchweg beachtliche Film wurde vom italienischen Verleih auf 190 Minuten und vom deutschen Verleih dann noch einmal stark gekürzt.

    "Renzo e Lucia": Weil die weiblichen Angestellten nicht verheiratet sein dürfen, heiraten zwei junge Betriebsangehörige heimlich in der Mittagspause. Diese Episode ist in der deutschen Fassung entfernt.

    "Le Tentazione del Dottor Antonio": Ein heuchlerischer Pharisäer läuft zu den Behörden, um eine anstößige Werbewand mit Anita Ekberg vor seinem Haus entfernen zu lassen, doch die Reklamedame steigt auf die Erde und nimmt den Doktor wortwörtlich auf den Arm.

    "Il Lavoro": Der erste Kunde einer Gräfin, die als Luxus-Callgirl arbeiten will, wird ihr eigener Mann sein.

    "La Riffa": Ausgerechnet der mickrige Dorfsakristan gewinnt den höchsten Preis einer Schießbude, eine Nacht mit der schönen Schießbudenbesitzerin.

    Italien 1961/62
    "Exodus" (Regie: Otto Preminger)
    mit Paul Newman, Eva Marie Saint

    Zitat

    Episoden aus dem Freiheitskampf jüdischer Flüchtlinge auf Zypern und in Palästina 1946-1948; im Mittelpunkt der Hungerstreik auf dem Schiff "Exodus".

    Im Stil eines aktionsreichen Spannungsstückes verfilmt, wobei die geistigen und politisch-historischen Hintergründe sehr vereinfacht werden. Das ernsthafte Bemühen, den Anspruch jedes Menschen auf Freiheit und Würde auch aus der abenteuerlichen Handlung aufleuchten zu lassen, sichert dem Film dennoch Sympathie.

    Italien 1961/62
    "Liebenswerte Gegner" (Regie: Guy Hamilton)
    I due nemici / The Best of Enemies

    mit David Niven, Alberto Sordi

    Zitat

    Wechselndes Kriegsglück in Abessinien 1941 führt einen britischen und einen italienischen Offizier über den Unterschied der Nationalität und des Temperaments hinweg zur gegenseitigen Achtung.

    Anfangs vergnügliche Militärhumoreske, später dann Wüstenabenteuer, am Schluß bleibt nur noch Pathos.

  • 1962

    Bundesrepublik Deutschland
    2. Februar 1962
    "Die Fledermaus" (Regie: Géza von Cziffra)
    mit Peter Alexander, Marianne Koch, Marika Rökk, Hans Moser, Willy Millowitsch, Gunther Philipp

    Zitat

    Frei nach der Johann-Strauß-Operette, von der dabei nicht viel mehr übrigblieb als eine schwankhafte Peter-Alexander-Show mit aufgesetzten Gags.

    Bundesrepublik Deutschland
    2. März 1962
    "Ein Pyjama für zwei" (Regie: Delbert Mann)
    Lover Come Back

    mit Doris Day, Rock Hudson, Tony Randall

    Zitat

    Rock Hudson und Doris Day in einer Liebeskomödie, die den Erfolg von "Bettgeflüster" so getreu wie möglich in der Welt der Werbeagenturen zu wiederholen versucht: Zwei Konkurrenten verfeinden und verlieben sich, ohne einander zu kennen.

    Starkino mit routiniertem Witz.

    Bundesrepublik Deutschland
    19. Juni 1962
    "Die Tür mit den sieben Schlössern" (Regie: Alfred Vohrer)
    mit Heinz Drache, Sabina Sesselmann, Eddi Arent, Klaus Kinski, Siegfried Schürenberg, Pinkas Braun, Ady Berber

    Zitat

    Weiterer Serienkrimi nach Edgar Wallace. Die in gewohnter Weise teils gruselig, teils komisch eingefärbte Mordhandlung läßt sieben Erbschleicher einen verbrecherischen Kampf untereinander führen.

    Standard-Unterhaltung, in ihren besten Momenten von unfreiwilliger Komik.

    Bundesrepublik Deutschland
    20. Juli 1962
    "Die siegreichen Drei" (Regie: John Sturges)
    Sergeants 3

    mit Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr.

    Zitat

    1870 angesiedelter Western mit Starbesetzung, der seinen groß angelegten Schlachtszenen auch parodistische Züge beimischt und erheiternde Wirkungen erzielt. Im fröhlichen Mittelpunkt stehen drei trinkfeste Sergeanten, die ihre Einheit vor einer Niederlage durch die Indianer bewahren.

    Bundesrepublik Deutschland
    12. September 1962
    "Freddy und das Lied der Südsee" (Regie: Werner Jacobs)
    mit Freddy Quinn

    Zitat

    Die Mär vom anständigen Seemann, der die Weite des Meeres den Gefahren und Reizen der Südsee vorzieht.

    Klamauk, Schlager und dünne Abenteuerspannung nach bewährtem Freddy-Quinn-Rezept.

    Bundesrepublik Deutschland
    28. September 1962
    "Das Gasthaus an der Themse" (Regie: Alfred Vohrer)
    mit Joachim Fuchsberger, Brigitte Grothum, Elisabeth Flickenschildt, Klaus Kinski, Eddi Arent, Siegfried Schürenberg

    Zitat

    Ein Inspektor der Themsepolizei entlarvt nach langem Rätselraten einen gefährlichen Mörder und Diamantenschmuggler.

    Edgar-Wallace-Verfilmung nach publikumswirksamem Schema.

    Bundesrepublik Deutschland
    25. Oktober 1962
    "Der längste Tag" (Regie: Ken Annakin, Andrew Marton, Bernhard Wicki)
    The Longest Day

    mit John Wayne, Robert Mitchum, Curd Jürgens, Richard Burton, Henry Fonda, Gert Fröbe, Hans Christian Blech, Heinz Reincke

    Zitat

    Die alliierte Invasion am 6. Juni 1944 in der Normandie ist das Sujet für einen epischen, in seiner aufwendigen und in der Kameraarbeit überragenden Kriegsfilm. Trotz äußerlicher Detailgenauigkeit bietet der Film eher großes Starkino, als daß er zur historischen Klärung der Ereignisse beitragen kann. Vom humanitären Standpunkt liefert der Film kaum emotionale Berührungspunkte.

    Bundesrepublik Deutschland
    14. Dezember 1962
    "Ein Hauch von Nerz" (Regie: Delbert Mann)
    mit Doris Day, Cary Grant

    Zitat

    Ein reicher Wirtschaftsboß und Junggeselle mit leicht frauenfeindlichem Charakter überredet eine hübsche, kluge und gewitzte Sekretärin zu einer luxuriösen Bermuda-Reise. Doch die Erfüllung seiner Erwartungen tritt nicht ein: sie leidet zunächst an nervösem Ausschlag, dann am übertriebenen Genuß von Alkohol. Schließlich dreht sich, in jeder Hinsicht, der Spieß um.

    Nach "Bettgeflüster" und "Pyjama für zwei" die dritte Variation eines Erfolgsrezeptes mit Doris Day: ein heiter-komödiantisches, bei aller Koketterie stets sauberes Spiel mit der Frivolität. Seinen eigentlichen Witz bezieht der Film aus der ins Bizarre übersteigerten Nebenhandlung, die die Liebesgeschichte bricht und aufs köstlichste karikiert.

    Bundesrepublik Deutschland
    14. Dezember 1962
    "Der Schatz im Silbersee" (Regie: Harald Reinl)
    mit Lex Barker, Pierre Brice, Herbert Lom, Karin Dor, Götz George, Ralf Wolter

    Zitat

    In der Atmosphäre stimmige Karl-May-Verfilmung, die erste von zahlreichen aus den 60er Jahren: Der weiße Trapper Old Shatterhand und seine Gefährten sind auf den Spuren von verbrecherischen Schatzsuchern und erhalten durch den tapferen Apachenhäuptling Winnetou Unterstützung im Kampf gegen die skrupellose Bande.

    Ein in landschaftlich eindrucksvoller Kulisse angesiedelter Unterhaltungsfilm, der die Vorgaben des Romans zwar vergröbert, sich aber in der Handlung ähnlich nobel gibt; zurückhaltend bei Kampfszenen.

    Bundesrepublik Deutschland
    21. Dezember 1962
    "Taras Bulba" (Regie: J. Lee Thompson)
    mit Yul Brynner, Tony Curtis, Christine Kaufmann

    Zitat

    Der Kampf des Kosakenführers Taras Bulba im 16. Jahrhundert gegen die Polen - und gegen den eigenen rebellischen Sohn - in einer Neuverfilmung der Erzählung von Nikolaj Gogol.

    Inszeniert als aufwendiges Kolossalgemälde einer heldischen Zeit, das Barbarismus und Verworrenheit, Banalität und Pathos oberflächlich effektvoll verbindet. Eindrucksvoll in den Massenszenen.

    Bundesrepublik Deutschland
    21. Dezember 1962
    "Kohlhiesels Töchter" (Regie: Axel von Ambesser)
    mit Liselotte Pulver, Dietmar Schönherr

    Zitat

    Der klassische Schwank von den ungleichen Schwestern, die mit List und Einfalt ihre Liebhaber und Mitgiftjäger nasführen, in einer geschmacksunsicheren Neuverfilmung, die auch durch Liselotte Pulver in der Doppelrolle keinen echten Humor gewinnt.


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    Quelle: http://www.insidekino.com/DBO.htm

  • Frankreich 1962
    11 928 257 Zuschauer
    "Der längste Tag" (Regie: Ken Annakin, Andrew Marton, Bernhard Wicki)
    The Longest Day / Le Jour le plus long

    mit John Wayne, Robert Mitchum, Curd Jürgens, Richard Burton, Henry Fonda, Bourvil

    Zitat

    Die alliierte Invasion am 6. Juni 1944 in der Normandie ist das Sujet für einen epischen, in seiner aufwendigen und in der Kameraarbeit überragenden Kriegsfilm. Trotz äußerlicher Detailgenauigkeit bietet der Film eher großes Starkino, als daß er zur historischen Klärung der Ereignisse beitragen kann. Vom humanitären Standpunkt liefert der Film kaum emotionale Berührungspunkte.

    Frankreich 1962
    9 959 601 Zuschauer
    "Krieg der Knöpfe" (Regie: Yves Robert)
    La Guerre des boutons

    Zitat

    Ein nichtiger Anlaß belebt den alten Rivalitätskampf zwischen den Kindern zweier französischer Dörfer. Die harmlos scheinende Auseinandersetzung wird zum Kleinkrieg der Kinder, dem die Erwachsenen hilflos gegenüberstehen.

    Ein mit leisem Humor und viel Lebensweisheit inszenierter Jugendfilm, der den Verhaltensweisen der Erwachsenen einen Spiegel vorhält; zugleich eine satirische, zuweilen bitter sarkastische Schilderung der französischen Provinz als Brutstätte von Ressentiments und latenter Gewalt.

    Frankreich 1962
    8 732 613 Zuschauer
    "West Side Story" (Regie: Robert Wise)
    mit Natalie Wood

    Zitat

    Das "Romeo und Julia"-Thema in einem von Puertoricanern bewohnten Armenviertel von New York: die blutige Auseinandersetzung zweier Halbstarken-Banden, verflochten mit einer pseudo-tragischen Liebesgeschichte.

    Als ein Musical mit der faszinierenden Musik von Leonard Bernstein von bemerkenswerter Qualität, die auf dem Zusammenklang glänzender tänzerischer Leistungen, optischer Einfälle und gelungener Persiflage des Milieus beruht. In der zweiten Hälfte des Films gewinnen Sentimentalität und reißerische Dramatik die Oberhand.

    Frankreich 1962
    3 746 038 Zuschauer
    "Der junge General" (Regie: Jean Dréville)
    La Fayette

    mit Michel Le Royer, Orson Welles, Jack Hawkins, Liselotte Pulver

    Zitat

    Die romantische Geschichte des jungen Franzosen Marquis de Lafayette, der auf seiten General Washingtons im amerikanischen Freiheitskrieg gegen die Engländer kämpft.

    Trotz des großen Aufwands an Stars, Komparsen und Material ein nur mäßig beeindruckender Kolossalfilm.

    Frankreich 1962
    3 621 669 Zuschauer
    "Das war der Wilde Westen" (Regie: John Ford, Henry Hathaway, George Marshall)
    How the West Was Won / La Conquête de l'Ouest

    mit James Stewart, Gregory Peck, Richard Widmark, Henry Fonda, Debbie Reynolds, Carroll Baker, John Wayne

    Zitat

    Überlanger Starfilm, der - inspiriert von einer Artikelserie im "Life"-Magazin - in bilderbogenhaften Episoden die Erschließung des amerikanischen Westens von den ersten Trecks bis zur ersten Eisenbahn erzählt.

    Dank der vor allem in der von Ford inszenierten Bürgerkriegsepisode intelligent genutzten technischen Möglichkeiten des Cinerama-Verfahrens fesselnde Unterhaltung.

    Frankreich 1962
    3 610 402 Zuschauer
    "Cartouche, der Bandit" (Regie: Philippe de Broca)
    Cartouche

    mit Jean-Paul Belmondo, Claudia Cardinale

    Zitat

    Ungewöhnlich flotter und turbulenter Abenteuerfilm rund um die bravourösen Taten eines französischen Robin Hood.

    Übermütig, mit gelegentlicher Neigung zu lustvollem Kitsch und einer Paraderolle für Jean-Paul Belmondo.

    Frankreich 1962
    3 234 404 Zuschauer
    "Hatari!" (Regie: Howard Hawks)
    mit John Wayne, Hardy Krüger, Elsa Martinelli, Gérard Blain

    Zitat

    Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, angeführt von der jungen Inhaberin einer Tierfarm sowie dem abgeklärt-routinierten "technischen Leiter" des Teams, erlebt waghalsige Abenteuer beim Tierfang in Tanganjika. Mit der Ankunft einer hübschen jungen Fotografin tritt zur Gefahr durch die wilden Tiere die komplizierte Verstrickung durch die Liebe hinzu.

    Ein vorzüglicher Unterhaltungsfilm, der souverän die Balance zwischen Spannung und Komik, rasanter Aktion und entspannter Ruhe findet. Ohne jeden Hang zur billigen Sensation verbindet Hawks die konventionelle, aber sympathische Spielhandlung mit vielen originellen, aber auch packenden Szenen von fast dokumentarischer Intensität: In kühnen Kameraeinstellungen werden so die Jagdszenen eindrucksvoll und intensiv eingefangen.

    Frankreich 1962
    3 147 172 Zuschauer
    "Der Graf mit der eisernen Faust" (Regie: André Hunebelle)
    Les Mystères de Paris

    mit Jean Marais, Raymond Pellegrin, Dany Robin

    Zitat

    Ein eleganter Marquis hüllt sich in Lumpen und steigt in die Unterwelt von Paris hinab, um mit Faust und Geld einem zarten Mädchen aus dem Volk beizustehen.

    Historischer Ausstattungs- und Abenteuerfilm nach Eugene Sue, aufbereitet als gefällige Kostümunterhaltung.

  • Italien 1962/63
    "Der Leopard" (Regie: Luchino Visconti)
    Il Gattopardo

    mit Burt Lancaster, Claudia Cardinale, Alain Delon

    Zitat

    Zur Zeit der Einigungsbestrebungen Garibaldis in Italien um die Mitte des 19. Jahrhunderts: Ein alter Fürst arrangiert sich oberflächlich mit den aufstrebenden bürgerlich-liberalen Kräften, indem er seinen Neffen mit der Tochter des opportunistischen Bürgermeisters verheiratet. Gleichzeitig aber verweigert er seine Mitarbeit am neuen Königreich Italien. Bei einem Ball begegnen sich schließlich alte und neue Gesellschaft zu einem grandiosen Totentanz.

    Ein bewegendes historisches und gesellschaftliches Panoramabild von faszinierender Schönheit und analytischer Schärfe. Viscontis Sympathie gilt der überlebten Herrschaftsschicht, die dem Volk nähersteht als die bürgerlichen Emporkömmlinge, die für ihn eine direkte Verbindungslinie zum Mussolini-Faschismus darstellen. Dieser Dialektik entsprechend bewegt sich der Stil des Films zwischen blühender Pracht und morbidem Glanz.

    Italien 1962/63
    "Der längste Tag" (Regie: Ken Annakin, Andrew Marton, Bernhard Wicki)
    The Longest Day / Il giorno più lungo

    mit John Wayne, Robert Mitchum, Curd Jürgens, Richard Burton, Henry Fonda

    Zitat

    Die alliierte Invasion am 6. Juni 1944 in der Normandie ist das Sujet für einen epischen, in seiner aufwendigen und in der Kameraarbeit überragenden Kriegsfilm. Trotz äußerlicher Detailgenauigkeit bietet der Film eher großes Starkino, als daß er zur historischen Klärung der Ereignisse beitragen kann. Vom humanitären Standpunkt liefert der Film kaum emotionale Berührungspunkte.

    Italien 1962/63
    "Das war der Wilde Westen" (Regie: John Ford, Henry Hathaway, George Marshall)
    How the West Was Won / La conquista del West

    mit James Stewart, Gregory Peck, Richard Widmark, Henry Fonda, Debbie Reynolds, Carroll Baker, John Wayne

    Zitat

    Überlanger Starfilm, der - inspiriert von einer Artikelserie im "Life"-Magazin - in bilderbogenhaften Episoden die Erschließung des amerikanischen Westens von den ersten Trecks bis zur ersten Eisenbahn erzählt.

    Dank der vor allem in der von Ford inszenierten Bürgerkriegsepisode intelligent genutzten technischen Möglichkeiten des Cinerama-Verfahrens fesselnde Unterhaltung.

    Italien 1962/63
    "Meuterei auf der Bounty" (Regie: Lewis Milestone)
    Mutiny on the Bounty / Gli ammutinati del Bounty

    mit Marlon Brando, Trevor Howard, Richard Harris

    Zitat

    Überzeugend besetzte und äußerlich aufwendige, in der inneren Dramatik aber eher schwache Verfilmung der historisch beglaubigten Meuterei auf einem englischen Schiff, das Ende des 18. Jahrhunderts auf schnellstem Wege nach Tahiti segeln soll.

    Italien 1962/63
    "Verliebt in scharfe Kurven" (Regie: Dino Risi)
    Il sorpasso

    Vittorio Gassman, Jean-Louis Trintignant, Catherine Spaak

    Zitat

    Während einer zweitägigen Autofahrt entlang der tyrrhenischen Küste prallen die gegensätzlichen Charaktere und Lebensauffassungen eines leichtfertigen Nichtstuers und eines scheuen Studenten aufeinander.

    Der auf einen heiteren Grundton gestimmte, vorzüglich besetzte und mit souveräner Leichtigkeit inszenierte Film weckt durch seine nüchtern-exakte Beobachtung von Situationen und Verhaltensweisen eine zunächst unerwartete Nachdenklichkeit.

    Italien 1962/63
    "Sodom und Gomorrha" (Regie: Robert Aldrich)
    Sodoma e Gomorra / Sodom and Gomorrah

    mit Stewart Granger, Pier Angeli, Anouk Aimée, Stanley Baker, Rossana Podestà

    Zitat

    In den Städten Sodom und Gomorrha regiert das Laster. Der fromme wie kampferprobte Hebräer Lot wird von Gott gewarnt: Der Herr will die Sündenpfuhle vernichten…

    Robert Aldrich verarbeitet horrend "abgewandelte" biblische Motive und Namen zu einem oft blutrünstigen Abenteuerfilm - im Sinne des Verleiher-Mottos "Dolce Vita vor 4000 Jahren".

  • 1963

    Bundesrepublik Deutschland
    15. März 1963
    "Lawrence von Arabien" (Regie: David Lean)
    Lawrence of Arabia

    mit Peter O'Toole, Omar Sharif, Alec Guinness, Anthony Quinn

    Zitat

    In epischer Breite wird die Geschichte des englischen Offiziers T. E. Lawrence erzählt, der während des Ersten Weltkrieges den arabischen Aufstand gegen die türkischen Besatzer anzettelte und anführte.

    Der von großartigen Darstellern getragene Film, dessen visuelle Bildkraft der Wüstenszenen überwältigt, legt weniger Wert auf breit ausgespielte Kampfhandlungen, sondern macht die entbehrungsreichen Wüstenritte, die Einsamkeit und die ungeheure Kraftanstrengung augenfällig.

    Bundesrepublik Deutschland
    29. August 1963
    "Heimweh nach St. Pauli" (Regie: Werner Jacobs)
    mit Freddy Quinn, Jayne Mansfield

    Zitat

    Einem Anfang der 60er Jahre in Hamburg erfolgreichen Musical nachgeformter Film vom heimkehrenden verlorenen Sohn und seiner Bekehrung vom dollarschweren Schlagersänger zum schlichten Seemann.

    Mischung aus Heimat- und Schlagerfilm, voller Sentimentalitäten in hamburgischer Folklore.

    Bundesrepublik Deutschland
    12. September 1963
    "Das Mädchen Irma la Douce" (Regie: Billy Wilder)
    Irma la Douce

    mit Shirley MacLaine, Jack Lemmon

    Zitat

    Ein entlassener Pariser Polizist spannt ein naives Straßenmädchen dessen brutalem Zuhälter aus und führt es durch listige, aber nervenaufreibende Doppelgängerei, die fast in eine Identitätskrise mündet, zum Traualtar.

    Amüsante Verfilmung eines gleichnamigen Musicals, das anspielungsreich mit der "Ruchlosigkeit" des Milieus kokettiert; vor allem dank des hervorragenden Zusammenspiels der beiden Hauptdarsteller ein bemerkenswerter Unterhaltungsfilm mit vielen Gags und einigen anrührenden Tiefen.

    Bundesrepublik Deutschland
    17. Oktober 1963
    "Das Haus in Montevideo" (Regie: Helmut Käutner)
    mit Heinz Rühmann, Ruth Leuwerik

    Zitat

    Ein tugendstrenger Professor wird durch das Testament seiner Schwester vor eine harte Probe seiner schulmeisterlichen Moral gestellt.

    Aufwendige Neuverfilmung der Curt-Goetz-Komödie, die die Pointen der Vorlage vergröbert oder überspielt. Keineswegs tiefgründig, aber mit vielen durchaus amüsanten und entlarvenden Pointen gespickt. Kurzweilige Augenblicksunterhaltung.

    Bundesrepublik Deutschland
    11. Dezember 1963
    "Winnetou" (Regie: Harald Reinl)
    mit Lex Barker, Pierre Brice, Mario Adorf, Marie Versini, Ralf Wolter

    Zitat

    Der erste Teil der "Winnetou"-Trilogie, inszeniert nach Motiven des gleichnamigen Romans von Karl May: Ein "Greenhorn" aus Deutschland kommt als tapferer Abgesandter einer Eisenbahngesellschaft in den Wilden Westen und erwirbt sich als Old Shatterhand die Freundschaft des edlen Apachen-Häuptlings Winnetou, indem er ihm im Kampf gegen eine skrupellose und goldgierige Verbrecherbande beisteht. Er befreit Winnetou aus den Händen der alkoholisierten Komantschen, besiegt im Zweikampf seinen Vater, kann aber nicht verhindern, daß dieser sowie Winnetous Schwester getötet werden.

    Ein atmosphärisch recht dichter Versuch, einen "deutschen Western" zu kreieren. Zwischen heftigem Kampfgetümmel und komischen Einlagen umschreibt der Film gefühlvoll-sentimental Themen wie Haß, Versöhnung, Fürsprache, Vergebung, Liebe und Tod.

  • Frankreich 1963
    8 756 631 Zuschauer
    "Gesprengte Ketten" (Regie: John Sturges)
    The Great Escape / La Grande Évasion

    mit Steve McQueen, James Garner, Richard Attenborough, Charles Bronson, James Coburn, Donald Pleasence

    Zitat

    Ein auf einem Tatsachenbericht beruhender Abenteuerfilm über die Massenflucht alliierter Kriegsgefangener aus einem besonders gesicherten deutschen Lager in Bayern.

    Vorzüglich besetzt und mit viel Routine inszeniert, ist der Film in erster Linie an den Spannungselementen des Stoffes interessiert.

    Frankreich 1963
    6 396 529 Zuschauer
    "Alles in Butter" (Regie: Gilles Grangier)
    La Cuisine au beurre

    mit Fernandel, Bourvil

    Zitat

    Heimgekehrt aus deutscher Kriegsgefangenschaft, die er freiwillig im österreichischen Krems bei einer drallen Wirtin verbrachte, findet ein Kneipenwirt seine Frau in einem Provence-Städtchen mit einem anderen verheiratet.

    Lustspiel, das trotz der komischen Talente von Fernandel und Bourvil etliche Längen aufweist.

    Frankreich 1963
    5 712 198 Zuschauer
    "Lawrence von Arabien" (Regie: David Lean)
    Lawrence of Arabia / Lawrence d'Arabie

    mit Peter O'Toole, Omar Sharif, Alec Guinness, Anthony Quinn

    Zitat

    In epischer Breite wird die Geschichte des englischen Offiziers T. E. Lawrence erzählt, der während des Ersten Weltkrieges den arabischen Aufstand gegen die türkischen Besatzer anzettelte und anführte.

    Der von großartigen Darstellern getragene Film, dessen visuelle Bildkraft der Wüstenszenen überwältigt, legt weniger Wert auf breit ausgespielte Kampfhandlungen, sondern macht die entbehrungsreichen Wüstenritte, die Einsamkeit und die ungeheure Kraftanstrengung augenfällig.

    Frankreich 1963
    4 772 685 Zuschauer
    "James Bond 007 jagt Dr. No" (Regie: Terence Young)
    Dr. No / James Bond 007 contre Dr No

    mit Sean Connery, Ursula Andress

    Zitat

    James Bond, Geheimagent in London, Codenummer 007, setzt sich auf die Spur eines einzelgängerischen Atomwissenschaftlers, der durch radioaktive Strahlen amerikanische Raketenstarts in der Karibik stört.

    Spannende Mischung aus Detektiv-, Grusel- und utopischem Film. Erster Film der populären und - trotz mehrfachen Hauptdarsteller-Wechsels - langlebigen Serie von Actionfilmen, die seit 1962 Motive aus Romanen des Engländers Ian Fleming (1908-1964) zu einer spektakulären Genre-Mischung verarbeitet.

    Frankreich 1963
    4 510 047 Zuschauer
    "55 Tage in Peking" (Regie: Nicholas Ray)
    55 Days at Peking / Les 55 Jours de Pékin

    mit Charlton Heston, Ava Gardner, David Niven

    Zitat

    Der Boxeraufstand in Peking 1900 als Gegenstand eines aufwendigen Monumentalfilms. Die zahlenmäßig unterlegenen Truppen der internationalen Gesandtschaften halten vereint in einem listenreichen Verzweiflungskampf gegen die Übermacht der Aufständischen durch, bis Ersatz eintrifft.

    Bemerkenswert an diesem in der Handlung frei erfundenen Heldenepos in Starbesetzung sind nur die großartig inszenierten Kampfszenen und die Kameraarbeit.

    Frankreich 1963
    3 649 498 Zuschauer
    "Der Leopard" (Regie: Luchino Visconti)
    Il Gattopardo / Le Guépard

    mit Burt Lancaster, Claudia Cardinale, Alain Delon

    Zitat

    Zur Zeit der Einigungsbestrebungen Garibaldis in Italien um die Mitte des 19. Jahrhunderts: Ein alter Fürst arrangiert sich oberflächlich mit den aufstrebenden bürgerlich-liberalen Kräften, indem er seinen Neffen mit der Tochter des opportunistischen Bürgermeisters verheiratet. Gleichzeitig aber verweigert er seine Mitarbeit am neuen Königreich Italien. Bei einem Ball begegnen sich schließlich alte und neue Gesellschaft zu einem grandiosen Totentanz.

    Ein bewegendes historisches und gesellschaftliches Panoramabild von faszinierender Schönheit und analytischer Schärfe. Viscontis Sympathie gilt der überlebten Herrschaftsschicht, die dem Volk nähersteht als die bürgerlichen Emporkömmlinge, die für ihn eine direkte Verbindungslinie zum Mussolini-Faschismus darstellen. Dieser Dialektik entsprechend bewegt sich der Stil des Films zwischen blühender Pracht und morbidem Glanz.

    Frankreich 1963
    3 518 083 Zuschauer
    "Lautlos wie die Nacht" (Regie: Henri Verneuil)
    Mélodie en sous-sol

    mit Jean Gabin, Alain Delon

    Zitat

    Zwei Ganoven investieren mehr Kaltblütigkeit als Scharfsinn in einen Coup gegen das Spielkasino in Cannes.

    Spannend und listenreich bis zur amüsanten Schlußpointe inszenierter Kriminalfilm.

    Frankreich 1963
    3 321 121 Zuschauer
    "Mein Onkel, der Gangster" (Regie: Georges Lautner)
    Les Tontons flingueurs

    mit Lino Ventura, Bernard Blier, Sabine Sinjen, Horst Frank

    Zitat

    Ein Traktorenfachmann aus der Provinz tritt das Erbe eines Obergauners an und weiß auf drastische Art das Unternehmen zu koordinieren.

    Nicht immer geistreiche, aber einigermaßen erheiternde Parodie auf Gangsterfilme.

  • Italien 1963/64
    "Cleopatra" (Regie: Joseph L. Mankiewicz)
    mit Elizabeth Taylor, Richard Burton, Rex Harrison

    Zitat

    Im Jahr 48 v. Chr. wickelt Ägyptens Königin Cleopatra den römischen Herrscher Julius Cäsar um den Finger, um ihren verlorenen Thron zurückzugewinnen. Nach Cäsars Ermordung bändelt sie mit dessen Nachfolger Marcus Antonius an.

    Mit einem (inflationsbereinigten) Budget von 300 Mio. Dollar war der Film bis zu "Avatar" die teuerste Produktion aller Zeiten - für 20th Century Fox bedeutete das fast den Ruin.

    Italien 1963/64
    "Gestern, heute und morgen" (Regie: Vittorio De Sica)
    Ieri, oggi, domani

    mit Sophia Loren, Marcello Mastroianni

    Zitat

    Drei Starrollen in drei nur scheinbar wirklichkeitsnahen Episoden aus Neapel, Mailand und Rom für Sophia Loren - als kinderreiche Schwarzhändlerin ("Gestern"/"Adelina"), eiskalte Industriellengattin ("Heute"/"Anna") und gutherziges Callgirl ("Morgen"/"Mara"), das einen verwirrten Priesteranwärter wieder auf den Pfad der Tugend zurückbringt.

    Die früheren Exponenten des Neorealismus Zavattini und de Sica liefern hier weitgehend belanglose Geschichten in einer derb-oberflächlichen Inszenierung.

    Italien 1963/64
    "James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau" (Regie: Terence Young)
    From Russia with Love / A 007, dalla Russia con amore

    mit Sean Connery, Robert Shaw, Pedro Armendáriz, Daniela Bianchi, Lotte Lenya

    Zitat

    Bond-Film Nr. 2. Die Spionageorganisation "Phantom" (SPECTRE) spielt den britischen und den sowjetischen Geheimdienst gegeneinander aus, um in den Besitz einer Dechiffriermaschine der Sowjets zu kommen. Bond fliegt nach Istanbul, wo die Maschine zu erbeuten ist, und läßt die russische Botschaft in die Luft fliegen. Höhepunkt der ironisch servierten Abenteuer ist die Jagd auf den flüchtenden Bond mit Hubschrauber und Schnellbooten.

    Italien 1963/64
    "Lawrence von Arabien" (Regie: David Lean)
    Lawrence of Arabia / Lawrence d'Arabia

    mit Peter O'Toole, Omar Sharif, Alec Guinness, Anthony Quinn

    Zitat

    In epischer Breite wird die Geschichte des englischen Offiziers T. E. Lawrence erzählt, der während des Ersten Weltkrieges den arabischen Aufstand gegen die türkischen Besatzer anzettelte und anführte.

    Der von großartigen Darstellern getragene Film, dessen visuelle Bildkraft der Wüstenszenen überwältigt, legt weniger Wert auf breit ausgespielte Kampfhandlungen, sondern macht die entbehrungsreichen Wüstenritte, die Einsamkeit und die ungeheure Kraftanstrengung augenfällig.

    Italien 1963/64
    "55 Tage in Peking" (Regie: Nicholas Ray)
    55 Days at Peking / 55 giorni a Pechino

    mit Charlton Heston, Ava Gardner, David Niven

    Zitat

    Der Boxeraufstand in Peking 1900 als Gegenstand eines aufwendigen Monumentalfilms. Die zahlenmäßig unterlegenen Truppen der internationalen Gesandtschaften halten vereint in einem listenreichen Verzweiflungskampf gegen die Übermacht der Aufständischen durch, bis Ersatz eintrifft.

    Bemerkenswert an diesem in der Handlung frei erfundenen Heldenepos in Starbesetzung sind nur die großartig inszenierten Kampfszenen und die Kameraarbeit.

    Italien 1963/64
    "Gesprengte Ketten" (Regie: John Sturges)
    The Great Escape / La grande fuga

    mit Steve McQueen, James Garner, Richard Attenborough, Charles Bronson, James Coburn, Donald Pleasence

    Zitat

    Ein auf einem Tatsachenbericht beruhender Abenteuerfilm über die Massenflucht alliierter Kriegsgefangener aus einem besonders gesicherten deutschen Lager in Bayern.

    Vorzüglich besetzt und mit viel Routine inszeniert, ist der Film in erster Linie an den Spannungselementen des Stoffes interessiert.

    Italien 1963/64
    "Charade" (Regie: Stanley Donen)
    Charade / Sciarada

    mit Audrey Hepburn, Cary Grant, Walter Matthau, James Coburn

    Zitat

    Die hübsche Witwe eines Betrügers sieht sich von drei Gangstern bedrängt und schwankt zwischen Schutzbedürfnis und Mißtrauen gegenüber dem geliebten Mann.

    Ein exzellenter Kriminalfilm, der seine Pointe geschickt hinauszuzögern weiß; teils makaber, teils ansteckend heiter.

    Italien 1963/64
    "Vier für Texas" (Regie: Robert Aldrich)
    4 for Texas / I quattro del Texas

    mit Frank Sinatra, Dean Martin, Ursula Andress, Anita Ekberg, Charles Bronson, Victor Buono

    Zitat

    Zwei zwielichtige Abenteurer überlisten einander, verbünden sich aber schließlich gegen einen noch übleren Schurken.

    Western-Persiflage mit Witz und Starbesetzung, bisweilen makaber-ironisch, jedoch nicht rundum vergnüglich inszeniert.

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