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Alt 04.11.2017, 06:04   #3876  
jakubkurtzberg
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Jetzt schon rare Marvel Klassiker...
http://dassagtenuff.blogspot.de/2017...-of-conan.html
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Alt 04.11.2017, 10:23   #3877  
michidiers
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Hachette Sammlung der Superhelden Oktober 2017

War mit Jessica Jones und Carol Danvers im September Frauenpower angesagt, setzt Hachette diesen Monat mit dem Punisher und Nick Fury auf Testosteron und kantige Typen.

AUSGABE 20: Punisher



Punisher schlägt zu! / Punisher: Das erste Jahr

Inhalt: Amazing Spider-Man 129, The Punisher: Year one 1-4

Zitat:
Den Punisher, Marvels infamsten Antihelden, braucht man nicht mehr vorzustellen. Er ist brutal, makaber, gnadenlos effizient und maximal tödlich – und er sorgt für Gerechtigkeit um jeden Preis! In diesem Band präsentieren wir den allerersten Auftritt des Verbrecherjägers, bei dem er es auf den erstaunlichen Spider-Man abgesehen hat. Danach enthüllt ein vierteiliges Abenteuer sämtliche Hintergründe zur tragischen Entstehungsgeschichte des Punisher.
Mit dem bereits 1994 veröffentlichten Year One 1-4 hat Hachette eine relativ alte Miniserie als Hauptgeschichte herausgekramt. Die im zeitgenössischen, martialisch-eckigen Zeichenstil dargestellte Story ist vor allem wegen der Dramatik und der Spannung sehr gut lesbar. Die einzelnen Figuren sind passend in Szene gesetzt und charakterisiert. Wer diese Story noch nicht kennt, sollte sie auf jeden Fall lesen.
Amazing Spider-Man 129 kannte ich natürlich schon aus den Williams Heften, es war aber nett, diese wegweisende Story in neuer Kolorierung und Übersetzung einmal wieder nach langer Zeit zu lesen.

und

AUSGABE 21: Nick Fury



Sieben gegen die Nazis, Nick Fury: Agent ohne Auftrag

Inhalt: Sgt. Fury and his howling Commandos 1, Secret Warrriors 1-6

Zitat:
Nick Fury, der Leiter des Geheimdienstes SHIELD, ist der berühmteste Geheimagent des Marvel-Universums. Als Sergeant Fury hat er mit seinen Howling Commados gegen die Nazis gekämpft, als Direktor von SHIELD schützte er die Welt vor Terrororganisationen wie Hydra. Nun kehrt Nick Fury zurück, um eine neue Heldengeneration auszubilden: die Secret Warriors! Während SHIELD nach ihm fahndet, muss der Superagent all seine List und sein Können aufbieten, um seinen Feinden und ehemaligen Verbündeten einen Schritt voraus zu bleiben. Folgen Sie Nick Fury in eine faszinierende, geheimnisvolle Welt der Superspionage!
Die Haupteschichte behandelt die Nachwehen diverser Megaevents, in denen Nick Fury als Chef von SHIELD das Handtuch werfen und zeitweise sogar untertauchen musste. Für die Story um seine neue Truppe ist hauptsächlich Autor Jonathan Hickman verantwortlich. Das spiegelt sich besonders in dem arg verschachtelten Aufbau wieder. Leider nimmt es dem eigentlich sehr interessanten Plot einiges von seiner Dramatik.
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Alt 07.11.2017, 18:08   #3878  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 83



Erscheinungstermin: 1977/05

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #87
2) Daredevil (I) #30

Story-Titel:
1) Die Macht und der Stolz
2) Wenn da ein Donnergott wäre 3/3

Original-Storytitel:
1) The power and the pride!
2) ...If there should be a Thunder God!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Um Dr. Doom zu besiegen und die von ihm gefangen gehaltenen Sue Richards und Crystal zu befreien, müssen sich Reed, Ding und Jonny bis in den Thronsaal des Herrschers von Latveria vorkämpfen. Auf ein Showdown muss der Leser allerdings verzichten. Doom tötet seinen Chefwissenschaftler Hauptmann, womit für die Erde zunächst die schlimmsten Gefahren gebannt sind. Zudem scheint er sich zu besinnen und lässt Sue und Crystal frei, gibt unseren Helden sogar freies Geleit zur Ausreise.
2) Dämon kann zwar einer weiteren Auseinandersetzung mit Thor entgehen, muss sich nun aber der Kobra und Mr. Hyde stellen. Letzter versucht unseren Freund prompt mittels einer Chemikalie zu blenden. Der Effekt: der bereits blinde Held verliert auch noch seine Supersinne.

Bemerkungen:
Ein über weite Strecken sehr guter, langgestreckt erzählter Dreiteiler findet in diesem Heft sein jähes Ende. Der größte Teil der -20- Comicseiten wird dabei für das Vordringen der FV bis in den Thronsaal geopfert. Das geht zu Lasten des Endes, in dem plötzlich zu viele Aspekte auf zu wenigen Comicseiten abgehandelt werden.

Für meinen Geschmack sehr gelungen und das bislang vielleicht beste Cover der Serie:



Original von Kirby und Sinnott + schöne Adaption des Künstlers Michel Ravey (http://www.michelravey.com)

Auch erschienen in:
1) Hit Comics #117
2) Erstveröffentlichung
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Alt 07.11.2017, 18:56   #3879  
Peter L. Opmann
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Nun wird also der Doom-Vierteiler abgeschlossen. Ich habe ihn, bevor ich ihn wiedergelesen habe, für einen Glanzpunkt der Serie in der klassischen Phase gehalten (wir sind hier noch im Silver Age). Heute habe ich doch einen etwas anderen Blick darauf. Ich bespreche jetzt zuerst das vorliegende Heft und versuche dann, den Vierteiler insgesamt einzuordnen.

Dr. Dooms Hypnose hat nachgelassen; die FV (mit Sue als fünftem Mitglied) haben also ihre Superkräfte wieder. Ding macht davon gleich Gebrauch und schleudert eine abgebrochene Turmspitze auf Dooms Schloß, was dort durchaus Eindruck macht. Der Maler, der schon in FV # 81 beim Porträtieren von Dr. Doom zu sehen war, will sich lieber in Sicherheit bringen. Der Hauptmann (den wir ebenfalls schon kennengelernt haben) ermahnt ihn jedoch zur Loyalität. Obwohl er selbst schon mal Doom die Stirn bot, als die Stadt in die Luft gesprengt wurde, glänzt er nun wieder durch Kadavergehorsam. Doom geht er allerdings zunehmend auf die Nerven. Der Herrscher von Latveria hat offenbar wieder alle Fäden in der Hand – von den außer Kontrolle geratenen Superrobotern ist keine Rede mehr – und stellt den Aufstand der FV als Teil seines Masterplans dar.

Als das Superheldenteam ins Schloß eindringen will, läßt Doom eine Falle zuschnappen: Sue und Crystal verschwinden in einer Falltür und werden als Gefangene zu ihm gebracht. Die Männer bieten all ihre Kräfte auf, um hineinzukommen, während Doom die beiden Frauen, statt sie in ein Verlies zu schicken, bei einem exquisiten Festmahl willkommen heißt. Wieder einmal gibt er sich kultiviert, während er doch nur die Vernichtung seiner Feinde im Sinn hat. Doom tischt nicht nur auf, sondern führt auch eine gepflegte Unterhaltung über die Notwendigkeit der Tyrannei, bei der ihm Sue beherzt widerspricht. Nach dem Essen setzt er sich an einen Flügel, um zu illustrieren, wovon er gerade gesprochen hat (was er darbieten will, bleibt offen, aber man denkt an Chopin, Beethoven oder ähnliches).

Stan Lee wechselt jetzt mehrmals die Szene, um die Spannung zu erhöhen. Zunächst wird der Leser Zeuge, wie drei Halbwüchsige sich beim künftigen Haus der FV (ebenfalls vorgestellt in FV # 81) herumtreiben. Sie packt das Grauen, als sie dort einen unmenschlichen Schrei von tief unten hören. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe, die „Das Geheimnis im Moor“ heißen wird. Reed, Johnny und Ding haben sich inzwischen bis zu den fürstlichen Gemächern im Schloß vorgekämpft. Sie rechnen mit Fallen, aber nichts dergleichen passiert. Stattdessen treffen sie auf Hauptmann und den Maler, der soeben von ihm als S.H.I.E.L.D.-Agent enttarnt wird. Mit einem Flammenwerfer will Hauptmann den Spion töten, aber der warnt, daß dabei unschätzbare Kunstwerke in Mitleidenschaft gezogen würden. Reed stellt sich ihm in den Weg, kann aber nicht verhindern, daß der Flammenwerfer in Aktion tritt. Jetzt greift Doom ein. Er spielt einen Akkord auf seiner Tastatur, und der trifft den Hauptmann als „Hochfrequenz-Sonar-Blitz“ (mal wieder Lees Vorliebe für die Macht des Klangs). Hauptmann stirbt sofort. Reed erfaßt, daß Doom es nur auf seinen Adlatus abgesehen hatte; der Kampf ist nun vorbei. Doom läßt die beiden Frauen gehen. Man kann schließen, daß alle fünf FV nun Latveria verlassen.

Dieses Ende ist wieder mal ziemlich unlogisch. Wir hatten schon festgestellt: Was ist eigentlich aus den Superrobotern geworden, wegen denen die FV ja eigentlich nach Latveria gekommen waren? Warum muß der Hauptmann sterben? Kann er Dooms Zorn durch sein Hantieren mit dem Flammenwerfer so sehr herausgefordert haben, daß es nur mit seinem Tod enden konnte? Lassen wir mal beiseite, wie der Hauptmann stirbt. Wie schafft es Doom eigentlich, ihn durch einen Klavierklang von einem entfernten Raum aus zu töten, alle Umstehenden aber unversehrt zu lassen? Auf jeden Fall aber frage ich mich: Warum endet das Duell Dooms mit den FV unentschieden? Sie waren doch schon fast zu ihm vorgedrungen und hatten ihre Superkräfte wieder zur Verfügung. Doom hatte zwar Sue und Crystal als Geiseln, aber die Lösung dieses Konflikts wäre trotzdem interessant gewesen.

Die seltsamen Wendungen in der Story ergeben allerdings ungewöhnliche Szenen, wie sie im Superheldengenre unüblich sind. Das Gastmahl, Dooms Höflichkeit und vorgebliche Güte, die dann dadurch kontrastiert werden, daß er aus einer momentanen Laune heraus einen Menschen tötet. Hauptmann ist zwar eine unbedeutende Nebenfigur, die wir nicht besonders gut kennenlernen und die quasi ein Nazischerge ist, um den es sozusagen nicht schade ist. Aber das ist das, was Lee oder auch Jack Kirby herausarbeitet. Das ist auch das Covermotiv: die FV wenden sich von einer Leiche ab. Demgegenüber ist der folgerichtige Ablauf der Story nicht so wichtig.

Ich will die vier Folgen noch im Zusammenhang beurteilen. Der Auftakt der Story (FV # 80) ist ziemlich schwach. Der zweite Teil (# 81), in dem die FV ohne Superkräfte im unheimlichen, wenn auch idyllisch scheinenden Doom-Reich gefangen sind, gefällt mir deutlich besser. Hier ist die Serie weit weg von abgegriffenen Superheldenklischees. Der dritte Teil (# 82) gibt den obligatorischen Actionteil mit Explosionen, Supergegnern und einem wankenden Doom ab. Und der Schluß, den wir gerade vorliegen haben, ähnelt dem zweiten Teil. Es gibt in dem Vierteiler viele bemerkenswerte Szenen: Der selbständig kämpfende abgerissene Roboterarm; das offenbar friedliche Latveria, das sich allmählich als furchtbares Gefängnis entpuppt; der kulturbeflissene Dr. Doom, der sich als milder Herrscher ausgibt, der besser weiß, was für sein Volk gut ist; der gewissenlose Helfer, der meint, im Schatten Dooms sei er sicher und könne ein Stückweit eigene Machtpläne verfolgen, und dessen Leben unerwartet plötzlich endet. Ich glaube fast, Lee hat diese Szenen erdacht (wenn er das Manuskript so weit ausgearbeitet hat) und sie dann, so gut es ging, durch eine Handlung miteinander verbunden – was nicht immer glückte. Vielleicht war das auch Jack Kirbys Werk, der als Geschichtenerzähler Schwächen aufweisen mag.

Gezeichnet sind die 80 Seiten hervorragend. Statt fantastischer Maschinen setzt Kirby hier europäische Dekadenz in Architektur und Interieur in Szene, und mir sind keine Details aufgefallen, bei denen das nicht glaubhaft wirkt. Er findet zudem hier das richtige Maß für seine Monumentalität. Als Schwäche der Doom-Story könnte man höchstens festhalten, daß das Privatleben der FV hier fast keine Rolle spielt, was aber kaum anders möglich war. Insgesamt finde ich FV # 80 bis 83 nun doch ziemlich herausragend, aus etwas anderer Perspektive freilich als 1977. Die Schwächen in der Story lassen sich verkraften.

Letzte Anmerkung: Die Redaktion bringt nochmal zwei Leserbriefe zum „Fall Roter Wächter“, einer davon stammt von Hajo F. Breuer. Und es gibt noch ein Miniposter, diesmal von Crystal, die sich auf eine roten Polster räkelt.
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Alt 07.11.2017, 20:13   #3880  
jakubkurtzberg
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Die Hit Comics-Leser hatten es damals auch nicht einfach, diesen Vierteiler zu verfolgen. Denn Hit Comics 109, 113, 117, 123 und 129 enthielten nacheinander:

FF #84/FF #42, FF #85/FF #40, FF #87/FF #46, FF #88/FF #47, FF #1/FF #86
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Alt 07.11.2017, 20:45   #3881  
Peter L. Opmann
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Da lob' ich mir meinen Williams Verlag.
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Alt 11.11.2017, 12:48   #3882  
michidiers
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Hachette Zeit für Superhelden November 2017

Die Lieferung dieses Monats stand mit Nova und dem Silver Surfer ganz unter dem Motto „Kosmische Helden“. Da beide Ausgaben nach dem Lesen einen ähnlichen Eindruck auf mich hinterlassen haben, erfolgt für sie am Ende ausnahmsweise einmal eine gemeinsame Lesermeinung.

Ausgabe 126 - Silver Surfer: Neubeginn



Inhalt: Silver Surfer 1-5 und All-New Marvel Now! Point One
Autor & Zeichner: Dan Slott & Mike Allred

Zitat:
Der einstige Herold von Galactus ist zurück – mit neuen, wahrlich kosmischen Abenteuern! Doch diesmal durchstreift er die Tiefen des Alls nicht allein, denn Dawn Greenwood begleitet den Silver Surfer. Aber was brachte die gewöhnliche Erdenfrau mit dem intergalaktischen Reisenden zusammen, der über die Kosmische Kraft verfügt? Dies und mehr erfahren Sie in diesem Band!
und

Ausgabe 127 - Nova: Geburt eines Helden



Inhalt: Nova 1-5 und Marvel Now! Point One
Autor & Zeichner: Jeph Loeb & Ed McGuinness

Zitat:
Sam Alexander hatte immer geglaubt, dass die Geschichten seines Vaters von intergalaktischen Gesetzeshütern und außerirdischen Eroberern nur die Fantasien eines Betrunkenen seien. Doch dann entdeckt er den alten Nova-Helm seines Vaters und muss erkennen, dass die Geschichten mehr Wahrheit enthalten, als er bisher angenommen hatte! Nachdem er wie sein Vater zum Centurion des Nova Corps geworden ist, gerät Sam in eine Schlacht gegen die tödlichen Chitauri, die bereit sind, die Erde komplett zu vernichten!
Für beide Ausgaben gilt: Die Geschichten sind innovativ geschrieben, versprühen viel Humor und führen neue Figuren mit einem gewissen Tiefgang in das Marveluniversum ein. Die Zeichnungen passen sich dem teils sehr überdreht dargestellten Spaß an und erinnern bisweilen an Funny Comics.
Doch musste ich feststellen, dass sich diese Art recht schnell abnutzt. Und da ich beide Storys nacheinander gelesen habe , musste ich mich beim zweiten Buch (Nova) schon ziemlich quälen, habe es wohl nur deshalb noch geschafft, weil ich wegen Sam Alexanders Mitgliedschaft bei den Avengers an dessen Herkunft interessiert war.
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Alt 14.11.2017, 18:56   #3883  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 84



Erscheinungstermin: 1977/05

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #88
2) Daredevil (I) #31

Story-Titel:
1) Es war einmal ein Haus !
2) Bluff eines Blinden ½

Original-Storytitel:
1) A house there was!
2) Blind man's bluff!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Nach der Geburt des kleinen Franklin, haben sich die Richards für eine neue Unterkunft entschieden. Eine passendes Objekt finden sie nach der Einschaltung eines Maklers: ein einsames, in einem Wald gelegenes, futuristisch aussehendes Haus, dass zum größten Teil unter der Erde verborgen ist. Seltsame Vorfälle während des Umzugs bringen die hässliche Wahrheit zu Tage: bei dem Haus handelt es sich um eine Basis des Maulwurfs, der die Gelegenheit nutzt und mit Hilfe eine Ultraschallwaffe unsere Freunde erblinden lässt, ein Schicksal, dass nun der ganzen Menschheit droht!
2) Um seine übermenschlichen Sinne beraubt, quält der Dämon sich nach dem Kampf gegen Kobra und Hyde nach Hause. Dort ist Matt gezwungen, die Identität seines „Fake-Bruders“ Mike anzunehmen, was Foggy sehr stutzig macht …

Bemerkungen:
Positiv sind die vielen von Lee eingebauten Soap-Momente während des Umzugs. Auch die Darstellung des futuristischen Hauses ist sehr gelungen. Mehr als unlogisch ist hingegen die Arglosigkeit, mit der der intelligente Wissenschaftler Reed mit seiner Truppe das ungewöhnliche, wie ein Raumschiff anmutendes Haus ohne nähere Prüfung bezieht. Daher meine sicherlich nicht unberechtigte Frage: Zieht man unbekümmert in solch ein Haus wie dieses ein?



2) Grausig wird mittlerweile die Zweitgeschichte, sowohl hinsichtlich der Story, als auch der Zeichnungen. Colan Zeichnungen sehen aus, als wenn er bei seiner Arbeit besoffen gewesen wäre.

Auch erschienen in:
1) Hit Comics #123
2) Hit Comics #34
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Alt 14.11.2017, 19:12   #3884  
Peter L. Opmann
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Lee und Kirby haben diese Story mit zwei Vorbereitungsszenen angekündigt. Sue hat sich von einem Makler ein Haus zeigen lassen, in dem die Familie besser vor Feinden geschützt sein kann; allerdings handelt es sich um ein Gebäude wie aus der Twilight Zone. Zwei Halbstarke sehen sich etwas später dort um und werden von unheimlichen Geräuschen, die aus der Tiefe zu kommen scheinen, in die Flucht gejagt. Was es mit dem Haus auf sich hat, erfahren wir jetzt.

Zunächst wird die Familie selbst, also das Soap-Element der Serie (wie auch Michidiers schreibt), endlich mal wieder in den Blick genommen. Die FV kehren aus Latveria zurück und widmen sich dem Baby, das noch einen Namen braucht. Auf der Splashpage ist ein seltener anatomischer Fehler von Jack Kirby zu vermerken: Die Hand, die Reed dem Baby entgegenstreckt, ist falsch herum gezeichnet. Inker Joe Sinnott hat’s offenbar auch nicht gemerkt – oder der Zeitdruck war größer, als man bei den insgesamt sehr schönen Zeichnungen meinen sollte.

Jetzt rückt endgültig das Haus ins Zentrum des Geschehens. Ein Mann, der ihm zu nahe kam, ist fast erblindet und wirkt völlig geschockt. Die noch ahnungslosen FV (einschließlich Crystal und Sue) nähern sich auch bereits, um das Haus zu besichtigen, diesmal ohne Makler. Dabei wäre dieser Mann auch von Interesse gewesen. Ist er etwa ein Helfer jenes Superschurken, der schon im Inneren lauert? Oder wie kam er sonst dazu, den FV diese Immobilie anzubieten? Diese Fragen beantwortet das Heft leider nicht.

Die FV beginnen, den Bau zu testen – lassen wir mal beiseite, daß jedes normale Haus solchen Tests nicht standhalten könnte. Sie werden dabei von dem Bösewicht per Monitor beobachtet. Daß sie versuchen, sein Haus kaputtzumachen, schmeckt ihm überhaupt nicht. Sie können aber unbehelligt abziehen. Freilich hinterläßt der Ausflug beunruhigende Ausfälle bei allen Mitgliedern des Teams: Sehschäden. Trotzdem wird der Umzug in die Wege geleitet. Reed will im Haus ein paar Löcher bohren, damit Bilder aufgehängt werden können. Darauf reagiert das Haus aber unerwartet mit Lähmstrahlen. Das ist für Reed Richards allerdings noch lange kein Grund, ihm schleunigst den Rücken zu kehren. Er will nun herausfinden, was mit dem Haus los ist.

Der Superschurke, der kurz zuvor am Monitor saß, besteigt nun einen Aufzug. Als er an der Oberfläche angekommen ist, sehen wir: Es ist der Maulwurf (den wir übrigens das letzte Mal in FV # 28 gesehen haben – eine lange Pause für einen ihrer profiliertesten Gegner). Während die FV friedlich beim Abendessen sitzen, schlägt er zu. Sie verlieren alle ihr Augenlicht, dann tritt der Maulwurf ihnen siegessicher gegenüber – Cliffhanger. Witzig, daß auch die Dämon-Story im selben Heft davon handelt, daß der Held erblindet (exakt: er verliert seine Radarsinne, nachdem er ohnehin blind ist).

Einmal mehr fällt auf, daß Stan Lee in der Exposition seiner längeren Geschichten viel Unwahrscheinliches passieren läßt. Er hat eine Idee, also: Die FV geraten, ohne es selbst zu ahnen, in den Einflußbereich des Maulwurfs. Dann biegt er sich die Story irgendwie so zurecht, daß er diese Idee umsetzen kann (wenn das nicht Kirby getan hat). Wer ein Hochsicherheitshaus braucht, wird sicher nicht irgendeines kaufen oder mieten und es sich von irgendeinem windigen Makler aufschwatzen lassen, sondern es wahrscheinlich selbst bauen. Und warum schöpfen die FV überhaupt keinen Verdacht bei all den Ungereimtheiten, die sich um das Haus ranken? Wie sie das Bauwerk prüfen, wirkt ziemlich routinemäßig. Sie treffen jedenfalls überhaupt keine Sicherheitsvorkehrungen. Nur so können sie dem Maulwurf so leicht in die Falle gehen – aber das sollen sie ja.

Dennoch ist es eine ziemlich gute Story, weil hier wiederum reihenweise Superheldenklischees vermieden werden. Quasi aus dem Alltag entwickeln Lee und Kirby hier eine kitzlige Gefahrensituation. Und obwohl die Geschichte so unspektakulär beginnt, steigert sich die Spannung ständig. Das ist gut gemacht und funktioniert bei mir mit kleinen Abstrichen auch heute noch.

In diesem Heft verzichtet Williams auf alle redaktionellen Seiten (bis auf die Vorschau auf der Heftrückseite) und schafft es damit, eine FV-Ausgabe und eine halbe Dämon-Story auf 30 Seiten unterzubringen. Bei der Vorschau ist Prinz Namor, der Aquarius (Submariner), die Werbefigur – also jemand, der inzwischen bei Williams nur noch als Gaststar auftauchen kann. Ein Atlantis-Krieger klagt ihn an: „Du bist ein Verräter, Namor! Die sechs neuen Marvels verteilst du an deine Untertanen! Aber den neuen Horror von DC behältst du einfach!“ Nicht unkomisch.

P.S.: Die Zeichnungen von Gene Colan beim "Dämon" finde ich nach wie vor gut.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2017, 20:39   #3885  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 85



Erscheinungstermin: 1977/05

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #89
2) Daredevil (I) #31

Story-Titel:
1) Die Wut des Maulwurfs !
2) Bluff eines Blinden 2/2

Original-Storytitel:
1) The madness of the Mole Man!
2) Blind man's bluff!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) Gene Colan

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1)(Fortsetzung aus #84) Die vorübergehend erblindeten FV behaupten sich mehr schlecht als recht gegen den auftrumpfenden Maulwurf. Wieder einmal muss ein Geniestreich von Reed Richards – er neutralisiert die Strahlenquelle ihrer Erblindung – dafür sorgen, dass sich das Blatt zu Gunsten unserer Freunde wendet. In einem zweiten Handlungsfaden begibt sich ein Skrull namens Sklavenfänger auf die Erde, um dort nach gewissen „Spielern“ Ausschau zu halten.
2) In der Zweitgeschichte sorgt Matt Murdock in Persona seines Fake- Zwillingsbruders Mike Murdock aka Daredevil gegen die Kobra und Mr. Hyde für Recht und Ordnung.

Bemerkungen:
1) Das Ende dieses Zweitteilers ist wegen der behandelten moralischen Aspekte und vor allem wegen seiner emotionalen Darstellungen durchaus interessant.



2) Mehr als wirr – erzählerisch und zeichnerisch – ist Daredevil. Kaum mehr lesbar!

Auch erschienen in:
1) Hit Comics #133
2) Hit Comics #34
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Alt 18.11.2017, 21:20   #3886  
Peter L. Opmann
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Erstaunlich! Diese Episode will ein moralisches Problem abhandeln. Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Dazu ist so ein 20seitiger Comic zu kurzatmig und schmalbrüstig. Aber daß Lee und Kirby es versuchen, finde ich doch anerkennenswert. Sie wollen offenbar aus ihrer Superheldenserie mehr machen als bloße Unterhaltung. Ein Schurke bekommt mal ansatzweise menschliche Züge. Was noch auffällt: Blindheit ist das große Rahmenthema dieser Ausgabe. Wie in dieser Maulwurf-Story geht es auch bei „Daredevil“ darum, daß der Held wirklich erblindet, also seinen Super-Radarsinn einbüßt.

Das neue Haus, in das die FV eingezogen sind, hat sich als eine Falle des Maulwurfs entpuppt. Nicht speziell für sie. Wie der sehbehinderte Bösewicht enthüllt, will er von solchen Häusern aus auf dem ganzen Planeten „blendende Strahlen“ aussenden, um die Menschheit erblinden lassen, und so die Weltherrschaft an sich reißen. Praktisch, daß die FV nun als erste ohne Sehvermögen in seinem Haus festsitzen, denn sie sind nach der Logik dieser Geschichte die einzigen, die diesen Plan vereiteln können.

Anfangs sieht es jedoch ganz und gar nicht danach aus. Der Maulwurf ist allen fünf Teammitgliedern (einschließlich Crystal) haushoch überlegen, da er an die Dunkelheit gewöhnt ist, sie ihn aber ohne Augenlicht nicht treffen können. Glücklicherweise weiht er sie beim Kämpfen mit ausgeprägter Eitelkeit ausführlich in seine Pläne ein, so daß sie immer wieder versuchen können, sich an seiner Stimme zu orientieren. Bevor ihn einer von ihnen aber in die Finger bekommt, setzt er seinen Stock, der in Wirklichkeit eine Hightech-Waffe ist, so gegen Reed ein, daß der leblos zu Boden sinkt.

Kurz zuvor hat die Szene mal wieder gewechselt. Ein Skrull-Raumschiff nähert sich der Erde, darin ein „Sklavenfänger“ auf der Suche nach einem Gladiator für die auf dem Skrull-Planeten äußerst beliebten Kampfspiele. Da wird schon auf die nächste Geschichte vorgeblendet. Hier finde ich diese Verschränkung zweier Storys nicht so glücklich, weil der Einschub signalisiert, daß der Maulwurf bald besiegt sein wird und die FV sich dann gleich um die nächste Bedrohung kümmern können. Der Spannung ist das Intermezzo nicht zuträglich.

In der Tat erleben wir gleich darauf, daß Sue den Maulwurf zu fassen kriegt und ihm seine Schutzbrille von der Nase ziehen kann. Sie bewahrt seine empfindlichen Augen vor dem Licht, und ohne sie ist er ziemlich hilflos. Nun kann auch die Fackel zuschlagen und seinen Stab zerschmelzen. Damit ist der Maulwurf am Ende. Ding setzt seine Kraft ein, um Reed eine sehr lange Herzdruckmassage zu verpassen, und am Ende schlägt er erfreulicherweise wieder die Augen auf.

Der moralische Überbau dieser Story dreht sich um den Maulwurf. Sobald ihm die Kontrolle entgleitet, wird er weinerlich und beklagt sein schweres Schicksal: von allen Leuten gemieden und stigmatisiert, blieb ihm nichts anderes übrig, als unter die Erde zu gehen. Er sieht seine bösen Pläne völlig gerechtfertigt nach allem, was ihm angetan wurde. Die FV lassen das Gegreine aber nicht gelten und verweisen etwa auf Dings Freundin Alicia Masters, die ebenfalls blind ist und ihr Leben vorbildlich meistert. Ich muß gestehen, die Figur des Maulwurf geht mir schon nahe, aber zum einen erfahren wir nur in sehr groben Umrissen, inwiefern ihm Unrecht geschehen ist, und zum anderen bleibt ihm in seiner Niederlage nur die Rolle des begossenen Pudels – was aus ihm wird und wie er vielleicht wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden könnte, ist ausgeblendet. Sicher wird er auch eines Tages wieder in der Schurkenrolle gebraucht.

Auch dieses Heft weist also Schwächen auf, die mir als Kind bestimmt nicht aufgefallen sind. Grafisch ist die Ausgabe erneut sehr gut geworden. Der Maulwurf ist eine typische Kirby-Karikatur mit platter Nase, extrem breitem Mund und teigigen Wangen. Gut gefällt mir, daß er ohne seine Brille völlig anders aussieht, wie das in der Realität auch oft ist. Er wandelt sich vom Unsympathen und Angstmacher zu einem bemitleidenswerten behinderten Greis – das ist schon gut gemacht. Nach wie vor inkt Joe Sinnott. Technisch fällt an dem Heft auf, dass die deutschen Texte so ungeschickt eingeklebt sind, daß man häufig Schnittkanten sieht. Das gab es bei Williams sonst meist nicht. Um die Dämon-Story ungekürzt ins Heft zu bringen, wurde auf eine Eröffnungsseite verzichtet. Ein Panel wurde geopfert, um den Serientitel und eine knappe Zusammenfassung unterzubringen. Auf dem Backcover ist erstmals eine ganzseitige Sea-Monkeys-Anzeige. Die wird uns nun praktisch bis zum Ende von Williams begleiten.
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Alt Gestern, 18:52   #3887  
michidiers
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ASTERIX Band 37: Asterix in Italien



Zitat:
Nachdem sich das letzte Abenteuer von Asterix und Obelix vornehmlich im gallischen Dorf abspielte, geht es dieses Mal wieder auf Reisen. Nach Italien, dem Land der Vorfahren ihres Schöpfers Albert Uderzo. Denn dort lässt Julius Cäsar ein Wagenrennen ausrichten, das dem Ansehen Roms dienen und den Zusammenhalt der verschiedenen »italienischen« Völker stärken soll. Außerdem soll die Veranstaltung, zu dem alle seinerzeit bekannten Völker eingeladen sind, die Welt von dem einwandfreien Zustand des römischen Straßenwesens überzeugen. Cäsar stellt den Veranstaltern nur eine klare Bedingung: Um dem Ansehen Roms zu dienen, MUSS das römische Gespann als erstes ins Ziel laufen und siegen! Dumm nur, dass Cäsar nicht damit gerechnet hat, dass sich auch unsere gallischen Helden zu dem Rennen anmelden und alles daran setzen, Cäsars eitlen Träumen ein Ende zu setzen.
Die Kritiken zu diesem Album sind bisher ja recht unterschiedlich ausgefallen. Zu oft wird m. E. dabei der Vergleich zu den alten Alben von Goscinny/Uderzo gezogen, den diese Story nicht halten kann. Wenn man diesen Band jedoch unvoreingenommen liest, ist es eine nicht nur spannende, sondern auch lustige Lektüre, die mit humorvollen Anspielungen und Namen aufwartet.
Ich habe mich jedenfalls über -48- Seiten prächtig amüsiert, und das für schlappe 6,90 Euro.


und es wird nachgeliefert:


US Avengers #268

„The Kang Dynasty!“



Stern/Buscema/Palmer

Kang instrumentalisiert die Rächer, um diverse Kangs aus anderen Dimensionen zu vernichten, gleichwohl um dann später auch unsere Freunde zu neutralisieren. Dazu schickt er diese ins Limbo, eine Zwischenwelt, in der Raum und Zeit keinen physikalischen Gesetzen mehr gehorchen. Hier bahnt sich ein Aufeinandertreffen der Kontrahenten an, allerdings ist im Limbo alles anders, als es zu sein scheint …

Auch der zweite Teil kann mit Tiefe, Spannung und mit interessantem Twist überzeugen. Weiterhin sind die Storys der Avengers auf hohem Niveau!
Im Limbo warten allerlei kuriose Überraschungen, u.a. eine Inkarnation des Space Phantoms aus Avengers #2 und die Dire Wraith:



Aufgefallen ist mir die Werbung für die Serie Dakota North, eine junge Detektivin. Offenbar eine Vorläuferin von Jessica Jones?

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