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Alt 08.03.2017, 19:42   #3626  
Peter L. Opmann
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Auf Seite 14, Bild 6, gibt er seinen Namen mit Priester John an, sagt jedoch, dass er wegen seiner unsteten Suche von allen Menschen stets „Wanderer“ genannt wird.
Ah, das habe ich übersehen. Sein offizieller Name ist aber wohl doch Prester John. Ich müßte mal schauen, ob der im Marvel-Universum nochmal eine Rolle gespielt hat.
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Alt 11.03.2017, 10:01   #3627  
michidiers
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Die Fantastischen Vier (Williams) 51



Erscheinungstermin: 1976/02

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #55
2) Daredevil (I) #19

Story-Titel:
1) Wenn der Silberstürmer kommt !
2) Allein.... gegen die Unterwelt ! 1/3

Original-Storytitel:
1) When strikes the Silver Surfer!
2) Alone-- against the underworld!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) John Romita Sr.

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Kaum sind die FV aus Wakanda zurück, steht hausgemachter Ärger an: Ding ist auf den Silberstürmer eifersüchtig, weil dieser sich ein wenig zu intensiv mit Alicia unterhält. Es kommt zu der obligatorischen Auseinandersetzung, die erst durch das besonnene Eingreifen Reed Richards beendet wird. Derweil nähern sich Jonny Storm und sein Freund Wyatt Wingfoot den Anden. Ob es ihnen gelingt, die dort in einer Kuppel eingeschlossenen Inhumans zu befreien?
2) Matt sorgt sich um Foggy, der nach seiner Scharade für Daredevil gehalten wird. Die Besorgnis ist nicht ganz unbegründet, denn Gladiator und der Marodeur planen derzeit eine gemeinsame Rache an den roten Teufel …

Bemerkungen:
Einer der Plots, die beim Crossover zweier Helden so oft entstehen: aus Missverständnis erwächst ein Kampf, der erst durch eigene Einsicht oder dem Wirken eines dritten Helden beendet wird. Regelmäßiges Kampfergebnis ist ein Unentschieden. Trotz dieser stereotypischen Handlung kommt kaum Langweile auf, was vor allem an dem atemberaubenden Artwork liegt:



Auch erschienen in:
1) Hit Comics #20, Hachette Klassik V
2) Erstveröffentlichung
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Alt 11.03.2017, 13:50   #3628  
Peter L. Opmann
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Sehe ich ein bißchen anders.

Man kann inzwischen sagen, daß der Serienkosmos der „Fantastischen Vier“ gut ausgebaut ist. Es gab die Kämpfe gegen die Furchtbaren Vier, ein ähnlich mächtiges Superteam, und gegen Doktor Doom, es wurde die Saga um die Nichtmenschen entfaltet sowie eben die des Schwarzen Panthers und seines Gegenspielers Klaw, nicht zu vergessen den Besuch von Galactus und seinem Herold Silver Surfer. Damit hat Stan Lee, wenn er nicht wie etwa in FV # 47 eine Geschichte mit neuen Charakteren und neuem Thema dazwischenschaltet, mehrere attraktive Handlungsoptionen, an die er anknüpfen kann. Seit einigen Ausgaben bereitet er eine Fortsetzung der Nichtmenschen-Story vor, aber jetzt entscheidet er sich zunächst für eine andere Möglichkeit.

Das Aufeinandertreffen von Ding und dem Silberstürmer muß damals, 1966, ein ähnlicher Knaller gewesen sein wie sein Duell mit dem Hulk (FV # 22/23). Heute sieht man eher, daß Ding in beiden Fällen klar unterlegen ist, aber damals waren die Leser vermutlich elektrisiert. Angenehm finde ich, daß die beiden Helden einmal nicht wegen eines Mißverständnisses aneinander geraten, sondern aufgrund eines sehr menschlichen Motivs: Eifersucht. Daß Ding seine Liebe zu Alicia Masters vom Silberstürmer bedroht sieht, hat sich in FV # 46/47 schon angedeutet. Sein Irrtum konnte damals offenbar nicht ausgeräumt werden; eine Aussprache von Ding und Alicia fand wohl nicht statt. Nun kehrt er zusammen mit Reed und Sue, dem demonstrativ verliebten und glücklichen Ehepaar, aus Wakanda zurück und will verständlicherweise gleich Alicia anrufen. Aber sie geht nicht ans Telefon.

Ding ist sehr unterschiedlichen Gefühlsausbrüchen unterworfen. In FV # 46 reagierte er melancholisch auf den Verdacht, Alicia könne sich mit dem Silberstürmer eingelassen haben, nun wird er zum Choleriker, was sich deutlich amüsanter liest. Ding sucht ihre Wohnung auf, wo er zunächst auf die Putzfrau, Frau Binns, trifft. Sekunden später steht er seiner Freundin und dem galaktischen Herold gegenüber, die sich in trautem Gespräch befinden – beileibe keine verfängliche Situation. Um es deutlich zu sagen: Der Silberstürmer hat nur jemanden gesucht, der ihm die ihm fremde Welt erklärt. Darauf kommt Ding – sofort auf 180 – nicht. Silberstürmer: „Warum trittst du in solchem Zorne ein, mein Freund?“ Ding: „Überleg mal!“ Und er schlägt so heftig zu, daß sein Kontrahent durch die Hauswand bricht.

Und nun läßt Ding seine Wut so richtig raus. Er beschimpft seinen Gegner als „Silberstinker“, „Silbernase“ oder „fliegender Filou“ und läßt auch sonst ein paar originelle Sprüche vom Stapel: „Jetzt komm runter, damit ich dir eine langen kann!“, „Steh still, verdammt! Es tut nur eine Minute weh!“, „Mich redest du nicht aus diesem Panel!“, „Wenn du mehr nicht bringst, Weißhöschen, dann laß es!“ Der Silberstürmer wehrt sich zunächst nur so viel wie unbedingt nötig, bringt aber Ding zumindest zu der Überlegung, den Kampfplatz vom Haus von Alicia weg zu verlegen, damit sie nicht gefährdet wird. Er besteigt sein Jet-Cycle (wie der Name sagt, ist das eine Mischung aus Motorrad und Flugzeug – ein für die 60er Jahre typisches skurriles Fluggerät) und läßt sich vom Silberstürmer verfolgen. Dabei geht das Jet-Cycle zu Bruch. In rasender Wut schnappt sich Ding das Surfbrett des Silberstürmers, um es ebenfalls kaputt zu machen, was ihm nicht gelingt. Stattdessen zerlegt er nun ein Hochhaus und läßt es auf seinen Gegner stürzen.

In diesem Moment greifen die herbeigeeilten Reed und Sue ein und machen Ding klar, daß es sich wie ein Idiot benommen hat. Eine Entschuldigung für seinen Amoklauf bleibt ihm erspart. Der Silberstürmer hat die Attacken gleichmütig hingenommen, repariert sogar das Jet-Cycle und spendiert Ding am Ende einen Blumenstrauß für Alicia. Ein ungewöhnliches Ende für eine Superhelden-Story.

Zweimal wird zu Johnny Storm und Wyatt Wingfoot geblendet: Sie sind im Himalaya-Gebiet unterwegs und wundern sich zunächst über fliehende Bewohner. Offenbar fürchten sie sich vor einem Ungetüm. Bei der zweiten Überblendung bekommen sie das Monster selbst zu sehen: Es ist Schoßhund, das teleportationsbegabte Haustier der Nichtmenschen. So ergibt sich eine neue Möglichkeit, in die Große Zuflucht vorzudringen.

Ich bin weiter unschlüssig, ob ich Jack Kirbys Gestaltung des Silberstürmers gelungen finden soll oder nicht. Seine Idee mit dem Surfbrett ist natürlich genial. Zudem ist der Silver Surfer wohl einer der ersten Superhelden mit ganz puristischem Kostüm – keine Stiefel, keine Handschuhe, kein irgendwie gemusterter Dress, schon gar kein Cape. Er sieht eigentlich mit seinem Höschen wie ein Bodybuilder auf der Bühne aus. Ebenso puristisch sind Kopf und Gesicht angelegt: Keine Haare, leere Augen. Allerdings hat der Silberstürmer bei John Buscema noch erheblich gewonnen, indem der ihm eine schlanke Figur gab (fast wie die eines antiken Athleten) und seine silbrig glänzende Haut viel realistischer herausarbeitete. Davon abgesehen setzt Kirby auch diese Episode mit Hilfe von Joe Sinnott ebenso eindrucks- wie fantasievoll in Szene.
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Alt 12.03.2017, 11:05   #3629  
michidiers
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Da dieses Thema ja immer universeller wird: Ich habe in den vergangenen Monaten eine Reihe guter Filme gesehen, die ich hier nach und nach kurz vorstellen möchte.

Milchwald
Regie CHRISTOPH HOCHHÄUSLER
Deutschland, 2003

https://www.youtube.com/watch?v=dRuDXwCAb1A

Auf dem Weg zum Einkaufen ins nahe gelegene Polen setzt Sylvia ihre zwei aufsässigen Stiefkinder auf der Landstraße aus um ihnen eine Lektion zu erteilen, doch die Kinder verlaufen sich im Wald. Sylvia kehrt ohne sie zum Vater zurück, verschweigt ihm die Wahrheit und er vermutet eine Entführung.

Film der Berliner Schule. Ein gut aufgestelltes Cast und - durch die Bank weg - hervorragende Leistungen der Schauspieler. Sogar die Kinder haben sich wie echte Kinder benommen. Das Ende ist ein wenig zu offen. Hier hätte man seitens der Regie nacharbeiten müssen.


MOTHER
Regie BONG JOON-HO
Südkorea, 2009

https://www.youtube.com/watch?v=jYfv4jAi1ts

Die Leiche einer jungen Frau wird gefunden. Hauptverdächtiger ist der 27-jährige Won Bin, Sohn einer allein erziehenden, dominanten Mutter. Um seine angebliche Unschuld zu beweisen macht sich die grenzenlos liebende Mutter auf die erbarmungslose Suche nach dem Mörder.

Ein moderner Ödipus im umgekehrten Sinne? Manche Dinge sollte man auf sich beruhen lassen. Mother erzählt eine schicksalhafte Geschichte einer Mutter auf der Suche nach der Wahrheit.



DIE FRAU, DIE SINGT
Regie DENIS VILLENEUVE
Kanada, 2010

https://www.youtube.com/watch?v=Vs8hZfUQMIA

Als der Notar Lebel den Zwillingen Jeanne und Simon Marwan den letzten Willen ihrer Mutter Nawal eröffnet, sind die beiden erstaunt, zwei Umschläge überreicht zu bekommen – einen Brief für ihren Vater, von dem sie glaubten, er sei tot, und einen für ihren Bruder, von dem sie gar Nichts wussten.

Dramatisch und bis zur letzten Minute spannend und mit einem schockierenden Ende. Wohl der beste Film, den ich 2016 gesehen habe!
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Alt 13.03.2017, 06:21   #3630  
Marvel Boy
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Schade das es immer universeller wird.
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Alt 13.03.2017, 06:32   #3631  
FrankDrake
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Warum?

Auch wenn Michaels Filmgeschmack so gar nicht meiner ist, manche Alben waren ein ganz guter Tip.

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!

Geändert von FrankDrake (13.03.2017 um 07:45 Uhr)
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Alt 13.03.2017, 06:41   #3632  
Marvel Boy
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Bei Condor gäbe es bestimmt noch so manches aufzuarbeiten und das er der richtige Mann dafür ist hat er ja schon bewiesen.
Ansonsten bitte nicht falsch verstehen,das ist jetzt nicht bös gemeint.
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Alt 13.03.2017, 07:53   #3633  
FrankDrake
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Ich persönliche fände es auch spannender wenn er die Condor-Marvel TB und Alben aufbröseln würde, so wie in seinen beiden Spinne Büchern, aber er hat sich halt für Williams FV entschieden.

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!
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Alt 13.03.2017, 10:54   #3634  
Peter L. Opmann
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FV ist auf jeden Fall sehr interessant. Einmal, wie Williams mit der Serie umgeht (inhaltlich und grafisch), zum anderen, wie sich die Serie überhaupt entwickelt hat. Ich denke, das ist eher untypisch, wobei Teams generell etwas anderen Regeln unterliegen als Einzelhelden. Aber ich hätte Lust, wenn die FV-Lektüre vorbei ist, nochmal zusammenzufassen, was mir an den großen Linien der Serie aufgefallen ist.
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Alt 14.03.2017, 17:02   #3635  
michidiers
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Die FV bleiben - trotz aller anderen Beiträge - weiter der Rote Faden in diesem Thema. Ich versuche immer, alle 1 - 1 1/2 Wochen ein Heft zu lesen, was schneller ist, als der damalige Erscheinungsrhythmus. Wenn die gelesen sind, sehen wir mal weiter.

Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
Angenehm finde ich, daß die beiden Helden einmal nicht wegen eines Mißverständnisses aneinander geraten, sondern aufgrund eines sehr menschlichen Motivs: Eifersucht. Daß Ding seine Liebe zu Alicia Masters vom Silberstürmer bedroht sieht, hat sich in FV # 46/47 schon angedeutet. Sein Irrtum konnte damals offenbar nicht ausgeräumt werden; eine Aussprache von Ding und Alicia fand wohl nicht statt.
Ergo: Ein Mißverständnis aufgrund von Eifersucht, bzw. Eifersucht aufgrund eines Mißverständnisses. Es ist beides wohl passend: Eifersucht und Mißverständnis.

Nun zu meinen aktuellen Errungenschaften in Sachen Comic:

Hachette Monatslieferung März 2017

„Geht ja doch!“, habe ich laut gedacht, als mir am vergangenen Samstag vom DHL-Zusteller das kleine Paket mit den beiden Bänden dieses Monats in die Hand gedrückt wurde. Hatte die Verpackung doch tatsächlich die genauen Maße, die erforderlich sind, um die Bücher darin nicht hin und her rutschen zu lassen und keine Stauchungen entstehen. Warum man im Verlag auf diese revolutionäre Idee erst nach knapp 110 von 120 Ausgaben (also nach rund 5 Jahren) gekommen ist, entzieht sich allerdings meiner Logik …

Classic X: Die Inhumans

Inhalt: Thor 146-152 und Amazing Adventures 1–10



Autor & Zeichner: Jack Kirby, Stan Lee, Roy Thomas & Neal Adams

Zitat:
Erleben Sie die Inhumans – die fernen Verwandten der Menschheit, deren genetisches Potenzial durch die Terrigen-Nebel entfesselt wurde! Jahrtausende hielten sie sich in ihrer Großen Zuflucht verborgen, doch nun sind sie frei. Erfahren Sie alles zu ihrer unglaublichen Herkunft und verfolgen Sie die Erlebnisse von Black Bolt, Medusa und den übrigen Mitgliedern der königlichen Familie der Inhumans, die wieder unter uns Menschen wandeln
Was Sie schon immer über die Inhumans wissen wollten, sich aber nie zu fragen trauten! Einige hervorragend von Jack Kirby und Neil Adams in Szene gesetzte Geschichten über die Entstehung und den Anfangsjahren der Inhumans. Hinsichtlich der Dramatik wirken die von Lee geschriebenen Geschichten allerdings schon ziemlich angestaubt.

und

Ausgabe 79: Avengers vs. X-Men, Teil 2

Inhalt: Avengers vs. X-Men 5-8 und AVX Versus 3-4



Autor & Zeichner: Jason Aaron, Brian Michael Bendis, Ed Brubaker, Matt Fraction, Jonathan Hickman, Olivier Coipel, Adam Kubert & John Romita Jr


Zitat:
Die X-Men und Avengers führen Krieg gegeneinander! Die Phoenix-Kraft kommt immer näher und beide Teams sind zu allem entschlossen, um dieser unfassbaren Macht zu begegnen. Einstige Verbündete und Freunde kämpfen gegeneinander um das Schicksal der Menschen und Mutanten. Und gleichgültig, wer gewinnt ... die Erde wird nie mehr sein wie zuvor!
Leider fallen die AvX-Ausgaben 5-8 in diesem Band gegenüber dem ersten Teil inhaltlich ziemlich ab und mutieren zu einem ausufernden Schlachtengemälde. Ich hoffe, der kommende Teil drei wird wieder besser. Schenken kann man sich hingegen AVX Versus 3-4, in denen verschiedene Rächer und X-Man einzeln gegeneinander antreten und sich nicht nur die Fäuste, sondern auch platte Sprüche an den Kopf knallen ….
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Alt 14.03.2017, 18:18   #3636  
Peter L. Opmann
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Zitat:
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Ergo: Ein Mißverständnis aufgrund von Eifersucht, bzw. Eifersucht aufgrund eines Mißverständnisses. Es ist beides wohl passend: Eifersucht und Mißverständnis.
Was ich sagen wollte, ist: Eifersucht ist ein reales Motiv. Das ist etwas Anderes als das übliche: "Ich dachte, du wärst ein Aggressor - in Wirklichkeit wolltest du ja auch die Stadt retten..." Ob die Eifersucht begründet ist oder nicht, steht dann auf einem anderen Blatt.

Zu dem "Inhumans"-Band: Ich find's gut, daß das durchgehend noch unveröffentlichtes Material, teils aus dem Silver Age, ist. Aber eine Marvel-Sternstunde ist das nicht. Erst sind die "Inhumans" Lückenfüller in "Thor", dann Teil eines Double Feature. Ich hatte den Eindruck, daß Jack Kirby in "Amazing Adventures" # 3 und 4 in Originalgröße gezeichnet hat. Kann das jemand bestätigen? Würde darauf hinweisen, daß die Redaktion der Serie selbst keine hohe Bedeutung beigemessen hat. Auch Neal Adams zeichnet (zwar toll, aber) längst nicht so aufwendig wie bei Avengers oder X-Men.

Geändert von Peter L. Opmann (14.03.2017 um 18:25 Uhr)
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Alt 15.03.2017, 07:30   #3637  
michidiers
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Auch ich habe eine Frage zu den Inhumans:

Der Hund Lockjaw hat bei Williams den Namen Schoßhündchen bekommen. Welcher tatsächlichen Übersetzung in die Deutsche Sprache würde Lockjaw entsprechen? Oder anders gefragt: Was hat Stan Lee, als er ihn sich ausdachte, mit diesem Namen aussagen wollen?
Übersetzer helfen mir da nicht wirklich weiter.
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Alt 15.03.2017, 11:13   #3638  
FrankDrake
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Tetanus oder Wundstarrkrampf macht nicht wirklich viel Sinn.

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Alt 15.03.2017, 14:47   #3639  
Peter L. Opmann
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Da gibt's ja auch noch den Begriff "Kiefersperre". Würde eher passen und ist wohl die direkteste Übersetzung.

Vielleicht ist "Lockjaw" aber auch einfach ein in USA gebräuchlicher Hundename.
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Alt 15.03.2017, 17:06   #3640  
Servalan
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Oder anders gefragt: Was hat Stan Lee, als er ihn sich ausdachte, mit diesem Namen aussagen wollen?
Übersetzer helfen mir da nicht wirklich weiter.
Von den Briten heißt es ja, die würden ihre Zähne beim Sprechen nicht auseinander bekommen. Es gibt einen Dialekt der höheren Schichten in den Neuenglandstaaten, der versucht aus dem Britischen und dem Amerikanischen eine Einheit zu machen: "Locust Valley Lockjaw":
Zitat:
Locust Valley Lockjaw, an upper-class American accent
Um 1900 wurde der Dialekt von der Elite der Region am Mittleren Atlantik (New York, New Jersey und Pennsylvania) gesprochen.
Der wurde Schülern beigebracht, die an die Unis wollten, und auf Theaterschulen gelehrt. Deshalb wurde er auch "American theater standard" (Amerikanischer Theaterstandard) oder "American stage speech" (Amerikanische Bühnensprache) genannt.
Gesprochen wurde der Dialekt von berühmten Vertretern der Goldenen Hollywood-Ära wie zum Beispiel Humphrey Bogart, Katherine Hepburn, Bette Davis, Cary Grant und (später von) Vincent Price.

Wann wurden die FV von den Studenten entdeckt?
Könnte zunächst nur ein Insidergag von Stan Lee gewesen sein, frei nach dem Motto: "Wenn ihr glaubt, ich bin euer Spielzeughündchen, zeige ich euch mal, was eine Harke ist!" Das liefert eine gute Basis für Wortspiele, Insidergags und andere Gemeinheiten gegen die lieben Kollegen beim Theater, beim Film oder Fernsehen, die von dem meisten sicher überlesen werden ...
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Alt 15.03.2017, 17:27   #3641  
Peter L. Opmann
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Klingt plausibel. Danke für die Hilfe.

Nur: Soviel ich weiß, ist der Lockjaw der Inhumans stumm (wie die meisten Hunde).
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Alt 15.03.2017, 18:03   #3642  
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Mein erster Gedanke war: Lee, Kirby und der Rest der Gang kamen doch eher aus den verrufenen Vierteln von NYC. Allein der Name wirkt auf mich wie ein Nasedrehen vor den Schnöseln aus den reichen Bezirken.
In der englischen Wikipedia gibt es einen Absatz über einen scheinbar sprechenden Lockjaw:
Zitat:
Seemingly speaking

At one point, Quicksilver and the Thing witnessed what appeared to be Lockjaw, apparently a sentient being once mutated by Terrigen Mists, speaking to them. This convinces Quicksilver not to expose his daughter Luna to the Mists. However, Lockjaw later brought Quicksilver to Washington, D.C., in search of X-Factor, and Quicksilver there stated that Lockjaw's sentience was actually a hoax perpetrated on the Thing by Karnak and Gorgon.
Der sprechende Hund wird als Streich (Studentenulk ?) von Karnak und Gorgon, um das Ding zu foppen, abgetan. Das wäre ein weiterer Hinweis ...
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Alt 15.03.2017, 21:40   #3643  
Peter L. Opmann
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Zweifellos: die Erklärung klingt gut - ich wollte sie nicht in Zweifel ziehen.
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Alt 16.03.2017, 08:08   #3644  
michidiers
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Zitat:
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Zweifellos: die Erklärung klingt gut - ich wollte sie nicht in Zweifel ziehen.
"Lockjaw" scheint wirklich eher eine Metapher zu sein. Die Erklärung mit den Schnöseln ist einleuchtend, wenn auch im "Urban Dictionary" auch Erklärungen mit sexuellem oder Drogenbezug möglich wären. Schließlich hatten wir ja die aufgekärten 60er ...


Hier noch drei kürzlich von mir gesehene Filme:


GUILTY OF ROMANCE

SION SONO, Japan, 2011

https://www.youtube.com/watch?v=YwBnoN-_Ra4

Eine schüchterne Hausfrau, die von ihrem Mann unterdrückt wird, sucht Bestätigung als Fotomodel, gerät aber an einen Prostituierten-Ring im Rotlichtviertel von Tokio. Dort lernt sie eine Literaturdozentin kennen, die nachts als Callgirl arbeitet, und eine Mord-Kommissarin auf Spurensuche.

Ein Film mit vielen Ansätzen für verschiedene Interpretationen, der zur Diskussion nach dem Anschauen anregt. Teilweise ist er etwas überzogen dargestellt und hängt von seine Ausdruckskraft her hinter Sion Sonos "Love Exposure" ein wenig zurück. Aber Anschauen ist trotzdem fast schon Pflicht.


LOVE EXPOSURE

SION SONO, Japan, 2008

https://www.youtube.com/watch?v=9W_f...4dSpNNqfKISR3a

Yu buhlt mit kleineren und größeren begangenen Sünden um die Aufmerksamkeit seines Priester-Vaters. Vor allem sexuelle Entgleisungen scheinen dem Vater Zuneigung zu entlocken. Als er auf seine große Liebe Yoko trifft, wird es kompliziert: Sie ist die Tochter der Affäre seines Vaters.

Fast 240 Minuten eine Ode an die Liebe und an die Gewalt. Sion Sono ist meine persönliche Entdeckung des Jahres 2017!

THE AMAZING CATFISH

CLAUDIA SAINTE-LUCE, Mexico, 2013

https://www.youtube.com/watch?v=HM7nEaOw__M

Die junge Claudia arbeitet in einem Supermarkt, wo sie Promotion für bestimmte Produkte macht. Eines Nachts landet sie dann mit Blinddarmentzündung im Krankenhaus, wo sie Martha kennenlernt, die im Bett neben ihr liegt.

Ein toller Film über den Tod und die Einsamkeit, vor allem aber über das Leben und die kleinen Momente des Glücks, die daraus entstehen.
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Alt 18.03.2017, 08:29   #3645  
michidiers
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Marvel Now – Avengers Paperback 9

„Die Zeit läuft ab“



von Jonathan Hickman u. a.

Dieses Paperback vereinigt mit den deutschen Ausgaben der US-Heftnummern Avengers 43-44 und New Avengers 31-33 die letzten von Jonathan Hickman geschriebenen Geschichten der Avengers. Zum Inhalt sei so viel gesagt, dass der Hauptfaden der „Inkursion“ beendet wird. Mit Inkursion im Sinne von Autor Hickmann ist das Aufeinandertreffen zweier Erden aus verschiedenen Realitäten, bei der eine der beiden Erden zwangsläufig das Zeitliche segnet, gemeint. So sehen die Helden unserer Marvel Erde - 616 ihrem vermeintlichen Ende in Form der sich immer näher kommenden Erde – 1610 aus dem Ulimativen Universum entgegen. Um dieses apokalyptische Szenario sind zahlreiche weitere, verworrene und mäandernde Handlungsfäden um diverse Helden und Schurken eingewebt, bei denen schon ein kurzer Handlungsanriss wohl sämtlichen Rahmen hier sprengen würde.

Sicher war ich nicht der einzige, der sich in der Vergangenheit beim Lesen dieses ausufernden Werks gefragt hat, wie die vielen Handlungsfäden zu einem stimmigen Ende gebracht werden könnten. Nun ist – banal ausgedrückt - die Katze aus dem Sack: die insgesamt -77- Einzelnummern waren ein langgezogener Prolog zu neuen Events mit den Titeln Secret Wars und Battleworld Civil War. Serien haben eben ihre eigenen Gesetze, unter anderem: es geht immer weiter! Die Frage, ob sich der lange Weg dahin wirklich gelohnt hat, muss jeder für sich beantworten. Für mich gesprochen muss ich allerdings sagen, dass ich meine Zweifel habe, dieses zu bejahen. Zu viele aufgeworfene Fragen sind unbeantwortet geblieben, bzw. im Nirwana der verschachtelten Handlung untergegangen oder wurden durch neu aufkommende Fragen ersetzt. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass ich statt eines großen Mosaikbildes einen Flickenteppich vor mir hatte.

Wer geradlinige, sich selbst erklärende Handlungen mag, dem sei diese Serie nicht empfohlen. Interessant ist sie für jene, die arg verschachtelte Erzählungen lieben, bei denen einem stets die Ungewissheit, die Zusammenhänge nicht wirklich verstanden zu haben, im Nacken sitzt. Wer dazu das Vokabular eines Philosophen und Astrophysikers beherrscht, ist bei Hickmans Avengers dann genau richtig. Ich muss eingestehen, dass ich hinsichtlich der Verständlichkeit und auch der Logik meine Probleme hatte. Andererseits bin ich mir jedoch auch sicher, dass einfach gestrickte Geschichten wie zu den Anfangstagen der Ruhmreichen Rächer anno Stan Lee in aktuellen Serien wohl kaum mehr jemanden hinter dem Ofen hervorlocken würden. Daher wäre vielleicht ein gesunder Mittelweg am besten gewesen: eine zeitlich und handlungstechnisch verschachtelte Handlung, die jedoch nachvollziehbar und selbsterklärend ist, authentische – und nicht allmächtige! - Schurken und Helden, etwas Soap mit Beziehungskisten und ein paar knackige Balgereien zwischen Gut und Böse. Mehr verlangt der Leser ja nicht, schließlich lesen wir Marvelcomics und nicht Tolstoi …

Fazit: Wie der Titel dieses Paperbacks verrät, läuft nicht nur für die Erde – 616, sondern auch für Jonathan Hickman die Zeit ab. Nach der Miniserie Battleworld Civil War und Secret Wars werden die Avengers unter Autor Mark Waid neu definiert. Vielleicht werden unter ihm meine Hoffnungen einer rundum gelungenen Rächerserie dann ja erfüllt.
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Alt 20.03.2017, 08:02   #3646  
michidiers
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Hier stelle ich noch kurz ein paar sehenswerte Filme vor, die bei mir über die Mattscheibe gegangen sind:

BEASTS OF THE SOUTHERN WILD

Regie BENH ZEITLIN
USA, 2012
Drama, Fantasy

https://www.youtube.com/watch?v=ZF7i2n5NXLo

Tief in den Sümpfen der Südstaaten liegt Bathtub, wo es die weltweit meisten Feiertage gibt. Als ein Jahrhundertsturm das Wasser über der Bayou-Siedlung zusammenschlagen lässt, wird Hushpuppy zu den wenigen Verwegenen gehören, die sich dem scheinbar Unabwendbaren stellen.

Das Leben einer verschworenen Gemeinschaft von Aussteigern auf einer New Orleans vorgelagerten Insel während der Katherina-Sturmkatastrophe wird aus der Sicht eines jungen Mädchens erzählt. Subjektiv, mystisch angehaucht und sehr gefühlsbetont! Ganz großes, intelligentes Gefühlskino!

KREUZWEG

Regie DIETRICH BRÜGGEMANN
Deutschland, 2014
Drama

https://www.youtube.com/watch?v=xpIED_Ah1qI

Maria wächst in einem besonders strengen katholischen Elternhaus auf. Der Zwiespalt zwischen ihrem Privatleben zuhause und dem Alltag als Schülerin mit den typischen Interessen einer Jugendlichen scheint unauflösbar – bis sie sich zu einem radikalen Schritt entscheidet.

Bedrückend war meine Stimmung beim Zuschauen dieses interessanten Werks. In 13 Sequenzen - mit nahezu starrer Kamera und ohne Cut - wird die Zerstörung eines jungen, hoffnungsvollen Lebens durch Elternhaus und Kirche verstörend dargestellt.

THE CHASER

Regie NA HONG-JIN
Südkorea, 2008
Thriller

https://www.youtube.com/watch?v=z3b-IYaSlSo

Ein ehemaliger Cop hat sich komplett umorientiert und arbeitet nun als kleiner Zuhälter. Doch das Verschwinden einiger seiner Mädchen bringt ihn in Nöte und als er sich auf die Suche nach der alleinerziehenden Prostituierten Mi-jin macht, gerät er plötzlich in einen Wettlauf mit dem Tod.

Als Großstadtmelodram mit Thrillerelementen angelegt. Fantastisches Erzählkino aus Südkorea!
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Alt 20.03.2017, 15:09   #3647  
Eldorado
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BEASTS OF THE SOUTHERN WILD

Das Leben einer verschworenen Gemeinschaft von Aussteigern auf einer New Orleans vorgelagerten Insel während der Katherina-Sturmkatastrophe wird aus der Sicht eines jungen Mädchens erzählt. Subjektiv, mystisch angehaucht und sehr gefühlsbetont! Ganz großes, intelligentes Gefühlskino!
Ein toller Film zweifellos, aber da hast Du jetzt Deine eigene Interpretation einfach mal als Fakt dargestellt. Die Geschichte ist ja bewusst märchenhaft gehalten und zeitlich nicht genau verortet. An den "Katrina" -Sturm hatte der Regisseur dabei jedenfalls weniger gedacht:

Zitat:
the storm in the film and the issues with the storm are much more inspired by [Hurricane] Gustov and current land-loss in south Louisiana and the levee issues around the Mississippi and salt water intrusion and the oil spill and all this other stuff that for me was actually more the reference point. I feel like that's what it will be for people there, too. It's been interesting as I show it outside there that it's going to go to Katrina, because that's what people think of when they think of storms in Louisiana.
https://www.theatlantic.com/entertai...utopia/259009/
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Alt 22.03.2017, 17:41   #3648  
jakubkurtzberg
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So, zwei weniger...
http://dassagtenuff.blogspot.de/

Kommen noch drei Hachette-Bände (Origins 70er, Inhumans und Superhelden 3- Wolverine)
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Alt 22.03.2017, 17:42   #3649  
michidiers
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Zitat:
Zitat von Eldorado Beitrag anzeigen
Ein toller Film zweifellos, aber da hast Du jetzt Deine eigene Interpretation einfach mal als Fakt dargestellt. An den "Katrina" -Sturm hatte der Regisseur dabei jedenfalls weniger gedacht:
In der Tat. Das habe ich tatsächlich getan. Danke für den Hinweis!


Die Fantastischen Vier 52 (Williams)



Erscheinungstermin: 1976/02

Originalausgabe:
1) Fantastic Four (I) #56
2) Daredevil (I) #19

Story-Titel:
1) Klaw, der mörderische Herr des Klanges !
2) Allein.... gegen die Unterwelt ! 2/3

Original-Storytitel:
1) Klaw the murderous Master of Sound!
2) Alone-- against the underworld!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby
2) John Romita Sr.

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee

Inhalt:
1) Klaw, der Herr des Klanges ist zurück! Der von Rachegefühlen gebeutelte Schurke und Ex-Nazi greift die mitten in einem Hyperraum-Experiment steckenden Reed, Sue und Ding mittels seiner Klangwaffen an. Die drohende Niederlage unserer Freunde wird erst bei Eintreffen der Kavallerie in Form von zwei durch Black Panther geschickte Schlagringe aus Vibranium abgewendet. An Reeds Händen verfehlen sie nicht ihre Wirkung und absorbieren sämtlichen Schall. Klaw ist zum zweiten Mal auf die Bretter geschickt worden. Auf der anderen Seite der Erde in den Anden versuchen Jonny und Kumpel Wyatt derweil einen Zugang zu den gefangenen Inhumans zu finden.
2) Matt versucht sein Bestes, seinen Kumpel Foggy von den Verbrechern fernzuhalten, die ihn für den wahren Dämon halten. Derweil entbrennt unter dem Marodeur und dem Gladiator ein Machtkampf.

Bemerkungen:
Ein wenig rätsele ich noch, warum man in der Übersetzung hinsichtlich Klaws Kräfte stets auf das Wort Klang (Klanges) zurückgriff und nicht das Wort Schall benutzte.
Klaw legt übrigens gute Umgangsformen an den Tag, trotz seiner verbrecherischen Vorhaben. Stets benutzt der gegenüber seinen Feinden das formelle „Sie“.
Ansonsten ist dieses Heft eine dieser typischen „ich will Rache wegen einer in der Vornummer erlittenen Schmach“ – Ausgaben, die kaum innovativ daherkommt.

Das Artwork ist wieder vom feinsten. Hier ein Panel mit einem Untier aus dem Hyperraum:



Trotz aller Gemeinheiten, er sieht schon echt cool aus, dieser Klaw:



Auch erschienen in (interne Links):
1) Hit Comics #22, Hachette Klassik V
2) Erstveröffentlichung
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Alt 22.03.2017, 18:00   #3650  
Peter L. Opmann
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Zitat:
Zitat von michidiers Beitrag anzeigen
Bemerkungen:
Ein wenig rätsele ich noch, warum man in der Übersetzung hinsichtlich Klaws Kräfte stets auf das Wort Klang (Klanges) zurückgriff und nicht das Wort Schall benutzte.
Das Wort "Klang" klingt wohl besser, auch etwas aggressiver als "Schall", ein Zischlaut-Wort.

Bei dieser Ausgabe tue ich mich mit dem Urteil etwas schwer. Als Jugendlicher mochte ich sie nicht besonders. Auch heute noch finde ich den Bösewicht Klaw nicht so recht überzeugend. Der „Herr des Klangs“ – ich habe oben (siehe FV # 49) bereits angemerkt, daß das eine ziemlich schwachsinnige Idee ist. Hätte es damals schon Hardrock, Punk und Heavy Metal gegeben, hätte man vielleicht einen etwas griffigeren Schurken aus ihm machen können, einen, der Amplifier in seinen Fingerspitzen trägt und jedem Gegner mit massivem Lärm die Ohren wegbläst. Das hätte Sinn ergeben.

Die Art, auf die Klaw die FV angreift, fand ich nun beim Wiederlesen aber doch recht packend. Die Masche, daß ein Gegner die FV nacheinander einzeln ausschaltet und dabei irgendjemanden oder etwas übersieht, gab es ja schon des öfteren. Aber hier wird sie so variiert, daß der Angriff sich spannend liest und man auch weniger das Gefühl hat, das schon x-mal aufgetischt bekommen zu haben.

Klaw will die FV besiegen, um sie dazu zu bringen, ihm seinen eigentlichen Feind, den Schwarzen Panther, auszuliefern. Gleich eine merkwürdige Prämisse: Wie sollen die FV das anstellen? Zunächst umgibt Klaw das Labor, in dem sich Reed und Ding aufhalten, mit einer Klangmauer, so daß sie darin gefangen sind, dann pirscht er sich an Sue heran. Sie ist das einzige übriggebliebene Teammitglied, denn Johnny, die Fackel, ist ja mit Wyatt Wingfoot im Himalaja unterwegs. Hier überwältigt er sie zur Abwechslung mal nicht ganz schnell. Sie schützt sich zuerst durch ihr Kraftfeld vor dem Eindringling, muß aber gleich darauf befürchten, daß es den Schallwellen nicht standhalten wird. Darauf greift sie zu einer Pistole, die nervenlähmende Strahlen verschießt, aber sie sind bei Klaw wirkungslos.

Währenddessen versuchen Reed und Ding, aus ihrem Labor auszubrechen. Reed analysiert das Problem, Ding dagegen schleudert kurzerhand eine riesige Maschine gegen die Wand, was aber nichts bringt, nur eine gewaltige Rückkoppelung auslöst (Stan Lee konnte damals nicht wissen, wie schön eine Rückkoppelung etwa in einem Jimi-Hendrix-Konzert sein kann). Ding rennt darauf einfach durch die Wand und ist frei. In diesem Moment unternimmt Sue einen letzten Versuch, Klaw zu entkommen, und läuft Ding genau in die Arme. Nun prallen Ding und Klaw aufeinander – das Baxter Building erzittert. Ding wird schwer getroffen – von was auch immer – und ist einige Zeit kampfunfähig. Sue flieht weiter – durch das Loch im Labor, das Ding geschlagen hat, zu ihrem Gatten Reed.

In sicherer Erwartung des Sieges richtet Klaw seine Klang-Klaue auf das Paar. In diesem Augenblick fliegt eine Drohne durchs Fenster (da sah Lee etwas, was es erst etwa 50 Jahre später gab) und bringt zwei Stücke Vibranium aus Wakanda, dem Königreich des Schwarzen Panthers. Mit denen schlägt Reed Klaw k.o., denn das Vibranium neutralisiert dessen Schallwellen (ist einfach so).

Wieder wird hin und wieder zu den Nichtmenschen sowie Johnny und Wyatt übergeblendet. Dort gibt es weiterhin keine wichtigen Weiterentwicklungen. Die Nichtmenschen verzweifeln weiter am wahnsinnigen Maximus; Johnny und Wyatt lösen das Problem, wie man Schoßhund etwas zu fressen geben kann. Am Ende wird die nächste Story angekündigt: Dr. Doom trifft auf den Silberstürmer.

Die Story weist erhebliche Schwächen auf. Da halte ich mich eher an die Zeichnungen. Jack Kirby und Joe Sinnott machen ihre Sache diesmal besonders gut (ich stimme Michi Diers ausdrücklich zu, was den Auftritt von Klaw angeht). Visuell wirkt das Geschehen wirklich aufsehenerregend. Kirby ist schon nahe am Höhepunkt seines Schaffens bei den FV; in späteren Ausgaben wird er nur noch monumentaler.
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