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Alt 14.10.2017, 14:27   #1  
Retro
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Standard Asterix - Zeichentrick und Realfilme

ASTERIX TRICKFILME



ASTERIX DER GALLIER 1967

Die Römer schicken einen getarnten Spion in das Dorf der als unbesiegbar geltenden Gallier, um deren Geheimnis herauszufinden.
Diesem gelingt es, den Zaubertrank testen zu dürfen- so dass die Römer jetzt zwar wissen woher deren Kräfte kommen- aber natürlich nicht, wie der Trank gebraut wird.
Der römische Kommandant Gaius Bonus lässt daraufhin den Druiden Miraculix beim Mistelschneiden im Wald entführen, um ihn zu zwingen sein Rezept zu verraten.
Als Miraculix nicht mehr im Dorf erscheint, macht sich Asterix auf die Suche- und gelangt so ins römische Lager, wo Miraculix gefangen gehalten wird.
Gemeinsam schaffen es die beiden Gallier, die gesamte römische Truppe mit einem falschen Zaubertrank zu verwirren- bis Julius Cäsar selbst erscheint...

Der Zeichenstil wirkt hier noch ziemlich billig, und bietet nur wenige Animationen- der Film ist leider sehr schlecht gealtert, seine 50 Jahre sieht man ihm eben auch an.
Manche der Figuren sehen für aktuelle Sehgewohnheiten, und somit für die seit inzwischen vielen Jahren von Asterix gewohnte Optik irgendwie seltsam aus,
allerdings hält sich der Film da ziemlich an die Vorlage.
Auch im ersten Comic sahen die Figuren recht ungewohnt aus, wenn man hauptsächlich neuere Comics- oder eben Verfilmungen kennt.
"Asterix der Gallier" hält sich penibel an den ersten Band der Reihe, so dass nach knapp über einer Stunde der Spaß schon vorbei ist.
Wobei man aber ganz klar sagen muss, dass dieser erste Film zwar den Grundstein für weitere gelegt hat, generell aber eigentlich ziemlich schwach ist.
Das liegt neben den schwachen Zeichnungen auch an dem teils seltsamen, unpassenden Score der immer wieder im Hintergrund läuft.
Alles dreht sich hier um Asterix und Miraculix, den Rest der allseits bekannten Gallier sieht man beinahe nur am Anfang und Ende- sofern überhaupt...
Diese Auflage des Films hat als Bonus eine anwählbare Sächsische Dialektfassung.

5/10

ASTERIX UND KLEOPATRA 1968

Da Julius Cäsar das ägyptische Volk als minderwertig bezeichnet, schließt Königin Kleopatra mit ihm eine Wette ab:
Innerhalb von 3 Monaten soll der Architekt Numerobis mit seinen Männern einen Palast für Cäsar bauen.
Zum Glück kennt Numerobis im fernen Gallien einen Druiden, welcher ihm mit einem Zaubertrank helfen könnte diese Frist einzuhalten.
Miraculix erklärt sich bereit, dem extra angereisten Numerobis den Zaubertrank für seine Arbeiter zu geben.
Damit es keine anderen Probleme gibt, begleiten neben Miraculix auch Asterix, Obelix und Idefix Numerobis nach Ägypten.
Die Hilfe der Gallier ist auch bitter nötig, denn Cäsar hat nicht vor, seine Wette zu verlieren-
und Pyradonis, ein konkurrierender Architekt, will ebenfalls verhindern dass Numerobis Erfolg hat...

Leider hat man hier die nervige Unart aus Disneyfilmen übernommen, dass mitten im Film mehrmals gesungen wird.
Die Gesangseinlagen verlängern zwar die Laufzeit des Films auf knapp 70 Minuten, sind aber nervig, und passen absolut nicht in den Film.
Ansonsten sieht man hier schon eine klare Steigerung zum vorherigen Film, die Zeichnungen sind verfeinert, der Score ist passender,
und es haben mehrere Figuren eine etwas größere Rolle abgekriegt. Nur dieses nervige gesinge...
Diese Auflage des Films hat als Bonus eine anwählbare Hessische Dialektfassung.

6/10

ASTERIX EROBERT ROM 1976

Um die unbezwingbaren Gallier loszuwerden, schlägt Cäsar einen Wettkampf vor.
Zwei der Gallier, natürlich Asterix und Obelix, sollen 12 Prüfungen bestehen, welche nach Cäsars Meinung nur von Göttern zu schaffen sind.
Sollten die Gallier also alles schaffen, müssen sie demnach Götter sein- und Cäsar würde sich ihnen ergeben.
Anderenfalls hat sich das unbeugsame Dorf Rom zu unterwerfen.
Natürlich wird die Herausforderung angenommen, und unsere beiden Helden schlagen sich erstaunlich gut.
Cäsar ist allerdings kein guter Verlierer, und lässt am Ende die Gallier in der Arena den Löwen vorwerfen. Ob das so eine gute Idee war?

Hier hat man nun endgültig zum inzwischen gewohnten Zeichenstil gefunden, und auch die restlichen Gallier etwas stärker eingebunden.
Die Gesangsnummern wurden gestrichen, dafür gibt es eine nicht minder unnötige, zum Glück nicht sehr lange Tanzszene.
So kommt man hier immerhin auf knappe 80 Minuten Laufzeit.
Inhaltlich ist "Asterix erobert Rom" eigentlich vollkommen unpassend in der Asterix-Reihe.
Der Film basiert auf keinem Comic, erzählt also eine neue Geschichte- und vor allem das Ende passt so gar nicht zu allen anderen Filmen und Comics.
Nicht falsch verstehen: Das Ende ist durchaus ein schöner Abschluss der Geschichte, passt nur eben nicht zum Rest der Reihe.
Davon abgesehen unterhält der Film ausgezeichnet, bietet eine Menge Gags und schöne Szenen-
und wer beim "Haus das Irre macht" nicht an deutsches Beamtentum denkt, hat damit wohl noch nie zu tun gehabt.
Ansonsten habe ich am Film absolut nichts auszusetzen- lediglich sein eigentlich (innerhalb der Comic/Filmreihe) unpassendes Ende kostet den Film einen Punkt.
Diese Auflage des Films hat als Bonus eine anwählbare Bayerische Dialektfassung.

9/10

ASTERIX - SIEG ÜBER CÄSAR 1985

Tragicomix und seine Verlobte Falbala sind zu Besuch im Dorf der unbesiegbaren Gallier.
Bei einem Spaziergang im Wald werden die beiden allerdings von Römern entführt, welche sich freuen, mal Galliern ohne Zaubertrank gegenüberzustehen.
Asterix und Obelix machen sich auf die Suche nach den beiden, welche inzwischen über Umwege in Richtung Afrika verschifft wurden.
Die Römer versuchen so zu verhindern, dass die unbesiegbaren ihre Spur finden- doch unsere beiden Helden schließen sich einfach der Legion an.
Am Ziel angekommen, erfahren sie allerdings dass sie zu spät gekommen sind- Tragicomix und Falbala sind inzwischen in den Händen *eines Sklavenhändlers.
Dieser verkauft sie wiederum an die Römer, welche sie im Kolosseum den Löwen zur Belustigung des Volkes zum Fraß vorwerfen wollen.
Wie kommt man unbemerkt ins Kolosseum um die beiden zu befreien? Asterix und Obelix heuern als Gladiatoren an...

Nach dem sehr gutem Vorgängerfilm erwartet man ja fast schon einen schwächeren Nachfolger.
In den ersten Minuten fühlt man sich bestätigt, hat der Film mit "Asterix ist da" doch so ziemlich das peinlichste Titellied, welches ich mir vorstellen kann.
Wenn man das fürchterliche Titellied überstanden hat, darf man sich erst mal an den schönen Zeichnungen erfreuen, und stellt fest,
dass diesmal wieder ein Comic das Vorbild zum Film war. Sagte ich EIN Comic?
"Sieg über Cäsar" ist eine gelungene Mischung aus "Astrerix als Legionär" und "Asterix als Gladiator", mit diversen Ideen und Figuren aus anderen Bänden.
Trotz der Verwendung zweier Comic-Alben und anderer Ideen kommt man wieder nur auf knapp über 70 Minuten Laufzeit.
Nicht schlecht, diese Mischung- wenn auch erwartungsgemäß etwas schwächer als "Asterix erobert Rom".
Diese Auflage des Films hat als Bonus eine anwählbare Berlinerische Dialektfassung.

7/10

ASTERIX BEI DEN BRITEN 1986

Julius Cäsar kommt in Gallien mit seinem Feldzug nicht weiter, aber man kann ja noch andere Länder erobern.
Also machen sich die Römer auf nach Großbritannien, und stoßen dort auf ein Dorf voller unbeugsamer Briten.
Deren Problem ist nur, dass diese sich ihre gewohnte "Teatime" und vor allem die "Weekends" nicht nehmen lassen wollen- auch in der Schlacht.
Diesen Punkt will Cäsar natürlich ausnutzen. Zum Glück hat der Brite Teefax von verwandten in Gallien erfahren,
dass es dort ein ganzes Dorf voller unbesiegbarer Gallier gibt. Also macht er sich auf den weiten Weg dorthin.
Im Dorf angekommen, erzählt Teefax seine Geschichte- und Miraculix braut ihm ein komplettes Fass Zaubertrank.
Den Rückweg nach Britannien tritt Teefax mit Asterix und Obelix an, welche ihre Hilfe angeboten haben.
Unterwegs lauern Römer, das Fass mit dem Zaubertrank wird mit vielen normalen Weinfässern von den Römern konfisziert-
und generell wird es den dreien nicht leicht gemacht an ihr ziel zu kommen.
Auf der Suche nach dem richtigen Fass sind die römischen Soldaten allerdings schon bald komplett betrunken...

Hier hat man sich wieder ganz klassisch an einem einzelnen Comic bedient,
natürlich dem gleichnamigen "Asterix bei den Briten", welcher meiner Meinung nach zu den besten gehört.
Der Zeichenstil ist im vergleich zum Vorgänger allerdings wieder etwas schwächer, dafür hat man britischen Akzent herrlich in die Dialoge einfließen lassen.
Generell sind die vielen Anspielungen auf den "typisch" britischen Lebensstil sehr witzig umgesetzt
Inhaltlich Top, nur leider mit 75 Minuten ein wenig kurz. Aber das scheint ja Standard bei Asterix-Trickfilmen zu sein.
Diese Auflage des Films hat als Bonus eine anwählbare Schwäbische Dialektfassung.

10/10

ASTERIX - OPERATION HINKELSTEIN 1989

Beim Hinkelsteinwerfen passiert Obelix ein Unfall- er trifft versehentlich Miraculix, welcher sich daraufhin an nichts mehr erinnern kann.
Dieser ist somit komplett ausser Gefecht gesetzt, und kann auch keinen Zaubertrank mehr brauen.
Zur selben Zeit erscheint der Seher Lügfix bei den Galliern, und erschleicht sich das vertrauen der leichtgläubigen Frauen im Dorf.
Asterix verjagt ihn zwar, doch er macht sich ein Lager im Wald nahe des Dorfes, und wird von den Frauen heimlich versorgt.
Während Asterix und Obelix versuchen, zusammen mit Miraculix den richtigen Zaubertrank herzustellen,
und die jeweiligen Ergebnisse der Tränke an einem gefangenen Römer testen, wird der Seher im Wald von den Römern verhaftet.
Um keinen ärger zu kriegen und wieder freizukommen erzählt dieser den Römern, dass die Gallier momentan nicht unbesiegbar sind.
Die Römer wittern endlich ihre Chance, GANZ Gallien einzunehmen...

Hier hat man wieder zwei Comics als Haupthandlung vermischt, nämlich "Der Seher" und "Kampf der Häuptlinge".
Die Versuche mit den verschiedenen Zaubertränken am gefangenen Römer sind ganz klar das Highlight des Films.
Beim Zeichenstil hat man wieder zugelegt, auffällig ist hier auch der Soundtrack, welcher zum ersten mal sehr gelungen einzelne Szenen untermalt,
leider gibt es im Gegenzug dafür wieder nervigen Gesang, zum Glück aber nur kurz nach wenigen Minuten des Films.
Diese Auflage des Films hat als Bonus eine anwählbare Kölsche Dialektfassung.

8/10

ASTERIX IN AMERIKA 1994

Cäsar lässt den Druiden Miraculix entführen, damit er nicht wiedergefunden wird, soll er an den Rand der Welt gebracht werden.
Wie jeder weiß, ist die Erde flach wie eine Pizza.
Also ist eine römische Galeere unterwegs auf dem Atlantik, bis die Besatzung meint, den Rand der Welt entdeckt zu haben.
Miraculix wird mit einem Katapult über den vermeintlichen Rand geschleudert, und landet inmitten eines fremden Volkes.
Natürlich hatten Asterix und Obelix in einem Fischerboot die Römer verfolgt,
und landen nun ebenfalls in dem Land, wo statt Wildschweinen Truthähne herumlaufen.
Schon bald treffen sie auch auf rothäutige eingeborene, welche Miraculix gefangen halten.
Den herausragenden Kräfte von Obelix, welcher bei einem Kampf den stärksten Krieger des Stammes besiegt ist es zu verdanken,
dass danach Freundschaft zwischen Galliern und Indianern geschlossen wird.
Asterix, Obelix und Miraculix machen sich auf die Heimreise, wo sie ein beinahe komplett leeres Dorf vorfinden.
Schnell wird ein Zaubertrank gebraut, und Asterix und Obelix schleichen sich in das Römerlager ein, wo schon der Sieg über die Gallier gefeiert wird.
Es gelingt den beiden, ihre gefangenen Freunde zu finden, und an jeden wird Zaubertrank verteilt...

Der Film basiert auf dem "Die große Überfahrt" Comic, allerdings wurde Story um die Entdeckung Amerikas um die Haupthandlung herum geändert.
Damit kann man gut leben, und wenn man die Vorlage nicht kennt, bemerkt man eh nichts davon.
Der Zeichenstil ist wieder ordentlich, in manchen Szenen hat man sich aber Hilfe aus dem Computer geholt.
Erwähnenswert ist bei "Asterix in Amerika" vor allem, dass dieser eine, von ein paar Zeichnern abgesehen, beinahe rein deutsche Produktion ist.
Im "Extrafilm" Verleih von Jürgen Wohlrabe welcher das Budget stellte, unter der Regie von Gerhard Hahn mit dem Drehbuch von Thomas Platt.
Score: Harold Faltermeyer. Dieser ist allerdings nicht wirklich herausragend gelungen, eher im Gegenteil.
Das wiederum passt zum übelst unpassenden Soundtrack mit Bonnie Tyler, Right said Fred und anderen.
Und wenn man sich dazu nun auch noch die katastrophal unpassende alternative deutsche Tonspur antut,
müsste man nicht wenige Punkte in der Wertung abziehen. Tut euch das bloß nicht an...
Wenigstens ist der Mittelteil mit seiner Gesangs-und Tanznummer hier erstmals erträglich gelungen.
Diese Auflage des Films hat als Bonus eine anwählbare "Schwörerdeutsch" Fassung, gesprochen von Erkan und Stefan.

6/10

ASTERIX UND DIE WIKINGER 2006



Das Dorf der unbesiegbaren Gallier bekommt Besuch von Grautvornix, dem Neffen von Häuptling Majestix.
Dieser ist ein komplett verweichlichter Schönling der nur an Mädchen und am Tanzen interessiert ist, vegetarisch lebt,
und jeder Gefahr oder Herausforderung aus dem Weg geht.
Nun sollen Asterix und Obelix einen Mann aus Grautvornix machen, was sich nicht nur als Schwierig, sondern eher als unmöglich erweist.
Zur gleichen zeit hat auch ein anderes Volk Probleme: Die grausamen Wikinger wollen eigentlich plündernd durch die Gegend ziehen,
aber überall wo sie ankommen, ist die Bevölkerung schon lange vorher aus Angst vor den Wikingern geflohen.
Der Wikingerhäuptling Maulaf versteht bei einem Gespräch darüber ein altes Sprichwort völlig falsch: "Angst verleiht Flügel".
Der neue Plan lautet also: Den ängstlichsten Menschen der Welt zu finden, um von diesem "Angst" zu lernen.
Denn damit könne man dann ja fliegen, was einen klaren Vorteil beim schnellen plündern ergeben müsste.
Maulaf befragt seinen Seher Kryptograf, wo man denn am ehesten auf ängstliche Feiglinge treffen würde.
Als die Wikinger dann vor der Küste Galliens auftauchen, sieht ausgerechnet Grautvornix diese als erstes- und ist natürlich das Ziel von Maulaf.
Grautvornix wird entführt, und wie üblich müssen Asterix und Obelix ihn wiederholen.
Als sie ihn im Wikingerdorf finden, will dieser allerdings gar nicht mehr weg, wird er doch als "Meister der Angst" von allen verehrt.
Sein Problem ist nur, das er in den nächsten Tagen den Wikingern die Angst, und somit das fliegen beibringen muss...

Die Vorlage zu diesem Film ist ganz offensichtlich "Asterix und die Normannen". Der Begriff "Wikinger" zieht aber wohl vermutlich mehr Zuschauer an.
Auch hier wurde ein wenig an der eigentlichen Geschichte herumgespielt und verändert, woran aber nichts auszusetzen ist.
Das Problem des Filmes sind eher die starken Gegensätze, welche (zumindest mir) den Spaß am Film einfach versauen.
Generell ist der Zeichenstil diesmal zwar arg Computerlastig, aber doch durchaus gelungen, und dem bisherigen Stil nachempfunden.
Die Szenen um die Wikinger sind schön düster mit einem eisigen Blaustich versehen, während Gallien knallbunt wie immer daherkommt.
Der Score im Hintergrund ist meist unauffällig, die vielen Modernen Songs im Film sind allerdings extremst unpassend- und entsprechend nervig.
Die immer wieder mal vorkommenden Tanz-Einlagen machen den Film daher auch keinesfalls besser...
So nebenbei kriegt man hier wohl die schlechteste Coververison von Survivor's "Eye of the Tiger" zu hören, die man sich vorstellen kann.
Die Synchro ist komplett neu, und somit erstmal ungewohnt- aber keinesfalls schlecht.
Christian Tramitz als Asterix und Tilo Schmitz als Obelix passen durchaus recht gut, Wolfgang Völz als Majestix ist perfekt-
und auch Dieter Hallervorden als Kryptograf kommt durchaus passend rüber.
Leider sind die meisten Gags nicht witzig, oder höchstens auf das Niveau der heutigen (sehr jungen) Jugend eingependelt.
Auch die Namensgebung ist in Comic wie Film teils eher peinlich als lustig, Ob nun die Wikingertochter Abba oder die Brieftaube SMSix.
Grinsen musste ich allerdings bei der Frau des Wikingerhäuptlings, welche ihm eine Möbel-Plünderungs-Liste mitgibt. Ihr Name: Vikea.
Zum eher schlechten Eindruck kommt auch die Hauptfigur der Geschichte dazu: Grautvornix ist der Jar Jar Binx des Asterix-Universums.
Unglaublich nervig, im Film deutlich schlimmer als im Comic, stellt er eine wahre Hass-Figur für mich dar.

3/10

ASTERIX IM LAND DER GÖTTER 2014



Cäsar's neuester Plan sich die widerspenstigen Gallier gefügig zu machen ist mal etwas ganz anderes.
Anstatt seine Legionen immer wieder von den Galliern verprügeln zu lassen, setzt er nun auf Luxus und die römische Lebensart.
Er lässt ganz in der Nähe des Gallischen Dorfes eine teure Luxus-Wohnanlage für reiche Bewohner bauen, welche schon bald die Gegend bevölkern.
Die einzige nahe gelegene Einkaufsmöglichkeit für die Bewohner der neuen kleinen Stadt ist das Gallische Dorf...
Schon bald steigen die Preise im Dorf für Lebensmittel, Schmuck und sonstiges bedrohlich an,
und diejenigen Gallier, welche vom Handel leben, schauen bald nur noch auf ihren Verdienst- was Dorf-Intern natürlich für Streit sorgt.
Zumal schon bald jeder zweite Dorfbewohner selbst einen Laden eröffnet. Es scheint, als ob Cäsar mit dieser Strategie erstmals erfolgreich sein könnte.
Asterix, Obelix und Miraculix drehen aber den Spieß um- und ziehen in die neu errichtete Stadt...

Warum man den Titel für den Film geändert hat, erschließt sich mir nicht- dieser ist eindeutig die Verfilmung des Comics "Die Trabantenstadt".
Erstmals handelt es sich hierbei um einen reinen Animationsfilm, der allerdings rein optisch absolut gelungen daherkommt.
Besser kann man sich die Gallier in 3D nicht vorstellen, die Figuren sind erstklassig animiert, und auch die Umgebung im Film ist sehr liebevoll "gezeichnet".
Man hat es wirklich geschafft, den Charme der Comics in die Moderne zu retten. Optisch aktuell, aber mit den guten, alten Gags des Originals.
Der einzige Punkt über den man meckern kann, sind die wieder ausgetauschten Sprecher der Figuren, welche teils leider wirklich etwas unpassend sind.

9/10

Geändert von Retro (14.10.2017 um 15:06 Uhr)
Retro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2017, 15:06   #2  
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ASTERIX REALFILME

ASTERIX & OBELIX GEGEN CÄSAR 1999



Ein kleines Dorf in Gallien ist von römischen Lagern umgeben.
Julius Cäsar bereitet gerade seinen Feldzug gegen Britannien vor, und lässt daher überall Steuern eintreiben.
Auch im Dorf der unbeugsamen Gallier- was er mal lieber hätte sein lassen sollen.
Die Steuereintreiber werden verprügelt und aus dem Dorf gejagt, deren Truhe mit Münzen verbleibt im Dorf.
Cäsar beschließt daher die Gallier zu vernichten, und schickt seinen untergebenen Tullius Dstructivus los.
Destructivus lässt den Druiden der Gallier zu entführen, allerdings verfolgt er eigene Pläne.
Mit Hilfe des Zaubertrankes will er selbst die Macht ergreifen und Cäsar stürzen.
Zum Glück hat Asterix schon einen Plan, um Miraculix zu befreien, wobei ihm Obelix helfen soll.
Dummerweise ist dieser bis über beide Ohren verliebt, und daher nicht ganz bei der Sache,
seit ihm ein reisender Seher gesagt hat, dass Falbala, welche gerade im Dorf zu Besuch ist, ihn heiraten wird...

Inhaltlich ist "Asterix und Obelix gegen Cäsar" eine Mischung aus diversen Comics und neuen Ideen.
Man hat sich wirklich bemüht, die Gallier als Realfilm überzeugend hinzukriegen- aber irgendwie klappt das trotzdem nicht so ganz.
Christian Clavier als Asterix und Gerard Depardieu als Obelix sind bestmöglich besetzt, Idefix passt erstaunlicherweise auch.
Gottfried John als Julius Cäsar und Roberto Benigni als Destructivus sind ebenfalls recht passend.
Die meisten anderen im Dorf der Gallier sind allerdings eher lieblos ausgewählt, die Römer sind meist eh nur Prügelknaben, daher egal.
Auch das gallische Dorf sieht extrem unecht nach Studiobauten aus.
Aber eine Falbala mit Pferdegebiss? Ernsthaft? Hauptsache eine gut gefüllte Bluse...
Immerhin kann man hier erstmals nachvollziehen, warum der (sehr bescheiden aussehende) Troubadix immer am singen gehindert wird.
Die CGI-Szenen schwanken zwischen erträglich und billig, auch die Masken und Perücken sind sofort als solche zu erkennen.
Es fliegen massenhaft Römer bei Prügeleien durch die Gegend, "Action" ist also auch einiges geboten.
Der Soundtrack ist meist passend, allerdings hat man mal wieder nicht auf eine Gesangsnummer verzichtet, zum Glück aber nur kurz.
Das ganze ist allerdings als reiner Kindertauglicher Klamauk anzusehen, die Comics muss man nicht kennen, um den Film zu verstehen.
Man hat sich bemüht alles "wichtige" über die Gallier und deren ewigen Kampf gegen die Römer in diesem einen Film unterzubringen.
Es hätte schlimmer kommen können- aber erwartet nicht das Niveau der Comics!

5/10

ASTERIX & OBELIX - MISSION KLEOPATRA 2002



Da Julius Cäsar das ägyptische Volk als minderwertig bezeichnet, schließt Königin Kleopatra mit ihm eine Wette ab:
Innerhalb von 3 Monaten soll der Architekt Numerobis mit seinen Männern einen Palast für Cäsar bauen.
Zum Glück kennt Numerobis im fernen Gallien einen Druiden, welcher ihm mit einem Zaubertrank helfen könnte diese Frist einzuhalten.
Miraculix erklärt sich bereit, dem extra angereisten Numerobis den Zaubertrank für seine Arbeiter zu geben.
Damit es keine anderen Probleme gibt, begleiten neben Miraculix auch Asterix, Obelix und Idefix Numerobis nach Ägypten.
Die Hilfe der Gallier ist auch bitter nötig, denn Cäsar hat nicht vor, seine Wette zu verlieren-
und Pyradonis, ein konkurrierender Architekt, will ebenfalls verhindern dass Numerobis Erfolg hat...

Christian Clavier als Asterix und Gerard Depardieu als Obelix sind wieder mit dabei, ausserdem Monica Bellucci als Kleopatra.
Zu großen Teilen hält man sich in "Mission Kleopatra" an die Comic-Vorlage "Asterix und Kleopatra".
Zwar hat man auch hier einige Kleinigkeiten geändert, bzw erweitert, aber alles ergibt ein stimmiges Gesamtbild.
Von der ersten Minute an hinterlässt der Film einen positiven Eindruck, selbst die Nebenrollen sind hier besser besetzt als im Vorgänger.
Auch Numerobis und vor allem Pyradonis sind sehr gut getroffen, ebenso die Piraten, welche ein kleines Highlight des Films sind.
Hier wurde deutlich sichtbar mehr Aufwand in die Produktion, Tricks und generell Optik des Films gesteckt.
Ein paar Gags in Richtung der heutigen Zeit (Verlorene Linsen werden gesucht, Vodafonis...) kommen vor,
ebenso wie so manche Anspielung auf andere Filme oder bekannte Personen.
Selbst der theoretisch unpassende, weil recht Moderne Soundtrack passt gut in den Film.

8/10

ASTERIX BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN 2008



Der junge Gallier Romatix hat sich in Prinzessin Irina verliebt.
Dummerweise ist diese dem Sieger der anstehenden olympischen Spiele versprochen worden.
Da hilft nur eines: Mit der Hilfe von Asterix, Obelix und natürlich Miraculix an den Spielen teilnehmen!
So begeben sich die vier auf die Reise nach Olympia, gefolgt von Troubadix,
Allerdings gibt es dort durchaus Konkurrenz in mehrfacher Hinsicht:
Cäsar will dass Rom die Spiele gewinnt, und schickt unter anderem seinen besten Athleten Claudius Musculus nach Olympia-
welcher Asterix und Obelix schon beim Waldlauf begegnet ist- und dem olympischen Komitee vom Zaubertrank-Doping berichtet.
Zudem hat auch Brutus, der Sohn Cäsars ein Auge auf Irina geworfen- und versucht nebenbei erfolglos seinen Vater zu töten.
Nun müssen die Gallier ohne Zaubertrank antreten, während Brutus betrügt, wo es nur geht.
Am Ende soll ein Wagenrennen die Entscheidung bringen...

Wie schon im Vorgänger hat man sich hier den Comic gleichen Namens zum Hauptthema genommen,
erweitert diesen aber durch so manchen neuen Handlungsstrang und Figuren.
Gerard Depardieu gibt hier wie schon gewohnt den Obelix, allerdings schlüpft diesmal Clovis Cornillac in die Rolle von Asterix.
Er passt auch durchaus gut in diese Rolle, ebenso muss man Alain Delon als Cäsar positiv hervorheben.
In Gastrollen tauchen ausserdem Michael Herbig als stummer Römer, sowie Michael Schumacher als Gallier Schumix auf.
Bei den restlichen Galliern gibt es höhen und tiefen, viele Rollen wurden neu besetzt.
Während Troubadix hier z.B. deutlich besser getroffen ist als bisher, sieht Majestix noch unpassender aus als zuvor.
Ein paar Anspielungen auf andere Filme sind auch wieder enthalten,
aber trotz der recht guten Besetzung und gelungenen Tricks will diesmal nicht die gewohnte Stimmung aufkommen.
Schlecht ist auch dieser Film nicht- aber doch schwächer als der vorherige.

6/10

ASTERIX & OBELIX - IM AUFTRAG IHRER MAJESTÄT 2012



Die Römer unter der Führung von Julius Cäsar wollen Britannien erobern.
Eine riesige Flotte an Schiffen ist unterwegs an die Küste, um exakt um 17 Uhr,
zu welcher traditionell heisses Wasser getrunken wird, und die Briten daher nicht kämpfen.
Schon bald ist ganz Britannien erobert- ausser einem kleinen Dorf, welches noch widerstand leistet, und in dem die Königin lebt.
Teefax, einer der Dorfbewohner hat allerdings eine Idee:
In Gallien soll es ein Dorf geben, dem es ähnlich geht- die aber einen Zaubertrank besitzen.
Er macht sich auf die Reise dorthin, und kann Asterix und Obelix überreden mit ihm zu kommen.
Nebenbei wird noch Grautvornix, der verweichlichte Neffe von Majestix mitgenommen, da dieser auch mal kämpfen lernen soll.
Allerdings haben davon unabhängig auch die Normannen beschlossen, Britannien anzugreifen-
denn die meisten Bewohner dort sollen sehr ängstlich sein, und Angst verleiht ja bekanntlich Flügel...

Was für ein Mist- hier passt wirklich so ziemlich gar nichts mehr.
Einzig Gerard Depardieu als Obelix ist wie gewohnt perfekt besetzt, und auch Catherine Deneuve als Königin kann sich sehen lassen.
Als Asterix ist hier Edouard Baer zu sehen, welcher zum einen ebenso groß ist wie Obelix,
und zum anderen generell absolut nicht in die Rolle passt. Dass er in diesem Film laufend Frauen anbaggert kommt noch dazu.
Auch die anderen Darsteller sind meist unpassend, Cäsar wirkt lächerlich, Grautvornix nervt unglaublich,
die Piraten und Wikinger sehen aus wie frisch aus dem Kostümverleih...
Wie unschwer zu erkennen ist, hat man sich hier bei "Asterix bei den Briten" und "Asterix und die Normannen" (aka Wikinger) bedient-
und wieder jede Menge dazu erfunden- was beinahe durchgehend unpassend und unkomisch ist.
Anspielungen auf Filme gibt's auch wieder (wieder mal Star Wars... Gähn), aber nur eine davon war witzig (Clockwork Orange).
Auch der Soundtrack ist größtenteils zwischen langweilig (Score generell) und katastrophal unpassend (Songs) ausgewählt worden.

2/10
Retro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2017, 22:41   #3  
Schlimme
NACHRICHTEN
 
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Beiträge: 16.635
Zitat:
Zitat von Retro Beitrag anzeigen
ASTERIX UND KLEOPATRA 1968

(...) Leider hat man hier die nervige Unart aus Disneyfilmen übernommen, dass mitten im Film mehrmals gesungen wird. Die Gesangseinlagen verlängern zwar die Laufzeit des Films auf knapp 70 Minuten, sind aber nervig, und passen absolut nicht in den Film.

Ansonsten sieht man hier schon eine klare Steigerung zum vorherigen Film, die Zeichnungen sind verfeinert, der Score ist passender, und es haben mehrere Figuren eine etwas größere Rolle abgekriegt. Nur dieses nervige gesinge...
Also, das Giftmischer-Lied mag ich!
https://www.youtube.com/watch?v=5OuWW9Zuexk
Schlimme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2017, 15:31   #4  
jakubkurtzberg
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Beiträge: 10.413
Danke Retro für die schöne Zusammenfassung und das jeweilige Fazit. Für mich ist "Asterix erobert Rom" eindeutig der beste Film. Auch deshalb, weil es keinen offiziellen Comic dazu gibt. "Asterix der Gallier" habe ich Im Kindergartenalter im Kino gesehen, kann mich aber kaum dran erinnern. Müsste ungefähr zur selben Zeit gewesen sein wie "Die Schlümpfe und die Zauberflöte", an den ich mich besser erinnern kann.

Bei "Sieg über Cäsar" war ich allein im Kino und hatte das Lied, das zugegebenermaßen nicht besonders toll ist, als Ohrwurm noch tagelang im Kopf und auf den Lippen. Auf Abruf kann ich heute noch den Refrain singen. Vom Film selbst war ich leicht enttäuscht, weil er eben nicht ganz so gut ist, wie die Comics.

Den Briten-Film fand ich wieder besser. Und ich glaube, dass ich auch den allein im Kino gesehen habe. Operation Hinkelstein war auch okay. Generell haben mich die Filme aber alle nicht vom Hocker gerissen. Dafür sind die Comics einfach zu gut und nicht wirklich umsetzbar. Ausnahme: Asterix und Kleopatra, die ich als Film und Comic für gleichwertig halte.

Den ersten Realfilm fand ich auch nicht so schlecht und die Hauptcharaktere sind wirklich sehr gut besetzt worden. Das füllige Model mit dem schiefen Zahn finde ich hübsch. Das war damals die Gegenbewegung zu den Magermodels wie etwa Kate Moss.

Schade ist, dass die Stimmen in den dt. Fassungen so oft gewechselt haben. Edgar Ott war definitiv der beste Obelix und Hans Hessling passte super auf Asterix. Selbst Frank Zander machte später noch einen guten Job. Aber Ottfried Fischer mit leicht bayerischem Akzent beim Ablesen der Dialoge für Obelix ging gar nicht.

Ich habe nicht alle Filme gesehen, würde es gerne und wäre auch froh, wenn mir manche besser gefallen würden. Das Problem ist aber, dass ich die großartigen Comics von Goscinny und Uderzo in- und auswendig kenne und deshalb die Latte so hoch liegt, dass da ein Mithalten in Filmform nahezu ausgeschlossen ist.
jakubkurtzberg ist offline   Mit Zitat antworten
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