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Alt 11.11.2017, 13:59   #1  
Opa Joe
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Standard Wer bringt die Gentlemen GMBH Gesamtausgabe?

Irgendwie wird ja so alles was mal in Zack erschienen war, als Gesamtausgabe veröffentlicht. Ich warte aber immer noch auf eine Gentlemen GMBH Gesamtausgabe. Am liebsten sogar in S/W, da Tacconi ein wirklich begnadeter Zeichner war und auch das S/W Verhältnis ähnlich gekonnt beherrschte wie z.B. Hugo Pratt. Das machen auch seine 2 Dylan Dog Bände deutlich.

Die Gentlemen GMBH war damals eine äusserst beliebte Serie und auch gut zu lesen. Mich wundert es schon ein wenig, dass da bisher nichts veröffentlicht wurde. Hat das vielleicht rechtliche Gründe? Tacconi war ja Italiener und kein Franzose. Vielleicht weiss da ja jemand mehr im Forum. Das wäre schön und würde mich Fröhlich stimmen.
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Alt 11.11.2017, 17:25   #2  
Peter L. Opmann
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Vielleicht ist ja Ferdinando Tacconi ein Sonderfall. Ich schätze ihn auch sehr, und es gibt ja weitere Sachen von ihm auf deutsch. Aber vielleicht liebten nicht alle seinen schon etwas eigenwilligen Zeichenstil.

Auf jeden Fall finde ich "Gentlemen GmbH" aber auch äußerst unterhaltsam - ähnelt etwas dem Kinofilm "Ocean's Eleven" und generell den Caper-Movies.
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Alt 12.11.2017, 13:38   #3  
Opa Joe
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Ich weiss eigentlich nur von den Dylan Dog Bänden und dem einen Feest Band " ein Mann ein Abenteuer" ausser den Gentlemen Geschichten. Irgendwie ist ja nach wie vor der deutsche Comic-Markt sehr francobelgisch ausgerichtet. Eigentlich kam man nur in den 70. Jahren mal in den Genuss von italienischen und spanischen Künstlern z.B.durch Bastei und Rolf Kauka mit seinem Magazin Primo.
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Alt 13.11.2017, 12:56   #4  
Derma R. Shell
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Mir würde eine GA mit den GG auch gut gefallen
den tollen italienischen Band zum 30. Jubiläum der Serie aus 2003 habe ich zuhause, ein schönes Nachschlagewerk.
http://www.afnews.info/wordpress/201...ci-quei-ladri/

Inzwischen sind weitere schöne Bücher zu den Gentlemen in Italien erschienen:
http://www.slumberland.it/contenuto.php?id=172 http://www.slumberland.it/contenuto.php?id=9698
http://www.slumberland.it/contenuto.php?id=9704
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Alt 23.11.2017, 17:18   #5  
Opa Joe
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Da besteht ja dann vielleicht tatsächlich eine Chance auf eine deutsche Veröffentlichung der Serie. Sind die Bände denn in Italien in S/W erschienen oder in Farbe? Ich persönlich würde in dem Fall eine S/W Auflage vorziehen, da dadurch der Krimiaspekt irgendwie noch mehr hervorgehoben wird. Von Jerry Spring hat man ja z.B. auch eine S/W Auflage gestartet.
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Alt 23.11.2017, 17:57   #6  
Peter L. Opmann
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Ich wollte mal nachsehen, was ich von Tacconi sonst noch habe - leider hab' ich das dann wieder aus den Augen verloren.

Aber außer "Ein Mann ein Abenteuer: Der Mann der Wüste" habe ich nur noch ein skandinavisches Album im Schrank: "Zululand", geschrieben von Gino D'Antonio. Gefällt mir aber grafisch sehr gut.

Ansonsten gäbe es vielleicht noch ein paar verstreute Comics in Anthologien.
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Alt 24.11.2017, 15:18   #7  
Opa Joe
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Leider ist hier ja von italienischen Künstlern allgemein sehr wenig erschienen. Da muss man schon für eine Serie wie Dylan Dog sehr dankbar sein, wo dann doch mal eine Palette an recht begabten italienischen Künstlern präsentiert wird.

Inzwischen gibt es ja in Deutschland eine stattliche Anzahl an Kleinverlagen, die die Lücke in fast allen Bereichen der Kunst schliessen. Vielleicht findet sich ja jemand für die Gentlemen Gmbh.

In S/W wären ja auch die Produktionskosten noch geringer.

Wer Tacconi in Deutsch lesen möchte, sollte sich Dylan Dog 38 (Die Hyäne) + Dylan Dog 58 (Rasierklinge) zulegen.

Da kann man sich dann auch die Gentlemen gut in S/W vorstellen. Das macht (Meiner Meinung nach) auf jeden Fall Hunger auf mehr.
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Alt 25.11.2017, 01:05   #8  
Hinnerk
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Tomba Nr. 2 (Freibeuter, 1972) ist auch von Tacconi.
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Alt 25.11.2017, 11:12   #9  
Opa Joe
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Aha, das klingt interessant.Der Tacconi war scheinbar in allen Genres Zuhause. Er war auch ein exzellenter Maler. Hatte da mal im Net geforscht.

Da tauchen einige sehr schöne Bilder auf. Wäre wirklich deprimierend wenn sich hier kein Kleinverleger findet, der die Gentlemen Gmbh veröffentlicht. Fast schon eine Ohrfeige für die Kunst.
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Alt 29.11.2017, 21:27   #10  
Jähling
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Ich habe in den letzten Jahren angefangen, die alten Gentlemen-Ausgaben zusammenzusuchen, die ich hier und da finden konnte, weil ich die Geschichten damals geliebt hatte, und weil ich selber was in der Richtung machen wollte. Nachdem ich sie also nun mit ein bisschen Abstand wiedergelesen habe, bin ich mehr denn je für eine Neuausgabe - aber anders.

Besonders die Alben sind leider in der alten Form streckenweise unlesbar. Sprechblasen sind falsch zugeordnet, Dialoge führen aneinander vorbei, die Handlungen wirken, als seien sie von vollständigeren Geschichten zusammengekürzt, und zwar falsch. Ich weiß nicht, wie viel davon schon im Original nicht funktionierte und wieviel die Übersetzer verhunzt haben, bis auf die fehlplatzierten Sprechblasen, habe aber den Verdacht (Hoffnung?), dass da viel "nur" verloren gegangen ist. Ich habe auch vergessen, welche Ausgabe (Zack oder Ehapa) das größere Verbrechen war, aber unbefriedigend waren beide. Im jetzigen Zustand wirken die Alben jedenfalls regelrecht hingerotzt, nach dem Motto: Für die Gören wird's schon reichen.

Eine Neuausgabe sollte starke redaktionelle Aufbauarbeit leisten, alles neu übersetzen und dabei auch keine Rücksicht auf die Nostalgie nehmen. Die Farben dagegen, die würde ich lassen. Ich jedenfalls habe die immer gemocht. (Man könnte natürlich so was machen wie bei der Corto-Maltese-Neuasugabe, wo sie einfach beides alternativ gemacht haben. Schwarzweiß ist ja schon auch schön.)

Ich habe damals überlegt, das mal selber in die Hand zu nehmen und das Projekt Dani Books vorzuschlagen - die bringen ja viel aus Italien. Ich kann zwar kein Italienisch, aber ich bin fast sicher, dass meine Übersetzung trotzdem besser gewesen wäre. Habe dann aber doch Muffensausen gekriegt - die Nostalgiker unter den Lesern hätten mich aus dem Land gejagt, wenn ich gewagt hätte, die Stories so zu editieren, dass sie Sinn ergeben.

Geändert von Jähling (29.11.2017 um 21:43 Uhr)
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Alt 29.11.2017, 22:20   #11  
Schlimme
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Prinzipiell: Es ist eine schwierige Aufgabe für einen Krimiautoren, sich ein perfektes Verbrechen auszudenken.

Castelli hatte genug Tricks und Ideen für die (ungefähr) ersten zehn Kurzgeschichten. Als die aufgebraucht waren, musste danach alles mit Science-Fiction-Erfindungen vom Schweizer Genie Kurt erledigt werden. Das war eine einfache aber etwas zu billige Lösung.

Wahrscheinlich ist deshalb die Serie kein Klassiker des europäischen Comics.
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Alt 01.12.2017, 14:42   #12  
Opa Joe
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Hallo Jähling, ich hab das sooo gar nicht mehr in Erinnerung mit der Verunstaltung der Texte durch die jeweiligen Verlagsredaktionen.

Ich hatte mal Originalseiten Von Basteiserien wie Buffalo Bill ( Nicht die Hefte von Wäscher) in den Händen gehalten. Die waren in A3 und noch ohne Sprechblasen. Das hatte schon eine gewissen Brutalität, wie da dann später lieblos (Und vermutlich aus wirtschaftlichen Zeitgründen) wahllos Sprechblasen über Köpfe und Körperteile reingklatscht wurden. Teilweise auch in falscher Reihenfolge, so dass die Storys teilweise keinen Sinn mehr ergaben.

Das hatte die zeichnerische Qualität um mindestens 30% geschmälert.

Tacconi hätte jedenfalls allein schon aufgrund seiner zeichnerischen Qualität eine redaktionelle Neuaufbearbeitung verdient. Es tauchen ja jetzt auch Serien wie z.B. Tunga als Komplettausgaben auf.

Auch der Verzicht auf übertriebene Gewaltdarstellung verleiht der Serie einen zusätzlichen Charme. ( Die Brutalität z.B. in den 2 Dylan Dog Storys passt irgendwie nicht so richtig zu Tacconis Stil, finde ich.)
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Alt 01.12.2017, 17:41   #13  
Jähling
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Zitat von Opa Joe Beitrag anzeigen
Hallo Jähling, ich hab das sooo gar nicht mehr in Erinnerung mit der Verunstaltung der Texte durch die jeweiligen Verlagsredaktionen.

Ich hatte mal Originalseiten Von Basteiserien wie Buffalo Bill ( Nicht die Hefte von Wäscher) in den Händen gehalten. Die waren in A3 und noch ohne Sprechblasen. Das hatte schon eine gewissen Brutalität, wie da dann später lieblos (Und vermutlich aus wirtschaftlichen Zeitgründen) wahllos Sprechblasen über Köpfe und Körperteile reingklatscht wurden. Teilweise auch in falscher Reihenfolge, so dass die Storys teilweise keinen Sinn mehr ergaben.
Ob die Blasen selber von den Übersetzern dazugesetzt wurden, kann ich nicht beurteilen. Ich meinte die Texte. Die sind oft in sich widersprpüchlich und in den falschen Sprechblasen, oder zumindest ergeben sie erst recht keinen Sinn, wenn die angezeigte Person es sagt.
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Alt 02.12.2017, 11:05   #14  
Opa Joe
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Jedenfalls waren zuviele Körperstellen durch das überkleben verdeckt.
Grad bei dynamischen Szenen wirkt sowas störend, wenn z.B. eine Person läuft und dann die Beine durch eine Sprechblase verdeckt sind.

Zu den Gentlemen hab ich mal diverse Kleinverlage angeklickt. Ein bis zwei Verlage wären vielleicht tatsächlich dran interessiert. Mal sehen...
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Alt 09.12.2017, 11:37   #15  
Opa Joe
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Zum Thema Gentlemen GMBH fällt mir doch gleich noch eine alte deutsche TV-Serie ein, die den älteren Semestern und TV-Retro-Allesguckern sicherlich noch ein Begriff sein dürfte.

Graf Yoster gibt sich die Ehre, mit Lukas Amman (Der stolze 104 Jahre wurde) und Wolfgang Völz (Raumschiff Orion).

Diese zwischen 1967-1976 langlebige Serie versprüht irgendwie einen ähnlichen Charme wie die Gentlemen GMBH.

Bei den Gentlemen GMBH gefielen mir übrigens besonders die Episoden wo der Graf noch jung war, das Team quasi noch nicht bestand.
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